ETIKA

ARMUT

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Die Weltwirtschaftsverbrecher

15.6.2008

Wenn in Indien Handwerkerfamilien verhungern, weil billige Massenware aus chinesischen Fabriken den Markt überschwemmt, dann ist der freie Welthandel daran schuld – und dessen Profiteure, die Börsenspekulanten, die seit fast einem Jahrhundert die Weltwirtschaft liberalisieren.

Die Kapitalisten, Diener des Götzen Mammon, beuten die Völker aus wie Blutsauger und erfinden täglich neue Lügen, um die Wahrheit zu verschleiern und ihr rücksichtsloses System der unsichtbaren Versklavung aufrechtzuerhalten. Wer die Verbrecher bei Namen nennt, wird ausgeschaltet mit millionenfach erprobten Methoden. Aber Gott straft die Drahtzieher und wird sie erbarmungslos richten, da auch sie erbarmungslos ihren Profit vermehrt und ungezählte Menschen in Armut und Elend gestürzt haben.

Biosprit vermehrt Heer der Hungernden

Nur um nicht von den umweltschädlichen Automobilen auf Schienenfahrzeuge umzurüsten, lassen die Umweltverbrecher Lebensmittel wie Getreide für die Produktion von Treibstoff herstellen. Die logische und vorhersehbare Folge: Es gibt zu wenig Getreide, Reis und Mais, was diese verteuert, so daß die Menschen in immer mehr Ländern sich die Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten können.

Aber die Unbekannten hinter den Kulissen verdienen an den Autos und am Erdöl, und wenn Milliarden Menschen verhungern oder infolge der verschmutzten Luft an Lungenkrebs sterben, läßt das die Spekulanten kalt.

Da die meisten Menschen die Wahrheit nicht sehen wollen und da Revolutionen nichts nützen oder fehlgeleitet werden, bleiben uns in dieser Endzeit nicht viel mehr als das Gebet und die Rückkehr zum einfachen Leben, um zu überleben.

Die Verantwortlichen – dies sei zur Warnung gesagt – werden zu Recht in der Hölle braten.

Völker, rettet euch durch Autarkie! Menschen, flieht die großen Städte! Baut selber an, was ihr braucht! Treibt Tauschhandel! Laßt euch nicht von der Globalisierung zugrunde richten! (etika.com 22.4.2008)

Namen der Spekulanten nennen!

Niemand wagt es, die Namen der Spekulanten zu nennen. Spätestens beim Jüngsten Gericht werden allen die Augen aufgehen. Wir verweisen auch auf unseren Artikel, in dem vom christlichen Zinsverbot die Rede ist: Wiedergutmachung. (11.6.2008)

„Der Spiegel“ informiert über Spekulanten

Wir empfehlen die Lektüre der Titelgeschichte des „Spiegel“ Nr. 24/2008: „Die Preistreiber“. Dem langen Artikel entnehmen wir folgende Zitate:

„Die Geldschwemme von der Wall Street und von Hedgefonds treibt die Preise nach oben – und zwar mit einer potenziell zerstörerischen Wirkung“, sagt der Präsident der amerikanischen Natioan Farmer Union, Tom Buis. (S. 73)

 „… Gefahr, dass sich eine Blase bildet, vergleichbar mit den Börsenkursen der sogenannten New Economy. Ein Crash wäre unvermeidlich.“ (S. 73)

„Die … Globalisierung … zeigt .. ihr häßliches Doppelgesicht: Auf der einen Seite des Globus wächst wieder der Hunger – und auf der andern der Profit.“ (S. 74)

Auf S. 77 ist ein Bild vom Schwarzen Freitag, dem 25. Oktober 1929 in New York

Während der sogenannten Tulpenmanie im 17. Jahrhundert in Holland, so berichtet „Der Spiegel“ auf S. 77, geißelten Pfarrer von der Kanzel herab die Spekulanten. Sie sahen in dem Geschehen „eine Strafe Gottes für die lästerliche Geldgier und Dummheit der Massen“.

Das letzte gilt heute wieder. Der Kaufkraftverlust ist die Strafe Gottes für die Dummheit der Massen. Sie haben ihre Politiker schließlich selbst gewählt. (11.6.2008)

Kauft möglichst wenig bei den großen Handelsketten!

Zu den Ausbeutern gehören auch viele Besitzer großer Handelsketten. Sie erpressen ihre Lieferanten bis aufs Blut und spielen sie gegeneinander aus, von den Bauern (siehe Milchstreik) über kleine und mittlere Unternehmen bis zu Fabriken.

Jeder und jede, der/die in solch einem Geschäft einkauft, wo es alles superbillig gibt, muß wissen, daß ungezählte Männer, Frauen und Kinder für ihre Arbeit nur einen Hungerlohn bekommen.

In den großen Supermärkten und Einkaufszentren gibt es alles ach so preiswert! Aber nur eine Weile. Denn wenn die Konkurrenz ausgeschaltet ist und nur noch wenige Ketten mittels Absprachen ein de-facto-Monopol errichtet haben, werden die Preise in die Höhe schießen. Dann werden den Konsumentenschützern, Sozialdemokraten und Gewerkschaftlern, die am Ruin der Tante-Emma-Läden mitgewirkt haben, die Augen aufgehen. Besonders wenn das Benzin zu teuer ist, um in die Einkaufszentren zu fahren. Deshalb:

·        Kauft in kleinen Geschäften!

(etika.com 15.6.2008)

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