ETIKA

Dorigati-Etika-Lösung

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51A7

Die Lösung des Flüchtlingsproblems: Wiedergutmachung an Ex-Kolonien – Ungerechte Weltkarte – Schuld der USA

3.11.2015

Der Buchautor Herwig Dorigati analysiert in der Tageszeitung „Dolomiten“ vom 17.10.2015 das Flüchtlingsdrama. „Auslöser dieses Tsunamis ist die von den Europäern seit der Entdeckung Amerikas betriebene Politik. Die Politik hat ein kurzes Gedächtnis, die Geschichte nicht. … Die Räder der Zeitmühle (bringen nun) die Auswirkungen der von den damaligen mächtigen Staates Europas im Laufe ihrer Geschichte begangenen Verbrechen und Ungerechtigkeiten – die bisher niemals zugegeben, geschweige durch Reparationsleistungen je gesühnt worden sind – an den Tag. … die erste konkrete Maßnahme müsste … darin bestehen, in den … Herkunftsländern der geflohenen Menschen … jene wirtschaftlichen und sozialen Voraussetzungen zu schaffen, auf dass sich die ansässige Bevölkerung nicht mehr durch Krieg und soziale Not gezwungen sieht, ihre Heimat zu verlassen. … Und ohne die mehr als überfälligen Reparationsleistungen vor Ort wird Europa das gerade ablaufende Flüchtlingsdrama kaum bewältigen können.“

ETIKA schlägt auf der Grundlage dieser Erkenntnis ein 7-Punkte-Programm vor:

1.   Wiedergutmachung Europas, der USA etc. an den Bewohnern der ehemaligen Kolonien mittels gerechter Reparationen usw.

2.   Übernahme der Verantwortung jedes Staates für seinen ehemaligen Kolonialbesitz mit finanziellen, sozialen und Bio-Agrar-Förderprogrammen für Familienbetriebe und Genossenschaften bei gleichzeitiger Enteignung internationaler Investoren, die modernen Landraub betreiben und Menschen und Ressourcen ausbeuten

3.   Annullierung der von den Kolonialstaaten gezogenen künstlichen Grenzen zugunsten der natürlichen Volks- und Stammesgrenzen

4.   Unabhängigkeit für alle noch bestehenden Kolonien und unterdrückten Völker (z. B. Kurden, Palästinenser, Tibeter)

5.   Minderung des historischen Unrechts an den Indianern Nord- und Südamerikas durch Rückgabe eines Zehntels ihres Landes in allen US-Bundesstaaten, in allen Provinzen Kanadas usw., sowie durch Bio-Agrar-Förderprogramme für Familienbetriebe und Genossenschaften bei gleichzeitiger Enteignung ausländischer Investoren

6.   Rückführung der Flüchtlinge auf freiwilliger Basis mittels finanzieller Anreize zum Aufbau ihrer Heimatländer, jedoch sofortige Abschiebung krimineller Einwanderer ohne Entschädigung in ihre Heimatländer oder in schwersten Fällen in Isolationszonen

7.   Anwendung der Ethischen Gesetze (ETIKA 4A und 5A) beim Aufbau der Heimatländer, um Gerechtigkeit für den kleinen Mann zu gewährleisten und Korruption (in Regierungen und Verwaltungen weltweit verbreitet) auszuschließen.

ETIKA, Christen für Gerechtigkeit, www.etika.com 22.10.2015

 

Nachstehend eine kurze, unvollständige Übersicht über die Kolonien.

Die ungerechte Weltkarte

England: Britisch-Indien bis Belutschistan und Birma; Ägypten (Protektorat 1914-1922), Anglo-Ägyptischer Sudan, Britisch-Ostafrika, Britisch-Somalia, Hadramaut, Nigeria, Goldküste, Sierra Leone, Südafrika, Rhodesien; Jamaica, Britisch-Honduras, Britisch-Guayana, Trinidad, Bahamas; Bermudas, Neue Hebriden, Salomo-Inseln, Sta. Cruz-Inseln, Tristan da Cunha, St. Helena, Ascension, Falkland-Inseln, Südgeorgien, Süd-Shetland-Inseln, Süd-Orkney-Inseln, Süd-Sandwich-Inseln; Malediven, Seychellen, Andamanen, Nikobaren, Kokos-Inseln; Mauritius; Mesopotamien mit Kuweit (britisches Mandat 1920-1932), Palästina (1920-1948) und Transjordanland (britisches Mandat 1920-1946), Bahrein, Oman (unter britischem Einfluss), Südpersien (britische Interessensphäre); Hongkong; Cypern; Gibraltar

Frankreich: Französisch-Westafrika, Französisch-Äquatorial-Afrika; Französisch-Indochina; Französisch-Ozeanien mit Tahiti; Miquelon, Französisch-Guayana, Martinique, Guadeloupe; Neu-Kaledonien, Neue Hebriden, Kerguelen, Crozet-Inseln; Réunion, Comoren; Syrien (französisches Mandat 1920-1941); Marokko (Protektorat), Algerien (Militärverwaltung), Tunesien (Protektorat)

USA: Hawaii, Puerto Rico, Midway-Inseln, Philippinen ab 1898, heute finanziell-wirtschaftliche Ausbeutung vieler Staaten sowie kulturelle Versklavung der Menschheit durch Fernsehen, Film, Computer und Musik

Belgien: Belgisch-Kongo

Dänemark: Grönland, Island, St. Thomas

Niederlande: Niederländisch-Indien (Anm.: dort gab es die ersten KZ), Niederländisch-Guayana, Curaçao

Italien: Tripolitanien, Cyrenaica; Italienisch-Somali-Land, Abessinien; Dodekanes

Osmanisches Reich: Arabien, Syrien bis Jemen, Ägypten, Mesopotamien

Japan: Korea, Formosa

China: Tibet u. a.

Spanien: Mittel- und Südamerika; Philippinen bis 1898; Rio de Oro/Spanisch-Sahara, Ifni

Portugal: Brasilien, Angola, Moçambique; Goa, Macao

Russland: von Osteuropa bis zur Mandschurei

Deutschland: Deutsch-Südwestafrika, Kamerun, Togo, Deutsch-Ostafrika; Kaiser-Wilhelm-Land in Neuguinea, Bismarck-Archipel, Marianen, Palau, Karolinen, Marschall-Inseln, Samoa, Tonga, Nauru; Kiautschau mit Tsingtau

 

Quellen:

Atlas für die Bayerischen Mittelschulen. München. Verlag von Piloty und Lohle, 1904.

F. W. Putzger: Historischer Schulatlas. 74. Auflage. Velhagen & Klasing, Bielefeld, 1958.

Deutsche kolonisieren. Berichte berühmter Kolonial-Deutscher. Herausgegeben von Dr. Kurt Kietz. Verlag Ferdinand Hirt in Breslau, 1934. (Daraus ein Zitat von S. 10: „Als einzige der großen Kolonialmächte hat Deutschland imperialistischen Ehrgeiz niemals entwickelt… Von dem Aufteilungsfieber, das die anderen ergriffen hatte und das besonders in Afrika seinen höchsten Grad erreichte, haben wir uns nicht anstecken lassen …“)

Die Schuld der Amerikaner

Der erfahrene Washingtoner „Dolomiten“-Korrespondent Peter W. Schroeder macht auf einen brisanten Aspekt der Flüchtlingskrise aufmerksam. Wir zitieren aus der Ausgabe vom 24.10.2015:

„… Die USA verlangen gern von aller Welt Haftung für Schäden, die ein Staatswesen zu verantworten hat. Dabei waren die USA nach 1945 aktiv an oft willkürlichen Grenzziehungen und der Bildung neuer Staaten in den jetzigen Kriegsgebieten beteiligt. Das war der Keim für vielfältige, gewaltsam ausgetragene ethnische Konflikte. Dazu zettelten die USA zuletzt in Afghanistan und im Irak selbst Kriege an. Das löste Flächenbrände aus, die sich auf Länder wie Syrien ausbreiteten. Aktuelle Folge: Millionen von Menschen fliehen vor dem Krieg nach Europa und nicht etwa in die USA. Denn Amerika ist weit weg. Die Amerikaner entziehen sich in der Flüchtlingstragödie ihrer Verantwortung für das angerichtete oder zumindest mitzuverantwortende Elend. Ein Skandal. Und dass in der EU niemand von Washington zumindest einen finanziellen Beitrag verlangt, ist ein weiterer Skandal.“

Bravo, Peter W. Schroeder! Solche mutigen Stimmen sind leider allzu selten, und dieser eine Kommentar verpufft ergebnislos. Aber es tröstet einen, dass so etwas überhaupt noch gesagt und geschrieben werden darf.

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