ETIKA

IRAK

www.etika.com

5IRQ501

Vorgeschichte des Irak-Kriegsverbrechens

8.5.2004
multilingual

Irak Index

Eltsin a Clinton: „Sull´Iraq rischiamo la terza guerra mondiale” (Corriere della Sera, 5.2.1998)
DON´T ATTACK IRAQ! NO BLOOD FOR OIL! STOP WAR!
UN Sanctions Kill Iraqi Children

Endlich: die ETIKA-Dokumentation der Vorgeschichte des Irak-Kriegsverbrechens
Oktober 2002 – März 2003
(Nachträge, werden später chronologisch eingeordnet; bis Ende 2002 ausführlich, danach stark reduziert; als Anklagematerial für den Schulunterricht wie für einen Kriegsverbrecherprozeß gegen Amerikaner und Briten sowie einzelne Iraker wie Uday geeignet. - Gott hat uns ermöglicht, diese Chronologie fortzusetzen, die wir aus Gesundheitsgründen eigentlich gar nicht mehr schreiben konnten und wollten – um der Wahrheit und Gerechtigkeit und des Friedens willen nehmen wir unsere Aussage „ETIKA schweigt zum Krieg“ zurück.)

März 2003

Kriegserklärung an Demokratie
Bush stellt letztes Ultimatum.
18.3.2003, 2 00 h MEZ: Saddam Hussein und seine Söhne müssen das Land innerhalb von 48 Stunden verlassen. Saddam lehnt Ultimatum ab. Waffeninspektoren der UNO ziehen ab. Kommentar von Peter W. Schroeder, White-House-Korrespondent: US-Präsident George W. Bush fühlt sich offensichtlich auserwählt, demokratische Prinzipien in der Welt notfalls auch mit Zwang und Gewalt zu verbreiten. Dabei ist besonders erschreckend, dass er bei diesem missionarischen Kreuzzug gerade jene Prinzipien mit Füßen tritt, mit denen er angeblich die finsteren Diktaturen und Autokratien erleuchten will. Denn was ist noch demokratisch am amerikanisch-britisch-spanischen Ultimatum an den Weltsicherheitsrat, binnen 24 Stunden die Genehmigung zum Präventivkrieg gegen den Irak zu erteilen, den nahezu die gesamte Menschheit für nicht gerechtfertigt hält? ... (D 18.3.2003, S. 1)

Vatikan verurteilt erneut Krieg. Krieg sei ein „Verbrechen gegen den Frieden“ und „schreie vor Gott nach Rache“, sagte der Vorsitzende des Rats für Gerechtigkeit und Frieden beim Heiligen Stuhl. (D 18.3.2002, AFP, APA)

Doppelangriff auf Irak und Syrien?                                                                     
The information service etika.com, the Voice of Old Europe, fears (17.3.2004, 12 h):
This week begin the first 3 wars of World War III:
USA/GB vs. Iraq (Babylonia nova versus Babylonia pristina - later coup d´états and guerrilla war in all Arab countries)
Israel/USA vs. Syria and Palestines (the end? †††)
Turkey vs. Kurdistan (later guerrilla war)

Last Warning to Bush, Blair, Aznar!
If you want to be Christians, follow the message of Christ:

Luke 6,27: Love your enemies, do good to those who hate you!
28 Bless those who curse you, and pray for those who spitefully use you.
29 To him who strikes you on the one cheek, offer the other also.
35 Love your enemies, do good…; and you will be sons of the Most High, for He is kind to the unthankful and evil.
36 Therefore be merciful, just as your Father also is merciful.
37 Judge not, and you shall not be judged. Condemn not, and you shall not be condemned. Forgive, and you will be forgiven.
Forgive Saddam Hussein, forgive Osama Bin Laden, forgive Mullah Omar! Be true Christians!
(etika.com 16.3.2003)

 

Weltgemeinschaft gegen Irak-Krieg, hieß es den ganzen Vormittag in den Radio-Nachrichten. Am Abend meldete CNN dann: Den USA fehlt nur noch eine Stimme im Weltsicherheitsrat. (12.3.2003)

 

„Guerra Santa contra Bush“. Saddam minaccia ma continua a distruggere i missili Al Samoud 2. Gli Usa pronti a fare da soli un ultimatum per Bagdad. Il Pentagono: 72 ore per il disarmo totale e poi l´attaco. – Le paure dei turisti americani: “L´Europa non ci ama più”. (la Repubblica, Roma, 5.3.2003)

 

Wojtyla vede Berlusconi: nulla peggio della guerra. Dialogo in Vaticano su Iraq e Terra Santa. – Digiuno, pacifisti a fianco del Papa. Oggi la penitenza chiesta da Wojtyla. (la Repubblica, 5.3.2003)

 

Warum läßt Gott Kriege zu? Unglücklicherweise gibt es geistige Geschöpfe, Engel wie Menschen, die in Bosheit, Trotz und Stolz so verhärtet sind, dass sie skrupellos auch andere mit in ihren Haß und in ihr Unglück hineinziehen. Kriege sind kein unausweichliches Schicksal. Große Beter ... z. B. Klaus von der Flüe, das Vorbild aus der Schweiz, durften helfen, einen Krieg zu verhindern. Haß, der blind macht, ruft Kriege hervor, Liebe besiegt und beendet sie. (Pfarrer Winfried Pietrek, Kurier der Christlichen Mitte, März 2003) Das Tragische ist, dass viele amerikanische und sogar deutsche Christen, darunter Evangelikale, in Bush eine Art Messias sehen.

 

Februar 2003

 

Eine assyrische Christin betet in der St.-Georgs-Kirche im kurdischen Ort Ankawah um Frieden und Freiheit. Kurdistan beherbergt mehrere Völkerschaften. (D 26.2.2003, Foto AFP)

 

Der Verrat der USA an den Kurden

Die Kurden sind schon jetzt verraten. Sie scheren aus der Nordfront aus. Grund: Amerikaner geben Türken freie Hand. Schriftlich vereinbarten Ankara und Washington, dass es keinerlei autonomen Status für die Kurden geben soll und die Kurdenmilizen vollständig entwaffnet werden. Während des Krieges erhält die türkische Armee im Nordirak freie Hand, um die Gründung eines Kurdenstaates zu verhindern. (D 26.2.2003 APA) Turkmenische Minderheit im Nordirak verzichtet auf türkischen Schutz. (D 26.2.2003 dpa, APA)

 

Angriff bei Neumond vorteilhafter. Am 3. März 2003 Neumond. Spekulationen um Angriffsbeginn. Jänner 1991: Golfkrieg begann bei Neumond. (D 25.2.2003) Tatsächlich beginnt der Krieg 2003 dann kurz nach Vollmond, ca. 20. März.

Der Chefredakteur von Al Dschasira, Ibrahim Helal (34)
”Saddam - ein ganz normaler arabischer Führer”
”Wenn es freie Wahlen gäbe, würde in jedem moslemischen Land Bin Laden am meisten Stimmen erhalten: er ist ein Phänomen und eine Leitfigur.“

Il direttore di al Jazira, Ibrahim Helal (34):
”Saddam, un normale leader arabo”.
”Se si tenessero elezioni libere, in qualunque Paese musulmano Bin Laden sarebbe il più votato: è un fenomeno e una guida”. (Corriere della Sera, Milano, Italia, 24.2.2003)

„Dopo la guerra, gli Usa si ritirino o ci ribelleremo“. L´ayatollah sciita iracheno Al Hakim, in esilio a Teheran. (Corriere della Sera, Milano, 24.2.2003)

 

USA bereiten Landminen-Einsatz im Irak vor. Das größte Kontingent sind Antipersonenminen, deren Einsatz seit Unterzeichnung des Minen-Protokolls von Ottawa weltweit geächtet ist. Die USA und die Türkei sind die einzigen Nato-Länder, die das Verbot nicht unterzeichnet haben. (D 21.2.2003 scr)

 

Österreicher als Schutzschilde. Freiwillige nach Bagdad. „Weiß nicht, wohin mit meiner Wut“. „Klar hab ich Angst“. (D 19.2.2003 APA)

 

USA wollen Chemie-Waffen einsetzen. Auch in Wohngebieten. Vom Völkerrecht verboten. „Calmativa“ lähmen Nervensystem. Überdosierungen führen zu raschem Tod. „Wer damit Bekanntschaft macht, fällt um wie ein Stein“, sagt ein hochrangiger Pentagon-Militär. Nachrichtensperre. 80 Prozent aller Schutzanzüge undicht. (D 19.2.2003 Peter W. Schroeder)

 

„War on Iraq – conceived in Israel” (al-awda-unity, 18.2.2003)

Zwischen 70 und 90 Prozent erklären sich je nach Umfrage und Land in allen europäischen Staaten eindeutig gegen einen Irak-Krieg. (D 15.2.2003 Stephan Baier)

 

Irak-Krieg in zwei Wochen beendet. Ansicht des Ex-NATO-Oberbefehlshabers Wesley Clark. (Die Presse, Wien, D 15.2.2003)

 

Bush und Blair weitgehend isoliert. Keine Mehrheit für „Kriegsresolution“. (D 15.2.2003 scr)

 

Papst wird immer mehr zum Gegenspieler der USA, die Saddam Hussein unbedingt stürzen wollen. Die Jesuiten-Zeitschrift „Civiltà Cattolica“: Ein Verstoß gegen UN-Resolutionen rechtfertige keinen Angriff. Immerhin hätten US-Verbündete 56 der 91 bekannten Verstöße auf ihrem Kerbholz: Israel bei der Besetzung von Palästinenser-Gebieten oder die Türkei in der Zypernfrage. (Südwestpresse Ulm/Donau, 13.2.2003, KNA, Johannes Schidelko)

 

Tonband Osama bin Ladens, veröffentlicht von Al-Dschasira. Aufruf zu Selbstmordanschlägen gegen Amerikaner. „Wir verfolgen mit äußerster Sorge die Vorbereitungen der Kreuzfahrer, die ehemalige Hauptstadt des Islam (Bagdad) zu besetzen, die Reichtümer der Moslems zu plündern und ein Marionettenregime zu installieren, das auf seine Herren in Washington und Tel Aviv hört, so wie die anderen Verräter der arabischen Marionettenregierungen, um den Traum der Zionisten von einem Groß-Israel zu verwirklichen. ... dies ändert nichts an unserer Erklärung, dass die Sozialisten (Anm.: gemeint ist die Baath-Partei) Ungläubige sind. Wir machen auch deutlich, dass jeder, der Amerika hilft, Moslems im Irak zu töten, ... wer auch immer an ihrer Seite kämpft oder ihnen Stützpunkte oder logistische Hilfe anbietet oder eine andere Form der Hilfe, selbst wenn es nur mit Worten ist, dann sollte er wissen, dass er vom Glauben abgefallen ist. Zu den Gebieten, die bereit sind, um befreit zu werden, gehören Jordanien, Marokko, Nigeria, Pakistan, das Land der tzwei heiligen Stätten und der Jemen.“ (Südwestpresse Ulm, 13.2.2003 dpa/AP)

 

Kinder würden in Massen sterben. Iraker bereits jetzt von Hunger geschwächt. Verschärfung nicht zu verkraften. (D 8.2.2003 AP Silvia Vogt)

 

Die Ölpreise könnten explodieren. Derzeit nur Angstprämie. (D 8.2.2003)

 

Russen ironisch. “Der Krieg im Irak kommt bestimmt. Die USA müssen sich nur erst überzeugen, dass Saddam tatsächlich keine Massenvernichtungswaffen hat.“ („Komsomolskaja Prawda“, Moskau, zit. in D 8.2.2003)

 

Blairs Irak-Dossier teilweise bei Studenten abgeschrieben. Ibrahim al-Marashi; Das Material bis zu zwölf Jahre alt und zum Teil völlig überholt. „Die haben sogar meine Fehler dringelassen.“ (Channel 4, D 8.2.2003 dpa)

 

Überheblichkeit macht Angst. Die von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vorgenommene Gleichsetzung „der Deutschen“, der deutschen Regierung und des deutschen Bundeskanzlers mit Libyens Muammar Gaddafi und Kubas Fidel Castro gibt zu großer Besorgnis Anlass. Bush-Postulat im Krieg gegen der Terrorismus: „Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns.“ Kriegsgegner als heillose Fantasten oder gar als die Bösen und Gegner des Guten zu diffamieren, ist niederträchtig. (D 8.2.2003 Peter W. Schroeder)

 

„Regionales Erdbeben“. Israel befürchtet Verschiebung des Machtgefüges. (D 8.2.2003 AFP, AP, APA)

 

Den Einsatz „nicht tödlicher“ Gase erwägen die USA bei Irak-Krieg, sagte Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. (D 7.2.2003)

 

Deutschland dürfte bei der Aufteilung der Ölquellen zu kurz kommen. Nervenkrieg Berlin – Washington. (D 7.2.2003 dpa)

 

„Amerika ist Nation des Verbrechens“. Medien des Irak zeichnen das Bild eines unmoralischen Volkes. „Mehr als 50 Millionen Amerikaner sind Alkoholiker.“ „Obszönität und das Internet“. In Washington die „Regierung des Bösen“ und der „große Satan“. Amerikaner „rücksichtslos“, „verrücktes Verhalten“, „eine Menge psychologische und sexuelle Probleme“. Ein Student: „Wir wissen, dass Amerika eine Nation des Verbrechens, der Korruption und der Banden ist – sie halten sich an keine Religion oder ethische Vorgaben. Ich habe überhaupt kein Interesse, Amerika kennen zu lernen.“ (D 7.2.2003 AP Nadia Abou El-Magd aus Bagdad)

 

Cairo - The Grand Imam of Al-Azhar Sheikh Mohamed Sayyed Tantawi ruled as “forbidden” that any Arab or Islamic country helps foreign forces launch a military offensive against Iraq. (arabia.com 7.2.2003)

 

Iraks Machthaber wurde zeitweise vom CIA unterstützt. Konsequent bis zur Brutalität. Saddam Hussein hat 15 Mordanschläge überlebt. (D 6.2.2003 Reuters, APA)

 

Caricatura: L´ANTIPAPA, PRESIDENT OF AMERICA – BUSH SECONDO. (Giannelli, Corriere della Sera, Milano, 6.2.2003)

 

Powells Beweis des Unbeweisbaren. Nur Indizien. Krieg, der den Einsatz von C-Waffen verhindern soll, löst ihn erst aus. Nie Beweise besessen. (D 5.2.2003 Peter W. Schroeder, Washington)

 

Araberführer wollen nicht verlieren. Sie fürchten Veränderung der politischen Landkarte. Deshalb Druck auf Saddam. (D 4.2.2003)

 

Sommer für Wüstenkrieg zu heiß. Im Juni 48 Grad. Austrocknungsgefahr für Soldaten und Militärgerät. Luftfilter in Panzern und Armeefahrzeugen können verstopfen. Durch die Nachtsicht-Technologie könnte ein Großteil der Operationen bei kühlen Temperaturen in der Nacht durchgeführt werden.  (D 1.2.2003 AP Steven Gutkin)

 

Rechtswidrig. Die deutschen Völkerrechtler sind sich weitgehend einig: Ein Angriff der USA auf den Irak ohne eine ausdrückliche Ermächtigung durch eine zweite UN-Resolution wäre ein völkerrechtswidriger Angriff. Solch ein Krieg verstößt auch gegen das Grundgesetz. Artikel 26 besagt, dass bereits Vorbereitungshandlungen eines Angriffskrieges „unter Strafe zu stellen“ seien. Dazu epa-Bild von Demonstranten mit Plakat: Angriffskrieg = größtes Kriegsverbrechen. Nürnberger Prozess 1946. (D 1.2.2003, S. 2)

 

Januar 2003

 

“UN-Sanktionen töten uns langsam”. Irakischer Erzbischof Gabriel Kassab: „UN-Sanktionen töten uns langsam“. „Der zweite Golfkrieg ist noch nicht beendet.“ „Die UN-Sanktionen sind eine klug gesteuerte Strategie, um die Menschen zu ihrem Ende zu bringen.“  „Wir erleben heute Krankheiten, die es bisher nicht gab.“ Operationen erfolgen ohne Betäubung. (D 30.1.2003 Stefan Baier)

 

Die USA schließen einen Atomschlag nicht aus, sollte der Irak Massenvernichtungswaffen anweden. Das betonte der Stabschef des Weißen Hauses, Andrew Car. (D 27.1.2003 dpa)

 

Ziel der Politik – auch im Irak-Konflikt – muss der gerechte Friede sein, nicht aber die Sache nach einem gerechten Krieg.“ (Aus der Erklärung des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland, D 25.1.2003)

 

Paul Wolfowitz – ein Falke mit Superhirn. Drahtzieher der US-Kriegspläne. Der 57-Jährige (Anm.: wir erinnern daran, was wir über die ersten beiden Jahrgänge der Nachkriegsgeneration gesagt haben – eine sehr merkwürdige Angelegenheit) gilt als äußerst brillanter Kopf. Viele halten den Sohn eines polnischen Juden, der 1920 in die USA auswanderte, sogar für das absolute „Supergehirn“ der Regierung – einen überragenden, hochintelligenten, strategischen Denker. Immer, so schildern Eingeweihte, sei Wolfowitz von einem Gedanken beseelt gewesen: durch „vorsorgliche“ Aktionen größere Schäden zu verhindern. (D 25.1.2003 dpa Gabriele Chwalleck)

 

Amerikanische Anwälte warnen Bush: Wenn es wie im Golfkrieg 1991, im Kosovo 1999 und in Afghanistan 2001 auch im Irak wieder zu Kriegsverbrechen kommt, könnten die Verantwortlichen in der Regierung deshalb juristisch zur Rechenschaft gezogen werden. (offener Brief, 24.1.2003, New York)

 

Europa in der Irak-Frage gespalten. Mehrheit gegen amerikanisch-britischen Militärschlag ohne UN-Ermächtigung. Rumsfeld sieht in Deutschland und Frankreich „das alte Europa“. (D 24.1.2003 AFP, APA) Gegner eines Irak-Krieges sind u. a. Deutschland, Frankreich, Russland und China. Erklärte Verbündete der USA: Großbritannien, Australien, Spanien, Italien und andere. (D 24.1.2003 Reuters, dpa, APA)

 

Pentagon / Menschenexperimente. Wilde Krieger werden USA-Freunde. Industrie will im Irak-Krieg die modernsten Waffen testen. 1. Blitzkriegkanone im Luftwaffen-Versuchslabor in Kirtland in New Mexico erfolgreich getestet. Funkblitze zerstören Computerchips; dazu ein Experte: „Nur wen der Blitz direkt trifft, wird buchstäblich gegrillt.“ Ungenannter US-Militär: „Es muss verhindert werden, dass der Krieg zu Ende ist, bevor wir unsere Versuchsreihen beendet haben.“ 2. Schmerzkanonen senden extrem kurze Funkwellen aus, die in der Regel nicht töten. Bisher keine menschlichen Versuchspersonen gefunden. Deshalb wurden Schmerzkanonen in die Nähe des künftigen „Testgebiets“ Irak gebracht. 3. Niedrigfrequenz-Generatoren: Unhörbare Töne lösen bei damit beschallten Personen einen schmerzvollen Tod aus. Bei Tierversuchen erfolgreich. (Hinweis für die Experimentatoren: Manfred Kyber schildert das Schicksal eines Wissenschaftlers, der Tierversuche macht, in „Nachruhm“ ETIKA 68B9 ) 4. Operation MAD = mind-alternating drugs“. Psychopharmaka als „Umkehrdrogen“ werden über feindlichen Truppen versprüht. „Aus Mutigen werden Ängstliche, aus Kämpfern wimmernde Waschlappen und aus Amerika-Hassern untertänige Amerika-Freunde“. (Peter W. Schroeder, D 23.1.2003, S. 3)

 

Il sociologo tedesco Ulrich Beck (58) critica la politica di Bush. “La guerra preventiva porterà alla caduta dell´impero a stelle e strisce”. (Corriere della Sera, Milano, 22.1.2003, p. 2)

 

Interfax: il vero scopo dell´attacco non è quello di rovesciare il rais di Bagdad ma “il controllo del petrolio iracheno”. (repubblica.it 22.1.2003)

 

Unrechtskrieg. Es geht um das amerikanische Streben nach Vorherrschaft in der Welt. Krieg vom Zaun zu brechen wäre verantwortungslos. Kapitulieren die Vereinten Nationen vor Bushs Vermessenheit? Präsidenten an das Völkerrecht erinnern. Suche nach Grund, Erdölvorräte anzuzapfen. UN-Kontrolleure als Mittel wirtschaftlicher Ziele. Zusammenleben der Völker gefährdet. (Peter W. Schroeder, D 18.1.2003)

 

„Wenn Europa es nicht schafft, den Machtausübungsanspruch Amerikas zu bremsen, dann heißt das, dass Europa eine Illusion ist.“  (der Schriftsteller Martin Walser in einem Gespräch mit der Zeitung „Mannheimer Morgen“, D 18.1.2003)

 

Militärverwaltung für Irak geplant. Das Weiße Haus wolle zunächst keine Regierung aus irakischen Oppositionspolitikern einsetzen, berichtete die „Washington Post“. (D 18.1.2003 AFP, APA) Russen bekommen irakisches Ölfeld West-Kurna 2. (D 18.1.2003)

 

Saddam vergleicht Bush mit dem Mongolenführer Holako, der Bagdad im 13. Jahrhundert erobert und das Kalifat beendet hatte. Die „Mächte des Bösen“ würden an den „Mauern von Bagdad Selbstmord begehen“. (D 18.1.2003 dpa)

 

President Saddam Hussein´s Address on the Twelfth Anniversary of the Eternal Battle of um al-Maarik (Mother of the Battles). Jan 17, 2003.

“In the Name of God, the Compassionate, the Merciful. There are those who, on being told: Ýour enemy has mustered a great force against you and so fear them,´ they grew more tenacious in their faith and replied: Allah´s  help is all-sufficient for us. He is the best Protector´.  Thus they earned Allah´ s grace and bounty and no harm befell them. …”

 

“Blitzschnell und entschlossen”. US-Strategen setzen auf schnellen Fall von Saddam Hussein. Die Hoffnungen gehen dahin, dass dadurch heftige Straßenkämpfe in Bagdad und Saddams Heimatstadt Tikrit vermieden werden können. Die USA befürchten nämlich, dass ihre technologischen Vorteile im Häuserkampf verloren gehen und zudem viele irakische Zivilisten ums Leben kommen könnten. (D 17.1.2003 dpa Gabriele Chwallek)

 

 

Schlechte Erinnerungen an Briten. Türken erheben wieder Ansprüche auf ölreiche türkische Nordprovinz. Emin Cölasan in „Hürriyet“: Die Briten hätten 1923 die Nasturi-Bewegung unterstützt und der Türkei mit Krieg gedroht, sollte sie die Rückeroberung Mossuls versuchen. (D 16.1.2003 APA)

 

Tony Blair: „Es geht nicht um Öl“. (D 16.1.2003 dpa)

 

„Die Iraker haben genug gelitten“. Christen des Zweistromlandes wollen Frieden und ein Ende des Embargos der UNO. Erzbischof Gabriel Kassab: „Wäre das Embargo nicht, müssten die Menschen hier nicht Hunger leiden! Wir hätten sauberes Wasser und überall gute sanitäre Einrichtungen.“ Basra zähle zu den reichsten Erdölgebieten der Welt; einst „Venedig des Orients“, heute nur noch ein Slum. Das ganze Leben der Stadt sei gelähmt. Viele Bewohner litten an Depressionen, die meisten Kinder an Unterernährung.  US-Uran-Munition ruft Leukämie hervor. (D 15.1.2003 KAP Johannes Bergmann)

 

Das wahre Gesicht des Krieges. Ein acht Monate altes Kind, das an Blutkrebs leidet, hält die Hand seiner Mutter im Saddam-Hospital in Bagdad. Nach Angaben des Irak haben die UN-Sanktionen 1,7 Millionen Menschen, vor allem Kinder, das Leben gekostet. (D 14.1.2003 le, Foto Reuters)

 

Auch UN-Sanktionen sind Massenvernichtungswaffe
Der neue chaldäisch-katholische Weihbischof in Bagdad, Andraos Abouna (59), sagte im „National Catholic Reporter“, auch die Sanktionen gegen den Irak seien im Grunde nichts anderes als eine Massenvernichtungswaffe. (D 14.1.2003 Kathpress, APA)

 

Kuwait: Fast unsichtbarer Truppenaufmarsch. Rücksicht auf Araber. Häuserkampf und Panzerangriffe werden in der Wüste eingeübt. (D 14.3.2003)

 

Länder auf “Achse des Bösen” sind Zufall, sagt Bushs Redenschreiber David Frum. Irak – Iran- Nordkorea. (Entstehungsgeschichte in seinem Buch „The right man“, zit. von „El Pais, Madrid, D 10.1.2003 APA)

 

Richard Perle, one of the most influential US warmongers… will of course try to help his friend, Ariel Sharon … It was Perle who … 1996 laid the strategy for sabotaging the Oslo process. (Shraga Elam, 10.1.2003)

 

Irak hat die zweitgrößten Erdölreserven der Welt: 15 Milliarden Tonnen. In Saudi-Arabien lagern 35-36 Millionen Tonnen. (D 8.1.2003 dpa)

 

USA suchen weiter Kriegsgrund. UN-Inspektoren haben bisher keinerlei Hinweis auf irakische Massenvernichtungsmittel. „Aussagewillige“ Iraker dringend gesucht. Karl von Clausewitz, preußischer Militärtheoretiker: „Begründungen für einen Krieg gibt es immer.“ Propagandakrieg. US-Flugblätter mit drohendem Ton: „Denk an deine Familie, tu, was du musst, um zu überleben“. Mehr als 10 der 25 Millionen Iraker sind unterernährt. Bevor die UN-Sanktionen 1991 in Kraft traten, lag die tägliche Kalorienaufnahme pro Person im Durchschnitt bei 3581 Kalorien. Inzwischen sind es nur noch 2033 Kalorien. (D 4.1.2003 AFP)

 

Dezember 2002

 

Irak-Krieg mit Ethik nicht vereinbar“. Die katholische Friedensbewegung Pax Christi: Krieg wäre ein “immenser Unrechtsakt der westlichen Welt“. (D 31.12.2002 APA Wien)

 

Keine Arzneien mehr in den Irak. UN-Sicherheitsrat erweitert Liste der verbotenen Güter. (D 31.12.2002 AFP, APA)

 

Orks-women. Se sarà guerra contro Saddam, combatteranno in prima linea anche le donne. (Corriere della Sera, Milano, 30.12.2002) Perversione Usa.

 

Iraq, Powell: sulla guerra nulla è ancora deciso. (La Stampa, Torino, Italia, 30.12.2002)

 

Aufmarsch am Golf geht weiter. Riad überlässt USA eigene Stützpunkte. Notfallplan für Versorgung mit Öl. Sohlen der deutschen Soldaten in Kuwait lösen sich in der Wüstenhitze; gewöhnliche Stiefel sind geklebt und nicht vernäht. Großbritannien trifft Vorbereitungen auf Terrorattacken. (D 30.12.2002)

 

Zaini intelligenti e radar, l´America va alla tecnoguerra. Le prime bombe che cadranno su Bagdad saranno a microonde per mandare in tilt computer, antenne e centrali televisive. (Dcorriere della Sera, Milano, 29.12.2002)

 

„Gesetz des Dschungels“. Vatikan gegen US-Angriff auf den Irak. (D 24.12.2002)

 

Zu Weihnachten schickten George W. Bush und Frau Laura einer Million Amerikanern eine Karte: „Mögen Liebe und Frieden Ihr Herz und Heim während der Feiertage und im ganzen neuen Jahr erfüllen.“ (D 23.12.2002 dpa)

 

Moskau warnt USA vor Krieg. „Gegen Russlands Interessen“. (D 23.12.2002 dpa, APA)

 

Some like it hot, some not. War is ´good´ for business. Israel has the capacity of a second nuclear strike through e. g. its German made submarines, claimed recently an air force commander. So why should the Israelis worry? President Bush might even use just small nuclear bombs against Iraq. http://www.fas.org/irp/offdocs/nspd/nspd-17.html There is no business like war business. (Shraga Elam, a brave journalist from Israel who is fighting against the war and historic lies, 20.12.2002)

 

US-Regierung weist die irakische Waffendeklaration als völlig unzureichend zurück. UN-Chefinspekteur Hans Blix: „Der Bericht enthält nicht das Beweismaterial, das wir brauchen.“ Krieg rückt mit jedem Tag näher. (D 20.12.2002 dpa)

 

Für Irak-Krieg keine Rechtsbasis. Das „Permanent Peoples´ Tribunal“ (PPT) aus Juristen, Nobelpreisträgern und Intellektuellen erklärte, es gebe weder Basis noch Rechtfertigung für einen „Präventivkrieg“ oder einen „Krieg gegen der Terrorismus“. (D 18.12.2002 dpa Rom)

 

Irakische Opposition einigt sich. Massud Barsani: „Wir wollen einen demokratischen, pluralistischen, föderalen und freien Irak.“ Bekenntnis zu Gewaltenteilung und dem Islam als Staatsreligion. (D 18.12.2002 dpa)

 

Psy-ops = psychological operations = psychologische Kriegsführungs-Propaganda. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und US-Militär wollen „Stories pflanzen“, die das Ansehen der US-Politik aufmöblieren. Amerikaner wissen, dass für Geld alles zu haben ist. Auch beim ersten Golfkrieg 1990 verbog Washington die Wahrheit: Irakische Soldaten seien in kuwaitische Krankenhäuser eingedrungen, hätten die Brutkästen abgestellt und die frühgeborenen Säuglinge zum qualvollen Sterben auf den Boden geschleudert. Danach war die übergroße Mehrheit der US-Öffentlichkeit sofort dafür, es den ruchlosen Irakern militärisch heimzuzahlen. (D 18.12.2002 scr) Solche Greuelpropaganda wurde schon im Ersten Weltkriege zu Lasten der Deutschen verbreitet. Vielleicht kommen die anderen Völker auch drauf...

 

Irak-Krieg ist nur „Frage der Zeit“. Arbeitsgemeinschaft Kriegs-Ursachenforschung (AKUF) Hamburg registrierte 2002 45 kriegerische Auseinandersetzungen. (D 17.12.2002 dpa, APA)

 

US-Truppen erstmals auch im Irak. Militärkonvoi von 50 Lastwagen überquert von Türkei aus Grenze bei Habur. (NTV, D 17.12.2002, APA, Susanne Güsten, Istanbul)

 

Streit zwischen Bagdad und Moskau um irakisches Ölfeld „Qurna West2“ mit Ölvolumen von 20 milliarden Dollar. Lukoil verliert Ölrechte. (D 17.12.2002 Eduard Steiner, Moskau) Bagdad bestrafte die Russen wegen der Duldung der amerikanischen Aggressionspläne.

 

„Unerklärter Krieg“. Bagdads Außenminister Nadschi Sabri: Amerikaner bombardieren zivile Ziele. (D 16.12.2002 dpa)

 

Washingtons verzweifelte Suche nach einem Kriegsgrund. (diverse Zeitungen, 14.12.2002)

 

Irakische Oppositionskonferenz in London. Alle wollen nur die Macht - Aber jeder für sich allein. Fawzi Hariri von der Kurdischen Demokratischen Partei: „Jeder will die Macht“ – Ein Oppositioneller zu einem anderen Saddam-Gegner: „Warte nur, bis wir die Demokratie haben. Dann werfe ich dich ins Gefängnis!“ Islamisten vor dem Hotel mit Transparenten: „Gottesstaat statt Kapitalismus“. (D 12.12.2002 dpa)

 

Humanitäre Lage im Irak spottet jeder Beschreibung. Die Ordensfrau Yose Höhne-Sparborth (Utrecht) vom internationalen Versöhnungsbund nach der Rückkehr aus Bagdad: „Auf Grund der seit über zwölf Jahren andauernden Sanktionen sind die Menschen an einem Punkt angelangt, an dem sie nicht mehr können.“ Fast 50 % der irakischen Familien hätten zuwenig Geld, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. (D 11.12.2002, APA) Da werden die UN-Mitgliedsstaaten viel wieder gutzumachen haben. Wenn sie es nicht freiwillig tun, wird Gott für Gerechtigkeit sorgen. Er richtet die Völker.

 

Bagdads Darstellung nicht widerlegt. Prüfung der Waffenlisten. Bisherige Funde bieten keine Grundlage für eine eindeutige Verurteilung des Irak. Generalleutnant Amer el Saadi: Gegenbeweise auf Druck der USA hin von Inspektoren ignoriert. (AP-Korrespondent Charles Hanley aus Bagdad, D 11.12.2002, S. 3)

 

Früherer US-Präsident Jimmy Carter: Irak kam bisher allen Verpflichtungen nach. (D 10.12.2002 dpa, AFP, APA)

 

Iraq, la Cia „ruba” il dossier. (Corriere della Sera, Milano, 10.12.2002)

 

Irak künstlich geschaffen. Aus dem Osmanischen Reich hervorgegangen. Nach dem I. Weltkrieg haben die Alliierten mit den Verträgen von Neuilly und Sèvres das türkische Großreich zerschlagen (parallel zur Zerschlagung Österreich-Ungarns mit den Verträgen von Saint Germain und Trianon sowie zur Verkleinerung Deutschlands durch den Vertrag von Versailles). Dem Irak wurde eine Dynastie gegeben, die aus dem Hedschas stammte. Das Ganze war bestimmt durch die Interessen der britischen Ölgesellschaften. „Mit künstlichen Staaten kommt man nicht weiter.“ (Otto von Habsburg, Sohn des letzten österreichischen Kaisers Karl, Dolomiten, Bozen, 7.12.2002, Seite 3)

 

Irak-Krieg kostet zwischen 99 Milliarden und 1,9 Billionen Euro über die kommenden zehn Jahre. Studie der Amerikanischen Akademie für Künste und Wissenschaften. (D 7.12.2002 AP, APA)

 

USA immer weniger beliebt. Studie des US-Instituts „Pew Research Center for the People & the Presse“ in 44 Staaten: Irak-Krieg würde Verbündete den Vereinigten Staaten weiter entfremden. Drei Viertel der Franzosen und Russen nehmen an, dass es den Amerikanern um irakisches Öl geht. Kriegsgegner in Whitehall, London, marschieren mit eienm Plakat: „WAR KILLS THE INNOCENT“. (D 6.12.2002 dpa, epa)

 

US-Jets greifen Ziele in der südlichen Flugverbotszone zwischen Tallil und Basra an. Bagdad: 4 Zivilisten tot. (D 2.12.2002, dpa)

 

November 2002

 

Peinlich, aber typisch. Ein Sex-Club-Manager wurde als UN-Waffenkontrolleur angeheuert. Harvey Mc George (53) sei ein Gründer und Betreiber sadomasochistischer Sex-Clubs, ließen US-Regierungsvertreter verlauten. (D 30.11.2002, scr)

 

Die deutsche Regierung ließ sich – wie zu erwarten war – ohne weiteres erpressen und zeigt sich nun bereit, Luftabwehrraketen vom Typ „Patriot“ an Israel zu liefern, angeblich, um dieses Land gegen eine eventuelle irakische Reaktion auf einen US-Angriff zu schützen. Die israelische Regierung ruft seit mehreren Monaten auf zu einem Angriff gegen den Irak.“ (der israelische Friedensaktivist Shraga Elam, 27.11.2002)

 

US-Nachfolgekandidat General Khazraji „Kriegsverbrecher“
Der US-Geheimdienst war dem bei Saddam in Ungnade gefallenen Militärchef General Nizar Khazraji bei der Ausreise nach Jordanien behilflich. Dieser setzte sich nach Dänemark ab, wo er wegen Kriegsverbrechen verhaftet wurde. Er wird von den Dänen für ein Massaker an mehr als 100.000 kurdischen Zivilisten und den Einsatz von Giftgas verantwortlich gemacht. Er leitete 1987 die „Operation Anfal“, bei der Hunderte von Ortschaften dem Erdboden gleich gemacht und alle Einwohner ermordet wurden. Khazraji schob die Schuld auf Saddams Cousin Ali Hassan Majeed, den sogenannten „Chemikalien-Ali“ (Anm.: dem Saddam um den 16.3.2003 herum einen der vier Militärbezirke anvertraute); er habe diesem nur Truppen abstellen müssen. (Peter W. Schroeder, D 27.11.2002)

 

Saddam „punisce“ il figlio Uday. … A 27 anni Uday aveva già commesso tre omicidi: due ufficiali dell´esercito uccisi per essersi rifiutati di cedergli l´uno la moglie per un ballo, l´altro la figlia per portarsela a letto; e … Kamel Hanna Gegeo, massacrato a sprangate per aver introdotto nella camera da letto del padre la bionda Samira Fadel Shahbandar, moglie di Nureddin al Safi, un funzionario delle linee aeree irachene. Era il novembre del 1988. Saddam decise di sposare Samira e, in cambio del divorzio, il marito divenne il direttore della Iraqi Airways. (la Repubblica, Roma, Italia, 21.11.2002).

 

Massenvertreibung. Übersiedlung von Palästinensern in den Irak geplant
Der israelische Friedensaktivist Shraga Elam enthüllt am 10.11.2002: Erklärungen und Berichte deuten darauf hin, dass Israel im Rahmen des Irak-Krieges eine Massenvertreibung der palästinensischen Bevölkerung plant. Elam verweist dann auf eine Meldung der israelischen rechtsradikalen Zeitung „Makor Rishon“, wonach US-Präsidentenberaterin Condoleezza Rice US-Institutionen den Auftrag erteilt habe, die Übersiedlung der Palästinenser in den Irak zu überprüfen.

 

Angriff auf Irak kann zu Atomkrieg führen. Dies und ein „absolutes Chaos“ befürchtet der anglikanische Primas Erzbischof Rowan Williams von Canterbury. Die Menschen könnten den Vorwurf „kolonialen Verhaltens“ erheben. (D 7.11.2002)

 

Oktober 2002

 

Der US-Plan zur Ausbeutung der irakischen Ölquellen zur Finanzierung von Krieg und Besetzung des Landes ist völkerrechtlich bedenklich und moralisch anfechtbar. (Peter W. Schroeder, D. 15.10.2002, S. 1) Derselbe Washington-Korrespondent prangert wenige Tage später die „amerikanische Meisterschaft des Verschleierns, Verdrehens und Verschweigens“ an (22.10.2002).

 

Bagdad schlägt USA Duell zwischen George Bush und Saddam Hussein vor. (D Nr. 231, 2002, S. 3; dort wird auch gefragt, ob Jörg Haider in Bagdad nur einen der Doppelgänger Saddams getroffen hat)

Ab hier neu!


 

Bushs Masterplan. Der Krieg, der aus dem Think Tank kam
SPIEGEL ONLINE - 04. März 2003, 13:45
URL: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,238643,00.html
Von Jochen Bölsche. Es war das glatte Gegenteil einer Verschwörung: In aller Öffentlichkeit schmiedeten ultrarechte US-Denkfabriken schon 1998 Pläne für eine Ära amerikanischer Weltherrschaft, für die Entmachtung der Uno und einen Angriffskrieg gegen den Irak. Lange wurden sie nicht ernst genommen. Inzwischen geben die Falken in der Bush-Regierung den Ton an.

 

Arabs, Kurds, Iranians, don´t tolerate war!
Defend your wives and daughters! Defend your honour!
Stimme aus Deutschland: Araber, Kurden, Iraner!
Duldet den Krieg nicht! Verteidigt eure Ehre!

Il direttore di al Jazira, Ibrahim Helal (34):
”Saddam, un normale leader arabo”.
”Se si tenessero elezioni libere, in qualunque Paese musulmano Bin Laden sarebbe il più votato: è un fenomeno e una guida”. (Corriere della Sera, Milano, Italia, 24.2.2003)

Der Chefredakteur von Al Dschasira, Ibrahim Helal (34)
”Saddam - ein ganz normaler arabischer Führer”
”Wenn es freie Wahlen gäbe, würde in jedem moslemischen Land Bin Laden am meisten Stimmen erhalten: er ist ein Phänomen und eine Leitfigur.“ (siehe oben) Entweder respektiert man die Demokratie und die freie Meinungsäußerung – oder nicht. Gott tut das letztere schließlich auch.

Bei Neumond sind Nachtsichtgeräte am wirksamsten
Jede Nacht kann es jetzt losgehen!
Der Angriff kann aber auch erst Mitte März erfolgen. Die geographie- und geschichtsunkundigen Amerikaner sind sich ihres Sieges total sicher. (Ende Februar 2003)

Demokratie als Täuschung.
Der Witz des Tages ist, dass
das demokratische Amerika, das anno 2003 gefangene Taliban gegen Gottes Gebot und das Völkerrecht auf Guantánamo gefangen hält und foltert und einer Gehirnwäsche unterzieht, so dass viele der Geschundenen Selbstmord versucht haben, zusammen mit
dem demokratischen Großbritannien, das noch anno 2003 in aller Welt Inseln besitzt, die es den Bewohnern gestohlen hat, und
dem demokratischen Spanien, in dem anno 2003 eine baskische Zeitung geschlossen wird und Journalisten gefoltert werden (siehe „Dolomiten“ vom 1.3.2003, zuvor „Egunero“; ähnliche Folterungen durch die Polizei sind im demokratischen Italien immerhin zuletzt in den sechziger Jahren an Südtiroler Freiheitskämpfern vorgenommen worden),
sich anmaßen,
dem irakischen Volk, das seine Führung auf nicht viel weniger demokratische Weise gewählt hat als die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung sich für Bush ausgesprochen hat,
“die Demokratie“ zwangsweise auferlegen wollen. (etika.com, 4.3.2003)

 

Angriff auf den Irak spaltet Christenheit
Die Christen sind in der Frage des Angriffs auf den Irak tief gespalten.
Gegner des Krieges sind

Ø     der Vatikan (Papst Johannes Paul II. verurteilt den geplanten Krieg ständig, und die Jesuiten-Zeitschrift „Civiltà Cattolica“ erklärte einen Präventivkrieg für moralisch nicht vertretbar. „Auch ein Verstoß gegen UN-Resolutionen rechtfertige keinen Angriff: Immerhin hätten US-Verbündete 56 der 91 bekannten Verstöße auf dem Kerbholz: Israel bei der Besetzung von Palästinenser-Gebieten oder die Türkei in der Zypern-Frage“, entnommen der Südwestpresse Ulm vom 13..2.2003, KNA)

Ø     und die evangelische Kirche, die beide einen Kurs des Pazifismus verfolgen,

Ø     die fundamentalistischen Christen, die Mitleid und Sympathie mit der Bevölkerung des Irak haben (Schiiten, Sunniten, Chaldani, Yezidi, Turkmenen usw.), die materialistisch-hedonistische Weltherrschaft der Amerikaner fürchten und bekämpfen, zum Teil wie Khomeini in den USA und den dahinter stehenden Kreisen den „großen Satan“ sehen und die für gleiche Rechte aller Völker eintreten.

 

Für den Krieg sind Christen,

Ø     die den Islam fürchten und die Moslems schwächen wollen wie der spanische Ministerpräsident José María Aznar (dem als Spanier naturgemäß das Erbe der Reconquista durch die Adern fließt) und die „Christliche Mitte“ (die einerseits vor einem Angriff auf Israel warnt, denn dieses werde notfalls „die ganze Welt in die Luft gehen lassen“, wie maßgebliche Juden seit Jahren erklären würden, andrerseits auch den Judenchristen Klaus Mosche Pülz sagen lässt, „daß eine blinde Solidarität gegenüber Israel nicht zu einer Umkehr Israels zu seinem eigenen MESSIAS führt“, Kurier der Christlichen Mitte 3/2003)

Ø     die Transatlantiker (die auf den gegenüber Europa verräterischen Adenauer-Kurs der unverbrüchlichen Treue zu den Amerikanern eingeschworen sind wie die CDU/CSU und viele konservative Journalisten; Berlusconi als Epigone)

Ø     jene Christen, die das Alte Testament falsch verstanden und sich mit den Juden verbrüdert haben, wie die Evangelischen Marienschwestern in Darmstadt und Jerusalem, die für den Staat Israel beten, und der Jerusalem-Freundschafts-Fonds, ein 1983 von evangelikalen Christen geschaffenes Hilfswerk, und das Werk „Zaka“, das die Körperteile der jüdischen Opfer von Selbstmordattentätern einsammelt. Wobei es Abweichler gibt wie den evangelikalen US-Pastor Pat Robertson, der – wie Heinz Gstrein in Idea (www.idea.de 10.1.2003) berichtete, Spenden für den Fonds sammelt, aber ein Ende des Staates Israel predigt, die Bekehrung eines Drittels der Juden zum Christentum und einen neuen Holocaust an allen übrigen vorhersagt, womit er teilweise auf der alten katholischen Linie liegt. Der Jerusalem-Freundschafts-Fonds, an dessen Spitze in Israel der Rabbiner Jechiel Eckstein steht, wird aber von Rabbi Simcha Kook angefeindet. Eine Kommission des Obersten Rabbiner-Rates untersucht jetzt die „Umtriebe“ der „treuesten Freunde“ des Heiligen Landes, immer laut Gstrein in Idea.

 

Besser ist es, für Gerechtigkeit und Frieden einzutreten. Bleiben wir bei Jesus, halten wir uns an seine Warnung vor dem Ergreifen des Schwertes und denken wir an Gandhis Worte über die Bibel:

Ihr Christen habt in eurer Obhut ein Dokument mit genug Dynamit in sich, die gesamte Zivilisation in Stücke zu blasen, die Welt auf den Kopf zu stellen, dieser kriegszerrissenen Welt Frieden zu bringen. Aber ihr geht damit so um, als ob es bloß ein Stück guter Literatur ist – sonst weiter nichts.“ (Mahatma Gandhi)

 

Then he will also say to those on the left hand: Depart from me, you cursed, into the everlasting fire prepared for the devil and his angels. For I was hungry and you gave me no food; I was thirsty and you gave me no drink; I was a stranger and you did not take me in, naked and you did not clothe me, sick, and in prison and you did not visit me. (28.2., 6 languages) …You wanted bread and peace, and I brought you war and bloodshed.

 

Schwarzer Humor - Humor negro. "Vamos a matar 14 millones de musulmanes y a 1 dentista", contesta Bush...

 

Hochachtung vor der Standfestigkeit von Bundeskanzler Gerhard Schröder!!! Das hätten wir uns nicht träumen lassen, dass Deutschland zum Großen Bruder nein sagt und nicht gegen den Irak in den Krieg zieht. (2/2003)

 

Schwächt die Imperialisten! (mit Verweis auf Irak-Krieg)

 

Weitere Vorbereitungen für Weltkrieg, Weltreligion und Weltherrschaft

Der Streit in der NATO im Februar, als sich Frankreich, Belgien und Deutschland zum Erstaunen der Weltöffentlichkeit gegen den Washingtoner Wunsch nach militärischer Unterstützung für die Türkei wandten (diese hat die geforderte Union zwischen den berüchtigten Atatürk-Laizisten und den Islamisten geschafft), hat den Machtkampf zwischen den ... ... (angeschlossen die .. und die Südamerikaner) und dem ... ... ... ... ... ... ... enthüllt. Letztere waren vom Irak-Coup der ... nicht begeistert, weil sie fürchteten, an Einfluß zu verlieren, und weil sie sich die Weltherrschaft anders vorstellten. Aber die Aufsässigen lenkten nach ein paar Wochen ein, sind doch alle ... ... ... . Sogar Fernsehjournalisten bereiteten die Öffentlichkeit Mitte Februar darauf vor, dass nach dem Irak Syrien, Saudi-Arabien sowie der Iran an der Reihe sind.

Unterdessen bereiten gewisse Führer der Moslems in Islamabad, Beirut und Bagdad, die ihrer Religion und ihrem Volk abtrünnig geworden sind (Kenner erstaunt nicht, dass einige der radikalsten dem gleichen Verein angehören), propagandistisch den Boden vor für die kommende Weltherrschaft des Antichrist. Wie seltsam, sie werden bald im gleichen Glied mit ihren Erzfeinden stehen, auch wenn es derzeit so aussieht, als wären die Positionen frontal entgegengesetzt. Der israelische Friedensaktivist Shraga Elam enthüllt: „Reichhaltiges Material belegt, dass eine Zusammenarbeit der US-Rüstungslobby mit zionistischen Hardlinern für die jetzige Kriegshetze verantwortlich ist... Im Moment macht sich im arabischen Raum sowie bei den US-Friedensbewegungen die Meinung breit, dass es beim Irak-Krieg in der Tat nicht um Öl, sondern primär um jüdische Interessen geht.“ (Rede am 6. Februar 2003 in Karlsruhe) „Von Israel geht der ganz große Krieg aus.“ (Botschaft der Theresa Musco)

(Anmerkung: Wie sich alles abspielen wird, das heißt die Vereinigung von Zionisten, den meisten Moslems und den meisten Christen, Buddhisten usw., zeigen unsere Seiten über den Antichrist. Siehe ETIKA Index 92. Wir schreiben diese Zeilen auch auf die Gefahr hin, deswegen vielleicht nicht mehr lange unter den Lebenden zu weilen. Aber der Zeitpunkt unseres Todes liegt in Gottes Hand, und wir haben grenzenloses Vertrauen in Seine Vorsehung. Jesus Christus, hilf uns, rett uns! Maranatha! 1. Korinther 16,22) (16.2.2003, entschärft am 18.2.2003

Ab 2003 im allgemeinen keine Einzelmeldungen mehr (mit Ausnahmen), nur noch Zusammenfassungen, teils wertend, teils im Lexikonstil, sowie Dokumente


Der Krieg im Irak ist bereits im Gang!
Seit Monaten ständig Luftangriffe. Agenten und Bodensoldaten sickern ein.
Mit dem großen Schlag wartet Bush nur noch wegen der Weltmeinung.
Das Argument der heißen Zeit spielt kaum noch eine Rolle, weil Bush bereit ist,
bei starkem Widerstand der Iraker seine neuartigen Atomwaffen einzusetzen.

USA and GB: Out of Iraq! (21.12.2002)

 

„Irak-Krieg könnte zu Atomkrieg und ins absolute Chaos führen“

 

Krieg rückt mit jedem Tag näher. Waffendeklaration: Prüfung. US-Regierung: Irak hat UN-Resolution verletzt. Auch Blix mit Dossier unzufrieden. (D 20.12.2002)

 

Bagdad: „Unerklärter Krieg“ (...)
Der Krieg ist bereits im Gang, in Form von Luftangriffen und dem Einrücken von Geheimagenten und Bodentruppen

 

Bush all´Iraq: pronto a usare l´atomica. (La Stampa, Torino, 12.12.2002)
Se l´Iraq userà i gas, l´America è pronta con l´atomica. Condoleezza Rice. (Corriere della Sera, 12.12.2002)

Bush setzt die Atomwaffe ein. Deshalb lässt er sich so viel Zeit! Deshalb die Verzögerung! Und wir dachten an den heißen Frühling und Sommer...

 

 

Ein Krieg erscheint unausweichlich. Zehn von 18 Militärexperten, die Reuters an renommierten Institutionen weltweit befragt hat, halten einen Krieg gegen Irak für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich, zwei für unwahrscheinlich. – Waffenlisten / Prüfung. Bagdads Darstellung nicht widerlegt. Bisherige Funde bieten keine Grundlage für eine eindeutige Verurteilung des Irak. ... Zwar haben die UN-Inspektoren bei ihren jüngsten Kontrollen Spuren von Nerven- und Senfgas gefunden, doch konnten sie die genaue Menge nicht verifizieren. Damit konnten sie auch nicht beweisen, dass diese chemischen Substanzen tatsächlich noch hergestellt werden. Generalleutnant Amer el Saadi erklärte, man habe den Inspektoren klare Gegenbeweise vorgelegt. Diese seien auf amerikanischen und britischen Druck hin jedoch ignoriert worden (D 11.12.2002, AP, Charles Hanley, Bagdad)

 

„Abbiamo rovesciato Saddam“, Wargame del Pentagono in Qatar. Il comando centrale Usa lancia “Internal Look“, simulazione elettronica di guerra al Golfo. (la Repubblica, 10.12.2002)  Im US-Hauptquartier As-Sayliyah in Katar spielen Experten den Krieg am Computer durch. „Internal Look“ heißt das Strategiespiel. Natürlich gewinnen die Amerikaner. (D 11.12.2002

 

Iraq, la Cia „ruba“ il dossier, colpo di mano Usa all´Onu. Giallo sulle fotocopie, protestanto Annan e Mosca. (la Repubblica, Roma, 10.12.2002)

 

“All´Iraq restano cinque giorni”. Ultimatum Usa: nessun segnale incorraggiante. Bush: chiudere gli occhi porterebbe a una guerra più devastante. (Corriere della Sera, Milano, 3.12.2002)

 

Iraq, bombe su Bassora, Raid anglo-americano. Bagdad accusa: uccisi quattro civili. (la Repubblica, 2.12.2002)

 

Prognose: Dezember 2002: USA/GB überfallen den Irak
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern. Noch im Dezember  beginnen die Amerikaner und Briten ihren Feldzug gegen den Irak. Ziel: Eroberung der arabischen und kurdischen und dann der iranischen Ölquellen. Die Strategen im Pentagon rechnen damit, dass die Sache in einigen Monaten abgeschlossen sein wird, weil es dann für die amerikanischen und europäischen Soldaten zu heiß wird. Sie wissen aber nicht, dass sie einen Weltenbrand entfesseln werden, denn die Araber, Iraner und Kurden werden nicht tatenlos zusehen, wie die „Giaurs“ ihr Erdöl stehlen. Und den Russen und Chinesen gefällt der Machtzuwachs für USA und Europa auch nicht.

 

Israel – Deutschland – Irak. “Die deutsche Regierung liess sich – wie zu erwarten war –ohne weiteres erpressen und zeigt sich nun bereit, Luftabwehrraketen vom Typ „Patriot“ an Israel zu liefern, angeblich, um dieses Land gegen eine eventuelle irakische Reaktion auf einen US-Angriff zu schützen. Die israelische „Bitte2 ist ein durchsichtiger zynischer Versuch, den berechtigten deutschen Widerstand gegen die US-attacke durch die Verwendung der „Auschwitz-Keule“ zu durchbrechen. Die israelische Regierung ruft seit mehreren Monaten auf für einen Angriff gegen den Irak... Die israelischen Interessen an einem Irak-Krieg sind vielfältig. ... Es muss wieder in Erinnerung gerufen werden, dass aus der schrecklichen Geschichte der NS-Zeit gelernt werden sollte, dass nur der kompromisslose Einsatz gegen Krieg die beste Sühne ist. Sharon & Co. Haben weder das Recht, den ganzen Nahen Osten, wenn nicht die ganze Welt, in grosse Gefahr zu bringen, noch die jüdische Katastrophe während der Nazi-Zeit hierfür zu missbrauchen!“ (Shraga Elam, israelischer Friedensaktivist, 27.11.2002)

 

USA ersuchen 50 Länder, darunter Deutschland, um Mithilfe bei Militäraktion gegen den Irak. (netzeitung.de 21.11.2002)

 

La nuova guerra. Il primo no di Bagdad. Il Parlamento: l´Onu cerca il pretesto per la guerra. Bush: “L´America è pronta e userà tutta la sua potenza”. Lord Robertson: “Anche la Nato in Iraq”. (la Repubblica, Roma, 12.11.2002, p. 8 e 9)

 

Israel Kriegstreiber. “Breite Teile der deutschen Friedensbewegung, welche gegen den Irak-Krieg sind, klammern ... die zentrale Rolle Israels als sehr gewichtige kriegstreibende Kraft weitgehend aus.“ (Shraga Elam, israelischer Friedensaktivist, 10.11.2002)

 

Anglikanischer Primas: Irak-Konflikt könnte zu Atomkrieg führen. Erzbischof Rowan Williams von Canterbury betonte, das Leben von hunderttausenden Menschen würde gefährdet. Ein  Militärschlag gegen Bagdad könnte „schnell und unkontrolliert ins absolute Chaos führen“. (D 7.11.2002)

 

Falschinformationen. Die USA und Großbritannien geben nach Ansicht von Irak-Experten bewusst Falschinformationen, um einen möglichen Krieg gegen das Regime von Staatschef Saddam Hussein zu legitimieren. (D 2.11.2002)

 

Calcio (Fußball): Bernd Stange: Io, tedesco, alleno la squadra di Saddam e non ho paura di lui”. (Corriere della Sera, Milano, 18.10.2002, p. 5)

 

Kriegsvollmacht für George Bush vom Kongress mit großer Mehrheit gebilligt. (D 17.10.2002 dpa)

 

Iraq, Berlusconi cambia idea. “Saddam non ha armi di distruzione di massa”. Poi si corregge. (la Repubblica, Roma, 17.10.2002, p. 1)

 

US-Luftangriff auf Irak: Folgen unabsehbar. Steigender Ölpreis könnten Konjunktur abwürgen. (D 10.8.2002, APA/AFP)

 

„Saddam si pieghi in sette giorni“. Bush chiede all´onu un ultimatuum per l´Iraq. (Corriere della Sera, Milano, 29.9.2002)

„Erst schießen und dann fragen“. Die Absichten von Präsident George W. Bush sind die moderne Version der alten Wildwest-Praxis. „Irak-Dossier“ Blairs zu 90 % von US-Diensten zusammengetragen. Ex-CIA-Chef Richard Helms: „Ich kann Ihnen in zehn Minuten gesicherte Geheimdiensterkenntnisse darüber vorlegen, dass es die Vereinigten Staaten und die CIA gar nicht gibt.“ Kanzler Bismarck frisierte ein Geheimdiensttelegramm ... „Emser Depesche“ löste dann den deutsch-französischen Krieg aus. US-Präsident Lyndon Johnson erfand 1964 eine Geheimdienstmitteilung über einen nordvietnamesischen Überfall auf ein US-Kriegsschiff im Golf von Tonkin. Dies war der Startschuss für Flächenbombardements. (Peter W. Schroeder, Washington-Korrespondent, z. B. in D, 27.9.2002)

„Wollen wir wirklich die Deutschen dafür bestrafen, dass sie Pazifisten sind? Wenn diese Typen erst in die andere Richtung rollen, dann vergessen sie doch, wo die Bremse ist.“ (New York Times, zit. D 27.9.2002)

La Casa Bianca: l´Iraq addestrava Al Qaeda. Jet americani e inglesi bombardano l´aeroporto di Bassora. (la Repubblica, Roma, 27.9.2002) Ist das Bombardement Basras in Friedenszeiten vom Völkerrecht gedeckt? Wenn nicht, wird einmal irgendjemand Anklage wegen Kriegsverbrechen erheben.

Da 4 anni vediamo soltanto un finto Saddam. (Il Giornale, Milano, 27.9.2002) Mehrere Doppelgänger.

Bagdad-Debatte; Berlin dreht bei. „Deutscher Beitrag nach einem Krieg“. (FAZ 26.9.2002)

Berlusconi: „Non vogliamo guerre, ma siamo con Bush“. (Corriere della Sera, Milano, 26.9.2002)
Berlusconi: “Unser Lebensstil, unser Schicksal als Europäer und Italiener ist mit den USA verbunden.” (Dolomiten, Bozen, 26.9.2002) Seins, aber nicht unsers.

Berlusconi: „Saddam come Hitler, serve l´uso della forza”. (la Repubblica, Roma, online 25.9.2002)

Blair presenta il dossier sulle armi dell´Iraq. “Può scatenare un attacco chimico in 45 minuti, ha missili a lunga gittata, prepara l´atomica”.
Ora Bagdad apre le porte agli ispettori. “Venite, vi faremo controllare tutto”. (la Repubblica, Roma, 25.9.2002, p. 1-10)
Blair: “Saddam kann in 45 Minuten angreifen” (Die Welt, 25.9.2002)

Il Papa a Bush: “No alla guerra”. Duro documento dei vescovi italiani contro un´azione preventiva.
Chirac: “No alla guerra preventiva”.  (la Repubblica, Roma, 25.9.2002)

Alla Moschea d´Oro di Kerbala i ribelli sciiti ora difendono il raìs (Saddam Hussein). (Corriere della Sera, Milano. 25.9.2002)

Schroeder - Bush, il grande gelo.
Schiaffo della Casa Bianca, niente auguri al Cancelliere. “Berlino resta contro la guerra”. L´Europa divisa sull´Iraq. Scontro Berlusconi – Chirac. (la Repubblica, Roma, 24.9.2002)

„Bush wie Hitler“. Krise Deutschland - USA
„Bush come Hitler“.
Crisi Germania – Usa. (Corriere della Sra, 20.9.2002, p. 13)
Bush: agiremo anche senza l´Onu, contro Saddam. “Quell´uomo è una minaccia mortale”.
Gaffe del ministro della Giustizia tedesco, Herta Daeubler-Gmelin: “Bush usa i metodo di Hitler”. La Casa Bianca indignata: “Parole oltraggiose”.
(la Repubblica, Roma, 20.9.2002, p. 9)
Ein Musterbeispiel, wie man aus nichts etwas machen kann. Die Ministerin Däubler-Gmelin, die zu 100 % Demokratin ist und scharf gegen Extremisten vorgeht, bekam es selbst zu spüren, wie schnell man in die Ecke des Extremisten gerät. Sie hatte in einem Interview mit dem „Schwäbischen Tagblatt“ etwas ganz Harmloses, was überdies wahr ist, nämlich:

„Bush wolle mit seinem Irak-Krieg  vor allem von innenpolitischen Problemen ablenken. „Das ist eine beliebte Methode. Das hat auch Hitler schon gemacht.“ (D 20.9.2002, S. 2)

Als sie aufgrund der Reaktionen merkte, was sie angerichtet hatte, bat sie die Journalisten händeringend um Totschweigen des Satzes. Als das nichts nutzte, bot sie ein jämmerliches Bild, denn sie behauptete, das Gesagte nicht gesagt zu haben.

Hoffen wir, dass die überzeugte Demokratin nicht plötzlich auf den Abschusslisten irgendwelcher Ballermänner steht, die ja weltweit Terroristen jagen dürfen – zwar nicht mit Gottes, aber doch mit Bushs Erlaubnis.

Jedenfalls dürfte ihr Satz zusammen mit der Weigerung Schröders, am Irak-Krieg der USA teilzunehmen, Schröder den Sieg bei der heutigen Bundestagwahl (22.9.2002) bescheren. Denn so mancher CDU-ler und CSU-ler und konservative Wähler wird Stoiber, der Krieg will, seine Stimme versagen. Und das wird den Ausschlag geben. Denn das Volk will nicht Krieg, sondern Frieden. Dasselbe will weltweit jeder gute Mensch und jeder Christ. Und wenn die Partei auch ein C im Namen führt, ganz blöd sind die Wähler nicht.

Reaktionen, genussvoll zu lesen:
zu Schröder:
“Die Atlantiker in den USA reiben sich die Augen. So etwas haben sie dem treuen Alliierten nun doch nicht zugetraut.“ (D 20.9.2002, S. 3)
“Präsident George W. Bush ist nach Darstellung anonym bleibender Beamter derart beleidigt, dass er jegliches Vertrauen in Schröder verloren habe und nie mehr ernsthaft auf dessen Rat hören werde. – „... Schröder könnte tatsächlich die deutschen Wahlen gewinnen, indem er gegen Amerika zu Felde zieht“, formulierte die „New York Times“. -  Manche sehen in seinem Verhalten nur eine zynische Wahlkampftaktik um nach schlechten Umfrageergebnissen das Steuer noch herumzureißen.“ (D 21..9.2002, S. 3, Herbert Winkler, Washington, dpa)
zu Däubler-Gmelin: „Der Präsident habe in dieser Angelegenheit „sehr starke Gefühle“, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer.“
“Ich habe noch nie einen Menschen so schamlos lügen sehen, wie die Bundesjustizministerin heute in der Bundespressekonferenz.“ (Der Chefredakteur des „Schwäbischen Tagblatts“ zum Auftritt Herta Däubler-Gmelins vor der Bundespressekonferenz, D 21.9.2002, S. 2, dpa) etika.com Wahlprognose: Schröder siegt

Endlose Forderungen der USA
“Was wir alles schon platt gemacht habe, ist höchst erfreulich.”
(Hochrangiger Pentagon-Militär). „Die Vorbereitungen für den Regimewechsel im Irak gehen weiter“, heißt es im Weißen Haus. Ein Erfolg, den Washington nicht will. Irak bringt USA in Zugzwang. Bush geht es gar nicht um die Waffeninspekteure. Außenminister Colin Powell: Der Irak müsse die Verfolgung der Minderheiten im Land einstellen, Reparationen für die Kriegsschäden bei der Annektierung Kuwaits zahlen, befriedigende Auskunft über das Schicksal von kriegsgefangenen (darunter eines US-Soldaten) geben, den Schmuggel von Erdöl in Nachbarstaaten einstellen, alle Hilfen für internationale Terroristen kappen und einer völligen Kontrolle über die Erlöse aus der irakischen Ölproduktion zustimmen“. (D 19.9.2002, Peter W. Schroeder, Washington)

Bush ignora l´offerta di Saddam. (Il Giornale, Milano, 18.9.2002, p. 1)
Bush: Saddam mente, disarmiamolo. “Tre settimane e riprenderemo le spezioni”. (Corriere della Sera, Milano, 18.9.2002, p. 1 e 5)

Bagdad stimmt der Wiederaufnahme der Kontrollen durch die UN-Rüstungsinspektoren bedingungslos zu. (18.9.2002)

US-Aufmarsch am Golf weiter unbeirrt. (D 17.9.2002)

Bush, der Atlas, der die Welt trägt
“Herr Bush scheint sich tatsächlich einzubilden, er sei “der Atlas, welcher die Erde trägt”, die zu beherrschen er sich berufen fühlt… Er hat damals in Jugoslawien und kürzlich in Afghanistan genug Unheil angerichtet, durch Zerstörung und unschuldige Menschenopfer. Nun braucht als drittes Land nicht noch der Irak hinzukommen...“ (T. W., Riva, Leserbrief in den „Dolomiten, Bozen, 17.9.2002)

Katholische Kirche: Nein zum Präventivkrieg
Camillo Ruini: no alla guerra preventiva.
Il cardinale: “Un conflitto avrebbe un prezzo in vite umane inaccettabile”. Il presidente della Conferenza episcopale italiana: Si usi l´arma della dissuasione. (Corriere della Sera, Milano, 17.9.2002, p. 13)

Diego Garcia als „Ei des Kolumbus“: einer der Hauptstützpunkte für den Angriff auf den Irak
Im Zentrum des Indischen Ozeans. „Das 1532 vom portugiesischen Seefahrer Diego Garcia entdeckte Korallenatoll ist die größte der etwa fünfzig Inseln des Tschagos-Archipels. Die wichtigsten Schiffahrtsrouten verlaufen in nicht allzu großem Abstand, so dass von Diego Garcia auch der zivile Verkehr unschwer überwacht werden kann. Einer der Vorzüge der Insel ist auch der, dass es dort praktisch keine Zivilbevölkerung gibt, die sich – wie etwa auf den Malediven oder Seychellen – für „unabhängig“ erklären könnte. Diego Garcia gehört zum „British Indian Ocean Territory“  (BIOT), das 1965 aus einer Reihe von meist unbevölkerten Inseln des Tschagos- und Seychellen-Archipels zusammengesetzt worden war. 1966 wurde eine gemeinsame britisch-amerikanische militärische Nutzung von Diego Garcia vereinbart. ... Diego Garcia ist für viele Anliegerstaaten des Indischen Ozeans zu einem Reizwort geworden, an die Spitze einer weithin von der Sowjetunion initiierten Protestwelle hat sich Indien gesetzt. Der Nachdruck, mit dem die Sowjetpropaganda gegen das Projekt zu Felde zieht, ist für das Pentagon ein Beweis mehr, für die Verteidigungspolitik des Westens im Indischen Ozean in Diego Garcia das ,Ei des Kolumbus´ gefunden zu haben.“
(Wolfgang Höpker: Wetterzone der Weltpolitik, Der Indische Ozean im Kräftespiel der Mächte, Seewald Verlag Stuttgart, 1975, Schriftenreihe der Studiengesellschaft für Zeitprobleme e. V., Bonn-Bad Godesberg, Militärpolitische Schriftenreihe Band 11, Seite 24 und 26)
etika.com hält es für überholt, dass eine europäische Macht zusammen mit den USA noch anno 2002 hier in fremden Gewässern Kolonien unterhält. Vorschlag: Entkolonialisierung und totale Autonomie, die von Indien garantiert wird.

“L´Iraq alleato di Al Qaeda”. Londra prepara le prove. Condoleezza Rice (USA): Bagdad ha legami con i terroristi islamici di Bin Laden”. (la Repubblica, Roma, 16.9.2002, p. 16) Wie oft noch diese Märchen, die kaum jemand glaubt? Schließlich haben die laizistische Baath-Partei (gegründet von dem syrischen Christen Michel Aflak, die Partei zerfiel dann in einen syrischen und einen irakischen Flügel, die miteinander zerstritten sind) und die islamisch-fundamentalistischen Al-Qaeda-Leute total verschiedene Ideologien.

“Saddam cederà o attacco a gennaio-febbraio”. Berlusconi dopo l´incontro con Bush. (Corriere della Sera, 15.9.2002, p. 1) Wurden da die braven Italiener angestellt, um den Gegner zu täuschen?

Bush: settimane o giorni per l´Iraq. Berlusconi all´Onu: le democrazie si devono difendere. (Corriere della Sera, 14.9.2002, p. 1)

Die ersten Angriffsziele. Washington-Korrespondent Peter W. Schroeder berichtet am Freitag, den 13. in den von ihm belieferten deutschen Zeitungen ausführlich, wie der Krieg ablaufen soll. 250.000 Amerikaner und 70.000 Briten im Einsatz. Ausgangspositionen: Katar, Türkei, Kriegsschiffe, GB, Diego Garcia. Ziele: Bagdad, Kirkuk, Taji und Talil sowie Tikrit (dort Penetrationsbombe).

Ökumenische Aktion gegen Irak-Krieg
Nachstehend eine von dritter Seite erhaltene E-Mail vom 12.9.2002. Absender ist das Netzwerk Afrika Deutschland net-afr-de@t-online.de

Unsere Partner der ökumenischen Organisation "Ohne Rüstung leben", machen eine Aktion gegen den geplanten Irakkrieg. Als Begründung wird angegeben:
Von Befürwortern einer militärischen Präventivschlages werden zur Rechtverfertigung folgende Gründe angegeben, die sich aber nicht als stichhaltig erweisen:
1. DIE EXISTENZ VON MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN:
Experten streiten sich über das genaue Gefahrenpotential. Die US Regierung will auch dann Hussein stürzen, wenn er in der Frage der Inspektion Zugeständnisse macht.
2. TERRORISMUS:
Dazu sagte Außenminister Fischer am 8. August: "Niemand hat bisher eine Verbindung von Saddam Hussein zu Organisationen der Al Quaida nachgewiesen."
3. VERLETZUNG DER MENSCHENRECHTE UND FEHLENDE DEMOKRATIE
Selbst wenn es geboten sein sollte, zugunsten der Menschenrechte militärisch zu intervenieren, wären die Vereinten Nationen nach dem Völkerrecht die dafür zuständige Instanz.
Als Haupttriebfeder für einen Krieg der USA gegen den Irak wird der Versuch gesehen, Kontrolle über die riesige Ölvorkommen des Irak zu erlangen und die Abhängigkeit des Westens vom saudischen Öl zu verringern.

Der weltweite Widerstand gegen Militärschläge gegen den Irak beruht auf folgenden Gründen:
1. Die Gefahr einer ESKALATION:
US-Politiker haben sich für einen möglichen Einsatz von Atomwaffen (Mini-Nukes) ausgesprochen. Der Irak könnte B- und C-Waffen gegen Israel einsetzen.
2. Experten befürchten, dass der Sturz Saddam Husseins zu einem ZERFALL DES IRAK, einer Abfolge von Bürgerkriegen und einer Destabilisierung der gesamten Region führen kann.
3. Präventivkriege sind VÖLKERRECHTSWIDRIG und damit ein internationales Verbrechen. Das Recht zur "humanitären Intervention" und die Entscheidung, ob eine Bedrohung der internationalen Sicherheit vorliegt oder nicht, steht nur den VEREINTEN NATIONEN zu. (Anmerkung etika.com: Auch die UNO darf keinen Präventivkrieg führen, wenn sie nicht von einer eventuellen Nachfolgeorganisation wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden will.)

(Achtung: etika.com rät davon ab, wie gewünscht  eine kurze Protest E-Mail direkt an Präsident Bush und/oder an die US Botschaft in Berlin zu schicken: president@whitehouse.gov , feedback@usembassy.de
Protest-E-Mails haben den einzigen Effekt, dass man registriert und später vielleicht einmal wegen seines Protests als El-Kaida-Sympathisant eingestuft und entsprechend behandelt wird. Bush sagte: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Praktisch: Wer nicht für uns ist, gilt als Terrorist.)

„Was wir schon alles platt gemacht haben, ist höchst erfreulich.“ (Hochrangiger Pentagon-Militär). Kriegsvorbereitungen ausgeweitet. Verstärkte Angriffe auf irakische Stellungen. (D 10.9.2002, Peter W. Schroeder, Washington)

Krieg in Etappen. Korridor freibombardiert. Rund 100 amerikanische und britische Flugzeuge attackieren irakische Luftabwehrstellungen auf der Linie von Rutbah im Westen. Vermutlich schießen sie einen Korridor frei, durch den sie demnächst Hubschrauber nachschicken können. (6.9.2002)

Zum Zuschlagen braucht es nur noch einen plausiblen Vorwand, ein aufsehenerregendes Attentat, neue „Beweise“ für die Produktion A-, B- oder C-Waffen und dergleichen. 6.9.2002)

Bush: Saddam va eliminato. “Siamo minacciati da Saddam”. Bush si prepara all´attacco. (la Repubblica, roma, 5.9.2002, p. 1 e 10)

Blair: „Abbiamo le prove contro l´Iraq”. (Corriere della Sera, Milano, 4.9.2002)

Chance für die Kurden. Noch hat die Weltmacht Nummer eins ihre Streitmacht nicht aufgeboten, um das unbotmäßige Regime Saddam Husseins zu zerschlagen, den Irak mit ihrer Demokratie zu beglücken und die Ölquellen für die westliche Welt zu sichern, da sitzen schon Aasgeier am Wegesrand. Mit einer Unverfrorenheit sondergleichen erhebt die Türkei Ansprüche auf den Nordirak. Mit welchem Recht? Weil dort Kurden wohnen! Und dieses angebliche Räubervolk in den Bergen – das ist seit Jahrhunderten Tradition und Gewohnheitsrecht – muss eben von Osmanen im Zaum gehalten werden. Die Zersplitterung der Kurden hat die Aufteilung auf fünf Staaten zementiert. Wenn die Kurden weiterhin Wasser für fremde Herren tragen wollen, dann mögen sie so weitermachen wie bisher. Wenn sie aber das Jahrhunderte alte Joch abschütteln wollen, dann täten sie gut daran, sich für die in Nah- und Mittelost kommende Umwälzung zu rüsten. Mit Willen und Diplomatie könnte ein Traum wahr werden: der Traum vom freien Kurdistan. (D 31.8.2002 S. 1) Ob die Äußerung Barsanis, ein Krieg gegen den Irak sei ein Spaziergang, schon der Beginn einer solchen Diplomatie ist? (4.9.2002)

Israelische Zeitung „Maariv“: US-Militärschlag bis spätestens November. Operation soll mehrere Wochen dauern. Frankreich warnt vor Alleingang. (D 30.8.2002)

Warten auf das Grauen. US-Vizepräsident Richard Cheney verkündete am Wochenende erneut, dass der Irak und sein Diktator Saddam Hussein eine Gefahr für den Weltfrieden seien und diese Gefahr nur durch Krieg und Regimewechsel zu beseitigen sei. ... Der Krieg und das große Sterben können also beginnen. Den Zeitpunkt bestimmt Präsident George W. Bush. Dem Rest der Welt bleibt nur das Warten auf das Grauen. (Peter W. Schroeder, Washington, Korrespondent deutscher Zeitungen, darunter die „Dolomiten“, 29.8.2002)

Iraks Nachbarn gegen US-Angriff. Türkei, Syrien, Iran, Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien. Mubarak: Kein arabisches Land unterstützt US-Angriff auf Irak. Der saudiarabische Prinz El Walid bin Talal bin Abdul Aziz warnte die USA vor einem „neuen Vietnam“. (D 28.8.2002)

Cheney für Präventivschlag. Der zweite Mann im Weißen Haus bezeichnete eine Intervention im Irak als „unumgänglich“. Der konservative Publizist William Kristol: „Wenn Cheney spricht, dann ist es Bush.“ Irak bereitet sich auf Angriff vor. (D 28.8.2002)

Irakische Massenvernichtungswaffen: USA planen Aktion zur Beweissuche. (D 19.8.2002)

Für viele ein Irak-Krieg undenkbar. Risiken – Milliardenkosten – Zehn Szenarios für einen Angriff auf das Regime in Bagdad. (D 8.8.2002)

“Presto Bush dichiarerà guerra” (The Observer, Londra, Corriere della Sera, Milano, 5.8.2002) “Pronta la dichiarazione di guerra, Bush vuole nuovi leader a Bagdad. Saddam cerca di prendere tempo, Bush va avanti. “Gli ispettori tornino pure a Bagdad”. Gelida la Casa Bianca: “Non cambia nulla”. James Woolsey (direttore della Cia dal 1993 al 1995): “Fermiamolo subito, è come Hitler”. (la Repubblica, Roma, 5.8.2002)


Amiriya Shelter, USA´s most savage crime in the 20th century.
It started on the night of January 17th, 1991, when US hostile bombardment began. Thousands of cruise missiles and guided bombs dropped from allied warplanes … The number of Iraqi civilians killed during the war is estimated at 8000. (Iraqi News Agency, 26.3.2003)

 

Index 5 - Index 95 - Index 9