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ETIKA |
EUROPA / Kritisches |
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54EU901 |
Europa versteht Jesus falsch |
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„Europa hat den weisen, kühnen und tapferen Widerstand Jesu von Nazareth als passiven Widerstand missdeutet, wie wenn es sich um die Tat eines Schwächlings handelte. Als ich das Neue Testament zum erstenmal las, fand ich nichts von Passivität oder Schwäche an Jesus in den Schilderungen, die die vier Evangelien von ihm geben.“
Mohandas Karamchand Gandhi (geboren am 2. 10. 1869 in Porbandar, ermordet am 30. 1. 1948 von einem fanatischen Hindu), Harijan, 7. 12. 1947
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54EU909 |
Europa verwirklicht den Geist Satans |
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„Ich
bin davon überzeugt, dass das Europa von heute nicht
den Geist Gottes oder des Christentums verwirklicht, sondern den Geist Satans.
Und der Satan hat den größten Erfolg, wo er mit dem Namen Gottes auf den Lippen
auftritt. Europa ist heute nur noch dem Namen nach christlich. In Wirklichkeit
betet es den Mammon an.
„Leichter
kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher in das Reich Gottes.“ Das
sind Worte Christi. Seine sogenannten Anhänger messen ihren moralischen
Fortschritt an ihrem materiellen Besitz.“
M. K. Gandhi, Young
Zitiert
in: Mahatma Gandhi: Worte des Friedens, Herder Verlag Freiburg, Basel, Wien, 2.
Auflage, S. 39 und 26. Copyright bei Herder Verlag und Navajivan
Trust, Ahmedabad, 380014 India
Wenn
Gandhi das schon 1920 sagte, als Deutschland am Boden lag und die Engländer und
Franzosen die halbe Welt unter sich aufgeteilt hatten und alle nach Freiheit
strebenden Völkerschaften mit Billigung der Amerikaner brutal unterjochten, was
würde er erst heute sagen, zur Epoche der systematischen Zerstörung der
Religion, Ethik, Völker, Familien und Individuen, die von den Spießgesellen
Mammons und As(h)modis in den USA und Europa ausgeht
und weltweit die größten Verheerungen anrichtet?!
Ein
Gespenst geht um in Europa
Zu
der Erkenntnis Gandhis paßt ein Gedanke Moltmanns, den
der Geistliche Ségur in seiner Rubrik „In die Zeit
gesprochen“ in der Tageszeitung „Dolomiten“ (30.6.1973, Seite 6) zitiert:
„Ein Gespenst geht um in
Europa, nicht mehr nur das ,Gespenst des Kommunismus’, sondern das Gespenst der
vollkommen mechanisierten Gesellschaft, beherrscht vom Zwang maximaler
Produktion und Konsumation, geleitet von Computern, gebildet von Menschen, die
zu reibungslos angepaßten Teilen dieser Megamaschine
gemacht sind, gut
genährt, pausenlos unterhalten, total erfaßt, aber – gemessen an den
bisherigen Idealen der Menschheit – passiv, unlebendig, und kalt … man lebt, ohne das Leben zu erleben.“