ETIKA

IRAK

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5IRQ505

IRAK unter US-Besatzung
The occupied Iraq. Ab 2005

7.6.2007
multilingual

5IRQ0 Irak Index
5IRQ504A Irak Folterungen / Tortures 2004

Saddam Husseinein Koloss auf tönernen Füßen. Das erstaunliche Ausbleiben längeren Widerstandes bei der amerikanischen Invasion ist leicht zu erklären. Saddam Hussein konnte zwar die widerstrebenden Gruppen auf dem Staatsgebiet zusammenhalten. Aber er tat dies mit Furcht. Kaum einer riskierte deshalb sein Leben für das Regime. Die meisten Iraker ließen den Sturz durch die Amerikaner zu und warteten dann auf die Chance, ihre eigenen Interessen als Schiiten, Sunniten oder Kurden durchzusetzen. Denn ein Land kann nur unter hohen Kosten viele Jahre lang besetzt werden. Die Amerikaner haben den Idealismus der drei Gruppen nicht erkannt und die orientalische Mentalität völlig falsch eingeschätzt. (7.6.2007)

Bandenterror löst die Diktatur ab. Hass auf US-Besatzungstruppenhat sogar frühere Kriegsbefürworter erfasst. “Die Situation ist so verfahren, dass das Beste, worauf man hoffen kann, die Entstehung einer Militärdiktatur in der nächsten Generation ist”, so die ernüchternde Bilanz eines Irak-Kenners. (dpa-Korrespondentin Anne-Beatrice Clasmann, “Dolomiten”, 30.3.2007, Seite 3) Am besten eine Weltdiktatur, darauf läuft alles hinaus

Tag der Schande. Heute (20.3.2007) wird der Irak-Krieg genau vier Jahre alt. Er brachteungezählten Menschen den Tod, und genauso zahllosen Menschen unzähliges Leid. Der Krieg hat kein tatsächliches Problem gelöst und dafür viele neue geschaffen. Es mag ein Griff nach den irakischen Erdölvorkommen gewesen seinOder auch die arrogante Selbstüberschätzung, die Welt nach amerikanischer Art neu ordnen, die Demokratie mit dem Flammenschwert in den Irak bringen und das Land zur Gen-manipulierten Keimzelle der Demokratisierung der gesamten Despoten- und Autokratenregion machen zu können. Eine zynische Verdrehung der US-Politiker ist auch, den Irak-Krieg als entscheidende Schlacht im ,Krieg gegen den internationalen Terrorismus’ zu erklärenmörderischer Bürgerkrieg, mehr als 3200 getötete US-Soldatenweitere Radikalisierung terroristischer GruppierungenEs ist der Jahrestag eines Krieges, der die Weltunsicherer machte, der nur Verlierer kennt, bei dem Schuldige straflos bleiben…” (Washington-Korrespondent Peter W. Schroeder in denDolomitenvom 20.3.2007, Seite 3)

2006 keine Eintragungen

 

Bush e Blair, stop a Berlusconi. Il premier si corregge sul ritiro dall´Iraq. (p. 1) Berlusconi frena sull Iraq. “Mai fissato la data del ritiro”. “E se c`è il no degli Usa non ci muoviamo” (p. 2) Bush, linea calda con il premier. “Mi dice che nulla è cambiato” (p. 3, la Repubblica 17.3.2005) Il premier: ritiro a settembre solo un auspicio. (Corriere della Sera, 17.3.2005, p. 1)

 

Caricatura di Altan: “Non ho mai detto quello che ho detto, e se l´ho detto, ho travisato le mie parole” (la Repubblica, Roma, 17.3.2005, p. 1) (travisato = entstellt)

 

Gb e Italia, mai fissate date per il ritiro”. Iraq, Blair corregge Berlusconi: “Nessuna intesa sul rientro” (corriere.it 16.3.2005) Blair: “Berlusconi è stato frainteso”. (repubblica.it 16.3.2005)

 

 

Der Vielredner. Berlusconi kündigt am 15.3.2005 in RAI-TV-Sendung “Porta a Porta” Beginn der Reduzierung bzw. des Rückzugs der italienischen Truppen aus dem Irak ab September bis spätestens Ende 2005 an, abgesprochen mit den Alliierten.
Unserer Meinung nach nahm er leichtsinnigerweise den Mund zu voll, um zu verhindern, dass der Tod des Fallschirmspringers Salvatore Marracino in Nassiriya die Schlagzeile der Zeitungen des nächsten Tages wurde. Nicht alle Zeitungen machten dies Spiel mit. (16.3.2005)

 

Witz: „Die Amerikaner haben Pech. Wenn sie nicht immer die Falschen erschießen würden, wären sie mit den Irakern schon längst fertig geworden.“

 

Fall Sgrena öffnet die Augen
Auszug aus einem Kommentar: Für die „Main-Post“ wirft der Vorfall ein Schlaglicht „auf die Sinnlosigkeit der  Irak-Mission“. –  Sinnvoll wäre der Abzug der ausländischen Truppen aus dem Irak,  die Gründung eines unabhängigen Kurdistans sowie einer irakischen Föderation aus einem schiitischen und einem sunnitischen Teilstaat mit Minderheitenschutz. Dann wäre Frieden. Vollinhaltlich


Syrisches Baath-Regime liefert Baath-Funktionäre an US-Irak aus!
La Siria consegna il fratellastro di Saddam, Sabati al Tikriti, finanziatore della guerriglia irachena, insieme a 29 esponente del partito Baath rifugiatosi a Damasco. Un grosso colpo per Bagdad e gli americano. Da tempo intelligence lo aveva indicato come il finanziatore occulto della resistenza. Una vicenda che ricorda quella dei figli di Saddam, Qusay e Uday, costretti ad abbandonare la Siri e poi uccisi. (Corriere della Sera, 28.2.2005, p. 8)
Den Kommentar ersparen wir uns vorsichtshalber bzw. überlassen ihn Michel Aflak.

Die Banditen aus dem Wilden Westen
Rumsfeld: Wir haben zu wenig Iraker getötet
Wenn es noch Zweifel an der kriegsverbrecherischen Gesinnung der amerikanischen Führung gegeben haben sollte, US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat sie ausgeräumt. Die USA durften während des Irak-Krieges nicht von der nördlichen Türkei aus ins sunnitische Dreieck nördlich von Bagdad vorstoßen, wo es heute am meisten Widerstand gegen die multinationale Besatzung durch die selbst ernannten Weltpolizisten gibt. Rumsfeld wörtlich: „Deshalb sind die Sunniten nördlich von Bagdad niemals richtig vom Krieg betroffen gewesen und eine unzureichende Zahl wurde getötet und gefangen genommen.“ (D 5.2.2005)

 

„Es ist lustig, Leute zu erschießen“
Ein hoher US-Kommandant hält es mit Blick auf Aufständische und Terroristen im Irak für „lustig, einige Leute zu erschießen“. James Mattis, der die im Irak eingesetzte 1. Marineinfanteriedivision befehligt, machte solche Bemerkungen bei einer Podiumsdiskussion in San Diego (Kalifornien). Der General war auch in Afghanistan eingesetzt. (D 4.2.2005, dpa, APA)
Der Spaß des Generals beim Erschießen – Rückendeckung vom Pentagon
General James Mattis: „Ich will Ihnen nichts vormachen: Leute zu erschießen, ist ein Riesenspaß.“ Die meisten Zuschauer lachten und klatschten Beifall. Der Kommandant der „Marines“ stellte sich schützend vor den Jux-Schützen. Klarer können moralische Hemmschwellen gegen das Töten nicht eingerissen werden. Na, denn weiterhin viel Spaß. (D 5.2.2005 scr)

Idioten der Welt:
Wacht auf und erkennt, welch blutrünstige liberale Demokratie die Amerikaner allen Völkern dieser unserer Welt mit Krieg und Psychoterror aufzwingen wollen! Präsident Bush, der sich das christlich-konservative Mäntelchen umhängt, wird staunen über das Verdikt Gottes.

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