ETIKA

Tierschutz

www.etika.com

61A10

Christen für Ahimsa

9.12.2010
Neues am Schluss

An alle Menschen, die noch Mitleid empfinden

Was ist aus den Vermächtnissen der wirklich Großen der Menschheit geworden, des hl. Franziskus von Assisi, des Leo Tolstoj, des Mahatma Gandhi und Albert Schweitzers? Nichts, sie wurden von allen verraten. Sie hatten Mitleid mit der gequälten Kreatur, forderten Mitgeschöpflichkeit, ein Ende des grausamen Tötens, ahimsa(der indische Ausdruck für „nicht verletzen“, siehe unten Link zu Gandhi mit Erklärung), Ehrfurcht vor dem Leben. Inzwischen ist das Elend der Tiere ins Unermessliche gestiegen. Die Aufrufe der „großen Vier“ zur Ethik werden weltweit mit Füßen getreten. Die wichtigsten Elemente der Tierschutzgesetze, unverzichtbare Errungenschaften der Zivilisation, werden abgeschafft oder umgangen. Die Not der auf grausame Weise geschlachteten oder bei Versuchen gefolterten Kreaturen schreit zum Himmel.

Die Grausamkeit der Täter ist ebenso unerträglich wie die Gleichgültigkeit der meisten Menschen. Was tun? Aufgeben? Nein, das Gewissen drängt zur Tat.

Der Journalist und Schriftsteller Rainer Lechner (64) ruft die Christen auf, endlich als Christen zu handeln. Er erinnert an das christliche Gebot der Barmherzigkeit auch gegenüber den Tieren und die biblischen Visionen von den Tieren im Paradies: 1. Mo 1,29-30; Ps 36,7 und 104,11.14 und 147,9 und 148,10; Spr 12,10; Jes 11,6-9 und 65,25; Tob 8,7; Sir 7,24;  StD 3,57; Mk 16,15; Rm 8,19-22; Offb 5,13; beispielhaft die Tierliebe des hl. Franziskus und anderer Heiliger.

„Töte kein Tier, außer wenn es notwendig ist, und dann nur möglichst schmerzlos, in einem Augenblick.“ Niemand beachtet dieses 1997 in www.etika.com postulierte „ethische Gesetz“. Die Schlacht- und Betäubungsvorschriften zivilisierter Länder sind Schritt für Schritt außer Kraft gesetzt worden: das Schlachten im Akkord mit mangelhafter Betäubung sowie das rituelle Schächten, letzteres unter dem Vorwand der Religionsfreiheit, fügen den Tieren unermessliches Leid zu, gegen das nur wenige Tierschützer protestieren. Die Politiker unternehmen nicht nur nichts gegen die Tierquälerei beim Schlachten und bei den Tierversuchen, nein, sie fördern die grausame Behandlung der Schlachttiere durch immer tolerantere Gesetze.

Nach zahllosen erfolglosen Kampagnen, Initiativen, Aktionen sieht Rainer Lechner (Pseudonym Vicente F. Delmonte) als letztes Mittel das Wort, das die Herzen trifft und die Gewissen weckt. Wie? Er schickt die Tierquäler in die Hölle – symbolisch, in seinem Roman „Jedem nach seinen Taten“ (Münster, 2007) in dem Kapitel „Zoo der Tierquäler“ – und jetzt auch in den Gedichten „Tötet nicht!“, „Das Gesetz der Nacht“ und „Franziskus sprach zu Bruder Tier“.

Er hofft, damit die harten Herzen derer zu erweichen, die Tiere aus Gleichgültigkeit oder Grausamkeit schlecht behandeln. Auch möchte er andere Tierfreunde für eine Aktion „Christen für Ahimsa“ zu begeistern und die Masse zu einem Verzicht auf Fleisch bewegen, womit auch das Ernährungsproblem für die Menschheit gelöst werden könnte.

·        Alle Menschen würden satt, wenn auf Weiden und Anbauflächen für Futtermittel und Biosprit Gemüse, Getreide und Obst angebaut würden. Alle 3 Sekunden stirbt ein Mensch an Hunger. 6 Millionen Kinder verhungern jedes Jahr. Wer Fleisch isst, macht der sich nicht mitschuldig?

Wann bringt der Christ die Adventbotschaft zu den anderen Geschöpfen Gottes, statt sich an Weihnachtsgans, Silvesterkarpfen und Osterlamm zu laben? (Vergleiche mein Buch „Christen, seid alle eins! 3. Reformation von A bis Z, 2008, www.bod.de)

Dies ist nicht nur ein Informations-, sondern auch ein Gebetskreuzzug, denn was bleibt dem Menschen übrig, wenn alle eigenen Bemühungen versagen und das Leid fortdauert und sich ins Unermessliche steigert? Der Hilferuf zu Gott.

Um die Mauer des Schweigens zu durchbrechen, wollen wir uns zunächst auf eines konzentrieren: die Verbreitung des Gedankens, dass Tierquäler mit der Hölle bestraft werden. Dazu eignen sich unseres Erachtens besonders die angeführten Gedichte, die Ethischen Gesetze sowie das Buch „Jedem nach seinen Taten“. Alle Tierfreunde sind aufgerufen, diese Texte zu verbreiten.

Wer die Aktion „Christen für Ahimsa“ unterstützen will, kann in seiner Heimatzeitung oder einer Zeitschrift zum Beispiel ein Inserat mit irgendeiner Stelle aus einem der Gedichte aufgeben. Zum Beispiel mit folgendem Text aus einem Gedicht :

Dein Gewissen spricht zu dir:
Quäle weder Mensch noch Tier!
Was du andren Böses tust,
selber du erleiden musst.
Fortsetzung in etika.com

 

Tötet nicht!

Franziskus sprach zu Bruder Tier

Gebet für die Tiere

Ethische Gesetze Tierschutz

Gandhi: Die Kuh ist ein Gedicht des Mitleids

Leo Tolstoj: Die Fleischesser - Im Schlachthaus

Fleischesser sind mit schuld, dass täglich (laut Caritas) 80 000 Menschen verhungern
http://www.vegetarismus.ch/info/oeko.htm

 

Christen für Ahimsa

Ahimsa heißt: verletze nicht,
töte, quäle, foltre nicht!
Ein jeder fühlt: Es gibt von Gott
ein überragendes Gebot:

Es ist das der Barmherzigkeit
und gilt für alle allezeit.
Wer grausam ist, ob groß, ob Kind,
niemals Glück und Frieden find´t.

Ob Hindu, Moslem, Christ, Buddhist,
ein jeder aufgefordert ist,
zu lieben die Barmherzigkeit,
zu hassen jede Grausamkeit.

Das G´wissen warnt Mann, Frau und Kind:
Weh denen, die ohn´ Mitleid sind!
Selbst Heiden wissen von der Höll´,
der ew´gen Straf für Leib und Seel.

Ein Kreuzzug für die Tiere

Ein Kreuzzug für Barmherzigkeit,
dafür ist es höchste Zeit,
denn der Tiere großes Leid
jeden Tag zum Himmel schreit.

Nicht mit Bombe, nicht mit Schwert,
das ist alles ganz verkehrt,
denn nur eins hat sich bewährt:
Wahrheit auch den Kämpfer ehrt.

Satyagrahi * muss man sein,
gerecht und ohne falschen Schein.
Das letzte Mittel kann nur sein:
die Warnung vor der Hölle Pein.

Mag jeder in die Zukunft schaun,
der Böse in der Hölle Graun,
der Gute soll auf Ihn vertraun
und jetzt schon am Reich Gottes baun.

* Satyagraha bedeutet: Festhalten an der Wahrheit; Satyagrahi ist einer, der dies tut

Das Gesetz der Nacht

Mensch, oh liebe die Natur!
Tiere darf man töten nur,
wenn nötig; möglichst ohne Schmerz,
in einem Augenblick. Zeig Herz!

Meistens wird der Tod zur Qual.
Sadisten gibt es überall.
Sei du barmherzig, gütig! Wie?
Fleisch iss selten oder nie!

Wer Tiere quält, kommt in die Höll´,
erleidet das an Leib und Seel´.
was er mit anderen gemacht.
Denn dies ist das Gesetz der Nacht.

 

Pressemitteilung

Nachtrag:

Sonntag aktuellberichtet am 5.12.2010 über die zunehmende Bodenknappheit und den massiven Aufkauf landwirtschaftlicher Nutzflächen in Deutschland durch internationale Investoren und teilt mit: “2050 werden statt sechs Milliarden neun Milliarden Menschen den Globus bevölkern. Weil ihr Reichtum steigt, wird die Bevölkerung ihre Ernährungsweise zusehends von vegetarischer Kost auf tierische Produkte umstellen, deren Produktion extrem viel Fläche benötigt.” Die Welt ist ein Narrenhaus.

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