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5EUZ401 |
Selbstbestimmung für die Basken |
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Da wir telefonisch vernahmen, daß etika.com in Euzkadi mit einem Preis ausgezeichnet wurde, haben wir uns auf einen alten Artikel besonnen, der immer noch aktuell ist und den wir nachstehend veröffentlichen.
5EUZ Euskara - baskisch
5EUZ501 Baskische
Geschichte, Land, Herkunft, Sprache, Bevölkerung
5EUZ502 Im Schatten der
ETA
5EUZ801 Dokumente von ETA
und José Antonio
Lasst die Basken selbst sprechen!
von Raoul Inazagui (Pseudonym), September 1977
Die Unnachgiebigkeit der spanischen
Verwaltung gegenüber berechtigten Forderungen nach mehr Autonomie und die
Radikalisierung der ETA führte im letzten Jahrzehnt zu einer Eskalation der
Gewalt im Baskenland. Eine Aussöhnung schien undenkbar, seit ein Femekommando
der ETA das Todesurteil gegen den Chef der politischen Polizei von
Irún, Manzanas, vollstreckte.
In der Zeit des darauf folgenden
Ausnahmezustandes wurden Hunderte von Basken in Sicherungsverwahrung genommen.
Ein beträchtlicher Teil der Gefangenen bestand aus katholischen Geistlichen,
welche die Nationalistenbewegung von der Kanzel aus unterstützt haben.
Um eine Trennung der vier baskischen
Provinzen von Spanien erreichen zu können - die anderen drei auf französischem
Territorium liegenden Provinzen werden meist vergessen - bejahte die ETA die
Anwendung totalen Terrors, wenigstens bis vor kurzer Zeit. Im Gegensatz zu
anderen europäischen Befreiungsorganisationen, die nur "Gewalt gegen
Sachen" anwendeten (Beispiel: die Südtiroler Freiheitskämpfer in den 60er
Jahren), scheute die baskische Untergrundorganisation vor der Vernichtung von
Menschenleben nicht zurück. Zahlreiche baskische und spanische Gendarmen der
"Guardia Civil" und der politischen Polizei wurden bereits von
Heckenschützen ermordet, Kasernen wurden in die Luft gesprengt,
Polizistenehefrauen bedroht, ihre Männer würden enthauptet, wenn sie ihren
Beruf nicht aufgäben.
Das in ethnologischer Hinsicht in Europa
völlig isoliert dastehende, 750 000 Angehörige zählende Volk der Basken, aus
dem außergewöhnliche Männer wie Ignatius von Loyola, der Ordensgründer, Simon
Bolivar, der südamerikanische Freiheitsheld (Anm.
2002: er wird heute noch in Teilen Südamerikas wie ein Erlöser verehrt, wir
haben es selbst am Nationalfeiertag in einem abgelegenen Gebirgsdorf der Anden
mit Erstaunen zur Kenntnis genommen) oder auch der frühere spanische
Außenminister Castiella hervorgegangen sind, verwahrt sich einerseits gegen die
Bevormundung durch Madrid, ist aber auch nur zum Teil mit der brutalen und -
wie ihre Gegner sagen - von außen gesteuerten Aktivität der ETA einverstanden.
Unleugbar besitzt es eine eigene Kultur und Sprache und kann nicht zum
eigentlichen spanischen Volk wie etwa die Kastilier, Asturier oder Andalusier
gerechnet werden.
Nachdem der spanische Ministerrat
bereits Jahre vor dem Tode von Generalissimus Francisco Franco-Bahamonde eine
Generalamnestie für alle Straftaten erlassen hat, die vor und während des
Bürgerkrieges begangen wurden, und nach der Ablösung des undurchsichtigen
Ministerpräsidenten Carlos Arias Navarro, unter dem die "Apertura"
Platz griff, durch den Demokraten Adolfo Suárez scheint die Möglichkeit zur
Gewährung einer totalen Autonomie an die Basken gegeben, die in ihrem Umfang weit
über die Zugeständnisse hinausgehen müßte, welche Madrid etwa den Katalanen und
Galiziern zu geben gezwungen sein wird.
Ø
Heute gehen wir weiter und verlangen
Selbstbestimmung für die Basken mit allen Konsequenzen. Wenn sie die volle
Unabhängigkeit wollen, sollen sie sie bekommen. Dann soll es eben ein freies
Baskenland geben, bestehend aus den vier Provinzen auf spanischem Staatsgebiet
und den drei baskischen Provinzen auf französischem Territorium. Damit befinden wir uns in voller
Übereinstimmung mit Eva Klotz (siehe diverse Zitate auf anderen Seiten über die
Basken) und der Union für Südtirol.
Zu beachten: Unsere spanischen Freunde
versichern uns, daß Navarra bis auf einen kleinen Teil im Norden immer spanisch
war und nicht zum Baskenland gehört. Wir schließen uns dieser Meinung an.
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5EUZ40SP |
Sprache |
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Palabras vascas:
Agur = Adios