ETIKA

INDIANER, INDIOS

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Aktuell

15.10.2012

Geronimo – Eine Legende. USA, 1993. Film mit Wes Studi, Jason Patric, Gene Hackman. Regier: Walter Hill. Der heldenhafte Kampf der Chiricahua-Apatschen für das Recht auf ihr Land gegen die amerikanischen Invasoren. Zum Teil in ihrer Sprache. Gott wird für Gerechtigkeit sorgen. Spitzenklasse. Der Film müsste in allen Schulen gezeigt werden. Arte, 15.10.2012, 20.15 h.

„Bevor Hernan Cortez im 16. Jahrhundert mit 530 Spaniern in 2 Jahren Mexiko eroberte, wurden jährlich 20.000 Menschen dort geopfert. Doch nach den Marien-Erscheinungen von Guadalupe (1531) ließen sich 9 Millionen Mexikaner taufen. Die Götzenopfer sind beendet.  Doch in den 1930er Jahren folgte die stärkste Christenverfolgung: 3000 Priester werden er mordet. Religionsunterricht in Schulen ist bis heute (in Mexiko) verboten, obwohl 90 % der Einwohner katholisch sind. (Kurier der Christlichen Mitte, Mai 2012, Nr. 5, www.christliche-mitte.de )

USA entschädigen 41 Indianerstämme, weil ein Ausgleichsgesetz von 1887 missachtet wurde, mit einer Milliarde Dollar (760 Millionen Euro). Ihr Land wurde zur Öl- und Erdgasförderung genutzt. (NWZ 14.4.2012 Peter de Thier)

Indio-Anführer in Brasilien ermordet. Laut Südtirol online (www.stol.it , 20.11.2011): 40 Maskierte überfielen in dem an Paraguay angrenzenden Bundesstaat Mato Grosso do Sul ein Lager der Kaiowá-Guarani-Indios und erschossen den 59-jährigen Kaziken (Anführer) Nísio Gomes vor den Augen der Gemeinschaft und des eigenen Sohnes. http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Chronik/Indio-Anfuehrer-in-Brasilien-brutal-ermordet

Etnocaceristas – Perus Indio-Rassisten
Rebellierende ultranationalistische Soldaten in Andahuayalas haben ihre Waffen niedergelegt. Ihre Bewegung „Etnocaceristas“ ist benannt nach dem General Andres Avelino Caceres, der gegen die Chilenen kämpfte. Sie will das Inkareich des 15. Jahrhunderts mit den Indios als herrschender Rasse wiedererrichten, korrupte Politiker und Militärs an die Wand stellen und ausländische Investitoren enteignen und aburteilen. Die von Indios dominierte „Nationale Bewegung Perus“  gibt  sich nationalistisch und sozialistisch, schürt den Haß auf Homosexuelle und droht allen Gegnern mit der Todesstrafe. Führer sind Antauro Humala und sein Bruder Ollanto. Urheber dieser rassistischen Ideologie, in der Demokratie, Menschenrechte und Toleranz Fremdwörter sind, ist ihr Vater Isaac Humala. Die Weißen sollten im Norden leben, die Gelben in Asien, die Schwarzen in Afrika und die „Kupferfarbenen“ in Südamerika, lautet seine simple Weltsicht. Wer nicht dort lebe, wo er gemäß seiner Hautfarbe hingehöre, müsse eben abgeschoben werden. (D 5.1.2005, S. 2)
Unglücklicherweise sind bei der Rebellion in der Andenstadt drei Soldaten und ein Etnocacerista ums Leben gekommen. Der peruanische Präsident Toledo, selbst ein Indianer, nannte die Aufrührer „Faschisten“ – welch Ignorant! Mehr über die Etnocaceristas weiß z. B. die peruanische Zeitung La Republica, suche unter
http://www.abyznewslinks.com/

Perù, rivolta dei „difensori Inca“. “Il presidente Toledo si dimetta”. Cento ribelli occupano un commissariato andino. Il movimento “etno-cacerista” prende il nome da un ex presidente peruviano, Andres Caceres, che si distinse nella guerra contro il Cile, e basa le proprie ragioni su … l´orgoglio delle radici Incas. Guidati da Antauro Humala e dal fratello Ollanta i rivoltosi proclamano anche la loro avversione al liberalismo in economia, vogliono la pena di morte. (Corriere della Sera, Milano, 3.1.2005, p. 18)

Juan Diego am 31.7.2002 heilig gesprochen. Ihm erschien am 9.12.1531 Maria. Kapelle auf Tepeyac. 1976 supermoderne Basilika für 10.000 Gläubige. Jährlich 20 Millionen Pilger. Die Erscheinung der Gottesmutter als Aztekin, mit aztekischen Gesichtszügen, in aztekischer Tracht, in aztekischer Sprache wirkte auf die Indianer wie ein Schlag der Befreiung. Die Himmelskönigin kam in ihrer mütterlichen Liebe zu ihren gedemütigten Kindern! Innerhalb von zehn Jahren ließen sich aufgrund der Erscheinung neun Millionen Eingeborene taufen. Es war die größte Massenbekehrung der Kirchengeschichte. Rektor Diego Monroy veröffentlichte 2002 Broschüre: „Die Muttergottes von Guadelupe und Juan Diego in den geschichtlichen Dokumenten von 1666“. Sein Vorgänger Guillermo Schulenburg hatte 1996 erklärt, dass Juan Diego „keine Realität“ sei. Kirchengegner José Luis Guerrero. Beobachter erinnern in diesem Zusammenhang an die Nachwirkungen des mexikanischen Kirchenkampes 1917 – 1932, dessen Höhepunkt der Aufstand der „Cristeros“ gegen die antiklerikale Regierung (1926-1929) bildete. Die Muttergottes war in dieses Jahren das Symbol des katholischen, nicht-laizistischen Mexikos. (das Neue Groschenblatt, Wien, 9/2002)

Amazzonia, la sfida della tribù “estinta”. Gli indios Nauas (Navas?) erano considerati scomparsi. In 249 resistono alla deportazione. Rio Moa, Acre, 11 ore di canoa da Cruzeiro do Sul, incontaminato pezzo di Brasile incastrato tra Perù e Bolivia. (Corriere della Sera, 10.9.2001, p. 1 e 17)

Träume von neuen Indianerreichen. Nach dem Aufstand der Zapatisten in Chiapas gegen die Mexikaner rührt sich etwas. In Ecuador erzwang der Verband der Eingeborenenvölker CONAIE den Rücktritt des Präsidenten Jamil Mahuad. Die von dem Aymara Felipe Quispe geführte Indigenistische Bewegung Pachakuti (MIP) stellt den bolivianischen Staat in Frage; dieser sei bloß eine Schöpfung spanischstämmiger Großgrundbesitzer. (Dolomiten, Bozen, 19.6.2001)

Intschu tschuna: Eure Gesetze haben zwei Gesichter

Die Pataxo wollen das Land ihrer Vorfahren zurückbekommen. Gegenkundgebung in Santa Cruz Cabralia am 22.4.2000, dem 500. Jahrestag der Entdeckung Brasiliens durch die Portugiesen. (D 21.4.2000)

Um 1500 gab es ca. fünf Millionen Indianer (in Brasilien?). Heute sind es in Brasilien rund 330.000, die zumeist im Amazonasgebiet leben. Vor 30 Jahren waren es nur 100.000 (D 18. und 21.4.2000)

Streiflichter aus dem Jesuitenstaat Paraguay. Nicht alle Eroberer waren Verbrecher. Deutschstämmige als Pioniere in den Indianer Reduktionen. Am Freitag, 12. Oktober 1492, betrat Kolumbus die Insel Guanahani. Er schrieb an den spanischen Hof: "So fügsam und friedlich sind diese Menschen, daß ich Euren Majestäten schwöre, es gibt auf der Welt kein besseres Volk... Sie lieben ihren Nächsten wie sich selbst." Trotzdem wurden ganze Völkerschaften ausgerottet. Und dieser Holocaust hat keineswegs aufgehört. Leider bekommt man keine behördliche Genehmigung zum Besuch der Waimiri-Atroari-Indianer nördlich von Manaus. Sonst könnte man von den Überlebenden erfahren, wie man diese beiden Volksstämme Ende der siebziger Jahre dezimiert hat: Weil sie sich gegen den Bau der BR 174 wehrten, die man mitten durch ihr Gebiet führte, schoß man sie wahllos nieder und bombardierte ihre Dörfer mit Napalm. Etwa 300 dieser Indianer leben noch. Ebenso wie heute, so gab es auch in früheren Zeiten immer wieder Menschen, die sich mutig für die verfolgten Indianer einsetzten. Insbesondere waren dies katholische Ordensleute, vor allem Jesuiten. Speziell zu nennen wäre da der Spanier Fray Bartolomé de Las Casas (1474 - 1566). 200 Jahre später war es ein protestantischer Missionar, der aus Mähren stammende David Zeisberger (1721 - 1808). Der Jesuitenstaat Paraguay war ein hervorragend funktionierendes christlichkommunistisches Staatswesen von 1610 bis 1768. Mexiko: Pater Glandorff. Nördlich des Colorado: Pater Kühn. Besonders unbeliebt bei Sklavenhändlern und -besitzern machte sich der spanische Jesuit Pedro Claver.(1581 - 1641) in Cartagena, dem kolumbianischen Umschlagplatz für afrikanische Sklaven. Musik brachte Verständigung. Wenn die Patres in ihren Kähnen geistliche Lieder sangen, dann tauchten Indianer aus dem Dickicht auf und lauschten. Die Indianer schlossen sich dann zu größeren Gemeinschaften zusammen, um gemeinsam singen zu können. In der Blütezeit der Reduktionen gab es 31 solcher Gründungen, wovon jede 3000 bis 6000 Menschen umfasste. Morgens riefen Trommeln das Volk zur Kirche. An sich waren die Indianer durchaus nicht begierig auf Arbeit, aber ihre Trägheit wußten die Patres mit Musik zu überwinden. Wenn die Männer aufs Feld hinauszogen, marschierte eine Musikkapelle voran. Mit Musikbegleitung bestellten sie die Äcker, fällten sie Bäume etc. Mit Musik kehrten sie abends in ihre Dörfer zurück. (Rudolf Passian in der Brasil-Post, 9.10.1998. Abonnements: Brasil-Post, Avenida Senador Casemiro da Rocha, 701, 04047-001 Sao Paulo/SP. Brasilien, E-Mail brpost@dialdata.com.br )

Die Tigua-Indianer, die in der Nähe von El Paso leben, forderten Schadenersatz, weil ihnen weiße Siedler das Land geraubt haben. Ein Bundesrichter in Austin (Texas) schmetterte die Klage ab. (8.7.1999)

Indianer auf Dollar. Die Vereinigten Staaten von Amerika besitzen die Frechheit, eine Indianerin, also Angehörige einer Rasse, die von ihnen blutig verfolgt, vertrieben und fast ausgerottet worden ist, auf ihrem Machtsymbol, der neuen, ab 2000 gültigen Ein-Dollar-Münze, abzubilden. Kein Text könnte verlogener sein als die Worte: LIBERTY (Freiheit) und IN GOD WE TRUST (auf Gott vertrauen wir) neben der Schoschonin Sacagawea (als Modell diente die schöne Randy´l Hedow Teton). Vor 75 Jahren wurden die Indianer vom US-Kongreß mit dem "Indian Citizenship Act" zwangsweise zu Staatsbürgern gemacht. Vor allem die Irokesen (Iroquois) protestierten unter ihrem Häuptling Clinton Rickard. Trotzdem blieben Indianer Bürger zweiter Klasse. Sollen die Amerikaner erst den Indianern ihr Land zurückgeben, bevor sie den Weltpolizisten spielen!

Die Mumien von drei geopferten Kindern wurden in den argentinischen Anden von Catamarca entdeckt. Die Inkas hatten die 14jährigen Mädchen unter Drogen gesetzt und aufrecht sitzend als Götteropfer lebendig begraben. (Zeitungen 30.4.1999 dpa, Reuters, Salta)

Bei den Indianern Kanadas hat sich die United Church entschuldigt. Sie unterhielt zwischen 1800 und 1980 Internate für Indianerkinder. Dort wurden Schüler sexuell mißbraucht. Die Regierung zahlt 250 Millionen DM Entschädigung. (Pressemeldung 11.11.1998 KNA) 0I5030

Die Aymara-Indianer feierten am Morgen des 21. Juni 1998 (Wintersonnenwende in der südlichen Hemisphäre) im Ruinengelände von Tihuanacu (Tiwanaku) in Bolivien den Beginn ihres Jahres 5506.

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