ETIKA

RUSSLAND

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13.2.2007

5R0

Aktuell

 

Wir bitten inständig um Spenden
für die russische Christin
Tatjana Goritschewa.
Die Schriftstellerin und Philosophin ist dringend auf Hilfe angewiesen. Sie setzt sich mutig für Notleidende ein, für Arme, für Tiere. Sie möchte das geistige Erbe der Märtyrerin Edith Stein fortführen. Jede Spende wird tausendfach vergolten im Jenseits.

Spenden an:
Tatjana Goritschewa,
Konto Nr. 29 28 356, Deutsche Bank Frankfurt
Bankleitzahl 500 700 24
IBAN: DE65 5007 0024 0292 8356 00
BIC: DEUTDE DBFRA

Oder an:
Tatiana Goritcheva
Credit Lyonnais, Paris Rambuteau
IBAN: FR12 30002 00407 00000 57213C 60
BIC: CRLYF RPP

Nachrichtenagentur Novosti - News Agency Novosti - Weltnachrichten

Rußland ist nicht der KGB, die Rote Armee, die Mafia. Das alles ist nicht typisch russisch. Die russische Seele findet ihr im tiefen Glauben der Russen, in der orthodoxen Kirche, in den Klöstern und Ikonen, bei Tatjana Goritschewa, bei Solowjew, Tolstoj, Ljesskow, Dostojewskij usw. Entdeckt Rußland, sucht in den Suchmaschinen nach diesen Autoren.
http://www.pravoslavie.ru/english/
http://personal.primorye.ru/monastery - http://www.russianarchives.com/
Russische Kultur. Link: http://www.ruhr-uni-bochum.de/lirsk/sphaerenn/index.htm

In Russland fließt Märtyrerblut

St. Petersburg, den 17. Dezember 2006

In diesen lichtvollen (obwohl von außen dunklen) Adventwochen betet, beichtet, weint unser gläubiges Volk. Die Kirchen sind überfüllt. Man lebt nur, weil man die Kirche hat. Die Russen verstehen es, daß sie viel gesündigt haben und daß die Prüfungen und die Leiden noch in größeren Ausmaßen an unser Volk geschickt werden müssen.

Besonders dramatisch entwickeln sich die Ereignisse in den kleinen, verlorenen Dörfern, wo die jungen, heldenhaften Priester ihren gnadenvollen Dienst angefangen haben. Diese Priester sind oft ganz allein (zwei bis drei alte Frauen in der Nähe). Sie leben halbhungrig in der Kälte. Ihre Kirchen sind zerstört, oft beraubt.

Immer wütender sind die Angriffe des Bösen gegen diese Märtyrerpriester.

Vor 10 Tagen haben die Unbekannten (das Volk sagt: ,Mafia-Männer’ oder ,Satanisten’) Vater Andrej, seine 3 Kinder und die schwangere Matuschka in seinem priesterlichen Haus lebendig verbrannt. Er hat schon seit langem Drohanrufe bekommen, hat doch nicht aufgehört, gegen die menschlichen Sünden zu kämpfen und die geschlagenen, kranken Kinder zu verteidigen. (Es geschah im Tverygebiet.)

In … haben die Feinde der Kirche das Haus von Vater Konstantin (mit ihm lebten noch 4 Mönche und 10 Kinder) verbrannt, auch den Stall mit den Tieren. Vater Konstantin wartet auf unsere Hilfe, er hat keine Angst, weiter zu dienen, schreibt mir optimistische, sogar humorvolle Briefe.

Vater Daniil, ein Mönch vom Tichvinsky-Kloster, wurde grausam mir rituellen Zeichen umgebracht. Unsere Märtyrer sind ein Licht für die ganze Welt.

Fahren wir fort, ohne Zweifel und Angst das Gute zu tun.

Die Gnade des uns geborenen königlichen Kindes, unseres Herrn Jesus Christus, sei mit uns allen!

Tatjana Goritschewa

Deutsche Bank Frankfurt/Main, BLZ 500 700 24, Kontonummer: 292 83 56

Addio atei, i russi riscoprono la fede.
Oggi si dichiara l´84 %; era solo il 34 % quando crollò l´Urss. Il Cremlino benedice la rinascita. (la Repubblica, Roma, 20.12.2006, p. 1)

Alltag der einfachen Menschen immer unerträglicher

Liebe Freunde und Gönner! Dieses Mal habe ich in Rußland 4 Monate verbracht. Es war schwer, zu sehen, daß das alltägliche Leben der einfachen Menschen immer unerträglicher und hoffnungsloser wird. Doch Gott ist stärker und barmherziger als wir Ihn uns vorstellen können. Er hat mir z. B. eine wunderbare Reise in eine der ärmsten Gegenden von Russland geschenkt: Ich besuchte Ivanovo und die aussterbenden Dörfer ringsherum ... Diese Kinder haben mich fasziniert. Sie sind gut erzogen, gläubig und dankbar, sie machen gern eine beliebige Arbeit. Sie studieren auch gut, sind stolz, dass sie Christen sind. Mit unseren Spenden ... Wenn Rußland noch eine Zukunft hat, so wird diese Zukunft wie dieses verlorene, aber begnadete Dorf Ivanovo aussehen.  (Tatjana Goritschewa, Brief vom 6.11.2003)

Brief zweier armer Flüchtlingskinder, St. Petersburg, an Tatjana Goritschewa

Ich sage Ihnen ein großes Dankeschön, daß Sie uns Flüchtlingskindern geholfen haben in der „Arche Noah“. Ich habe mit meinem Bruder warme Mäntel und Schuhe bekommen. Man gibt uns immer etwas zu essen. In St. Petersburg gibt es eine so große Kälte; für uns zu kalt. Aber es gibt auch viele gütige Menschen. Mein Vater kommt aus Armenien. Meine Mutter kommt aus Aserbeidschan. Wir hatten in Aserbeidschan unser eigenes Haus. Dann kamen zu uns fremde Menschen und haben uns gedroht, uns umzubringen, wenn wir nicht weggehen. Wir sind weggelaufen; niemand hat uns verteidigt.
In St. Petersburg hat man uns in ein kleines Zimmer gebracht ohne warmes Wasser, und man hat uns keine Erlaubnis gegeben, dort zu leben; deswegen können die Eltern keine Arbeit finden. Mein Vater ist Ingenieur und die Mutter arbeitet heimlich im Haushalt. Man bezahlt sehr wenig, es reicht für das Essen. Ich helfe meiner Mutter und helfe auch den kleinen Kindern und verteile das Essen. Wenn ich groß bin, werde ich arbeiten und noch mehr helfen, weil jeder Mensch in Not kommen kann. In der Arche Noah hilft man allen unglücklichen Menschen jeder Nationalität. (2003)

Wieder Winter!
Erinnerung an den letzten kalten Winter - Suppenküche – Gefängnis

Nach einem langen, kalten Winter in St. Petersburg bin ich wieder in den Westen gekommen. Viele Menschen in St. Petersburg haben entbehrungsreiche Monate hinter sich. Die Heizungsanlagen sind infolge der jahrzehntelangen Vernachlässigung in desolatem Zustand, so daß viele Heizungen einfach nicht mehr funktionieren. Die meisten vorrevolutionären Gebäude gleichen Ruinen, obwohl man die Fassaden zum 300-jährigen Stadtjubiläum neu herrichtet. Vor allem die Kinder leiden sehr; sie sind krank, und die Eltern haben nicht das Geld für Medikamente. Dank Ihrer Spenden konnten wir viele retten und vor dem Schlimmsten bewahren. Durch die schlechte Ernährung sind die Menschen auch immungeschwächt.

Gott sei Dank gibt es immer mehr private Initiativen zur Selbsthilfe. Diese Gruppen werden von unserem Sekretariat unterstützt, weil sie effektiv und selbstlos arbeiten. So gibt es die „Arche Noah“, die sich um vertriebene Familien aus ehemaligen Sowjetrepubliken kümmert, deren Notlage sonst hoffnungslos wäre. Der Staat hilft nicht; die Menschen werden in Kollektivunterkünfte gepfercht ohne ausreichende sanitäre  Einrichtungen und Hygiene.

Wir unterstützen eine Suppenküche, um den Menschen täglich eine warme Mahlzeit zukommen zu lassen.

 

Heldenhafte Priester wie Vater Konstantin Blinow kümmern sich um die verlassenen Kinder, die auf der Straße leben. Ihnen eine Heimat zu schenken ist unsere vordringlichste Aufgabe.

Tbc ist eine grassierende Krankheit in den Gefängnissen. Das Jugendlager Kolpino wird von uns mit Medikamenten unterstützt, ebenso ein Gefängnis in St. Petersburg. Auch warme Jacken für die Kinder wurden gekauft, damit wir sie vor der großen Kälte retten können. Einzelne Familien, die weit unter dem Existenzminimum leben müssen, z. B. auch alleinerziehende Frauen mit kranken Kindern, bitten immer wieder um unsere Hilfe. Vielen konnte dank Ihrer Unterstützung geholfen werden. Auch Vater Alexander, der das Haus der Barmherzigkeit leitet, sieht sich immer wieder für seine Schützlinge zum Überlebenskampf herausgefordert.

 

Die faszinierenden Tage des großen Fastens vor dem Osterfest ziehen mich immer wieder in die Klöster, wo die Seele zur Ruhe kommt und das Gebet so intensiv ist.  Ich habe für Sie alle gebetet und gedankt. Die tiefen Kniebeugen, die heilige Ehrfurcht, die Stärke des Gebetes, das ist ein Ausdruck der grenzenlosen Liebe und des Vertrauens zu Jesus Christus, der wahrhaft auferstanden ist in den Herzen so vieler vom Glauben erweckter Menschen und seine Liebe zu unserem leidenden Volk.
Im Geist der Liebe mit Ihnen allen verbunden grüße ich Sie
Tat
jana Goritschewa, Mai 2003

Caricatura di Forattini: Bush: Vabbeh, hai annientato i terroristi, ma hai fatto anche fuori più di cento ostaggi!

Rußland durch westliche Einflüsse vergiftet
(Tatjana Goritschewa)

Tatjana Gorítschewa, geboren 1947 in Leningrad, ehemalige Philosophiedozentin, reist heute als freie Publizistin durch Europa, um auf die materielle Not und die geistliche Tiefe der Menschen in ihrer russischen Heimat aufmerksam zu machen. Nachstehend ein Auszug aus einer Zeitschrift (ohne Datum), die uns ihr Sekretariat zusandte. Darin wird über ihren Vortrag im Wallfahrtsort Schönstatt berichtet:

Sie berichtete, wie sich Rußland seit der Perestroika verändert hat, wie es durch westliche Einflüsse „vergiftet“ wurde und wie in der russischen Volksseele eine ungebrochene Sehnsucht nach dem Heiligen lebendig ist. Äußerlich habe die Perestroika den Kirchen zwar eine gewisse Erleichterung gebracht, ja, es sei sogar Mode geworden, in die Kirche zu gehen. Allerdings dürfe man sich nicht täuschen lassen. …

Eine Mittelschicht gebe es nicht, die Leute im Land seien entweder ganz arm oder sehr reich. Es sei ein Leben zwischen Himmel und Hölle.

Ø     Die Öffnung der Grenzen habe dem Land überwiegend negative Einflüsse beschert. Das Fernsehen sorgte für eine Revolution. Völlig unvorbereitet sei das ahnungslose und unschuldige Volk mit überfordernder Werbung, mit schonungslosem Sex und bestialischer Gewalt konfrontiert worden.

 

Zeugen Jehovas, Scientology und zahlreiche andere Sekten hielten Einzug. Neuerdings mache sich auch eine starke satanistische Bewegung breit, die für mysteriöse Morde sorgt und immer wieder Mönche vom Erdboden verschwinden lässt.

 

Es sei ein Skandal, wie viele Menschen durch grob fahrlässig abgelagerten Atommüll tatsächlich vergiftet worden seien, radioaktivem Material, das gegen Devisen vom Westen importiert worden ist.

 

Es sei tragisch, wie viele Menschen ihr Leid durch Drogen und "unsauberen" technischen Alkohol vergessen wollen. In der Folge dieses Alkoholkonsums erblinden viele, sterben sehr früh und lassen oft Kinder zurück, die in einem der vielen Waisenhäuser vereinsamen.

 

Gegen diese für die Zuhörer unerwartet starken und berührenden Negativbotschaften hob Frau Goritschewa immer wieder die sprachlos machende Leidensfähigkeit des russischen Volkes hervor, die ihre Kraft nahezu ausschließlich aus religiösen Quellen schöpft. Das arme Russland sei sehr ehrfürchtig und geduldig.

 

Der größte Schatz des Landes seien die Klöster und die geistlichen Väter und Mütter, die sogenannten Starzen oder Starizas. In der Regel lebten diese in der Einsamkeit und Stille wie "lebendige Ikonen" der Gegenwart Gottes. Wer mit ihnen in Berührung komme, erhalte mit wenigen Worten und durchdringenden Blicken den Impuls, das Leben zu ändern. Sie seien eine Verbindung zwischen Zärtlichkeit und Strenge, sich verschenkender Liebe "wie ein Ofen im Winter" und einer Schönheit, die durch das Kreuz eine absolute Schönheit geworden ist.

 

Neben der Begegnung mit den Starzen habe vor allem die Feier der Liturgie eine verändernde Kraft. Die Kirchen seien gefüllt. Sehr viele Intellektuelle und die geistige Elite sei darunter. In sehr leibbetonter Weise wird die Liebe zu Gott gepflegt: Knien, Bekreuzigen, Weihwasser nehmen, Salben mit dem Öl der Freude, das immerwährende Gebet mit der Perlenschnur, die durch die Finger gleitet.

 

Maria, die Mutter Gottes, werde in allen Häusern in über 1000 Typen verehrt und in allen Klöstern liebevoll als "Äbtissin" anerkannt.

CIA-Dokumente über den Kommunismus von 1947 bis 1991 freigegeben: http://www.foia.ucia.gov  (10.3.2002)

Tatjana Goritschewa, Brief vom 12.2.2002

Liebe Brüder und Schwestern! Unendlich ist die Dankbarkeit der Ärmsten der Armen in Rußland. Die Menschen glauben nicht mehr an die Hilfe des Staates, an die „humanitäre Hilfe“, die die Hungernden und die Kranken gar nicht erreicht; sie glauben aber an die christliche Solidarität.

In Rußland entstehen überall kleine Grüppchen der Armen, der Behinderten, der Arbeitslosen, die einander unterstützen und die für unsere Unterstützung mit Tränen in den Augen danken.

Vor kurzem war ich in Optina Pustinj (in diesem Kloster haben Dostoevsky, Tolstoj, Gogol, Solovjev und andere geniale Denker und Schriftsteller eine geistige Führung bekommen). Auch heute kommen in dieses Kloster große Schriftsteller (Solzenizin z. B.), vor kurzem kam der geistige Vater der englischen Königin dorthin.

Vater Ilic (der größte Starze im Kloster) hat unsere Arbeit gesegnet, sein geistiger Sohn Vater Gabriel ist am Vorabend meiner Abreise ins Ausland gekommen und segnete uns wieder alle. Heute beten nicht nur die Katholiken für die Bekehrung von Rußland. In den besten russischen Klöstern wird auch für die westlichen Christen gebetet.

Die Liebe (das Prinzip von Optina) ist die größte, sie ist jeden Augenblick noch größer.

Ich bitte, für meine baldige Reise nach Rußland zu beten. Ich bin dort oft krank, aber ich sage niemals ab, Vorträge zu halten, im Rundfunk zu sprechen, mich überall einzusetzen, zu den Leidenden und Sterbenden zu kommen.

In Liebe Ihre Tatjana Goritschewa

Sekretariat Tatjana Goritschewa, Sieglinde Fiedler
Königsberger Str. 11
D-67071 Ludwigshafen

Die Gesellschaft der „Gemeinsamen Hilfe der Solidarität“ in St. Petersburg

Liebe Freunde, wir danken Ihnen für Ihre Hilfe für die alleinstehenden Mütter. Wir danken für die Hilfe an die Familien, die wegen des Todes oder der Krankheit des Vaters die Existenzmittel verloren haben. Iwanowa, Pawlowa, Beresin

Karte der Kinder: Wir gratulieren Ihnen zum hl. Weihnachtsfest und danken Ihnen für Ihre Hilfe und Ihr Mitleid: Eugenia, 11 Jahre alt, Koste 8 Jahre alt, Asia 6 Jahre alt, Tolia 2 Jahre alt. Unser Vater ist gestorben. Wir haben nur unsere Mutter, Nina.

Wir gratulieren Ihnen zum Neujahr, Tatjana Goritschewa und Sekretariat, und danken Ihnen, daß Sie mir und meinem Brüderchen Koste geholfen haben. Wir haben Milch und Fisch gegessen. Jetzt habe ich keine Kopfschmerzen während der Schulstunden mehr.

Dascha Jukranikowa, 3. Klasse. Meine Mutter hat mir Medikamente gekauft und der Arzt hat gesagt,daß ich in einem monat gesund werde. Sascha Chakrow

Liebe Tante Tanja, Katja hat jetzt ihre Krücken weggetan, weil Deine Medikamente geholfen haben. In 3 Monaten geht sie in die Schule. Katja will Lehrerin werden.  Und ich werde malen und Künstlerin sein. Dann male ich ein großes Bild, verkaufe es und kaufe viele Medikamente für die kranken Mädchen und Knaben. Mascha (Maria)

31 Millionen Russen leben in völliger Armut. (D 21.2.2001)

Die Guten schließen sich zusammen. Mehr als vier Monate war ich diesmal in Rußland. In diesem Land erlebt man jeden Tag die Augenblicke der Höhe und der Tiefe. Alles ist unbegreiflich, alles ist in Bewegung. Ich besuchte viele Kinderheime. Opfervolle, liebende, kluge Erzieher (-innen) arbeiten dort. Ohne Liebe geht es überhaupt nicht: die Kinder laufen weg, sie ziehen es vor, im Dreck der Straße zu leben. Die guten Menschen (fast alle Christen) finden einander, sie bilden Kreise, Gruppe, Organisationen, leben zusammen. Alles wird geteilt, die Armen helfen den Ärmsten. Endlich ist die Solidarität da. Man wartet nicht mehr auf die Hilfe des Staates (der Partei). Der große Schock der ersten Monate der Perestrojka ist überwunden, man fängt endlich an zu denken und zu arbeiten. Im Juli brachte man nach St. Petersburg die Gebeine des hl. Panteleimon. 14 Stunden lang (bei Hitze) mußte man in der Schlange stehen, um die Gebeine zu küssen. Alle Schichten der Bevölkerung waren da. Sogar kommunisten. Einer hat gesagt: Ich bin gekommen, weil ich hoffe, daß in der Nähe der heiligen Reliquien auch in meinem Leben etwas Gutes geschehen wird. Viele Menschen warten auf unsere Hilfe! Tatjana Goritschewa, Ludwigshafen, 26.10.2000

In Rußland hat der Kampf zwischen Gott und Teufel wirklich apokalyptische Ausmaße erreicht. Es scheint, die Russen haben sich daran gewöhnt, im Klima der Katastrophen zu leben. Aber es ist nicht so. vor allem waren wir durch den Fall "Kursk'" erschüttert. Das ganze Land beobachtete im Fernsehen die Geschehnisse in Barenzevsee. Viele Menschen waren empört und verzweifelt, weil alle Massenmedien ununterbochen gelogen haben. Alles erinnerte an Tschernobyl. Die Kriegsmarine war (wie man bis heute meinte) die einzige Insel der russischen Würde, die durch Perestrojka noch nicht zerstört war. Die Elite der Armee wurde sie genannt. Und plötzlich erfahren wir, daß diese Insel nicht existiert. Es war die russische "Titanic". Man hat erfahren, wie schutzlos man ist. Es bleibt nur zu beten. Die Verzweiflung ist schon überwunden. Rußland betet. Eine große Freude meines Lebens waren die Reisen in die vor kurzem geöffneten Klöster. Viele junge Mönche und Nonnen schienen mir geistig so reif zu sein. Sie waren sehr ernsthaft, tief. Und zugleich frei und leidend. Überall fand ich liturgische Bücher, die mit unseren (Ihren) Spenden gedruckt waren. Man betet für uns in Rußland. Tatjana Goritschewa, St. Petersburg, 26.9.2000

Mit Polygamie will Wladimir Schirinowski den Bevölkerungsrückgang stoppen. (D 25.10.2000, S. 3) Ein Narr! Ab damit auf eine Narreninsel!

Zar Nikolaus II. und seine Familie, Kaiserin Alexandra, Thronfolger Alexej und die Großfürstinnen Olga, Tatjana, Maria und Anastassija sowie über 1000 weitere Opfer des Kommunismus wurden von der russisch-orthodoxen Kirche heilig gesprochen. (21.8.2000)

90 Prozent der Bevölkerung der Ölförderregion Komi waren zwischen 1995 und 1997 krank: Krebs, Lungen- und Bluterkrankungen, Schäden am Immun- und Nervensystem. Die Taiga ist verseucht, das Wasser, die Fische. (D 21.6.2000 dpa)

Tatjana Goritschewa: Russen beten für Ende des Krieges.: Der schreckliche Krieg hat angefangen. Ich war froh (obwohl ich sehr viel gelitten habe), daß unsere Christen in St. Petersburg ohne Unruhe und Haß jeden Tag für die Beendigung des Krieges gebetet haben. Und auch immer beten werden.
Die einfachen Menschen sind unschuldig, nur die Herrscher brauchen den Krieg. Der katholische Bischof von Banja Luka hat mich wieder angerufen. Zusammen mit dem Patriarch Pavle laden sie mich ein, in Jugoslawien zu sprechen. Das mache ich so gerne! (Brief aus St. Petersburg, 10.4.1999)

Man tötet die Besten
Brief von Tatjana Goritschewa, 16.12.1998: "Ich kam vor vier Wochen nach St. Petersburg und erfuhr, daß am selben Tage meine Freundin Galina Staravojtova umgebracht worden war. Sie war eine mutige Frau, klug, gläubig. In unserem politischen Zoogarten hat sie kompromißlos gegen die Korruption gekämpft.

Man tötet in Rußland die besten Priester (Vater Menj), Journalisten (Listjev), Politiker (General Rochlin). Kein einziges Mal hat man Killer oder Täter gefunden. Die bösen Kräfte sind mächtig; sie wollen zeigen, daß sie überall regieren. Aber es ist nicht so: In Rußland leben wunderbare, furchtlose Menschen, die Helden der Liebe, der Handlung, des Gebetes.
Die Heiligen siegen!

Ihre Spenden sind unter die Ärmsten verteilt. Die Kinderheime bekommen noch Hilfe vom Staat, die einzelnen Menschen haben nichts, die Preise steigen ständig. Die Heizungen arbeiten sehr schlecht. Viele sind erkältet. Vielen Dank für die Medikamente! Die Arzneimittel sind für einfache Menschen unzugänglich - oft sieht man in den Apotheken die weinenden alten Menschen, die einfach sterben müssen. Eine dicke Schneeschicht bedeckt die Petersburger Straßen. Die Stadt ist märchenhaft schön, der Schnee wirkt tröstend, wie der Schutzmantel der Mutter Gottes.Alle Menschen, denen wir geholfen haben, beten für uns. Wie stark dieses Gebet ist, kann man nur verstehen, wenn man in Rußland lebt. Allein der Geist hilft uns zu leben und zu überleben."

Studenten ohnmächtig vor Hunger. Brief von Tatjana Goritschewa, 29.10.1998: "In diesem Winter unterrichte ich Philosophie und Theologie an der Philosophischen Fakultät in St. Petersburg. Natürlich unterrichte ich umsonst. Die besten Professoren haben Rußland verlassen, weil sie schon viele Monate lang keinen Arbeitslohn bekommen. Einige Universitäten und Hochschulen mußte man schließen - es gab Studenten, aber es gab keine Lehrer. Stellen Sie sich vor: Die Philosophiestudenten (innen) sitzen da in einem überfüllten Auditorium, sie sind in Handschuhen, in warmen Mänteln, aber sie hören so aufmerksam zu! Die Studenten kriegen auch kein Stipendium, sie fallen oft in die Hungersohnmacht, aber sie wollen studieren."

Der Internationale Währungsfonds habe in Rußland und Indonesien dazu beigetragen, daß sich die wirtschaftlichen Probleme noch verschlimmert hätten. Dies schrieb der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger in einem Beitrag für "Le Monde". (Pressemeldung 15.10.1998 APA/AFP). Ein anderer Kritiker hat erst kürzlich die Auflösung des IWF gefordert. 0I5018

Die Sowjetunion wurde mit Jahresende 1991 aufgelöst. 1990 hatte KP- und Regierungschef Michail Gorbatschow der Wiedervereinigung Deutschlands zugestimmt. Radikalreformer Borsi Jelzin schlug den Putsch gegen Gorbatschow im August 1991 nieder und wurde neuer Präsident Rußlands.

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