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Zwei
Revolutionen |
21.1.2008 |
Ein Volk kommt nicht aus ohne
Revolutionen, behauptete der verstorbene ägyptische Staatspräsident Gamal Abdel Nasser. Wenn die Völker heute keine große Rolle
mehr spielen, dann liegt das am Imperialismus, der heute so stark ist wie nie
zuvor. Wir zitieren aus einem längst vergriffenen Buch, das wohl niemals mehr
aufgelegt werden wird:
Gamal Abdel Nasser: Die arabische Revolution (1952/53),
in: Die arabische Revolution, Nasser über seine Politik. Herausgegeben und
kommentiert von Fritz René Allemann, Ullstein
Taschenbücher-Verlag Frankfurt/M., 1958
„Jedes
Volk auf Erden muß durch zwei Revolutionen hindurchgehen: eine politische
Revolution, durch die es das Recht auf Selbstregierung einem Tyrannen oder einer
fremden Armee entwindet, die seinen Boden gegen seinen Willen besetzt hält, und
eine soziale Revolution, die die Gesellschaftsklassen gegeneinanderstellt und
die sich stabilisiert, wenn Gerechtigkeit für alle Bürger errungen ist.“
(Seite 22)
„Ich
habe mich mit dem Gedanken vertraut gemacht, daß man einem Problem nur auf eine
Weise gegenübertreten könne: indem man seine Elemente bis zu ihren
Ursprüngen zurückverfolgt und daß man dadurch zu seinen Wurzeln und zu
seinen Gründen vordringt.“ (Seite 31)
„Ich
kehre zu meinem Ausgangspunkt zurück: daß der Imperialismus die große Kraft ist, die um unser ganzes Gebiet den
Ring einer mörderischen und unsichtbaren Belagerung gelegt hat - einer
Belagerung, die hundertmal wirksamer und mitleidloser ist als jene, die wir in Faluja auszuhalten hatten, oder die damals unsere einzelnen
Armeen einschloß und unsere Hauptstädte ...“ (Seite 51)
Anmerkung: Im Unterschied zu
Nasser sind wir der Meinung, daß das Volk Israel dasselbe Recht auf einen
eigenen Staat hat wie alle Völker, und zwar in Israel. Dennoch sind die
Ausführungen des arabischen Revolutionärs und Nationalisten sowie Führers der
Blockfreien von Bedeutung für das Verständnis geschichtlicher Abläufe.