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ETIKA |
Satyagraha-Kommissionen |
www.etika.com |
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51A5D |
Genozid-Kommission
zur Ermittlung der Zahl der Opfer in den nationalsozialistischen
Konzentrationslagern |
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Die Menschen der Welt haben ein göttliches und ethisches Recht auf die Wahrheit. Wissenschaftler und Journalisten müssen freien Zugang zu allen Quellen haben, um die historische Wahrheit feststellen zu können.
Über die Zahl der
in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten umgekommenen Personen gibt
es immer größere Widersprüche:
Deutschsprachige
Zeitungen veröffentlichten am 28.1.2004 einen dpa-Bericht mit folgendem
Wortlaut:
„Durch systematische Verfolgung ermordeten die Nazis in ganz Europa bis
1945 etwa sechs Millionen Menschen. Mehr als 5,2 Millionen Oper
waren Juden. Bei der Wannsee-Konferenz 1942 in Berlin hatten die Nazis die
systematische Ausrottung der Juden beschlossen. In der Folgezeit wurden
Millionen in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Die
Nationalsozialisten ermordeten außerdem etwa 500.000 Sinti und roma aus den von
den deutschen Wehrmacht besetzten Ländern. In den KZs wurden auch Zehntausende
von Oppositionellen, Homosexuellen und Behinderten gequält, gefoltert und ermordet.
Viele starben in den Lagern oder später an den Haftfolgen.“ („Dolomiten“,
28.1.2004)
Manche
Journalisten und Buchautoren verbreiten eine andere Version. Sie berufen sich
auf das United States Holocaust Memorial Museum in Washington, das
Wiesenthal-Zentrum in Los Angeles, das Leo-Baeck-Institut in New York und auf
die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel und schreiben von elf
Millionen Mordopfern:
„Opfer des Nationalsozialismus wurden nicht nur sechs Millionen Juden, sondern auch fünf Millionen nichtjüdische Menschen in den Konzentrationslagern.“
Aber es
zirkulieren noch andere Zahlen. Zum Beispiel steht in einem
dpa-Korrespondentenbericht, veröffentlicht am 18.12.2004 in den „Dolomiten“ auf
Seite 13:
„Aufgereiht stehen die Aktenordner mit Aufschriften wie Auschwitz,
Bergen-Belsen und Buchenwald im Archiv: 47 Millionen Dokumente mit Hinweisen
auf 17 Millionen Opfer des NS-Regimes verwaltet der Internationale
Suchdienst des Roten Kreuzes (ITS, www.ist-arolsen.org)
im nordhessischen Bad Arolsen.“
Wie nun? Was ist
richtig? Was soll in den Geschichts- und Schulbüchern stehen?
6
Millionen, 11 Millionen oder 17 Millionen?
Es muß doch
festzustellen sein, wie viele Opfer in den KZ tatsächlich umgekommen sind, denn
es heißt in dem dpa-Bericht weiter:
„Da die Nazis über ihr grausames Tun akribisch Buch führten, sind
Holocaust, Verfolgung und Zwangsarbeit auf unzähligen Häftlingslisten,
Arbeitskarten und Sterbeurkunden archiviert. ... Den Listen, die Läuse-Kontrollen im
KZ ebenso penibel registrieren wie Massenerschießungen, droht nach 60 Jahren
der Zerfall. Das minderwertige, stark säurehaltige Kriegspapier löst sich
langsam auf, und die Folienüberzüge der 60er Jahre greifen die Unterlagen mit
aggressivem Klebstoff an.“
Deshalb hat nun die Restaurierung der vom Verfall bedrohten Akten begonnen. Soweit der dpa-Bericht über den Internationalen Suchdienst des Roten Kreuzes, der von einem Ausschuß von elf Staaten beaufsichtigt wird. Der Dienst hat 378 Mitarbeiter; der 15-Millionen-Euro-Haushalt wird finanziert vom Bund.
Wir verlangen die
volle Wahrheit und schlagen deshalb die Bildung einer Satyagraha-Kommission vor
unter der Bezeichnung:
Unabhängige Genozid-Kommission
zur Ermittlung der Zahl der Opfer in den nationalsozialistischen
Konzentrationslagern
Diese Kommission
soll ihren Sitz beim Internationalen Suchdienst des Roten Kreuzes in Bad
Arolsen haben, mit dem sie eng zusammenarbeiten soll. Alle Archive der Welt
sollen für ihre Mitglieder geöffnet werden. Die Ergebnisse sollen für alle
zugänglich und nachprüfbar im Internet veröffentlicht werden. Die Kosten für
die Arbeit der Kommissionsmitglieder und das benötigte Personal tragen
Deutschland und Österreich gemeinsam.
Ein ständiger Ausschuß soll die Arbeit koordinieren. Seine Mitglieder müssen unabhängig sein und dürfen nicht einer Partei angehören. Vorsitzender soll ein unabhängiger Inder sein, der sich als „Satyagrahi“ dem Gedankengut Mahatma Gandhis verbunden fühlt. Als permanente Mitglieder schlagen wir Personen vor, die unabhängig, objektiv, unbestechlich und nicht erpreßbar sein sollen, zum Beispiel:
· Shraga Elam, Journalist, Zürich, Journalist (für Israel)
· J. I., Journalist, Moskau (für Russland)
· Robert Fisk, Reporter des „Independent“ (für Großbritannien)
· M. L. und M. G., Historiker, Innsbruck (für den deutschen Sprachraum)
· Journalisten der Zeitungen „Corriere della Sera“, „la Repubblica“ und „Haaretz“ sowie des Senders „Al Jazeera“.
Die Mitglieder können jederzeit ihre Arbeit beenden und anderen Forschern Platz machen. Zeitrahmen für die Ermittlungen: maximal 10 Jahre.
Als Mitglieder der Genozid-Kommission können wir uns Forscher aus folgenden Staaten vorstellen:
Indien (Vorsitz), Israel, Deutschland, Österreich, Schweiz, USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien, Slowakei, Polen, Ukraine, Russland, Lettland, Litauen, Estland, Finnland, Norwegen, Ungarn, Kroatien, Serbien, Griechenland, Japan, ein arabisches Land, ein südamerikanisches Land.
Aufgabe der Kommission ist es, die Zahl der NS-Opfer in den KZ so genau wie möglich festzulegen. Damit könnte ein virtueller Grabstein zum Gedenken an die Opfer errichtet werden. Die Liste soll folgende Angaben enthalten, soweit feststellbar:
Name, Staatsangehörigkeit, Geburtsort und -datum, Wohnort, Eltern, Familienstand, Beruf, Todesort und -datum, Todesart, Grund für die Verfolgung, Religionszugehörigkeit, weitere Angaben, Foto, eventuelle Zeugen, Quellen.
Alle Mitglieder der unabhängigen Genozid-Kommission müssen sich vor Gott bzw. bei ihrer Ehre zur vollen Wahrheit verpflichten.
Unabhängige für Gerechtigkeit – Independistas pro Justicia IJ,
18.12.2004