ETIKA

MUSIK

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49M3

Volksaufstand gegen den Sender Bozen

15.10.2001 und 11.2.2015

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Aufstand gegen amerikanische RAI Südtirol, 4. Teil (2015)

siehe auch Gedicht Musikterroristen

Der Sender Bozen der Rai war früher eine der besten Rundfunkanstalten der Welt – bis … Programmdirektor und … Koordinator wurden. Die Hörer dürfen sich zwar auch heute noch an einigen ausgezeichneten Sendern wie „Unser Land“ sowie Sendungen mit echter Volksmusik erfreuen. Aber in den meisten Sendungen, schon ab 6 Uhr früh, wird der Hörer mit amerikanisch-englischer Musik genervt, ja terrorisiert. Viele Leserbriefe sind seit der Umstellung erschienen, aber ihre Meinung lässt die Verantwortlichen kalt. Sie wollen ja den Menschen ihre Ideologie aufzwingen. Kein Wunder, dass viele treue Hörer zum Kirchensender Grüne Welle abwandern, der häufig unverfälschte, bodenständige Volksmusik ausstrahlt. Ein Gesamtbild der Lage gab Peter P. aus Meran in einem Leserbrief vom 27.1.2015 in den „Dolomiten“:

„… in den vergangenen Jahren haben unzählige Menschen fast auf Knien Rai Südtirol (Sender Bozen) angefleht, unserer Kultur, sei es der Musik und den Liedern, den Vorzug zu lassen. Aber leider half alles Bitten und Betteln rein gar nichts. Mit unserer Sprache und Kultur geht es abwärts … Und niemand kann oder will diesen Verfall bremsen oder gar aufhalten. Wir lassen uns auch von niemandem etwas sagen, nehmen keinen Rat an, sondern wir arbeiten fleißig und unermüdlich an der Zerstörung der oben genannten Werte; wir schaufeln uns selber das eigene Grab. Südtirol ist nicht mehr nur deutsch, ladinisch und italienisch, sondern engleutsch, wir gehören also zum Engleutschen Sprachraum… Traurig, dass wir es soweit gebracht haben.“

Weitere Leserbriefe vom 7.2.2015 in den „Dolomiten“:

Hubert M., S.: „Auch die Rai redet öfter von direkter Demokratie, nur wenn der Hörer, für den die Sendungen ja gedacht sind, Verbesserungswünsche hat, hört sie nichts.“

Ivo H., St. P.: „Rai (Radio italiana) Südtirol! Der vor allem bei den Morgensendungen ausschließlich englische Lieder zwischen den Wortsendungen bringt, hat die Schmerzgrenze der zu 80 Prozent älteren Hörer längst überschritten. Ähnliches dürfte europaweit auch nicht anzutreffen sein, nämlich dass eine vom Vaterland getrennte Volksgruppe ihr ureigenstes, gewachsenes Liedgut dermaßen verunglimpfen ließe.“

Georg U., Nals: „Die spärliche und überhastete Berichterstattung, dazu größtenteils aus dem Ausland, wird mit Pausen lärmender Musik unterbrochen, die ein gemütliches Mittagessen zunichtemachen.“

Einem Anschlag auf die Tradition gleicht die Erkennungsmelodie der neuen Landwirtschaftssendung „Land und Leben“. Wer dafür verantwortlich ist, soll seinen Hut nehmen. Dieses technologische Geklimpere ist so schnell wie möglich durch Blasmusik zu ersetzen – so wie es früher üblich war.

Leserbriefe vom 11.2.2015 in den „Dolomiten“:

Arnold L., St. N.: „Als die Faschisten unseren Vorfahren mit Gewalt die Muttersprache rauben wollten, setzten sich Katakombenlehrer trotz Androhung schwerer Strafen zur Erhaltung derselben ein. Heute strebt man scheinbar nichtsahnend dasselbe Ziel an, aber nicht mit Gewalt, sondern möglichst unauffällig unter dem verpflichtenden Vorwand eines modernen Kulturkonzepts.

Gertraud L., L.: „… die absolut einfallslose, fade, weil fast nur englische Musik zwischen den Beiträgen … Diese Musik braucht scheinbar nur den Musikmoderatoren gefallen, nicht uns Zuhörern. Ist einmal ein deutsches Stück dabei, kennt kein Mensch den Interpreten. Dabei hätten wir so viele gute deutsche, bekannte Interpreten und wie gefragt wäre hie und da ein „Ohrwurm“, sprich Oldie. Man will sich doch unterhalten und nicht pausenlos ärgern!

Wider die „Musik-Diktatoren“ vom Sender Bozen
(Volksaufstand 3. Teil)
Wir fordern: Musikprogrammgestalter und –verantwortliche sollen in jeder Stunde einmal genannt werden. Dann hört der Unfug vielleicht einmal auf, wenn sich jeder anonyme „Musik-Diktator“ (als solcher wird er von vielen Hörern empfunden, die Bezeichnung „Musik-Terrorist“ haben wir nach einigem Überlegen vorsichtshalber aus rechtlichen Gründen fallen gelassen, sind aber nicht sicher, ob wir den Begriff nicht doch verwenden dürften) und Gute-Laune-Verderber zu dem Mist bekennen muß, den er unter die Leute bringt. (Geschrieben unter Musikeinfluß am 23.2.2001, 10.06 Uhr)
Die Bevölkerung ist der multikulturellen Ätherverschandelung überdrüssig, wie nachfolgende neue Leserbriefe (in geraffter Form) in der Tageszeitung „Dolomiten“ erneut beweisen:

„Das Durcheinander, das speziell am Vormittag dem Hörer zugemutet wird, hat mit Kultur nichts mehr zu tun. Es bleibt nur der Umstieg auf andere Sender. Dabei verlangt niemand nur Volks- oder klassische Musik. Aber statt der oft sehr ordinären Texte und primitiven „Melodien“ der Schnulzen, gäbe es so vieles, auch an instrumentaler Unterhaltungsmusik, das bei jung und alt gut ankommen würde. Man sage nicht, man müsse die Jugend ansprechen: Diese sind in der Schule oder am Arbeitsplatz, während Hausfrauen, Senioren und auch Kranke sich daheim nützliche Informationen nur um den Preis einer meist unerträglichen Geräuschkulisse anhören müssen. ... 15.000 Kindern und Jugendlichen wird an Südtirols Musikschulen eine vokale und instrumentale Ausbildung sowie ein Gespür für das Gute und Schöne in der Musik vermittelt. Der Sender Bozen ist dabei, mit seiner „Reform“ diese Arbeit zunichte zu machen. - Mit ihrem Leserbrief vom 30. Jänner hat Frau Hilde Nicolussi unzähligen Menschen aus dem Herzen gesprochen.“ (Prof. Johanna Blum, ehemalige stellvertretende Leiterin des Konservatoriums Bozen, Unterinn/Ritten, 13.2.2001)

„Als die ehemals recht gut gestalteten Sendungen auf einmal eine so tiefe Stufe herabgerutscht waren, dachte ich, dass nun ein anderer Koordinator das Sagen habe. Die Tätigkeit von R. Gamper hatte ich bisher sehr geschätzt. Man sollte die Hörer, ganz besonders die Jugend, doch zu Inhaltvollerem und nicht zu lauter geistlosem Tamtam hinführen, sondern ihnen „holde Kunst“ zugänglich machen und sie auf Wertvolles hinweisen. ... „unerwünschte Gehörbelästigung“ ..“ (Giovanna Koch, Meran, 15.2.2001)

„Wir wollen keine „Phase der Gewöhnung“, denn wir sind Tiroler und wollen keine Engländer werden. Mit „Toleranz und Verständnis“ sollte dies auch Herr Gamper akzeptieren – oder –
steht jemand hinter ihm, der ihn zu solchen Entscheidungen zwingt wegen der „Globalisierung“?
(Trude Brambilla, Tramin, 15.2.2001)

„Als deutscher Südtiroler ist mein Missfallen da einfach groß. Der Koordinator Rudi Gamper schreibt, man müsse einfach so senden. Auch die Älteren seien doch mit den Beatles und Elvis Presley aufgewachsen. Er schreibt aber nicht, dass auch damals nur ganz „Fortschrittliche“ damit glücklich wurden. Nicht das breite Publikum, zu dem ich mich zähle (Anm.: wir schließen uns an und ärgern uns mit dem Leserbriefschreiber). In Europa ist Deutsch die weitaus am meisten gesprochene Sprache. Mehr als 90 Millionen Menschen haben die gleiche Muttersprache wie Goethe und Schiller. Man sagt mir auch, dass in den anderen Ländern keine deutschen Schlager auf Sendung gehen, weil man sie nicht verstehe und auch nicht wolle. Nur bei uns muß man Englisch verstehen, um einem Lokalsender folgen zu können. ... Ich lebe in Europa. Mögen doch die Engländer Deutsch lernen.“ (Hans Troger, Gries/Bozen, 20.2.2001)

Laßt uns, vor allem am Vormittag, den Sender Bozen mit erträglicher Zwischenmusik (ohne Flop und Pop, weder englisch noch amerikanisch, ohne ordinäre Texte) wieder hören.“ (Trude Sailer, auch im Namen vieler Bozner Senioren, 20.2.2001)

Am Morgen hört man gern leisere Musik und nicht unbedingt dieses Gejohle und Gejapse mit Texten, die oft den guten Geschmack vermissen lassen – egal in welcher Sprache immer. Mich stört nicht die Internationalität der Texte, sondern eher das niedere Niveau bestimmter Schnulzen. Sind die Programmgestalter eher zu jung, nicht so einfühlsam oder gar musikalisch unterernährt? Schade um die kulturellen Sendungen, die teilweise total verschwunden sind. (Erika Alber, Meran, 20.2.2001)

Tragisches um den Multikulti-Sender Bozen (II)

„Am meisten stören die schlagwerkbetonten Einlagen in Wortsendungen ... (vormittags). Es braucht nicht unbedingt Beethoven zu sein... Wenn sie doch wenigstens einmal eine 3. Schulklasse „Alle Vöglein sind schon da...“ singen ließen – aber bitte nicht „All the birds there are already“. (Lothar Sternbach, Bruneck, Leserbrief in den „Dolomiten vom 6.2.2001)

Bitter, ja tragisch ist es, wenn sich auch noch der durch seine Volksmusiksendungen eigentlich beliebte „Verantwortliche Koordinator“ des Senders Bozen, Rudi Gamper, dazu hergeben muß, die modernistische Bum-Bum-Linie des Programmchefs zu rechtfertigen (in einem Leserbrief vom 6.2.2001).

Armes, verratenes Land Südtirol. Jeden Morgen wird der RAI-Sender Bozen in den Ohren vieler zur Nervensäge. Wenn Meinungsfreiheit herrschen würde, würde so mancher seinem Unmut mit den Worten Luft machen: „geistiges BSE“ und „Genmanipulation auch über Funkwellen“. Doch die Südtiroler können sich beschweren, so lange sie wollen, das Sagen haben Meinungs- und Musikmacher, denen die Wünsche der Bevölkerung schnuppe sind. Bei dem englisch-amerikanischen und neudeutsch-/neuösterreichischen Pop- und Rock-Gedudle, -Gehämmer und –Geplärre hilft nur ein Ausweichen auf Volksmusik- und andere normale Sendungen des Kirchensenders Grüne Welle oder von ÖRegional.

Eine Art Volksaufstand gegen den Sender Bozen (I)
RAI-Sender Bozen setzt auf Multikulti-Programm und streicht "Sonne ins Leben"
Rausschmiß des Kanonikus Hohenegger ohne Rücksicht auf Verluste

Einflußreiche Leute sind dabei, den Sender Bozen in einen multikulturellen Propagandasender umzufunktionieren - und dies gegen den Willen der eher konservativen Bevölkerung, die ihn mit ihren Gebühren finanziert, und wohl auch gegen den Willen mancher Mitarbeiter. So wurde eine der beliebtesten Sendungen mit Diktat von oben abgeschafft, ohne Rücksicht auf Hörerwünsche.

Die herrschenden Medienmanager wollen nach dem Abgang Franz von Walthers bewußt "alte Hüte" ausmerzen. Dem hervorragend gemachten kulturellen Teil mit seinem Vielerlei wertvollster Traditionssendungen, der das Land vor viel Schlimmem bewahrt hat - wir danken den ausgezeichneten Programmgestaltern wie Degle, Lanz usw. - soll anscheinend der Garaus gemacht werden. Der Geschmack der Bevölkerung soll auf modern getrimmt, die Jugend auch mittels Stammradio zur internationalen, sprich englisch-amerikanischen Pop- und Rockmusik hingeführt werden.

Doch ein wesentlicher Teil der Bevölkerung macht nicht mit. Tausende sind schwer enttäuscht. Dies kommt in Gesprächen, aber auch in den Leserbriefen zum Ausdruck, die die Tageszeitung "Dolomiten" abgedruckt hat. Einige zitieren wir, diesmal in umgekehrter Reihenfolge (die ersten Briefe zuerst, die neuesten zuletzt):

"Sonne ins Leben" - unter diesem Titel habe ich 21 Jahre lang - mit einer jeweiligen Sommerpause von drei Monaten - eine Rundfunksendung gestaltet "für den dritten Lebensabschnitt". In der letzten Sendung im Juni habe ich angekündigt, dass ich im Oktober fortfahren werde. Darauf habe ich jedoch von der Programmgestaltung der RAI die briefliche Mitteilung erhalten, dass ab Herbst "die Sendung ,Sonne ins Leben' aus dem Programm genommen wird". Aus dem Echo auf diese Sendung hin war zu schließen, dass sie von sehr vielen Hörern gern und oft eingeschaltet wurde. Daher will ich auf diesem Wege meinen treuen Zuhörern für ihr Interesse danken und mich von ihnen verabschieden." (Josef Hohenegger, Brixen, 14.9.2000)
Wir bestätigen dies. Wir kennen sehr viele Menschen, die "Sonne ins Leben" als eine ihrer Lieblingssendungen bezeichnet haben. Wir gehören auch dazu und bewundern seine einmalige Sammlung an Gleichnissen und Fabeln aus dem geistigen Schatz aller Völker. Eine solche Sendung war einmalig in ganz Europa, ja in der ganzen Welt! Danke, Kanonikus Hohenegger! Zum Trost: Diese Welt ist nicht die endgültige. Auch im Himmel werden die Guten ihre Fähigkeiten anwenden und sogar noch weiter entfalten dürfen. Die Herren von der Gegenseite natürlich auch, siehe das Buch von C. S. Lewis mit den "Dienstanweisungen für Unterteufel", wo es um das Thema Lärm geht (an anderer Stelle in etika.com). Wir sind diesem selbst gerade ausgesetzt, weil wir auf die 12-Uhr-Nachrichten warten, und entsprechend aufgelegt.

"Ältere Leute freuten sich Tage vorher auf diese Sendung. ... werde ich sehr vermissen. Etwas Gleichwertiges gibt es im Medienangebot nicht.“ (Anton Matzneller, Aldein, 19.9.2000)

"... wenn es irgendwie ging, habe ich sie aufmerksam und mit seelischem Gewinn verfolgt. Er hat sich darin sehr einfühlsam und tiefgründig mit Themen befasst, die jeden Menschen betreffen, wenn nicht heute, dann morgen. Krankheit und Sterben, Verzweiflung und Einsamkeit gehören genauso zur Wirklichkeit wie Leben und Freude, Spiel und spaß. Wer diese Themen verdrängen will, muss nicht hinhören, aber für alle anderen, die sich in einer dieser Situationen befinden oder die eine tiefe und geistreiche Auseinandersetzung damit auch als junge Menschen nicht scheuen, war diese Sendung eine Bereicherung. Ich weiß, dass viele kranke und alte Menschen jede Woche hart auf diese Stunde gewartet haben. Ihnen gab sie Trost und Mut. Hochwürden Hohenegger hat es mit sehr viel Lebensweisheit und Klugheit verstanden, auch die trostloseste Situation mit Licht und seelischer Wärme zu durchdringen. Seine Sprüche und Anekdoten allein wären ein Schatzkästlein." (Landtagsabgeordnete Dr. Eva Klotz, Bozen, 19.9.2000)

"Diese Entscheidung der RAI-Zuständigen ist schockierend. Hat man für ältere Leute nicht mehr viel übrig, oder war bestimmten RAI-Leuten der religiöse Inhalt dieser Sendung ein Dorn im Auge? Dieser Eindruck wird in letzter Zeit immer stärker, nachdem sonst die RAI für noch so ausgefallene Sachen oft Stunden lang Sendungen gestaltet. ... Will sie immer gezielter zur Entchristlichung unserer Gesellschaft beitragen und eine neuheidnische-unchristliche Gesellschaft fördern?" (Johann Tappeiner, Vetzan/Schlanders, 28.9.2000)

"Mein tief empfundenes Beileid zum Ableben des von mir sehr geschätzten vormaligen Rundfunkprogramms des Senders Bozen! ... das neue Programm ab 1. Oktober ... bekommen die geplagten Hörer (sofern sie vor Grausen nicht abschalten) ein niveauloses Allerweltsprogramm aufgetischt. ... Für wie vertrottelt und kulturell anspruchslos hält man die Hörer des Senders Bozen eigentlich, dass man ihnen jetzt ein derart primitives Programm zumutet?" (Sieglinde Koch, Sterzing, 19.10.2000)

"Frau Sieglinde Koch bringt die von sehr vielen Südtirolern vertretene Ansicht vor. Was mich besonders stört, sind die unmöglich vielen amerikanischen (oder englischen) "Songs", die oft bis zu 80 Prozent der gesendeten "Songs" ausmachen. Wenn die verantwortlichen Programmgestalter des Senders Bozen nicht verstehen wollen, dass der Sender Bozen in erster Linie für die Südtiroler da ist, dann sollten sie schleunigst den Hut nehmen und nach Amerika auswandern. Der Sender Bozen sollte sich bewusst sein, dass er in erster Linie mitverantwortlich ist, unsere Tiroler Mentalität und Gefühle zu vertreten und unsere Charakteristiken beizubehalten. Mit der jetzigen Sendeart des "Frühstücksradios" werden wir nur veranlasst, das Radio aus- oder umzuschalten auf einen anderen Sender. Ich möchte präzisieren, dass ich nur gegen die veramerikanisierte Musikauswahl protestiere, nicht gegen die üblichen Durchsagen. Einmal ein englisches oder meinetwegen brasilianisches Lied zu hören stört keinesfalls, aber diese maßlose "Veramerikanisierung" ja!" (Wilfried Sanin, Tramin, 26.10.2000)

"Frau Sieglinde Koch hat mir aus der Seele gesprochen." (Anni Stürz, Neumarkt, 26.10.2000)

"Die Radiosendung "Sonne ins Leben" wurde vom Sender Bozen aus dem Programm genommen. Mag sein - aus dem Programm, aber nicht aus den Herzen der Zuhörer. Denn wie viel Freude, Trost und Licht konnten so viele Jahre über die Ätherwellen hinausstrahlen in unser Land und manch grauen Alltag erhellen. Auch Jüngere ... waren voll Begeisterung." (Sr. Lydia Gatterer und die Gemeinschaft der Kreuzschwestern von Meran, 26.10.2000)

Unter Südtiroler Sender versteht man, dass es ein Sender ist, der dazu da ist, seine Programme so zu gestalten, dass er den Wünschen der in der Heimat angestammten Südtiroler weitgehend entspricht. Er soll in erster Linie dazu dienen, einen Beitrag zu leisten, was er auch seinem Namen schuldig ist, dass die Sprache, die Kultur, das deutsche Lied und die Identität in unserem Lande nicht verloren gehen, ansonsten wird es uns eines Tages wie den Elässern ergehen. Wir wollen unsere Eigenart bewahren, wir brauchen keinen englischen Gesang, den sowieso kaum jemand versteht, und wenn wir uns italienische Musik oder Gesang anhören wollen, so haben wir eine große Auswahl vieler italienischer Sender, die auch schöne Musik bieten. Schließlich müssen ja wir die Rundfunkgebühren bezahlen. Unsere Vorfahren haben schon immer ein passendes Sprichwort gebraucht: "Der zahlt, der schafft!" (Raymund Öttl, Meran, 14.11.2000)

Eben, es ist nicht einzusehen, wie von Steuerzahlern bezahlte Leute dem Volk etwas aufdrängen, was dieses nicht will. Das ist Missbrauch von Steuergeldern!

Altersheimbewohnerin: Radio mit Programm von Sender Bozen ein Marterkasten
Eine Bewohnerin des Altersheims St. Martin in Kastelruth, die in einem Zweibettzimmer wohnt, ist gezwungen, viele Stunden die moderne Musik des RAI-Senders Bozen anzuhören, weil die Bettnachbarin nicht darauf verzichten will. – Die gerechte Strafe für die Programmgestalter und sonstigen Verantwortlichen des Senders Bozen wäre, dass sie genauso viele Stunden eine ihre Sinne marternde Musik anhören müssen, wie sie geplagte Hörer des Senders haben über sich ergehen lassen müssen: also eine Musik, die ihnen genauso zuwider ist wie uns der nervtötende angloamerikanische Lärm. Das ist das Pech der Medienleute, aber sie wissen schließlich, dass sie Verantwortung für jeden einzelnen ihrer Hörer oder Leser haben, Erwachsene und Alte und Kinder, Gesunde und Kranke. (15.10.2001)

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