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Mustafa Barzani (14.3.1903 -
1.3.1979) - Symbol of freedom
Kurdische
Adressen - Für freies Kurdistan - Irak – Irak-Krieg
Wieder Kurden gegen Kurden
Talabani sabotiert Abwehr der Türken und Staatsgründung
Divide et impera! Teile und herrsche! Ein uraltes, todsicheres
Erfolgsrezept. Beliebt bei den Siegern des Ersten Weltkrieges, die nicht nur
Tirol teilten, sondern auch anderswo das Selbstbestimmungsrecht der Völker
missachteten, willkürlich Staatsgrenzen zogen und damit große Teile Afrikas und
Asiens zur Armen Welt deklassierten.
Daueropfer dieses Mottos sind auch die Kurden. Ihre klügsten Köpfe
verfolgten die Strategie, nach dem Untergang des Regimes von Saddam Hussein
einen kurdischen Staat auszurufen. Aber mit Kurden lässt sich anscheinend kein
Staat machen. Anstatt sich mit den anderen Kurden dem türkischen Erzfeind
entgegenzustellen, der jeden Augenblick eindringen kann, kocht die Patriotische
Union Kurdistans ihr eigenes Süppchen. Ihre Peschmerga bekriegen mit den USA,
die gegen ein freies Kurdistan sind (Anm.: und am 24.3.2003 in Ankara mit
einer neuen Zusage erneut ein früheres Versprechen gegenüber den Kurden
gebrochen haben), die islamistischen Kurden von Ansar el Islam an der
Grenze zum Iran. So werden die Türken das Rad der Geschichte wohl bald
zurückschrauben.
(Kommentar in den „Dolomiten“, Bozen, 24.3.2003, le)
Anmerkung: Ansar el Islam (Partisanen des Islam, gegründet im Dezember 2001, ca. 1000 fundamentalistische kurdische Kämpfer) steht nach Expertenmeinung in Kontakten mit der iranischen Regierung. Chef Mullah Krekar wurde Mitte März in Norwegen festgenommen. Die Amerikaner bombardierten gnadenlos die Mittelgebirgsgegend an der Grenze zum Iran mit Cruise Missiles (Marschflugkörpern), wobei rund 50 Menschen ums Leben kamen. (ebd.)
Als der Schah Saddam Hussein küsste (eine notwendige Erinnerung)
“Zusätzlich zum langjährigen Konflikt um die Grenzziehung im Schatt-el-Arab (der nicht wie bei Grenzflüssen
meist international üblich in der Mitte geteilt ist, sondern ganz vom Irak
beansprucht wurde) hatte der 1974 wiederaufgeflammte Aufstand der irakischen
Kurden weiteren Sprengstoff zwischen Bagdad und Teheran geliefert. Mehr als 150
000 Kurden waren angesichts des gegen sie von Bagdad geführten
Vernichtungskrieges nach Persien geflüchtet. Die diskrete, aber wirksame Hilfe
des Schah für den Kurdenführer Barzani war die iranische Antwort auf die
intransigente Haltung des Irak im Grenzkonflikt.
Iran war das Fenster,
durch das die Rebellion der sonst von aller Umwelt abgeschnürten Kurden zu
atmen vermochte. Das hat sich mit der überraschenden Aussöhnung des Schah mit
Saddam Hussein geändert, die auf der Ölkonferenz in Algier im März 1975 mit
Umarmung und Bruderkuß sich auf Beilegung der Grenzstreitigkeiten
verpflichteten. Das Opfer dieses Akkords wurden mit Absperrung der
iranisch-irakischen Grenze die Kurden, denen nunmehr das Bagdader Regime »Kampf
bis zum bitteren Ende« ankündigte. Dem Schah hat das Ende des Aufstands
geholfen, einen Konflikt mit dem Nachbarn Irak zu beenden, der seinem Streben,
Brücken zur arabischen Welt zu bauen, im Weg stand.
Moskau hatte dem
Bagdader Revolutionsrat gewiß nicht zu dem gefährlichen Abenteuer geraten, das
mehr als die Hälfte der irakischen Streitkräfte in Kurdistan band. Dennoch
stand auch im Kurdenkrieg die Sowjetunion an der Seite des Irak. Seitdem
sowjetische Ingenieure das größte südirakische Ölfeld ausbeuten dürfen und der
Roten Flotte der irakische Kriegshafen Umm Qasr zur Verfügung steht, hatte sich
das Wohlwollen des Kreml für die Kurden jäh vermindert. Moskau kommt es darauf
an, das Baath-Regime ... um
jeden Preis an der Macht zu halten“.
(Wolfgang Höpker: Wetterzone der Weltpolitik, Der Indische Ozean im
Kräftespiel der Mächte, Seewald Verlag Stuttgart, 1975, Schriftenreihe der
Studiengesellschaft für Zeitprobleme e. V., Bonn-Bad Godesberg,
Militärpolitische Schriftenreihe Band 11, S. 82f.)
Kurden: Ohne Einheit keine Zukunft
Wieder stellen die Kurden das Gros der Flüchtlinge, die mit einem Schiff in
Sizilien gelandet sind. Diesmal stammen die meisten nicht aus der Türkei, wo
sie systematisch verfolgt werden, sondern aus dem Irak und Syrien. Weitere
Angehörige des 25-Millionen-Volkes leben im Iran und in Armenien (zuvor
Sowjetunion). Seit dem Ende des Ersten weltkrieges teilen sich fünf Staaten das
Terrirtorium des zerstrittenen Bergvolkes auf. Vertreter der in Südtirol
lebenden Kurden klagten, dass europa und die USA an die Unterdrücker Panzer,
Minen und Giftgas liefern. Millionen sind aus der „internationalen
Kolonie Kurdistan“ geflohen. Doch hat es einen Sinn, wenn noch mehr
Millionen der Heimat den Rücken kehren? Dringlicher wäre es, die Ursachen der
Not anzugehen. Und dazu wäre überlebenswichtig, dass sich die Kurden endlich
einigen und einen eigenen Staat fordern. Gemeinsam sind sie stark, und die
Sympathien vieler Völker und Minderheiten – darunter die Südtiroler – sind
ihnen sicher.
(Kommentar von Rainer Lechner in den „Dolomiten“, Bozen, 19.3.2002, Seite 1)
Der Berufungsgerichtshof in der Türkei hat das Todesurteil gegen
Abdullah Öcalan bestätigt. (26.11.1999)
Asilo in Italia al condannato
Öcalan. Concesso dal
Tribunale di Roma al leader curdo. (La Stampa, Torino, 5.10.1999)
Öcalan zum Tod verurteilt. Ein türkisches Gericht in Imrali hat den Chef
der PKK, Abdullah Öcalan (49), am 29. Juni 1999 wegen Hochverrats und vieler
Morde zum Tod verurteilt. Die Zeitungen brachten Fotos von
jubilierenden türkischen Müttern, deren Söhne von kurdischen Freischärlern
getötet wurden. Niemand aber sagte, daß die jungen türkischen Soldaten im
besetzten Land bei der Bekämpfung eines fremden Volkes ums Leben gekommen sind.
Verbot der PKK würde Beobachtung erschweren. Der österreichische Innenminister Karl Schlögl sprach sich am 25. 2.1999 gegen ein Verbot der PKK oder ihrer Teilorganisationen aus. Ein Verbot würde die Aktivisten in den Untergrund drängen, die Beobachtung ihrer Strukturen wäre äußerst erschwert. Der Politiker bekannte sich vor dem Nationalrat in Wien zu einer Politik der Deeskalation, der Mäßigung und des Interessensausgleichs gegenüber den Kurden. Unterdrückten Volksgruppen müsse die Möglichkeit geboten werden, in zivilisierter Form für friedliche Lösungen ihrer Probleme einzutreten. Gewaltaktionen würden aber streng geahndet. 5KUR0005
Die PKK will härter gegen konkurrierende Kurdengruppen im Nordirak vorgehen. Dies geht aus einer Erklärung der kommunistisch orientierten Untergrundorganisation PKK hervor (Zeitungen vom 6.3.1999 APA, Reuters), die ihre Basis in der Türkei hat. Traurig. 5KUR0004
Südtiroler Bergvolk an der Seite der Kurden - Aktion Marah Durimeh. Die Basken wollen im Juli das kurdische Exilparlament in Vitoria tagen lassen, trotz der starken Einwände der Madrider Zentralregierung. Die Südtiroler Volkspartei und die Union für Südtirol haben deutlich gemacht, daß sie an der Seite der von den Türken blutig verfolgten Kurden stehen. Ob es dazu kommen wird, daß das reiche Südtirol ein paar Tausend Angehörige dieses freiheitsliebenden, sittenstrengen Bergvolkes aufnehmen wird? Vielleicht sollten seine führenden Köpfe daran denken, die Hilfe für die Dritte Welt endlich auf die wirklich notleidenden verfolgten Christen im Sudan und in anderen Ländern zu konzentrieren und vielleicht auch jenem stolzen Bergvolk der Kurden Hilfe anzubieten - eine Aktion Marah Durimeh frei nach Karl May. (Suchtip: Unter ETIKA 2 Personen Link zum Karl-May-Museum Radebeul.) Kurden nach Südtirol - nicht als Einwanderer, sondern als Freunde und Gäste, bis es ein freies Kurdistan gibt. In der Türkei werden Kurden, die sich nicht integrieren wollen, nach allen Regeln der Kunst diskriminiert. Schon der berühmt-berüchtigte laizistische Staatsgründer Atatürk ließ die Anführer der Kurdenaufstände aufhängen. (Pressemeldungen vom 17.2.1999) Vielleicht wäre es der Landesregierung in Bozen aufgrund der Autonomie in Absprache mit der gegenwärtigen, nicht kurdenfeindlichen Regierung in Rom sogar möglich, politisch verfolgten Kurden hierzulande Asyl zu gewähren. Reine Wirtschaftsflüchtlinge aus anderen Ländern fänden wohl auch anderswo ein Zuhause. Voraussetzung für eine Aufnahme von Kurden wäre natürlich, daß sie sich verpflichten, die Tierschutzgesetze unserer Zivilisation anzuerkennen und auf das grausame Schächten von Tieren zu verzichten. 5KUR0003 (0I5059)
Der Kurdenführer Abdullah Öcalan ist von der griechischen Botschaft in Kenia den dortigen Behörden übergeben und in die Türkei gebracht worden. Bei der Aufspürung Öcalans soll laut Rundfunkmeldungen vom 16.2.1999 auch der israelische Geheimdienst mitgewirkt haben (der amerikanische sowieso, sind doch die Amerikaner die Freunde der Türken, die sie in der Zeit des Kalten Krieges als Vorposten gegen die Sowjetunion brauchten). Früher einmal hatte Israel die Kurden unterstützt. Aber da handelten die Israelis wohl aus strategischen Erwägungen, um die Stabilität in den arabischen Feindländern zu untergraben. Wir stehen zwar schon seit seines Vaters Mustafa Zeiten auf seiten des traditionalistischen Kurdenführers Massoud Barzani (KDP) und haben die militärischen Aktionen der kommunistischen PKK immer mit Skepsis betrachtet, doch darüber darf man nicht vergessen, daß die Kurden in der Türkei einer mörderischen Unterdrückungspolitik Ankaras ausgesetzt sind und zur Notwehr berechtigt sind. Unsere Solidarität gehört weiter der geknechteten, aus vielen Stämmen bestehenden und leider innerlich zerstrittenen kurdischen Nation. Die Moslems ermahnen wir erneut, die kurdischen Christen und Jeziden zu achten. 5KUR0002 (0I5058)
Im Fall Öcalan schließen wir uns der Meinung des Kurienkardinals Achille Silvestrini an: Menschen, die für ihre politischen Überzeugungen kämpfen, sollten Anspruch auf politisches Asyl haben. Auch wir sind der Auffassung, wie an anderer Stelle dargelegt, daß die 20 bis 30 Millionen Kurden ein Recht auf einen eigenen Staat haben. Einige von ihnen kämpfen seit 80 Jahren dafür, andere wären mit einer Autonomie zufrieden. Die Kurden sind verstreut auf die Türkei, den Irak, Syrien, Iran und Armenien (Presseberichte 18. und 23.11.1998 APA u. a.) .Die Kurden sollten sich auf den Traditionalisten Massoud Barzani als Führer einigen.. 5KUR0001 (0I5033)
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