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Krieg USA/GB gegen den Irak – Kurdistan aktuell
24 Millionen Einwohner (2003)
Irak: zweitgrößte Erdölvorkommen
der Welt
“Gut sechzig Prozent der
gesamten, bisher erforschten Welt-Erdölvorräte liegen in der Region um den
Persischen Golf. Westeuropa bezieht rund 60 und Japan rund 80 Prozent seines
Ölbedarfs aus den Anliegerstaaten des Golfs. (S. 70)
“... Irak nach Saudi-Arabien und Iran unter den Erdölproduzenten am Golf an
dritter Stelle. Man hört, noch unbestätigt, von der Entdeckung riesiger neuer
Vorkommen, die den Irak nach Saudi-Arabien zum zweitgrößten Erdölproduzenten
der Welt machen könnten.“ (S. 82)
„Moskau kommt es darauf an, das Baath-Regime, das der Sowjetunion den Zugang
zum Golf und damit zum Indischen Ozean in Aussicht stellt, um jeden Preis an
der Macht zu halten und den brauchbarsten Klienten, den es heute in der
arabischen Welt besitzt, vor Aufspaltung und Reduzierung seines Territoriums zu
bewahren (Anmerkung: Anspielung auf die Kurden).“ (S. 83)
(Wolfgang Höpker: Wetterzone der Weltpolitik, Der Indische Ozean im
Kräftespiel der Mächte, Seewald Verlag Stuttgart, 1975, Schriftenreihe der
Studiengesellschaft für Zeitprobleme e. V., Bonn-Bad Godesberg,
Militärpolitische Schriftenreihe Band 11)
Das Zweistromland
„Das Zweistromland ist in
seinem unteren Teile, Babylonien, dem "Arabischen Irak"
(al-´Irậq al-´arabi), das den südlichen Teil des heutigen Staatsgebietes
Irak bildet, Alluvialland. Ursprünglich ganz von den Wassern des flachen
Persischen Golfes bedeckt, wurde das Gebiet allmählich von den. Anschwemmungen
angefüllt, die die aus den kurdisch-armenischen Bergen herabkommenden Flüsse,
vor allem der Euphrat (al-Furật) und der Tigris (Didschla), mit sich
führen. Deren ursprünglich getrennte Mündung in den Golf lag einst etwas nördlich
der ersten Annäherung beider, kurz oberhalb Bagdads. Durch die Sinkstoffe, die
zur Zeit des Hochwassers hier abgelagert wurden, haben die Ströme mit der Zeit
das babylonische Tiefland angeschwemmt und vergrößern es ständig auf Kosten des
Meeres; Noch im Altertum mündeten beide Ströme getrennt in den Persischen Golf.
Zur Zeit, als die muslimischen Araber das Land eroberten, hatten sie sich schon
vereinigt, und ihre Mündung lag etwa 4o Kilometer abwärts der am Zusammenfluß
gegründeten Stadt Basra, die damals unmittelbaren Seeverkehr hatte. Heute liegt
die Mündung des Schatt el-'Arab, wie der gemeinsame Endlauf der beiden Ströme
heute heißt, etwa 90 km von Basra entfernt. ...
Das obere
Zweistromland, Mesopotamien (el-Dschezire), ist eine vom Euphrat durchflossene
und vom Tigris nördlich begrenzte Tafel von 100 bis 300m Höhe, die in ihrem
Innern Steppencharakter trägt.“
(Franz Taeschner:
Geschichte der Arabischen Welt, Kurt Vowinckel Verlag
Heidelberg-Berlin-Magdeburg, 1944, S. 3)
Daten zum Irak
Fläche 438 446 Quadratkilometer
Einwohner 15 900 000
Städtische Bevölkerung: 70 %
Lebenserwartung: 60 Jahre
Analphabeten: 53 % (1977)
Bevölkerung: 81 %
arabischsprachige Iraker, 15 % Kurden, fast 2 % Türken
Staatsreligion: Islam. Über 50 % Sunniten, vor allem im Norden. Schiiten vor
allem im Süden. Von den 443 000 Christen sind über 200 000 Katholiken. 30 000
Jesiden (Teufelsanbeter), 12 000 Mandei (Sabians).
Flagge: rot - weiß (3 grüne Sterne) – schwarz
(entnommen dem Fischer-Weltalmanach 1988, begründet von Prof. Dr. Gustav
Fochler-Hauke (unserem früheren Professor, zuvor Tucumán). Eine neuere Ausgabe
haben wir nicht zur Hand, empfehlen aber dem Leser die Anschaffung.)
Irak als Wiege der
Menschheit
3000 vor Christus Hochkultur der Sumerer: erste Schrift
2350 König Sargon von Akkad schuf das erste Großreich der Geschichte
1700 König Hammurabi: Turmbau zu Babel
587 König Nebukadnezar von Babylon eroberte Jerusalem und führte die Juden in
Gefangenschaft
Aus jener Zeit: Ruinen von Ninive, Samarra, Ur, Babylon
Bis 1258 nach Christus:
Abassiden, Bagdad Stadt der Kalifen
300 Jahre bis 1918 dem Osmanischen Reich zugehörig
danach britisches Mandatsgebiet. Öl wird entdeckt
Monarchie der Haschemiten
1958 Revolution
zehn Jahre danach ergreift Baath-Partei die Macht; panarabisch
1979 – 2003 Saddam Hussein