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ETIKA |
Wiedergutmachung |
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4A8D |
Letzte Chance für kleine Leute: |
21.5.2008 |
Aus dem Überlebensprogramm ETIKA 4A:
Wir sollen
8.
Unterdrückten
und Schwachen zu ihrem Recht verhelfen (als „Detektive der Nächstenliebe“) und
alles tun, um Unrecht und Verbrechen zu verhindern; dazu gehören: …
c) die Einführung des Grundsatzes der Wiedergutmachung;
d) persönliche Haftung von Politikern und Beamten bei Verschwendung
öffentlicher Gelder;
e) Amtsenthebung bei Mißbrauch der Macht;
f) mehr Möglichkeiten der Kontrolle für Presse …
Zusatz zu diesem „Ethischen Gesetz“ aus ETIKA 41DE2:
Wähle nur
Politiker, die sich einsetzen für die
persönliche Haftung politisch, rechtlich,
wirtschaftlich oder moralisch Verantwortlicher im öffentlichen Leben für kriminelle
Handlungen, Fehlentscheidungen oder angetanes
Unrecht, wenn zum Beispiel jemand finanziell in den Ruin getrieben wird oder
wenn die Gesundheit der Bürger oder die Umwelt (durch Lkw-Transit,
Genmanipulation, Verstrahlung mit Mobilfunkantennen etc.) schwer beeinträchtigt
werden: Schadenersatz aus dem
Privatvermögen.
Beispiel 1: Quellen versiegen
Irgendwo wird ein
Stollen gebaut für einen neuen Straßen- oder Bahntunnel oder zur
Stromerzeugung. Bei den Bohrungen werden Quellen angezapft. Diese versiegen.
Dann haben sämtliche Anwohner, die dadurch ihr Quellwasser verlieren und
womöglich noch Gebäuderisse beklagen müssen, unserer bescheidenen Meinung nach das Recht auf Wiedergutmachung.
Die verantwortlichen
Behörden und Unternehmen haben die Pflicht,
1.
alles zu unternehmen, um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen,
also z. B. Geologen und
Wünschelrutengänger einzusetzen, um die Ursachen des Versiegens aufzuspüren und
den Schaden, wenn möglich, durch Neuanlage natürlicher Wasserbassins zu
beheben, also die Quelle wieder zum Leben zu erwecken bzw. das Haus zu
sanieren.
2.
Wenn diese Bemühungen vergeblich sind, haben sie für Ersatzlösungen
zu sorgen, also z. B. die betroffenen Häuser an die öffentliche Wasserleitung
anzuschließen oder, falls das Haus abgerissen und verlegt werden muß, den
Neubau zu finanzieren und evtl. einen Ersatzgrund hierfür zur Verfügung zu
stellen (Grundstückstausch); dabei dürfen die Geschädigten nicht zur Kasse
gebeten werden.
3.
Wenn beide Seiten damit einverstanden sind oder wenn die Schäden
in keiner Weise wieder gut zu machen sind, kommt auch eine rein finanzielle
Abgeltung der Schäden in Betracht. Dabei könnte es sinnvoll sein, die
Geschädigten am laufenden Erlös des Kraftwerks angemessen zu beteiligen.
Zahlen Land und
Gemeinde, die das Projekt genehmigt und womöglich subventioniert haben, sowie
der Bauherr nicht, haben die Geschädigten unserer Meinung nach ein moralisches
Anrecht darauf, aus den privaten Taschen der beim Land, bei der Gemeinde oder
bei der Bau- oder Energiegesellschaft verantwortlichen Personen entschädigt zu
werden.
Beispiel 2: Bär frißt Mensch
Ein Ministerium
ordnet an, daß in einem bewohnten Gebiet Bären angesiedelt werden. Die Bären
ziehen umher, etliche reißen Schafe auf der Weide und manche dringen sogar in
Gehöfte ein, um dasselbe zu tun. Ein Amtsvorsteher der betreffenden Provinz
sagt, die Leute sollen lernen, mit Bären zu leben, und warnt
vor Hysterie. Nun geschieht es, daß ein Bär, erschrocken durch eine plötzliche
Begegnung an einer Wegecke, einen Wanderer anfällt und tötet. Wäre es
ungerecht, wenn die zuständigen Beamten bzw. Politiker den Hinterbliebenen des
Wanderers, so lange sie leben, eine Rente zahlen? Denn durch ihre Schuld oder
Gleichgültigkeit oder falsche Einschätzung der Gefahr hat der Wanderer sein
Leben verloren.
Beispiel 3: Die verlorene Tochter
Ein Fernsehidol
fasziniert ein junges Mädchen in irgend einem Dorf
über alle Maßen. Das Leben der Schönen und Reichen in Hollywood geht dem Mädchen
nicht mehr aus dem Kopf, und es äfft den Star in Aussehen und Gehabe nach. Es
stört die Jugendliche nicht, wenn ihr Vorbild wegen seines ausschweifenden
Lebens oft in den Schlagzeilen auftaucht. Sie fühlt sich bestätigt in Worten
des Idols, die das Böse verharmlosen. Dem Mädchen, einzigen Kind seiner Eltern,
kommt das Leben auf dem Lande langweilig und unerträglich vor. Es verbringt
viele Nächte in Diskotheken, verläßt seine Eltern und zieht in die große Stadt.
Dort wird es zum Partygirl, nimmt Drogen, landet im Elend der Prostitution und
begeht Selbstmord. Wäre es ungerecht, von dem superreichen Fernsehidol zu
verlangen, den Eltern monatlich eine gewisse Summe als „Schadenersatz“ für die
verlorene Tochter zu zahlen?
Beispiel 4: Kinderfeinde
Politiker,
die an familien- und damit kinderfeindlichen Maßnahmen mitgewirkt haben –
sollen sie nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn bald die Jungen
fehlen, die der älteren Generation die verdiente Rente zahlen? Das heißt,
sollten sie nicht an den Renten nach ihrem Vermögen mitzahlen? Darüber müßten
freilich vorher Volksabstimmungen abgehalten werden.
Entsprechende Entschädigungen sollten Opfer von
Verbrechern, Diktatoren (eingeschlossen Bürokraten, welche kleinen Leuten das
Leben schwer machen), internationalen Börsenspekulanten sowie sonstigen
Verfechtern der Globalisierung erhalten, also die Armen, Ausgebeuteten und
Unterdrückten der Welt, die unfreiwillig Arbeitslosen nicht ausgeschlossen.
Es gäbe unendlich viel an Unrecht und verhängnisvollen Fehlern aufzuzählen.
Sollen all jene völlig ungeschoren davonkommen, die Mütter und Hausfrauen
gesetzlich benachteiligen, die zum Schaden der Erdatmosphäre keine Steuern auf
Flugbenzin einheben, die erlauben, daß Ensembles von Gebäuden oder
Naturdenkmäler unwiederbringlich verloren gehen, daß Bahnhöfe aus der
Stadtmitte verlegt werden, einmalige Landschaften zerstört werden und
dergleichen? Dies nur als gedankliche Anregung.
Es geht hier nicht um die Anmaßung einer zweiten Gerichtsbarkeit,
sondern um die Ausübung des Rechts auf freie Meinung. Jedem Menschen sagt
nämlich das Gewissen, daß es ethische, moralische Gesetze gibt, über
deren Einhaltung Gott, der Herr, spätestens beim Jüngsten Gericht befinden
wird.
Tatsache ist, daß die irdische Justiz in jüngster Zeit selbst
diesen Weg beschritten hat.
Wir erinnern an:
·
die
Beschlagnahme von Mafia-Vermögen in Süditalien
·
eine
Forderung des italienischen Rechnungshofs-Staatsanwaltes Amedeo Federici in Sachen Bozner
Flughafen. „Dolomiten“ vom 21.4.2008 (uli): „STA-Räte sollen
persönlich haften. Insgesamt 3,7 Millionen Euro sollen die sechs
Verwaltungsratsmitglieder der STA (Südtiroler
Transportstrukturen AG), welche den Flughafen Bozen führt, in die Steuerkasse
zurückzahlen. … Schaden, der am Steuerzahler angerichtet worden sein soll …“
·
eine
Forderung desselben Staatsanwaltes wegen eines Beratervertrags für einen
Frühpensionisten, ebenfalls in Südtirol. „Dolomiten“ vom 6.5.2008 (uli): „5000 Euro Schadenersatz soll Landesrat … zahlen,
weitere 5000 Euro die übrigen Mitglieder der Landesregierung.“
Erinnert sei weiters an die beklemmende Tatsache: „In Italien ist die Korruption
so verbreitet wie noch nie. Davor warnt der Präsident des italienischen
Rechnungshofes, Tullio Lazaro,
in seinem Jahresbericht.“ („Dolomiten“, APA, 7.2.2008)
In dem Roman „Jedem nach seinen Taten“ liest man auf Seite
240: „Jeden Tag lassen sich die Politiker neue Tricks einfallen, wie sie
den Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen.“
Wir ermutigen die Richter, gegen korrupte, ungerechte Politiker und Beamte vermehrt von oben
erwähntem Instrument Gebrauch zu machen. Zugleich warnen wir die Vertreter der
Jurisdiktion vor unrechtmäßigen Entscheidungen gegen die Bevölkerung, die
Parteinahme für die Großen und die Durchsetzung von Konzerninteressen, zum
Beispiel bei der Aufstellung von Mobilfunkmasten gegen den Willen der in Angst
und Schrecken vor Strahlen lebenden Anwohner.
Schluß mit der Ohnmacht der kleinen Leute gegenüber der Bürokratie! Das Gefühl der Gerechtigkeit muß in der Gesellschaft
wieder zum Durchbruch kommen, sonst geht sie unter.
Dies betrifft auch die Zinsen, die nicht ins Maßlose steigen
dürfen zum Profit einiger weniger. Finanziers und Spekulanten haben kein Recht
darauf, andere finanziell bis aufs Blut auszusaugen und ganze Familien und
Völker ins Unglück zu stürzen. Deshalb muß eine Obergrenze für Zinsen
eingeführt werden. Besser noch, Zinsen werden nach
der evangelischen und katholischen Kirchenlehre gemäß Lukas 6,35 ganz
abgeschafft (Luther 1520 und 1540, Benedikt XIV. 1745). Erst dann
haben wir eine wahre Demokratie = Volksherrschaft.
Wir beneiden die Milliardäre, von denen es immer mehr gibt und
die immer noch reicher werden, fürwahr nicht. Wir gönnen es den Reichen, wenn
sie auf Erden für kurze Zeit im Luxus schwelgen; aber irgendwann einmal
werden sie nach den Milliarden Armen, die am Hungertuch nagen, gefragt werden: „Was
hast du für sie getan?“ Bei der ungeheuren Not in der Dritten Welt schreit
es zum Himmel, wenn Prominente für einen Partybesuch oder Ex-Politiker für
einen Vortrag Hunderttausende Dollar kassieren, wenn Manager Millionen als
Abfindungen bekommen, wenn Fußballspieler für ein gewonnenes Spiel eine Million
Euro als Siegesprämie erhalten, wenn eine Sängerin 10 000 Paar Schuhe besitzt
oder wenn ein Schoßhündchen 8,8 Millionen Dollar erbt.
Zur Warnung an die Reichen erzählt Jesus Christus folgendes
Gleichnis:
Lukas
16, 19. Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und feines
Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden.
20. Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voller Geschwüre,
21 und hätte gern seinen Hunger mit den Brosamen gestillt, die von des Reichen Tische fielen. Statt dessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren.
22. Als der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben.
23. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, blickte er auf und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.
24. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein, und sende Lazarus, daß er das Äußerste seines Fingers ins Wasser tauche und kühle meine Zunge; denn ich leide große Qual in diesem Feuer.
25.
Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, daß
du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses
empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeinigt.
26.
Und außerdem ist zwischen uns und euch eine tiefe, unüberwindliche Kluft, so
daß niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er
wollte.
Geschrieben in der Urheimat Andreas Hofers
von Rainer
Lechner, Ulfas 6, I-39013 Moos i. P. (BZ)
1968–1972 Studium der Politischen Wissenschaft an der Universität München.
1978 „Die Ethische Revolution“.
1985 „Handbuch des einfachen Lebens“ (beim
Verfasser gratis erhältlich gegen Portoersatz, Spende erwünscht).
1991 „Kinder retten die Welt – Aktionsbuch zum Schutz der Schwächsten“.
Bis 2005 Redakteur der Tageszeitung „Dolomiten“ in Bozen.
2007 „Jedem nach seinen Taten“ (unter dem
Pseudonym Vicente F. Delmonte),
Roman, 270
Seiten, 16,80 Euro. ISBN 978-3-86582-461-5. In Buchhandlungen oder direkt beim
Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat,
Am Hawerkamp 31, D-48155 Münster (Vorauszahlung oder Nachnahme)
oder über www.etika.com oder www.amazon.de
Der Verfasser äußert sich bei Interviews nur in schriftlicher Form.
Grund: Als „alter Hase“ im Nachrichtengeschäft hat er die Erfahrung und die
Beobachtung gemacht, daß mit einem einzigen falsch verstandenen oder von einem
unseriösen Journalisten (es gibt leider auch solche) verdrehten Satz oft das
Anliegen oder gar die Person des Akteurs „erledigt“ ist. Heute wird zu wenig
gedacht und zu viel geredet, ja alles wird zerredet.