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Aktuell

10.3.2010; vorige Fassungen ungültig

Eine Quelle des Ergötzens ist die angeblich perfekte Zweisprachigkeit der Südtiroler. Auch immer mehr Italiener machen den Südtirolern Freude, weil sie deutsch reden oder radebrechen. Der leutselige Bozner Bürgermeister Luigi Spagnolli, vormals Stadtgärtner, ließ am 10.3.2010 die Hörer der Frühnachrichten des RAI Senders Bozen aufhorchen, als er sagte, man habe einen gewissen Thaler zum Ehrenbürger gemacht, weil dieser im KZ saß und ein Buch darüber schrieb, damit die Jüngeren „diese Schlimmereien nicht mehr erleben“. Ob ihm dieses Wort wohl sein ehemaliger Vize am Stammtisch eingetrichtert hat? Nicht undenkbar.

64 000 Euro steckte der Journalist einer angesehenen deutschen Wochenzeitung ein, weil er für das Land ein Buch über die Zukunft Südtirols geschrieben hat. Dies erfuhr man aus den Frühnachrichten des RAI Senders Bozen am 10.3.2010. Wenn so etwas dem Betreiber dieser Webseiten passiert wäre, der doch auch schon ein halbes Dutzend Bücher unter die Leute zu bringen versuchte, aber nicht 64 000 Euro dafür einsteckte, sondern eher hineinsteckte! Wie wohl das Katholische Sonntagsblatt die Honorare für die wöchentlichen Kommentare des oben erwähnten Journalisten aufbringt?

Tirol lebt: wenigstens würdiger Abschluss des Heldengedenkjahres 1809 – 2009.
In vielen Dörfern und Städten Süd-, Ost- und Nordtirols wurde der 200. Todestag Andreas Hofers wie immer würdig begangen. Als Musterbeispiel sei die Unterlandler Gemeinde Kurtatsch erwähnt. Hier verlief die Feier samt der vorausgegangenen Messe so schön und ergreifend, dass sich auch Andreas Hofer und seine Gefährten, die vom Himmel herunterschauten, sowie die anwesenden Engel darüber freuten. Männergesangverein und Musikkapelle intonierten die Andreas-Hofer-Lieder mit Andacht und Liebe zur Heimat, die Schützen – wie die Musikanten natürlich in Tracht - feuerten ihre Salve in den Winterhimmel, und auch die Feuerwehr, in Uniform, durfte nicht fehlen. So gehen wir mit Optimismus in die kommende Zeit, auch wenn sie schwer sein wird und Opfer fordert. Aber wir sind aufgerufen, uns zu bewähren, und als Lohn wartet die Gemeinschaft der Seligen im Himmel auf uns. Und wir werden alle treffen, die wir gerne kennenlernen bzw. wiedersehen möchten, von Andreas Hofer, Peter Mayr und Josef Vigil Schweiggl über den Kuraten Franz Xaver Mitterer, Angela Nikoletti und Josef Noldin, Josef Mayr-Nusser und Kanonikus Michael Gamper bis hin zum Reimmichl, seinem Kalendermann Bernhard Wurzer, dem Verfasser des begeisternden Buches „Tirols Heldenzeit“ (warum haben die Landesregierungen nicht dieses Buch an jede Familie geschickt?), Sepp Kerschbaumer und seinen Kameraden, Margit Humer-Seeber und Hanns Humer sowie Josef Rampold, Bischof Wilhelm Egger und Kurat Otto Schwienbacher. Hoch das ewige Tirol, denn im Himmel wird es ein neues, nicht verschandeltes, noch herrlicheres Tirol geben, noch schöner, als es in den Romanen Reimmichls zum Ausdruck kommt. Heimat – Glaube – Liebe! (20.2.2010)

Ein Trost sind auch die Worte, welche die Historikerin Margareth Lun gesprochen hat. Bei der Landesgedenkfeier am 21. Februar, die ausnahmsweise beim Sandwirt in St. Leonhard in Passeier stattfand, bezeichnete sie die Europaregion Tirol als Feigenblatt für all jene, die das Thema Selbstbestimmung nicht aufs Tapet zu bringen wagen. („Dolomiten“, 22.2.2010, S. 11 lub). In Tramin wies sie am Todestag darauf hin, dass eine Begnadigung Andreas Hofers durchaus möglich gewesen wäre, aber ausgeblieben ist, da das Haus Habsburg wenig Einsatz dafür gezeigt hätte. Und (neben Meinrad Pizzinini, der in Mantua Hofer als „unerschrockenenen Freiheitshelden“ titulierte, eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber in diesem Jahr des Hasses ein Akt der Zivilcourage) als fast einzige der vielen Gedenkredner, Politiker und Historiker erfasste sie das Wesentliche: Im Jahre 1809 beeindruckten die Tiroler ganz Europa, dass man mit Mut und Einsatz auch das Unmögliche erreichen kann, sagte Lun. („Dolomiten“, 22.2.2010, S. 10 rd)

Um die Tiroler zu beschämen, die sich 2009 so erbärmlich und niederträchtig verhalten haben, geben wir einem Italiener das letzte Wort zu diesem historischen Gedenkjahr. Er wurde bei der Messe am 20. Februar im Andreas-Hofer-Park im Stadtteil Cittadella von Mantua, wo der Passeirer von französischen Soldaten exekutiert worden war, vom Kuraten des Bundes Tiroler Schützenkompanien zitiert. Denn Albino Luciani hat Andreas Hofer als das bezeichnet, was er war: ein Held. In einem Brief, den er nach einem Besuch an Hofers Grab in der Innsbrucker Hofkirche schrieb, erklärte Papst Johannes Paul I. (vermutlich ermordet): „Ich wünsche, dass eure Heldenhaftigkeit, die edel und christlich ist, in und außerhalb Tirols Nachahmer fände.“ („Dolomiten“, 22.2.2010, S. 4 fm)

Verrat, Verrat, Verrat an Andreas Hofer und an Tirol, am Glauben und an der Heimat!
So lautet unsere Bilanz des heute abgeschlossenen Gedenkjahres 1809 -2009. Die Südtiroler Landesregierung hat 4 Millionen Euro für die Feiern ausgegeben, doch viel Geld wurde dazu benutzt, den Mythos Andreas Hofer zu zerstören und gleichzeitig an allem zu kratzen, was mit Glauben und Heimat zusammenhängt. Viele Intellektuelle nagten hinten am Denkmal, viele taten es auch vorn, zum Beispiel jener grüne Schmierfink, der am 200. Todestag des Helden in der Presserundschau des RAI Senders Bozen zitiert wurde mit den Worten: „Der Mythos Hofer stinkt zum Himmel. Hofer gleicht eher den Taliban.“ (Wir wissen weder seinen Namen noch das Presseorgan, das so etwas abgedruckt hat.) Zum Glück floss ein bisschen Geld auch in die Erweiterung des Museums Passeier, das dem Andenken des Sandwirts gewidmet ist. Schade, dass dort der früher gezeigte Film nicht mehr zu sehen ist; er strömte den zum Tal passenden patriotischen Geist aus. Außerdem soll auch das Museum in den Dienst einer kritischen Hofer-Schau gestellt werden; das wurde von oben (nicht vom Himmel) verordnet. Siehe auch unseren Bericht „Andreas Hofer zweimal umgebracht“ weiter unten. (20.2.2010, Andreas Hofers 200. Todestag, und 25.2.2010)

Katholisches Sonntagsblatt auf Irrwegen. Neues Layout ein Missgriff. Reinhold Messner: Wir waren länger Affen. (20.2.2010)

Andreas Hofer zweimal umgebracht: 1810 und 2009. Kürzlich meldete sich der Geist des 1810 erschossenen Sandwirts in einem alten Haus in der Urheimat seiner Väter, wo er anscheinend Zuflucht gesucht hat: „In Gedenkjohr hobn sie in gonzn Lond mein Bild augschtellt – und desmol hobn die oagnen Leit af mi gschossn, hou! Zersch hobn die Franzosen meinen Leib geteatet, und jatz viele Sid- und Nordtiroler meinen Geischt, der ollm no a bissl in gonzn Lond umanondgschweb isch. Obr Gottseidonk isch´s Fegfeier fir mi bol fertig, und wenn i von Himml ochn schaug, muaß i mi nimmer ärgern, sogt die heilige Katharina, hou.“

Bei dem ganzen Geschwätz der Historiker, Künstler und Politiker über eventuelle Fehler und Schwächen des Sandwirts wie Unentschlossenheit, Niedergeschlagenheit in verzweifelter Lage oder die Führung von Prozessen gegen Schuldner („Andreas Hofer war kein Heiliger“) hat von den Gedenkjahrzerrednern natürlich niemand gebührend gewürdigt, daß die drei Siege am Bergisel über die bayerischen und französischen Invasionstruppen Napoleons in ganz Europa als Fanal gegen den Imperialismus wirkten, was letztlich zum Untergang Napoleons führte. Die Tiroler machten nämlich anderen Unterdrückten wie Spaniern und Russen Mut, sich ebenfalls dem Weltkaiser entgegenzustellen. Dass es heute nicht mehr gern gesehen wird, wenn rebellischer Geist gegen die Weltdiktatur der Mächte der Finsternis, demnächst angeführt vom Antichrist, gepflegt wird, ist verständlich, aber nicht zu entschuldigen.

Außerdem sind die Untaten der Gegner fast komplett verschwiegen worden, so zum Beispiel, dass General Macdonald (richtig geschrieben?) in den Jahren nach 1800 das südliche Tirol bis aufs Blut ausgesaugt hat (so der Direktor des Museums Passeier, Albin Pixner, am 30.1.2010, dem Jahrtag des Aufenthalts des gefangenen Andreas Hofer, in Neumarkt). Alle Verleumder Andreas Hofers haben nun ihren Spaß gehabt. Spätestens im nächsten Jahrhundertgedenkjahr wird der Sandwirt den seinen haben, wenn er nämlich von oben herabschaut und sieht, wie all diese Heimatzersetzer von Dämonen zerrupft werden. (25.2.2010, darf bei Quellenangabe „etika.com“ nachgedruckt werden)

Perverses im Radio zum Start in den Tag. Wie es heute zugeht in Südtirol, wie sich die Bevölkerung in den letzten 30 Jahren gewandelt hat, das wird deutlich an dem Wort zum Tage am 30.1.2010 um 6.55 h im RAI Sender Bozen. Die Zuhörer erwarten sich von dieser Morgensendung ermutigende, besinnliche Worte, die in der Regel von Religionslehrern oder anderen christlichen Laien oder Geistlichen vorgetragen werden. Doch auch im traditionellen Südtirol sind die Zerstörer der heilen Welt auf dem Vormarsch, und von Heiligen als Vorbildern hört man immer seltener. Den Vogel schoss jetzt eine in katholischen Kreisen gut bekannte Heidi H. ab. Sie entblödete sich nicht, eine aus Serbien stammende und in New York lebende Performance-Künstlerin namens Abramovicz als Beispiel für „Zivilcourage“ anzupreisen. Jene Dame ohne Herz machte – wenn wir richtig gehört haben - bei einer ihrer Aktionen ein grausiges Spektakel zum Thema, nämlich dass in ihrem Heimatland sowie in China Ratten gefoltert werden, bis sie ihre Artgenossen auffressen – angeblich eine Landessitte zur Rattenbekämpfung. Die perverse „Künstlerin“ musste nach ihrer „Aktion“ eine halbe Stunde duschen, bis der Gestank von Blut und Knochen verschwand. Und diese Schauergeschichte wurde den Leuten, darunter unzähligen Kindern, zum Frühstück serviert. Solche Tiefschläge sind es, die sensible Menschen dazu bringen, an der Menschheit zu verzweifeln. Die Verfasserin hat jedenfalls ihrem hübschen Tiroler Namen Unehre gemacht und dazu ihren Schülern am P. G. in M. (wenn wir uns nicht verhört haben) ein denkbar schlechtes Beispiel geliefert. Armes Südtirol, wie weit bist du gesunken! So langsam beginnt man sich auch vor dem zu fürchten, was im Radio alles an Törichtem und Bösem gesagt wird, und schaltet ihn gar nicht mehr ein, um sich nicht ärgern zu müssen.

Mit solchen „Gusto-Stückerln“ reiht sich Südtirol ein in das Kulturschaffen im gesamten deutschen Kulturraum, wo „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“ (gleichnamiges Komödie, uraufgeführt im Kölner Schauspiel, NWZ 11.1.2010) das Sagen haben und niemand anderen mehr aufkommen lassen. Wer in der Kultur nach oben will und nicht pervers ist, hat keine Chance mehr.

Zu dieser ganzen Dekadenz passt, wenn der Experte irgendeines Verbandes zum Thema süchtigmachende Computerspiele meint, Kontrolle sei der falsche Weg. Eltern sollten ihre Kinder vielmehr dabei begleiten. (RAI Sender Bozen, 7.2.2010, Nachrichten, ca. 8.09 h) Na dann viel Spaß Eltern und Kindern beim Abtrennen von Köpfen, sadistischen Quälereien, Tierporno und tausend anderen Abartigkeiten!

Wanderweg-Entschädigung für Bauern! Es ist höchste Zeit, unnütze Auf- und Abstiege zu eliminieren sowie asphaltierte Wanderwege durch asphaltfreie zu ersetzen. Die Landesregierung sollte Bauern für das Durchgangsrecht auf Wanderwegen, die durch ihre Wiesen und Felder, Wälder und Weinberge führen, eine jährliche Pacht zahlen. Bauern, die solche Wege trotzdem sperren, sollten keine Subventionen mehr erhalten. Denn auch die Landwirtschaft Südtirols lebt vom Fremdenverkehr, und der Ausbau eines Netzes von asphaltfreien und, wo es möglichst ist, ebenen Wanderwegen sollte oberstes Gebot für die Landesregierung sein. (26.1.2010)

Jeder vierte Südtiroler chronisch krank. Immer älter, kränker und teurer. Senioren als Kostenfaktor. (Dolomiten 20.11.2009) Wir empfehlen dem Landesrat für Gesundheit die Lektüre unserer Gesundheitsseiten sowie jener über das Klimahaus.

3 Wünsche an den Sender Bozen. 1. Bitte nicht die einfachsten Rundfunkregeln missachten! Vor und nach einem Interview sollte der Name des Gesprächspartners genannt werden, anders wie am 10.12.2009: „Das war das Morgentelefon zum Thema Brennerautobahn. Am Mikrophon verabschiedet sich …“ Oft wird der Hörer erst während des Gesprächs auf etwas aufmerksam und möchte gern den Namen des bzw. der Sprechenden bzw. Interpreten/Interpretin wissen. Ebenso wünscht man sich das bei schönen Liedern, natürlich nicht bei dem nervenden amerikanischen Pop- und Rockmusik-Gehämmere. 2. Da wären wir schon bei der Musik. Wäre es nicht möglich, in der Früh normale Unterhaltungsmusik zu bringen, normale deutsche Schlager aus dem 20. Jahrhundert, auch gefällige Musik aus anderen Ländern, zum Beispiel Schweiz, Spanien, Frankreich, Kroatien, Serbien, Griechenland, Kuba, Paraguay usw. Früher vor dem Programmwechsel brachte der Sender Bozen so schöne Musik; Namen wie Lanz, Degle und Rudi Gamper sorgten für gehobene Qualität. Wer schickt denn heute den ganzen englischen Mist über Ätherwellen in die schönen Südtiroler Stuben? Man möchte davonlaufen, aber auch die Namen dieser unbekannten Piraten wissen, welche Jung und Alt früh und spät mit Rock- und Pop-Rhythmen bombardieren und terrorisieren. Gäbe es nicht die gelegentlichen Sendungen mit echter Volksmusik (vor allem Montag und Mittwoch abend sowie Sonntag morgen, auch die Sendungen mit Peter Ortner, Markus Laimer, Heike Tschenett usw.), wäre der Verfasser längst auf den ORF-Sender Radio Tirol umgestiegen. Und die schräge, sogenannte neue Volksmusik kann sich die Moderatorin E. an den Hut stecken. 3. Wunsch: bitte den Sprechern etwas Allgemeinbildung beibringen sowie Grundkenntnisse in Französisch. Es ist peinlich, wenn man hören muß: „Curakao“ statt Curaçao, „Karl Gott“ statt Karel, „Dschenua“ statt Genua oder Dschenova, „Géthsemáne“ statt Gethsémané. Vorsicht auch mit Worten wie „Daiana“; ist die unglückliche Prinzessin Diana nicht schon eingedeutscht? Vielleicht irren wir uns auch. Mit kollegialen Grüßen, R. L. 7.12.2009

Zwei Drittel der Bevölkerung Südtirols behaupten, sie seien perfekt zweisprachig. Dies soll eine Umfrage laut RAI Sender Bozen (Anfang Dezember 2009) ergeben haben. Kurzkommentar: 3 x kurz gelacht. Der eine oder andere Bewohner Südtirols kann zwar in zwei Sprachen alltägliche Dinge reden, aber in zwei Sprachen anspruchsvolle Texte schreiben können die wenigsten. Wir kennen jedenfalls niemanden, der in Wort und Schrift perfekt zweisprachig ist. Und Hochdeutsch reden können auch nur wenige, aber das ist nicht schlimm, denn Schwaben und Bayern können auch nicht hochdeutsch reden. Wer glaubt, er wäre perfekt zweisprachig, den würden wir gerne testen anhand einer Zeitung vom Tage.

Eine junge, nette, blonde, intelligent aussehende Postbeamtin in B. zählt die Marken auf einem Brief und tippt in die Rechenmaschine ein: 10 x 23 Cent und 2 x 10 Cent = 2.50 Euro. „Richtig“, sagt sie zu dem Kunden. Im Kopf wär´s schneller gegangen. Poirots kleine graue Zellen. (12/2009)

Der vergessliche Wirt. Bar A. in M., J.-S.-Str. Sonntag, 22.11.2009, 13.58 h. Ein Gast, der zum erstenmal hier ist, bezahlt einen Lattemacchiato mit einem 10-Euro-Schein. Der bebrillte, ältere Mann hinter der Theke gibt auf 5 Euro heraus. Auf Nachfrage rückt er noch einen 5-Euro-Schein heraus. 14.00 h. Ein junges Paar kauft Gauloise-Zigaretten. Der Jüngling zahlt mit einem 20-Euro-Schein. Der Barmann gibt auf 10 Euro heraus. Auch dieser Gast bemerkt das Versehen. Wer spielt das Spiel weiter? Fortsetzung der Geschichte jedenfalls in dem geplanten Roman „Die kommende Gerechtigkeit“. Zumal dies dem Berichterstatter auch andernorts passiert ist, aber jeweils mit 50-Euro-Scheinen; er hat es damals zu spät gemerkt, um noch reagieren zu können. Aber die Gesichter hat er sich gemerkt.

Hat der Landesrat für Fremdenverkehr schon dafür gesorgt, daß an jeder Hütte und an jedem Gipfel, die auf Wanderkarten eingezeichnet sind, kleine Hinweistäfelchen mit dem Namen und der exakten (nicht der geschätzten, wie in diesem Land leider zu befürchten) Meereshöhe angebracht werden? Dies würde die Sicherheit tausendmal mehr erhöhen als die von italienischen Chauvinisten und ihren deutschsprachigen Mitläufern geforderten zweisprachigen Hinweistafeln. (30.10.2009)

Verrat im Gedenkjahr. Welcher Geist ist nur in die Volksbühne St. Magdalena Gsies gefahren, daß sie ausgerechnet im Gedenkjahr das Theaterstück „Do Haspinger“ aufführt, in dem der Kapuzinerpater ebenso wie Andreas Hofer „entmythisiert“ werden? Vom Lesen der Rezension Hugo Seyrs in den „Dolomiten“ (leider ohne Datum, zwischen August und Oktober 2009) haben wir bereits die Schnauze voll.

Bürgernetz ist das falsche Wort. Denn viele Südtiroler, vor allem ältere und solche in entlegenen Gebieten, haben keinen Internet-Anschluß. Das auf seine Autonomie so stolze Land Südtiroler ist ja nicht einmal imstande, jedem Bürger einen Telefonanschluß zu garantieren. Beispiel auf Wunsch. (26.10.2009)

Die hochbezahlten Tourismus-Manager Südtirols, die über ein Millionenbudget verfügen, sind noch nicht darauf gekommen, daß sie noch viel mehr Geld in die Fernsehwerbung stecken könnten, wenn Tausende Hinweistafeln wie  etwa „Europäischer Fernwanderweg E 5“, die in entgegengesetzte Richtungen zeigen, nicht übereinander angebracht werden. Man könnte sich die Hälfte der Schilder sparen, wenn nur eines angebracht wird mit abgeschrägten Ecken auf beiden Seiten als Richtungspfeilen. Erstaunlich, dass noch niemand von den Verantwortlichen im Lande auf diesen Gedanken gekommen ist, obwohl sie so hohe Gehälter beziehen. Wofür eigentlich? - Die unnützen doppelten Hinweisschilder fehlen natürlich an anderen Stellen: Wenn man zum Beispiel von Pfelders kommt und um den ersten Hof umgeleitet wird, weiß man nicht, ob man auf der Asphaltstraße links oder rechts gehen muß. Tip: rechts.

Verräter in Bozen. Den Weg von St. Martin bzw. St. Leonhard zur Pfandleralm, wo in der Nacht vom 27. auf 28. Jänner 1809 Andreas Hofer gefangengenommen wurde, schmücken äußerst informative Hinweistafeln. Auch der Kenner lernt noch Neues dazu. So bei Station 9: „Auf der Pfandleralm erfährt Andreas Hofer von Geldern, die England den Tirolern zur Verfügung gestellt hat. Hofer schöpft neue Hoffnung. Er schickt einen Vertrauten zu Kaiser Franz, der einen Scheck über 11.000 Gulden der englischen Gelder ausstellt. In Bozen werden die Wertscheine jedoch aus Misstrauen nicht in Bargeld gewechselt. Hofer erhält diese Nachricht wenige Tage vor seiner Gefangennahme, ebenso ein Schreiben des Kaisers (Franz) mit dem Rat, nach Österreich zu fliehen.“ Bei Station 3 erfährt der Wanderer, dass der Verräter Franz Raffl seine Stieftochter vergewaltigt hat. Erschüttert liest der Patriot bei Station 13 die Lebensgeschichte des letzten Gefährten Hofers, seines Schreibers Kajetan Sweth. Ehre seinem Andenken! – Das unaufhörliche Geschnatter einer vierköpfigen Gruppe von Wanderern beeinträchtigte die andächtige Stimmung des Berichterstatters erheblich. Er erinnerte sich an die erste Aktion seines Lebens, als er als junger „Waldläufer“ der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald an einem Baum im F. ein Schild anbrachte „Seid ruhig im Wald!“ und an den Befehl des früheren „Dolomiten“-Chefredakteurs Dr. Josef Rampold: „Beim Aufwärtsgehen wird nicht gesprochen!“ (20.10.2009)

Die Heldentat des Tiroler Gedenkjahres 1809-2009. Mahatma Gandhi stand Pate, als die Schützen des Burggrafenamtes ihre Geringschätzung der Politiker auf friedliche, vornehme Weise zum Ausdruck brachten. Beim historischen Landesfestumzug 1809-2009 in Innsbruck marschierten die zirka tausend „Mander“ an der Tribüne vor der Innsbrucker Hofburg vorbei, ohne die Ehrengäste zu grüßen. Darunter befanden sich neben Vertretern Südtirols und des Trentino der sozialistische Bundespräsident Heinz Fischer, der Bundeskanzler Werner Feymann, ebenfalls SPÖ, sowie der Nordtiroler ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter, der in letzter Zeit bei Tiroler Patrioten mit manchen Wortmeldungen Ärgernis erregt hatte. Eine solche Aktion nennt man Zivilcourage. Die „Dolomiten“ intervenierten mit der wertenden, noch dazu abwertenden Überschrift: „Gäste beleidigt, sich selbst blamiert“ (22.9.2009), was in einem redaktionellen Bericht gar nicht zulässig ist. So aber wurde die eminent politische Bedeutung dieses Vorgangs (Bekenntnis zur friedlichen, gewaltfreien Aktion statt eventueller Drohungen) ins Lächerliche gezogen. Zumal auf Seite 6 die Berichte „Opposition zeigt Verständnis für Affront der Burggräfler“ (eigentlich nur Ulli Mair, denn Andreas Pöder hätte salutiert) und der Bericht über die Transparente „Los von Rom“ als Randerscheinung nach unten verbannt wurden, um für einen großen Bericht über 19 000 Andreas-Hofer-Festbratwürste (sie wären 5,5 km lang) Platz zu machen (21.9.2009) Allgemein sollten Zeitungen sich nicht von vornherein auf die Seite der Mächtigen stellen, sondern kritische Distanz wahren. Sonst verlieren sie ihre Bedeutung als vierte Macht in der Gesellschaft. Jede Zeitung sollte sich bewußt sein, daß sie ein breites Spektrum von Lesern hat, und diesem Spektrum hat sie durch objektive Berichterstattung Tribut zu zollen. Wenn sie das Ganze sachlich kommentiert, so ist das ihr gutes Recht. Aber bitte nicht einen solchen Kommentar als Titel. Das bringt nur die Gemüter auf. Jedenfalls bekommen die Burggräfler Schützen von uns hiermit die etika.com-Auszeichnung des Jahres. Vorausschauende Übereinkommen der deutschen und ladinischen Südtiroler mit den hier lebenden Italienern sowie gewaltfreie Aktionen wie die von Innsbruck statt Attentaten und Bürgerkrieg, das müssen die Losungen der Zukunft sein!

Insgesamt Lob für öffentlichen Verkehr. Aber bessere Organisation und Information nötig. Vor allem bei der Bahn fehlt es an der Pünktlichkeit.
Wenn wir bisher viel kritisiert haben, so immer aus gegebenem Anlaß. Insgesamt aber wollen wir der öffentlichen Verwaltung sowie den Verantwortlichen und Bediensteten der Verkehrsbetriebe ein Lob aussprechen. Aber wie es bei den Zeitungen ist, so auch hier: das Aktuelle, Aufregende verdrängt das Regelmäßige, Langweilige. Warum plötzlich ein Lob? Weil es dem Berichterstatter gelungen ist, in 3 ¼ statt 4 oder 5 Stunden an den gewünschten Ort zu kommen, und zwar dank der neuen City-Busse und weil sich die notorische Zugverspätung Meran-Bozen in Grenzen hielt. A propos City-Busse: Wenn, wie am 24.7. um ca. 12.25 h der Bus die Traminer Weinstraße zweimal befährt, um die Runde durchs Dorf machen zu können, und keine einzige Person ein- oder aussteigt, dann ist zu fragen, ob diese Runde nicht Zeit- und Spritverschwendung ist und ob nicht die alte, große Bushaltestelle genügt hätte. Zumal sich viele nicht mehr auskennen, wo sie einsteigen müssen. Weiterer Kritikpunkt: Es geht nicht an, dass eine Familie mit zwei Kindern von 6 und 10 Jahren für die Strecke Pfelders-Meran 18 Euro zahlen muss. Touristen müssten in ihren Beherbergungsbetrieben und an Informationstafeln darauf hingewiesen werden, dass sie mit einer Wertkarte von 5 oder 10 Euro einen viel niedrigeren Preis bezahlen. – Drittens: Das System des öffentlichen Verkehrs krankt an der niedrigen Auslastung. Deshalb müssten mehr Parkplätze sowie Radständer an Bahnhöfen bereitgestellt werden. Sicher würde es die Leute zu Bahn und Bussen treiben, wenn die Parkplatzgebühren in den Städten verdoppelt würden.

P.S. 14.8.2009 Wer hat nur die Citybus-Runde durch Tramin mit zweimaligem Halt oberhalb des Freibades geplant? Die Leute sollen ein bisschen zu Fuß gehen, sonst werden sie immer noch fetter und kränker. Der Weg zur zentralen Bushaltestelle ist sowohl in Tramin als auch in Kurtatsch jedermann zumutbar. Und was nutzen die kleinen, wenigen, schnellen Citybusse, wenn sie zu spät ankommen und der Anschlusszug oder -bus nicht erreicht wird? Da fehlt es an der richtigen Organisation. Es ist doch ein Unding, bei Anschlüssen nur 3 oder 4 Minuten einzuplanen, wenn es laufend Verspätungen gibt. Entweder Pünktlichkeit bei Bus und Bahn oder etwa 10 Minuten Sicherheitsabstand zum Umsteigen. Am 14.8.2009 gelangte der von Tramin kommende Citybus erst um 13.35 h in Auer an, mit 5 Minuten Verspätung, als der 13.35-h-Zug gerade abfuhr. Der Fahrer fuhr im Vergleich zu anderen Fahrern betont langsam; hätte er mehr Gas gegeben, hätte der Anschluss noch geklappt. Konkret: Künftig bitte an den gewohnten Haltestellen halten, wo auch die großen Busse halten, und nicht Zeit und Sprit verschwenden mit kompletten Dorfrunden!

Rückgang des Fremdenverkehrs – kein Wunder. Das abflauende Interesse liegt – abgesehen von der Wirtschaftskrise - erstens an den Mängeln des Wander- und Radwegenetzes. Für Senioren und Jugendliche bieten diese zu viele Hindernisse und Schwierigkeiten. Siehe unsere Kritik vor allem unter ETIKA 5 bei den Wanderungen, aber auch den Schluß von Tirol: Bund mit dem Herzen Jesu gebrochen.

Zweitens ist das Essen im Gasthaus in Südtirol meistens zu teuer. Drittens fehlt es an kulinarischen Spezialitäten nach Landesart. Wirte, die sich über ausbleibende Gäste wundern, brauchen nur einmal durch eine süddeutsche Stadt zu gehen. Dort überbieten sich die Gasthäuser mit Sonderangeboten wie Menü für 5.90 Euro; und die Getränke sind billig, man bekommt auch 0,5-Liter-Gläser statt wie hier meistens nur 0,4 l. In Südtirol zahlt man für eine große Apfelschorle an vielen Orten 3.00 Euro oder mehr; das ist unverschämt, da die Schorle ja zur Hälfte aus Wasser besteht; ähnlich ist es beim Holundersaft. Verhältnismäßig wenige Betriebe bieten Schlutzkrapfen, Spinat-, Kas- oder Ronenknödel, Nocken, Spinatspatzlen (viele Gäste wollen dabei keinen Schinken) und dergleichen lokale Leckerbissen an. Am besten scheint die Gastronomie im Pustertal und Eisacktal zu sein. Ansonsten muß sich der Gast durch viele Gasthäuser durchessen, bis er einmal auf ein Haus trifft, das Mahlzeiten in Spitzenqualität zu vernünftigen Preisen anbietet wie das Lamm in St. Martin i. P., das schon für seinen Abwechslungsreichtum eine Medaille verdient. Da wird man dann gern Stammgast. Außerdem hapert es oft mit der Gastfreundschaft. Heute erlebtes Beispiel: Jemand sitzt auf einem Berggipfel, ein junger Einheimischer kommt dazu, doch diesem fällt es nicht ein, „Grüß Gott“ zu sagen; schweigend geht er vorbei. Da fehlt es an der Erziehung in Elternhaus und Schule.

Weiters tun sich viele Touristen schwer, die Mängel des öffentlichen Verkehrs zu schlucken, vor allem die fehlende Information. Bei den Bussen erlebt man seit Einführung des Sommerfahrplans schlimme Überraschungen, denn in Tramin und Kurtatsch zum Beispiel fahren die kleinen, fälschlich Citybusse genannten Fahrzeuge nicht mehr an den gewohnten Omnibushaltestellen weg, sondern mitten im Dorf. Sie sind pünktlich, aber die Züge nur selten. Der Berichterstatter befährt häufig die Strecke Meran-Bozen, doch fast noch nie ist ein Zug, den er benutzt hat, pünktlich angekommen, und fast jedesmal versäumt er die Anschlußbusse nach Passeier und manchmal auch ins Unterland. Ein Anruf bei der Mobilitätszentrale des Landes war für die Katz. Wenn ein Zug steckenbleibt wegen eines Stromausfalls (ebenfalls mehrfach erlebt auf der Strecke Meran-Bozen), dann informiert kein Schaffner und keine Schaffnerin die Reisenden; wer sich auskennt, stürmt den nächsten Bus in Vilpian oder Sigmundskron; die anderen bleiben buchstäblich auf der Strecke.

Aktuelles Beispiel vom 13.7.2009. Am Bozner Busbahnhof erscheint der Bus nach Tramin nicht, der um 8.37 h abfahren sollte. Die Sexbombe am Schalter gibt zwar jedermann ihre Reize unverhüllt preis, aber dafür eine falsche Auskunft: „Sie müssen nur Geduld haben!“ (Kommentar: Viel … und … ; gestrichen mit Rücksicht auf die neuen Privacy-Gesetze. Es ging uns übrigens schon einmal so bei einem Auftritt der Original-Oberkrainer mit Slavko Avsenik in Stein. Da haben wir ebenfalls die genauso fesche und genauso falsche Auskunftsdame gefragt, denn sie wußte nicht einmal, daß gerade das „Trompetenecho“ gespielt wurde, weshalb der Artikel einen falschen Schluß bekam.) Der Bus kommt nicht mehr. Wozu ist die Landesregierung eigentlich so stolz auf das so genannte Mobilitätszentrum? Warum informiert es die Reisenden über solche Zwischenfälle nicht rechtzeitig und richtig, damit sie auf die Bahn ausweichen können? Warum stellt es keinen Ersatzbus? Wenn es dazu nicht imstande ist und die Situation nicht unter Kontrolle hat, sollte es entweder den Namen wechseln – oder die für den Schlendrian im öffentlichen Verkehr (mangelhafte Information, ständige Verspätungen) Verantwortlichen sollten die Konsequenzen ziehen. Es geht doch nicht an, daß den umweltbewußten Benutzern öffentlicher Verkehrsmittel so viel Zeit gestohlen wird!

Hätten die Verantwortlichen im Lande das Nötige getan, gäbe es keinen Rückgang des Fremdenverkehrs. Wo bleiben zum Beispiel die Barfußwege, die Kneippanlagen, die lebendige Volkskultur einschließlich der echten Volksmusik? Letztere wird immer mehr verdrängt durch elektronische Musik, wird vermengt mit Jazz, und die Musikkapellen setzen den Zuhörern die langweilige konzertante Blasmusik vor statt Märsche, Operetten und Polkas. Zum Glück gibt es noch Volksmusiker, die uns begeistern mit Zitherklängen, Jodlern oder im Oberkrainerstil, wie die Lechner-Buam beim Panorama-Wandertag am 12.7. und viele andere Gruppen beim baldigen großen Oberkrainertreffen am 15.8.2009 in Pfelders, Hinterpasseier. (18.7.2009)

Vor der 2. Option. Heute verlangen italienische Politikerinnen wie Biancofiore und Trevisan (letztere am 19.5.2009, ca. 13.25 h im RAI Sender Bozen), die Schützen abzuschaffen. Morgen werden ihre Nachfolgerinnen verlangen, daß die deutschsprachigen Südtiroler das Land verlassen sollten, wenn ihnen die multikulturelle Gesellschaft nicht gefällt. Eine neue Option zeichnet sich ab. O heiliges Land Tirol! Herz Jesu, rette uns!

So sehr wir die Wahl von Richard Theiner (vom Arbeitnehmerflügel, Landesgesundheitsrat, für Selbstbestimmung) zum SVP-Obmann begrüßen, so sehr bedauern wir seine Entscheidung, einen notorischen jungen Parteikritiker zum politischen Sekretär vorzuschlagen. Ein gewaltiger Mißgriff, womit er die SVP in gefährliche Gewässer steuert; er wird die Volkspartei viele Stimmen kosten. Die Sache erinnert uns an eine Abstimmung bei einer SVP-Landesversammlung vor langer Zeit; Stichwort Köfferchen. (19.5.2009)

Volksanwältin für wen? Die Südtiroler Volksanwältin Volgger hat die politische Losung „Einheimische zuerst“ scharf kritisiert. Dies meldete der RAI Sender Bozen. „Einheimische zuerst“ könne kein Kriterium für die Vergabe von Sozialleistungen sein. (6.5.2009, 13.05h) Weiß sie nicht, daß sie indirekt von der Südtiroler Bevölkerung gewählt ist, daß sie als Volksanwältin die Interessen des eigenen Volkes zu vertreten hat, wie ihr Name besagt, also der Südtiroler? Statt dessen macht sie sich für Einwanderer stark, wenn diese Sozialleistungen dringender bedürfen. Es ist aber doch klar, dass Einwanderer in der Regel ärmer sind (Rauschgifthändler und dgl. ausgenommen) und daher leichter Bedürfnispunkte erreichen und somit gegenüber Einheimischen privilegiert werden, somit leichter eine Wohnung erhalten und so weiter. Warum erinnert niemand daran, daß die ganzen Sozialleistungen auf dem Generationenvertrag aufbauen? Die Eltern der heute bedürftigen Südtiroler bzw. die mittlere und junge Generation selbst haben fleißig ihre Steuern und ihre Anteile an der Renten-, Krankenversicherung usw. bezahlt – und nun sollen sie kein Anrecht darauf haben? Wenn die Politiker usw. die einheimische Bevölkerung benachteiligen, wird die Unzufriedenheit wachsen und soziale Unruhen sind möglich. Warum nicht gerecht vorgehen? Südtiroler bekommen ja auch nichts oder wenig, wenn sie im Kongo oder in Pakistan um Sozialhilfe ansuchen. Natürlich muß man Nächstenliebe üben, aber es ist ein Unterschied, ob man Bettlern ein Almosen gibt oder ob diese ein gesetzliches Recht auf ein Gehalt wie die arbeitende Bevölkerung haben. Wenn der grüne Kusstatscher ein Mindestgehalt für jeden plant, so ist es ungerecht, wenn nur die in Südtirol wohnenden oder hierher gezogenen Menschen ein Anrecht darauf haben. Diese Neuerung müsste dann für alle Menschen der ganzen Welt gelten, denn alle Menschen sind Brüder. Warum soll ein Mann aus Sierra Leone in Südtirol ein Mindestgehalt bekommen und sein Nachbar in Sierra Leone nicht, der vermutlich bedürftiger ist als der Emigrant, denn er hat das Geld nicht zusammengebracht, das er für die Schlepper gebraucht hat? Wir sind für gerechte Lösungen (siehe das ETIKA-Überlebensprogramm), die allen nutzen, Einheimischen wie den Menschen der Dritten Welt, die unter der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise viel mehr leiden als wir Europäer.

Alessandro Urzì steigert den Südtirolkonflikt ins Groteske. Sven Knoll von der Südtiroler Freiheit hat im Landtag den Bericht eines gefolterten Freiheitskämpfers der sechziger Jahre verlesen. Alessandro Urzì bezeichnete den Bericht als Verleumdung und Schmähung der Staatsorgane. Es habe keine Folterungen gegeben. (RAI Sender Bozen 6.5.2009) Weiß er eigentlich, in welchem Land er lebt, kennt er die Geschichte nicht?

Der Fall Ellecosta – Operationszone Alpenvorland – Südtirol unter deutscher Herrschaft 1943-1945

Numerati come gli ebrei“. Sparate di Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit) e Martha Stocker (Südtiroler Volkspartei) contro la poliziaitaliana“. Autodeterminazione. È questo il tema al cuore della marcia degli (3000) Schützen sabato a Brunico. Contro il fascismo e il monumento all´alpino, era la parola d´ordine rivendicata, ma negli striscioni dominano “Los von Rom”, “Für Tirol” e, appunto, “Selbstbestimmung”.  ... E la Zett (Sonntagszeitung) si schiera: Ein Tirol. (Alto Adige 27.4.2009, pag. 7)

Warum fordern Südtiroler nicht die Aufhebung des Unrechtsvertrags von St. Germain?

Ein Beobachter in Süddeutschland meinte zu den vielen derzeitigen antifaschistischen Kundgebungen und Erklärungen der Schützen und deutschen Parteien in Südtirol: „Nicht die Faschisten und Nationalsozialisten haben Tirol zum ersten Mal geteilt, sondern demokratische Regierungen des Westens. Warum verlangt niemand, das Unrecht von St. Germain und Versailles wiedergutzumachen? Es waren die Sieger des Ersten Weltkrieges, voran die Amerikaner, welche die von ihnen propagierten Prinzipien als Lügen und Augenauswischerei entlarvt und Südtirol an die Italiener verschachert haben, weil diese ihre Bündnispartner Deutschland und Österreich verraten haben.“

Wenn Italiens Außenminister und früherer EU-Kommissär Franco Frattini behauptet, wer die Selbstbestimmung anstrebt, begehe ein schweres Verbrechen (im „Standard“, kritisiert vom Kammerabgeordneten Karl Zeller in den „Dolomiten“ vom 20.4.2009, S. 9, hof), so ist dies absurd. Südtirol ist ja zwangsweise ohne Befragung der Bevölkerung von den Kriegssiegern Italien einverleibt worden. Das Zeitargument zählt nicht. Auch die Juden sind nach Jahrtausenden in ihre Heimat zurückgekehrt, und außer den Palästinensern akzeptieren dies die meisten Staaten (wobei wir möchten, dass die Palästinenser endlich ihren eigenen Staat bekommen, mit der Hälfte der Halbinsel Sinai). Wir gehen sogar soweit, auch den Indianern das Recht auf ihr Land zuzugestehen, auch den Serben im Kosovo, den Kurden im Irak usw., von den Tibetern ganz zu schweigen, die wie die Indianer mit Gewalt und dubiosen Verträgen um ihre Heimat betrogen worden sind.

Im übrigen würde es den Südtirolern gut anstehen, wenn sie Äthiopiern ein Vorrecht bei der Einwanderung und Arbeitsvergabe vor z. B. Marokkanern, Tunesiern, Pakistani, Albanern und Rumänen einräumen würden. Sie wissen warum. Wer es nicht weiß, schaue sich in der Kurtatscher Kirche hinten rechts das Bild vom Abessinienkrieg an. (26.4.2009)

 

Schützendenkmal für Biancofiore und Konsorten. Sollte Südtirol doch noch ein unabhängiger Staat werden, dann sollten die Schützen nicht versäumen, im Park hinter dem Siegesdenkmal in Bozen ein Denkmal für Micaela Biancofiore, Alessandro Urzì (nicht Mario!!!) und Donato Seppi aufzustellen. Sie haben mit ihren Provokationen (z. B. Biancofiore jetzt wieder: „Schützen verbieten!“) maßgeblich zur Polarisierung und zum Erwachen eines neuen Heimat- und Nationalbewusstseins der Südtiroler beigetragen. Natürlich könnte man auch gewisse Südtiroler in Stein gemeißelt dazustellen … (26.4.2009)

 

„Südtirol wird nie mehr ein deutschsprachiges Land sein und soll es auch nicht.“ (Reinhold Messner am 23.4.2009, 17.09 h, im RAI Sender Bozen) Aus rechtlichen Gründen, genauer gesagt, aus Angst, eine Anzeige wegen Verleumdung oder ähnlicher Straftaten zu bekommen, vermeiden wir es, dieser Aussage den notwendigen Kommentar hinzuzufügen. Die Schützen sollten sich gut überlegen, mit wem sie künftig gemeinsame Veranstaltungen organisieren. Unser Trost bleibt das Jüngste Gericht: Vielleicht gibt es auch dort den Tatbestand der Volksv. Außerdem denken wir an Dante.

 

Killer für Südtirol-Aktivisten. Tagebuch Montanellis: „Minister Saragat wollte Aktivisten in Innsbruck ermorden lassen“. (Dolomiten, 30.2.2009, S. 9) Zu lesen ist dies in Montanellis Tagebüchern „Conti con me stesso“. Auszüge veröffentlichte am 29.3.2009, Seite 28, der „Corriere della Sera“:

Roma, 26 settembre 1966. Castiello mi dice che Saragat è in preda a una crisi du furore nazionalista contro i terroristi dell´Alto Adige. Voleva chiamare il capo della polizia, Vicari, per ordinargli di spedire a Innsbruck dei sicari per uccidere i mandanti.”

Der Journalist und Südtirol-Freund Indro Montanelli zitierte Saragat auch mit folgenden Worten, die dieser gebrüllt habe: „Eine Demokratie … ist angehalten, sich einer Straftat zu enthalten, aber nur innerhalb der eigenen Grenzen. Jenseits davon …“
Zielscheibe Nr. 1 dürfte natürlich Dr. X gewesen sein.

 

SVP-Reformparteitag wird zum Schlamassel. Entgegen einer Resolution über die Gleichbehandlung aller beschloß ein außerordentlicher Parteitag am 29.3.2009 in Meran eine Statutenreform mit total unterschiedlichen Mandatsbeschränkungen für die Amtsträger. Entrüstet reagierten einige Landesräte darauf, daß sie nach 15 Jahren abtreten müssen – ebenso wie die Bürgermeister. Hingegen dürfen alle Parlamentarier 25 Jahre ihr Amt ausüben, dem Landeshauptmann wurden überhaupt keine Grenzen gesetzt. Chefredakteur Toni Ebner fragte in den „Dolomiten“, wo Landeshauptmann Luis Durnwalder gewesen sei, „als die Delegierten seine Landesräte rasierten“. „Führungslosigkeit war .. der dominierende Eindruck … Niemand hat gewußt, wohin der Weg führen soll. Die Beliebigkeit hat sich breit gemacht. … Die Delegierten mussten sich in der Hand von Dilettanten gefühlt haben. … es braucht endlich wieder eine klare Vorgabe, wohin der Weg gehen soll anstatt Strategien, wie schmeiße ich den/die XY raus, damit ich seinen Job bekomme.“ (30.3.2009) Natürlich würde es sich seltsam ausnehmen, wenn nun die gechassten Landesräte und Bürgermeister zum Beispiel von den laut „Dolomiten“-Meinungsumfrage im Aufwind befindlichen Freiheitlichen (Richtung 20-Prozent-Marke) aufgenommen würden, um eventuell ihre Ämter weiterführen zu können, denn gerade die Freiheitlichen hatten ja die selbstherrliche Machtausübung der Landesregierung und der „Dorfkaiser“ heftig kritisiert. Ob es den Totengräbern diverser Richtungen in der Südtiroler Volkspartei gelingt, ihr Werk fortzusetzen, oder ob unabhängige Leute mit Visionen die insgesamt doch recht verdienstvolle SVP noch einmal aus dem Tief herausreißen können, wird sich bald zeigen. Ohne eine starke Einheitspartei, zumindest eine einheitliche Front der deutschen Parteien SVP, Freiheitliche, Südtiroler Freiheit und Union für Südtirol bekämen die Gegner der deutschen Minderheit Oberwasser und die Südtiroler würden der Verelsässerung ausgeliefert.

 

Schmach über die Gedenkjahrmörder Andreas Hofers

 

Elmar Pichler-Rolle: „Autodeterminazione? No grazie“. L´Obmann: Critiche ai rivali Theiner e Widmann: „Siamo in Europa, mi oppongo a altri confini“. (Corriere dell´Alto Adige, 28.3.2009, pag. 3)

 

Neustrukturierung auch in Südtirol unumgänglich. Es war und ist falsch, soviel Steuergelder in die Industrie zu pumpen oder die Exporte nach Asien zu subventionieren. Die Südtiroler müssen endlich erkennen, daß sie kein Industrieland sind, sondern ein einzigartiges Natur- und Kulturparadies. Jene Arbeitskräfte, die nun in der Industrie frei werden, sollten im Tourismusgewerbe untergebracht werden. Die Steuergelder sind in die Wanderwege und dergleichen zu investieren, nicht in die zum Untergang verurteilte Automobilindustrie und ihre Zulieferbetriebe. Nur der Bauernstand und der Tourismus können Südtirol in dieser schwersten aller Krisen retten. (12.3.2009)

 

Die Freiheitlichen und die Führung der Schützen sind gegen Bürgerwehren. Unterdessen streifen gewisse Elemente (die wir nicht nennen dürfen, sonst werden wir Opfer der Bluthunde, die auf alle Gerechten und Freunde der Schwachen angesetzt sind) auf der Suche nach wehrlosen Frauen durch die Kondominien (gesehen am 10.3.2009 in M.). Und G. F. lacht dazu. Auflösung des Rätsels beim Jüngsten Gericht.

 

Alle, die den Helden Andreas Hofer in diesem Gedenkjahr demontieren, übergeben wir symbolisch den Feinden des Heiligen Landes Tyrol. Warum verlegen sie eigentlich nicht ihren Wohnsitz ins Ausland? (Kalterer See 28.2.2009)

 

Die Schützen erneuern dankenswerterweise Bildstöcke und Kapellen. Sie sollten aber auf den Tafeln nicht nur ihre Kompanie erwähnen, sondern auch den Namen des oder der Heiligen nennen, wenn diese nicht allgemein bekannt sind. Viele junge Leute kennen fast gar keine Heiligen mehr. (Gr., 27.2.2009)

 

Es geht nicht an, Wanderwege einfach abzusperren, ohne eine Umleitung anzubieten. Es ist eine Unsitte mancher Gemeindeverwaltungen, noch dazu in touristischen Gegenden, einfach ein Band und das Schild „Arbeiten“ anzubringen und ein halbes Jahr oder noch länger nichts zu tun, um den Weg wieder instandzusetzen. (T., 19.2.2009)

 

Zum Schneechaos in den sogenannten Südstaulagen: Nicht die Meteorologen machen das Wetter, sondern laut den Kirchenlehrern die Geister der Lüfte. Deshalb ist das Wetter unberechenbar, denn die Geister sind launisch. (10.2.2009)

 

Rücksichtslose Leute in der Teßmann-Bibliothek. Im Lesesaal. Am Nebentisch sitzt eine Frau vor drei Zeitungen: Alto Adige, Corriere dell´Alto Adige, Dolomiten. Eine kann sie nur lesen. Eine andere Frau kommt und hat den Mut zu sagen: „Darf ich die ,Dolomiten´ haben?“ Und schnappt sich das Tagblatt der Südtiroler und ist weg. Bravo! Wo bleibt die Anweisung, Herr Direktor A. (so hieß auch unser alter Schneider), daß jeder nur eine Zeitung vom Stand holen darf? (Herbst 2008)

 

„A guat´s Glasl. Jugend-Weinverkostung. Freitag 20 h. Für Jugendliche ab 16 Jahren. Jugendbüropasseier. HGV. Raika.“ (Herbst 2008. Ohne Worte. Das heißt ohne Kommentar.)

 

FF schaufelt eigenes Grab. Südtiroler, seid ihr taub und blind? Merkt ihr nicht das Wirken gewisser Kräfte? In der Zeitschrift FF, N. 46/2008 (November) steht im Leitartikel von Georg Mair auf Seite 9: „Südtirol gehört nicht den Schützen. Südtirol gehört allen, die hier leben – gleich welcher Herkunft und welcher Muttersprache.“ Südtirol gehört also nicht mehr den Südtirolern allein. Ob die FF aber, wenn sie so unverblümt die Einheimischen verprellt, von den Zugewanderten leben kann? Vielleicht, wenn sie immer mehr Seiten der marokkanischen, albanischen, rumänischen Minderheit usw. einräumt.

 

L.-Abg. Pius Leitner, Obmann der Freiheitlichen, Bozen: „… wir verteilen auf eigene Kosten Kondome.“ (Dolomiten, Leserbrief, 9.10.2008)

 

Peter Ploner geschlossen. Auf der Bozner St. Oswaldpromenade weist ein Schild auf das Gasthaus Peter Ploner hin: „20 Minuten“. Ist man oben angelangt, erfährt man, daß das Gasthaus immer geschlossen ist. Wann wird die Stadtverwaltung endlich aktiv und läßt das Schild entfernen? Am besten wäre natürlich, dieses idyllische, typische Südtiroler Gasthaus würde wieder eröffnet. Aber wehe, wenn es außen modernisiert wird und der ursprüngliche Charakter verloren geht! (Herbst 2008)

 

Förderung undisziplinierter Schüler. Wer kann so etwas verstehen? Der Südtiroler Schulamtsleiter H. lehnt es ab, wie in Italien die Betragensnoten bei der Bewertung heranzuziehen, ob der Schüler versetzt wird oder nicht. Sollen denn die Lehrer nervlich allesamt vor die Hunde gehen und bei den Schülern das Faustrecht salonfähig gemacht werden? Eine solche falsche Toleranz gebiert Schläger, Messerstecher und Amokläufer. (Herbst 2008)

Alpenfrieden – wer kennt nicht diese unvergleichliche Weise, mit der Margit Humer-Seeber in ihrem sonntäglichen Wunschkonzert die Menschen in Tirol und weit darüber hinaus (über Mittelwelle war das ORF-Studio Tirol auch in Süddeutschland zu empfangen) so oft beglückt hat? Mit dem Alpenfrieden ist es heute leider auf manchen Almen vorbei. Ratternde Motormäher, wie man sie bei den Straßenarbeitern sieht, stören die Ruhe, und die Murmeltiere verkriechen sich in ihre Höhlen, statt beschaulich den Zweibeinern beim Mähen mit der Sense zuzusehen. Noch dazu kassieren die Technik-Freaks unter den Bauern EU-Subventionen dafür. Endzeit allerorten. (August 2008)

Museion in rosso. Scoperto un buco di 500 mila euro. (Alto Adige, 30.8.2008)

Bravo, Kulturminister Bondi! Bei seinem Urlaub in Meran übte Sandro Bondi Kritik an der von der Landesregierung geförderten Kunstausstellungsreihe Manifesta. Die dafür verwendeten 3 Millionen Euro wären besser für Restaurierungen ausgegeben worden. Die moderne Kunst sei einfach unverständlich. (RAI Sender Bozen, 19.8.2008, 13-h-Nachrichten)

Obszöne Kunst mit Verdummung der Öffentlichkeit. Ein Kunstskandal spaltet die Grödner Gemeinde Urtijeï/St. Ulrich. Der Gadertaler Lois Anvidalfarei stellt im Rahmen der Manifesta7 in der Fußgängerzone nackte Figuren aus, darunter Adam, Kain und Abel. Dieser und irgendwelche Redakteure haben am 19.8.2008 im RAI Sender Bozen bewußt oder unbewußt den Eindruck erweckt, als gehe es nur um nackte Figuren, und zwar vor allem um die drei Genannten. Dadurch ist das Hörerpublikum in unzulässiger Weise manipuliert worden. Wer nämlich zufällig das Foto in der Tageszeitung vom 16.8.2008 gesehen hat (am Tag nach dem Fest Mariä Himmelfahrt erscheinen wie nach dem 1. Mai nur ganz wenige Zeitungen, weil an diesen Tagen den Beschäftigten im Mediengewerbe der vierfache Lohn gezahlt werden muß – vermutlich eines der vielen Geschenke Mussolinis an die Journalisten), dem sprang in dem großen Figurenpaar rechts etwas Unanständiges ins Auge (oder bilden wir uns das nur ein?), und dahinter sind zwei Paare bei obszönen Akten in der Öffentlichkeit zu sehen; wenn uns unsere Augen nicht trügen, dann liegt ein Mann auf einer Frau. Es geht also nicht um die nackten Adam, Kain und Abel, sondern um obszöne Akte in der Öffentlichkeit, vor Familien und Kindern, worüber sich insbesondere Touristen aufregen, wie Pfarrer Vitalis Senoner mitteilte. Weil er deshalb am Schluß einer Messe angekündigt hat, die Rosenkranzprozession Anfang Oktober zu verlegen, drehen die Verantwortlichen durch. Die Kulturbeauftragte Marina Demetz verstieg sich zu der Behauptung: „Nacktheit ist heute kein Tabu mehr, weil man sie überall sieht“, obwohl sie genau weiß, daß es um die obszönen Akte geht. Und wenn man auch Nacktheit überall sieht, wie der „Tageszeitungs“-Reporter anmerkt, so ist dies die Folge der sexuellen Berieselung durch Kunst und Medien, vor allem das Fernsehen. Schande über die Gemeindeverwaltung von St. Ulrich/Urtijei, wenn es stimmt, was Marina Demetz sagte: sie stehe „voll hinter der Ausstellung“. Geben wir dem tapferen Pfarrer das Schlußwort: „Das ist unsittlich und eine schlechte Botschaft an die Jugend. Dass vor dem Geschlechtlichen kein Respekt gezeigt wird, ist mit ein Grund dafür, dass so viele Ehen geschieden werden.“ (19.8.2008)

Trauer um den Südtiroler Bischof Wilhelm Egger: „Christen sollen Hoffnungsträger in der Welt sein“

Die Frosch-Geschichte in Kapitel 2

 

Das Landesamt für Mobilität ist nicht imstande, auf dem Sommerfahrplan, einem 194 Seiten umfassenden Heft im Großformat, anzugeben, ob Busse direkt von Kurtatsch nach Bozen und umgekehrt fahren. Erste Reaktion der freundlichen Dame beim Info-Telefon 840 000 471: „Haben Sie Internet? Dort finden Sie es!“ Der Anrufer hat aber kein Internet. Die Frau suchte ihm dann die Busse heraus. 2. Reklamation: Wer auf den Seiten 62 – 81 unter Meran und Burggrafenamt nach der Buslinie ins Passeier sucht, sucht lange und vergebens. Er muß den Vinschgau durchblättern und findet sie dort auf den Seiten 100 bis 102. Offensichtlich weiß niemand im Landesamt, daß Passeier und Vinschgau weit auseinanderliegen. Über die Stettinerhütte gibt es noch keine Busverbindung. (4.7.2008)

 

„Die Zersiedelung Südtirols ist eine Katastrophe für den Tourismus.“ Dies sagte der Gadertaler Hotelier Michi Costa, Präsident der Union Generela Ladina. (RAI Sender Bozen, 23.6.2008, ca. 7.20 h)

 

Rotes Tuch Biancofiore.
Die italienische Parlamentarierin und Berlusconi-Vertraute Micaela Biancofiore von Forza Italia nennt sich selbst eine „Südtirolerin“. Trotzdem fordert sie das Verbot der Bewegung „Südtiroler Freiheit“ von Eva Klotz, weil diese Plakate anschlägt mit dem Text „Südtirol ist nicht Italien“. Zuständig für ein Verbot wäre Innenminister Maroni. Doch dessen Lega Nord verbreitet selbst Protestplakate mit der Aufschrift „Padania is not Italy“, so daß er dann auch seine eigene Partei verbieten müßte. Die „Dolomiten“ reihen Biancofiore am 21.6.2008 zurecht in die Kategorie „Abgestiegen“ ein. Früher oder später wird die unverschämte Forderung Biancofiores auf sie selbst zurückfallen, denn unter den echten Südtirolern gibt es noch einen Rest an Zusammenhalt und Ehre.
Im übrigen erinnern wir daran, daß Südtiroler einem Bundesdeutschen, der aus Solidarität an seinem Auto das Schild „I bin a Südtiroler“ angebracht hatte, dies verboten hatten.

 

Die größte Bedrohung für den Fortbestand der deutschen und der ladinischen Volksgruppe in Südtirol sind neben der EU die Demokratische Partei sowie die Grünen mit ihren interethnischen Listen. Die SVP hat mit Mitte-Links kokettiert und dabei Wölfe an ihrem Busen genährt. (15.6.2008)

 

Was soll aus den 30.000 bis 35.000 Gastarbeitern in Südtirol werden, wenn es im Zuge des sich abzeichnenden Wirtschaftsabschwungs weniger Arbeitsplätze gibt? Darauf machte der scheidende Raiffeisen-Direktor Konrad Palla im RAI Sender Bozen aufmerksam. Unterdessen wirbt die Grüne Kury für eine laizistische Schule und lehnt den Verweis im neuen Bildungsgesetz des Landes auf die christlichen Wurzeln ab, wobei sie den Zeitgeist anprangert, der ihrer Ansicht nach von fundamentalistischen Christen und der Hetze einer Tageszeitung geprägt wird. Verkehrte Welt, als ob nicht sie selbst den unseligen Zeitgeist in Südtirol verbreitet! (13.6.2008)

 

Arme IUSTITIA! Ministerpräsident Berlusconi braucht sich nicht wundern, wenn seine drakonischen Strafen für Bürger in Südtirol den Prozentsatz der Befürworter der Selbstbestimmung sprunghaft ansteigen lassen. Wem sein Auto beschlagnahmt wurde, weil er einmal zu tief ins Glas geschaut hat, der wird auf die Stunde der Rache warten. Wenn man nicht einmal mehr im Gasthaus zur Pizza eine Halbe Bier trinken darf (es heißt ja, die Alkoholmenge wirkt bei jedem anders, so daß einem niemand genaue Auskunft geben will), ist es mit der Gemütlichkeit vorbei. Andrerseits will Berlusconi, daß die Richter nur noch bei Mafia-Delikten und Terrorismus Telefone abhören dürfen. Da werden viele der entsetzlichsten Verbrechen künftig nicht mehr aufgedeckt werden. Polizei und Justiz sollen nach dem Willen des Regierungschefs keine Leute mehr telefonisch überwachen dürfen, die zum Beispiel als Krankenhausärzte zum Geldverdienen grausame Morde begehen oder als Serienmörder jahrzehntelang in einem Keller Sexsklaven halten (inzwischen auf Druck der Lega Nord abgeändert, siehe unter Italien). Dafür werden Bürger wegen verhältnismäßig geringfügiger Vergehen über alle Maßen streng bestraft, und für die wirklichen Kriminellen, von den Korrupten bis zu brutalen Gewaltverbrechern, ist in den Gefängnissen kaum Platz. Arme IUSTITIA! Du wirst erst wieder beim Jüngsten Gericht zu deinem Recht kommen. (11.6.2008)

Bei dieser Gelegenheit: SVP-Obmann Elmar Pichler-Rolle hat wegen seiner SMS-Verschwörung gegen das Partei-Establishment im Eifer des Gefechts verschwitzt, in Rom die Erstattung der Wahlkampfkosten für die Parlamentswahlen zu beantragen. Nun könnten der SVP 2 Millionen Euro für den bereits begonnen Landtagswahlkampf fehlen. Wenn Berlusconi sich an Pichler-Rolle für dessen ausschlaggebendes Nein der SVP zu seiner Regierung rächen will, dann wird der Formfehler nicht vom Parlament bereinigt. Dieser Denkzettel könnte allerdings Pichler und die SVP-Spitze nach katalanischem Muster auf Selbstbestimmungsgedanken bringen, weshalb Berlusconi sich das Ganze reiflich überlegen wird. Am besten soll er auf Biancofiore hören!

Ängste schürt auch der Minister für öffentliche Verwaltung und Innovation, Renato Brunetta, Ex-Gemeinderat in Bozen. Er kündigte an, in spätestens fünf Jahren gebe es in Italien wegen des Förderalismus keine Regionen mit Sonderstatut mehr. Weshalb Eva Klotz von der Südtiroler Freiheit sagte, Südtirol habe in Italien keine Zukunft, denn die Autonomie sei nicht abgesichert. (Giornale Radio del Trentino Alto-Adige, 16.6.2008, 12.15 h, siehe auch „Dolomitenvom 17.6.2008))

Julia Unterberger wirbt für Anstand

„Für Gerechtigkeit und Anstand“ lautet das Wahlkampfmotto der Arbeitnehmer in der SVP. Daß eine der Kandidatinnen, die Feministin Julia Unterberger, nicht schamrot dabei wird?! Vehement verteidigt die Rechtsanwältin das Recht auf Abtreibung, das heißt die Tötung ungeborener Kinder, womit sie sich hier als Wölfin einen Schafspelz überzieht. Gott sei es geklagt: Alle Begriffe werden heutzutage verdreht. Mitschuld trägt die Amtskirche, sagte doch schon Savonarola:

„Es finden sich in der Kirche keine guten Prälaten mehr, denn die Feinde haben diese Thore aus den Angeln gehoben. Was will das sagen? Daß sie sich außerhalb der Urtheilsfähigkeit befinden, indem sie den Verstand verloren haben. Scheint dir das nicht so bei den Prälaten heutzutage? Siehst du nicht, daß sie immer das Gegentheil von dem thun, was sie thun sollten? Sie haben kein Urtheil mehr, sie vermögen nicht zu unterscheiden zwischen gut und böse, zwischen wahr und falsch, zwischen süss und bitter: das Gute halten sie für schlecht, das Wahre für falsch, das Süße für bitter und umgekehrt.“
(Predigt im Advent 1493 über Psalm 74,3-12, in: Hieronymus Savonarola. Ausgewählte Predigten. In deutscher Uebersetzung herausgegeben von Wilh. von Langsdorff, Pastor in Rittmitz. Druck und Verlag von Fr. Richter,. Leipzi. 1890. S. 34)

 

Einwanderer: Willkommen in Südtirol!

Der „Alto Adige“ macht sich lustig über die Proteste der hinterwäldlerischen Südtiroler gegen den gekreuzigten Frosch im neuen Museon für moderne Kunst in Bozen und titelt am 31.6.2008: „La marcia anti-rana“ (der Marsch gegen den Frosch), natürlich mit einem Foto von Schützen.

 

Wanderer: Drei Wünsche
Von Rainer Lechner, Ulfas. Leserbrief in den „Dolomiten“, 19.5.2008)

Erstens: Von den Landespolitikern wünsche ich mir, daß sie Schienenwege statt Straßen bauen: Schnellbahnen etc. Am idealsten wäre eine Individualkabinenbahn, das heißt Autos auf Schienen. Dann wären die Sorgen wegen der Luftverschmutzung und steigender Treibstoffpreise hinfällig. Die Politiker sollten den Autoverkehr zurückdrängen, zusammen mit den Nordtirolern den Transit erschweren und dafür sorgen, dass Bahn und Busse ohne stundenlange Wartezeiten zu Billigtarifen verkehren und dass mehr Parkplätze an Bahnhöfen bereit stehen. Damit würden viele Autofahrer von selbst umsteigen. Noch gibt es zu viele Zugverspätungen und mangelhafte Information für Busbenutzer. Busse fallen einfach aus wie jetzt in Pfelders, das zum Verdruss vieler Wanderer vormittags bis zum 20. Juni nicht einmal mit dem Ersatz-Kleinbus erreichbar ist.

(späterer Einschub aus dem Gedächtnis: ) Übrigens ein Lob den Busfahrern: Neun von zehn sind freundlich, zuvorkommend und fahren schonend.

Zweitens: Von den Gemeindeverwaltungen wünsche ich mir asphaltfreie Wanderwege von jedem Ort und Teilort Südtirols zum nächsten.

Drittens: Vom Bär wünsche ich mir, dass er mich nicht frisst, wenn ich bei langen Wanderungen in Passeier manchmal gezwungen bin, im Freien zu übernachten. (7.5.2008)

 

Wahl-Desaster für die SVP. Nur 44,3 Prozent für die Volkspartei. Freiheitliche jubeln. („Dolomiten“, 15.4.2008) Schadenfreude in weiten Teilen des Landes. Die Präpotenz von Durnwalder & Co., vor allem der Postenschacher, hat diesen Rüffel seitens der Wählerschaft verdient. Weitere gerechtfertigte Kritikpunkte (unter vielen):

·       die Verschwendung von Steuergeldern für den Flughafen Bozen;

·       die Bevorzugung des Straßenbaus vor dem Ausbau des Schienennetzes (Landesrat M. gegen Schnellbahn ins Passeier);

·       der noch nicht aufgegebene kriminelle Plan, den Bozner Bahnhof aus dem Stadtzentrum zu verlegen (wir werden die ersten sein, die auf eine Rückverlegung des Bahnhofs auf private Kosten aller Verantwortlichen drängen werden);

·       der fehlende Widerstand gegen die zunehmende Luftverschmutzung durch den Transit;

·       Versäumnisse in der Ausländerproblematik, vor allem das Hinwegsehen über die Verarmung von immer mehr Einheimischen, besonders Pensionisten;

·       zu zaghaftes Eintreten für die Belange des Mittelstandes und des Bauernstandes;

·       Tolerieren einer ungerechten Steuerpolitik und der ausufernden Bürokratie, die das Unternehmertum und die Volkswirtschaft schwächen, aber letztlich zu Lasten des kleinen Mannes gehen, vor allem der Arbeiter und Angestellten;

·       die Anbiederungsversuche an die italienische Linke, wobei die unglückselige Rolle des Oskar Peterlini viele volkstumsbewußte Südtiroler zum Nachdenken gebracht hat;

·       teilweise Aufgabe der christlichen und abendländischen Werte;

·       gewaltige Lücken beim Umweltschutz;

·       das Dulden reißender Bären in Südtirol;

·       Versäumnisse im Wandertourismus (siehe untenstehende Meldung)

·       der in Südtirol herrschende Personenkult (laut Frhr. v. U.)

·       die herabwürdigende Behandlung Andreas Hofers im Gedenkjahr 2009 und des Tirolertums

·       usw. usf. (22.4.2008)

Wanderwege: Touristen gegen Notstand einschalten! Preise ausschreiben!
Das Wanderwegenetz in Südtirol ist, was die wenig begangenen Wege angeht, in einem solch katastrophalen Zustand, daß wir folgendes vorschlagen:

·       Unter Wanderern, die Fehler bei der Markierung von Wanderwegen und bei Hinweistafeln an das Landesverkehrsamt melden oder dort nützliche Verbesserungsvorschläge machen, sollen jährlich 10 Gratiswochen in Häusern der mittleren und unteren Preisklasse nach freier Wahl ausgelost werden.

Diese Urlaube (Übernachtung mit Frühstück) soll die Südtirol Marketing SMG finanzieren. Der fällige Betrag würde nur einen Bruchteil der Summen ausmachen, die an superteure Werbeagenturen ausgegeben werden, und der Effekt wäre vermutlich viel größer, wenn sich dies Angebot einmal bei den Südtirol-Urlaubern herumgesprochen hat. (etika.com, Südtirol aktuell, 25.3.2008)

Lustige Hörerbefragung beim Sender Bozen. Die deutsche RAI-Anstalt läßt keine Gelegenheit aus, ihre Hörer zu wichtigen und unwichtigen Dingen zu befragen. So sollten sie auch am 27.2.2008 im Mittagsmagazin Spezial ihre Meinung dazu abgeben, ob es richtig war, daß der Bundesnachrichtendienst für 5 Millionen Euro aus Liechtenstein die Listen mit Steuersündern gekauft hat. Wenn man den Schreiber dieser Zeilen, einen treuen Stammhörer, gefragt hätte, wer sich da wohl melden würde, hätte er auf folgende Stammredner getippt: Herr P., der oft der erste ist und seine Beiträge immer hektisch vom Blatt abliest, damit es auch hochdeutsch klingt und er möglichst viel unterbringt; der weitgereiste Lehrer L., der imstande ist, zu allem und jedem seinen Senf dazuzugeben, noch dazu in gewähltem Hochdeutsch; Herr S., ein älterer Italiener, der sich redlich bemüht, deutsch zu reden, dessen langatmigen Ausführungen man aber nur schwer folgen kann. Und wer rief nun an? Alle drei.

Witzig auch die vergeblichen Bemühungen mancher Mitarbeiterinnen einer Informationsbehörde, die „verruchte“ Stimme (so drückte sich eine Journalistin aus) einer Kollegin nachzuahmen.

Kulturlandesrat Anton Zelger gestorben. Missverstanden.“

Prodi weg – SVP sitzt mit im Scherbenhaufen

Herzerfrischend: „Der Plotterwind“ bringt Volkstheater, wie es sein soll
Wie froh können wir sein, daß es in der heutigen Zeit noch so wunderschöne Dinge gibt wie echtes Volkstheater ohne banalen, primitiven Kitsch (wie im Fernsehen). Ein Genuß sondergleichen war die Aufführung der Bauernkomödie „Der Ochsenhandel“ durch den „Plotterwind“ am Sonntagnachmittag, 20.1.2008, in der Turnhalle der Grundschule Platt. Unter den begeisterten Zuschauern befanden sich Frau Rosa Pöll und Tochter Eva des verstorbenen Südtiroler Freiheitskämpfers Georg Klotz sowie die Mundartdichterin Anna Lanthaler (zusammen mit Maridl Innerhofer – sie ist nicht weniger kritisch gegenüber dem Zeitgeschehen, besonders der Politik absolute Spitze dieses Genres). Eine flotte Handlung, fortlaufend gespickt mit Gags, verband sich unter der Regieführung von Stefan Pamer auf glücklichste Weise mit der großartigen Leistung der Darsteller, allen voran die Bäuerin Maria Schweigl, die typische „schöne Südtirolerin“ (wie Rita Oberparleiter in Roman Polas leider sehr selten gespielter Operette „Die schöne Boznerin“ in Perfektion war; Kontaktadresse der Produzentin Haidi Romen: heidir@tin.it ) sowie Josef Gufler als der intelligent-blöde Knecht Hiasl mit mimischer Glanzleistung (die Wirklichkeit auf den Kopf gestellt, denn heute sind es in der Regel die Intelligenten, die blöd sind). Aber ebenso gut spielten ihre Rolle Wilhelm Pöll als Bauer Korbinian Xandner, Christian Prugger als Pater Benediktus, Andreas Birkner Winkler als Bauernsohn Anderl, Katrin Insam als Findelkind Gretele, Stefan Raffl als Viehhändler, Anna Prugger als seine ältliche Schwester Kunigunde sowie Hannes Kramer als Händler. Erstaunlich, wie das von Claudia Kerstin Falk wohl auf hochdeutsch verfaßte Stück vollendet in Pseirer Dialekt umgesetzt wurde. Unverzichtbar die echte, schwungvolle Volksmusik zur Einstimmung und in den beiden Pausen; wenn der junge und der ältere Spieler nach Perfektion streben, sollten sie sich einmal ein Bild von Slavko Avsenik anschauen. Bei der Wahl der Komödie hatte „Der Plotterwind“ wie im Vorjahr eine glückliche Hand. Das Bühnenbild, eine getäfelte Stufe, hat dankenswerterweise die Heimatbühne St. Martin beigesteuert. Der Reinerlös fließt an die Hilfsorganisation von Peter Lanthaler „Aktiv – Hilfe für Kinder in Moldawien“. Weitere Aufführungen am Samstag, 26.1.2008, 20 h, und Sonntag, 27.1., 14.30 h. Der Rezensent freut sich aufs nächste Jahr. (R. L., etika.com)

Preise für die phantasievollsten Autoaufschriften verleihen wir diesmal an flotte Fahrer, die ihre vierrädrigen Geschosse mit folgenden Texten versehen haben: „Grabjäger“ und „Alki-Club“ (beide Passeier) sowie „Blaue Sau“ (Unterland). Allerdings sieht man vom Alki-Club kaum noch aktive Mitglieder; die meisten scheinen von den Ordnungshütern aus dem Verkehr gezogen worden zu sein. (5.9.2007)

 

Satanismus war das wahre Motiv. Laut „Alto Adige“ vom 5.9.2007 hat der Liechtensteiner Polizist seinen Vater im Vinschgau erschossen, weil dieser die Familie früher zu satanistischen Spielen gezwungen hat. Wir hatten es gleich vermutet. Also nicht nur Hass wegen Misshandlung der Familie.

 

„Im Juni haben die Bauern gejammert: Weltuntergang. Und jetzt haben sie (im Stadel) für’s Heu nimmer Platz.“ (Bauer am 31.7.2007 in H.) Anfang des Jahres hatte man geglaubt, Südtirol vertrocknet. Nach den Bitten bei den Gottesdiensten hat es ausreichend geregnet. Viele klagten: zuviel, weil sie zunächst das Heu nicht einbringen konnten.

 

Prophezeiung über den Abtritt des Postministers. Im Postamt Meran gibt es noch immer keine Briefmarken zu niedrigen Werten, zum Beispiel 5 Cent, ja nicht einmal solche zu 1,2 oder 3 Cent. Es gibt ja dankenswerter Weise zahlreiche schöne Briefmarken zu 60 Cent, aber wer Briefe ins Ausland senden will, braucht dazu weitere 5 Cent. Wir sagen dem Postminister in Rom dasselbe vorher, was der SVP-Kammerabgeordnete Karl Zeller dem Ministerpräsidenten Romano Prodi prophezeit hat: Er wird den nächsten Panettone (Anmerkung: traditioneller italienischer Weihnachtskuchen) nicht mehr als Regierungsmitglied essen. (30.7.2007)

 

Viele Anschläge der 60er Jahre: Zweifel bezüglich der Urheber
Leserbrief von Dr. Bernhard Hoffmann, A-Rum, am 12.7.2007 in den „Dolomiten“:
Zum Leserbrief von Dr. L. T. vom 6. Juli 2007 „Attentäter, Begnadigung“ … Dr. T. spricht .. von Verbrechen, die de facto keine solchen waren. So schmerzlich für ihn zwar der Verlust seines Bruders gewesen sein mag, steht ja gar nicht fest, wer für die diversen Strommastensprengungen überhaupt tatsächlich verantwortlich ist, da ja die Verdachtsmomente, dass für diverse Anschläge mit Todesopfern der italienische Geheimdienst verantwortlich war, um es Südtiroler Aktivisten zu unterstellen, nie ausgeräumt wurden, sondern starke Indizien – die aufgrund „Ermittlungen“ italienischer Seite nie geklärt worden sind – für diese Theorie gesprochen haben. … Für die „Pusterer Buabm“, die in einem fadenscheinigen Prozess in Abwesenheit verurteilt wurden, gilt auf jeden Fall die Unschuldsvermutung.

 

Verachtete Verräter.
Leserbrief von Sepp Mitterhofer, Meran, am 12.7.2007 in den „Dolomiten“:

Zum Leserbrief von L. T. … Der Tod seines Bruders ist sehr bedauerlich, aber er vergisst, dass ihn die Italiener erschossen haben. Ausserdem sind unter den 20 Toten auch Menschen, welche vom Geheimdienst ermordet wurden, andere von den eigenen Kameraden und auch durch Unglücke das Leben lassen mussten; siehe Steinalm und Porzescharte. T ist als … beschämend schlecht informiert und was er weiß, stellt er bewusst auf den Kopf. Er schreibt nicht, dass der italienische Staat sich für die Verbrechen der faschistischen Zeit in Südtirol nie entschuldigt hat,

Anmerkung ETIKA: Es geht nicht an, alles den Faschisten in die Schuhe zu schieben, denn wer hat Südtirol annektiert, etwa die Faschisten? Wer hat nach dem Ersten Weltkrieg die Unterdrückungspolitik eingeleitet? Jedenfalls nicht die Faschisten, die noch gar nicht die Macht hatten. Wer hat nach dem Zweiten Weltkrieg die Unterdrückungspolitik fortgesetzt? Jedenfalls nicht die Faschisten, von denen viele selbst von den Weltkriegssiegern aufgeknüpft und erschossen worden sind, sondern das demokratische Italien. Schluss mit den Geschichtslügen! Jede Schuld konkret zuweisen, nicht pauschal die Faschisten, von denen viele tatsächlich Verbrecher waren – Mussolini der größte – für gar alles verantwortlich machen! Zum Glück wird den ungerechten Urteilen der Menschen das gerechte Urteil Gottes folgen.

oder für die brutalen Folterungen der 60er Jahre mit zwei Todesfolgen. …

T.s Denk- und Schreibweise ist die eines nationalistischen Italieners. Warum verleugnet er seine tirolischen Wurzeln und Vorfahren? Solche Menschen werden von beiden Seiten verachtet, weil ihnen niemand über den Weg traut! Meines Erachtens wäre es für ihn viel besser, er täte sich nach Süditalien absetzen, dort kennt ihn niemand und er könnte dort seinen unversöhnlichen Hass ausleben!

 

Nachrichten müssen objektiv und wertungsfrei sein. (am 9.8.2007 zurückgezogen, der Manipulator ist gewarnt)

 

Globale Stumpfsinnigkeit
Das Jubiläumsjahr 2009 rückt immer näher… Wer hätte je gedacht, dass das Hl. Land Tirol, die Perle Österreichs, trotz Schwur und Bund, 200 Jahre nach Hofer, zerrissen, zerstritten, identitätsgeschwächt und völkisch unterwandert, nur mehr der globalen Stumpfsinnigkeit nacheifern würde.
(Leserbrief von Ivo Hechensteiner, St. Pauls, in den „Dolomiten“ vom 8.6.2007)

Josef Rampold, der große alte Mann Südtirols,
nimmt Abschied von den Hörern des Senders Bozen – Mutiger Kämpfer für die Bewahrung der Heimat und der deutschen Sprache. Kurzbiographie

Für asphaltfreie Wanderwege
Leserbrief in den „Dolomiten“, 8.3.2007
Wanderer hassen nichts so sehr wie Asphalt. Deshalb sollten alle Wanderwege asphaltfrei sein. Wo dies nicht möglich ist, können vielleicht neben den Straßen ein Meter breite Kieswege angelegt werden. An unzähligen Weggabelungen im ganzen Land fehlen die Markierungen. Viele Wege sind in schlechtem Zustand. Die Gemeinden sollten Bauern einen Nebenverdienst ohne Bürokratie und Steuern verschaffen, indem diese die Wege verbessern, so dass auch ältere Leute (die Gäste der Zukunft) in Teilen des Hochgebirges sicher wandern können. Anderswo gibt es Barfußwege, in Südtirol kaum. Es fehlt auch an ebenen Höhenwegen, zum Beispiel von Perdonig bis Margreid und von Dorf Tirol bis Pfelders, interessant auch für Läufer. Das Auf und Ab muss nicht sein. Letzte Bitte an Gemeinden und Tourismusverbände: mehr Rundwege und mehr Wanderparkplätze! Solche einfachen Verbesserungen bringen mehr Gäste als ein luftverpestender, unsere Steuergelder fressender Flugplatz. (Rainer Lechner)

Die Lüge von den zweisprachigen Südtirolern
Der ETIKA-Zweisprachigkeitstest für angeblich zweisprachige Südtiroler

Einer Erhebung des Landesstatistikinstitutes ASTAT sprechen sieben von zehn Bürgern in Südtirol selten oder nur gelegentlich die zweite Sprache. Dies meldete der Sender Bozen am 21.2.2007, 7.21 h. Wie Gunda Regensburger im Mittagsmagazin desselben Senders erläuterte, begegnen sich die Sprachgruppen in Südtirol privat kaum. Den „Dolomiten“ vom selben Tag entnehmen wir: „Dialekt ist die Landessprache – 95 Prozent sprechen privat und beruflich Dialekt“ (S. 1). Laut „Südtiroler Sprachbarometer“ betrachten 73,1 Prozent der Bevölkerung Deutsch als ihre Muttersprache, 22,4 Prozent Italienisch (Anmerkung: vor allem in Bozen) und 3,8 Prozent Ladinisch.

Ulrike Stubenruß kommentiert richtig auf Seite 1: „Sprache verbindet, weitet den Geist, schafft Freunde. Mit Deutsch kann man sich von Salurn bis zur Nordseeküste verständigen – mit Fremdsprachen noch weit darüber hinaus. Deshalb dürfen wir Südtiroler unseren Dialekt zwar lieben, sollten uns aber nicht dadurch die Sicht in die große Welt (Sprach-)Welt nehmen lassen.“ www.dolomiten.it

Also: Sprachen lernen! Es muss nicht unbedingt Italienisch sein. Wir empfehlen: Spanisch (als einfachste und schönste Weltsprache), Englisch, Russisch, Französisch. Wir kennen übrigens sehr viele Südtiroler, die kaum Italienisch verstehen, und noch mehr Italiener, die mit Deutsch nichts am Hut haben oder haben wollen. Das Gerede von einem zweisprachigen Land ist eine frei erfundene Mär. Aber, wie Tolstoj sagte, in der ganzen Gesellschaft herrscht das Gesetz der Lüge. Wir erinnern uns noch an eine multikulturell angehauchte sächsische Journalistin aus Dresden, die sich bei einem Besuch begeistert zeigte von dem angeblichen friedlichen Zusammenleben zweier Volksgruppen und der Zweisprachigkeit hierzulande. Sie war bitter enttäuscht, als wir ihr sagten: „Der derzeitige Friede zwischen der deutschen Volksgruppe und dem italienischen Staatsvolk dauert nur solange, wie die Formel von Altlandesrat Anton Zelger gilt: ,Je klarer wir trennen, desto besser verstehen wir uns.’“ Man braucht nur den italienischen Politikern Urzì (AN) und Biancofiore (FI, Berlusconi-Vertraute) zuhören, um zu wissen, wie es mit dem friedlichen Zusammenleben bestellt ist.

Im übrigen kennen wir niemand, der sowohl Italienisch als auch Deutsch zu 100 Prozent beherrscht. So etwas gibt es nirgendwo. Man beherrscht entweder eine Sprache richtig und die anderen unvollständig oder aber keine richtig und vollständig. Wir erinnern daran, dass der Wahrig über 250 000 Stichwörter aufzählt, während das Langenscheidt-Taschenwörterbuch Italienisch nur 120 000 umfasst. Wenn jemand glaubt, er sei perfekt zweisprachig, dann teste er sich selber, ob er auf Anhieb die folgenden 50 Wörter in beiden Sprachen kennt (die ersten 10 italienischen aus dem Buch „Mumù e altri raconti“ von Ivan Turgenev, Adelphi Edizioni, Milano, 1997, die letzten 10 von einer einzigen Langenscheidt-Wörterbuchseite!):

Ableger, Buchse, Buschwindröschen, Gesinnungsschnüffelei, grunzen, Juchtenleder, kess, Kesseltreiben, Mops, Porenziegel,
Prahlhans, rattern, rauhbauzig, Schlafmütze, Speicheldrüsen, Speichellecker, Tausendgüldenkraut, Trübseligkeit, Trübsinn, Trübung,
ungebärdig, ungebeugt, ungebrochen, ungebührlich, ungebunden, Ungemach, verklumpen, Wellenlänge, Wermutstropfen, wohlweislich;
arniaio, bisaccia, calesse, citiso, coracino, ghiozzo, giunchi, mughetto, russalca, varione,
fedina, fedine, felce, felpato, feltrare, fendere, fendente, fenicottero, fenoplasto, feretro.

Wie viele Punkte von 50? (26.2.2007)

 

Südtirol ist eine deutsche, nicht eine österreichische Volksgruppe
Verdummungswelle erfasst junge Südtiroler

Die allgemeine Verdummungswelle hat vor den jungen Südtirolern nicht Halt gemacht. Viele bilden sich allen Ernstes ein, sie seien zwar Südtiroler oder Tiroler, vielleicht halbe Österreicher, aber keine Deutschen. Die Zeit der Josef Rampold, Egon Kühebacher, Anton Zelger usw., die klar definiert haben, dass die Südtiroler dem deutschen Volk angehören, neigt sich ihrem Ende zu. Viele der Jungen kennen keine geschichtlichen Zusammenhänge. Sprache und Kultur sind für sie Begriffe, mit denen sie nichts anfangen können. Was haben sie nur in der Schule gelernt? Was wissen sie von der Vergangenheit ihrer Heimat?

·       Warum spricht man im Vinschgau einen ähnlichen Dialekt wie im Tiroler Außerfern, in Vorarlberg und in Schwaben? Weil es Alemannen und nicht Österreicher waren, die im ersten Jahrtausend nach Christus in dieses Land der Räter gekommen sind.

·       Von wo ist die seit vier Jahrhunderten in Rojen ansässige Familie M. eingewandert? Aus dem Rheinland.

·       Noch früher kamen deutsche Knappen nach Proveis.

·       Wer hat sich im siebten Jahrhundert in Hinterpasseier angesiedelt? Die Österreicher? Nein, die Bajuwaren.

·       Vom wem bekam Bischof Albuin eine große Besitzung bei Regensburg geschenkt? Vom deutschen Kaiser. Und die Brixner Bischöfe nahmen auch an den deutschen (nicht österreichischen) Reichstagen teil.

·       Wer schuf die Fresken in der Stiftskirche Neustift bei Brixen? Mathäus Günther aus Augsburg, also ein Schwabe.

·       Vom wem stammt das historische Herz-Jesu-Bild im Bozner Dom? Von einem Tiroler? Nein, der Schlesier Carl Henrici hat es 1770 gemalt. Vor diesem Bild stellten die Tiroler Landstände 1796 das von den Freimaurern bedrohte Land Tirol unter den besonderen Schutz des Herzens Jesu.

·       Wer hat den Ansitz Langenmantel in Tramin gebaut? Österreicher? Nein, Augsburger Patrizier. Und wer hat das Trinkstübchen im Turm bemalt? Der Sohn von Tilman Riemenschneider, des evangelischen Holzschnitzers, der die unvergänglichen Meisterwerke im fränkischen Creglingen und Rothenburg o. d. Tauber geschaffen hat. * (siehe eigenen Bericht „Riemenschneiders Sohn malte in Tramin“).

·       Wer malte das Hochaltarbild und die Kreuzwegstationen in der Kirche der Terziarschwestern in Kaltern? Der Schlesier Carl Henrici.

·       Was haben unbekannte Patrioten in rot und schwarz auf einen Felsen am Sitzkofel oberhalb von Kurtatsch geschrieben? EIN DEUTSCHES TIROL.

·       Warum sprechen die Südtiroler (mit Ausnahmen) nicht das harte, rollende bayerisch-österreichische „r“? Weil sie das weiche „r“ vermutlich von den Alemannen (Vorfahren der Schweizer und Schwaben) übernommen haben.

·       Wir haben Verständnis für die Habsburger-Nostalgie, aber was wahr ist, muss wahr bleiben: Die Habsburger, zum Beispiel Karl V., waren deutsche (!) Kaiser.

·       Steht auf dem Waltherplatz in Bozen ein Denkmal für einen österreichischen Minnesänger? Nein, sondern eines für den deutschen Minnesänger Walther von der Vogelweide.

Südtirol ist nicht nur eine deutsche Sprachgruppe, sondern eine deutsche Volksgruppe. Wer von einer österreichischen Volksgruppe redet, hat keine Ahnung von Geschichte.

Wie an anderer Stelle veröffentlicht: Der frühere italienische Staatspräsident Cossiga kennt die Geschichte Südtirols besser als die meisten Südtiroler.

Die Zeitung lesen zwar auch in Südtirol die meisten Leute (jene, die nicht vor dem Fernseher ganz verblöden wollen), doch verstehen viele nur die Hälfte. Dabei stoßen sie täglich auf die Wahrheit. Wer aber keine Augen hat zu sehen, der bleibt Ignorant.

Nachstehend ein kleines Beispiel, was man aus der Zeitung lernen könnte:

Die „Dolomiten“, das Tagblatt der Südtiroler, berichtete am 20.12.2006 unter dem Titel „Ein Bischof, der Geschichte schrieb“ über den ersten Brixner Bischof Albuin (975 – 1006). Dieser stammte aus Kärnten, war also kein Tiroler. Es heißt dann: „Durch seinen guten Draht zu den Kaisern Otto II. und Heinrich II. kam das junge Bistum Brixen zu ansehnlichem Besitz (u. a. in Regensburg, Veldes/Bled) …“ Es waren nicht österreichische Kaiser, sondern deutsche Kaiser, die dem Brixner Bistum das Alpenjuwel Veldes (heute Bled/Slowenien) schenkten.

Zum Glück gibt es noch immer mutige Frauen und Männer, die in Radiosendungen oder in Leserbriefen öffentlich Zeugnis davon ablegen, daß die Südtiroler Deutsche sind. Aber die Heimatverräter sind auf dem Vormarsch.

Zur Geistesverwirrung haben auch Brugger jun. und Durnwalder mit ihrer Mär vom österreichischen Vaterland beigetragen – als ob Vaterland und Muttersprache nicht zusammengehörten. Bis heute ist Österreichisch nirgends als eigenständige Sprache anerkannt, außer bei ein paar Fanatikern, die Österreich zur eigenständigen Nation erklären wollen. Was der Nordtiroler Landeshauptmann van Staa mit seiner Absage an die Wiedervereinigung Tirols erreichen wollte, ist unklar. Ein Wink mit dem Zaunpfahl? Vielleicht wollte er die Weichen dafür stellen, daß die Südtiroler auf die Unabhängigkeit, also einen Freistaat zusteuern. (13.2.2007, 22.7.2007)

 

Riemenschneiders Sohn malte in Tramin.

Am Ansitz Langenmantel in Tramin (oberhalb der „Goldenen Traube“) im Südtiroler Unterland hat der Verein für Kultur und Heimatpflege Tramin folgende Inschrift angebracht: Der Gebäudekomplex wird nach den Besitzern des 18. Jahrhunderts, den Grafen Spaur, auch als „Grafenhäuser“ bezeichnet. Seine Glanzzeit erlebte er allerdings unter den adeligen Herren Langenmantel. Die Patrizierfamilie aus Augsburg (Anmerkung: in Schwaben) ist in Tramin seit 1419 nachzuweisen. Hans oder Lazarus, beide Pfleger und Richter, ließen das Haus nach 1500 im Stile der Renaissance umbauen… Den künstlerischen Glanzpunkt setzte Barthlmä Dill Riemenschneider, der Sohn Tilmans, der 1547 das „Trinkerstübchen“ im vierten Stock des Türmchens mit Sagengeschichten der klassischen Antike ausmalte und außen die Wappen der habsburgisch regierten Länder anbrachte. Soweit die Inschrift. Tilman Riemenschneider war Holzschnitzer, hat die Altäre in Creglingen und in der Jakobskirche in der Freien Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber – wie alle Freien Reichsstädte evangelisch - gestaltet. Weil er als Bürgermeister von Würzburg Verständnis für die aus Armut rebellierenden Bauern hatte, ließ ihm der katholische Bischof die Hände brechen.

Eva Klotz (teilweise zurückgezogen am 18.7.2007)

Stellungnahmen im RAI Sender Bozen … zwei .. Fehler. … Wie geht es weiter? Da die Union für Südtirol tödlich geschwächt ist und die Freiheitlichen trotz allem Idealismus der verderblichen Ideologie des Liberalismus verhaftet sind – über diese mehr in unserem spanischen Teil –, bleibt nur mehr eine Hoffnung: dass das Heimatbewusstsein in der Südtiroler Volkspartei infolge von Fehlentscheidungen in Rom und Brüssel zunimmt und die Sammelpartei gemeinsam mit den Schützen einen Kurs steuert, welcher die eigene Bevölkerung schützt und fördert.

Kämpfen wir gemeinsam mit friedlichen Mitteln, mit Klugheit und Gottvertrauen, für ein christliches Südtirol! Damit wir nicht dort enden, wo uns die Grünen und gewisse Feministinnen haben wollen: in einem multikulturellen Südtirol ohne eigene Identität, aber mit Abtreibung und Zerstörung all der Werte, die uns ein Reimmichl und Kanonikus Gamper nach christlich-sozialer Tradition vermittelt haben. Es lebe das Heilige Land Tirol, es lebe Südtirol! (15.1.2007)

Südtiroler, seid klug! Verteidigt zusammen mit den christlichen Italienern und Einwanderern den christlichen Glauben
gegen die zwangsweise Multikulturisierung durch EU und UNO! Der Traum von Dschinnistan-Utopia…
Den allergrößten Teil der Seite Südtirol aktuell haben wir am 20.7.2007 zurückgezogen, weil wir keine Zeit haben,
alles auf die neuen Privacy-Gesetze hin zu kontrollieren, was wir irgendwann einmal geschrieben haben

Kirche in Südtirol - Index 5