ETIKA

SÜDTIROL / BERGSTEIGEN

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5ST7P3

Wanderungen in Passeier

22.8.2009

Verschiedene Wandervorschläge
Nicht rasen, die Landschaft genießen! Gute Kondition und Bergerfahrung für die meisten Wanderungen erforderlich.

·        Ulfaser Gesundheitsweg

·        Sefiarspitze
(2846 m). 5 Stunden. Leicht. Verkürzung bei Seilbahnbenutzung ab 9.30 h Pfelders bis Grünbodenhütte 2000 m. Dem Forstweg weiter aufwärts folgen bis zum Ende, dann unbedingt der beginnenden Markierung 5a, die rechts empor führt und nicht links. Angenehm und leicht, wenn man nicht abkommt in die Blöcke. Abstieg wie aufwärts oder zur Schulter, von dort links ab ins Faltschnaltal, unmarkiert immer dem tiefsten Punkt zu, bis man einen Pferch aus großen Steinen sieht. Von dort aus nicht senkrecht ab, weil alles zuwächst, sondern rechts dem Hang schräg entlang, bis man auf einen kleinen Steig stößt, der allmählich zum Talboden führt. Ein Hirte, den wir vor der Falschnalalm trafen (bis dort keinen Menschen gesehen) sagte uns, daß immer wieder Leute an dem steilen Hang nicht weiter wissen. Einkehr in Faltschnalalm empfehlenswert, billig. Beschreibung in: Giovanna Koch (Reichsdeutsche, geboren in Rom, nicht etwa aus gemischter Südtiroler Ehe, aber leidenschaftliche Bergwandererin, wohl beste Kennerin des Landes, nach Josef Rampold und Hanspaul Menara), Tappeiner Verlag 1990, Wanderung Nr. 417, Seite 109.
(Persönliche Notizen: 22.7.2000. Erst 1/2 h verloren, weil die Seilbahn es sich hier hinten im verschlafenen Hinterpasseier leistet, erst um 9.30 h zu öffnen, dann nochmals mindestens eine Stunde kraftraubende, unnütze Blockkletterei wegen falscher Markierung: Auf einem Stein sind zwei Markierungen, einmal in die richtige Richtung, einmal in die falsche. Wie gewohnt, wählten wir die intuitiv die falsche, bis wir nicht weiter kamen, denn sonst hätten wir ja nichts erlebt. Angenehm wolkig und warm. 9.30 - 16 h)

·        Schneeberghaus - Teplitzerhütte
Am Vortag oder Vorabend Aufstieg von der Schneebergerbrücke (1700 m) vor Saltnuß an der Timmelsjochstraße auf Weg Nr. 31 in 1 3/4 Stunden zum Schneeberghaus (2355 m). Aufwärts auf Weg 28 zur Schneebergscharte (2700 m). Abwärts und dann links auf Steig 33b. Auf Weg 33 links am Moarer Egetsee vorbei aufwärts zum Egetjoch (2695 m). Bald darauf kann man wählen: entweder geradeaus abwärts auf Weg 33 rechts am gar nicht Trüben See vorbei, oder landschaftlich schöner auf Weg 33a links an den Sieben Seen vorbei. Unten, bevor zwei Bäche zusammenfließen (ca. 2100 m?), treffen sich die Wege wieder. Auf Brücke über Klamm hinauf zur kleinen Grohmann-Hütte (2254 m) und noch eine Dreiviertelstunde zur Teplitzer Hütte (2586 m). Rückweg auf dem gleichen Weg bzw. an den sieben Seen vorbei, wenn man noch nicht dort war. Achtung: Gelegentlich stößt man auf Markierungen, deren rot-weiße Balken nicht in Wegrichtung zeigen, sondern einen in die Irre lotsen. Der Alpenverein sollte in seinen Mitteilungen ein falsches und ein richtiges Beispiel zeigen! Und die Landesregierung sollte den Kaindl-Stollen für alle begehbar machen, dann hätten die Wanderer viel mehr Möglichkeiten und müßten nicht wegen der Schneebergscharte unnütze Kraft vergeuden.
(Persönliche Notizen: 23.6.2000, 8.30 h Schneebergerbrücke - Schneeberghaus - ab 15 h Beginn Gewitter, Markierung nach Trübem See verloren. Grohmannhütte. Zwischen Blitz und Donner aufwärts zur Teplitzerhütte 17.45 h. Nirgendwo hat es mir so gut gefallen wie hier. Herrliche Kasnocken von der Oma. Auf den anderen Hütten konnte ich nie schlafen wegen der anscheinend unvermeidlichen Dauerschnarcher. Frühstück ab 6 Uhr. Am Vortag noch 36 Grad in Bozen, am nächsten Morgen Schnee und Eis. Start 7.30 h. Diesmal an den Sieben Seen vorbei. Schnee verdeckt meistens Markierung. Gipfel rundum in dunklen Wolken. Finde auch unterhalb des Egetjochs die Markierung nicht mehr. Rutschpartie im Schnee. Übersehe ich die Abzweigung zum Kaindl-Stollen? Jedenfalls bin auch auf etwa 2350 m und muß nochmals empor auf 2700 m. Mit müden Knien nach rund 5600 Höhenmetern (Hinweg 1850 m aufwärts, 950 m abwärts, Rückweg umgekehrt) um 16 h am Auto. Gesamtwertung: strapaziös. Eine Traumtour wäre die Runde über Becherhaus und Müllerhütte und zurück über den Übeltalferner (anseilen, Steigeisen) und den Schwarzsee sowie die Timmelsalm.)

·        Zwickauer Hütte (2989 m) auf Weg 44 bis Gasthaus Hochfirst (1860 m) 6 - 7 Stunden, in umgekehrter Richtung eine Stunde länger; aufpassen am Rauhjoch, dort ist es ausgesetzt. (Persönliche Notizen: 2.9.99 Parkplatz Seeberalm - Zwickauer Hütte, Hüttenschlafsack kann ausgeliehen werden für 5000 Lire, von Kauf ist abzuraten, da aus schwerem Leinen; 3.9.99 den gleichen Weg zurück, aber bis Gasthaus Hochfirst wegen des Stempels; zu dieser Zeit keine Steigeisen mehr nötig)

·        Timmelsbrücke - Müllerhütte 6 Stunden über Timmelsalm (1979 m), Schwarzsee (2514 m), Schwarzwandscharte 3059 m) und Gletscher. Vorsicht, gleich am Anfang verdeckte Spalten! (Heinz Widmann: Passeiertal, Wanderungen 32 und 33). Angeseilt! Allein lebensgefährlich!
Wer nicht zu müde ist, kann von der Müllerhütte (Alternative: Becherhaus, 3195 m) noch in 1 1/2 Stunden auf den Wilden Freiger (3419 m) steigen, rechts von der Müllerhütte aus. Zum steilen Direktanstieg zum Gipfel mit Gipfelkreuz braucht man Steigeisen. Der Aufstieg über den Südostgrat ist einfacher.
Am nächsten Morgen
(die Hütte bietet für nicht wenig Geld Halbpension mit üppigem, delikatem, geradezu städtischem Abendessen und zu reichlichem Frühstück; guter österreichischer Hüttenschlafsack aus Baumwolle käuflich, Frühstück ab 1/2 7 Uhr) über den Grat zum Wilden Pfaff (3456 m, laut Führer "Von Hütte zu Hütte" 1 1/2 Stunden) und dann abwärts zu einem Schneefeld und wieder aufwärts, zuletzt mit Steigeisen, zum Zuckerhütl (3507 m), dem bekannten Berg der Stubaier Alpen, insgesamt 2 1/2 Stunden. Eine Weltenbummlerin, die von Tibet, Neuseeland, Bolivien usw. erzählte und bald wieder nach Nepal wollte, riet, oben vor dem letzten vereisten Wegstück nach links auszuweichen, so daß man keine Steigeisen brauche. Habe die Abzweigung aber nicht gefunden. Der Abstieg ist fast mühsamer als der Aufstieg. Wer nur ein Wochenende Zeit hat, muß dann wieder zurück über den herrlichen Übeltalferner mit der mächtigen Eiswand (Scheiblehnwand?). Als sehr leichter Dreitausender lockt die Hoffmannspitze (3112 m) gleich neben der Schwarzwandscharte. Dann anstrengender Abstieg bis zur Timmelsbrücke unterhalb des Gasthauses Hochfirst und des Timmelsjochs. (Notizen: 11. und 12. 9.1999, hochsommerlich heiß, extrem gefährliche Strahlung, unbedingt Sonnenschutzbrille und -creme, Hut, auf Gletscher evtl. Wollmütze zum Gesichtsschutz, Handschuhe).
Wer noch einen Tag Zeit hat, kann über Becherhaus (3195m), Teplitzer Hütte (2586 m), Grohmannhütte (2254 m, ob es anno 2000 noch einen Stempel gibt, ist fraglich) und am Trüben und den Egetseen vorbei die vermutlich sehr weite Runde zum Schneeberghaus (2355 m, ehemalige Knappensiedlung, Museum) und auf dem Knappenweg zur Timmelsbrücke versuchen.
Er bekäme auf dieser einen Route vier Stempel.
Zum Becherhaus kann man auch von Ridnaun auf der Wipptaler Seite (Sterzing) aufsteigen, dem Vernehmen nach schneller, aber auch steiler.

·        Timmelsbrücke (1759 m) - Timmelsjoch (2491 m). Oben Zollstation und Rasthaus (dürfte im Winterhalbjahr geschlossen sein, ebenso wie die Timmelsjochstraße ab Gasthaus Hochfirst und auf österreichischer Seite bis Hochgurgl, bis dorthin mit Pkw Maut). Aufwärts 2 Stunden, am Bach entlang, teils eben. Fast ein Spaziergang. Europäischer Fernwanderweg 5. Nach Rückkehr gemütliche Einkehr im Gasthaus Hochfirst. (25.9.1999)

·        Timmelsjochstraße (zirka 2000 m) - Königsjoch (2819 m). Aufwärts 2 1/2 Stunden. Kleiner Parkplatz an der 5. Kehre oberhalb vom Gasthaus Hochfirst. Eben zur Oberglanegg Alm. Rechts empor über Almwiesen, der Markierung 20 nach. Auf Grat, teils ausgesetzt - bei Regen, Eis oder Schnee oben nicht ungefährlich - zum Königsjoch. Auf der anderen Seite ist das österreichische Königstal. Der Königsbach mündet in die Gurgler Ache bei Poschach zwischen Hochgurgl und Obergurgl. (2.10.1999)

·        Stuls (1300 m) - - Hochwart (2608 m) - Schneeberghütte (2355 m). Um die lästige Asphaltstraße vom Parkplatz in Stuls aus zu umgehen: Hinter der Kirche aufwärts zum Trimmpfad und dann weiter links den Waldweg 15 A entlang, nur leicht ansteigend, bis zur Asphaltstraße, dort eine Weile aufwärts und dann die Abkürzungen über Wiesen und durch Wald nehmen bis zur Egger-Grub-Alm (1929 m, ganzjährig bewirtschaftet, dort rasten, manchmal Volksmusik) - Hochalm (2174 m, bis hierher ca. 2 1/2 h).
Ab Hochalm empor zur Hochwart (2608 m) und entweder auf dem Grat oder wieder ein Stück zurück und dann unterhalb des Grats, ebenfalls stellenweise ausgesetzt, 4 1/2 bis 5 Stunden (ab Hochalm, nicht 4 h wie in "Von Hütte zu Hütte" angegeben) am rechten Hang entlang, oft eben, aber stellenweise schlecht markiert (Zeitverlust durch Umwege), auf Weg 27 bis unterhalb der Schneeberghütte und dann wieder 100 Höhenmeter hinauf zu derselben (2355 m).
Dort übernachten (verhältnismäßig luxuriös), am nächsten Tag zurück. Oder 2. Auto vor Saltnuß abstellen. Hat man ein 2. Auto, wäre es aber leichter, vom Schneeberghaus nach Stuls zu wandern.
(Nur zur Orientierung die Zeiten des Verfassers: Hinweg mit Pausen 16.10.1999 9.30 - 17 h; Rückweg 17.10.1999 8 - 14.15, auf der Schattenseite Schnee, Stöcke fast unentbehrlich).

·        St. Leonhard – St.-Anna-Alm Pfistrad (1358 m) – Bärengrüblalm (1874 m)
Im Osten oberhalb von St. Leonhard Waldparkplatz. Auf Weg 13 bis Pfistrad. Auch für Eltern mit Kinderwagen geeignet. Zum Glück nur das erste Stück asphaltiert. Einkehrtip St.-Anna-Alm: auffallend freundliche Bedienung (heutzutage eine Seltenheit), selbstgemachter Joghurt mit Früchten, guter Milchkaffee. Links hinauf auf gut ausgebautem Weg 13 hinauf zur Bärengrüblalm, die seit einem Jahrzehnt von alten Männern bewirtschaftet wird. Herunter auf Weg 13 B (?) durch die Mahder (Mähwiesen) und zurück zur Alm mit der daneben gelegenen Kapelle St. Anna.
Unerklärliches Erlebnis am Samstag, 16.6.2007: „Auf dem Weg vom Wanderparkplatz zur Pfistradalm wartete an einer Wegkreuzung ein junges Reh auf mich und ging auf mich zu. Ich hatte Angst wegen evtl. Tollwut und wollte es verscheuchen, was mir nicht gelang. Es ging mir nach in einer Entfernung zwischen 20 und 5 Metern, obwohl ich es immer wieder mit lauten Worten zurückschickte und zuletzt kleine Steine in seine Richtung warf. Merkwürdigerweise stand nach dem halben gemeinsamen Weg die Hubertuskapelle am Schintleregg. Erst als nach fast einer halben Stunde ein Gatter (Holzzaun) kam, konnte mir das Reh nicht weiter folgen. Dort standen Holzfäller, und ein deutscher Tourist machte ein Foto von dem Reh. Er meinte, vielleicht sei das Reh von seiner Mutter verstoßen worden. R. L.“

·        Ulfas – Ulfaser Alm (1600 m) – Waalweg
Vom Parkplatz am Ende der Streusiedlung ist es nur ein Spaziergang zur gern besuchten Ulfaser Alm (ca. 1600 m, vorzüglicher Apfelstrudel). Dort Waal (ebener, alter Wasserkanal, früher zur Beregnung der Wiesen). Gesundheitstip: Unterarme abwechselnd in den Waal tauchen, aber nur wenige Sekunden. Erfrischt, belebt, stärkt das Herz (entsprechend dem Herzbad von Pfarrer Dobler). Zwei Stellen an Steinplatten bieten sich an, wenn man den herrlich ebenen Weg weiter geht Richtung Waalerhütte. Nicht ins Wasser fallen! Tip an die Verantwortlichen: Dort, wo der Waalweg auf ein paar hundert Meter unterbrochen ist, könnte man einen Weg in die Felsen sprengen wie in San Romedio, wo ein wunderbar ebener Weg vom nördlichen Ortsende von Sanzeno bis unterhalb des Felsenklosters führt. Die Trentiner machen es vor, die Südtiroler hinken überall nach. Wann wird endlich eine fremdenverkehrsgerechte Politik gemacht mit ebenen Wanderwegen, Barfußwegen, mehr Rundwegen, korrekter Markierung, öffentlichen Verkehrsmitteln im Halbstundentakt usw.? Auch sollte die Landesregierung dafür sorgen, dass endlich an den Hütten korrekte Höhenangaben angebracht werden; wenige stimmen. Aber die derzeitigen Politiker stecken zu viele Steuergelder in zweifelhafte Projekte wie den Flugplatzausbau in Bozen, in die Industrie usw. statt in schöne Wege durch dieses Alpenparadies. (18.6.2007)

·  St. Martin (ca. 550 m) – Mörre – Grafeistal – Mahdalm (1990 m) – Gampenalm
Wer genug Kondition hat und Lust auf Abenteuer, dem ist ein Abstecher ins wilde Grafeistal zu empfehlen. Das Auto kann man vor der Recyclinganlage stehen lassen (auf dem oberen Weg beim Golfplatz weiß der Wanderer nicht Bescheid, wo er das Auto parken kann, weil nirgendwo ein P ist), dann in einer halben Stunde hinauf zur sehenswerten Wallfahrtskirche und Gasthaus Mörre (die freundlichen Wirtsleute zeigen gern das originelle Hausmuseum, falls ihnen der Gastbetrieb die Zeit lässt). Die Wiese hinauf und später am Wald links zum Grafeistal, das vor allem bei Unwettern extrem gefährlich ist. Wer Glück hat, findet einen Pfad, der nicht endet. Der Berichterstatter hielt sich zu tief und geriet in unwegsames, steiles, rutschiges Gelände und landete mehrmals auf schmalen Kämmen zwischen erodierten Seitentälern (vor einem Drahtseil). Auf ca. 1000 Meter Meereshöhe plötzlich ein Stich von einem runden, schwarzen Tier am Oberschenkel, schmerzhaft wie von einem Skorpion; vermutlich hatte eine giftige Spinne (exotische Einwandererin infolge des Klimawandels?) den Dschungelgeher attackiert. Er kletterte dann weg vom Bach bergauf und erreichte eine Forststraße, die zur Strohmair-Sagen (Säge, 1175 m) führte. Rechts am Haus vorbei und wieder südlich empor durch den Wald bis zu einer zweiten Forststraße, auf der man zur abgelegenen Schießgrub-Alm (1722 m) kommt. Dort am ersten Gebäude rechts empor auf einem Pfad bis zu einem Zaun, und von dort links (bücken!) zur Mahdalm. Für die Strapazen entschädigte dort ein Apfelstrudel mit Vanillesauce. Vom Haus rechts durch die Wiesen abwärts zur Gampenalm (www.gompmalm.it) und hinunter ins Tal. Es nutzt nichts, neue Schilder anzubringen, wenn sie falsch sind. Der Weg von Strauben bis zur Mörre dauerte nur 40, nicht wie angegeben 75 Minuten. Örtliche Kommissionen aus Einheimischen und erfahrenen Gästen sollten alle Wanderwege auf Vollständigkeit der Markierungen und Zeitangaben überprüfen. Ohne weiteres könnten Profis im Grafeistal Abenteuertouren durchführen. Südtirol hat noch viele wilde Gegenden, gerade in Mittelgebirgen. Gesamtgehzeit: 8 h. Wer herunterkommt, kann sich noch eine Pizza leisten im Martinerhof, unter der neuen Führung des Brückenwirts und Bruders des Lamm-Wirts; Pizza gibt es von 12 Uhr mittags durchgehend bis abends! Der Besitzer braut auch hier Bier selber, allerdings kein Bio-Bier mehr, weil ihm dies zu kompliziert ist. (23.6.2007)

Tibet-Fahne auf Hinterem Seelenkogel (3489 m)
Solidarität Südtirol – Tibet

Wenigstens die Südtiroler Bergsteiger haben noch ein besonderes Gerechtigkeitsempfinden. Seiner Solidarität mit dem unterdrückten tibetischen Volk hat vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking der berühmte Extrembergsteiger Hans Kammerlander Ausdruck verliehen. Er hatte die Idee, gemäß dem Slogan „Südtirol ist nicht Italien“ der Bewegung von Eva Klotz, „Süd-Tiroler Freiheit“, eine Aktion zu starten: „Tibet ist nicht China“. Diese Aufkleber werden nun im ganzen Land und übers Internet verteilt. („Dolomiten“, 8.8.2008, S. 16)

Auch andere zeigen ihre Verbundenheit mit dem besetzten Tibet. So war der Gestalter dieser Web-Seiten überrascht, als er am 5.8.2008 bei der Besteigung des Hinteren Seelenkogels 83489 m), einem Grenzberg zwischen Südtirol und Österreich in den Ötztaler Alpen, eine große Tibet-Fahne vom Gipfelkreuz wehen sah. Mögen die Bergvölker zusammenhalten! Freiheit und Unabhängigkeit für Tibet!

Freiheit und Unabhängigkeit auch für die Uiguren in Sinkiang, die in ihrer Heimat von den zugewanderten Han-Chinesen überrollt und unterdrückt werden. (laut Interview mit einem Sprecher der Uiguren im RAI Sender Bozen, 7.8.2008, Mittagsmagazin)

 

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Fotos: Rainer Lechner, 5.8.2008

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Wanderbericht Ulfas – Zwickauer Hütte – Hinterer Seelenkogel – Stettiner Hütte

Dienstag, 5.8.2008, 6.30 h Ulfas (1320 m). 9.00 h Pfelders (1628 m). 12.00 h Zwickauer Hütte (2979 m). Mittagspause. 14.00 h auf den Hinteren Seelekogel (3489 m). Dort um 15.30 h. Tibet-Flagge. Wie üblich mehrmals den Weg verloren und an falschen Orten herumgeklettert, sowohl aufwärts als auch abwärts. Deshalb erst gegen 17 Uhr wieder an der Zwickauer Hütte. Rat an alle: 3 Stunden einplanen. Nur für Geübte. Mit vier jungen Römern nachts im gleichen Zimmer; nie solche geräuschlose Zimmergenossen erlebt.

Mittwoch, 6.8.2008. Chaos beim Frühstück, kurz nach 7 Uhr ist die Stube überfüllt. Hütten sollten Frühstück ab 6 Uhr anbieten; bitte etwas großzügiger, und zum Müsli Milch. 7.40 h Start Richtung Stettiner Hütte. Abstieg bis auf 2300 m – immer noch Schneefelder - und dann wieder aufwärts, 10.55 h Stettiner Hütte, also 3 ¼ Stunden gebraucht. 11.15 h Abstieg Richtung Pfelders. 13.40 h Gasthaus Zeppichl: gute Schlutzkrapfen (auf der Speisekarte als Nudelteigtaschen mit Quark und Spinat) mit viel Salat. Vor dem Farmazontal wieder den Weg abgefehlt, teils wegen der Sonnenbrille, teils wegen mangelnder Markierung. Viel zu weit abgestiegen in zeitraubendem, steilem Wald, dann am Bach aufwärts und über eine Brücke und weiter aufwärts zum Meraner Höhenwanderweg. 16.55 h Ulfas.

Zusatzbemerkungen: Pfelders hat nach der fast kompletten Dorferneuerung (ein Bild vom schönen, alten Pfelders hängt in der Bar „Bergkristall“) noch 3 B-Attraktionen: die Berge, die Bäche und die Bilder vom Tod in der kleinen Kapelle zwischen Zeppichl und Pfelders. - Wirtsleute sollten ihre Kinder und das Personal anhalten, nicht halb entblößt herumzulaufen. Fast alle Wanderer waren anständig angezogen. - Etwas zu den Kosten. Die Übernachtung für Alpenvereinsmitglieder kostet inklusive Frühstück 16 Euro. Für Essen und das nötige viele Trinken gab der Berichterstatter an diesen beiden Tagen 61 Euro aus. - Der Höhenmesser zeigte bei der Ankunft auf 1320 m Meereshöhe fälschlich 1420 m. (R. L.)

Bildbericht Pfelders – Biwak – Zwickauer Hütte - Scheibenkogel

Für Extremisten:

Hochfirst (3403 m)

FBZ-Tagesrunde 2 Liebener Spitz (3389 m)

FBZ-Tagesrunde 1 Passeier – Schnals – Meran (FBZ = mit Hilfe öffentlicher Verkehrsmittel, also zu Fuß, per Bahn und Zug)
Gewandert am 12.8.2009. 8.30 h Platt Bus. 8.45 h Pfelders (1622 m). 9.15 h Lazins. 9.35 – 9.45 h Lazinser Alm. 11.45 h -12.15 h Stettiner Hütte (2875 m, gut besucht, wegen leichter Schuhe und leichtem Rucksack in 3 statt 4 Stunden erreicht). Hinab ins Mitte August von Urlaubern überlaufene Pfossental, ein Seitental des Schnalstales. 13.35 h Eishof (2069 m). 13.55 h Rableider Alm (schmuck hergerichtet). 14.02 Mitterkaser (sieht von unten stilecht aus). 14.28 h Jägerrast (1700 m, Vorderkaser). Meraner Höhenweg 24 wechselt auf die linke Talseite, um 14.40 h vorbei an Pestbildimitation von 1636, 1866 renoviert, auf meist schmalem Pfad bis zum Monferthof (1500 m). Etwas später weg vom Höhenweg wegen Kniebeschwerden – infolge fehlender Stöcke – hinunter nach Katharinaberg (1245 m). Dort um 16.30 h. Vor der Abfahrt des Busses (17.11 h, 18.11 h und 19.11 h) noch Besichtigung der auf einem Hügel gelegenen wunderschönen Kirche (Pflicht!). Infolge Busverspätung Zug in Naturns um 17.50 h wegen geschlossener Schranke verpasst. Nächster Zug 18.17 h bis Meran 18.43 h. Bleibt noch Zeit für Einkauf bei Naturalia in Bahnhofsnähe. Letzter Bus von Meran nach Platt um 19.20 h, dort um 20.30 h. Insgesamt 12 Stunden. Nach Ulfas dauert die Runde eine Stunde länger. Wer in Zeitnot kommt, kann beim Gasthaus Jägerrast auf der Straße bleiben, um über den Nassreidhof nach Karthaus (1327 m) zu gelangen, wo der Bus ebenfalls wegfährt. Ansonsten muß man eben unterwegs an einer der Raststationen auf dem Meraner Höhenweg übernachten. Wer die Runde in St. Martin oder St. Leonhard beginnt, hat eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung, da der letzte Bus in Meran um 20.20 h abfährt. Karte: Meraner Höhenweg (Tappeiner) im Tourismusbüro St. Leonhard für 3 Euro erhältlich. - Eine unglaubliche Leistung vollbrachten ein Vater und zwei seiner Söhne aus Ulfas, indem sie diese ganze Runde um die Texelgruppe in entgegengesetzter Richtung auf dem Fahrrad zurücklegten, um 3 h früh gestartet und schon am Nachmittag wieder zu Hause, mit einem Anstieg von Meran 300 m auf die Stettiner Hütte mit fast 2900 m. Nicht zum Nachmachen!

Zum Botzer
Timmelsbrücke (1760 m) - Timmelsalm - weiter oben rechts abzweigen und auf Steig am Unter- und Oberkrumpwasser entlang, also nicht links hinauf zum  Großen Timmler Schwarzsee, sondern eine Weile unten bleiben und geradeaus hinauf. Links vom Gletscherrand (Rötenferner) empor und hinten herum bis zum Botzer (3251 m). Entweder gleichen Weg zurück oder bei guten Verhältnissen über den Gletscher abwärts. Beides nicht risikofrei! Nur für Geübte.
Rückweg: Entweder zur Timmelsbrücke zurück oder bei 2485 m den kreuzenden Weg 29 links aufwärts gehen bis zur Karlsscharte (2691 m) und dann hinunter zum Schneeberghaus (2335 m); Übernachtungsmöglichkeit. Matratzenlager mit Frühstück für Alpenvereinsmitglieder 18 Euro (2004). Dort um 13 Uhr 1 1/2 bis 2stündiger Museumsbesuch mit Führung durch kurzes Stollenstück des aufgelassenen Zinkblende-Bergwerks. Das Schneeberghaus ist vom Frühjahr bis November geöffnet, je nach Witterung.
Gewandert am 22.8.2004. Mehr als 10 Stunden bis zum Schneeberghaus.

 

Aperes Ferwalljoch – Königsjoch
Timmelsjochstraße Parkplatz (2000 m) Oberglanegg Alm - auf Weg 44a zur verfallenen Essener Hütte und westwärts steil aufwärts in Rinne - bei Schnee mit Steigeisen und Eispickel - bis zu einem Kessel, der im August 2004 einem Gletscher ähnelte. In der Mitte senkrecht aufwärts; Klettern unumgänglich, wieder können Steigeisen nötig sein. Wenige Eisenstangen zeugen von früherem Klettersteig. Rutschig, gefährlich, deshalb kommt eine Wiederinstandsetzung kaum in Frage, obwohl viele Bergsteiger froh wären, wenn sie diese Runde machen könnten. Bis zum Aperen Ferwalljoch bei ungünstigen Verhältnissen 6 Stunden.
Oben beginnt ein richtiger Wanderweg, Nr. 921, der durch das karge, steinige Ferwalltal abwärts führt bis Obergurgl. An einer Brücke, etwa bei 2300 m, nicht auf die linke Seite wechseln, sondern rechts in einem weiten Bogen zum Königstal hinüber. Man sieht die Betonkästen von Hochgurgl. Von ca. 2250 m wieder sanft aufwärts, durch ein schönes, grünes Tal, über die aufgelassene Zollhütte (2686 m) und die toten Böden bis zum Königsjoch (2819 oder 2825 m). Nun auf einem alten Schmugglerpfad zurück zum Ausgangspunkt. Die Aussicht ist "schian", der Weg selbst oft "schiach". Heinz Widmann, der Pächter des Schneeberghauses, schreibt in seinem Führer "Passeiertal für Bergfreunde" unter Nr. 28: "Der obere Teil ist nur für schwindelfreie und trittsichere Bergwanderer mit gutem Schuhwerk geeignet. Diese Passage ist teilweise sehr steil, felsig und ausgesetzt, und einige Wegstücke, die steil abfallende Rinnen queren, sind abschüssig und rutschig. Bis weit in den Juli hinein können in den steilen Rinnen im obersten Teil Schneefelder liegen; in diesem Falle ist von einer Begehung abzuraten."
Insgesamt über 12 Stunden. (27.8.2004)

 

Timmelsjochstraße – Schneeberghaus (2355 m) – Teplitzer Hütte (2586 m) – Magdeburger Hütte (2423 m) – Tribulaunhütte (2369 m) – Pflersch (Bus bis Sterzing und Ridnaun) – Aglsbodenalm (1720 m) – Schneeberghütte – Timmelsjochstraße in 3 Tagen (5 Stempel)
siehe offener Brief an Landesrat Widmann, dort Wegbeschreibung

 

Pfelders (1628 m) – Zwickauer Hütte (2979 m) – Stettiner Hütte (2875m) – Pfelders an einem Tag

Bericht eines Wanderers vom Montag, 24.9.2007: 6.30 h Pfelders – 8.30 h Kreuz im Bogen – 10 h Zwickauer Hütte (3 ½ h) – 10.25 h weiter zur Stettiner Hütte – Abstieg bis 2350 m und wieder aufwärts, diesmal keine Schneefelder, kein Eispickel notwendig – 14.20 h Stettiner Hütte (also 4 Stunden) – um 15 h wieder nach unten, um 17.45 h wieder in Pfelders (ein Ehepaar aus Groß-Gerau brauchte für den Abstieg nur 2 ¼ h). Insgesamt also 11 ¼ h (Heinz Widmann gibt in seinem Führer „Passeiertal“ als reine Wanderzeit 11 h an, am besten aufzuteilen auf mehrere Tage). Aufstieg insgesamt 2000 Meter. Herrliches Wetter.

 

Wandertip für Durchtrainierte in Hinterpasseier

Runde Stuls – Klamm-Alm-, Posch-Alm – Schneeberghaus – Hochwart - Stuls

Wer Tipp schreibt, ist ein linguistischer Ignorant.

 

Tag/Data: Freitag, 13.6.2003, sonnig, heiß (unten 30 Grad oder mehr)

Weg/Itinerari seguit:

6.20 h Stuls (1330 m)

Weg 15b und 16 Urweg Jaufenkamm bis zum Übelsee. Neuer Weg 12 führt nicht auf den Gipfel der Kleinen Kreuzspitze (2518 m), sondern unterhalb links auf den Kamm (10.10 h) , von dem (2480 – 2500 m) bald ein Weg Richtung Klamm-Alm (1925 m, nicht weit darunter Flading) abzweigt. Dort um 11.25 h.

 

Ursprünglich geplanter Weg/Itinerari previst: Auf der Tabacco-Karte eingezeichneter Weg zum Sandjoch existiert anscheinend nicht mehr.

 

Weiterweg / Itineraro seguit: 12 und 13a zunächst an Bach entlang aufwärts zur verschneiten Ratschingser Scharte (2480 m, um 1.45 h). Abkürzung über Sandjoch wieder nicht ratsam wegen darüberstehender Gewitterwolken und offenbar noch viel Schnee. Abwärts zur Poschalm (Moarerbergalm, 2114 m).

Dritter Anstieg des Tages auf Weg 28 zum Kaindljoch (2700 m, um 16.25 h). Dritter Abstieg zum Schneeberghaus (2355 m) auf überfluteten Wegen infolge der Schneeschmelze. Dort um 17.05 h.

 

Companys: el ángel custodio

 

Gesamthöhenunterschied am 1. Tag aufwärts: mehr als 2300 m; abwärts: 1300 m.

 

Andere Aktivitäten / Altres activitats: Wer schwach ist im Weitsprung, wird an etlichen Bächen jetzt während der Schneeschmelze nass.

 

Rückweg

Samstag, 14.6.2003, sonnig, heiß (unten 30 Grad oder mehr)

Schneeberghaus 8.10 h Aufbruch. Weg 27.

Markierung verloren, 2 x falschen Weg gewählt.

Lehre: Lieber 1/4 Stunde lang die Landkarte studieren als 1 Stunde Umweg. Zuerst zu tief bis 2150 m abgestiegen, dann zu weit aufgestiegen bis 2450 m Richtung Sandjoch, zurück. Erst um 11 Uhr wieder bei Abzweigung 27/27a.

Hochwart (2608 m, um 13.35 h)

Erst ab da insgesamt drei Wanderer zu sehen.

Hochalm (2174 m), inzwischen auch mit osteuropäischer Kellnerin; Wirt brilliert auf Ziehorgel mit selbst komponiertem Ötzi-Lied. Ab Hochalm Weg 12a.

15.15 h Eggergrubalm (1929 m). Erst ziemlich weit unten wird Asphalt vermeidbar: links abbiegen auf leicht abfallendem Forstweg bis zum Trimm-dich-Pfad über der Kirche.

16.20 h Stuls.

Literatur / Internet: www.schneeberg.org

 

Anmerkung: Gott will es, dass 11 Tage nach der wunderschönen Wanderung ein Arzt einen angeblich durch Überanstrengung hervorgerufenen schweren Gesundheitsschaden bei der betreffenden Person festgestellt und jede sportliche Aktivität, ja sogar das Laufen, bis auf weiteres strikt untersagt hat.

Achtung: die Strahlung in der Höhe wird immer gefährlicher!
Alles mitnehmen, was notwendig ist, aber nichts Überflüssiges.

Kleinigkeiten aus der Wanderwelt

etika.com vergibt den Dornstrauch 2008 an die Gemeinde St. Martin
Der häßlichste (im Dialekt „schiachste“) Weg in Passeier ist jener von Christl bis St. Martin. Er ist oft eng, glatt, rutschig, teils überwachsen. Fast mannshohe Brennesseln lassen manchmal wenig Platz. An einer Stelle muß man unter Dornengestrüpp kriechen, um weiterzukommen, was mit Rucksack beschwerlich ist. Alte, dicke Durchschnittstouristen müssen dort umkehren. Gemeldet im Tourismusbüro St. Martin am 11.6.2008.

Bitte einheitliche Markierung: Es geht nicht an, daß auf Hinweistafeln drei verschiedene Schreibweisen für denselben Berg verwendet werden: Kolbenspitze, Kolbner und Kolmspitze. Die Bezeichnung muß so lauten wie auf zuverlässigen Wanderkarten im Maßstab 1:25 000 vermerkt. Gemeldet am 9.6.2008 im Tourismusbüro in Moos mit der Bitte, den Alpenverein Südtirol zu verständigen.

Beim Parken beachten: Andere sind auch noch da. Unter die bundesdeutschen Normaltouristen schmuggeln sich immer wieder Idioten, die auf dem Parkplatz vor der Ulfaser Alm (es sind nur 40 Minuten zu Fuß dorthin, das Ideale für die heutigen Durchschnittstouristen) ihre Autos der Länge nach abstellen, als ob die Welt nur für sie allein gemacht sei. Gemeldet im Tourismusbüro in Moos am 9.6.2008 mit der Bitte, die zuständige Forstverwaltung  zu informieren. Diese sollte Schrägstriche aufmalen lassen, damit mehr Autos parken können. Die vorhandenen kleinen Hinweistafeln werden leicht übersehen.

Bauer sperrt Wanderweg zu. Es geht nicht an, daß ein Bauer den Wanderweg, der von der Straße Breiteben – Platt auf der orographisch linken Seite des Salderner Baches empor führt, einfach absperrt. Statt den Holzzaun oberhalb des Weges aufzustellen, hat er den durch den Fichtenwald führenden Weg auf Höhe der Salderner Höfe ein Stück blockiert. Da es in dem steilen Gelände schwierig ist, den Weg unterhalb dieser Stelle zu umgehen, bleibt dem Wanderer kaum etwas anderes übrig als zweimal über den Holzzaun zu klettern. Es war früher üblich, daß Einheimische dort hinunter gegangen sind. Vielleicht kümmert sich die Gemeinde um die Rechte der Wanderer und der Gesamtbevölkerung. Falls wir uns täuschen, bitten wir um Benachrichtigung. Dann entfernen wir diesen Absatz. (11.6.2008)

Empfohlene Ausrüstung

Gute Wanderschuhe, am besten mit Einlegesohlen. Hut mit breiter Krempe, Kniebundhose, Kniestrümpfe (Fußsohlen vorher einpudern), Hemd mit langen Armen, Pullover. Gletscherbrille. Gamaschen. Anorak. Regenumhang. Handschuhe. Taschentücher. Biwaksack. Als Ersatz im Rucksack: Unterwäsche, Hemd, Strümpfe. Kleines Handtuch.
Verstellbare Wanderstöcke, z. B. Makalu Leki. Eispickel. Karabiner (zum Befestigen der Wanderstöcke). Steigeisen können bei der Zwickauer-Hütten-Route und vielleicht auch auf dem Weg zur Siegerlandhütte notwendig sein. Trillerpfeife. Taschenmesser. Evtl. Seil. Höhenmesser und Kompaß. Taschenlampe, z. B. Stirntaschenlampe.
Papier für Notizen. Kugelschreiber. Pflaster. Sicherheitsnadel. Sonnenschutzmittel z. B. Faktor 26.

Getränk, z. B. in leichter 0,5-Liter-Mineralwasser- (oder Fanta-) Plastikflasche. Etwas zum Essen, Brot (ein frisches, wohl mundendes "Paarl" von der Bäckerei Albert in Platt), Apfel, Studentenfutter, Schokolade (oder Früchteriegel aus dem Reformhaus).

Gute Landkarte 1: 25.000, von Tabacco, Freytag-Berndt, Alpenvereinskarte.
Handlicher Führer von Heinz Widmann: Passeiertal für Bergfreunde, 58 Bergtouren und 11 Klettertouren, Tappeiner Verlag Lana 1997, 144 Seiten, 15.000 Lire, z. B. auf der Schneeberghütte erhältlich.
Weitere Literatur:

Christoph Gufler: Passeier, Südtiroler Gebietsführer 36, Verlag Athesia Bozen

Giovanna Koch: Südtirol für Bergwanderer, Band 2, Texelgruppe, Pfelderer und Ridnauner Berge, Tappeiner Verlag

Von Hütte zu Hütte zwischen Brenner und Meran. Faltblatt mit Weg- und Hüttenbeschreibungen.

Prospekte und Zimmervermittlung: Tourismusbüro Hinterpasseier, I-39013 Moos i. P. (BZ), Tel. von D aus: 0049 / 0473 / 64 35 58. Fax 0049 / 0473 / 643880. - Verkehrsverein St. Leonhard.
Tip:

http://www.hinterpasseier.com

http://www.bergbaumuseum.it E-Mail schneeberg@rolmail.net

http://www.pfelders.it www.passeiertal.org

Verkehrsinformation: Südtiroler Verkehrsmeldezentrale Tel. 0471 / 20 01 98
Tageszeitung Dolomiten auf der Seite Heute

Von Hütte zu Hütte
Hochganghaus (1839 m), von Vellau oder Partschins aus
Lodner Hütte (2259 m), von Partschins aus
Stettiner Hütte (2875 m), Pfelders
Zwickauer Hütte (2989 m), Pfelders
Gasthof Hochfirst (1860 m), an der Timmelsjochstraße
Schneeberg Schützhütte und Landesbergbaumuseum (2355 m), oberhalb der Timmelsjochstraße
Schutzhütte Hochalm (2200 m), von Stuls aus
Jaufenhaus (2000 m), an der Jaufenpaßstraße
Müllerhütte (3145), von Maiern/Ridnaun aus oder von Timmelsjochstraße her,  und Grohmannhütte (2254 m, Übeltalfernerhütte) sind nicht mehr bei der Aktion dabei, dafür die
Aglsbodenalm (1720 m, keine Übernachtungsmöglichkeit)
Becherhaus (3195 m), Südtirols höchstgelegene Hütte, von Maiern oder Timmelsjochstraße her, 2009 nicht bewirtschaftet!
Teplitzer Hütte (2586 m), von Maiern/Ridnaun her oder von der Schneeberghütte aus
Magdeburger Hütte (2423 m), von Pflersch aus oder von der Teplitzer Hütte her
Tribulaunhütte (2369 m) von Pflersch aus oder von der Magdeburger Hütte her

Auskunft gibt eine von Bergführer Hermann Vantsch (Becherhaus) und von Heinz Widmann (Schneeberghütte und -museum) zusammengestellte Panoramakarte mit Texten auch von Paul Felizetti und Annelies Erlacher. Auf den Hütten kann man eine Postkarte zu 3000 Lire (3 DM) erwerben, die man auf jeder Hütte abstempeln läßt. Wer alle 13 Hütten erwandert, egal in welcher Zeitspanne und aus welcher Richtung kommend, erhält auf der letzten Hütte die Trophäe der 13 Hüttenwirte. Internet: www.13h.de

Diverses:

Wanderungen bei den Freiheitskämpfern
Unter dieser Überschrift wird in der Edeka-Zeitschrift (1999) für Wanderungen im unberührten Hinterpasseier geworben. Außerdem kann man mit Bäuerinnen von Hof zu Hof wandern. Veranstalter: Verkehrsamt St. Leonhard

Ein Salurner Schütz, der mit seiner Kompanie im Sommer 2004 diesen Abschnitt des Georg-Klotz-Weges beging, ist auf dem Joch zwischen Schwarzsee und Siegerlandhütte ausgerutscht und abgestürzt. Es war wegen des vielen Schnees viel zu früh für eine solche Wanderung.

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