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50N14 |
Volkstum
und Familiengemeinschaft der Völker statt Internationalismus |
Die Volksseele |
Die
Einweltfanatiker und Volksauflöser dringen in die Kirchen ein. Ein Missionar
erdreistete sich bei einem Gottesdienst am 12.3.2000 sogar, eine Bitte an Gott,
der doch die Völker erschaffen hat, wie folgt zu formulieren: "Laß uns
alle Grenzen nach Rasse, Volk und... überwinden". Warum predigt dieser
Mensch dann nicht gleich englisch?
Als
Reaktion bringen wir einen Artikel aus der vom Canisiuswerk herausgegebenen
Zeitschrift "Die Volksseele", Nr. 74, 1930, Seite 6
Das erwachende Volkstum
Seit
einiger Zeit spürt man in allen Ländern Europas eine neue Welle. Es regt sich
das Volkstum. Es kämpft instinktiv den Kampf um seine Existenz, sei es nun, daß
ihm politische Terrormethoden (Anm.
etika.com im Jahre 2000: wer denkt da heute nicht an die EU-Sanktionen gegen
Österreich, die einem psychologischen Terror der Sozialistischen Internationale
gegen eine demokratisch gewählte konservative Regierung gleichen?) oder
aber die unaufhaltsam fortschreitende Industrialisierung den Untergang
drohen.
Es
kämpft gegen die Mechanisierung der Welt,
es kämpft gegen den Zentralismus, es
kämpft gegen die Großstadt. Seiner Kräfte
ist es sich bewußt geworden. Es weiß, daß es in Deutschland stärker ist als in
Berlin, in Frankreich stärker als Paris, in Österreich stärker als Wien.
Wie
es heute zu gehen pflegt: nicht nur der unechten Werte nehmen sich Sensation,
Propaganda und Korruption an, sondern auch der echten. Man kann oft vor lauter
Entstellungen den echten Kern nicht mehr sehen, der doch darin vorhanden ist.
Diesen aber müßten wir sehen, wenn eine Wiedergeburt Europas kommen
soll.
Der
Wert des Volkstums liegt vor allem darin, daß seine Kultur, die von ihm
durchdrungen ist, allenthalben zu den wurzelhaften,
schöpferischen Kräften strebt.Das kann man beobachten im
Bildungswesen, im sozialen wie im politischen Bereich.
Im
Bildungswesen trennt das Volk nicht unnatürlich Körper und Seele, Schule und
Leben, Staat und Kirche. Die Feierstunden seiner Bildung sind Feste, auf denen Fahnen
wehen, Lieder erschallen, ein bunter Jahrmarkt lärmt. Es ist da nicht des
Gedankens Blässe, sondern Frische und Jugend. Eine Bildung, die noch um das
Volk weiß, wird sich nicht im Intellektualismus und
Spezialistentum auflösen, sie behält vielmehr, um mit dem
Rembrandtdeutschen zu sprechen, den Zug zum Ganzen.
Im
sozialen Leben bleibt herrschend der Familiengedanke.
Wird eine solche Kultur die Organisationen auch nicht ablehnen, so gründet sie
doch alles auf Persönlichkeit und wahre Gemeinschaft.
Brannte da vor einiger Zeit einem Bauern im
Bregenzerwald sein Haus ab. Gleich sprangen die Nachbarn ein, und das ganze Tal
kam zu hilfe. Der eine schenkte Holz, der andere Steine, ein dritter Getreide,
ein vierter wieder Holz, und schon bald stand ein neues Haus da, wie es keine
Versicherung herrlicher hätte einrichten können.
Natürlich
ist nicht überall möglich, was im Bregenzerwald noch geht. Aber der Geist, der
sich hier zeigt, er ist wahrhaft schöpferisch und auch uns nicht entbehrlich.
Man kann die sozialen Lasten nicht senken, solange nicht die wahrhaft
volkstümliche Art, zu helfen von Mensch zu Mensch, ihr Riesenkapital für die
Allgemeinheit wieder flüssig macht.
Da
ist endlich die politische Sphäre. Volkstümliche Kulturen kennen keinen
falschen Internationalismus. Sie leben zunächst ihren eigenen Bräuchen
und Sitten gemäß. Die innige Liebe zur Heimat
steht noch an der Stelle einer leeren Schwärmerei für die ganze Welt. Steigt
die eigene Kraft, so dehnt sie sich aus bis zu ihren natürlichen Grenzen. Je
höher die Bildung steigt, je mehr der Besitz wächst, desto selbstverständlicher
auch der Drang ins Große. Aber niemals ist das eine kommandierte
Machtpolitik (Anm.: siehe die Weltpolizisten USA und
Großbritannien) und immer bleibt es empfänglich für die Lehre der Natur
und des Christentums, daß doch alle Völker der Erde aus einer Familie
hervorgegangen sind also eine Familiengemeinschaft
bilden sollen.
Man
darf wohl sagen, daß in dem Neuerwachen des Volkstums in Europa sich instinktiv
jene Kräfte regen, die allein dem Bolschewismus
gewachsen sind. Familienkultur ist eben stärker als jeder Kollektivismus, wie
denn ein lebendiger Wald mit seinen Riesenstämmen besser den Stürmen trotzt als
die mächtigsten Bauten. Arbeitet nicht in immerwährender Verjüngung die Natur
auch da, wo die ruinen stolzester Kulturen eine Landschaft schmücken?
Das
Aufbrechen volksartiger Kräfte hat natürlich seine Gefahren. Volk ist
auch wieder eine gestaltlose Masse. Es ist Gärung und Ungezähmtheit. Es hat
noch immer Züge aus jener Zeit, als die Kirche zum ersten Male die
europäischen Völker in Zucht nahm. Das Meisterstück aller europäischen
Kulturpolitik wäre heute die Einordnung der neuen
Kräfte in den Staat, in die Kirche, in den großen Bau der Ordnung.
Im
Kleinen kann jeder dazu beitragen, indem er den Familiengedanken pflegt und
praktisch hilft, die Familie wieder aufzubauen.
Auf diese Weise wird auch wieder mehr Ruhe und Frieden ins Land kommen. Was
nämlich echt ist an jenen neuen Kräften, das wird nicht lärmen und toben,
sondern still arbeiten wie die Natur, die sorgsam jedes Blatt, jede Blüte, jede
Frucht bildet.
Aus der stillen Kraft in Millionen Einzelzellen entsteht von selbst
all ihre Schönheit und all ihre Dauer.
etika.com-Kommentar: Schade. Die Chance war da. Aber 1930. Heute
haben wir das Tohuwabohu. Die Auflösung der göttlichen Ordnung nach Völkern und
Familien ist ein sicheres Zeichen der Endzeit.
Denn der Teufel weiß, daß die Menschen auf diese Weise wurzel-, heimat-
und lieblos, glaubens- und orientierungslos werden - Beute negativer Einflüsse,
vor allem der amerikanischen Unkultur, des Materialismus, Konsumismus,
Hedonismus und der Esoterik, denen sie ohne festen Halt in Familie,
christlicher Gemeinschaft und eigenem Volk fast chancenlos ausgeliefert sind:
seelenloses Treibgut der Geschichte.