ETIKA

Gedichte

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58LP8

Ewiges Tirol

12.12.2013

Heldenheimat, sei gesegnet,
von Gott geliebtes Alpenland,
wo man dem Schöpfer selbst begegnet
und Menschen, die von ihm gesandt.

Andreas Hofer aus Passeier,
Noldin und dem Kanonikus,
Nikoletti, Peter Mayr,
ihnen allen gilt der Gruß.

Reimmichl schrieb von Treu und Liebe,
er diente Gott nach Dichters Art.
Rampold teilte aus viel Hiebe,
wie Sepp, der Tapfre, aus Frangart.

Sie wehrten ab so viel Attacken
auf Glauben und Tirolertum.
Doch viele Bürger jüngst erschraken,
denn Zerstörer gehen um.

Brauchtum, Sitten, Märsche, Trachten
‒ so tönen sie voll Hohn und Spott ‒
sollen künftig wir verachten.
„Fegt hinweg die Tradition!“

Entmythologisierer,
die haben Konjunktur,
und Enttirolisierer
geh´n jetzt auf Medientour.

Historiker und Publizisten,
aus der Ferne 1 hergeschwemmt,
Pseudo-Forscher, Atheisten
stehlen uns das letzte Hemd.

Schützen, lasst´s euch nicht gefallen!
Tiroler, denkt an eure Tauf´,
befreit euch aus der Feinde Krallen,
zum Herzen Jesu blicket auf!

O lasst uns dies Tirol erhalten
als Heimat und als Glaubenshort,
dann wird des Herren Friede walten.
Tirol, du Paradiesesort!

Rainer Lechner, etika.com

Anmerkung:

1 ursprüngliche Fassung: weit vom Norden

Abgedruckt auf der Leserbriefseite der Tageszeitung „Dolomiten“ vom 29.11.2013

Darf von jedermann gratis nachgedruckt werden bis Februar 2014

Nachdruck bis Februar 2014 honorarfrei erlaubt.

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