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KURDISTAN

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Eigener Staat für Kurden

23.2.2008

Kurden nur Spielball der USA. Türken raus aus Kurdistan!
Die USA haben sich hinter den Einmarsch von 10 000 türkischen Soldaten in das autonome Gebiet der Kurden im Nordirak gestellt. Vielleicht erkennen die Kurden allmählich, daß sie von den Amerikanern im Irak-Theater nur als Marionetten benutzt und je nach Bedarf an ihre türkischen Erzfeinde verkauft werden. (etika.com 23.2.2008)

Kurden verraten und verkauft. Unter diesem Titel berichteten die "Dolomiten": Am 24. Juli 1923 hatten die Türken unter Kemal Atatürk und die Siegermächte des Ersten Weltkrieges ein Versprechen des osmanischen Sultans Mehmet VI. für nichtig erklärt. Er hatte ihnen 1920 im Vertrag von Sevres das Recht auf einen eigenen Staat zugesagt. Am Freitag hat in Lausanne eine Kurdenkonferenz zum 75. Jahrestag von Lausanne begonnen. (dpa 25.7.1998)

Als ob es unsere Gedanken wären: Die seit jeher minderheitenfreundliche Südtiroler Tageszeitung "Dolomiten" veröffentlichte am 8. Jänner 1998 folgende Meldung:

Dem jüngsten Kurden-Drama könne nur Einhalt geboten werden, wenn dieses Zwanzig-Millionen-Volk einen eigenen Staat bekomme. Nur auf diese Art und Weise könne die Staatengemeinschaft den Exodus und die Verfolgung der Kurden verhindern, meint die Unions-Abgeordnete Eva Klotz in einer Presseaussendung. Es sei zwar lobenswert, daß Italien kurdische Flüchtlinge aufnehme und ihnen helfe. Allerdings würden alle Kurden, die sich in Italien und europäischen Ländern niederließen, auf lange Sicht integriert, was unweigerlich den Untergang des kurdischen Volkes zur Folge haben werde. Nur durch die Wiederherstellung eines kurdischen Staates, wie er leider nur sehr kurz in der Vergangenheit existiert habe und wie ihn die Menschen-und Völkerrechte vorsähen, könne die politische Tragödie der Kurden beenden, meint Eva Klotz.

ETIKA fügt hinzu:

Das Recht der Kurden auf einen eigenen Staat ist ein göttliches Recht, nicht nur ein sogenanntes Menschen- und Völkerrecht. Es gilt aber nur, wenn auch die Kurden die unter ihnen lebenden christlichen Minderheiten achten und schützen (siehe Karl May). Möge es Kurdenführer Massoud Barzani gelingen, sein zersplittertes und deshalb unterdrücktes Volk zu einigen und eine Region des Friedens zu schaffen, die allen Nachbarn zum Segen gereicht.

 

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