ETIKA

TIERSCHUTZ - AKTION

www.etika.com
22.12.2001

61A9

Fleisch-Boykott wegen grausamer Tierhaltung und -tötung

Verlauf der Aktion

Pressemitteilung
Das Neueste am Anfang

 

Frohe Weihnächte bei eisiger Kälte in Kälberiglus?

BIO-Tierquälerei in "Freiland"einzelhaltung

 

Sachzwänge gegen Tierrechte

Unsere Aussendung über die Einzelhaltung von Kälbern, die bei Eiseskälte und größter Hitze in sogenannten Kälberiglus gehalten werden, hat heftige Reaktionen ausgelöst. Vor allem Tierärzte und Behördenvertreter versuchen diese Tierquälerei zu rechtfertigen und beschimpfen Tierschützer, die es wagen, Missstände in der Bio-Landwirtschaft aufzuzeigen: Sie hätten keinen "Verstand und vor allem Anstand". Jede Diskussion die dazu führt, dass Tiere besser behandelt werden, ist willkommen. Dies ist eine gute Gelegenheit aufzuzeigen, wie die Rechte der Tiere, die ihnen in Vereinbarungen zugestanden wurden, in der Praxis der Profitmaximierung übergangen werden:

 

Einzelstandhaltung verboten

In der Ländervereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über den Schutz von Nutztieren in der Landwirtschaft wurden verbindliche Mindeststandards für die Haltung von Tieren festgelegt: Demnach dürfen Kälber nicht in dauernder Anbinde- oder Einzelstandhaltung gehalten werden. In Beständen mit mehreren Tieren dürfen diese nicht dauernd einzeln gehalten werden.

Weil Kälber als Herdentiere soziale Kontakte brauchen, wurde die Einzelstandhaltung verboten. Es ist völlig unnatürlich, dass ein Kalb seiner Mutter weggenommen wird. Die Tierkinder haben das starke Bedürfnis, bei ihrer Mutter zu trinken.

 

Gruppenhaltung problematisch

Wenn die Bauern die Kälber nicht zu ihren Müttern lassen, versuchen die Tierkinder ihren angeborenen Saugdrang an Ersatzobjekten zu befriedigen. Werden mehrere Tiere zusammengesperrt, besaugen sie sich gegenseitig. Anstatt die Kälber zu ihren Müttern zu geben, werden die neugeborenen Kälber deshalb doch in Einzelgefängnisse gesteckt! Und zwar nicht nur in der konventionellen Landwirtschaft, wo fast alle Tiere unter Tierquälerei ausgebeutet werden - auch in der biologischen Landwirtschaft sind Kälber einzeln in Iglus gefangen gehalten. Wie ist das möglich, wo doch Einzelstandhaltung eigentlich Tierquälerei ist?

 

Die Einzelstandhaltung im Iglu gilt nicht als Einzelhaltung 

Um das Verbot der Einzelstandhaltung zu umgehen, wurde einfach umdefiniert: Kälberiglus gelten nicht als Einzelhaltung! Boxen mit durchbrochenen Seitenwänden fallen nicht unter Einzelhaltung!

Wenn es darum geht, den Tieren ihre am Papier zugestandenen Rechte in der Praxis wieder abzusprechen, genügt eine einfache Wortverkehrung. Denn die Rechte der Tiere können nicht vor Gericht eingeklagt werden. Der Tierschutz hat keine Parteienstellung! Es ist unerträglich, dass auch in biologischer Landwirtschaft Tiere in Einzelhaltung noch eine Extra-BIO-Tierquälerei bei extremer Kälte oder Hitze in "Freilandhaltung" über sich ergehen lassen müssen.

 

Wer Bio-Kalbfleisch isst, verursacht Mord an Tierkindern

Wenn die Konsumenten von Bio-Fleisch wüssten, wie die Kälber am Bio-Bauerhof in Iglus gehalten werden, würde ihnen der bei jeder Witterung abgehärtete Festtags-Kalbslungenbraten schwer im Magen liegen und auf das Gewissen drücken. Jene Leute, die von Amts wegen für den Schutz der Tiere zuständig wären, fallen den Tieren in den Rücken und behaupten: "Die Haltung von Kälbern im Iglu ist eine der besten Tierhaltungsformen." Wie bei der Menschenbehandlung, so auch bei den Tieren, sind die Fachleute und Ärzte oft die letzten, die bei all ihrem Wissen über die Sachzwänge merken, was die von ihnen ausgebeuteten Lebewesen wirklich brauchen. Die einzige artgerechte Haltung von Milchkälbern ist Mutterkuhhaltung! Aber auch hier ist zu hinterfragen, mit welchem Recht diese lebensfrohen Tierkinder, erst wenige Wochen jung, erbarmungslos in die Schlachhäuser gezerrt und auf grausamste Weise aufgeschlitzt werden.

Ein friedliches Fest allen empfindsamen Wesen

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverband 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

 

Von: Hubert Hirscher

An: TR-Nachrichten-Austria@yahoogroups.de

Gesendet: Mittwoch, 19. Dezember 2001 00:10

Betreff: [TR-Nachrichten-Austria] Kälber in Kälberboxen bei Gollinger Bauer und Reaktionen versch. Tierärzte.


In Golling (Salzburg) hält ein Landwirt (Biobauer) seine Kälber das ganze
Jahr über in Iglus. Extreme Temperaturen im Sommer wie auch im Winter
interessieren in dabei offenbar überhaupt nicht. Wie er mir selbst am
vergangenen Sonntag sagte, ist das die ideale Haltungsform und wird von
"Fachleuten", (höchstwahrscheinlich Knechte der Fleischmafia) für in Ordnung
befunden und sogar empfohlen.
Bei diesem Gespräch führte mich der Bauer auch in seinen Stall und zeigte
mir ein ganz junges, angebundenes Kalb in einer Kiste.
Als ich auch das bemängelte, da Anbindehaltung ja verboten sei, meinte er,
"dass er dieses Kalb ja auch in einen der Iglus stecken kann."
Am Montag morgen sah ich nun, dass dieses Kalb tatsächlich, gemeinsam mit
einem anderen in den Iglu umgesiedelt wurde. Dieses Kalb aber hat noch
überhaupt keine "Unterwolle", die das Kalb vor den derzeit herrschenden
Temperaturen (es hatte in den letzten Nächten bis zu 20 Grad Minus)
einigermaßen vor der Kälte schützen könnte.
Heute abend (18.12.2001) rief ich nun mehrere Tierärzte an. Diese sagten mit
folgendes:
Zuständiger Amtstierarzt vom Tennengau, Dr. Günther Hickmann: "Sie erwischen
mich gerade in meiner Freizeit, da es sich offenbar um eine Anzeige handelt,
rufen Sie mich doch morgen im Amt an."
Frau Dr. Wagner-Schöppl, Landtagsabgeordnete und Tierschutzbeauftragte des
Landes Salzburg: "Du weißt ja, dass ich nur für Kleintiere wie Hunde und
Katzen zuständig bin, somit also für Nutztiere keine Befugnis habe, ruf'
doch Dr. Winding und Dr. Schöchl an."
Anruf bei Dr. Winding, Tierärztekammerpräsident: Er ist nicht für amtliche
Dinge zuständig und außerstande, nach Golling zu fahren. (70 Kilometer!)
Anruf bei Dr. Schöchl, Landesveterinär: Nicht zu Hause und nicht
erreichbar...
Anruf bei Dr. Neumayer in Kuchl bei Golling, wahrscheinlich der Tierarzt
des betreffenden Bauern: Nach Auskunft seines Sohnes nicht zu Hause...
Anruf bei Landesrat für Landwirtschaft und selbst Landwirt, Josef Eisl: Er
ist nicht zu Hause. Seine Frau bestätigt mir, wie so viele andere Bäuerinnen
auch, dass ein Kalb, das bis jetzt nur im Stall war, keine Unterwolle haben
kann und die Haltung dieses jungen Kalbes in einem Iglu und bei diesen
Außentemperaturen nicht normal sei!!! Sie wird aber bei Ihrem Mann, LR Josef
Eisl, darauf dringen, dass er mich gleich morgen früh (19.12.2001) anruft.
Es hat nun zumindestens für den Anschein, dass sich alle Verantwortlichen
und auch andere, mit der Sache eigentlich nicht befassten Tierärzte nur
abputzen wollen. Dies geschieht aber auf Kosten von lebenden Tieren, weshalb
ich alle Tierfreunde ersuche, Leserbriefe zu schreiben. Vor allen Dingen
aber sollte der Amtstierarzt Dr. Hickmann Protestmäßig in seinem Amt
angeschrieben werden.
Amtsadresse des Dr. Hickmann: Amtstierarzt Dr. Günther Hickmann,
Bezirkshauptmannschaft Hallein, Veterinäramt, Dr. Adolf Schärfplatz 2, 5400
Hallein.

Mail-Adresse von Amtstierarzt Dr. Hickmann:
guenther.hickmann@salzburg.gv.at

Meine Adresse für Rückfragen:
ANIMALS-HELP-EUROPA, Hubert Hirscher, Obergäu 285, A-5440 Golling. Tel.-Fax:
06244/6974, Mobiltel: 0664/3362169
Vielleicht kann man vor anderen Aktionen mit Protestschreiben doch was
bewirken. Amtstierarzt Dr. Hickmann ist übrigens derselbe, der im August
1998 bei der Blockade eines Tiertransporters in Golling trotz eines
eindeutig gefälschten bzw. verfälschten Transportplanes dem Tiertransporter
freie Fahrt gab!!!

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: "Schmid Erik" <Erik.Schmid@vlr.gv.at>

Gesendet: Mittwoch, 19. Dezember 2001 09:57

Betreff: AW: Kälber Kälte ausgesetzt

 

Sehr geehrter Herr Landa,
ich habe eine solche Reaktion von Ihrer Seite befürchtet. Es tut mir leid,
dass Sie zu keinem konstruktiven Dialog mehr fähig sind. Ich habe Ihnen nie
Verstand für Tierhaltung abgesprochen, was Sie aber laufend gegenüber Ihren
nichttierischen Mitgeschöpfen tun. Mit der Bezeichnung
"Extra-BIO-Tierquälerei" für die "Freilandhaltung" haben Sie auch den
letzten Anstand verloren. Der Freilandverband hat in Sachen Tierschutz mehr
zum Positiven bewegt, als es Leute Ihrer Art je werden. Um in unsrer
Gesellschaft Dinge nachhaltig zu verändern braucht es nämlich nicht nur
Herz, sonder auch Verstand und vor allem Anstand.

Ich wünsche Ihnen trotzdem ein besinnliches Weihnachtsfest
Erik Schmid

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: DV-Präsident Dr. Landa

An: Schmid Erik

Gesendet: Mittwoch, 19. Dezember 2001 07:59

Betreff: Re: Kälber Kälte ausgesetzt

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schmid!

Danke für Ihre Rückmeldung zu unserer Kritk an Kälberiglus. Jede Diskussion die dazu führt, dass Tiere besser behandelt werden, ist uns willkommen.

Wir sind darüber informiert, dass die Art der Kälberhaltung, die wir in unserer Aussendung kritisieren, als "eine der besten Tierhaltungsformen" gilt: Wenn die Kälber die eisige Kälte überleben, gilt ihr Fleisch als hervorragende Qualität. Cowboys jagen die Kälber noch einige Male rund ums Lagerfeuer, bevor sie abgestochen werden, weil das Fleisch dadurch eine bestimmte Qualität erhalten soll.

Für den Tierschutz ist das Befinden der Tiere von entscheidender Bedeutung. Gesundheitszustand und Fleischqualität sind nicht unbedingt ein Maßstab an dem gemessen werden kann, ob die Haltungs- und Behandlungsform artgerecht ist. Schließlich argumentieren auch die Befürworter von Legebatterien: "Die Tiere sind gesund, fühlen sich wohl, ihr Hygienezustand ist einfandfrei rein..." - auch wenn die Tiere überleben, müssen Legebatterien doch als Tierquälerei bewertet werden.

Wenn Rinder mit ihren Kälbern in Gruppen mit Auslauf gehalten werden, dann stellen und legen sie sich bei Kälte zusammen und suchen den Stall auf, wenn sie die Wahlmöglichkeit haben. Das alles ist bei der Einzelhaltung im Iglu nicht möglich. Wer Kälberiglu als "artgerechte Tierhaltung" bezeichnet, mag vielleicht von Fleischproduktion etwas verstehen, aber nicht von Tierschutz. Jeder Bauer, der seine Kälber in Einzelhaltung hält und extremer Kälte oder Hitze aussetzt, ist ein Tierquäler, auch wenn die Tiere diese unnatürliche Haltungsform, die ihnen vom Menschen aufgezwungen wird, unter dem Motto überleben: "Was uns nicht umbringt, macht uns noch härter." Es ist eine Schande für den Bio-Landbau, dass eine solche Extra-BIO-Tierquälerei in "Freilandhaltung" befürwortet wird.

FG

landa

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: "Schmid Erik" <Erik.Schmid@vlr.gv.at>

An: "'DV-Präsident Dr. Landa'" <tierschutz@t0.or.at>

Gesendet: Montag, 17. Dezember 2001 17:03

Betreff: AW: Kälber Kälte ausgesetzt

 

Sehr geehrter Herr Landa,
wir sind jedes Jahr bei entsprechenden (tiefen) Temperaturen mit dem
"Problem" der Kälberiglus konfrontiert. Ein klassisches Beispiel der
Uninformiertheit breiter Bevölkerungsschichten. Offensichtlich ist es uns
bis dato nicht gelungen, den Kern der Sache zu vermitteln: Die Haltung von
Kälbern im Iglu ist eine der besten Tierhaltungsformen! Unter der
Voraussetzung, dass ordentlich eingestreut ist, gibt es praktisch keine
untere Temperaturgrenze. Probleme gibt es eher im Sommer mit Überhitzung,
aber dann sind die Kälber eh auf der Alpe oder zumindest auf der Weide. Auch
die Praxis bestätigt den Erfolg des Systems, die Kälber sind kerngesund! Die
Sorgen und Bedenken der älteren Landwirte waren vorerst ebenso gegeben und
haben sich als unbegründet erwiesen. Auch den Kälbern auf den Fotos ist
sicher nicht zu kalt, sonst würden sie nicht neugierig herauskommen. Der
Windfang vor dem Auslauf leistet hier sicherlich gute Dienste. Einziger
Kritikpunkt ist der Einzelauslauf, hier sollten zumindest zwei Kälber einen
gemeinsamen Auslauf haben.
MfG
Dr Erik Schmid

> Von: DV-Präsident Dr. Landa[SMTP:tierschutz@t0.or.at]
> Gesendet: Montag, 17. Dezember 2001 06:52
> Betreff: Kälber Kälte ausgesetzt

 

Kälber bei klirrender Kälte

Menschen nehmen Rinder-Müttern ihre Kälber unmittelbar nach der Geburt weg und jedes der Tierkinder muss - bei der Mast in kleine Einzelgefängnisse gesperrt - selbst sehen wie es die kalten Wintertage und vor allem Nächte in "Freilandhaltung" überlebt.

 

Was den Bauern zum Tierquäler macht

Bauern sind Tierfreunde. So wie die meisten Menschen wollen sie keinem Tier Leid oder auch nur Unbehagen zufügen.

"Wenn's ums Geld geht, hört sich die Freundschaft auf", lautet ein leider sich oft bewahrheitender Spruch. Wenn's ums Geld geht, hört sich auch die Tierfreundschaft auf: Nutztiere werden von Bauern behandelt, als hätten sie kein Empfindungsvermögen, weil in unserer christlich-sozialen Marktwirtschaft der Profit wie ein goldenes Kalb verehrt wird!

 

Landwirtschaft ohne Ethik

Was in unserer Landwirtschaft zählt ist einzig die Gewinnmaximierung! Aus diesem Grund dürfen neuerdings Bauern ihren Tieren selbst Spritzen geben. Auch Bio-Bauern beuten ihre Nutztiere skrupellos aus: kastrieren kleine Schweine bei vollem Bewusstsein, stecken Kälber in enge Einzelhaft-Gefängnisse! Wer Tiere rücksichtslos behandelt, wird auch auf Konsumentenschutz kaum Rücksicht nehmen, außer es drohen Strafen oder es ist damit noch mehr Gewinn zu machen.

 

Fleischkonsum verursacht Gewalt gegen Tiere

Menschen, denen die entsetzlichen Dokumentationen über Tierhaltung und Schlachthäuser in Österreich gezeigt werden, reagieren meist mit Verdrängung: "Ich esse eh fast kein Fleisch." oder "Ich kaufe nur Bio-Fleisch."

 

Es gibt keine "artgerechte Schlachtung"

Im Schlachthof werden werden Bio-Tiere unterschiedslos brutal behandelt. Bei "Hausschlachtung" wird das Schwein oft nicht gesetzeskonform betäubt, sondern mit der Hacke erschlagen. In der Tierhaltung kann es auf den Bio-Höfen noch zu Extra-"Bio-Quälereien" kommen:

 

Bio steht für besondere Qualen: Iglus für Kälber

Auf Bio-Bauernhöfen werden (in trefflich "Iglus" genannten Kunststoffbehältnissen) in sogenannter "artgerechter Freilandhaltung" Tiere ihr ganzes kurzes Leben lang gequält: Bei unerträglicher Kälte, im Sommer aber oft auch bei größter Hitze noch extra in die Sonne gestellt, damit die Kälber viel Nahrungsflüssigkeit trinken und möglichst schnell und viel an Gewicht zulegen. Nach einigen Wochen Kälbermast werden die Tierkinder ins Schlachthaus gezerrt und auf brutalste Weise getötet.

 

Wer Bio-Fleisch isst, verursacht Tierleid

Wer Bio-Fleisch konsumiert, verursacht dieses Elend: Bei Außentemperaturen von bis zu Minus 20 Grad C frieren die Kälber Tag und Nacht vor sich hin und haben in ihren kleinen Gefängnissen keine Möglichkeit sich warmzulaufen. Es ist eine unsagbare Gemeinheit, wie die Tiere behandelt werden! Der eisige Nord-Ost-Wind bläst ständig bei der offenen Iglu-Tür herein und macht den Tieren das Leben zur Kälte-Hölle. Wer Fleisch isst, ist selber schuld.

 

Bilddokumentation:

http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/kaelber-bei/kaelte.html 

Diese Bilder wurden am Sonntag, 16. Dez. 2001, 12 Uhr Mittag, bei Minus 8 Grad C in Oberösterreich, Bezirk Vöchlabruck aufgenommen, nachdem in dieser Gegend in den letzten Tagen bis zu Minus 16 Grad C herrschten. Copyright: tierschutz.cc

 

Bilder Schweinekastration
http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/schweine/kastrieren.html

 

Video Schweinekastration (STS)

http://www.tierschutz.com/main/realvideo.htm

Das kleine Tier wird mit gespreizten Beinen von einer Person festgehalten, dass es sich nicht wehren kann. Durch einen Schnitt wird der Hodensack jeweils links und rechts gerade soweit aufgeschlitzt, dass durch die zugefügte Wunde der Hoden herausgedrückt werden kann, der noch am Samenleiter hängt. Die kleinen Tiere schreien wie am Spieß. Die Tiermutter kann nicht helfen, weil sie im Kastenstand fixiert ist. Die Bauern und Sauschneider kennen kein Erbarmen. Mit einer Zange zwicken sie die beiden Keimdrüsen von den sich mit aller Kraft verzweifelt windenden Tieren ab. Der Schmerz beim Durchtrennen der Samenleiter muss so unbeschreiblich WEH TUN, dass manche der kleinen Schweine vor Pein nicht mehr Schreien können. Ein intensiverer Schmerz kann einem Lebewesen kaum zugefügt werden.

Die "Operations"wunde wird noch mit einem Desinfektions- und Heilmittel bestrichen. Wieder in die Aufzuchtbox zurückgesetzt, stehen die Tiere beinahe bewegungslos da und leiden sichtlich noch tagelang. Diese Gewalttaten werden den noch nicht einmal drei Wochen alten Tierkindern zugefügt, damit den Konsumenten durch einen "Ebergeschmack" des Fleisches nicht der Gusta auf Schweinefleisch vergeht.

 

Szenen von unserer Video-Dokumentation aus einem OÖ. EU-Schlachthaus sind zu sehen unter

http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html 

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66 

SchlachthausMafia:
Politiker- und Parteienfinanzierung?

 

FleischproduktionsMafiaÖsterreich

Im Mai dieses Jahres hat der Tierschutz Dachverband eine Kampagne gestartet, die aufgezeigen sollte, welch unerträgliche Vorgänge sich in den Schlachthäusern abspielen. Der "Verein gegen Tierfabriken VgT" war  verklagt worden, weil GF Dr. Plank AMA statt "AgrarMarkt-" mit "AgrarMafiaAustria" übersetzte. Die neuesten Schlachthausskandale zeigen, dass es Hinweise darauf gibt, dass die Russen-Mafia mit in die österreichischen Fleischexporte involviert ist. Der Ausdruck "Mafia" deutet an, dass auch Politiker, Parteien, Behördenvertreter, Staatsanwälte usw. in das Verbrechensnetzwerk involviert sein könnten. Der zuständige Minister Haupt meint, was bisher in den Schlachthöfen aufgedeckt wurde "ist vermutlich nur die Spitze eines Eisbergs."

Anzeige gegen alle österreichischen Schlachthäuser

Um Maßnahmen gegen die von der Öffentlichkeit gewöhnlich verborgen gehaltenen Verbrechen in Schlachthäusern einzuleiten, hatte der Tierschutz Dachverband bereits im Mai 2001 bei der Staatsanwaltschaft Linz Anzeige gegen alle österreichischen Schlachthäuser erstattet.

In den Schlachtbetrieben sind vom Gesetz her Kontrollen vorgeschrieben. Wie kann es sein, dass den Kontrolleuren die unhaltbaren Zustände nicht aufgefallen sind? Tierärzte, die Missstände aufgezeigt haben, sind "strafversetzt" worden. Es ist bemerkenswert, dass der "erste" BSE-Fall in Österreich vermutlich nur publik wurde, weil in dem Schlachthof gerade eine EU-Kontrolle stattfand. Wie wäre auszuschließen, wenn es mehr BSE-Proben gab als Ohrenmarken und diese leichtfertig vertauscht wurden, dass unliebsame BSE-Proben ganz zum Verschwinden gebracht wurden?

 

Landeshauptmann als oberster Veterinär

Sowohl die Hygienekontrollen in Schlachthäusern als auch der Tierschutz sind Ländersache. Der Veterinärbereich ist direkt dem Landeshauptmann unterstellt, der gewisse Kompetenzen an den jeweiligen Veterinär-Landesrat weitergibt. Die Missstände in den Schlachthöfen wurden ignoriert! Es muss gute Gründe geben, warum Tierärzte, Behörden und Politiker nichts gegen die Fleischindustrie unternommen haben. Anstatt die Bevölkerung den Tatsachen entsprechend davor zu warnen, dass Fleischkonsum die Gesundheit gefährden kann, haben Politiker in Schau-Essen Propaganda für Fleischkonsum betrieben.

 

Propaganda für Fleisch

Einzelne Bundesländer haben in diesem Sommer auffallend großzügig die Werbung für Fleisch mitfinanziert. Warum wird in unverantwortlicher Weise von den Landesregierungen für Fleischkonsum geworben, wenn Ernährungswissenschaftler und Ärzte warnen, dass die österreichische Bevölkerung schon viel zu viel an tierischen Fetten konsumiert? Amtstierärzte, Behörden und Politiker sollten unbestechlich sein! Welche politische Parteien stehen der Fleischindustrie nahe und könnten Parteispenden aus dem überquillenden Fleischtopf erhalten haben? Welchen vernünftigen Grund gäbe es, die Fleischerzeugung noch zu fördern, wenn die Entsorgung der Überproduktion und die Folgen des Fleisch-Wahnsinns wieder Unsummen kosten?

 

Tierquälerei mehrfach subventioniert

Durch die Unterstützung der Tierzucht werden Tierqualen in der Tierausbeutung und in den Schlachthöfen gefördert. So läuft das große Geschäft mit der Fleischerzeugung in der kleinbäuerlichen Praxis und der Fleischindustrie ab:

"Der Gemeindebeitrag für die künstlichen Besamungen beträgt laut Gemeinderatsbeschluß für Rinder 110.- ( 8 Eur) und für Schweine 55.- (4 Eur) je Besamung und wird meistens von den Tierärzten bei der Verrechnung gleich in Abzug gebracht.
Ist die Direktverrechnung mit dem Tierarzt nicht möglich, so wird dieser Gemeindebeitrag, wie in unserer Gemeinde üblich, alljährlich im Juni bzw. Dezember während der Parteienverkehrszeiten im Gemeindeamt ausbezahlt."
Durch die Förderungen kommt es zu einer Überproduktion, die dann durch Lebendschlachttiertransporte bis in den Nahen Osten und Nordafrika entsorgt und dabei von der EU nochmal subventioniert werden müssen. Obwohl das demokratisch gewählte EU-Parlament die Streichung der Subventionen zur Beförderung von lebenden Tieren beschlossen hatte, gab der EU-Agrarrat für das Budgetjahr 2002 wieder Exportsubventionen in der Höhe von 800 Millionen öS frei.

 

Bauern produzieren wie wahnsinnig, was es schon zuviel gibt

Die EU fördert die Produktion von dem, was es ohnehin schon viel zu viel gibt, und muss dann die Überproduktion teuer entsorgen:

BSE: EU genehmigt Beihilfen in Österreich Brüssel (20. Dezember 01) - Die Europäische Kommission http://www.europa.eu.int hat Österreich Einkommensbeihilfen genehmigt, die das Burgenland und Vorarlberg den von der BSE-Krise betroffenen Rinderhaltern gewähren wollen. Die Beihilfen belaufen sich auf insgesamt 500.000 bzw. 740.000 Euro.

Im Burgenland erhalten die Rinderhalter 29 Euro pro Tier...

 

Anzeige gegen Schlachthäuser völlig unbegründet eingestellt 

Wer soll Machenschaften der Fleisch-Mafiosi aufdecken, wenn der Staat schon bisher den von uns gegen die Schlachthöfe erhobenen Vorwürfe nicht nachgegangen ist? In einem Schreiben der Staatsanwaltschaft Linz vom 28. Sept. 2001 wurde unserer Rechtsvertretung  mitgeteilt, dass die

"Anzeige vom 21.5.2001 namens Ihrer Mandantschaft Dachverband der OÖ. Tierschutzorganisationen, vertr. durch Dr. Friedrich Landa, gegen Betreiber bzw. Verantwortliche von Schlachthöfen im Bundesgebiet wegen § 222 StGB hins. UT gem. § 90 Abs.1 StPO eingestellt wurde."

Die Behörde hatte sich nicht einmal die Mühe genommen, jene Menschen zu befragen, die die Verbrechen in Schlachthäusern zur Anzeige gebracht hatten.

 

Die Agrar-Lobby kontrolliert sich selbst

Wer soll denn die Verbrechen in Schlachthäusern und Tierfabriken aufdecken? Es ist fraglich, ob die zuständigen Minister als unbefangen bezeichnet werden können, wenn sie selbst im Schlachthaus gearbeitet haben oder am Hof im Heimatland eine Schweinemast betrieben wird. Nur durch die Hilfe der Medien wird es möglich sein, die Schlachthof-Skandale aufzudecken. Durch die Installierung von Tierschutzinspektoren sollten Tierschutzorganisationen in die Kontrolle von Tierhaltung und Schlachthäusern eingebunden werden.

 

Wie in einem AMA-zertifizierten österreichischen EU-Schlachthaus gearbeitet wird ist auf unserer Schlachthausdokumentation zu sehen:

http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html 

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66

Homepage: http://www.tierschutz.cc

 

BSE-Wahnsinn in Österreich

Nachdem nun auch in Österreich der erste BSE-Fall publik geworden ist, soll hier noch einmal daran erinnert werden, welcher Wahnsinn mit Fleischproduktion verbunden ist:

 

Wahnsinn 1: Lügen der Politiker 

Minister Haupt musste vom ersten BSE-Fall Österreichs sprechen. Es ist eine Lüge, dass alle Tiere auf BSE überprüft werden. Fast alle Schlachtrinder (Mast) erreichen nur das Alter von ca. 15 Monaten. Sie werden mit ca. 600 kg geschlachtet und können deshalb nicht auf BSE getestet werden. Durch die lange Inkubationszeit bis zu 15 Jahren und weil die BSE-Test-Beweisführung erst bei Tieren im Alter von 24 Monaten sinnvoll greift, ist die zur Zeit vollzogene BSE-Test-Praktik ein Alibideckmantel, und umfasst nur einen Teil der Schlachttiere.

 

Wahnsinn 2: Alles Fleisch ist BSE-Risikomaterial 

Bei der Schlachtung wird den Rindern mit einem Bolzenschussgerät zwecks Betäubung in das Hirn geschossen. In den letzten Minuten des Todeskampfes kann BSE-Risikomaterial aus dem schwer verletzten Hirn über die Blutbahn durch den Körper der zur Entblutung am Fließband hängenden Tiere in alle Fleischteile gelangen.

Der Hirnstab zum Zerstochern des Gehirns wurde aus diesem Grund, ohne Rücksicht auf den Tierschutz, von der EU-Kommission verboten. Aber wenn das BSE-Verteilungsrisiko minimiert werden soll, müsste das Schlachten mit dem Bolzenschussgerät überhaupt verboten werden. Weil es aber keine Alternative zur Betäubung von Rindern gibt, wird das Risiko totgeschwiegen!

 

Wahnsinn 3: Der ganze Schlachtraum mit Prionen verseucht 

Die Tiere werden nach dem Schlachten mit einer Säge in der Mitte auseinandergesägt. Dabei spritzt das Rückenmark nur so durch die Gegend! Bei diesem Vorgang kann BSE-Risikomaterial des Rückenmarks andere Schlachtkörper und Schlachthausarbeiter mit Prionen infizieren.

 

Wahn 4: Politiker-Propaganda für "sicheres" Fleisch 

Politiker haben den Fleischkonsum propagiert und dabei die Bevölkerung irregeführt: "Österreich ist eben aufgrund seiner kleinen Strukturen... sicher, weil überschaubar", hieß es immer wieder. Dadurch wurde die Bevölkerung falsch informiert! Politikern war es nicht zu blöde, bei Propaganda-Rindfleisch-Essen die Bevölkerung für dumm zu verkaufen: Die Konsumenten sollen die Fleischsuppe auslöffeln, die von einer verfehlten Agrarpolitik eingebrockt wird.

 

Wahn 5: Es wird subventioniert, was es schon zu viel gibt 

Durch eine völlig verfehlte Agrarpolitik wird die Tierhaltung mehrfach subventioniert. Von der Besamung, über Haltungsprämien, EU-Subventionen für Schlachttiertransporte, mit Steuergeldern finanzierte Werbung für Fleisch usw. Die Agrarpolitik fördert das, was ohnehin schon im Überfluss vorhanden ist und sucht dann verzweifelt nach Möglichkeiten, den Überschuss an den Mann zu bringen. Die Überproduktion an Fleisch soll über den Magen und den Fettbauch der Fleischesser entsorgt werden. Dabei warnen Ärzte und Ernährungswissenschaftler: Zuviel Fleisch und tierische Fette können die Gesundheit gefährden!

 

Wahnsinn 6: Ohrenmarkenvertauschungen

Die Tiere werden zwar mit Ohrenmarken gekennzeichnet im Schlachthaus angeliefert. Aber wie auf unserer Schlachthausdokumentation zu sehen ist, wird dem Tier noch bei lebendigem Leib das Ohr mitsamt der Ohrenmarke abgeschnitten, während es sich beim Ausbluten unter Todesqualen windet und entsetzlich brüllt. Das abgeschnittene Ohr wird vom Schlächter zu anderen abgeschnittenen Ohren auf eine Tribüne gelegt. Später nimmt ein weiterer Schlachthausmitarbeiter von dort eines der Ohren, steckt es in ein Plastiksackerl und hängt dieses auf einen der Schlachtkadaver drauf. Am Ende des Fließbandes identifiziert der Veterinärkontrolleur die Leichenteile anhand der in den Plastiksackerln drangehängten Ohrenmarken.

Wozu das ganze Getue um die Kennzeichnung durch Ohrenmarken und die Rückverfolgbarkeit bei Bauernhofgarantie, wenn die Ohren im entscheidenen Moment abgeschnitten werden und getrennt vom restlichen Schlachtkörper, den sie eigentlich kennzeichnen sollten, lose mit anderen markierten Ohren im Schlachthaus herumliegen?

Bilder-Dokumentation Copyright "TiU/Landa; Markus Müller, Kameramann von Tierbildarchiv.de"   

Unter http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/ohrenmarken/skandal.html wird gezeigt:

Tierkinder mit Ohrenmarken; Von AMA-Ohrenmarken zerstochene Kunst-Kuh; Stier mit Ohrenmarke im Schlachthaus; AMA zertifizierter Schlachtbetrieb; Todesangst vor der Betäubungsbox; Bei vollem Bewusstsein wird dem Stier das Ohr abgeschnitten; Abgeschnittene Ohren mit Ohrenmarken; Mehrere Ohren mit Ohrenmarken liegen lose im Schlachthaus herum;  Eines der Ohren wird in ein Plastiksackerl gesteckt; Die losen Ohren werden im Sack verpackt an die Schlachtkörper drangehängt. Am anderen Ende des Förderbandes identifiziert der Veterinär-Kontrolleur den Schlachtkörper anhand der losen Ohrenmarke; Der Computer weist den Kadaver als ehemaligen AMA-Stier aus; Die Leichenteile erhalten das "Vorläufige AMA-Gütesiegel"; Die Ohren sind ab! Auch der Rinderschädel ist für einen BSE-Test nicht mehr mit Sicherheit identifzierbar.

Wie dem Stier bei vollem Bewusstsein das Ohr abgeschnitten wird, das dann im Schlachthaus rumliegt, ist auch zu sehen auf der Schlachthausdokumentation

"DAS BRÜLLEN DER RINDER BEIM GESCHLACHTETWERDEN"

http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html 

bzw. auf der hompage www.tierschutz.cc 

 

Wahnsinn 7: Fleischessen ist tödlich

Es ist ein Wahnsinn, dass Tiere für die Ernährung von Menschen ausgebeutet und geschlachtet werden, gibt es doch unzählige andere köstliche und gesunde Nahrungsmittel, die ohne Blutvergießen hergestellt sind. Fleischessen ist tödlich! - zumindest für die Schlachttiere.

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66


 

Der Spiegel: "Qualvoller Rindertod im Schlachthof"

Sieben Monate hat es gedauert, bis unsere Aufklärungskampagne über die unerträgliche Behandlung von Tieren in den Schlachthäusern nun auch vom deutschen Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" aufgegriffen wurde. In der neuesten Ausgabe Nr.42/15.10.01 wird von Redakteurin Renate Nitz-Köster (Seiten 290 und 292), von unserer Schlachthausdokumentation ausgehend, in eigener Recherche bestätigt, dass auch in Deutschland und darüber hinaus EU-weit "viele Rinder Qualen" erleiden, "weil sie nicht ausreichend betäubt werden".

Der Artikel ist auf unserer Homepage www.tierschutz.cc nachlesbar oder direkt unter http://www.t0.or.at/~tierschutz/dachverband/spiegel.html 

Szenen aus der Schlachthausdokumentation sind zu sehen unter: http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html 

 

Anzeige gegen ö. Schlachthäuser nicht weiter verfolgt

Die Anzeige des "Dachverbandes der oö. Tierschutzbehörden" gegen ö. Schlachthöfe wegen Tierquälerei wurde von der Staatsanwaltschaft Linz an die Staatsanwaltschaft Obernberg und von dort wieder zurück an die Staatsanwaltschaft Linz weitergeleitet. Nach dieser großartigen Leistung der Behörden, wurden die Ermittlungen eingestellt. Es zeigt sich wieder einmal, dass die Behörden unfähig oder nicht willens sind, sich dem Leid und dem Recht der Tiere anzunehmen.

 

Der Tierschutz plant noch nie dagewesene Aktionen, um die Bevölkerung darüber zu informieren, wie Tiere - unter "Bauernhofgarantie" oder mit "AMA-Gütesiegel" gezeichnet - in österreichischen Tierfabriken und Schlachthäusern zu Tode gequält wurden.

 

Am Samstag, 20. Okt. 2001 von 9.00 bis 18 Uhr werden beim 15. Österreichischen Tierschutzkongress des Wiener Tierschutzvereins in Vösendorf, Triester Str. 8 (368) auch zwei Referate zum Thema "Tierquälerei beim Schlachten" gehalten und Video-Dokumentationen über die Missstände beim Schlachten gezeigt (16.30-18.00 Uhr).

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 

*

 

Schlachthofdokumentation im ORF

Ausschnitte von der Schlachthausdokumentation hätten schon im Juni im ORF gezeigt werden sollen. Aufgrund von Interventionen der Landwirtschaft wurde das Senden des Filmmaterials jedoch von höchster ORF-Intriganz unterbunden. Nachdem einen ganzen Sommer lang im ORF massiv volksgesundheitsgefährdende Werbung für Rindfleisch gezeigt wurde, können sich die Konsumenten nun in der Konfliktesendung darüber informieren, wie Fleisch hergestellt wird:

Am morgigen Samstag, 8.9.2001, 17.55 Uhr, ORF 2: Konflikte (Redaktion Dr. Klaus Unterberger) mit Walter Schiejok, Marylies Fleming, Prof. J. Troxler und Dr. Plank. Es soll über 2 Minuten lang das Schlachthof-Video "Das Brüllen der Rinder" gezeigt werden, mit Kommentar von Dr. Plank vom "Verein gegen Tierfabriken". Dazu eine intensive Diskussion mit der EU-Abgeordneten der ÖVP Marylies Fleming, die vor laufender Kamera behauptet, dass die Hühnerbatteriehaltung EU-weit ab 2012, "dank ihrer ÖVP" ausnahmslos verboten sei.

 

Bauernopfer für EU-Osterweiterung

Auf der Landwirtschaftsmesse Ried wurden vor allem wieder die Bauern für dumm verkauft.

Am Vormittag (5.9.2001) erklärte Landwirtschaftsminister Molterer mit treuherzigem Märtyrerblick, dass die Bauern sich vor der EU-Osterweiterung nicht zu fürchten brauchten und diese für die Landwirtschaft eine große Herausforderung und Chance sei. Das ist, als ob der Bauer seinen Tieren erklärte, dass ihnen im Schlachthaus nichts Böses droht.

Wie es den Tieren im Schlachthaus und wie es, symbolisch angedeutet, unseren Bauern bei der EU-Osterweiterung ergehen wird, ist auf unserer Schlachthausdokumentation unter http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html  bzw. auf unserer Homepage www.tierschutz.cc zu sehen: Völlig hilflos, kopfüber an einem Bein hochgezogen, werden sie bei vollem Bewusstsein an der Herzschlagader aufgeschnitten, und sie verbluten langsam unter verzeifeltem Brüllen.

 

Tierschutz verbeißt sich tiefer in die Wadln der Schlächter

Am Nachmittag gab es im Rondo der Schweinepästhalle eine Podiumsdiskussion: "Tierschutz im Spannungsfeld zwischen Konsumentenwunsch, Betriebswirtschaft und Praxis - Auswirkungen auf die Richtlinien des AMA-Gütesiegels".

Wieder einmal versuchte Univ.-Prof. Dr. Josef Troxler von der Vet. in Wien, die Bauern von der Sinnhaftigkeit des Tierschutzes zu überzeugen. Nachdem von den Tierausbeutern immer wieder beteuert worden war, wie wichtig der Tierschutz für die Produktion sei, um den Profit zu maximieren, wurde von Tierschutzseite geschildert, welch unerträgliche Zustände in Oberösterreich bei Tierhaltung und Schlachtung dokumentiert werden mussten. Schlachthofbesitzer Großfurtner meldete sich zu Wort und berichtete, dass es kaum möglich sei, für das Schlachthaus Personal zu finden: Bei den vielen Vorschriften "müssten die Schlächter ja schon fast Akademiker sein, damit sie am Schlachthof arbeiten können." VLV-Geschäftsführer und Moderator DI Schlederer erklärte sich vor allen Anwesenden bereit, dafür zu sorgen, dass der Tierschutz in einem anderen oö. Schlachthof Dreherlaubnis bekäme. Auch mit Schlachthofbesitzer Großfurtner wurde zwecks weiterer Schlachthausdokumentationen Kontakt aufgenommen.

Nur wenn der Tierschutz sich in die Kontrolle von Tierhaltung und Schlachthöfen einzubinden vermag, können wir das unsagbare Leid der Nutztiere ein wenig lindern.


Dr. Friedrich Landa
Dachverbandspräsident der oö. Tierschutzorganisationen
Tel. 066 43 43 43 66

 

Die Bilder http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/rieder/messe.html zeigen nicht artgerechte Menschen- und Tierhaltung auf der Rieder Landwirtschaftsmesse:

Bauer und Stier gehen einer schweren Zukunft entgegen

Schwarze Wolken über der österreichischen Landwirtschaft

Tierquälerei Nasenring 

Auch das ist Tierquälerei: Peiniger wie Fliegen, Mücken, Bremsen usw. können sich die Rinder ohne Schwanzende nicht mehr vom Leib halten

Podiumsdiskussion im Schweine-Rondo

EU-Richtlinien müssen auch umgesetzt werden

 

Noch eine interessante Meldung zum Thema:
laut univ.vet.med.prof.troxler, der auch an der diskussion teilnimmt, ist der effekt des rueckenmark-zerstoerers (auf dessen eu-verursachte abschaffung in der oeffentl. diskussion gerne alles abgewaelzt wird) ausschliesslich die paralysierung des tieres (damit es leichter tranchiert werden kann) und nicht das zerstoeren des hirns, bzw. schmerzzentrums im hirn.

 

 

 

Sehr verehrter Leser, liebe Leserin!

 

Es tut mir leid, dass ich Sie so hartnäckig über die Zustände in unseren Schlachthäusern informieren muss. Der Tierschutz versucht, die Tierquälereien anzuprangern, bis sie abgeschafft sind. Ich hoffe, Sie fühlen sich durch die Aussendungen nicht allzusehr bedrängt. Nur indem wir Menschen uns bewusst machen, auf welch unerträgliche Weise die Nutztiere behandelt werden, wird sich die Situation für die Tiere verbessern.

 

Aufgrund unserer Schlachthof-Videodokumentation haben nicht nur Landwirte sich bereit erklärt, den Tierschutz zu unterstützen und uns zu helfen, Quälereien im Schlachthaus aufzudecken. Auch vom Veterinär-Personal gehen uns Berichte zu, die Zustände beschreiben, die nur ein Begriff treffend bezeichnet: Für die Tiere sind Schlachthäuser die Hölle! In jedem Detail wird auch für andere Länder immer wieder bestätigt, was wir in österreichischen EU-Schlachthäusern in Bild und Film dokumentieren konnten.

 

Angefangen vom Präsidenten der oö. Tierärztekammer bis herunter zu Schlächtern, die in Schwarzarbeit in ihrer Nachbarschaft Tiere abstechen, sind uns Vergehen gegen Tierschutzgesetze mitgeteilt worden. Anzeigen wegen Tierquälerei bei der Schlachtung gibt es kaum. Offenbar wird davon ausgegangen, dass beim Schlachten Tierquälerei nicht zu vermeiden ist. (Der Tierschutz-DV hat gegen alle ö. Schlachthöfe Anzeige wegen des dringenden Verdachtes auf Tierquälerei erstattet.) Es wurde uns immer wieder bestätigt, dass Tiere schon das Unheil erahnen, welches ihnen angetan werden soll. Kein Tier geht freiwillig ins Schlachthaus! Deshalb kommt es beim Treiben zur Betäubungsbox - vor allem bei Akkordschlachtungen - oft zu schwersten Misshandlungen.

 

Forderungen:

1) Der Tierschutz (Tierschutzorganisationen) muss in die Kontrolle der Schlachtbetriebe eingebunden werden. 

2) Installation von Video-Überwachung an allen Stellen des Schlachthauses, für die Tierquälereien nachgewiesen wurden. Übertragung ins Internet, sodass sich der Konsument jederzeit selbst ein Bild davon machen kann, wie Fleisch hergestellt wird. (So etwas gibt es bereits unter http://www.thoenes.de/bioschlachthof.html "live aus dem Bioschlachthof: Transparenz absolut". Allerdings wird hier nur die Hygiene während der Verarbeitung gezeigt, nicht die Tiere vor und während der Schlachtung. Genau das wäre notwendig, um in die Situation der Tiere Einblick zu gewähren.)

3) Schlachtbetriebe, die unfähig sind, Vergehen gegen die Tierschutzbestimmungen abzustellen, sind von der Behörde zu schließen.

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66

"Um eines kleinen Bissens Fleisches willen..."

Ein Veterinär-Bericht vom Schlachthof
Erlebt und geschrieben von Christiane M. Haupt

...Inzwischen hat sich der vielstimmig grunzende und quiekende Doppeldecktransporter unter uns bis an die Rampe heranrangiert. Einzelheiten sind in der morgendlichen Dunkelheit kaum auszumachen; die Szenerie hat etwas Unwirkliches und gemahnt an jene gespenstischen Wochenschauen aus dem Krieg, an graue Waggonreihen voller ängstlicher bleicher Gesichter an Laderampen, über die geduckte Menschenmengen von gewehrtragenden Männern getrieben werden. Plötzlich bin ich mittendrin. So etwas träumt man in bösen Träumen, aus denen man schweissgebadet aufschreckt: Inmitten wabernden Nebels, in Eiseskälte und schmutzigem Zwielicht dieses unnennbar böse Bauwerk, dieser flache, anonyme Klotz aus Beton und Stahl und weissen Kacheln, ganz hinten am frosterstarrten Waldesrand; hier geschieht das Unaussprechliche, wovon niemand wissen will.
Die Schreie sind das erste, was ich höre an jenem Morgen, als ich eintreffe, um ein Pflichtpraktikum anzutreten, dessen Verweigerung für mich fünf verlorene Studienjahre und das Scheitern aller Zukunftspläne bedeutet hätte. Aber alles in mir – jede Faser, jeder Gedanke – ist Verweigerung, ist Abscheu und Entsetzen und das Bewusstsein nicht steigerbarer Ohnmacht: Zusehen müssen, nichts tun können, und sie werden dich zwingen mitzumachen...

So etwas träumt man in bösen Träumen, aus denen man schweissgebadet aufschreckt.

Ein kahler Hof, einige Kühltransporter, Schweinehälften am Haken in einer grell erleuchteten Türe. Alles peinlich sauber. ...Rechter Hand kahle Betongevierte, von eisigen Stahlstangen umgeben. Einige sind bereits mit Schweinen gefüllt. "Wir beginnen hier um fünf Uhr morgens." Geschubse, hier und da Krabbeleien, ein paar neugierige Rüssel schieben sich durch die Gitter, pfiffige Augen, andere unstet und verwirrt. ...Unten hat der Transporter die Holzklappe heruntergelassen, die vordersten Schweine schrecken vor dem wackeligen und abschüssigen Übergang zurück, doch von hinten wird gedrängelt, da ein Treiber dazwischen geklettert ist und kräftige Hiebe mit einem Gummischlauch austeilt. Ich werde mich später nicht mehr wundern über die vielen roten Striemen auf den Schweinehälften.

"Der Elektrostab ist für Schweine inzwischen verboten", doziert der Schlachthofdirektor. Einige Tiere wagen strauchelnd und unsicher die ersten Schritte, dann wogt der Rest hinterher, eins rutscht mit dem Bein zwischen Klappe und Rampe, kommt wieder hoch, hinkt weiter. Sie finden sich zwischen Stahlverstrebungen wieder, die sie unentrinnbar in einen noch leeren Pferch führen. Wenn es um eine Ecke geht, verkeilen sich die vorderen Schweine, alle stecken fest, und der Treiber flucht wütend und drischt auf die hintersten ein, die panisch versuchen, auf ihre Leidesgenossen zu springen. Der Direktor schüttelt den Kopf. "Hirnlos. Einfach hirnlos. Wie oft habe ich schon gesagt, dass es doch nichts bringt, die hintersten zu prügeln!"
Während ich noch wie erstarrt dieses Schauspiel verfolge – das ist bestimmt alles nicht wahr – du träumst –, wendet er sich ab und begrüsst den Fahrer eines weiteren Transportes, der neben den anderen gefahren ist und sich jetzt zum Ausladen bereit macht. Warum es hier viel schneller, aber auch mit noch viel mehr Geschrei vonstatten geht, sehe ich erst, als hinter den emporstolpernden Schweinen ein zweiter Mann aus dem Laderaum auftaucht, denn was nicht schnell genug ist, wird von ihm mit Elektroschocks bedacht. Ich starre den Mann an, dann den Direktor, und dieser schüttelt ein weiteres Mal den Kopf: "Also, Sie wissen doch, das ist bei Schweinen jetzt verboten!" Der Mann blickt ungläubig, dann steckt er das Gerät in die Tasche.

Wer spricht von der Intelligenz und Neugier in den Augen eines Schweines?

Von hinten stupst mich etwas in die Kniekehle, ich fahre herum und blicke in zwei wache blaue Augen. Viele Tierfreunde kenne ich, die enthusiastisch schwärmen von den ach so seelenvollen Katzenaugen, dem treuen Hundeblick, – wer spricht von der Intelligenz und Neugier in den Augen eines Schweines? Ich werde diese Augen sehr bald noch anders kennenlernen: Stumm schreiend vor Angst, von Schmerzen stumpf, und dann blicklos, gebrochen, aus den Höhlen gerissen, über den blutverschmierten Boden kollernd. Messerscharf streift mich ein Gedanke, den ich in den folgenden Wochen monoton noch viele hundert Male im Geiste wiederholen werde: Fleischessen ist ein Verbrechen – ein Verbrechen...

Unwillkürlich erwartet man Ungeheuer, aber es ist der nette Opa von nebenan, der flapsige junge Mann von der Strasse...

Alles zugleich stürzt auf mich ein. Schneidende Schreie. Das Kreischen von Maschinen. Blechgeklapper. Der durchdringende Gestank nach verbrannten Haaren und versengter Haut. Der Dunst von Blut und heissem Wasser. Gelächter, unbekümmerte Rufe. Blitzende Messer, durch Sehnen gebohrte Fleischerhaken, daran hängende halbe Tiere ohne Augen und mit zuckenden Muskeln. Fleischbrocken und Organe, die platschend in eine blutgefüllte Rinne fallen, so dass der eklige Sud an mir hochspritzt. Fettige Fleischfasern am Boden, auf denen man ausrutscht. Menschen in Weiss, von deren Kitteln das Blut rinnt, unter den Helmen oder Käppis Gesichter, wie man sie überall trifft: in der U-Bahn, im Kino, im Supermarkt. Unwillkürlich erwartet man Ungeheuer, aber es ist der nette Opa von nebenan, der flapsige junge Mann von der Strasse, der gepflegte Herr aus der Bank. Ich werde freundlich begrüsst. Der Direktor zeigt mir rasch noch die heute leere Rinderschlachthalle – "Rinder sind dienstags dran!"

...Es gibt mir zu denken, dass ich – von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen – die hier arbeitenden Leute gar nicht als Unmenschen empfinden kann, sie sind nur abgestumpft, wie auch ich selbst mit der Zeit. Das ist Selbstschutz. Man kann es sonst nicht ertragen. Nein, die wahren Unmenschen sind all jene, die diesen Massenmord tagtäglich in Auftrag geben, die durch ihre Gier nach Fleisch Tiere zu einem erbärmlichen Dasein und einem noch erbärmlicheren Ende – und andere Menschen zu einer entwürdigenden und verrohenden Arbeit zwingen.

Als ich zum ersten Mal bewusst erfasse – am zweiten oder dritten Tag – dass ausgeblutete, abgeflammte und zersägte Schweine noch zucken und mit dem Schwänzchen wackeln, bin ich nicht in der Lage, mich zu bewegen. "Sie – sie zucken noch...", sage ich, obwohl ich ja weiss, dass es nur die Nerven sind, zu einem vorübergehenden Veterinär. Der grinst: "Verflixt, da hat einer ‘nen Fehler gemacht – das ist noch nicht richtig tot!" Gespenstischer Puls durchzittert die Tierhälften, überall. Ein Horrorkabinett. Mich friert bis ins Mark.

Diese Gleichgültigkeit. Diese Selbstverständlichkeit des Mordens. Ich möchte, ich muss sprechen, es mir von der Seele reden. Ich ersticke daran. Von dem Schwein möchte ich erzählen, das nicht mehr laufen konnte, mit gegrätschen Hinterbeinen dasaß. Das sie solange traten und schlugen, bis sie es in die Tötungsbox hineingeprügelt hatten. Das ich mir hinterher ansah, als es zerteilt an mir vorüberpendelte: beidseitiger Muskelabriss an den Innenschenkeln. Schlachtnummer 530 an jenem Tag, nie vergesse ich diese Zahl. Ich möchte von den Rinderschlachttagen erzählen, von den sanften braunen Augen, die so voller Panik sind. Von den Fluchtversuchen, von all den Schlägen und Flüchen, bis das unselige Tier endlich im eisernen Pferch zum Bolzenschuss bereit steht, mit Panoramablick auf die Halle, wo die Artgenossen gehäutet und zerstückelt werden, – dann der tödliche Schuss, im nächsten Moment schon die Kette am Hinterfuß, die das ausschlagende, sich windende Tier in die Höhe zieht, während unten bereits der Kopf abgesäbelt wird. Und immer noch, kopflos, Ströme von Blut ausspeiend, bäumt der Leib sich auf, treten die Beine um sich... Erzählen von dem grässlich-schmatzenden Geräusch, wenn eine Winde die Haut vom Körper reisst, von der automatisierten Rollbewegung der Finger, mit der die Abdecker die Augäpfel – die verdrehten, rotgeäderten, hervorquellenden – aus den Augenhöhlen klauben und in ein Loch im Boden werfen, in dem der "Abfall" verschwindet. Von der verschmierten Aluminiumrutsche, auf der alle Innereien landen, die aus dem riesigen geköpften Kadaver gerissen werden, und die dann, bis auf Leber, Herz, Lungen und Zunge – zum Verzehr geeignet – in einer Art Müllschlucker verschwinden.

Kleine, schon ganz fertig aussehende Kälbchen in allen Grössen, zart und nackt und mit geschlossenen Augen in ihren schützenden Fruchtblasen, die sie nicht zu schützen vermochten...

Erzählen möchte ich, dass immer wieder inmitten dieses schleimigen, blutigen Berges ein trächtiger Uterus zu finden ist, dass ich kleine, schon ganz fertig aussehende Kälbchen in allen Größen gesehen habe, zart und nackt und mit geschlossenen Augen in ihren schützenden Fruchtblasen, die sie nicht zu schützen vermochten, – das kleinste so winzig wie ein neugeborenes Kätzchen und doch eine richtige Miniatur-Kuh, das größte weich behaart, braunweiss und mit langen seidigen Wimpern, nur wenige Wochen vor der Geburt. "Ist es nicht ein Wunder, was die Natur so erschafft?" meint der Veterinär, der an diesem Tag Dienst hat, und schiebt Uterus samt Fötus in den gurgelnden Müllschlucker. Und ich weiss nun ganz sicher, dass es keinen Gott geben kann, denn kein Blitz fährt vom Himmel hernieder, diesen Frevel zu rächen, der seinen Fortgang nimmt, wieder und wieder.

Auch für die erbärmlich magere Kuh, die, als ich morgens um sieben komme, krampfhaft zuckend im eisigen, zugigen Gang liegt kurz vor der Tötungsbox, gibt es keinen Gott und niemanden, der sich ihrer erbarmt in Form eines schnellen Schusses. Erst müssen die übrigen Schlachttiere abgefertigt werden. Als ich mittags gehe, liegt sie immer noch und zuckt, niemand, trotz mehrfacher Aufforderung, hat sie erlöst. Ich habe das Halfter, das unbarmherzig scharf in ihr Fleisch schnitt, gelockert und ihre Stirn gestreichelt. Sie blickt mich an mit ihren riesiggrossen Augen, und ich erlebe nun selbst, dass Kühe weinen können.

Die Schuld, ein Verbrechen tatenlos mitanzusehen, wiegt so schwer wie die es zu begehen. Ich fühle mich so unendlich schuldig.

Meine Hände, Kittel, Schürze und Stiefel sind besudelt vom Blute ihrer Artgenossen, stundenlang habe ich unter dem Band gestanden, Herzen und Lungen und Lebern aufgeschnitten, – "Bei den Rindern saut man sich immer total ein", bin ich bereits gewarnt worden.

Das ist es, wovon ich berichten möchte, um es nicht allein tragen zu müssen, – aber im Grunde will es keiner hören. Nicht, dass ich während dieser Zeit nicht oft genug befragt werde. "Wie ist es denn so im Schlachthof? Also, ich könnte das ja nicht!" Ich grabe mir mit den Fingernägeln scharfe Halbmonde in die Handflächen, um nicht in diese mitleidigen Gesichter zu schlagen, oder um nicht den Telefonhörer aus dem Fenster zu werfen, – schreien möchte ich, aber längst hat all das, was ich tagtäglich mitansehe, jeden Schrei in der Kehle erstickt. Keiner hat gefragt, ob ich es kann. Reaktionen auf noch so karge Antworten verraten Unbehagen ob des Themas. "Ja, das ist ganz schrecklich, und wir essen auch nur noch selten Fleisch." Oft werde ich angespornt: "Beiss die Zähne zusammen, du musst da durch, und bald hast du es ja hinter dir!" Für mich eine der schlimmsten, herzlosesten und ignorantesten Äußerungen, denn das Massaker geht weiter, Tag für Tag. Ich glaube, niemand hat begriffen, dass mein Problem weniger darin bestand, diese sechs Wochen zu überleben, sondern dass dieser ungeheure Massenmord geschieht, millionenfach, – für jeden geschieht, der Fleisch isst.

 Irgendwann denke ich nur noch, aufhören, es soll aufhören, hoffentlich macht er schnell mit den Elektrozangen, damit es endlich aufhört. "Viele geben keinen Ton vor sich", hat einer der Veterinäre einmal gesagt, "andere stehen eben da und schreien völlig grundlos." ...Sollte ich je den Begriff ‚Angst’ bildlich darstellen, ich würde die Schweine zeichnen, die sich hier gegen die hinter ihnen geschlossene Tür zusammendrängen, ich würde ihre Augen zeichnen. Augen, die ich niemals mehr vergessen kann. Augen, in die jeder sehen sollte, den es nach Fleisch verlangt.

Der danebenstehende Grobschlächter setzt die Elektroden an; eine Dreipunktbetäubung, wie der Direktor mir einst erklärt hat. Man sieht das Schwein sich in der Box aufbäumen und das zuckende Tier schlägt auf einer blutüberströmten Rutsche auf und zappelt mit den Beinen. Auch hier wartet ein Grobschlächter, zielsicher trifft das Messer unter dem rechten Vorderbein, ein Schwall dunklen Blutes schiesst hervor, und der Körper rutscht weiter. Sekunden später hat sich bereits eine Eisenkette um ein Hinterbein geschlossen und das Tier emporgezogen...

Fleisch essen ist ein Verbrechen. ...Jeden, denke ich, jeden der Fleisch isst, sollte man hier durchschicken, jeder müsste es sehen, von Anfang bis Ende.

Das steril verschweißte Schnitzel im Supermarkt hat keine Augen mehr, die überquellen vor nackter Todesangst, es schreit nicht mehr.

Ich stehe hier nicht, weil ich Tierarzt werden will, sondern weil Menschen meinen, Fleisch essen zu müssen. Und nicht nur das allein: Auch, weil sie feige sind. Das steril verschweißte Schnitzel im Supermarkt hat keine Augen mehr, die überquellen vor nackter Todesangst, es schreit nicht mehr. Das alles ersparen sie sich, all jene, die sich von geschändeten Leichen nähren: "Also, ich könnte das nicht!"

Ich ...habe Zeugnis abgelegt, und jetzt will ich versuchen zu vergessen, um weiterleben zu können. Kämpfen mögen nun andere; mir haben sie in jenem Haus die Kraft dazu genommen, den Willen, die Lebensfreude, und sie gegen Schuld und lähmende Traurigkeit getauscht. Die Hölle ist unter uns, vieltausendfach, Tag für Tag.


Dieser (gekürzte) Artikel kann ungekürzt auch einzeln, als Sonderdruck, beim Vegi-Büro, CH-9466 Sennwald gegen ein frankiertes Antwortcouvert und Fr. 1.40 in Briefmarken (Ausland: Internationaler Antwortschein) angefordert werden.
Der ungekürzte Bericht und Schlachthofbilder, die in der gedruckten Version des Textes verwendet wurden, können separat angesehen werden: http://www.vegetarismus.ch/heft/98-2/schlacht.htm

Die aktuelle panorama-Sendung über das Brüllen von Rindern NACH der Schlachtung im Schlachthof Jena kann im Internet nachgesehen werden:

http://www.ndrtv.de/panorama/sendung/index.html

 

Die Schlachthausdokumentation aus Österreich ist zu sehen unter http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html  bzw. auf der hompage www.tierschutz.cc

 

 

 

Menschen als fleischgierige Bestien
Verbrechen an wehrlos Ausgelieferten

E-Mail 23.8.2001 von Dr. Landa
Daily Mail aus GB berichtete am Montag (20.8.2001) auf einer ganzen Seite über den Schlachtskandal.

Folgende Fernsehsendungen zeigten Ausschnitte von der Schlachthausdokumentation:
BR Quer
ARD Panorama
MDR "Wir"
2x ZDF (letzte Woche)

Im Gegensatz dazu zeigte der "unabhängige" ORF, gefördert mit Steuergeldern aus einigen Bundesländern, den ganzen Sommer über AMA-Werbung für Rindfleisch.

Die Schlachthausdokumentation ist zu sehen unter http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html  bzw. auf der hompage www.tierschutz.cc

Die Schlachthaus-Informations-Kampagne, die nun schon fast ein halbes Jahr läuft, zeigt immer mehr Wirkung:

 

Das Tierschutzgesetz gilt auch auf dem Schlachthof
Deutschland:

(bmvel) - Das Bundesverbraucherschutzministerium hat die Bundesländer
aufgefordert, die Beachtung des Tierschutzgesetzes beim Schlachten und die
ordnungsgemäße Betäubung von Rindern sicherzustellen. Bereits Ende Juni
wurde den Ländern ein Gutachten des Bundesinstituts für gesundheitlichen
Verbraucherschutz und Veterinärmedizin zugesandt, das auf die Notwendigkeit
einer wirksamen Betäubung hinweist...

Nach jüngsten Berichten über Missstände auch in
deutschen Schlachthöfen hat das Bundesministerium die Länder noch einmal
gebeten, in den Betrieben, die bis vor kurzem den Rückenmarkzerstörer
eingesetzt haben, die Qualität der Betäubung zu überprüfen.

Die in letzter Zeit wiederholt dargestellten Missstände bei der Schlachtung
von Rindern sind nach Auffassung des Bundesverbraucherschutzministeriums
nicht zu tolerieren. Sie verstoßen gegen geltendes Recht... Üblicherweise
wird in Deutschland die Bolzenschussbetäubung angewandt. In einigen Schlacht-
betrieben wurde bis Ende 2000 zusätzlich nach dem Schuss das Rückenmark der
Tiere zerstört. Der Einsatz des Rückenmarkzerstörers wurde aus Gründen des
Verbraucherschutzes zur Vermeidung des Verschleppens von BSE-Risikomaterial
in den Schlachtkörper im Jahr 2000 verboten.
...Die Anwendung eines sogenannten Rückenmarkzerstörers ... führt zum sofortigen
irreversiblen Tod des Tieres und schaltet Krampfbewegungen aus, so dass
ein Anschlingen und Heben der Tiere zum Entbluten gefahrlos möglich wird.
Gleichzeitig werden sogenannte Fehlschüsse, die zu einer unzureichenden
Betäubung der Tiere führen, verdeckt.

Das Bundesministerium ... schließe nicht aus, dass über andere, in der

Anwendung sicherere Betäubungsmethoden nachgedacht werden muss.

Der Vorschlag, grundsätzlich nur noch
irreversible Betäubungsmethoden zuzulassen, muss Eingang in die Diskussion
finden. Das Bundesministerium wird dies auch der Europäischen Kommission
vorschlagen: Dort wird eine Änderung der Schlachtrichtlinie von 1993 derzeit
vorbereitet.

 

Die aktuelle panorama-Sendung über das Brüllen von Rindern NACH der Schlachtung im Schlachthof Jena kann (vermutlich: konnte) im Internet nachgesehen werden:

http://www.ndrtv.de/panorama/sendung/index.html

 

Verbrechen an völlig wehrlos Ausgelieferten

In tiefer Erschütterung über die Zustände in Nutztierhaltung und Schlachthöfen und in Anbetracht der Ignoranz von Verantwortlichen in Politik und bei den Behörden, sowie all derer, die diese gnadenlose Ausbeutung durch den Konsum von Fleischwaren weiter unterstützen und verursachen, ziehen manche Menschen einen nicht unproblematischen Vergleich.

Diese Gewalttaten sind nicht Verbrechen aus einer nur schwer verständlichen Vergangenheit. Sie werden tagtäglich in unvorstellbarer Grausamkeit und an einer ebenso unvorstellbar großen Zahl an völlig unschuldigen Lebewesen aus nicht hinterfragter Gewohnheit begangen. Die Verbrechen an Tieren sind nur sehr schwer publik zu machen, weil fast alle Menschen Mittäter und - wenn sie nicht mit eigenen Händen töten - so doch Auftraggeber sind.

 

Menschen als fleischgierige Bestien

Die Tierrechtsbewegung verlangt nicht, dass die Tiere gestreichelt und verhätschelt werden, während sie aus den Tierfabriken in die Schlachthäuser verschleppt werden.

Der Versuch, die Zustände in Tier-KZ und beim Schlachten durch Richtlinien zu verbessern, hält am prinzipiellen Unrecht von Tierausbeutung und Tötung fest.

Da in unserer Zeit das ganze Jahr über gesunde und nahrhafte pflanzliche Lebensmittel in reichlicher Auswahl vorhanden sind, gibt es keinen vernünftigen und notwendigen Grund, diese - auf Grausamkeit und Ungerechtigkeit basierende - Schlachthauszivilisation weiter aufrecht zu erhalten und zu fördern.


 

Solange es Schlachthöfe gibt

werden Tiere zu Tode gequält

(14.8.2001) Bericht über den Stand der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

in Sachen Anzeige gegen alle Schlachthäuser wegen Tierquälerei

 

Unsere Anzeige gegen alle ö. Schlachthäuser war von der Staatsanwaltschaft Linz an das Bezirksgericht Obernberg weiter geleitet worden, da der Schlachthof, in dem wir die Videodokumentation für "Tierschutz im Unterricht" gedreht haben (siehe http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html  bzw. auf der homepage www.tierschutz.cc ), in diesem Gerichtsbezirk liegt.
In meiner Funktion als Dachverbandspräsident der oö. Tierschutzorganisationen habe ich den mit der Anzeige betrauten Sachbearbeiter aufgesucht, um mich über den Stand der Ermittlungen zu informieren.

Der Sachbearbeiter hatte "Das Brüllen der Rinder NACH dem Geschlachtetwerden" am Vorabend zur Primetime in der ARD-Sendung "panorama" (9. August, 20:15) gesehen und fühlte sich selbst betroffen von den Zuständen in den EU-Schlachthäusern. Er teilte mit, dass sowohl gegen den Schlächter, als auch gegen den Schlachthauseigentümer unter der Zahl 12 baz 205 01 w ermittelt werde. Es müsse aber damit gerechnet werden, dass es bei einem Verfahren zu keiner Verurteilung kommt, da sich die Ausgeforschten darauf berufen, nur das ausgeführt zu haben, was eine EU-Richtlinie seit Beginn des Jahres vorschreibt. Bekanntlich darf bei der Schlachtung der Rückenmarkszerstörer nicht mehr verwendet werden, weil BSE-Risikomaterial in die Blutbahn gelangen und alles Fleisch verseuchen könnte.

Der Sachbearbeiter zeigte großes Verständnis dafür, dass es dem Tierschutz in erster Linie nicht darum geht, zufällig ertappte Übeltäter zu bestrafen, sondern die entsetzlichen alltäglichen Tierquälereien in den Schlachthäusern generell abzustellen. Auf das Angebot des Tierschutzes, der Staatsanwaltschaft mit Berichten über Tierquälereien in anderen Schlachthöfen zu dienen, würde er gegebenenfalls zurückkommen. Er konnte nicht verstehen, warum die Staatsanwaltschaft Linz auch die Anzeige gegen alle Schlachthäuser an das verträumte, kleine Bezirksgericht Obernberg an der österreichischen Staatsgrenze abgetreten habe. Dafür hält sich Sachbearbeiter Siegi Springer nicht zuständig. Aber er versprach, die Anzeige raschestmöglich wieder an die Staatsanwaltschaft Linz zurückzuweisen. Dennoch war er an der Anzeige interessiert, die vom Arbeitskreis "Juristen für Tierrechte" gegen den Raiffeisen-Schlachthof Salzburg erstattet wird. Geschäftsleiter Hellweger von der Salzburger Vieh- und Fleisch-Vermarktungs GMbH hatte im Gespräch mit mir ganz offen bestätigt, dass auch am Raiffeisen-Schlachthof Salzburg bei Tieren, die bereits am Förderband hängen und aufgeschnitten werden, "Brüllen passiert".

Die Gräueltaten am Fließband sind - da es laut Angabe der Verantwortlichen unmöglich ist, ein Schlachthaus zu betreiben, ohne dass es zu Tierquälereien kommt - ein ethisches Problem für uns alle. Die Kopfschlächter können für die Massaker genauso wenig allein verantwortlich gemacht werden, wie die Schlachthausbetreiber. Die Schlächter sind oft billige Hilfskräfte, denen einfach ein Schussapparat in die Hände gedrückt wird. Wie sollen die Menschen, die von unserer Schlachthauszivilisation zu Fließband-Tiermördern gemacht werden denn besser eingeschult werden, wenn die ausländischen Kopfschlächter oft kaum ein Wort Deutsch verstehen? Die Schlachthausarbeiter und -angestellten tun "nur ihre Pflicht", die ihnen abverlangt wird. Von wem wird ihnen das Töten völlig unschuldiger Wesen abverlangt? Sie bringen die Tiere auf so entsetzliche Weise im Akkord um, weil der Markt und damit letztlich die Fleischkonsumenten nach Billigstfleisch verlangen. Jeder einzelne Fleischesser ist indirekt für die Tierquälereien mitverantwortlich. Wer Fleisch konsumiert, gibt damit Gewalt gegen Tiere in Auftrag! Je weniger Fleisch konsumiert wird, desto weniger Lebewesen müssen in Massentierhaltung gemästet werden. Wenn niemand mehr Fleisch isst, brauchen ausländische Hilfskräfte in unseren Schlachthäusern auch keine Tiere mehr bei vollem Bewusstsein und unter unvorstellbaren Leiden zu Fleisch verarbeiten. Solange Schlachthöfe betrieben werden, sind Tierquälereien am laufenden Band unvermeidlich. Jedes einzelne Tier erleidet beim Transport und Schlachten sein individuelles grausames Schicksal.

Deshalb hat der Dachverband der oö. Tierschutzorganisationen die Staatsanwaltschaft in der Anzeige auch gebeten zu prüfen, ob es in unserer modernen Zeit, da das ganze Jahr über ausreichend gesunde und nahrhafte pflanzliche Lebensmittel zur Verfügung stehen, überhaupt noch einen vernüftigen Grund gibt, zur Herstellung von Nahrung Tiere zu töten.

Sie, verehrter Konsument, entscheiden...: http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/sie/entscheiden.html 

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66
http://www.tierschutz.cc 

Anhang: 1) Anzeige des Arbeitskreises "Juristen für Tierrechte" gegen Raiffeisen-Schlachthof Salzburg

             2) Schlachthof Video zur Info im Kino 

An die Staatsanwaltschaft Salzburg
Justizgebäude -
Rudolfsplatz 2
 A-5020 Salzburg

8.August 2001

Anzeige wegen Tierquälerei  gegen die Betreiber und Verantwortlichen des Schlachthofes Bergheim

Gemäß seiner Statuten erstattet der Int. Bund der Tierversuchsgegner (IBT) und der ihm angeschlossene Arbeitskreis "Juristen für Tierrechte" pflichtgemäß Anzeige. Neben §222 StGB stützt sich die Anzeige auf jeden erdenklichen Rechtsgrund. 

Sachverhalt: Mit Berichten von Schlachthausbesuchern, -beschäftigten, Bauern sowie mit Tierschutz-Recherchen - filmische Dokumentation des Transportes und der Schlachtung von Rindern in einem österr. EU-Schlachthof- die Tiere waren bei der Zerlegung in Einzelteile nicht ausreichend betäubt und bäumten sich blutüberströmt am Haken einige Male auf - konfrontiert, begehrt der Arbeitskreis "Juristen für Tierrechte" von der Staatsanwaltschaft Salzburg die Überprüfung, ob die derzeit im Schlachthof Bergheim praktizierte Form der Schlachtung, die den Tieren augenscheinlich Schmerzen und Qualen zufügt, noch den von der Judikatur entwickelten Kriterien des vernünftigen und berechtigten Zweckes, welcher die Erfüllung des Tatbestandes ausschließen würde, standhält. 

Statutengemäß hat der Arbeitskreis "Juristen für Tierrechte" vor Anzeigenerstattung die rechtlichen Vorgaben einer ordnungsgemäß durchzuführenden Schlachtung geprüft und präsentiert die wesentlichen Erkenntnisse wie folgt: 

Die Schlachtung und Tötung von Tieren ist auf EU-Ebene durch die RL 93/119/EG über den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Schlachtung oder Tötung, Abl 1993 L 340/21 geregelt. Die RL enthält neben allgemeinen Bestimmungen (Kapitel I) besondere Bestimmungen für das Schlachten bzw. Töten in Schlachthöfen (Kapitel II) und außerhalb von Schlachthöfen (Kapitel III). Sieben Anhänge setzen die Mindestanforderungen für einzelne Sachbereiche, wie Ruhigstellung, Betäubung und Entbluten, fest : so ist beim Entladevorgang verboten, Tiere auf besonders empfindliche Stellen zu schlagen oder dagegen zu stoßen. Es ist untersagt, ihren Schwanz zu quetschen, zu drehen oder gar zu brechen und den Tieren in die Augen zu greifen. Ruhigstellung bedeutet die Einschränkung der Bewegungsfreiheit, damit die Tiere wirksam betäubt bzw. getötet werden können. Unter "besondere Anforderungen für das Betäuben" wird normiert, dass das Entbluten unmittelbar nach der Betäubung zu erfolgen hat. Der Blutentzug ist durch das Anstechen der Herzschlagader einzuleiten. 

Gemäß Art. 2 der RL ist unter Tötung  "jedes Verfahren zu verstehen, das den Tod eines Tieres herbeiführt," unter Schlachtung "das Herbeiführen des Todes eines Tieres durch Blutentzug". Art.3 sieht vor, dass "die Tiere beim Verbringen, Unterbringen, Ruhigstellen, Betäuben, Schlachten und Töten von vermeidbaren Aufregungen, Schmerzen und Leiden verschont bleiben müssen". Das Personal muß über ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um die "Arbeiten entsprechend den Anforderungen dieser RL auf humane und effiziente Weise auszuführen" (Art.7). Die Tiere sind vor dem Schlachten zu betäuben und unmittelbar zu töten“(Art.5). Die zuständige Behörde hat durch regelmäßige Kontrollen zu  überprüfen, ob die Geräte, Vorrichtungen zur Ruhigstellung, Ausrüstungen und Anlagen für die Betäubung oder Tötung der Tiere mit den vorstehenden Grundsätzen in Einklang stehen"(Art.6,8). 

Die Art. 15a-Vereinbarung über den Schutz von Nutztieren in der Landwirtschaft (" Bundesländerstaatsvertrag  für den Nutztierbereich")  enthält  expressis verbis keine Regelungen über das ordnungsgemäße Betäuben, Schlachten und Töten von Tieren, sodass eine österreicheinheitliche Umsetzung der Schlacht-RL nicht gegeben ist. In den Bundesländern sind uneinheitliche Verordnungen über das Schlachten und Töten von Tieren erlassen worden. Versuche zur Konkretisierung unbestimmter Gesetzesbegriffe fehlen fast gänzlich. Nur in Wien wird die unbestimmte Formulierung, wonach der Blutentzug "so bald wie möglich" nach der Betäubung einzuleiten ist, durch die Festsetzung höchstzulässiger Intervalle konkretisiert. Danach dürfen zwischen Betäubung und Entblutungsstich höchstens folgende Intervalle in Sekunden liegen : Bolzenschuss bei Rindern 60, bei Schafen und Ziegen 15, bei anderen Tieren 20; bei Elektrobetäubung 20.   

Seit 1.1. 2001 darf EU-weit der aus Gründen des Arbeitsschutzes zur Immobilisierung und sicheren Tötung nach Bolzenschußbetäubung verwendete Rückenmarkzerstörer nicht mehr eingesetzt werden, da er zur Verbreitung von spezifischem Risikomaterial (Gehirn, Rückenmark) im Tierkörper führen kann. Im Erlass der Kommission (2000/418/EG) vom 29.Juni 2000 zur Regelung und Verwendung von bestimmtem Tiermaterial heißt es - angesichts des Risikos der Übertragung von BSE-Erregern - in Artikel 5 : „Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass in ihrem Hoheitsgebiet nach dem 31. Dezember 2000 das zentrale Nervengewebe bei Rindern, Schafen, Ziegen, deren Fleisch zum Verzehr bestimmt ist, nach dem Betäuben nicht durch Einführung eines Rückenmarkzerstörers durch den Schusskanal in die Schädelhöhle zerstört wird.“ 

Die "Juristen für Tierrechte" begehren daher die Prüfung, ob seit dem 31.12.00 bei der Schlachtung von Rindern infolge unzureichender Betäubung im Schlachthof Bergheim der Tatbestand des § 222 StGB erfüllt wird.

Um Tierquälerei auszuschliessen, darf kein Tier später als 60 Sekunden nach dem Bolzenschuß entblutet werden. Ohne den Einsatz des aufgrund von BSE verbotenen Rückenmarkzerstörers muss eine Entblutungszeit von mindestens 3 Minuten eingehalten werden, danach muß durch Reflexprüfungen geprüft werden, ob das Tier tatsächlich tot ist. Ein Großteil der Fehler passiert bei der nicht sachgerechten Betäubung oder weil die Betäubungsgeräte nicht effektiv sind. Erforderlich ist weiters die laufende Schulung sowohl der Tierärzte als auch des Schlachthofpersonals. 

1.      Durch Unterlassen der Rückenmarkszerstörung droht die konkrete Gefahr, dass einzelne Rinder beim Schlachten aus der Betäubung aufwachen, während sie bereits an den Hinterbeinen zum Ausbluten aufgezogen sind und aufgeschnitten werden. Bestätigt wird diese Befürchtung durch eine Bilddokumentation, welche kürzlich in einem oberösterr. Schlachthof erstellt wurde. Rinder, welche an den Hinterbeinen hochgezogen und aufgeschnitten werden, beginnen aufgrund mangelhafter Betäubung im Todeskampf zu brüllen.  

Beweis: zeugenschaftliche Einvernahme von Dr. Friedrich Landa
vorzulegendes Bild- und Videomaterial

zugänglich über http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/rinderschlachtung.html
bzw. unter www.tierschutz.cc

 2.      Aufgrund obgenannter Schlachthaus-Videodokumentation hat ein Bio-Bauer seine Tiere in den Raiffeisen-Schlachthof Salzburg/Bergheim begleitet, wobei er nachstehende tierschutzrelevante Fakten feststellen musste : Am Eingang fand er eine schwer verletzte Kuh angebunden vor, die das Rückgrat oder Becken gebrochen hatte. Stunden später lag sie dort noch immer. Er fragte, warum das Tier nicht durch einen Gnadenschuss von dem Leiden befreit würde. Die Kuh musste  auf die Erlösung von ihren Schmerzen warten, bis alle ca. 250 gesunden Tiere an diesem Tag vor ihr geschlachtet waren.

 

Beweis : zeugenschaftliche Einvernahme von Dr. Friedrich Landa - Tierschutz-Dachverbandspräsident, vorzulegendes Bild- und Videomaterial - Bilder aus dem Warteraum des Todes im Raiffeisen-Schlachthof Salzburg/Bergheim, zugänglich über http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/schlachthof/salzburg.html bzw.  unter  www.tierschutz.cc 
Biobauer Anton Leitner jun. aus  Thalgau
 

3.      Nachdem der Tierschutz informiert wurde, dass augenscheinlich schwer verletzte Tiere im Raiffeisenschlachthof Salzburg leidvolle Stunden lang warten müssen, bis sie als letzte geschlachtet werden, hat Tierschutz-Dachverbandspräsident Dr. Landa mit dem hauptverantwortlichen Schlachthoftierarzt Dr. Bräuer und Geschäftsleiter Hellweger der Salzburger Vieh- und Fleisch-Vermarktungs GMBH Gespräche über diese Missstände geführt. Dabei nickte Schlachthof-Tierarzt Dr. Bräuer wissend, als ihm der Fall von der Kuh mit dem gebrochenen Rückgrat bzw. Becken geschildert wurde. Er wusste Bescheid über das "Problem der Zeitverhältnisse", wie er sich  ausdrückte: "Verletzte Tiere müssten separat geschlachtet werden". Obgenannter Bauer hatte dem Tierschutz weiters mitgeteilt, dass er in den Stunden seines Aufenthalts an der Betäubungsbox keinen Tierarzt gesehen hätte. Nach Angaben von Dr. Bräuer müsste, "ausgenommen von ein paar Minuten vielleicht, immer ein Tierarzt in der Schlachthalle anwesend sein." Dr. Bräuer versprach, künftig neue Vorschriften für die bevorzugte Behandlung schwer  verletzter Tiere zur Anwendung zu bringen, damit diese Tiere nicht leiden müssen. Er bat, künftig sofort telefonisch verständigt zu werden - er werde umgehend dafür sorgen, dass die ihm gemeldeten Tierquälereien abgestellt werden.

4.      In einem Gespräch mit Geschäftsleiter Hellweger wurde die Frage erörtert, ob die Geschäftsleitung bereit sei, den Raiffeisen-Schlachthof vom Tierschutz prüfen zu lassen. Geschäftsleiter Hellweger meinte dazu, er habe erst vor 2 Wochen die Vet. Control im Haus gehabt. Die Vet. Control habe nahegelegt, eine stärkere pneumatische Schlachtschuss-Anlage anzuschaffen. In Deutschland würden jetzt auch elektrische Betäubungszangen für Rinder getestet. Durch den Bolzenschuss ins Gehirn bestehe nämlich die Gefahr, dass BSE-Risikomaterial über die Blutbahn in alle Fleischteile gelangt. Die Rinder im Raiffeisen-Schlachthof Salzburg würden, seit der Rückenmarkszerstörer aufgrund der EU-Verordnung nicht mehr verwendet werden darf, nach dem Bolzenschuss zusätzlich noch elektrisch bei Betäubung gehalten. Um die Gefahr einer Verbreitung von BSE-Risikomaterial beim Zersägen in Rinderhälften zu verringern, habe der Schlachthof schon seit langem eine Luftdruck-Absaugung der Rückenmarksflüssigkeit eingeführt, die zwar nicht alles Risikomaterial entfernt, aber doch einen Großteil. Dr. Landa fragte an, ob es möglich sei, am Raiffeisen-Schlachthof Salzburg ein Video über fachgerechtes Schlachten zu drehen. Gerald Hellweger winkte ab: "Töten sei immer was Grausiges" meinte der Geschäftsleiter. Man würde immer was finden, was nicht passt. Das sei bei einem so großen Schlachtbetrieb nicht zu verhindern. Hier lasse sich nichts Schönes filmen. Der Betrieb habe Fehlschusslisten eingeführt. Er schätze, dass es bei 250 Rindern pro Tag zu 7 bis 8 Fehlschüssen komme. Ein anderer Salzburger Schlachthaus-Veterinär erwähnte im Gespräch, dass ca. jedes zehnte Rind "verschossen" werde. Geschäftsleiter Hellweger von der Salzburger Vieh- und Fleisch-Vermarktungs GMBH berichtete, dass auch am Raiffeisen-Schlachthof Salzburg bei Tieren, die bereits am Förderband hängen und aufgeschnitten werden "Brüllen passiert". Das sei laut Hellweger nicht auszuschließen und deshalb könne nicht erwartet werden, dass die Geschäftsleitung die Erlaubnis für Dreharbeiten gibt.

Angaben zu bestätigen durch zeugenschaftliche Einvernahme von Dr. Friedrich Landa - Tierschutz-Dachverbandspräsident 

Der Arbeitskreis "Juristen für Tierrechte" ersucht  die Staatsanwaltschaft Salzburg um Überprüfung sämtlicher Bereiche des Schlachthofes Bergheim (Anlieferung, Wartestall, Zutrieb zur Betäubung) auf strafrechtliche Relevanz einschließlich des Betäubungsverfahrens und –geräte. 

Es besteht der dringende Verdacht, dass die Zustände im Schlachthof Bergheim über einen längeren Zeitraum tierquälerisch waren bzw. sind und wurde bzw. wird der tierquälerische Umgang mit den Tieren seitens der Verantwortlichen jedenfalls geduldet. Überdies hat die Geschäftsführung ihre Aufsichtspflicht als Dienstgeber verabsäumt.

Die Verantwortlichen haben seit Monaten ernsthaft befürchten müssen, daß ein oder mehrere Tiere roh mißhandelt werden oder unnötige Qualen erleiden und haben sich über Monate untätig damit abgefunden. Der Tatbestand wurde durch Unterlassung begangen, da die Verantwortlichen eine rechtliche Verpflichtung hinsichtlich der Tiere hatte.

 Der Int. Bund der Tierversuchsgegner  und der ihm angeschlossene Arbeitskreis "Juristen für Tierrechte" bittet über den Fortgang des Verfahrens in Kenntnis gesetzt zu werden.

 

                                               Mit freundlichen Grüßen

Lieber Herr Dr. Landa,
Ihre Videodokumentation hat mich mehr getroffen als alles Elend, was ich in meinen bisherigen Krankenhaus- und Hospizeindrücken (ich bin Medizinstudent) gesehen habe. Seit mehr als 10 Jahren bin ich Vegetarier und trete auch dafür ein. Als ich mir Ihr Video und Ihre Pressemitteilungen durchgelesen habe empfand ich es als sehr schade, daß die staatliche Fernsehpresse aus Rücksicht auf die Nerven ihrer Zuschauer das Material nicht veröffentlichte. M.E. sollte die Öffentlichkeit wissen, was sie jeden Tag auf dem Teller hat.

Als Filmtheaterkaufmann kam mir daher die Idee Ihr Video in Kinos als spezielles "Event" zu zeigen. Im Moment sind Horrorfilme gerade in der jüngeren Generation sehr in und auch diese Gruppe ist es, die die größten Vegetarieranteile in der Bevölkerung aufweist, was zeigt, daß sie am sensibelsten für die Argumente ist. Kinos veranstalten ja ab und zu spezielle Einzelevents, z.B. zur WM oder Formel 1 oder auch zur Einführung von außergewöhnlichen Filmen. Hier gibt es ein Rahmenprogramm und meist ist der Eintritt kostenlos oder zumindest deutlich preisreduziert. Aus meiner Sicht wäre hier der Marktführer unter den deutschen Multiplexkinos Cinemaxx (Geschäftsführer: Hans-Joachim Flebbe) der ideale Partner. Keine andere Kinokette hat so viele Besucher. Mittlerweile dürfte Cinemaxx auch die meisten Kinostandorte besitzen. Cinemaxx ist bekannt für die Spezialevents und ich halte es nicht für aussichtslos das Video dort zu zeigen. Möglicherweise muß es umgestaltet werden, der Ton des Landwirts ist z.B. sehr schlecht verständlich und die Länge entspricht auch nur einem Kurzfilm. Aber mit einem geeigneten Konzept, ich phantasiere einmal: Paul McCartney als prominenter Vertreter der Vegetarierbewegung hält eine kurze Ansprache oder spielt ein paar thematisch passende Lieder. Gleichzeitig bekommt jeder Kinobesucher einen symbolischen Paß mit irgendeinem gutklingenden und anziehenden Namen, in dem dann Zitate prominenter Vegetarier aufgeführt sind und kurz alle Argumente des Vegetarismus durch Fakten unterstützt werden. Das Popcorn heißt an diesem Abend "Popcorn for a better world" (sicher fällt noch ein wesentlich besserer Titel ein) und auf der Verpackung ist dann aufgedruckt: 2 Hektar ernähren auf Basis von Rindfleisch 1 Menschen, auf Basis von Mais 5 Menschen, Weizen 12 Menschen, Soja 30 Menschen. Täglich (!!) verhungern 40.000 Kinder. Kopfschütteln hilft nicht, Nachdenken schon." Cinemaxx ist im sozialen Bereich desöfteren schon mit Aktionen aktiv gewesen, z.B. gegen Landminen oder für "die Lichterkette" oder "Die Tafeln" (die nicht verbrauchtes Essen an bedürftige Menschen bringen). Insofern halte ich meine Idee für eine realisierbare Idee. Sollte Cinemaxx nicht mitmachen gibt es auch noch eine Reihe anderer Multiplexbetreiberketten. Die Aktion wäre insofern besonders für die Vegetarierbewegung interessant, da der Großteil der Kinobesucher über einen überdurchschnittlichen Bildungsstand und ein überdurchschnittliches Einkommen verfügt, was bedeutet, daß man hier Multiplikatoren antrifft. Die Kinoketten könnten das "Event" bewerben als realen Horrorkurzfilm mit durchweg echten Bildern ohne jedoch näheres zu verraten, so daß erst einmal nichts von Schlachthaus & Co. im Vorfeld bekannt wird. An den Kinos hängt eine Reihe von Sponsoren und Werbepartnern, Hauptsponsor ist i.d.R. eine Eisfirma (Langnese oder Schöller), mit denen man eventuell ein Sponsoring aushandeln könnte und sie gleich ein veganes Eis (ohne Milch) präsentieren und an die Gäste verteilen könnten. Eventuell wäre auch zu erwägen den Film wie eine normale Filmpremiere anlaufen zu lassen, d.h. mit Pressevorführung vor offiziellem Start. Vorteil wäre hier, daß die Presse eingeladen ist und darüber berichtet. Aber dies würde sich auch mit dem anderen Vorschlag kombinieren lassen.

Beste Grüße aus Deutschland

 

Alexander Walz

 

 

...UND SIE LEBEN IMMER NOCH...

(6.8.2001) Eine Buch-Dokumentation über die Grausamkeiten in Schlachthäusern bestätigt unsere Befürchtungen, dass durch die Videodokumentation, die wir für "Tierschutz im Unterricht" im Jänner 2001 in einem Oberösterreichischen EU-Schlachthaus gedreht haben, nur die Spitze an Tierquälerei sichtbar gemacht wurde, die sich weltweit alltäglich in Schlachthäusern abspielt. (siehe Schlachthausdokumentations-Video http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html  bzw. auf unserer homepage www.tierschutz.cc )

Dass diese Gräueltaten vor allem auch in Schlachtanlagen sogenannter hoch"zivilisierter" und -industrialisierter Länder aufgrund des Zeitdruckes modernster Produktionstechnik an Tieren verbrochen werden, wird durch eine Recherche von Gail A. Eisnitz dokumentiert. Sie befragte Schlachthausarbeiter mit einer Erfahrung von 2 Millionen Stunden Einsatz an der Betäubungsbox.

WARNUNG: Die Erfahrungsberichte der Schlachthausarbeiter beschreiben äußerste Brutalität! 
Der folgen