|
ETIKA |
INDIANER, INDIOS |
www.etika.com |
|
5IND0 |
Aktuell |
|
Die
brasilianische Indiobewegung im Internet: www.brasil-outros500.com.br
Etnocaceristas – Perus
Indio-Rassisten
Rebellierende ultranationalistische
Soldaten in Andahuayalas haben ihre Waffen niedergelegt. Ihre Bewegung
„Etnocaceristas“ ist benannt nach dem General Andres Avelino Caceres, der gegen
die Chilenen kämpfte. Sie will das Inkareich des 15. Jahrhunderts mit den
Indios als herrschender Rasse wiedererrichten, korrupte Politiker und Militärs
an die Wand stellen und ausländische Investitoren enteignen und aburteilen. Die
von Indios dominierte „Nationale Bewegung Perus“ gibt sich nationalistisch
und sozialistisch, schürt den Haß auf Homosexuelle und droht allen Gegnern mit
der Todesstrafe. Führer sind Antauro Humala und sein Bruder Ollanto. Urheber
dieser rassistischen Ideologie, in der Demokratie, Menschenrechte und Toleranz
Fremdwörter sind, ist ihr Vater Isaac Humala. Die Weißen sollten im Norden
leben, die Gelben in Asien, die Schwarzen in Afrika und die „Kupferfarbenen“ in
Südamerika, lautet seine simple Weltsicht. Wer nicht dort lebe, wo er gemäß
seiner Hautfarbe hingehöre, müsse eben abgeschoben werden. (D 5.1.2005, S. 2)
Unglücklicherweise sind bei der Rebellion in der Andenstadt drei Soldaten und
ein Etnocacerista ums Leben gekommen. Der peruanische Präsident Toledo, selbst
ein Indianer, nannte die Aufrührer „Faschisten“ – welch Ignorant! Mehr über die
Etnocaceristas weiß z. B. die peruanische Zeitung La Republica, suche unter http://www.abyznewslinks.com/
Perù, rivolta dei „difensori
Inca“. “Il
presidente Toledo si dimetta”. Cento ribelli occupano un commissariato andino.
Il movimento “etno-cacerista” prende il nome da un ex presidente peruviano, Andres
Caceres, che si distinse nella guerra contro il Cile, e basa le proprie ragioni
su … l´orgoglio delle radici Incas. Guidati da Antauro Humala e dal fratello
Ollanta i rivoltosi proclamano anche la loro avversione al liberalismo in
economia, vogliono la pena di morte. (Corriere della Sera, Milano, 3.1.2005, p.
18)
Juan Diego am 31.7.2002 heilig
gesprochen. Ihm erschien
am 9.12.1531 Maria. Kapelle auf Tepeyac. 1976 supermoderne Basilika für 10.000
Gläubige. Jährlich 20 Millionen Pilger. Die Erscheinung der Gottesmutter als
Aztekin, mit aztekischen Gesichtszügen, in aztekischer Tracht, in
aztekischer Sprache wirkte auf die Indianer wie ein Schlag der Befreiung. Die
Himmelskönigin kam in ihrer mütterlichen Liebe zu ihren gedemütigten Kindern!
Innerhalb von zehn Jahren ließen sich aufgrund der Erscheinung neun Millionen
Eingeborene taufen. Es war die größte Massenbekehrung der Kirchengeschichte.
Rektor Diego Monroy veröffentlichte 2002 Broschüre: „Die Muttergottes von
Guadelupe und Juan Diego in den geschichtlichen Dokumenten von 1666“. Sein
Vorgänger Guillermo Schulenburg hatte 1996 erklärt, dass Juan Diego „keine
Realität“ sei. Kirchengegner José Luis Guerrero. Beobachter erinnern in diesem
Zusammenhang an die Nachwirkungen des mexikanischen Kirchenkampes 1917 – 1932,
dessen Höhepunkt der Aufstand der „Cristeros“ gegen die antiklerikale
Regierung (1926-1929) bildete. Die Muttergottes war in dieses Jahren das
Symbol des katholischen, nicht-laizistischen Mexikos. (das Neue Groschenblatt,
Wien, 9/2002)
Amazzonia, la sfida della tribù “estinta”. Gli indios Nauas (Navas?) erano considerati scomparsi. In
249 resistono alla deportazione. Rio Moa, Acre, 11 ore di canoa da Cruzeiro do Sul,
incontaminato pezzo di Brasile incastrato tra Perù e Bolivia. (Corriere della
Sera, 10.9.2001, p. 1 e 17)
Träume von neuen
Indianerreichen. Nach dem Aufstand der Zapatisten in Chiapas gegen die
Mexikaner rührt sich etwas. In Ecuador erzwang der Verband der
Eingeborenenvölker CONAIE den Rücktritt des Präsidenten Jamil Mahuad. Die von
dem Aymara Felipe Quispe geführte Indigenistische Bewegung Pachakuti (MIP)
stellt den bolivianischen Staat in Frage; dieser sei bloß eine Schöpfung
spanischstämmiger Großgrundbesitzer. (Dolomiten, Bozen, 19.6.2001)
Intschu tschuna: Eure Gesetze haben zwei Gesichter
Die Pataxo wollen das Land
ihrer Vorfahren zurückbekommen. Gegenkundgebung in Santa Cruz Cabralia am 22.4.2000, dem 500. Jahrestag
der Entdeckung Brasiliens durch die Portugiesen. (D 21.4.2000)
Um 1500 gab es ca. fünf
Millionen Indianer (in
Brasilien?). Heute sind es in Brasilien rund 330.000, die zumeist im
Amazonasgebiet leben. Vor 30 Jahren waren es nur 100.000 (D 18. und 21.4.2000)
Streiflichter aus dem
Jesuitenstaat Paraguay. Nicht alle Eroberer waren Verbrecher. Deutschstämmige
als Pioniere in den Indianer Reduktionen. Am Freitag, 12. Oktober 1492, betrat Kolumbus die Insel Guanahani. Er
schrieb an den spanischen Hof: "So fügsam und friedlich sind diese
Menschen, daß ich Euren Majestäten schwöre, es gibt auf der Welt kein besseres
Volk... Sie lieben ihren Nächsten wie sich selbst." Trotzdem wurden
ganze Völkerschaften ausgerottet. Und dieser Holocaust hat keineswegs
aufgehört. Leider bekommt man keine behördliche Genehmigung zum Besuch der
Waimiri-Atroari-Indianer nördlich von Manaus. Sonst könnte man von den
Überlebenden erfahren, wie man diese beiden Volksstämme Ende der siebziger
Jahre dezimiert hat: Weil sie sich gegen den Bau der BR 174 wehrten, die man
mitten durch ihr Gebiet führte, schoß man sie wahllos nieder und bombardierte
ihre Dörfer mit Napalm. Etwa 300 dieser Indianer leben noch. Ebenso wie heute,
so gab es auch in früheren Zeiten immer wieder Menschen, die sich mutig für die
verfolgten Indianer einsetzten. Insbesondere waren dies katholische
Ordensleute, vor allem Jesuiten. Speziell zu nennen wäre da der Spanier Fray
Bartolomé de Las Casas (1474 - 1566). 200 Jahre später war es ein
protestantischer Missionar, der aus Mähren stammende David Zeisberger (1721 -
1808). Der Jesuitenstaat Paraguay war ein hervorragend funktionierendes
christlichkommunistisches Staatswesen von 1610 bis 1768. Mexiko: Pater
Glandorff. Nördlich des Colorado: Pater Kühn. Besonders unbeliebt bei
Sklavenhändlern und -besitzern machte sich der spanische Jesuit Pedro
Claver.(1581 - 1641) in Cartagena, dem kolumbianischen Umschlagplatz für
afrikanische Sklaven. Musik brachte Verständigung. Wenn die Patres in ihren
Kähnen geistliche Lieder sangen, dann tauchten Indianer aus dem Dickicht auf
und lauschten. Die Indianer schlossen sich dann zu größeren Gemeinschaften
zusammen, um gemeinsam singen zu können. In der Blütezeit der Reduktionen gab
es 31 solcher Gründungen, wovon jede 3000 bis 6000 Menschen umfasste. Morgens
riefen Trommeln das Volk zur Kirche. An sich waren die Indianer durchaus nicht
begierig auf Arbeit, aber ihre Trägheit wußten die Patres mit Musik zu
überwinden. Wenn die Männer aufs Feld hinauszogen, marschierte eine
Musikkapelle voran. Mit Musikbegleitung bestellten sie die Äcker, fällten sie
Bäume etc. Mit Musik kehrten sie abends in ihre Dörfer zurück. (Rudolf Passian
in der Brasil-Post, 9.10.1998. Abonnements: Brasil-Post, Avenida Senador
Casemiro da Rocha, 701, 04047-001 Sao Paulo/SP. Brasilien, E-Mail
brpost@dialdata.com.br )
Die Tigua-Indianer, die in der Nähe von El Paso leben,
forderten Schadenersatz, weil ihnen weiße Siedler das Land geraubt haben. Ein
Bundesrichter in Austin (Texas) schmetterte die Klage ab. (8.7.1999)
Indianer auf Dollar. Die Vereinigten Staaten von Amerika
besitzen die Frechheit, eine Indianerin, also Angehörige einer Rasse, die von
ihnen blutig verfolgt, vertrieben und fast ausgerottet worden ist, auf ihrem Machtsymbol,
der neuen, ab 2000 gültigen Ein-Dollar-Münze, abzubilden. Kein Text könnte
verlogener sein als die Worte: LIBERTY (Freiheit) und IN GOD WE TRUST (auf Gott
vertrauen wir) neben der Schoschonin Sacagawea (als Modell diente die
schöne Randy´l Hedow Teton). Vor 75 Jahren wurden die Indianer vom US-Kongreß
mit dem "Indian Citizenship Act" zwangsweise zu Staatsbürgern
gemacht. Vor allem die Irokesen (Iroquois) protestierten unter ihrem Häuptling
Clinton Rickard. Trotzdem blieben Indianer Bürger zweiter Klasse. Sollen die
Amerikaner erst den Indianern ihr Land zurückgeben, bevor sie den
Weltpolizisten spielen!
Die Mumien von drei geopferten
Kindern wurden in den
argentinischen Anden von Catamarca entdeckt. Die Inkas hatten die 14jährigen
Mädchen unter Drogen gesetzt und aufrecht sitzend als Götteropfer lebendig
begraben. (Zeitungen 30.4.1999 dpa, Reuters, Salta)
Bei den Indianern Kanadas hat sich die United Church entschuldigt.
Sie unterhielt zwischen 1800 und 1980 Internate für Indianerkinder. Dort wurden
Schüler sexuell mißbraucht. Die Regierung zahlt 250 Millionen DM Entschädigung.
(Pressemeldung 11.11.1998 KNA) 0I5030
Die Aymara-Indianer feierten am Morgen des 21. Juni 1998
(Wintersonnenwende in der südlichen Hemisphäre) im Ruinengelände von Tihuanacu
(Tiwanaku) in Bolivien den Beginn ihres Jahres 5506.