ETIKA

Gemeinschaft/Gesellschaft

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48LS1

Sprüche

6.7.2008
Auch UNIX
 

Alter. Das Alter ist verehrungswürdiger als Rang und Jugend. (Nigeria)

Arbeit. Es ist eine Gefahr, wenn wir vergessen, für wen wir unsere Arbeit tun. (Mutter Teresa)

Arbeiten wir nur für materiellen Gewinn, so bauen wir uns selbst ein Gefängnis.
(Antoine de Saint Exupéry, 1900 – 1940)

Aufbauen
Münster wird man keine mehr bauen... aber einen Teil der Menschheit aufzuerbauen im Herrn, das hat etwas Lebendiges, Praktisches bei all seiner hohen Erhabenheit...
Jeremias Gotthelf

Autorität. Wehe dem, der eine Autorität sein will und sein soll, und er untergräbt die Autorität dessen, von dem er seine Autorität hat, und auf dem dieselbe beruht. (Jeremias Gotthelf, 1797 - 1854)

Erfolg
Es ist keine neue Wahrheit - denn die findet man nur selten-, daß der Erfolg den Menschen Bedeutung und den Unternehmungen Nachdruck verleiht. Wie viele galten für dumm, ohne es zu sein, wie viele für gescheit, ohne es zu verdienen, weil es dem Glück gefiel, sich über die Gerechtigkeit lustig zu machen.
Fernan Caballero (* 1797 Morges, + 1877 Sevilla), Glück und Glas, 443

Geschichte
Die christliche Botschaft in der Geschichte: Jeder will seine Feinde vernichten. Soll die Geschichte ewig so weitergehen? Dann sind wir zum Schluss alle vernichtet. Ausweg: Den anderen, wer es auch sei, in seiner Lage zu verstehen suchen, mit ihm durch psychischen Druck (Gandhi) gerechte Lösungen aushandeln (z. B. Unabhängigkeit für die Kurden), nach Liebe und Frieden streben (wie Karl May von Ardistan nach Dschinnistan): Das ist die christliche Botschaft. Sie wird noch über der Erdkugel schweben, wenn sie vielleicht einmal eine atomare Wüste ist.
(ETIKA)

Gesetze. Weil man den Gesetzen vertraute und mit ihnen für alles gesorgt zu haben glaubte und die Gesetze dem Buchstaben nach handhabte, so vergass man, dass der Arme ein Mensch, ein Bruder sei, vergass über den Gesetzen die Liebe, die einzige Mutter aller Gaben, die Segen bringen, vergass über dem Leib die Seele. (Jeremias Gotthelf, 1797 - 1854)

Handeln. Es ist keine Zeit zu jammern, sondern es ist Zeit zu handeln. (Adolph Kolping)

Kunst. Die wahre Kunst besteht nicht darin, das Irdische abzubilden, sondern das Himmlische im Irdischen nachzuweisen. (Karl May: Winnetous Erben, Karl May Verlag Bamberg, S. 470)

Langeweiler. Blasierte Leute haben gewöhnlich grausame Langeweile. Es sind gewöhnlich Leute, die sich für nichts interessieren als für ihre eigene Person, und da diese sehr langweilig ist, so müssen sie Langeweile haben, begreiflich. (Jeremias Gotthelf, 1797 - 1854)

Leid – Sünde. Wer das Leid bekämpfen will, aber nicht seine Hauptursache, die Sünde, wird wenig Erfolg haben. (ETIKA)

Mitleid. Dass ein Mensch dem andern helfe in seiner Not, ist ein Naturgesetz, den es liegt in unserer Natur, die der Mitleids, der Barmherzigkeit fähig ist; diese Fähigkeit zum Mitleid, der Trieb zur Barmherzigkeit ist aber auch ein Zeugnis unserer höhern Abkunft, unserer Verwandtschaft mit Gott. (Jeremias Gotthelf, 1797 - 1854)

Multikulturell. Wenn schon in so vielen Familien Zwietracht herrscht, wie kann man dann den Leuten vorlügen, in einer multikulturellen, multireligiösen Gesellschaft aus Angehörigen verschiedenster Völkerschaften gebe es Frieden? Christen wissen: Dahinter steckt der Durcheinanderwerfer. (etika.com 17.6.2008)

Nachgeben
Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dumme ist.

Oase bewässern. Unsere Welt sehnt sich nach Gerechtigkeit und Frieden, wie die Wüste nach Wasser dürstet. Bewässern wir unsere eigene Umgebung, und wir werden eine kleine Oase wachsen sehen. (Isolde Kostner, Skirennfahrerin aus Gröden, in den "Dolomiten" vom 13.12.1999, Wunsch für das 3. Jahrtausend)

Politiker

„Sooft die Politiker eingreifen, sinkt (und zwar sogar fast unvermeidlich) die Moralität merklich...“
(George Sorel: Über die Gewalt, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1969, S. 256)

Reden
Die Rede der Toren ist abscheulich, ihr Lachen schwelgt in sündhafter Lust.
(Jesus Sirach 27,13)

Ritterlichkeit. Wenn ihr euer Land schützen und und bei edlen Frauen Ehre einlegen wollt, so müßt Ihr Entbehrungen ertragen und Wunden gelassen hinnehmen können. Wer dem Ritterorden angehört, der muß beständig und treu, gegen Frauen stets ehrerbietig, im Kampfe tapfer, gegen Arme gütig und freigebig sein; der muß immer Gott vor Augen haben und alles Böse meiden! Wer diese Gebote befolgt, ist schon auf Erden ein seliger Mann!"
(Waffenmeister Hildebrand zu König Dietrich von Bern, Deutsche Heldensagen, Boje-Verlag Stuttgart, 1955, Seite 163)

Schwätzer
Die Schwätzer, Blender und Machtmenschen herrschen in dieser Welt,
die Schweiger, Leider und Beter in der kommenden.
(ETIKA)

Die Diktatur der Schnellschwätzer. Man läßt niemand mehr Zeit zum Denken. Bei Interviews sollen die Partner sofort wie aus der Pistole geschossen antworten, und so reden sie allzuviel Seichtes und Blödsinn statt tief Durchdachtes. (ETIKA)

Untreue. Wer im Kleinen ungetreu ist, wird der treu im Grossen werden, und, wer an Vater und Mutter, an Weib und Kindern ein Schelm ist, kann der ein Ehrenmann sein gegenüber derGemeinde oder gar dem Staate? (Jeremias Gotthelf, 1797 - 1854)

Unzufriedenheit. Wer mit sich selbst nicht zufrieden sein kann, der kehrt gerne diese Unzufriedenheit gegen alle andern Leute statt gegen sich selbst. (Jeremias Gotthelf, 1797 - 1854)

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