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ETIKA |
ÜBERLEBENSPROGRAMM |
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4A |
Eine
gerechte Sozialordnung belohnt die Leistung und hilft dem Notleidenden |
30.5.2005 |
1. Die Zeit des
kommunistischen und des kapitalistischen Materialismus ist abgelaufen.
2. Die
heutige Gesellschaft braucht eine neue Sozialethik, die auf Gerechtigkeit und
Barmherzigkeit aufgebaut ist.
3. Die beste
Alternative zum Materialismus ist die Lehre Jesu Christi.
4. Nur die
selbstlose Liebe führt zum Heil. Wer gibt, empfängt. Wer dem Notleidenden
hilft, hilft Christus.
5. Wir
dürfen am Elend und am Unrecht nicht länger gleichgültig vorbeigehen, sondern
sind aufgefordert zu aktivem Mitleid, indem wir
6. unseren
Nächsten in ihren Nöten und Leiden beistehen und allen helfen, die uns
brauchen, z. B. alten Menschen, Waisen, Behinderten, Verzweifelten;
7. mit den
Armen teilen:
a) jedes Jahr mindestens ein Prozent des Sparguthabens christlichen
Hilfsorganisationen spenden;
b) die Arbeit teilen, evtl. Wochenstunden nebst Lohn abtreten, Doppelarbeit
aufgeben;
c) bei Annehmlichkeiten den gleichen Wert für Wohltaten bestimmen bzw. Gutes
tun zum Dank (Albert Schweitzer);
d) Patenschaften für bedürftige Familien oder Kinder übernehmen;
8. Unterdrückten
und Schwachen zu ihrem Recht verhelfen (als "Detektive der
Nächstenliebe") und alles tun, um Unrecht und Verbrechen zu verhindern;
dazu gehören:
a) Vorbeugung durch Arbeitsbeschaffung,
b) Einsatz modernster Technik bei Vorbeugung, Überwachung und Aufklärung,
Notrufsender für alle Personen, die sich bedroht fühlen, Armbanduhren mit
Alarmknopf etc.;
c) die Einführung des Grundsatzes der Wiedergutmachung;
d) persönliche Haftung von Politikern und Beamten bei Verschwendung
öffentlicher Gelder;
e) Amtsenthebung bei Mißbrauch der Macht;
f) mehr Möglichkeiten der Kontrolle für Presse und von interessierten Bürgern
gebildete Ordnungsräte;
g) Arbeitsstrafen für Verbrecher, in bestimmten Fällen Verbannung (siehe 9A).
9. Jeder
Mensch hat in seinem Heimatland ein Recht auf Nahrung, Kleidung, Wohnung,
ärztliche Versorgung, Arbeit, Sicherheit und Bildung.
10.
Wo ein Staat nicht allen Bürgern ein Existenzminimum
gewähren kann, hilft ein internationaler Armenfonds: Finanzierung aus:
a) der Beschlagnahme von Geld und Besitz, die auf kriminelle Weise erworben
wurden (zum Beispiel erzielt die Drogenmafia Jahresumsätze, die größer sind als
viele Staatsbudgets);
b) der Hälfte des Gewinns der Banken;
c) einer weitgehenden Abrüstung;
d) der Abschaffung von Privilegien;
e) dem Verzicht auf überflüssige Ausgaben wie Alkohol- und Zigarettenwerbung,
für Luxusartikel, öffentliche Prachtbauten, teure Medienspektakel,
Silvesterfeuerwerk etc.; allein für Rauschgift wird gegenwärtig mehr Geld als
für Lebensmittel ausgegeben.
11.
Die für die Familie und die Allgemeinheit erbrachten
Leistungen verdienen den gerechten Lohn. Auch Mütter und Hausfrauen haben ein
Anrecht auf eine Altersversorgung.
12.
Der Staat hat die Rechte seiner Bürger sowie die
öffentliche Sicherheit und Moral, vor allem den Schutz der Kinder, Jugend,
Frauen und Familien, zu gewährleisten.
a) Tut er dies nicht, so ist der Bürger zur Selbsthilfe berechtigt.
b) Die Selbsthilfe kann im extremen Fall bis zur Non-Kooperation reichen sowie
zu Aktionen allgemeiner Notwehr, die vielleicht vom Gesetz nicht gedeckt, aber
ethisch gerechtfertigt und geboten sind. Beispiele:
Boykott, Steuerstreik (siehe Gandhi), Erklärung von Schutzzonen.
13.
Nein sagen muß der Bürger auch zu verbrecherischen oder
unsinnigen Gesetzen, Anordnungen und Maßnahmen des Staates oder überstaatlicher
Organisationen.
14.
Wirtschaftsstabilität:
a) Abbau der Staatsverschuldung mittels radikaler Kürzung der
öffentlichen Ausgaben sowie einer Höchstgrenze für Zinsen;
b) Entbürokratisierung;
c) ein gerechtes und einfaches Steuersystem (nur noch fünf bis zehn Steuern)
anstelle der Vielfachbesteuerung;
d) Besserstellung der Handwerks- sowie kleiner und mittlerer Industriebetriebe
statt Subventionen für nur profitorientierte Konzerne ohne soziale und
ökologische Verantwortung
e) Unterstützung umweltgerechter Landwirtschaftsbetriebe.
15.
Arbeitslosenfrage:
a) Senkung der Lohnnebenkosten;
b) steuerliche Begünstigungen für Arbeitgeber bei Neueinstellung;
c) Erleichterung der Gründung von Familienbetrieben;
d) mehr Teilzeitarbeitsplätze;
e) Arbeitsprogramme von Staat, Regionen, Gemeinden und Verbänden im
Sozialdienst und Umweltschutz;
e) wer keine Arbeit annimmt, erhält nur das Existenzminimum.
16.
Wohnungsnot:
a) kann aufgrund der Beschlagnahme der Wohnungen, die sich im Besitz von
Kriminellen befinden, gelindert werden;
b) angemessene Unterstützung für Familien beim Bau oder Kauf eines Eigenheims.
17.
Renten:
Anstelle des jetzigen Systems, das die Reichen durch progressive Erhöhung
privilegiert, Schaffung von z. B. fünf Rentenstufen, wobei die Höchstrente
fünfmal so hoch ist wie die Mindestrente (= Existenzminimum).
18.
Einkommen:
Eine Höchstgrenze mit dem Multiplikationsfaktor 15 wäre auch für Einkommen zu
erwägen. Auf unserer Welt gibt es soviel Not, daß nicht einzusehen ist, warum
es Spekulanten und Wucherer geben muß.