ETIKA

Christliches Abendland

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54EU907

Europa ohne Gott verloren

25.3.2007, 50. Jahrestag der Römischen Verträge; multilingual; Nachdruck mit Quellenangabe erlaubt

Die wahren Werte Europas – Trügerische Menschenrechte von 1789 – Für Gottesrecht statt Guillotine – Licht aus dem Osten – Das Europa-Manifest der Apostel der letzten Zeiten

Warnung

Ein Vereinigtes Europa, das nicht ein Zusammenschluss des christlichen Abendlandes mit dem christlichen Osten, nämlich Russland und der Orthodoxen Kirche, ist und auf dem christlichen Glauben gründet, ist kein Vereinigtes Europa.

1.    Die Hunderte Millionen europäischer Christen wollen kein Europa, das ein Kapitalistenverein zur x-fachen Mehrbelastung der Bürger ist.

2.    Sie wollen kein Europa, das sie mit unerträglichen bürokratischen Schikanen überhäuft.

3.    Sie wollen kein Europa, in dem die Meinungs- und Pressefreiheit unterdrückt werden.

4.    Sie wollen kein Europa, in dem die Kreuze und anderen christlichen Symbole aus öffentlichen Einrichtungen verschwinden und in Kindergärten und Schulen aus “Toleranz” gegenüber Einwandererkindern keine Weihnachtslieder mehr gesungen werden dürfen.

5.    Sie wollen kein Europa, das ein Machtzentrum der Liberalen zur Abschaffung der christlichen Religion ist.

6.    Sie wollen kein Europa, in dem die Familie durch Pornographie aufgeweicht und durch perverse Formen des Zusammenlebens ersetzt wird.

7.    Sie wollen kein Europa, in dem die Abtreibung = Tötung unerwünschter Kinder erlaubt, in den öffentlichen Gesundheitseinrichtungen vorgenommen und so mit Steuergeldern finanziert wird.

8.    Sie wollen kein Europa, in dem Kinderschänder und andere gefährliche Sexualverbrecher nicht für immer weggesperrt werden zum Schutz der Kinder und Frauen.

9.    Sie wollen kein Europa, in dem der Genuss von Rauschgift legalisiert ist, was noch mehr junge Menschen zugrunde richtet.

10.          Sie wollen kein Europa, das auf die Zwangs-Euthanasie alter Menschen zusteuert, um das Rentenproblem zu lösen.

11.          Sie wollen kein Europa, das grausame Menschenversuche erlaubt und mitfinanziert, bei denen Wahnsinnige in Gottes Schöpfung eingreifen durch die Schaffung neuer, unnatürlicher Menschen, die sich letztlich als Frankenstein’sche Horror-Monster entpuppen werden.

12.          Sie wollen kein Europa mit Gesetzen, die grausame Tierversuche der Wirtschaft, Wissenschaft und des Militärs sowie das Schächten zu rituellen Zwecken erlauben und fördern.

13.          Sie wollen kein Europa, in dem eine schrankenlose Ausbeutung der Natur und der Tierwelt sowie ein Missbrauch der Technik (der „Geist aus der Flasche“, Atomkraft usw., siehe auch: Menschheit, werde vernünftig!) nur die Taschen von Profitgeiern füllt, aber die Umwelt aller Menschen verheerend belastet und Naturkatastrophen immer größerer Ausmaße herbeizwingt.

14.          Sie wollen kein Europa, in dem die Großen die Kleinen fressen, in dem der Mittelstand und das Bauerntum systematisch kaputt gemacht werden, in dem junge Menschen in immer mehr Branchen und Betrieben nicht mehr fest angestellt werden und in dem sich niemand um das Millionenheer der Arbeitslosen kümmert.

15.          Sie wollen kein Europa, in dem Bürger in Existenzfragen kein Entscheidungsrecht haben, wie bei der antidemokratisch erfolgten Aufnahme von Millionen Bürgern anderer Staaten in ihr eigenes Staatswesen, womit Völker und ethnische Minderheiten systematisch ihrer Identität beraubt werden und klammheimlich eine multikulturelle Diktatur eingeführt wird, in der die Einheimischen nichts mehr zu sagen haben und ihrer Heimat beraubt werden.

16.          Sie wollen kein Europa, in dem die Justiz brutale oder einflussreiche Verbrecher schont wie oft: die Polizei fängt sie, die Richter lassen sie laufen! , die Unsicherheit vermehrt sowie die guten Sitten und jegliche Moral unterhöhlt, aber missliebige Bürger um ihren Besitz und Kinder um das Erbe ihrer Eltern bringt sowie Unschuldige ins Gefängnis oder in Irrenanstalten schickt, und in dem politisch oder religiös auffällige Personen spurlos verschwinden oder liquidiert werden.

17.          Sie wollen kein Europa, das seine Söhne und Töchter als Soldaten in andere Kontinente schickt, um gegen alle Normen des Völkerrechts anderen Mächten bei der Unterdrückung fremder Völker Beistand zu leisten.

18.          Sie wollen kein Europa, das nur ein Übergangsstadium und Mittel ist, um anderen Mächten die Errichtung eines Welteinheitsstaates mit Weltwährung zu ermöglichen, ja mehr noch: einer Weltdiktatur mit einer Welteinheitsreligion, nämlich der des Antichrist.

Ein solches gottloses Europa, in dem sich die Verbrecher aller Schattierungen austoben können, in dem die Schwachen Haien in Menschengestalt vorgeworfen werden, in dem die Rechtschaffenen betrogen, die Anständigen verfolgt werden, in dem die Wahrheit verdunkelt, die Liebe erkaltet und die Barmherzigkeit ausgestorben ist, ein solches Europa wird Gott nicht dulden.

Die so genannten Menschenrechte stehen meist nur auf dem Papier. Sie sind genauso wie die offiziell propagierten Kinderrechte und Tierrechte dem Reich der Lüge entsprungen, enthalten keinen Bezug auf Gott und sollen die christlichen Tugenden der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit verdrängen und ersetzen. Eine raffinierte Politik missbraucht die Demokratie und hat bewirkt, dass die Verantwortung gegenüber Gott und der Gemeinschaft einem grenzenlosen Egoismus und Materialismus gewichen ist.

Das Wort Demokratie = Volksherrschaft ist zur leeren Hülse geworden, weil das eigene Volk infolge der verfassungswidrigen Aushöhlung der Volkssouveränität in wesentlichen Fragen nichts mehr zu bestimmen hat und nicht einmal sein Existenzrecht gegenüber der multikulturellen Diktatur verteidigen darf. Zynisch berufen sich die Herrschenden auf die Demokratie, haben ihr aber das „Demo“ gestohlen. Siehe auch die ETIKA-Artikel Demokratie: Ethik oder Profit sowie Demokratie oder Diktatur.

Der Christ ist entweder Christ oder er steht auf der Gegenseite. Er sollte es demnach vermeiden, bei atheistischen Organisationen mitzuarbeiten, welche die auf die blutige Revolution von 1789 zurückgehenden Menschenrechte der Aufklärung und des Liberalismus an die Stelle der Gebote Gottes setzen. Der Christ sollte damit auch nicht Organisationen wie UNESCO, UNICEF usw. unterstützen. Wir rufen zur Non-Kooperation auf. Mahatma Gandhi würde uns darin zustimmen – wie es alle Heiligen des Himmels tun. Wir bitten sie um ihre Hilfe in dieser Endzeit der allgemeinen Gottlosigkeit (Apostasie), des Chaos und der Grausamkeit, in der alle bösen Geister der Hölle losgelassen sind.

Die Stunde naht. Der Christ muss sich entscheiden zwischen Christus und dem Antichrist mit seinen Spiessgesellen, zwischen Gut und Böse, zwischen Himmel und Hölle. Mt 10,34 Jesus Christus: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. (Um die Stelle nicht misszuverstehen, lese man weiter in Matthäus, Kapitel 10). Dem Christen bleibt in der allgemeinen Verwirrung der Geister nur das Gebet:

Herr, erbarme dich derer, die an Dich glauben und auf Dich hoffen! Herr, befreie uns von unseren Feinden! Beten wir mit Franziskus:
Sei mir gnädig, Gott, hab Erbarmen!
Denn auf Dich vertraut meine Seele.
Im Schatten Deiner Flügel such ich Zuflucht, bis das Unheil vorüber ist.
Vom Himmel schickt er Rettung mir, stiftet Verwirrung bei meinen Unterdrückern.
Gott sendet seine Barmherzigkeit und Wahrheit, entreißt mich meinen starken Gegnern und denen, die mich hassen und an Kraft mich übertreffen.
Eine Schlinge legten sie auf meinem Pfad und wollten mich am Boden sehen.
Sie gruben vor mir eine Grube, doch sie fallen selbst hinein.
Danken will ich Dir unter den Völkern, Herr, und lobsingen Dir unter den Leuten.
(Einfaches Brevier des Franziskus von Assisi, Prim)

Im Namen des † Vaters und † des Sohnes und des † Heiligen Geistes. Amen.

Auch im Namen von Franziskus von Assisi, Katharina von Siena, Girolamo Savonarola, Luis von Granada, Teresa von Avila und aller Heiligen, einschließlich des hl. Serafim von Sarow, des hl. Leonid und des russischen Pilgers

Apostel der letzten Zeiten – Apóstoles de los Últimos Tiempos AIHS, 25.3.2007 www.etika.com


Die falschen Werte Europas

Nachdem der jetzige Papst und sein Vorgänger die katholische Amtskirche auf laizistischen UNO-Kurs gebracht haben, kommt von der orthodoxen Kirche Russlands Widerstand gegen die 1789 propagierten Menschenrechte als Hauptbasis eines vereinigten Europas, das natürlich auch Russland umfassen muss.

„Official Orthodox representatives have recently challenged the universality of the Declaration of the Human Rights, on which the European Constitution is based, claiming that Orthodox tradition has been ignored in the historical process of formulation of such rights, whose inspiration goes back to Western Enlightenment of XVIIIth Century. (Adalberto Mainardi: La Philocalie et les Lumières, p. 225 – 264, in: Irénikon, Revue des Moines de Chevetogne, Belgique, No 2-3, 2006, p. 264, Summary)

So tut sich zum Glück auch für die versprengten Christen im Westen, die nicht mehr wissen, welchen ihrer Kirchenvertreter sie noch trauen dürfen, ein Stück blauer Himmel auf. Ja, es kommt Licht aus dem Osten, um den  westlichen Eurozentrismus („l’eurocentrisme occidental“, p. 226) der finsteren Kräfte der „Lumières, Illuminismo, Illustración, Enlightenment, Aufklärung“ (p. 228) zu verdrängen.

In Spanien hat F. L. G. darauf hingewiesen, dass Gott zwar das Beste für jeden einzelnen Menschen will, dass er ihm aber Pflichten und keine Rechte gegeben hat.

Los derechos humanos sin Dios: Una traición. ... Dios no ha enseñado al hombre derecho alguno, sino obligaciones y deberes de orden moral y religioso. ... Estos deberes del hombre constituyen un derecho irrenunciable del Creador. ... los derechos y la Ley de Dios son el único fundamento y garantía de los derechos de un hombre frente a otro. ... ¿Qué clase de derechos humanos son aquellos que no reconocen el derecho a la vida de millones de niños inocentes que anualmente son asesinados antes de nacer?... Sin tener en cuenta a Dios, se legaliza la eutanasia, las prácticas abortivas, las rupturas matrimoniales, la homosexualidad o cualquier aberración sexual. Etc.

Das christliche System der Nächstenliebe ist offensichtlich nicht identisch und nicht vereinbar mit den aus antichristlichem Gedankengut stammenden, atheistischen und damit trügerischen Menschenrechten der UNO und der EU.

“L´antécédent de la Charte européenne relayant la Déclaration universelle des droits de l´homme (10 décembre 1948), est la Déclaration des droits de l’homme et du citoyen de 1789, expression claire de la philosophie des Lumières dans lesquelles on voit la matrice première de l’athéisme contemporain.” (Adalberto Mainardi: La Philocalie et les Lumières, p. 225 – 264, in: Irénikon, Revue des Moines de Chevetogne, Belgique, No 2-3, 2006, p. 225)

Wohin die Menschenrechte der Französischen Revolution führen, hat man 1789 und in den Folgejahren gesehen: zu Massenexekutionen mit der Guillotine, denen selbst Robespierre und andere Revolutionäre zum Opfer gefallen sind.

·        Ist denn die ganze Menschheit mit Blindheit geschlagen, dass sie zulässt, dass ihre politischen Vertreter die Werte der gotteslästerlichen und menschenmordenden Französischen Revolution an die Stelle der Gebote Gottes setzen?

Wann immer die massgebenden EU-Politiker die “Werte Europas” beschwören, meinen sie diese, nicht etwa die wirklichen, nämlich jene des abendländischen Christentums. Und Papst Ratzinger lamentiert zwar ein bisschen wegen des fehlenden Gottesbezuges, marschiert aber wie sein Vorgänger Wojtyla im Gleichschritt mit.

Die Menschen werden mit den so genannten Menschenrechten in der Theorie verherrlicht, in Wirklichkeit aber – so sehen es Kritiker – eher versklavt. Das beweist der heutige Zustand der Welt

·        mit der immer unverschämteren Einschränkung der Freiheit der Bürger durch die Herrschenden,

·        der Erdrosselung durch die ausufernde Bürokratie und

·        der Umverteilung der Güter vom Mittelstand auf eine internationale Minderheit von Reichen und Mächtigen, wobei weltweit die Masse der Armen, Hungernden, Dahinsiechenden, von der Geissel des Krieges Getroffenen ins Unendliche wächst.

Solche Menschenrechte, von denen tagein tagaus, jahrein jahraus geredet wird, die aber nur auf dem Papier stehen und wenigen zugutekommen, sind keine echten Menschenrechte, sondern treiben die Menschen in die Verzweiflung und die Arme der Dämonen. Nichts anderes ist es, was die dunklen Mächte, die hinter allem stehen, bezwecken. Rettung kommt nur von Jesus Christus.

Auf ethischem Gebiet steht das “Vereinigte Europa” noch in der Steinzeit.  Es hat sich in einem halben Jahrhundert nicht einmal zu der Entscheidung durchgerungen, dass militärische Gewalt nur im Verteidigungsfall erlaubt ist (das Andreas-Hofer-Prinzip). Geschweige denn, dass es das Ghandi’sche Prinzip der Gewaltlosigkeit (“Non violence”, “ahimsa”) für allgemein verbindlich erklärt hätte. Stattdessen schicken EU-Staaten heute Truppen in andere Kontinente, um den USA bei deren Welteroberungsplänen (wir berufen uns auf die Feststellung des russischen Präsidenten Putin beim kürzlichen Sicherheitsgipfel in München) zu helfen, obwohl die USA Zivilisten bombardieren, Verdächtige aus anderen Ländern entführen und Gefangene foltern, was eigentlich gegen die “Menschenrechte” verstößt. Oder nicht? Dürfen manche alles tun? Offensichtlich.

Die allgemeine Missachtung christlicher und moralischer Werte spiegelt sich vor allem im Kulturverfall wider. Wie tief Europa im 20. Jahrhundert gesunken ist, geht aus dem allgemeinen Sprachgebrauch hervor. Ein kleines Beispiel von heute: Der Obmann eines Kirchenchores entblödete sich nicht, in einem Rundfunkinterview den Charakter einer geselligen und aktiven Kollegin mit folgenden Worten zu loben: “Die Leiterin des Kirchenchores ist zu jeder Schandtat bereit.” (Kirchensender Grüne Welle, 23.3.2007, 11.41 h) Ja, das bleibt uns immer wie dem hl. Vinzenz auf der Folterbank: der Humor.

Sollen die Ungläubigen ihr Europa bauen. Niemand hindert sie daran. Aber wir Christen haben unser eigenes Konzept zur Veränderung der Gesellschaft, um allen Menschen zu Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden zu verhelfen: die christliche Soziallehre. Ohne den Frieden mit Gott, welcher auf dem Gehorsam gegenüber Seinen Geboten besteht, gibt es keine Gerechtigkeit und damit auch keinen wirklichen Frieden. Ein fauler, auf Unrecht sich gründender Friede wird früher oder später zerbrechen.

Was das Programm der Laizisten in der jüngeren Vergangenheit angerichtet hat, sehen wir täglich in einer immer chaotischer werdenden Welt. Nichts klappt mehr, die schlimmsten Katastrophen bedrohen die Menschheit, um als Stichworte nur die Familien, die Renten, den Klimawandel, die Luftverschmutzung und den Wassermangel zu nennen.

Wenn Kommunisten und Agnostiker die geltenden Werte Europas hochleben lassen, müssten bei Christen doch die Alarmglocken schrillen, vor allem bei den Oberhirten. Wenn nicht, sollten sie sich das Kapitel über die erforderliche Wachsamkeit im “Führer für Sünder” von Luis von Granada zu Gemüte führen.

Die wahren Werte Europas

Deshalb müssen wir einfachen Christen aller Konfessionen zueinander finden. Wir dürfen uns nicht von Wölfen in Schafskleidern für dumm verkaufen lassen. Orientieren wir uns in dieser Endzeit mehr nach Osten, bewegen wir uns auf die orthodoxe Kirche im großen Russland zu. Und besinnen wir uns mehr auf das eigene Erbe.

Die wahren Werte und Schätze Europas, das sind die christlichen und christlich-ethischen: von den Kirchenvätern und -lehrern, den traditionsreichen christlichen Orden, von so vielen heiligen Männern und Frauen wie Franziskus von Assisi, Dante, Savonarola und Luis von Granada über die Blütezeit der europäischen Kultur im 18. und 19. Jahrhundert mit dem Deutschen Idealismus und der Romantik bis zu den großen Gestalten der Neuzeit: Dostojewski, Tolstoj, Lesskow und weiter zu Peter Rosegger, Karl May, Bertha von Suttner, G. K. Chesterton, Reimmichl, Albert Schweitzer, Mutter Teresa, die Verkünderin der Gerechtigkeit Agatha Christie, Tatjana Goritschewa und wie sie alle heißen.

Nicht zu vergessen die bildende Kunst, all die Kirchenbauten mit ihren unschätzbaren Kunstwerken, die Gotik, die Altäre Riemenschneiders, der gregorianische Gesang, die klassische Musik, das deutsche Volkslied und die Lieder aller Völker, die alpenländische Volksmusik, vor allem aber die deutsche Weihnacht, das Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Aber auch die verschiedensten Errungenschaften der Zivilisation, vom Schächtverbot bis zu Bismarcks Einführung der Renten, Raiffeisens Genossenschaften für Bauern, das Kolpingwerk für Gesellen und so weiter. Dazu gehören die Leistungen der Bauern, des Handwerks, der Arbeiter, die Fortschritte in Industrie und Technik, die Erhaltung der Kulturlandschaft. All das ist Europa. Seine Seele aber ist die Kirche, die gesamte heilige Kirche.

Doch was können wir im politischen Alltag den Pseudo-Menschenrechten der EU und der UNO (deren führende Politiker nicht einmal das Wort Gott in ihre Verfassungen aufnehmen wollen, obwohl der größte Teil der Menschheit religiös ist) und ihren nicht ernst gemeinten Schlagworten Toleranz und Dialog (üben denn jene Politiker in Washington, die sie täglich im Munde führen, Toleranz im Irak, führen sie den Dialog mit den Taliban?) entgegenstellen?

Natürlich die unvergänglichen Werte:

·        das Wort Gottes,

·        den Glauben an Jesus Christus,

·        die christlichen Tugenden, wie sie z. B. im Handbuch des einfachen Lebens zusammengefasst sind, vor allem:

·        die Gerechtigkeit und

·        die Barmherzigkeit.

Aber Europa genügt nicht

Ist Europa alles? Nein. Weltoffen, wie wir sind und wie schon der zu Unrecht verfemte Karl May gewesen ist („Empor ins Reich des Edelmenschen“), schließen wir das Vermächtnis des großen Inders Mahatma Gandhi (Satyagraha = Festhalten an der Wahrheit, Gewaltlosigkeit, ahimsa, „Die Non-Violenz“) in das universale Erbe der Menschheit ein.

Ja, wir fragen uns, welchen Stellenwert wir Europa überhaupt geben sollen. Wem stehen wir seelisch näher (drei kleine Beispiele):

·        Völkern anderer Hautfarbe und Kontinente, zu denen wir uns aus irgendwelchen Gründen hingezogen fühlen (die Tiroler vielleicht zu den Bergvölkern der Anden oder des Karakorum; oder der Volkscharakter; oder die gemeinsame Religion)

·        verfolgten Schwarzen im Sudan, die wir als christliche Brüder und Schwestern nicht im Stich lassen dürfen

·        oder Leuten anderer Wertvorstellungen, mit denen wir nur eines gemeinsam haben, dass wir in demselben Staat oder Staatengebilde wohnen?

Wieder ein aktuelles Beispiel: Michel Friedman, lange Zeit CDU-Vorstandsmitglied, sprach am 23.3.2007 bei einem Wirtschaftsforum in B. (Teilnahmegebühr 240 Euro) über das Unternehmertum in einer nach seiner Ansicht notwendigen multikulturellen Gesellschaft und ließ vorher im Morgengespräch mit dem RAI Sender Bozen den Satz fallen: „Frieden bedeutet Geldverdienen.“ Er meinte damit, wie gut es die Wirtschaftstreibenden haben, dass seit einem halben Jahrhundert in Europa Friede herrscht. Abgesehen davon, dass für manche Leute auch Krieg Geldverdienen bedeutet, verbindet uns persönlich extrem wenig mit Menschen, die eher materialistisch ausgerichtet sind. Wir als Christen verbinden mit den Begriffen Frieden und Unternehmertum andere, höhere Vorstellungen. Offenbar kennt Friedman die Werke des Schweizers Carrard über Wirtschaftsethik nicht. Freilich wissen wir, dass Friedman Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland war, schreiben diese Sätze aber trotzdem, denn der Gehorsam gegenüber Gott und die Wahrheitsliebe stehen höher als die Furcht vor Verfolgung. „Angst ist ein schlechter Ratgeber“, schrieb uns ein Freund, nachdem wir ihm mitgeteilt hatten, dass wir viele Seiten über zwei heikle Themen aus dem Internet zurückgezogen haben, um nicht anzustoßen und einen Vorwand für etwaige Repressalien zu liefern. Wir sind nun einmal Idealisten und stehen anderen Idealisten, ganz gleich welchen Volkes oder welcher Religion, tausendmal näher, um nur den israelischen Historiker Shraga Elam zu erwähnen. Und wir schätzen Leute, die aufrichtig ihren Glauben verteidigen, von Rabbiner Ovadia Joseph bis zu M… das darf man ja wieder nicht schreiben, aber unsere Stammleser wissen, wen wir meinen…

Also, uns stehen die soeben erwähnten Juden, die Aymara, die Hunza, die Dinka und Nuer um vieles näher als Friedman. Man muss immer differenzieren, weniger nach Nationen als nach geistigen und seelischen Eigenschaften. Unsere Aufgabe ist es, weltweit und nicht nur in Europa alle Menschen zu Gott hinzuziehen (wir beten mit Franziskus in seinem Vaterunser, dass wir „alle nach Kräften hinziehen zu Deiner Liebe“). Alle Christen sind aufgerufen, das Reich des wahren und lebendigen Gottes auf Erden vorzubereiten. Und dies geschieht eben, indem wir das Evangelium und all die anderen christlichen Wahrheiten von der göttlichen Gerechtigkeit und Himmel und Hölle verkünden. Übrigens verstand sich Franziskus bei seiner Orientreise prächtig mit dem Sultan, einem edlen Menschen. Sie waren auf gleicher geistig-seelischer Wellenlänge. Und sicher war ihm der Sultan lieber als gewisse seiner Brüder, franziskanische Generalminister, die hinter seinem Rücken und nach seinem Tode sein Werk sabotierten.

Gott hat die Menschheit nach Völkern und Familien geordnet. Dies müssen wir respektieren. Trotzdem dürfen wir uns alle als eine große Menschheitsfamilie fühlen, denn wir sind alle Kinder Gottes, und Er liebt uns alle und will, dass wir uns zu Ihm hinwenden und auch Ihn lieben. Dann werden wir gerettet; wenn wir Ihn verschmähen, gehen wir ewig verloren. Deshalb beten wir in den 7 Vaterunsern der hl. Birgitta von Schweden täglich „um die Einheit der Völker in Christus“.

Und so müssen wir Christen bemüht sein, alle Völker zum alleinigen und wahren Gott zu bekehren. Weil prophezeit ist, dass sich letztlich alle Völker, zuletzt die Juden, bekehren werden – jedenfalls jene ihrer Angehörigen, die nach den eschatologischen Ereignissen übrig bleiben , sehen wir sie schon jetzt als unsere künftigen Brüder und Schwestern an.

Insofern ist Europa, wenn überhaupt, nur eine Zwischenstation zum erdumspannenden Reich Gottes, das kommen wird. Kurzum: Europa ist für uns mehr eine geistige Macht als eine irdische. Denn was glaubt, ohne Gott auskommen zu können, zerfällt von selbst. Was auch für die Weltorganisation UNO gilt. Zudem ist die EU von kapitalistischen Interessen geprägt; sie ist spirituelles Kind und politisches Anhängsel der USA, und so lassen sich manche ihrer Staaten als deren willfähriges Kriegsinstrument missbrauchen. Und die UNO selbst wird von den USA mit ihren Weltbeherrschungsgelüsten dominiert.

Der Kurswechsel der letzten Päpste mit der von ihnen veranlassten Unterordnung der katholischen Amtskirche unter politische Prinzipien weltlicher Mächte, nämlich jene der Aufklärung, des Liberalismus (siehe D. Félix Sardá y Salvany, Pbro.: El Liberalismo es pecado“) und der UNO mit ihren auf der Revolution von 1789 basierenden Menschenrechten, offenbart aller Welt den im 3. Fatima-Geheimnis prophezeiten Verrat der Spitze des Vatikans an Gott und der heiligen christlichen Kirche. Doch der Allmächtige läst sich nicht entmachten von treulosen Verschwörern.

Treten wir für die Rechte Gottes ein! Dann sind auch die Rechte der Menschen garantiert. Christus König! ¡Cristo Rey!

Apostel der letzten Zeiten – Apóstoles de los Últimos Tiempos AIHS, 25.3.2007 www.etika.com

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