ETIKA

VOLK / NATION / WELT

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20.3.2000

50N14

Volkstum und Familiengemeinschaft der Völker statt Internationalismus

Die Volksseele

Die Einweltfanatiker und Volksauflöser dringen in die Kirchen ein. Ein Missionar erdreistete sich bei einem Gottesdienst am 12.3.2000 sogar, eine Bitte an Gott, der doch die Völker erschaffen hat, wie folgt zu formulieren: "Laß uns alle Grenzen nach Rasse, Volk und... überwinden". Warum predigt dieser Mensch dann nicht gleich englisch?

Als Reaktion bringen wir einen Artikel aus der vom Canisiuswerk herausgegebenen Zeitschrift "Die Volksseele", Nr. 74, 1930, Seite 6

Das erwachende Volkstum

Seit einiger Zeit spürt man in allen Ländern Europas eine neue Welle. Es regt sich das Volkstum. Es kämpft instinktiv den Kampf um seine Existenz, sei es nun, daß ihm politische Terrormethoden (Anm. etika.com im Jahre 2000: wer denkt da heute nicht an die EU-Sanktionen gegen Österreich, die einem psychologischen Terror der Sozialistischen Internationale gegen eine demokratisch gewählte konservative Regierung gleichen?) oder aber die unaufhaltsam fortschreitende Industrialisierung den Untergang drohen.

Es kämpft gegen die Mechanisierung der Welt, es kämpft gegen den Zentralismus, es kämpft gegen die Großstadt. Seiner Kräfte ist es sich bewußt geworden. Es weiß, daß es in Deutschland stärker ist als in Berlin, in Frankreich stärker als Paris, in Österreich stärker als Wien.

Wie es heute zu gehen pflegt: nicht nur der unechten Werte nehmen sich Sensation, Propaganda und Korruption an, sondern auch der echten. Man kann oft vor lauter Entstellungen den echten Kern nicht mehr sehen, der doch darin vorhanden ist. Diesen aber müßten wir sehen, wenn eine Wiedergeburt Europas kommen soll.

Der Wert des Volkstums liegt vor allem darin, daß seine Kultur, die von ihm durchdrungen ist, allenthalben zu den wurzelhaften, schöpferischen Kräften strebt.Das kann man beobachten im Bildungswesen, im sozialen wie im politischen Bereich.

Im Bildungswesen trennt das Volk nicht unnatürlich Körper und Seele, Schule und Leben, Staat und Kirche. Die Feierstunden seiner Bildung sind Feste, auf denen Fahnen wehen, Lieder erschallen, ein bunter Jahrmarkt lärmt. Es ist da nicht des Gedankens Blässe, sondern Frische und Jugend. Eine Bildung, die noch um das Volk weiß, wird sich nicht im Intellektualismus und Spezialistentum auflösen, sie behält vielmehr, um mit dem Rembrandtdeutschen zu sprechen, den Zug zum Ganzen.

Im sozialen Leben bleibt herrschend der Familiengedanke. Wird eine solche Kultur die Organisationen auch nicht ablehnen, so gründet sie doch alles auf Persönlichkeit und wahre Gemeinschaft.

Brannte da vor einiger Zeit einem Bauern im Bregenzerwald sein Haus ab. Gleich sprangen die Nachbarn ein, und das ganze Tal kam zu hilfe. Der eine schenkte Holz, der andere Steine, ein dritter Getreide, ein vierter wieder Holz, und schon bald stand ein neues Haus da, wie es keine Versicherung herrlicher hätte einrichten können.

Natürlich ist nicht überall möglich, was im Bregenzerwald noch geht. Aber der Geist, der sich hier zeigt, er ist wahrhaft schöpferisch und auch uns nicht entbehrlich. Man kann die sozialen Lasten nicht senken, solange nicht die wahrhaft volkstümliche Art, zu helfen von Mensch zu Mensch, ihr Riesenkapital für die Allgemeinheit wieder flüssig macht.

Da ist endlich die politische Sphäre. Volkstümliche Kulturen kennen keinen falschen Internationalismus. Sie leben zunächst ihren eigenen Bräuchen und Sitten gemäß. Die innige Liebe zur Heimat steht noch an der Stelle einer leeren Schwärmerei für die ganze Welt. Steigt die eigene Kraft, so dehnt sie sich aus bis zu ihren natürlichen Grenzen. Je höher die Bildung steigt, je mehr der Besitz wächst, desto selbstverständlicher auch der Drang ins Große. Aber niemals ist das eine kommandierte Machtpolitik (Anm.: siehe die Weltpolizisten USA und Großbritannien) und immer bleibt es empfänglich für die Lehre der Natur und des Christentums, daß doch alle Völker der Erde aus einer Familie hervorgegangen sind also eine Familiengemeinschaft bilden sollen.

Man darf wohl sagen, daß in dem Neuerwachen des Volkstums in Europa sich instinktiv jene Kräfte regen, die allein dem Bolschewismus gewachsen sind. Familienkultur ist eben stärker als jeder Kollektivismus, wie denn ein lebendiger Wald mit seinen Riesenstämmen besser den Stürmen trotzt als die mächtigsten Bauten. Arbeitet nicht in immerwährender Verjüngung die Natur auch da, wo die ruinen stolzester Kulturen eine Landschaft schmücken?

Das Aufbrechen volksartiger Kräfte hat natürlich seine Gefahren. Volk ist auch wieder eine gestaltlose Masse. Es ist Gärung und Ungezähmtheit. Es hat noch immer Züge aus jener Zeit, als die Kirche zum ersten Male die europäischen Völker in Zucht nahm. Das Meisterstück aller europäischen Kulturpolitik wäre heute die Einordnung der neuen Kräfte in den Staat, in die Kirche, in den großen Bau der Ordnung.

Im Kleinen kann jeder dazu beitragen, indem er den Familiengedanken pflegt und praktisch hilft, die Familie wieder aufzubauen. Auf diese Weise wird auch wieder mehr Ruhe und Frieden ins Land kommen. Was nämlich echt ist an jenen neuen Kräften, das wird nicht lärmen und toben, sondern still arbeiten wie die Natur, die sorgsam jedes Blatt, jede Blüte, jede Frucht bildet.

Aus der stillen Kraft in Millionen Einzelzellen entsteht von selbst all ihre Schönheit und all ihre Dauer.

etika.com-Kommentar: Schade. Die Chance war da. Aber 1930. Heute haben wir das Tohuwabohu. Die Auflösung der göttlichen Ordnung nach Völkern und Familien ist ein sicheres Zeichen der Endzeit.

Denn der Teufel weiß, daß die Menschen auf diese Weise wurzel-, heimat- und lieblos, glaubens- und orientierungslos werden - Beute negativer Einflüsse, vor allem der amerikanischen Unkultur, des Materialismus, Konsumismus, Hedonismus und der Esoterik, denen sie ohne festen Halt in Familie, christlicher Gemeinschaft und eigenem Volk fast chancenlos ausgeliefert sind: seelenloses Treibgut der Geschichte.

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