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10.3.2010; vorige Fassungen ungültig |
Eine Quelle des Ergötzens ist die angeblich perfekte
Zweisprachigkeit der Südtiroler. Auch immer mehr Italiener machen den
Südtirolern Freude, weil sie deutsch reden oder radebrechen. Der leutselige
Bozner Bürgermeister Luigi Spagnolli, vormals Stadtgärtner,
ließ am 10.3.2010 die Hörer der Frühnachrichten des RAI Senders Bozen aufhorchen,
als er sagte, man habe einen gewissen Thaler zum Ehrenbürger gemacht, weil
dieser im KZ saß und ein Buch darüber schrieb, damit die Jüngeren „diese Schlimmereien nicht mehr erleben“. Ob ihm
dieses Wort wohl sein ehemaliger Vize am Stammtisch eingetrichtert hat? Nicht
undenkbar.
64 000 Euro steckte der Journalist einer angesehenen deutschen
Wochenzeitung ein, weil er für das Land ein Buch über die Zukunft Südtirols
geschrieben hat. Dies erfuhr man aus den Frühnachrichten des RAI Senders Bozen
am 10.3.2010. Wenn so etwas dem Betreiber dieser Webseiten passiert wäre, der
doch auch schon ein halbes Dutzend Bücher unter die Leute zu bringen versuchte,
aber nicht 64 000 Euro dafür einsteckte, sondern eher hineinsteckte! Wie wohl
das Katholische Sonntagsblatt die Honorare für die wöchentlichen Kommentare des
oben erwähnten Journalisten aufbringt?
Tirol lebt: wenigstens würdiger Abschluss
des Heldengedenkjahres 1809 – 2009.
In vielen Dörfern und
Städten Süd-, Ost- und Nordtirols wurde der 200. Todestag Andreas Hofers wie
immer würdig begangen. Als Musterbeispiel sei die Unterlandler
Gemeinde Kurtatsch erwähnt. Hier verlief die Feier samt der
vorausgegangenen Messe so schön und ergreifend, dass
sich auch Andreas Hofer und seine Gefährten, die vom Himmel herunterschauten,
sowie die anwesenden Engel darüber freuten. Männergesangverein und Musikkapelle
intonierten die Andreas-Hofer-Lieder mit Andacht und Liebe zur Heimat, die
Schützen – wie die Musikanten natürlich in Tracht - feuerten ihre Salve in den
Winterhimmel, und auch die Feuerwehr, in Uniform, durfte nicht fehlen. So gehen
wir mit Optimismus in die kommende Zeit, auch wenn sie schwer sein wird und
Opfer fordert. Aber wir sind aufgerufen, uns zu bewähren, und als Lohn wartet die Gemeinschaft der Seligen im Himmel
auf uns. Und wir werden alle treffen, die wir gerne kennenlernen bzw.
wiedersehen möchten, von Andreas Hofer, Peter Mayr und Josef Vigil Schweiggl über den Kuraten Franz Xaver Mitterer, Angela Nikoletti und Josef Noldin, Josef
Mayr-Nusser und Kanonikus Michael Gamper bis hin zum Reimmichl, seinem
Kalendermann Bernhard Wurzer, dem Verfasser
des begeisternden Buches „Tirols Heldenzeit“ (warum haben die
Landesregierungen nicht dieses Buch an jede Familie geschickt?), Sepp Kerschbaumer und seinen Kameraden, Margit Humer-Seeber und Hanns Humer
sowie Josef Rampold, Bischof Wilhelm Egger und Kurat
Otto Schwienbacher. Hoch das ewige Tirol, denn im
Himmel wird es ein neues, nicht verschandeltes, noch herrlicheres Tirol geben,
noch schöner, als es in den Romanen Reimmichls zum Ausdruck kommt. Heimat –
Glaube – Liebe! (20.2.2010)
Ein Trost sind auch die Worte, welche die Historikerin
Margareth Lun gesprochen hat. Bei der Landesgedenkfeier am 21. Februar,
die ausnahmsweise beim Sandwirt in St. Leonhard
in Passeier stattfand, bezeichnete sie die
Europaregion Tirol als Feigenblatt für all jene, die das Thema Selbstbestimmung
nicht aufs Tapet zu bringen wagen. („Dolomiten“, 22.2.2010, S. 11 lub). In Tramin wies sie
am Todestag darauf hin, dass eine Begnadigung Andreas
Hofers durchaus möglich gewesen wäre, aber ausgeblieben ist, da das Haus
Habsburg wenig Einsatz dafür gezeigt hätte. Und (neben Meinrad Pizzinini, der
in Mantua Hofer als „unerschrockenenen Freiheitshelden“
titulierte, eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber in diesem Jahr des
Hasses ein Akt der Zivilcourage) als fast einzige der vielen Gedenkredner,
Politiker und Historiker erfasste sie das
Wesentliche: Im Jahre 1809 beeindruckten die Tiroler ganz Europa, dass man mit Mut und
Einsatz auch das Unmögliche erreichen kann, sagte Lun. („Dolomiten“, 22.2.2010, S. 10 rd)
Um die Tiroler zu beschämen, die sich 2009 so erbärmlich
und niederträchtig verhalten haben, geben wir einem Italiener das letzte Wort
zu diesem historischen Gedenkjahr. Er wurde bei der Messe am 20. Februar im
Andreas-Hofer-Park im Stadtteil Cittadella von Mantua,
wo der Passeirer von französischen Soldaten
exekutiert worden war, vom Kuraten des Bundes Tiroler Schützenkompanien zitiert.
Denn Albino Luciani hat Andreas Hofer
als das bezeichnet, was er war: ein Held. In einem Brief, den er nach einem
Besuch an Hofers Grab in der Innsbrucker Hofkirche schrieb, erklärte Papst
Johannes Paul I. (vermutlich ermordet): „Ich wünsche, dass
eure Heldenhaftigkeit, die edel und christlich ist, in und
außerhalb Tirols Nachahmer fände.“ („Dolomiten“, 22.2.2010, S. 4 fm)
Verrat,
Verrat, Verrat an Andreas Hofer und an Tirol, am Glauben und an der Heimat!
So lautet unsere
Bilanz des heute abgeschlossenen Gedenkjahres 1809 -2009. Die Südtiroler
Landesregierung hat 4 Millionen Euro für die Feiern ausgegeben, doch viel Geld
wurde dazu benutzt, den Mythos Andreas Hofer zu zerstören und gleichzeitig an
allem zu kratzen, was mit Glauben und Heimat zusammenhängt. Viele
Intellektuelle nagten hinten am Denkmal, viele taten es auch vorn, zum Beispiel
jener grüne Schmierfink, der am 200. Todestag des Helden in der Presserundschau
des RAI Senders Bozen zitiert wurde mit den Worten: „Der Mythos Hofer stinkt
zum Himmel. Hofer gleicht eher den Taliban.“ (Wir wissen weder seinen Namen
noch das Presseorgan, das so etwas abgedruckt hat.) Zum Glück floss ein bisschen Geld auch in
die Erweiterung des Museums Passeier, das dem
Andenken des Sandwirts gewidmet ist. Schade, dass
dort der früher gezeigte Film nicht mehr zu sehen ist; er strömte den zum Tal
passenden patriotischen Geist aus. Außerdem soll auch das Museum in den Dienst
einer kritischen Hofer-Schau gestellt werden; das wurde von oben (nicht vom
Himmel) verordnet. Siehe auch unseren Bericht „Andreas Hofer zweimal
umgebracht“ weiter unten. (20.2.2010, Andreas Hofers 200. Todestag, und
25.2.2010)
Andreas
Hofer zweimal umgebracht: 1810 und 2009. Kürzlich
meldete sich der Geist des 1810 erschossenen Sandwirts in einem alten Haus in
der Urheimat seiner Väter, wo er anscheinend Zuflucht gesucht hat: „In Gedenkjohr hobn sie in gonzn Lond mein Bild augschtellt – und desmol hobn die oagnen Leit af mi gschossn,
hou! Zersch hobn die Franzosen meinen Leib geteatet,
und jatz viele Sid- und Nordtiroler meinen Geischt, der ollm no a bissl in gonzn
Lond umanondgschweb isch. Obr Gottseidonk
isch´s Fegfeier fir mi bol fertig, und wenn i von
Himml ochn schaug, muaß i mi nimmer ärgern,
sogt die heilige Katharina, hou.“
Bei dem ganzen Geschwätz der Historiker, Künstler und
Politiker über eventuelle Fehler und Schwächen des Sandwirts wie
Unentschlossenheit, Niedergeschlagenheit in verzweifelter Lage oder die Führung
von Prozessen gegen Schuldner („Andreas Hofer war kein Heiliger“) hat von den Gedenkjahrzerrednern natürlich niemand gebührend gewürdigt,
daß die drei Siege am Bergisel über die bayerischen
und französischen Invasionstruppen Napoleons in ganz Europa als Fanal gegen den
Imperialismus wirkten, was letztlich zum Untergang Napoleons führte. Die
Tiroler machten nämlich anderen Unterdrückten wie Spaniern und Russen Mut, sich
ebenfalls dem Weltkaiser entgegenzustellen. Dass es
heute nicht mehr gern gesehen wird, wenn rebellischer Geist gegen die
Weltdiktatur der Mächte der Finsternis, demnächst angeführt vom Antichrist,
gepflegt wird, ist verständlich, aber nicht zu entschuldigen.
Außerdem sind die Untaten der Gegner fast komplett
verschwiegen worden, so zum Beispiel, dass General
Macdonald (richtig geschrieben?) in
den Jahren nach 1800 das südliche Tirol bis aufs Blut ausgesaugt hat (so der
Direktor des Museums Passeier, Albin Pixner, am 30.1.2010, dem Jahrtag
des Aufenthalts des gefangenen Andreas Hofer, in Neumarkt). Alle Verleumder
Andreas Hofers haben nun ihren Spaß gehabt. Spätestens im nächsten
Jahrhundertgedenkjahr wird der Sandwirt den seinen
haben, wenn er nämlich von oben herabschaut und sieht, wie all diese Heimatzersetzer von Dämonen zerrupft werden. (25.2.2010,
darf bei Quellenangabe „etika.com“ nachgedruckt werden)
Perverses im Radio zum Start in den Tag. Wie es heute zugeht in Südtirol, wie
sich die Bevölkerung in den letzten 30 Jahren gewandelt hat, das wird deutlich
an dem Wort zum Tage am 30.1.2010 um 6.55 h im RAI Sender Bozen. Die Zuhörer
erwarten sich von dieser Morgensendung ermutigende, besinnliche Worte, die in
der Regel von Religionslehrern oder anderen christlichen Laien oder Geistlichen
vorgetragen werden. Doch auch im traditionellen Südtirol sind die Zerstörer der
heilen Welt auf dem Vormarsch, und von Heiligen als Vorbildern hört man immer
seltener. Den Vogel schoss jetzt eine in katholischen
Kreisen gut bekannte Heidi H. ab. Sie entblödete sich nicht, eine aus Serbien
stammende und in New York lebende Performance-Künstlerin namens Abramovicz als Beispiel für „Zivilcourage“ anzupreisen.
Jene Dame ohne Herz machte – wenn wir richtig gehört haben - bei einer ihrer
Aktionen ein grausiges Spektakel zum Thema, nämlich dass
in ihrem Heimatland sowie in China Ratten gefoltert werden, bis sie ihre
Artgenossen auffressen – angeblich eine Landessitte zur Rattenbekämpfung. Die
perverse „Künstlerin“ musste nach ihrer „Aktion“ eine
halbe Stunde duschen, bis der Gestank von Blut und Knochen verschwand. Und
diese Schauergeschichte wurde den Leuten, darunter unzähligen Kindern, zum
Frühstück serviert. Solche Tiefschläge sind es, die sensible
Menschen dazu bringen, an der Menschheit zu verzweifeln. Die Verfasserin hat
jedenfalls ihrem hübschen Tiroler Namen Unehre gemacht und dazu ihren Schülern
am P. G. in M. (wenn wir uns nicht verhört haben) ein denkbar schlechtes
Beispiel geliefert. Armes Südtirol, wie weit bist du gesunken! So langsam
beginnt man sich auch vor dem zu fürchten, was im Radio alles an Törichtem und
Bösem gesagt wird, und schaltet ihn gar nicht mehr ein, um sich nicht ärgern zu
müssen.
Mit solchen „Gusto-Stückerln“
reiht sich Südtirol ein in das Kulturschaffen im gesamten deutschen Kulturraum,
wo „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“
(gleichnamiges Komödie, uraufgeführt im Kölner Schauspiel, NWZ 11.1.2010) das
Sagen haben und niemand anderen mehr aufkommen lassen. Wer in der Kultur nach
oben will und nicht pervers ist, hat keine Chance mehr.
Zu dieser ganzen Dekadenz passt,
wenn der Experte irgendeines Verbandes zum Thema süchtigmachende
Computerspiele meint, Kontrolle sei der falsche Weg. Eltern sollten ihre Kinder
vielmehr dabei begleiten. (RAI Sender Bozen, 7.2.2010, Nachrichten, ca. 8.09 h)
Na dann viel Spaß Eltern und Kindern beim Abtrennen von Köpfen, sadistischen
Quälereien, Tierporno und tausend anderen Abartigkeiten!
Wanderweg-Entschädigung für Bauern! Es ist höchste Zeit, unnütze Auf- und
Abstiege zu eliminieren sowie asphaltierte Wanderwege durch asphaltfreie zu
ersetzen. Die Landesregierung sollte Bauern für das Durchgangsrecht auf
Wanderwegen, die durch ihre Wiesen und Felder, Wälder und Weinberge führen,
eine jährliche Pacht zahlen. Bauern, die solche Wege trotzdem sperren, sollten
keine Subventionen mehr erhalten. Denn auch die Landwirtschaft Südtirols lebt
vom Fremdenverkehr, und der Ausbau eines Netzes von asphaltfreien und,
wo es möglichst ist, ebenen Wanderwegen sollte oberstes Gebot für die
Landesregierung sein. (26.1.2010)
Jeder vierte Südtiroler chronisch krank. Immer älter, kränker und teurer.
Senioren als Kostenfaktor. (Dolomiten 20.11.2009) Wir empfehlen dem Landesrat
für Gesundheit die Lektüre unserer Gesundheitsseiten sowie jener über das
Klimahaus.
3 Wünsche an den Sender Bozen. 1. Bitte nicht die einfachsten
Rundfunkregeln missachten! Vor und nach einem
Interview sollte der Name des Gesprächspartners genannt werden, anders wie am
10.12.2009: „Das war das Morgentelefon zum Thema Brennerautobahn. Am Mikrophon
verabschiedet sich …“ Oft wird der Hörer erst während des Gesprächs auf etwas
aufmerksam und möchte gern den Namen des bzw. der Sprechenden bzw.
Interpreten/Interpretin wissen. Ebenso wünscht man sich das bei schönen
Liedern, natürlich nicht bei dem nervenden amerikanischen Pop- und Rockmusik-Gehämmere. 2. Da wären wir schon bei der Musik. Wäre es
nicht möglich, in der Früh normale Unterhaltungsmusik zu bringen, normale
deutsche Schlager aus dem 20. Jahrhundert, auch gefällige Musik aus anderen
Ländern, zum Beispiel Schweiz, Spanien, Frankreich, Kroatien, Serbien,
Griechenland, Kuba, Paraguay usw. Früher vor dem Programmwechsel brachte der
Sender Bozen so schöne Musik; Namen wie Lanz, Degle
und Rudi Gamper sorgten für gehobene Qualität. Wer schickt denn heute den
ganzen englischen Mist über Ätherwellen in die schönen Südtiroler Stuben? Man
möchte davonlaufen, aber auch die Namen dieser unbekannten Piraten wissen,
welche Jung und Alt früh und spät mit Rock- und Pop-Rhythmen bombardieren und
terrorisieren. Gäbe es nicht die gelegentlichen Sendungen mit echter Volksmusik
(vor allem Montag und Mittwoch abend sowie Sonntag
morgen, auch die Sendungen mit Peter Ortner, Markus Laimer,
Heike Tschenett usw.), wäre der Verfasser längst auf
den ORF-Sender Radio Tirol umgestiegen. Und die schräge, sogenannte neue
Volksmusik kann sich die Moderatorin E. an den Hut stecken. 3. Wunsch: bitte
den Sprechern etwas Allgemeinbildung beibringen sowie Grundkenntnisse in
Französisch. Es ist peinlich, wenn man hören muß: „Curakao“
statt Curaçao,
„Karl Gott“ statt Karel, „Dschenua“ statt Genua oder Dschenova, „Géthsemáne“ statt Gethsémané. Vorsicht auch mit Worten wie „Daiana“; ist die unglückliche Prinzessin Diana nicht schon
eingedeutscht? Vielleicht irren wir uns auch. Mit kollegialen Grüßen, R. L.
7.12.2009
Zwei Drittel der Bevölkerung Südtirols behaupten, sie
seien perfekt zweisprachig. Dies soll eine Umfrage laut RAI Sender Bozen (Anfang Dezember 2009)
ergeben haben. Kurzkommentar: 3 x kurz gelacht. Der eine oder andere Bewohner
Südtirols kann zwar in zwei Sprachen alltägliche Dinge reden, aber in zwei
Sprachen anspruchsvolle Texte schreiben können die wenigsten. Wir kennen
jedenfalls niemanden, der in Wort und Schrift perfekt zweisprachig ist. Und
Hochdeutsch reden können auch nur wenige, aber das ist nicht schlimm, denn
Schwaben und Bayern können auch nicht hochdeutsch reden. Wer glaubt, er wäre
perfekt zweisprachig, den würden wir gerne testen anhand einer Zeitung vom
Tage.
Eine junge, nette, blonde, intelligent aussehende
Postbeamtin in B.
zählt die Marken auf einem Brief und tippt in die Rechenmaschine ein: 10 x 23
Cent und 2 x 10 Cent = 2.50 Euro. „Richtig“, sagt sie zu dem Kunden. Im Kopf
wär´s schneller gegangen. Poirots kleine graue
Zellen. (12/2009)
Der vergessliche Wirt. Bar A. in M., J.-S.-Str.
Sonntag, 22.11.2009, 13.58 h. Ein Gast, der zum erstenmal
hier ist, bezahlt einen Lattemacchiato mit einem
10-Euro-Schein. Der bebrillte, ältere Mann hinter der Theke gibt auf 5 Euro heraus.
Auf Nachfrage rückt er noch einen 5-Euro-Schein heraus. 14.00 h. Ein junges
Paar kauft Gauloise-Zigaretten. Der Jüngling zahlt
mit einem 20-Euro-Schein. Der Barmann gibt auf 10 Euro heraus. Auch dieser Gast
bemerkt das Versehen. Wer spielt das Spiel weiter? Fortsetzung der Geschichte
jedenfalls in dem geplanten Roman „Die kommende Gerechtigkeit“. Zumal dies dem
Berichterstatter auch andernorts passiert ist, aber jeweils mit
50-Euro-Scheinen; er hat es damals zu spät gemerkt, um noch reagieren zu können.
Aber die Gesichter hat er sich gemerkt.
Hat der Landesrat für Fremdenverkehr schon dafür gesorgt, daß an jeder
Hütte und an jedem Gipfel, die auf Wanderkarten eingezeichnet sind, kleine
Hinweistäfelchen mit dem Namen und der exakten (nicht der geschätzten, wie in
diesem Land leider zu befürchten) Meereshöhe angebracht werden? Dies würde die
Sicherheit tausendmal mehr erhöhen als die von italienischen Chauvinisten und
ihren deutschsprachigen Mitläufern geforderten zweisprachigen Hinweistafeln.
(30.10.2009)
Verrat im Gedenkjahr. Welcher Geist ist nur in die Volksbühne St. Magdalena Gsies gefahren, daß sie ausgerechnet im Gedenkjahr das
Theaterstück „Do Haspinger“ aufführt, in dem der
Kapuzinerpater ebenso wie Andreas Hofer „entmythisiert“ werden? Vom Lesen der
Rezension Hugo Seyrs in den „Dolomiten“ (leider ohne Datum, zwischen August und
Oktober 2009) haben wir bereits die Schnauze voll.
Bürgernetz ist das falsche Wort. Denn viele Südtiroler, vor allem
ältere und solche in entlegenen Gebieten, haben keinen Internet-Anschluß. Das
auf seine Autonomie so stolze Land Südtiroler ist ja nicht einmal imstande,
jedem Bürger einen Telefonanschluß zu garantieren. Beispiel auf Wunsch.
(26.10.2009)
Die hochbezahlten Tourismus-Manager Südtirols, die über ein Millionenbudget verfügen,
sind noch nicht darauf gekommen, daß sie noch viel mehr Geld in die
Fernsehwerbung stecken könnten, wenn Tausende Hinweistafeln wie etwa „Europäischer Fernwanderweg E 5“, die in
entgegengesetzte Richtungen zeigen, nicht übereinander angebracht werden. Man
könnte sich die Hälfte der Schilder sparen, wenn nur eines angebracht wird mit
abgeschrägten Ecken auf beiden Seiten als Richtungspfeilen. Erstaunlich, dass noch niemand von den Verantwortlichen im Lande auf
diesen Gedanken gekommen ist, obwohl sie so hohe Gehälter beziehen. Wofür
eigentlich? - Die unnützen doppelten Hinweisschilder fehlen natürlich an
anderen Stellen: Wenn man zum Beispiel von Pfelders
kommt und um den ersten Hof umgeleitet wird, weiß man nicht, ob man auf der
Asphaltstraße links oder rechts gehen muß. Tip: rechts.
Verräter in Bozen. Den Weg von St. Martin bzw. St. Leonhard zur Pfandleralm, wo in der Nacht vom 27. auf 28. Jänner
1809 Andreas Hofer gefangengenommen wurde, schmücken äußerst informative
Hinweistafeln. Auch der Kenner lernt noch Neues dazu. So bei Station 9: „Auf
der Pfandleralm erfährt Andreas Hofer von Geldern,
die England den Tirolern zur Verfügung gestellt hat. Hofer schöpft neue
Hoffnung. Er schickt einen Vertrauten zu Kaiser Franz, der einen Scheck über
11.000 Gulden der englischen Gelder ausstellt. In Bozen werden die Wertscheine
jedoch aus Misstrauen nicht in Bargeld gewechselt.
Hofer erhält diese Nachricht wenige Tage vor seiner Gefangennahme, ebenso ein
Schreiben des Kaisers (Franz) mit dem Rat, nach Österreich zu fliehen.“ Bei
Station 3 erfährt der Wanderer, dass der Verräter
Franz Raffl seine Stieftochter vergewaltigt hat.
Erschüttert liest der Patriot bei Station 13 die Lebensgeschichte des letzten
Gefährten Hofers, seines Schreibers Kajetan Sweth.
Ehre seinem Andenken! – Das unaufhörliche Geschnatter einer vierköpfigen Gruppe
von Wanderern beeinträchtigte die andächtige Stimmung des Berichterstatters
erheblich. Er erinnerte sich an die erste Aktion seines Lebens, als er als
junger „Waldläufer“ der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald an einem Baum im F.
ein Schild anbrachte „Seid ruhig im Wald!“ und an den Befehl des früheren
„Dolomiten“-Chefredakteurs Dr. Josef Rampold: „Beim
Aufwärtsgehen wird nicht gesprochen!“ (20.10.2009)
Die Heldentat des Tiroler Gedenkjahres 1809-2009. Mahatma Gandhi stand Pate, als die
Schützen des Burggrafenamtes ihre Geringschätzung der Politiker auf friedliche,
vornehme Weise zum Ausdruck brachten. Beim historischen Landesfestumzug
1809-2009 in Innsbruck marschierten die zirka tausend „Mander“
an der Tribüne vor der Innsbrucker Hofburg vorbei, ohne die Ehrengäste zu
grüßen. Darunter befanden sich neben Vertretern Südtirols und des Trentino der sozialistische Bundespräsident Heinz Fischer,
der Bundeskanzler Werner Feymann, ebenfalls SPÖ,
sowie der Nordtiroler ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter, der in letzter Zeit
bei Tiroler Patrioten mit manchen Wortmeldungen Ärgernis erregt hatte. Eine
solche Aktion nennt man Zivilcourage. Die „Dolomiten“ intervenierten mit der
wertenden, noch dazu abwertenden Überschrift: „Gäste beleidigt, sich selbst
blamiert“ (22.9.2009), was in einem redaktionellen Bericht gar nicht zulässig
ist. So aber wurde die eminent politische Bedeutung dieses Vorgangs (Bekenntnis
zur friedlichen, gewaltfreien Aktion statt eventueller Drohungen) ins
Lächerliche gezogen. Zumal auf Seite 6 die Berichte „Opposition zeigt
Verständnis für Affront der Burggräfler“ (eigentlich
nur Ulli Mair, denn Andreas Pöder hätte salutiert)
und der Bericht über die Transparente „Los von Rom“ als Randerscheinung nach
unten verbannt wurden, um für einen großen Bericht über 19 000
Andreas-Hofer-Festbratwürste (sie wären 5,5 km lang) Platz zu machen
(21.9.2009) Allgemein sollten Zeitungen sich nicht von vornherein auf die Seite
der Mächtigen stellen, sondern kritische Distanz wahren. Sonst verlieren sie
ihre Bedeutung als vierte Macht in der Gesellschaft. Jede Zeitung sollte sich
bewußt sein, daß sie ein breites Spektrum von Lesern hat, und diesem Spektrum
hat sie durch objektive Berichterstattung Tribut zu zollen. Wenn sie das Ganze
sachlich kommentiert, so ist das ihr gutes Recht. Aber bitte nicht einen
solchen Kommentar als Titel. Das bringt nur die Gemüter auf. Jedenfalls
bekommen die Burggräfler Schützen von uns hiermit die
etika.com-Auszeichnung des Jahres. Vorausschauende Übereinkommen der deutschen
und ladinischen Südtiroler mit den hier lebenden
Italienern sowie gewaltfreie Aktionen wie die von Innsbruck statt Attentaten
und Bürgerkrieg, das müssen die Losungen der Zukunft sein!
Insgesamt Lob für öffentlichen Verkehr. Aber bessere
Organisation und Information nötig. Vor allem bei der Bahn fehlt es an der
Pünktlichkeit.
Wenn wir bisher viel
kritisiert haben, so immer aus gegebenem Anlaß. Insgesamt aber wollen wir der
öffentlichen Verwaltung sowie den Verantwortlichen und Bediensteten der
Verkehrsbetriebe ein Lob aussprechen. Aber wie es bei den Zeitungen ist, so
auch hier: das Aktuelle, Aufregende verdrängt das Regelmäßige, Langweilige.
Warum plötzlich ein Lob? Weil es dem Berichterstatter gelungen ist, in 3 ¼
statt 4 oder 5 Stunden an den gewünschten Ort zu kommen, und zwar dank der
neuen City-Busse und weil sich die notorische Zugverspätung Meran-Bozen in
Grenzen hielt. A propos City-Busse: Wenn, wie am
24.7. um ca. 12.25 h der Bus die Traminer Weinstraße zweimal befährt, um die
Runde durchs Dorf machen zu können, und keine einzige Person ein- oder
aussteigt, dann ist zu fragen, ob diese Runde nicht Zeit- und
Spritverschwendung ist und ob nicht die alte, große Bushaltestelle genügt
hätte. Zumal sich viele nicht mehr auskennen, wo sie einsteigen müssen.
Weiterer Kritikpunkt: Es geht nicht an, dass eine
Familie mit zwei Kindern von 6 und 10 Jahren für die Strecke Pfelders-Meran 18 Euro zahlen muss.
Touristen müssten in ihren Beherbergungsbetrieben und
an Informationstafeln darauf hingewiesen werden, dass
sie mit einer Wertkarte von 5 oder 10 Euro einen viel niedrigeren Preis
bezahlen. – Drittens: Das System des öffentlichen Verkehrs krankt an der
niedrigen Auslastung. Deshalb müssten mehr Parkplätze
sowie Radständer an Bahnhöfen bereitgestellt werden. Sicher würde es die Leute
zu Bahn und Bussen treiben, wenn die Parkplatzgebühren in den Städten
verdoppelt würden.
P.S. 14.8.2009 Wer hat nur die Citybus-Runde
durch Tramin mit zweimaligem Halt oberhalb des
Freibades geplant? Die Leute sollen ein bisschen zu
Fuß gehen, sonst werden sie immer noch fetter und kränker. Der Weg zur
zentralen Bushaltestelle ist sowohl in Tramin als
auch in Kurtatsch jedermann zumutbar. Und was nutzen die kleinen, wenigen, schnellen
Citybusse, wenn sie zu spät ankommen und der Anschlusszug
oder -bus nicht erreicht wird? Da fehlt es an der richtigen Organisation. Es
ist doch ein Unding, bei Anschlüssen nur 3 oder 4 Minuten einzuplanen, wenn es
laufend Verspätungen gibt. Entweder Pünktlichkeit bei Bus und Bahn oder etwa 10
Minuten Sicherheitsabstand zum Umsteigen. Am 14.8.2009 gelangte der von Tramin kommende Citybus erst um
13.35 h in Auer an, mit 5 Minuten Verspätung, als der 13.35-h-Zug gerade
abfuhr. Der Fahrer fuhr im Vergleich zu anderen Fahrern betont langsam; hätte
er mehr Gas gegeben, hätte der Anschluss noch
geklappt. Konkret: Künftig bitte an den gewohnten Haltestellen halten,
wo auch die großen Busse halten, und nicht Zeit und Sprit verschwenden mit
kompletten Dorfrunden!
Rückgang des Fremdenverkehrs – kein Wunder. Das abflauende Interesse liegt –
abgesehen von der Wirtschaftskrise - erstens an den Mängeln des Wander- und
Radwegenetzes. Für Senioren und Jugendliche bieten diese zu viele Hindernisse
und Schwierigkeiten. Siehe unsere Kritik vor allem unter ETIKA 5 bei den Wanderungen,
aber auch den Schluß von Tirol:
Bund mit dem Herzen Jesu gebrochen.
Zweitens ist das Essen im Gasthaus in Südtirol meistens zu
teuer. Drittens fehlt es an kulinarischen Spezialitäten nach
Landesart. Wirte, die sich über ausbleibende Gäste wundern, brauchen nur einmal
durch eine süddeutsche Stadt zu gehen. Dort überbieten sich die Gasthäuser mit
Sonderangeboten wie Menü für 5.90 Euro; und die Getränke sind billig, man
bekommt auch 0,5-Liter-Gläser statt wie hier meistens nur 0,4 l. In Südtirol
zahlt man für eine große Apfelschorle an vielen Orten 3.00 Euro oder mehr; das
ist unverschämt, da die Schorle ja zur Hälfte aus Wasser besteht; ähnlich ist
es beim Holundersaft. Verhältnismäßig wenige Betriebe bieten Schlutzkrapfen, Spinat-, Kas-
oder Ronenknödel, Nocken, Spinatspatzlen
(viele Gäste wollen dabei keinen Schinken) und dergleichen lokale Leckerbissen
an. Am besten scheint die Gastronomie im Pustertal
und Eisacktal zu sein. Ansonsten muß sich der Gast durch viele Gasthäuser
durchessen, bis er einmal auf ein Haus trifft, das Mahlzeiten in Spitzenqualität
zu vernünftigen Preisen anbietet wie das Lamm in St. Martin i. P., das schon
für seinen Abwechslungsreichtum eine Medaille verdient. Da wird man dann gern
Stammgast. Außerdem hapert es oft mit der Gastfreundschaft. Heute erlebtes
Beispiel: Jemand sitzt auf einem Berggipfel, ein junger Einheimischer kommt
dazu, doch diesem fällt es nicht ein, „Grüß Gott“ zu sagen; schweigend geht er
vorbei. Da fehlt es an der Erziehung in Elternhaus und Schule.
Weiters tun sich viele Touristen schwer, die Mängel
des öffentlichen Verkehrs zu schlucken, vor allem die fehlende Information.
Bei den Bussen erlebt man seit Einführung des Sommerfahrplans schlimme
Überraschungen, denn in Tramin und Kurtatsch zum Beispiel
fahren die kleinen, fälschlich Citybusse genannten Fahrzeuge nicht mehr an den
gewohnten Omnibushaltestellen weg, sondern mitten im Dorf. Sie sind pünktlich,
aber die Züge nur selten. Der Berichterstatter befährt häufig die Strecke
Meran-Bozen, doch fast noch nie ist ein Zug, den er benutzt hat, pünktlich
angekommen, und fast jedesmal versäumt er die Anschlußbusse nach Passeier und manchmal auch ins Unterland. Ein Anruf bei der
Mobilitätszentrale des Landes war für die Katz. Wenn ein Zug steckenbleibt
wegen eines Stromausfalls (ebenfalls mehrfach erlebt auf der Strecke
Meran-Bozen), dann informiert kein Schaffner und keine Schaffnerin die
Reisenden; wer sich auskennt, stürmt den nächsten Bus in Vilpian
oder Sigmundskron; die anderen bleiben buchstäblich
auf der Strecke.
Aktuelles Beispiel vom 13.7.2009. Am Bozner Busbahnhof
erscheint der Bus nach Tramin nicht, der um 8.37 h
abfahren sollte. Die Sexbombe am Schalter gibt zwar jedermann ihre Reize
unverhüllt preis, aber dafür eine falsche Auskunft: „Sie müssen nur Geduld
haben!“ (Kommentar: Viel … und … ; gestrichen mit Rücksicht auf die neuen
Privacy-Gesetze. Es ging uns übrigens schon einmal so bei einem Auftritt der
Original-Oberkrainer mit Slavko Avsenik in Stein. Da
haben wir ebenfalls die genauso fesche und genauso falsche Auskunftsdame
gefragt, denn sie wußte nicht einmal, daß gerade das „Trompetenecho“ gespielt
wurde, weshalb der Artikel einen falschen Schluß bekam.) Der Bus kommt
nicht mehr. Wozu ist die Landesregierung eigentlich so stolz auf das so
genannte Mobilitätszentrum? Warum informiert es die Reisenden über
solche Zwischenfälle nicht rechtzeitig und richtig, damit sie auf die Bahn
ausweichen können? Warum stellt es keinen Ersatzbus? Wenn es dazu nicht
imstande ist und die Situation nicht unter Kontrolle hat, sollte es entweder
den Namen wechseln – oder die für den Schlendrian im öffentlichen Verkehr
(mangelhafte Information, ständige Verspätungen) Verantwortlichen sollten die
Konsequenzen ziehen. Es geht doch nicht an, daß den umweltbewußten Benutzern
öffentlicher Verkehrsmittel so viel Zeit gestohlen wird!
Hätten die Verantwortlichen im Lande das Nötige getan,
gäbe es keinen Rückgang des Fremdenverkehrs. Wo bleiben zum Beispiel die
Barfußwege, die Kneippanlagen, die lebendige Volkskultur einschließlich der
echten Volksmusik? Letztere wird immer mehr verdrängt durch elektronische
Musik, wird vermengt mit Jazz, und die Musikkapellen setzen den Zuhörern die
langweilige konzertante Blasmusik vor statt Märsche, Operetten und Polkas. Zum
Glück gibt es noch Volksmusiker, die uns begeistern mit Zitherklängen, Jodlern
oder im Oberkrainerstil, wie die Lechner-Buam beim Panorama-Wandertag am 12.7. und viele andere
Gruppen beim baldigen großen Oberkrainertreffen am
15.8.2009 in Pfelders, Hinterpasseier.
(18.7.2009)
Vor der 2. Option. Heute verlangen italienische
Politikerinnen wie Biancofiore und Trevisan
(letztere am 19.5.2009, ca. 13.25 h im RAI Sender Bozen), die Schützen
abzuschaffen. Morgen werden ihre Nachfolgerinnen verlangen, daß die deutschsprachigen
Südtiroler das Land verlassen sollten, wenn ihnen die multikulturelle
Gesellschaft nicht gefällt. Eine neue Option zeichnet sich ab. O heiliges Land
Tirol! Herz Jesu, rette uns!
So sehr wir die Wahl von Richard Theiner (vom Arbeitnehmerflügel, Landesgesundheitsrat,
für Selbstbestimmung) zum SVP-Obmann begrüßen, so sehr bedauern wir seine
Entscheidung, einen notorischen jungen Parteikritiker zum politischen Sekretär
vorzuschlagen. Ein gewaltiger Mißgriff, womit er die SVP in gefährliche
Gewässer steuert; er wird die Volkspartei viele Stimmen kosten. Die Sache
erinnert uns an eine Abstimmung bei einer SVP-Landesversammlung vor langer
Zeit; Stichwort Köfferchen. (19.5.2009)
Volksanwältin für wen? Die Südtiroler Volksanwältin Volgger
hat die politische Losung „Einheimische zuerst“
scharf kritisiert. Dies meldete der RAI Sender Bozen. „Einheimische zuerst“
könne kein Kriterium für die Vergabe von Sozialleistungen sein. (6.5.2009,
13.05h) Weiß sie nicht, daß sie indirekt von der Südtiroler Bevölkerung gewählt
ist, daß sie als Volksanwältin die Interessen des eigenen Volkes zu vertreten
hat, wie ihr Name besagt, also der Südtiroler? Statt dessen
macht sie sich für Einwanderer stark, wenn diese Sozialleistungen dringender
bedürfen. Es ist aber doch klar, dass Einwanderer in
der Regel ärmer sind (Rauschgifthändler und dgl. ausgenommen) und daher
leichter Bedürfnispunkte erreichen und somit gegenüber Einheimischen
privilegiert werden, somit leichter eine Wohnung erhalten und so weiter. Warum
erinnert niemand daran, daß die ganzen Sozialleistungen auf dem
Generationenvertrag aufbauen? Die Eltern der heute bedürftigen Südtiroler bzw.
die mittlere und junge Generation selbst haben fleißig ihre Steuern und ihre
Anteile an der Renten-, Krankenversicherung usw. bezahlt – und nun sollen sie
kein Anrecht darauf haben? Wenn die Politiker usw. die einheimische Bevölkerung
benachteiligen, wird die Unzufriedenheit wachsen und soziale Unruhen sind
möglich. Warum nicht gerecht vorgehen? Südtiroler bekommen ja auch nichts oder wenig,
wenn sie im Kongo oder in Pakistan um Sozialhilfe ansuchen. Natürlich muß man
Nächstenliebe üben, aber es ist ein Unterschied, ob man Bettlern ein Almosen
gibt oder ob diese ein gesetzliches Recht auf ein Gehalt wie die arbeitende
Bevölkerung haben. Wenn der grüne Kusstatscher ein
Mindestgehalt für jeden plant, so ist es ungerecht, wenn nur die in Südtirol
wohnenden oder hierher gezogenen Menschen ein Anrecht darauf haben. Diese
Neuerung müsste dann für alle Menschen der ganzen
Welt gelten, denn alle Menschen sind Brüder. Warum soll ein Mann aus Sierra
Leone in Südtirol ein Mindestgehalt bekommen und sein Nachbar in Sierra Leone
nicht, der vermutlich bedürftiger ist als der Emigrant, denn er hat das Geld
nicht zusammengebracht, das er für die Schlepper gebraucht hat? Wir sind für
gerechte Lösungen (siehe das ETIKA-Überlebensprogramm), die allen nutzen,
Einheimischen wie den Menschen der Dritten Welt, die unter der gegenwärtigen
Weltwirtschaftskrise viel mehr leiden als wir Europäer.
Alessandro Urzì steigert den Südtirolkonflikt ins Groteske. Sven Knoll von der Südtiroler Freiheit
hat im Landtag den Bericht eines gefolterten Freiheitskämpfers der sechziger
Jahre verlesen. Alessandro Urzì bezeichnete den
Bericht als Verleumdung und Schmähung der Staatsorgane. Es habe keine
Folterungen gegeben. (RAI Sender Bozen 6.5.2009) Weiß er eigentlich, in welchem
Land er lebt, kennt er die Geschichte nicht?
Der
Fall Ellecosta – Operationszone Alpenvorland – Südtirol
unter deutscher Herrschaft 1943-1945
„Numerati come
gli ebrei“. Sparate di
Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit) e Martha Stocker (Südtiroler Volkspartei) contro la polizia „italiana“. Autodeterminazione. È questo il
tema al cuore della marcia degli (3000) Schützen sabato a Brunico. Contro il
fascismo e il monumento all´alpino, era la parola d´ordine rivendicata, ma
negli striscioni dominano “Los von Rom”, “Für Tirol” e, appunto,
“Selbstbestimmung”. ... E la Zett (Sonntagszeitung) si schiera: Ein Tirol. (Alto Adige
27.4.2009, pag. 7)
Warum
fordern Südtiroler nicht die Aufhebung des Unrechtsvertrags von St. Germain?
Ein
Beobachter in Süddeutschland meinte zu den vielen derzeitigen
antifaschistischen Kundgebungen und Erklärungen der Schützen und deutschen Parteien
in Südtirol: „Nicht die Faschisten und Nationalsozialisten haben Tirol zum
ersten Mal geteilt, sondern demokratische Regierungen des Westens. Warum
verlangt niemand, das Unrecht von St. Germain und Versailles wiedergutzumachen?
Es waren die Sieger des Ersten Weltkrieges, voran die Amerikaner, welche die
von ihnen propagierten Prinzipien als Lügen und Augenauswischerei entlarvt und
Südtirol an die Italiener verschachert haben, weil diese ihre Bündnispartner
Deutschland und Österreich verraten haben.“
Wenn
Italiens Außenminister und früherer EU-Kommissär
Franco Frattini behauptet, wer die Selbstbestimmung
anstrebt, begehe ein schweres Verbrechen (im „Standard“, kritisiert vom
Kammerabgeordneten Karl Zeller in den „Dolomiten“ vom 20.4.2009, S. 9, hof), so
ist dies absurd. Südtirol ist ja zwangsweise ohne Befragung der Bevölkerung von
den Kriegssiegern Italien einverleibt worden. Das Zeitargument zählt nicht.
Auch die Juden sind nach Jahrtausenden in ihre Heimat zurückgekehrt, und außer
den Palästinensern akzeptieren dies die meisten Staaten (wobei wir möchten, dass die Palästinenser endlich ihren eigenen Staat
bekommen, mit der Hälfte der Halbinsel Sinai). Wir gehen sogar soweit, auch den
Indianern das Recht auf ihr Land zuzugestehen, auch den Serben im Kosovo, den
Kurden im Irak usw., von den Tibetern ganz zu schweigen, die wie die Indianer
mit Gewalt und dubiosen Verträgen um ihre Heimat betrogen worden sind.
Im übrigen würde es den Südtirolern gut anstehen, wenn sie
Äthiopiern ein Vorrecht bei der Einwanderung und Arbeitsvergabe vor z. B.
Marokkanern, Tunesiern, Pakistani, Albanern und Rumänen einräumen würden. Sie
wissen warum. Wer es nicht weiß, schaue sich in der Kurtatscher Kirche hinten
rechts das Bild vom Abessinienkrieg an. (26.4.2009)
Schützendenkmal
für Biancofiore und Konsorten. Sollte Südtirol doch
noch ein unabhängiger Staat werden, dann sollten die Schützen nicht
versäumen, im Park hinter dem Siegesdenkmal in Bozen ein Denkmal für Micaela Biancofiore, Alessandro Urzì (nicht Mario!!!) und Donato Seppi aufzustellen. Sie haben mit ihren Provokationen (z.
B. Biancofiore jetzt wieder: „Schützen verbieten!“)
maßgeblich zur Polarisierung und zum Erwachen eines neuen Heimat- und Nationalbewusstseins der Südtiroler beigetragen. Natürlich
könnte man auch gewisse Südtiroler in Stein gemeißelt dazustellen … (26.4.2009)
„Südtirol
wird nie mehr ein deutschsprachiges Land sein und soll es auch nicht.“
(Reinhold Messner am 23.4.2009, 17.09 h, im RAI Sender Bozen) Aus
rechtlichen Gründen, genauer gesagt, aus Angst, eine Anzeige wegen Verleumdung
oder ähnlicher Straftaten zu bekommen, vermeiden wir es, dieser Aussage den
notwendigen Kommentar hinzuzufügen. Die Schützen sollten sich gut überlegen,
mit wem sie künftig gemeinsame Veranstaltungen organisieren. Unser Trost bleibt
das Jüngste Gericht: Vielleicht gibt es auch dort den Tatbestand der Volksv. Außerdem denken wir an Dante.
Killer
für Südtirol-Aktivisten. Tagebuch Montanellis: „Minister Saragat wollte Aktivisten
in Innsbruck ermorden lassen“. (Dolomiten, 30.2.2009, S. 9) Zu lesen ist dies
in Montanellis Tagebüchern „Conti con
me stesso“. Auszüge
veröffentlichte am 29.3.2009, Seite 28, der „Corriere
della Sera“:
Roma, 26 settembre
1966. Castiello mi dice che Saragat è in preda a una crisi
du furore nazionalista contro i terroristi dell´Alto Adige. Voleva chiamare il capo della polizia, Vicari, per ordinargli di spedire a Innsbruck dei sicari per uccidere i mandanti.”
Der Journalist und Südtirol-Freund Indro Montanelli zitierte Saragat
auch mit folgenden Worten, die dieser gebrüllt habe: „Eine Demokratie … ist
angehalten, sich einer Straftat zu enthalten, aber nur innerhalb der eigenen
Grenzen. Jenseits davon …“
Zielscheibe Nr. 1 dürfte natürlich Dr. X gewesen sein.
SVP-Reformparteitag
wird zum Schlamassel. Entgegen
einer Resolution über die Gleichbehandlung aller beschloß ein außerordentlicher
Parteitag am 29.3.2009 in Meran eine Statutenreform mit total unterschiedlichen
Mandatsbeschränkungen für die Amtsträger. Entrüstet reagierten einige
Landesräte darauf, daß sie nach 15 Jahren abtreten müssen – ebenso wie die
Bürgermeister. Hingegen dürfen alle Parlamentarier 25 Jahre ihr Amt ausüben,
dem Landeshauptmann wurden überhaupt keine Grenzen gesetzt. Chefredakteur Toni
Ebner fragte in den „Dolomiten“, wo Landeshauptmann Luis Durnwalder gewesen
sei, „als die Delegierten seine Landesräte rasierten“. „Führungslosigkeit war .. der dominierende Eindruck … Niemand hat gewußt, wohin der
Weg führen soll. Die Beliebigkeit hat sich breit gemacht. … Die Delegierten mussten sich in der Hand von Dilettanten gefühlt haben. …
es braucht endlich wieder eine klare Vorgabe, wohin der Weg gehen soll anstatt
Strategien, wie schmeiße ich den/die XY raus, damit ich seinen Job bekomme.“
(30.3.2009) Natürlich würde es sich seltsam ausnehmen, wenn nun die gechassten Landesräte und Bürgermeister zum Beispiel von
den laut „Dolomiten“-Meinungsumfrage im Aufwind befindlichen Freiheitlichen
(Richtung 20-Prozent-Marke) aufgenommen würden, um eventuell ihre Ämter
weiterführen zu können, denn gerade die Freiheitlichen hatten ja die
selbstherrliche Machtausübung der Landesregierung und der „Dorfkaiser“ heftig
kritisiert. Ob es den Totengräbern diverser Richtungen in der Südtiroler
Volkspartei gelingt, ihr Werk fortzusetzen, oder ob unabhängige Leute mit
Visionen die insgesamt doch recht verdienstvolle SVP noch einmal aus dem Tief
herausreißen können, wird sich bald zeigen. Ohne eine starke Einheitspartei,
zumindest eine einheitliche Front der deutschen Parteien SVP, Freiheitliche,
Südtiroler Freiheit und Union für Südtirol bekämen die Gegner der deutschen
Minderheit Oberwasser und die Südtiroler würden der Verelsässerung
ausgeliefert.
Schmach über die
Gedenkjahrmörder Andreas Hofers
Elmar
Pichler-Rolle: „Autodeterminazione? No grazie“. L´Obmann:
Critiche ai rivali Theiner e Widmann: „Siamo in Europa, mi oppongo a altri
confini“. (Corriere dell´Alto Adige, 28.3.2009, pag. 3)
Neustrukturierung
auch in Südtirol unumgänglich. Es war und ist falsch, soviel Steuergelder in die Industrie zu pumpen
oder die Exporte nach Asien zu subventionieren. Die Südtiroler müssen endlich
erkennen, daß sie kein Industrieland sind, sondern ein einzigartiges Natur- und
Kulturparadies. Jene Arbeitskräfte, die nun in der Industrie frei werden,
sollten im Tourismusgewerbe untergebracht werden. Die Steuergelder sind in die
Wanderwege und dergleichen zu investieren, nicht in die zum Untergang
verurteilte Automobilindustrie und ihre Zulieferbetriebe. Nur der Bauernstand
und der Tourismus können Südtirol in dieser schwersten aller Krisen retten.
(12.3.2009)
Die Freiheitlichen
und die Führung der Schützen sind gegen Bürgerwehren. Unterdessen streifen gewisse Elemente (die
wir nicht nennen dürfen, sonst werden wir Opfer der Bluthunde, die auf alle
Gerechten und Freunde der Schwachen angesetzt sind) auf der Suche nach
wehrlosen Frauen durch die Kondominien (gesehen am 10.3.2009 in M.). Und G. F.
lacht dazu. Auflösung des Rätsels beim Jüngsten Gericht.
Alle, die den
Helden Andreas Hofer in diesem Gedenkjahr demontieren, übergeben wir symbolisch den Feinden des
Heiligen Landes Tyrol. Warum verlegen sie eigentlich
nicht ihren Wohnsitz ins Ausland? (Kalterer See
28.2.2009)
Die Schützen
erneuern dankenswerterweise Bildstöcke und Kapellen. Sie sollten aber auf den Tafeln nicht nur
ihre Kompanie erwähnen, sondern auch den Namen des oder der Heiligen nennen,
wenn diese nicht allgemein bekannt sind. Viele junge Leute kennen fast gar
keine Heiligen mehr. (Gr., 27.2.2009)
Es geht nicht an,
Wanderwege einfach abzusperren, ohne
eine Umleitung anzubieten. Es ist eine Unsitte mancher Gemeindeverwaltungen,
noch dazu in touristischen Gegenden, einfach ein Band und das Schild „Arbeiten“
anzubringen und ein halbes Jahr oder noch länger nichts zu tun, um den Weg
wieder instandzusetzen. (T., 19.2.2009)
Zum Schneechaos in den sogenannten Südstaulagen: Nicht die
Meteorologen machen das Wetter, sondern laut den Kirchenlehrern die Geister der
Lüfte. Deshalb ist das Wetter unberechenbar, denn die Geister sind launisch.
(10.2.2009)
Rücksichtslose
Leute in der Teßmann-Bibliothek. Im Lesesaal. Am Nebentisch sitzt eine Frau
vor drei Zeitungen: Alto Adige, Corriere
dell´Alto Adige, Dolomiten.
Eine kann sie nur lesen. Eine andere Frau kommt und hat den Mut zu sagen: „Darf
ich die ,Dolomiten´ haben?“ Und schnappt sich das
Tagblatt der Südtiroler und ist weg. Bravo! Wo bleibt die Anweisung, Herr
Direktor A. (so hieß auch unser alter Schneider), daß jeder nur eine Zeitung
vom Stand holen darf? (Herbst 2008)
„A guat´s Glasl.
Jugend-Weinverkostung. Freitag 20
h. Für Jugendliche ab 16 Jahren. Jugendbüropasseier.
HGV. Raika.“ (Herbst 2008. Ohne Worte. Das heißt ohne
Kommentar.)
FF schaufelt
eigenes Grab. Südtiroler, seid
ihr taub und blind? Merkt ihr nicht das Wirken gewisser Kräfte? In der
Zeitschrift FF, N. 46/2008 (November) steht im Leitartikel von Georg Mair auf
Seite 9: „Südtirol gehört nicht den Schützen. Südtirol gehört allen, die hier leben – gleich
welcher Herkunft und welcher Muttersprache.“ Südtirol gehört also
nicht mehr den Südtirolern allein. Ob die FF aber, wenn sie so unverblümt die
Einheimischen verprellt, von den Zugewanderten leben kann? Vielleicht, wenn sie
immer mehr Seiten der marokkanischen, albanischen, rumänischen Minderheit usw.
einräumt.
L.-Abg. Pius Leitner, Obmann der Freiheitlichen, Bozen: „… wir verteilen auf eigene Kosten Kondome.“ (Dolomiten, Leserbrief, 9.10.2008)
Peter Ploner geschlossen. Auf der Bozner St. Oswaldpromenade weist ein Schild
auf das Gasthaus Peter Ploner hin: „20 Minuten“. Ist
man oben angelangt, erfährt man, daß das Gasthaus immer geschlossen ist. Wann
wird die Stadtverwaltung endlich aktiv und läßt das Schild entfernen? Am besten
wäre natürlich, dieses idyllische, typische Südtiroler Gasthaus würde wieder
eröffnet. Aber wehe, wenn es außen modernisiert wird und der ursprüngliche
Charakter verloren geht! (Herbst 2008)
Förderung
undisziplinierter Schüler. Wer kann
so etwas verstehen? Der Südtiroler Schulamtsleiter H. lehnt es ab, wie in
Italien die Betragensnoten bei der Bewertung heranzuziehen, ob der Schüler
versetzt wird oder nicht. Sollen denn die Lehrer nervlich allesamt vor die
Hunde gehen und bei den Schülern das Faustrecht salonfähig gemacht werden? Eine
solche falsche Toleranz gebiert Schläger, Messerstecher und Amokläufer. (Herbst
2008)
Alpenfrieden – wer kennt nicht diese unvergleichliche Weise, mit der
Margit Humer-Seeber in ihrem sonntäglichen Wunschkonzert
die Menschen in Tirol und weit darüber hinaus (über Mittelwelle war das
ORF-Studio Tirol auch in Süddeutschland zu empfangen) so oft beglückt hat? Mit
dem Alpenfrieden ist es heute leider auf manchen Almen vorbei. Ratternde
Motormäher, wie man sie bei den Straßenarbeitern sieht, stören die Ruhe, und
die Murmeltiere verkriechen sich in ihre Höhlen, statt beschaulich den
Zweibeinern beim Mähen mit der Sense zuzusehen. Noch dazu kassieren die
Technik-Freaks unter den Bauern EU-Subventionen dafür. Endzeit allerorten.
(August 2008)
Museion in rosso. Scoperto un buco
di 500 mila euro. (Alto Adige, 30.8.2008)
Bravo, Kulturminister Bondi!
Bei seinem Urlaub in Meran übte Sandro Bondi Kritik an der von der Landesregierung geförderten
Kunstausstellungsreihe Manifesta. Die dafür
verwendeten 3 Millionen Euro wären besser für Restaurierungen ausgegeben
worden. Die moderne Kunst sei einfach unverständlich. (RAI Sender Bozen, 19.8.2008, 13-h-Nachrichten)
Obszöne Kunst mit Verdummung der
Öffentlichkeit. Ein Kunstskandal spaltet
die Grödner Gemeinde Urtijeï/St. Ulrich. Der Gadertaler Lois Anvidalfarei
stellt im Rahmen der Manifesta7 in der Fußgängerzone nackte Figuren aus,
darunter Adam, Kain und Abel. Dieser und irgendwelche
Redakteure haben am 19.8.2008 im RAI Sender Bozen bewußt oder unbewußt den
Eindruck erweckt, als gehe es nur um nackte Figuren, und zwar vor allem um die
drei Genannten. Dadurch ist das Hörerpublikum in unzulässiger Weise manipuliert
worden. Wer nämlich zufällig das Foto in der Tageszeitung vom 16.8.2008 gesehen
hat (am Tag nach dem Fest Mariä
Himmelfahrt erscheinen wie nach dem 1. Mai nur ganz wenige Zeitungen, weil an
diesen Tagen den Beschäftigten im Mediengewerbe der vierfache Lohn gezahlt
werden muß – vermutlich eines der vielen Geschenke Mussolinis an die
Journalisten), dem sprang in dem großen Figurenpaar rechts etwas
Unanständiges ins Auge (oder bilden wir uns das nur ein?), und dahinter sind
zwei Paare bei obszönen Akten in der Öffentlichkeit zu sehen; wenn uns unsere
Augen nicht trügen, dann liegt ein Mann auf einer Frau. Es geht also nicht um
die nackten Adam, Kain und Abel, sondern um obszöne
Akte in der Öffentlichkeit, vor Familien und Kindern, worüber sich insbesondere
Touristen aufregen, wie Pfarrer Vitalis Senoner
mitteilte. Weil er deshalb am Schluß einer Messe angekündigt hat, die
Rosenkranzprozession Anfang Oktober zu verlegen, drehen die Verantwortlichen
durch. Die Kulturbeauftragte Marina Demetz verstieg
sich zu der Behauptung: „Nacktheit ist heute kein Tabu mehr, weil man sie überall
sieht“, obwohl sie genau weiß, daß es um die obszönen Akte geht. Und wenn man
auch Nacktheit überall sieht, wie der „Tageszeitungs“-Reporter
anmerkt, so ist dies die Folge der sexuellen Berieselung durch Kunst und
Medien, vor allem das Fernsehen. Schande über die Gemeindeverwaltung von St.
Ulrich/Urtijei, wenn es stimmt, was Marina Demetz sagte: sie stehe „voll hinter der Ausstellung“.
Geben wir dem tapferen Pfarrer das Schlußwort: „Das ist unsittlich und eine
schlechte Botschaft an die Jugend. Dass vor dem
Geschlechtlichen kein Respekt gezeigt wird, ist mit ein Grund dafür, dass so viele Ehen geschieden werden.“ (19.8.2008)
Trauer
um den Südtiroler Bischof Wilhelm Egger: „Christen sollen Hoffnungsträger
in der Welt sein“
Die Frosch-Geschichte in Kapitel 2
Das Landesamt für Mobilität ist nicht imstande, auf dem Sommerfahrplan, einem 194 Seiten umfassenden Heft im Großformat, anzugeben, ob Busse direkt von Kurtatsch nach Bozen und umgekehrt fahren. Erste Reaktion der freundlichen Dame beim Info-Telefon 840 000 471: „Haben Sie Internet? Dort finden Sie es!“ Der Anrufer hat aber kein Internet. Die Frau suchte ihm dann die Busse heraus. 2. Reklamation: Wer auf den Seiten 62 – 81 unter Meran und Burggrafenamt nach der Buslinie ins Passeier sucht, sucht lange und vergebens. Er muß den Vinschgau durchblättern und findet sie dort auf den Seiten 100 bis 102. Offensichtlich weiß niemand im Landesamt, daß Passeier und Vinschgau weit auseinanderliegen. Über die Stettinerhütte gibt es noch keine Busverbindung. (4.7.2008)
„Die Zersiedelung Südtirols ist eine Katastrophe für den Tourismus.“ Dies sagte der Gadertaler Hotelier Michi Costa, Präsident der Union Generela Ladina. (RAI Sender Bozen, 23.6.2008, ca. 7.20 h)
Rotes Tuch Biancofiore.
Die italienische Parlamentarierin und Berlusconi-Vertraute Micaela Biancofiore von Forza Italia nennt sich selbst eine
„Südtirolerin“. Trotzdem fordert sie das Verbot der Bewegung „Südtiroler
Freiheit“ von Eva Klotz, weil diese Plakate anschlägt mit dem Text „Südtirol
ist nicht Italien“. Zuständig für ein Verbot wäre Innenminister Maroni. Doch
dessen Lega Nord verbreitet selbst Protestplakate mit der Aufschrift „Padania is not Italy“, so daß er dann auch seine eigene Partei verbieten
müßte. Die „Dolomiten“ reihen Biancofiore am
21.6.2008 zurecht in die Kategorie „Abgestiegen“ ein.
Früher oder später wird die unverschämte Forderung Biancofiores
auf sie selbst zurückfallen, denn unter den echten Südtirolern gibt es noch
einen Rest an Zusammenhalt und Ehre.
Im übrigen erinnern wir daran, daß Südtiroler einem
Bundesdeutschen, der aus Solidarität an seinem Auto das Schild „I bin a
Südtiroler“ angebracht hatte, dies verboten hatten.
Die größte Bedrohung für den Fortbestand der deutschen und der ladinischen Volksgruppe in Südtirol sind neben der EU die Demokratische Partei sowie die Grünen mit ihren interethnischen Listen. Die SVP hat mit Mitte-Links kokettiert und dabei Wölfe an ihrem Busen genährt. (15.6.2008)
Was soll aus den 30.000 bis 35.000 Gastarbeitern in Südtirol werden, wenn es im Zuge des sich abzeichnenden Wirtschaftsabschwungs weniger Arbeitsplätze gibt? Darauf machte der scheidende Raiffeisen-Direktor Konrad Palla im RAI Sender Bozen aufmerksam. Unterdessen wirbt die Grüne Kury für eine laizistische Schule und lehnt den Verweis im neuen Bildungsgesetz des Landes auf die christlichen Wurzeln ab, wobei sie den Zeitgeist anprangert, der ihrer Ansicht nach von fundamentalistischen Christen und der Hetze einer Tageszeitung geprägt wird. Verkehrte Welt, als ob nicht sie selbst den unseligen Zeitgeist in Südtirol verbreitet! (13.6.2008)
Arme IUSTITIA! Ministerpräsident Berlusconi braucht sich nicht wundern, wenn seine drakonischen Strafen für Bürger in Südtirol den Prozentsatz der Befürworter der Selbstbestimmung sprunghaft ansteigen lassen. Wem sein Auto beschlagnahmt wurde, weil er einmal zu tief ins Glas geschaut hat, der wird auf die Stunde der Rache warten. Wenn man nicht einmal mehr im Gasthaus zur Pizza eine Halbe Bier trinken darf (es heißt ja, die Alkoholmenge wirkt bei jedem anders, so daß einem niemand genaue Auskunft geben will), ist es mit der Gemütlichkeit vorbei. Andrerseits will Berlusconi, daß die Richter nur noch bei Mafia-Delikten und Terrorismus Telefone abhören dürfen. Da werden viele der entsetzlichsten Verbrechen künftig nicht mehr aufgedeckt werden. Polizei und Justiz sollen nach dem Willen des Regierungschefs keine Leute mehr telefonisch überwachen dürfen, die zum Beispiel als Krankenhausärzte zum Geldverdienen grausame Morde begehen oder als Serienmörder jahrzehntelang in einem Keller Sexsklaven halten (inzwischen auf Druck der Lega Nord abgeändert, siehe unter Italien). Dafür werden Bürger wegen verhältnismäßig geringfügiger Vergehen über alle Maßen streng bestraft, und für die wirklichen Kriminellen, von den Korrupten bis zu brutalen Gewaltverbrechern, ist in den Gefängnissen kaum Platz. Arme IUSTITIA! Du wirst erst wieder beim Jüngsten Gericht zu deinem Recht kommen. (11.6.2008)
Bei dieser Gelegenheit: SVP-Obmann Elmar Pichler-Rolle hat wegen seiner SMS-Verschwörung gegen das Partei-Establishment im Eifer des Gefechts verschwitzt, in Rom die Erstattung der Wahlkampfkosten für die Parlamentswahlen zu beantragen. Nun könnten der SVP 2 Millionen Euro für den bereits begonnen Landtagswahlkampf fehlen. Wenn Berlusconi sich an Pichler-Rolle für dessen ausschlaggebendes Nein der SVP zu seiner Regierung rächen will, dann wird der Formfehler nicht vom Parlament bereinigt. Dieser Denkzettel könnte allerdings Pichler und die SVP-Spitze nach katalanischem Muster auf Selbstbestimmungsgedanken bringen, weshalb Berlusconi sich das Ganze reiflich überlegen wird. Am besten soll er auf Biancofiore hören!
Ängste schürt auch der Minister
für öffentliche Verwaltung und Innovation, Renato Brunetta,
Ex-Gemeinderat in Bozen. Er kündigte an, in spätestens fünf Jahren gebe es in
Italien wegen des Förderalismus keine Regionen mit
Sonderstatut mehr. Weshalb Eva Klotz von der Südtiroler Freiheit sagte,
Südtirol habe in Italien keine Zukunft, denn die Autonomie sei nicht
abgesichert. (Giornale Radio del
Trentino Alto-Adige, 16.6.2008, 12.15
h, siehe auch „Dolomiten“ vom 17.6.2008))
Julia Unterberger wirbt für Anstand
„Für Gerechtigkeit und Anstand“ lautet das Wahlkampfmotto der Arbeitnehmer in der SVP. Daß eine der Kandidatinnen, die Feministin Julia Unterberger, nicht schamrot dabei wird?! Vehement verteidigt die Rechtsanwältin das Recht auf Abtreibung, das heißt die Tötung ungeborener Kinder, womit sie sich hier als Wölfin einen Schafspelz überzieht. Gott sei es geklagt: Alle Begriffe werden heutzutage verdreht. Mitschuld trägt die Amtskirche, sagte doch schon Savonarola:
„Es finden sich in der Kirche keine
guten Prälaten mehr, denn die Feinde haben diese Thore aus den Angeln gehoben.
Was will das sagen? Daß sie sich außerhalb der Urtheilsfähigkeit
befinden, indem sie den Verstand verloren haben. Scheint dir das nicht so bei
den Prälaten heutzutage? Siehst du nicht, daß sie immer das Gegentheil
von dem thun, was sie thun
sollten? Sie haben kein Urtheil mehr, sie vermögen
nicht zu unterscheiden zwischen gut und böse, zwischen wahr und falsch,
zwischen süss und bitter: das Gute halten sie für
schlecht, das Wahre für falsch, das Süße für bitter und umgekehrt.“
(Predigt im Advent 1493 über Psalm
74,3-12, in: Hieronymus Savonarola. Ausgewählte Predigten. In deutscher Uebersetzung herausgegeben von Wilh.
von Langsdorff, Pastor in Rittmitz.
Druck und Verlag von Fr. Richter,. Leipzi. 1890. S.
34)
Einwanderer:
Willkommen in Südtirol!
Der „Alto Adige“ macht sich lustig über die Proteste der hinterwäldlerischen Südtiroler gegen den gekreuzigten Frosch im neuen Museon für moderne Kunst in Bozen und titelt am 31.6.2008: „La marcia anti-rana“ (der Marsch gegen den Frosch), natürlich mit einem Foto von Schützen.
Wanderer: Drei Wünsche
Von
Rainer Lechner, Ulfas. Leserbrief in den „Dolomiten“,
19.5.2008)
Erstens: Von den Landespolitikern wünsche
ich mir, daß sie Schienenwege statt
Straßen bauen: Schnellbahnen etc. Am idealsten wäre eine
Individualkabinenbahn, das heißt Autos auf Schienen. Dann wären die Sorgen
wegen der Luftverschmutzung und steigender Treibstoffpreise hinfällig. Die
Politiker sollten den Autoverkehr zurückdrängen, zusammen mit den Nordtirolern
den Transit erschweren und dafür sorgen, dass Bahn
und Busse ohne stundenlange Wartezeiten zu Billigtarifen verkehren und dass mehr Parkplätze an Bahnhöfen bereit stehen. Damit
würden viele Autofahrer von selbst umsteigen. Noch gibt es zu viele
Zugverspätungen und mangelhafte Information für Busbenutzer. Busse fallen
einfach aus wie jetzt in Pfelders, das zum Verdruss vieler Wanderer vormittags bis zum 20. Juni nicht
einmal mit dem Ersatz-Kleinbus erreichbar ist.
(späterer Einschub aus dem Gedächtnis: )
Übrigens ein Lob den Busfahrern: Neun von zehn sind freundlich, zuvorkommend
und fahren schonend.
Zweitens: Von den Gemeindeverwaltungen
wünsche ich mir asphaltfreie Wanderwege
von jedem Ort und Teilort Südtirols zum nächsten.
Drittens: Vom Bär wünsche ich mir, dass er mich nicht frisst, wenn ich bei langen Wanderungen in Passeier manchmal gezwungen bin, im Freien zu übernachten.
(7.5.2008)
Wahl-Desaster für die SVP. Nur 44,3 Prozent für die Volkspartei. Freiheitliche jubeln. („Dolomiten“, 15.4.2008) Schadenfreude in weiten Teilen des Landes. Die Präpotenz von Durnwalder & Co., vor allem der Postenschacher, hat diesen Rüffel seitens der Wählerschaft verdient. Weitere gerechtfertigte Kritikpunkte (unter vielen):
· die Verschwendung von Steuergeldern für den Flughafen Bozen;
· die Bevorzugung des Straßenbaus vor dem Ausbau des Schienennetzes (Landesrat M. gegen Schnellbahn ins Passeier);
· der noch nicht aufgegebene kriminelle Plan, den Bozner Bahnhof aus dem Stadtzentrum zu verlegen (wir werden die ersten sein, die auf eine Rückverlegung des Bahnhofs auf private Kosten aller Verantwortlichen drängen werden);
· der fehlende Widerstand gegen die zunehmende Luftverschmutzung durch den Transit;
· Versäumnisse in der Ausländerproblematik, vor allem das Hinwegsehen über die Verarmung von immer mehr Einheimischen, besonders Pensionisten;
· zu zaghaftes Eintreten für die Belange des Mittelstandes und des Bauernstandes;
· Tolerieren einer ungerechten Steuerpolitik und der ausufernden Bürokratie, die das Unternehmertum und die Volkswirtschaft schwächen, aber letztlich zu Lasten des kleinen Mannes gehen, vor allem der Arbeiter und Angestellten;
· die Anbiederungsversuche an die italienische Linke, wobei die unglückselige Rolle des Oskar Peterlini viele volkstumsbewußte Südtiroler zum Nachdenken gebracht hat;
· teilweise Aufgabe der christlichen und abendländischen Werte;
· gewaltige Lücken beim Umweltschutz;
· das Dulden reißender Bären in Südtirol;
· Versäumnisse im Wandertourismus (siehe untenstehende Meldung)
· der in Südtirol herrschende Personenkult (laut Frhr. v. U.)
· die herabwürdigende Behandlung Andreas Hofers im Gedenkjahr 2009 und des Tirolertums
· usw. usf. (22.4.2008)
Wanderwege: Touristen gegen Notstand einschalten! Preise
ausschreiben!
Das Wanderwegenetz in Südtirol ist, was die wenig begangenen Wege angeht,
in einem solch katastrophalen Zustand, daß wir folgendes vorschlagen:
· Unter Wanderern, die Fehler bei der Markierung von Wanderwegen und bei Hinweistafeln an das Landesverkehrsamt melden oder dort nützliche Verbesserungsvorschläge machen, sollen jährlich 10 Gratiswochen in Häusern der mittleren und unteren Preisklasse nach freier Wahl ausgelost werden.
Diese Urlaube (Übernachtung mit Frühstück) soll die Südtirol Marketing SMG finanzieren. Der fällige Betrag würde nur einen Bruchteil der Summen ausmachen, die an superteure Werbeagenturen ausgegeben werden, und der Effekt wäre vermutlich viel größer, wenn sich dies Angebot einmal bei den Südtirol-Urlaubern herumgesprochen hat. (etika.com, Südtirol aktuell, 25.3.2008)
Lustige Hörerbefragung beim Sender Bozen. Die deutsche RAI-Anstalt läßt keine Gelegenheit aus, ihre Hörer zu wichtigen und unwichtigen Dingen zu befragen. So sollten sie auch am 27.2.2008 im Mittagsmagazin Spezial ihre Meinung dazu abgeben, ob es richtig war, daß der Bundesnachrichtendienst für 5 Millionen Euro aus Liechtenstein die Listen mit Steuersündern gekauft hat. Wenn man den Schreiber dieser Zeilen, einen treuen Stammhörer, gefragt hätte, wer sich da wohl melden würde, hätte er auf folgende Stammredner getippt: Herr P., der oft der erste ist und seine Beiträge immer hektisch vom Blatt abliest, damit es auch hochdeutsch klingt und er möglichst viel unterbringt; der weitgereiste Lehrer L., der imstande ist, zu allem und jedem seinen Senf dazuzugeben, noch dazu in gewähltem Hochdeutsch; Herr S., ein älterer Italiener, der sich redlich bemüht, deutsch zu reden, dessen langatmigen Ausführungen man aber nur schwer folgen kann. Und wer rief nun an? Alle drei.
Witzig auch die vergeblichen Bemühungen mancher Mitarbeiterinnen einer Informationsbehörde, die „verruchte“ Stimme (so drückte sich eine Journalistin aus) einer Kollegin nachzuahmen.
Kulturlandesrat Anton Zelger gestorben. „Missverstanden.“
Prodi weg
– SVP sitzt mit im Scherbenhaufen
Herzerfrischend: „Der Plotterwind“
bringt Volkstheater, wie es sein soll
Wie froh können wir sein, daß es in der heutigen Zeit noch so wunderschöne
Dinge gibt wie echtes Volkstheater ohne banalen, primitiven Kitsch (wie im
Fernsehen). Ein Genuß sondergleichen war die Aufführung der Bauernkomödie „Der
Ochsenhandel“ durch den „Plotterwind“ am
Sonntagnachmittag, 20.1.2008, in der Turnhalle der Grundschule Platt. Unter den
begeisterten Zuschauern befanden sich Frau Rosa Pöll
und Tochter Eva des verstorbenen Südtiroler Freiheitskämpfers Georg Klotz sowie
die Mundartdichterin Anna Lanthaler (zusammen mit Maridl Innerhofer – sie ist nicht weniger kritisch
gegenüber dem Zeitgeschehen, besonders der Politik – absolute Spitze dieses Genres). Eine flotte Handlung,
fortlaufend gespickt mit Gags, verband sich unter der Regieführung von Stefan Pamer auf glücklichste Weise mit der großartigen Leistung
der Darsteller, allen voran die Bäuerin Maria Schweigl,
die typische „schöne Südtirolerin“ (wie Rita Oberparleiter
in Roman Polas leider sehr selten gespielter Operette
„Die schöne Boznerin“ in Perfektion war; Kontaktadresse der Produzentin Haidi Romen: heidir@tin.it ) sowie Josef Gufler
als der intelligent-blöde Knecht Hiasl mit mimischer
Glanzleistung (die Wirklichkeit auf den Kopf gestellt, denn heute sind es in
der Regel die Intelligenten, die blöd sind). Aber ebenso gut
spielten ihre Rolle Wilhelm Pöll als Bauer Korbinian Xandner, Christian Prugger als
Pater Benediktus, Andreas Birkner Winkler als
Bauernsohn Anderl, Katrin Insam
als Findelkind Gretele, Stefan Raffl
als Viehhändler, Anna Prugger als seine ältliche
Schwester Kunigunde sowie Hannes Kramer als Händler. Erstaunlich, wie das von Claudia Kerstin Falk wohl auf hochdeutsch verfaßte
Stück vollendet in Pseirer Dialekt umgesetzt wurde.
Unverzichtbar die echte, schwungvolle Volksmusik zur Einstimmung und in den
beiden Pausen; wenn der junge und der ältere Spieler nach Perfektion streben,
sollten sie sich einmal ein Bild von Slavko Avsenik
anschauen. Bei der Wahl der Komödie hatte „Der Plotterwind“
wie im Vorjahr eine glückliche Hand. Das Bühnenbild, eine getäfelte Stufe, hat
dankenswerterweise die Heimatbühne St. Martin beigesteuert. Der Reinerlös
fließt an die Hilfsorganisation von Peter Lanthaler
„Aktiv – Hilfe für Kinder in Moldawien“. Weitere Aufführungen am Samstag,
26.1.2008, 20 h, und Sonntag, 27.1., 14.30 h. Der Rezensent freut sich aufs
nächste Jahr. (R. L., etika.com)
Preise für die phantasievollsten Autoaufschriften verleihen wir diesmal an flotte Fahrer, die ihre vierrädrigen Geschosse mit folgenden Texten versehen haben: „Grabjäger“ und „Alki-Club“ (beide Passeier) sowie „Blaue Sau“ (Unterland). Allerdings sieht man vom Alki-Club kaum noch aktive Mitglieder; die meisten scheinen von den Ordnungshütern aus dem Verkehr gezogen worden zu sein. (5.9.2007)
Satanismus war das wahre Motiv. Laut „Alto Adige“ vom 5.9.2007 hat der Liechtensteiner Polizist seinen Vater im Vinschgau erschossen, weil dieser die Familie früher zu satanistischen Spielen gezwungen hat. Wir hatten es gleich vermutet. Also nicht nur Hass wegen Misshandlung der Familie.
„Im Juni haben die Bauern gejammert: Weltuntergang. Und jetzt haben sie (im Stadel) für’s Heu nimmer Platz.“ (Bauer am 31.7.2007 in H.) Anfang des Jahres hatte man geglaubt, Südtirol vertrocknet. Nach den Bitten bei den Gottesdiensten hat es ausreichend geregnet. Viele klagten: zuviel, weil sie zunächst das Heu nicht einbringen konnten.
Prophezeiung über den Abtritt des Postministers. Im Postamt Meran gibt es noch immer keine Briefmarken zu niedrigen Werten, zum Beispiel 5 Cent, ja nicht einmal solche zu 1,2 oder 3 Cent. Es gibt ja dankenswerter Weise zahlreiche schöne Briefmarken zu 60 Cent, aber wer Briefe ins Ausland senden will, braucht dazu weitere 5 Cent. Wir sagen dem Postminister in Rom dasselbe vorher, was der SVP-Kammerabgeordnete Karl Zeller dem Ministerpräsidenten Romano Prodi prophezeit hat: Er wird den nächsten Panettone (Anmerkung: traditioneller italienischer Weihnachtskuchen) nicht mehr als Regierungsmitglied essen. (30.7.2007)
Viele Anschläge der 60er Jahre: Zweifel bezüglich der
Urheber
Leserbrief von Dr. Bernhard Hoffmann,
A-Rum, am 12.7.2007 in den „Dolomiten“:
Zum Leserbrief von Dr. L. T. vom 6. Juli 2007 „Attentäter, Begnadigung“ …
Dr. T. spricht .. von Verbrechen, die de facto keine
solchen waren. So schmerzlich für ihn zwar der Verlust seines Bruders gewesen
sein mag, steht ja gar nicht fest, wer für die diversen Strommastensprengungen
überhaupt tatsächlich verantwortlich ist, da ja die Verdachtsmomente, dass für diverse Anschläge mit Todesopfern der italienische
Geheimdienst verantwortlich war, um es Südtiroler Aktivisten zu unterstellen,
nie ausgeräumt wurden, sondern starke Indizien – die aufgrund „Ermittlungen“
italienischer Seite nie geklärt worden sind – für diese Theorie gesprochen
haben. … Für die „Pusterer Buabm“,
die in einem fadenscheinigen Prozess in Abwesenheit
verurteilt wurden, gilt auf jeden Fall die Unschuldsvermutung.
Verachtete Verräter.
Leserbrief von Sepp Mitterhofer, Meran, am 12.7.2007 in den „Dolomiten“:
Zum Leserbrief von L. T. … Der Tod seines Bruders ist sehr bedauerlich, aber er vergisst, dass ihn die Italiener erschossen haben. Ausserdem sind unter den 20 Toten auch Menschen, welche vom Geheimdienst ermordet wurden, andere von den eigenen Kameraden und auch durch Unglücke das Leben lassen mussten; siehe Steinalm und Porzescharte. T ist als … beschämend schlecht informiert und was er weiß, stellt er bewusst auf den Kopf. Er schreibt nicht, dass der italienische Staat sich für die Verbrechen der faschistischen Zeit in Südtirol nie entschuldigt hat,
Anmerkung ETIKA: Es geht nicht an, alles den Faschisten in die Schuhe
zu schieben, denn wer hat Südtirol annektiert, etwa die Faschisten? Wer hat
nach dem Ersten Weltkrieg die Unterdrückungspolitik eingeleitet? Jedenfalls
nicht die Faschisten, die noch gar nicht die Macht hatten. Wer hat nach dem
Zweiten Weltkrieg die Unterdrückungspolitik fortgesetzt? Jedenfalls nicht die
Faschisten, von denen viele selbst von den Weltkriegssiegern aufgeknüpft und
erschossen worden sind, sondern das demokratische Italien. Schluss
mit den Geschichtslügen! Jede Schuld konkret zuweisen, nicht pauschal die
Faschisten, von denen viele tatsächlich Verbrecher waren – Mussolini der größte
– für gar alles verantwortlich machen! Zum Glück wird den ungerechten Urteilen
der Menschen das gerechte Urteil Gottes folgen.
oder für die brutalen Folterungen der 60er Jahre mit zwei Todesfolgen. …
T.s Denk- und Schreibweise ist die eines nationalistischen Italieners. Warum verleugnet er seine tirolischen Wurzeln und Vorfahren? Solche Menschen werden von beiden Seiten verachtet, weil ihnen niemand über den Weg traut! Meines Erachtens wäre es für ihn viel besser, er täte sich nach Süditalien absetzen, dort kennt ihn niemand und er könnte dort seinen unversöhnlichen Hass ausleben!
Nachrichten müssen objektiv und wertungsfrei sein. (am 9.8.2007 zurückgezogen, der Manipulator
ist gewarnt)
Globale
Stumpfsinnigkeit
Das Jubiläumsjahr 2009 rückt immer näher… Wer hätte je gedacht, dass das Hl. Land Tirol, die Perle Österreichs, trotz
Schwur und Bund, 200 Jahre nach Hofer, zerrissen, zerstritten,
identitätsgeschwächt und völkisch unterwandert, nur mehr der globalen Stumpfsinnigkeit
nacheifern würde.
(Leserbrief von Ivo Hechensteiner,
St. Pauls, in den „Dolomiten“ vom 8.6.2007)
Josef
Rampold, der große alte Mann Südtirols,
nimmt Abschied von den Hörern des Senders Bozen – Mutiger Kämpfer für die
Bewahrung der Heimat und der deutschen Sprache. Kurzbiographie
Für
asphaltfreie Wanderwege
Leserbrief in den „Dolomiten“, 8.3.2007
Wanderer hassen nichts so sehr wie Asphalt. Deshalb sollten alle Wanderwege
asphaltfrei sein. Wo dies nicht möglich ist, können vielleicht neben den
Straßen ein Meter breite Kieswege angelegt werden. An unzähligen Weggabelungen
im ganzen Land fehlen die Markierungen. Viele Wege sind in schlechtem Zustand.
Die Gemeinden sollten Bauern einen Nebenverdienst ohne Bürokratie und Steuern
verschaffen, indem diese die Wege verbessern, so dass
auch ältere Leute (die Gäste der Zukunft) in Teilen des Hochgebirges sicher
wandern können. Anderswo gibt es Barfußwege, in Südtirol kaum. Es fehlt auch an
ebenen Höhenwegen, zum Beispiel von Perdonig bis Margreid und von Dorf Tirol bis Pfelders,
interessant auch für Läufer. Das Auf und Ab muss
nicht sein. Letzte Bitte an Gemeinden und Tourismusverbände: mehr Rundwege und mehr Wanderparkplätze! Solche einfachen
Verbesserungen bringen mehr Gäste als ein luftverpestender, unsere Steuergelder
fressender Flugplatz. (Rainer Lechner)
Die Lüge von den zweisprachigen Südtirolern
Der ETIKA-Zweisprachigkeitstest für angeblich zweisprachige Südtiroler
Einer Erhebung des Landesstatistikinstitutes ASTAT
sprechen sieben von zehn Bürgern in Südtirol selten oder nur gelegentlich die
zweite Sprache. Dies meldete der Sender Bozen am 21.2.2007, 7.21 h. Wie Gunda
Regensburger im Mittagsmagazin desselben Senders erläuterte, begegnen sich die
Sprachgruppen in Südtirol privat kaum. Den „Dolomiten“ vom selben Tag entnehmen
wir: „Dialekt ist die Landessprache – 95 Prozent sprechen privat und beruflich
Dialekt“ (S. 1). Laut „Südtiroler Sprachbarometer“ betrachten 73,1 Prozent der
Bevölkerung Deutsch als ihre Muttersprache, 22,4 Prozent Italienisch
(Anmerkung: vor allem in Bozen) und 3,8 Prozent Ladinisch.
Ulrike Stubenruß kommentiert richtig auf Seite 1:
„Sprache verbindet,
weitet den Geist, schafft Freunde. Mit Deutsch kann man sich von Salurn bis zur
Nordseeküste verständigen – mit Fremdsprachen noch weit darüber hinaus. Deshalb
dürfen wir Südtiroler unseren Dialekt zwar lieben, sollten uns aber nicht
dadurch die Sicht in die große Welt (Sprach-)Welt nehmen lassen.“ www.dolomiten.it
Also: Sprachen lernen! Es muss
nicht unbedingt Italienisch sein. Wir empfehlen: Spanisch (als einfachste und
schönste Weltsprache), Englisch, Russisch, Französisch. Wir kennen übrigens
sehr viele Südtiroler, die kaum Italienisch verstehen, und noch mehr Italiener,
die mit Deutsch nichts am Hut haben oder haben wollen. Das Gerede von einem
zweisprachigen Land ist eine frei erfundene Mär. Aber, wie Tolstoj
sagte, in der ganzen Gesellschaft herrscht das Gesetz der Lüge. Wir erinnern
uns noch an eine multikulturell angehauchte sächsische Journalistin aus
Dresden, die sich bei einem Besuch begeistert zeigte von dem angeblichen
friedlichen Zusammenleben zweier Volksgruppen und der Zweisprachigkeit
hierzulande. Sie war bitter enttäuscht, als wir ihr sagten: „Der derzeitige
Friede zwischen der deutschen Volksgruppe und dem italienischen Staatsvolk
dauert nur solange, wie die Formel von Altlandesrat Anton Zelger
gilt: ,Je klarer wir trennen, desto besser verstehen
wir uns.’“ Man braucht nur den italienischen Politikern Urzì
(AN) und Biancofiore (FI, Berlusconi-Vertraute)
zuhören, um zu wissen, wie es mit dem friedlichen Zusammenleben bestellt ist.
Im übrigen kennen wir
niemand, der sowohl Italienisch als auch Deutsch zu 100 Prozent beherrscht. So
etwas gibt es nirgendwo. Man beherrscht entweder eine Sprache richtig und die
anderen unvollständig oder aber keine richtig und vollständig. Wir erinnern
daran, dass der Wahrig über 250 000 Stichwörter
aufzählt, während das Langenscheidt-Taschenwörterbuch Italienisch nur 120 000 umfasst. Wenn jemand glaubt, er sei perfekt zweisprachig,
dann teste er sich selber, ob er auf Anhieb die folgenden 50 Wörter in beiden
Sprachen kennt (die ersten 10 italienischen aus dem Buch „Mumù
e altri raconti“ von Ivan
Turgenev, Adelphi Edizioni,
Milano, 1997, die letzten 10 von einer einzigen
Langenscheidt-Wörterbuchseite!):
Ableger,
Buchse, Buschwindröschen, Gesinnungsschnüffelei, grunzen, Juchtenleder, kess, Kesseltreiben, Mops, Porenziegel,
Prahlhans, rattern, rauhbauzig, Schlafmütze, Speicheldrüsen,
Speichellecker, Tausendgüldenkraut, Trübseligkeit, Trübsinn, Trübung,
ungebärdig, ungebeugt, ungebrochen, ungebührlich, ungebunden, Ungemach, verklumpen, Wellenlänge, Wermutstropfen,
wohlweislich;
arniaio, bisaccia, calesse, citiso, coracino, ghiozzo, giunchi, mughetto, russalca, varione,
fedina, fedine, felce, felpato, feltrare, fendere, fendente, fenicottero, fenoplasto, feretro.
Wie viele Punkte von 50? (26.2.2007)
Südtirol ist eine deutsche, nicht eine österreichische
Volksgruppe
Verdummungswelle erfasst junge Südtiroler
Die
allgemeine Verdummungswelle hat vor den jungen Südtirolern nicht Halt gemacht. Viele
bilden sich allen Ernstes ein, sie seien zwar Südtiroler oder Tiroler,
vielleicht halbe Österreicher, aber keine Deutschen. Die Zeit der Josef Rampold, Egon Kühebacher, Anton Zelger usw., die klar definiert haben, dass
die Südtiroler dem deutschen Volk angehören, neigt sich ihrem Ende zu. Viele
der Jungen kennen keine geschichtlichen Zusammenhänge. Sprache und Kultur sind
für sie Begriffe, mit denen sie nichts anfangen können. Was haben sie nur in
der Schule gelernt? Was wissen sie von der Vergangenheit ihrer Heimat?
· Warum spricht man im Vinschgau einen ähnlichen Dialekt wie im Tiroler Außerfern,
in Vorarlberg und in Schwaben? Weil es Alemannen und nicht Österreicher waren,
die im ersten Jahrtausend nach Christus in dieses Land der Räter
gekommen sind.
· Von wo ist die seit vier
Jahrhunderten in Rojen ansässige Familie M. eingewandert? Aus dem Rheinland.
· Noch früher kamen deutsche
Knappen nach Proveis.
· Wer hat sich im siebten
Jahrhundert in Hinterpasseier angesiedelt? Die
Österreicher? Nein, die Bajuwaren.
· Vom wem bekam Bischof Albuin eine große Besitzung bei Regensburg geschenkt? Vom
deutschen Kaiser. Und die Brixner Bischöfe nahmen
auch an den deutschen (nicht österreichischen) Reichstagen teil.
· Wer schuf die Fresken in der
Stiftskirche Neustift bei Brixen? Mathäus
Günther aus Augsburg, also ein Schwabe.
· Vom wem stammt das historische
Herz-Jesu-Bild im Bozner Dom? Von einem Tiroler? Nein, der Schlesier Carl Henrici hat es 1770 gemalt. Vor diesem Bild stellten die
Tiroler Landstände 1796 das von den Freimaurern bedrohte Land Tirol unter den
besonderen Schutz des Herzens Jesu.
· Wer hat den Ansitz Langenmantel
in Tramin gebaut? Österreicher? Nein, Augsburger
Patrizier. Und wer hat das Trinkstübchen im Turm bemalt? Der Sohn von Tilman
Riemenschneider, des evangelischen Holzschnitzers, der die unvergänglichen
Meisterwerke im fränkischen Creglingen und Rothenburg
o. d. Tauber geschaffen hat. * (siehe eigenen Bericht „Riemenschneiders Sohn
malte in Tramin“).
· Wer malte das Hochaltarbild und
die Kreuzwegstationen in der Kirche der Terziarschwestern
in Kaltern? Der Schlesier Carl Henrici.
· Was haben unbekannte Patrioten
in rot und schwarz auf einen Felsen am Sitzkofel
oberhalb von Kurtatsch geschrieben? EIN DEUTSCHES TIROL.
· Warum sprechen die Südtiroler
(mit Ausnahmen) nicht das harte, rollende bayerisch-österreichische „r“? Weil
sie das weiche „r“ vermutlich von den Alemannen (Vorfahren der Schweizer und
Schwaben) übernommen haben.
· Wir haben Verständnis für die
Habsburger-Nostalgie, aber was wahr ist, muss wahr
bleiben: Die Habsburger, zum Beispiel Karl V., waren deutsche (!) Kaiser.
· Steht auf dem Waltherplatz in
Bozen ein Denkmal für einen österreichischen Minnesänger? Nein, sondern eines
für den deutschen Minnesänger Walther von der Vogelweide.
Südtirol
ist nicht nur eine deutsche Sprachgruppe, sondern eine deutsche Volksgruppe.
Wer von einer österreichischen Volksgruppe redet, hat keine Ahnung von
Geschichte.
Wie an
anderer Stelle veröffentlicht: Der frühere italienische Staatspräsident Cossiga
kennt die Geschichte Südtirols besser als die meisten Südtiroler.
Die
Zeitung lesen zwar auch in Südtirol die meisten Leute (jene, die nicht vor dem
Fernseher ganz verblöden wollen), doch verstehen viele nur die Hälfte. Dabei
stoßen sie täglich auf die Wahrheit. Wer aber keine Augen hat zu sehen, der
bleibt Ignorant.
Nachstehend
ein kleines Beispiel, was man aus der Zeitung lernen könnte:
Die
„Dolomiten“, das Tagblatt der Südtiroler, berichtete am 20.12.2006 unter dem
Titel „Ein Bischof, der Geschichte schrieb“ über den ersten Brixner
Bischof Albuin (975 – 1006). Dieser stammte aus
Kärnten, war also kein Tiroler. Es heißt dann: „Durch seinen guten Draht zu den
Kaisern Otto II. und Heinrich II. kam das junge Bistum Brixen zu ansehnlichem
Besitz (u. a. in Regensburg, Veldes/Bled) …“ Es waren nicht österreichische Kaiser, sondern
deutsche Kaiser, die dem Brixner Bistum das
Alpenjuwel Veldes (heute Bled/Slowenien)
schenkten.
Zum
Glück gibt es noch immer mutige Frauen und Männer, die in Radiosendungen oder
in Leserbriefen öffentlich Zeugnis davon ablegen, daß die Südtiroler Deutsche
sind. Aber die Heimatverräter sind auf dem Vormarsch.
Zur
Geistesverwirrung haben auch Brugger jun. und Durnwalder mit ihrer Mär vom
österreichischen Vaterland beigetragen – als ob Vaterland und Muttersprache
nicht zusammengehörten. Bis heute ist Österreichisch nirgends als eigenständige
Sprache anerkannt, außer bei ein paar Fanatikern, die Österreich zur
eigenständigen Nation erklären wollen. Was der Nordtiroler Landeshauptmann van
Staa mit seiner Absage an die Wiedervereinigung Tirols erreichen wollte, ist
unklar. Ein Wink mit dem Zaunpfahl? Vielleicht wollte er die Weichen dafür
stellen, daß die Südtiroler auf die Unabhängigkeit, also einen Freistaat
zusteuern. (13.2.2007, 22.7.2007)
Riemenschneiders Sohn malte in Tramin.
Am Ansitz Langenmantel in Tramin
(oberhalb der „Goldenen Traube“) im Südtiroler Unterland hat der Verein für
Kultur und Heimatpflege Tramin folgende Inschrift
angebracht: Der Gebäudekomplex wird nach den Besitzern des 18. Jahrhunderts,
den Grafen Spaur, auch als „Grafenhäuser“ bezeichnet.
Seine Glanzzeit erlebte er allerdings unter den adeligen Herren Langenmantel.
Die Patrizierfamilie aus Augsburg (Anmerkung: in Schwaben) ist in Tramin seit 1419 nachzuweisen. Hans oder Lazarus, beide
Pfleger und Richter, ließen das Haus nach 1500 im Stile der Renaissance umbauen…
Den künstlerischen Glanzpunkt setzte Barthlmä Dill
Riemenschneider, der Sohn Tilmans, der 1547 das „Trinkerstübchen“ im vierten
Stock des Türmchens mit Sagengeschichten der klassischen Antike ausmalte und
außen die Wappen der habsburgisch regierten Länder anbrachte. Soweit die
Inschrift. Tilman Riemenschneider war Holzschnitzer, hat die Altäre in Creglingen und in der Jakobskirche in der Freien
Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber – wie alle Freien Reichsstädte evangelisch
- gestaltet. Weil er als Bürgermeister von Würzburg Verständnis für die aus
Armut rebellierenden Bauern hatte, ließ ihm der katholische Bischof die Hände
brechen.
Eva Klotz (teilweise zurückgezogen am
18.7.2007)
Stellungnahmen im RAI Sender Bozen … zwei ..
Fehler. … Wie geht es weiter? Da die Union für Südtirol tödlich geschwächt ist
und die Freiheitlichen trotz allem Idealismus der verderblichen Ideologie des
Liberalismus verhaftet sind – über diese mehr in unserem spanischen Teil –,
bleibt nur mehr eine Hoffnung: dass das Heimatbewusstsein in der Südtiroler Volkspartei infolge von
Fehlentscheidungen in Rom und Brüssel zunimmt und die Sammelpartei gemeinsam
mit den Schützen einen Kurs steuert, welcher die eigene Bevölkerung schützt und
fördert.
Kämpfen wir gemeinsam mit friedlichen Mitteln, mit
Klugheit und Gottvertrauen, für ein christliches Südtirol! Damit wir nicht dort
enden, wo uns die Grünen und gewisse Feministinnen haben wollen: in einem
multikulturellen Südtirol ohne eigene Identität, aber mit Abtreibung und
Zerstörung all der Werte, die uns ein Reimmichl und Kanonikus Gamper nach
christlich-sozialer Tradition vermittelt haben. Es lebe das Heilige Land Tirol,
es lebe Südtirol! (15.1.2007)
Südtiroler, seid klug! Verteidigt zusammen
mit den christlichen Italienern und Einwanderern den christlichen Glauben
gegen die zwangsweise Multikulturisierung durch EU
und UNO! Der Traum von Dschinnistan-Utopia…
Den
allergrößten Teil der Seite Südtirol aktuell haben wir am 20.7.2007
zurückgezogen, weil wir keine Zeit haben,
alles auf die neuen Privacy-Gesetze hin zu kontrollieren, was wir irgendwann
einmal geschrieben haben