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5IN442 |
FIDES: Hilfe
zur Selbsthilfe in Bangalore |
Aus einem
Rundschreiben, ohne Verfasserangabe, vermutlich von Dr. Haidi
Romen. Aktualisiert |
FIDES heißt Hoffnung
Ein Partnerschaftsprojekt in Bangalore / Indien
FIDES = Family Integral Development Education Scheme (Integriertes
Familienentwicklungsprogramm) ist ein Hilfsprojekt für die Armutsviertel
in der südindischen Stadt Bangalore und den
umliegenden Dörfern.
Beispiel für ein Projekt:
In einem Trainingszentrum in Bangalore werden Näh-
und Stickkurse für Frauen abgehalten. Die Teilnehmerinnen kommen aus den
ärmsten Familien.
FIDES hilft ihnen auf
dreierlei Weise:
1.
werden
die Kurse kostenlos angeboten
2.
bekommen
die Teilnehmerinnen einen Spesenersatz täglich, damit sie ihrer Familie
trotzdem ein warmes Essen garantieren können und den Verdienstausfall
kompensieren
3.
wird
ihnen nach erfolgreichem Abschluß des Kurses eine Arbeitsstelle garantiert.
FIDES ist ein Projekt zur
Selbsthilfe. Hier wird nicht geschenkt, sondern gearbeitet.
Was wird alles getan?
Werdende Mütter werden in
Hygiene- und Erziehungsfragen beraten, Säuglinge ordentlich versorgt, Kinder
von der Straße geholt und in den Kindergarten oder eine Schule geschickt,
Jugendliche bekommen eine Ausbildung und eine Hilfe bei der Arbeitssuche.
Frauen werden unterrichtet, damit sie ihren Kindern bei den Schulaufgaben
helfen können.
Auch die Trunksucht, die
in den Slums weit verbreitet ist, wird bekämpft.
Dann wird den Leuten
beigebracht, etwas von dem verdienten Geld zur Seite zu legen, um für Notfälle
gewappnet zu sein. Wer etwas gespart hat, kann sich bei FIDES einen günstigen
Kredit besorgen und damit einen eigenen kleinen Laden oder Handwerksbetrieb
eröffnen.
Bauern werden mit
Landwirtschaftsprogrammen vertraut gemacht. Ihre Frauen werden zum Gemüse- und
Champignonanbau angehalten. Weiters werden Kurse zum Einkochen von Marmelade
und zum Konservieren des Gemüses angeboten, Wasserquellen erschlossen, um die
Felder zu bewässern, Kredite für den Saatgutankauf vergebe und, und, und.
Schwester Nancy hat die
Aufsicht
Das Projekt wird von den
katholischen Salesianerschwestern in Bangalore betreut. Leiterin von FIDES ist Schwester Nancy
Pereira, eine indische Ordensfrau, die in Europa zur Sozialassistentin
ausgebildet wurde. Sie leitete jahrzehntelang ein Waisenhaus in Pallikonda und "räumte den Slum von Madras auf". Dafür wurden sie auch von der indischen
Regierung ausgezeichnet und vom Erzbischof als "Champion of the poor", als ein Engel der
Armen geehrt. Sie hat 18 Mitarbeiterinnen, alles Einheimische.
Alle Spendengelder kommen
zur Gänze nach Indien. Es entstehen keine Verwaltungsspesen. Bei uns dürfen
Hilfsorganisationen bis zu 20 Prozent der Spendengelder für Verwaltungszwecke
ausgeben und gelten laut Gesetz trotzdem noch als gemeinnützig. In Bangalore gibt es Verwaltungsangestellte. Aber das sind
Einheimische. Menschen, die einen Arbeitsplatz dringend nötig haben. Damit sind
folglich die Verwaltungskosten eine Art von Entwicklungshilfe.
Schwester Nancy gibt
Bettlern auf der Straße allgemeinen nichts, denn sie sagt: "Wenn ich
Geschenke verteile, lernen die Menschen nur, die Hand aufzuhalten und zu
betteln. Ich aber möchte sie zu verantwortungsbewußten Bürgern erziehen."
In Indien kann eine
sechsköpfige Familie mit einem Euro einen Tag lang leben. Das erscheint vielen
Europäern unglaublich. Es wird erst begreiflich, wenn man einen Blick in
indische Hütten tun kann. Dort gibt es weder Möbel noch einen Herd, und alles,
was auf den kargen Tisch kommt, ist eine Handvoll Reis mit einer Pfefferschote.
Spenden erbeten an:
…
Verwendungszweck: Sr. Nancy Pereira, Bangalore,
FIDES