ETIKA

FASCHISMUS

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24.10.1999

49FA10

Faschismus und Christentum

 

Benito Mussolini: Wenn Gott existiert, gebe ich ihm zwei Minuten, um mich zu strafen.
Rudolf Grimm zitiert aus dem Buch "Chiesa e repubblica di Salò", Verlag Marietti, Monferrato, in den "Dolomiten" vom 9.8.1981:
Benito Mussolini, Sohn eines anarchistischen, atheistischen Dorfschmieds, nahm in der Schweiz an einer öffentlichen Debatte über religiöse Fragen teil; als die Reihe an ihn kam, zog er nur eine Uhr aus der Tasche und rief mit lauter herausfordernder Stimme in den Saal: "Wenn Gott existiert, dann gebe ich ihm jetzt zwei Minuten, um mich zu strafen." Die zwei Minuten vergingen: nichts passierte. Unter den meist jungen sozialistischen Arbeitern brandete Beifall auf.

Zehn Jahre später teilte der Sozialist Mussolini zusammen mit seinem Parteigenossen Pietro Nenni während einer "Roten Woche" im Dom von Budrio bei Bologna an einen Esel die Kommunion aus. Er ließ sich mit seiner Frau Rachele nicht trauen und ihre gemeinsamen Kinder nicht taufen.

Als Mussolini dann 1922 an die Macht kam, mußte er auch in dieser Hinsicht Rücksicht nehmen - auf den Vatikan... 1923 ließ er seine Kinder taufen, 1925 schloß er eine kirchliche Ehe mit Rachele.

Der starke Mann in Roms Palazzo Venezia hielt vom "Übermenschen" Nietzsches mehr als von Jesus.

Die Freimaurer und die Regierung Mussolini.

Die unabhängige Loge "Italia Nova" hat, wie der "Popolo dŽItalia" vom 21. Jänner mitteilt, am 19. Abends folgenden einstimmig gefaßten Beschluß gefaßt: Die unabhängige Loge "Italia nova" in Ancona am Tale des Esino bezieht sich auf ihr aufrichtiges Huldigungsprogramm an Mussolini vom 17. November und stellt fest, daß die hervorragend nationale, reinigende und moralische Politik der derzeitigen Regierung vollständig den Grundsätzen entspricht, welche die Loge in ihren Handlungen leiten, da diese dafür kämpft, die Vereinigung jener Kräfte herbeizuführen, welche von den freimaurerischen Prinzipien so durchdrungen sind, daß durchaus eine Erneuerung dieser Einrichtung erhofft werden und sie daraus derart g.. hervorgehen kann, so daß sie an dem Wohl und an der Größe des Vaterlandes mitwirken kann. Infolgedessen erklärt sie sich neuerdings für die unbedingte Unterstützung derselben und für die Anwendung der gesetzlichen Verfügungen der Regierung und verpflichtet alle ihre Angehörigen, jeden Versuch der Sabotage, der Uneinigkeit, offenen und geheimen Widerstandes, die Einzelinteressen dienen, unmöglich zu machen. (Der Tiroler, Bozen, 24.1.1923)

Anmerkung: Mussolini verbot 1925 die Freimaurer.

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