ETIKA

TIERSCHUTZ - AKTION

www.etika.com
22.12.2001

61A9

Fleisch-Boykott wegen grausamer Tierhaltung und -tötung

Verlauf der Aktion

Pressemitteilung
Das Neueste am Anfang

 

Frohe Weihnächte bei eisiger Kälte in Kälberiglus?

BIO-Tierquälerei in "Freiland"einzelhaltung

 

Sachzwänge gegen Tierrechte

Unsere Aussendung über die Einzelhaltung von Kälbern, die bei Eiseskälte und größter Hitze in sogenannten Kälberiglus gehalten werden, hat heftige Reaktionen ausgelöst. Vor allem Tierärzte und Behördenvertreter versuchen diese Tierquälerei zu rechtfertigen und beschimpfen Tierschützer, die es wagen, Missstände in der Bio-Landwirtschaft aufzuzeigen: Sie hätten keinen "Verstand und vor allem Anstand". Jede Diskussion die dazu führt, dass Tiere besser behandelt werden, ist willkommen. Dies ist eine gute Gelegenheit aufzuzeigen, wie die Rechte der Tiere, die ihnen in Vereinbarungen zugestanden wurden, in der Praxis der Profitmaximierung übergangen werden:

 

Einzelstandhaltung verboten

In der Ländervereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über den Schutz von Nutztieren in der Landwirtschaft wurden verbindliche Mindeststandards für die Haltung von Tieren festgelegt: Demnach dürfen Kälber nicht in dauernder Anbinde- oder Einzelstandhaltung gehalten werden. In Beständen mit mehreren Tieren dürfen diese nicht dauernd einzeln gehalten werden.

Weil Kälber als Herdentiere soziale Kontakte brauchen, wurde die Einzelstandhaltung verboten. Es ist völlig unnatürlich, dass ein Kalb seiner Mutter weggenommen wird. Die Tierkinder haben das starke Bedürfnis, bei ihrer Mutter zu trinken.

 

Gruppenhaltung problematisch

Wenn die Bauern die Kälber nicht zu ihren Müttern lassen, versuchen die Tierkinder ihren angeborenen Saugdrang an Ersatzobjekten zu befriedigen. Werden mehrere Tiere zusammengesperrt, besaugen sie sich gegenseitig. Anstatt die Kälber zu ihren Müttern zu geben, werden die neugeborenen Kälber deshalb doch in Einzelgefängnisse gesteckt! Und zwar nicht nur in der konventionellen Landwirtschaft, wo fast alle Tiere unter Tierquälerei ausgebeutet werden - auch in der biologischen Landwirtschaft sind Kälber einzeln in Iglus gefangen gehalten. Wie ist das möglich, wo doch Einzelstandhaltung eigentlich Tierquälerei ist?

 

Die Einzelstandhaltung im Iglu gilt nicht als Einzelhaltung 

Um das Verbot der Einzelstandhaltung zu umgehen, wurde einfach umdefiniert: Kälberiglus gelten nicht als Einzelhaltung! Boxen mit durchbrochenen Seitenwänden fallen nicht unter Einzelhaltung!

Wenn es darum geht, den Tieren ihre am Papier zugestandenen Rechte in der Praxis wieder abzusprechen, genügt eine einfache Wortverkehrung. Denn die Rechte der Tiere können nicht vor Gericht eingeklagt werden. Der Tierschutz hat keine Parteienstellung! Es ist unerträglich, dass auch in biologischer Landwirtschaft Tiere in Einzelhaltung noch eine Extra-BIO-Tierquälerei bei extremer Kälte oder Hitze in "Freilandhaltung" über sich ergehen lassen müssen.

 

Wer Bio-Kalbfleisch isst, verursacht Mord an Tierkindern

Wenn die Konsumenten von Bio-Fleisch wüssten, wie die Kälber am Bio-Bauerhof in Iglus gehalten werden, würde ihnen der bei jeder Witterung abgehärtete Festtags-Kalbslungenbraten schwer im Magen liegen und auf das Gewissen drücken. Jene Leute, die von Amts wegen für den Schutz der Tiere zuständig wären, fallen den Tieren in den Rücken und behaupten: "Die Haltung von Kälbern im Iglu ist eine der besten Tierhaltungsformen." Wie bei der Menschenbehandlung, so auch bei den Tieren, sind die Fachleute und Ärzte oft die letzten, die bei all ihrem Wissen über die Sachzwänge merken, was die von ihnen ausgebeuteten Lebewesen wirklich brauchen. Die einzige artgerechte Haltung von Milchkälbern ist Mutterkuhhaltung! Aber auch hier ist zu hinterfragen, mit welchem Recht diese lebensfrohen Tierkinder, erst wenige Wochen jung, erbarmungslos in die Schlachhäuser gezerrt und auf grausamste Weise aufgeschlitzt werden.

Ein friedliches Fest allen empfindsamen Wesen

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverband 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

 

Von: Hubert Hirscher

An: TR-Nachrichten-Austria@yahoogroups.de

Gesendet: Mittwoch, 19. Dezember 2001 00:10

Betreff: [TR-Nachrichten-Austria] Kälber in Kälberboxen bei Gollinger Bauer und Reaktionen versch. Tierärzte.


In Golling (Salzburg) hält ein Landwirt (Biobauer) seine Kälber das ganze
Jahr über in Iglus. Extreme Temperaturen im Sommer wie auch im Winter
interessieren in dabei offenbar überhaupt nicht. Wie er mir selbst am
vergangenen Sonntag sagte, ist das die ideale Haltungsform und wird von
"Fachleuten", (höchstwahrscheinlich Knechte der Fleischmafia) für in Ordnung
befunden und sogar empfohlen.
Bei diesem Gespräch führte mich der Bauer auch in seinen Stall und zeigte
mir ein ganz junges, angebundenes Kalb in einer Kiste.
Als ich auch das bemängelte, da Anbindehaltung ja verboten sei, meinte er,
"dass er dieses Kalb ja auch in einen der Iglus stecken kann."
Am Montag morgen sah ich nun, dass dieses Kalb tatsächlich, gemeinsam mit
einem anderen in den Iglu umgesiedelt wurde. Dieses Kalb aber hat noch
überhaupt keine "Unterwolle", die das Kalb vor den derzeit herrschenden
Temperaturen (es hatte in den letzten Nächten bis zu 20 Grad Minus)
einigermaßen vor der Kälte schützen könnte.
Heute abend (18.12.2001) rief ich nun mehrere Tierärzte an. Diese sagten mit
folgendes:
Zuständiger Amtstierarzt vom Tennengau, Dr. Günther Hickmann: "Sie erwischen
mich gerade in meiner Freizeit, da es sich offenbar um eine Anzeige handelt,
rufen Sie mich doch morgen im Amt an."
Frau Dr. Wagner-Schöppl, Landtagsabgeordnete und Tierschutzbeauftragte des
Landes Salzburg: "Du weißt ja, dass ich nur für Kleintiere wie Hunde und
Katzen zuständig bin, somit also für Nutztiere keine Befugnis habe, ruf'
doch Dr. Winding und Dr. Schöchl an."
Anruf bei Dr. Winding, Tierärztekammerpräsident: Er ist nicht für amtliche
Dinge zuständig und außerstande, nach Golling zu fahren. (70 Kilometer!)
Anruf bei Dr. Schöchl, Landesveterinär: Nicht zu Hause und nicht
erreichbar...
Anruf bei Dr. Neumayer in Kuchl bei Golling, wahrscheinlich der Tierarzt
des betreffenden Bauern: Nach Auskunft seines Sohnes nicht zu Hause...
Anruf bei Landesrat für Landwirtschaft und selbst Landwirt, Josef Eisl: Er
ist nicht zu Hause. Seine Frau bestätigt mir, wie so viele andere Bäuerinnen
auch, dass ein Kalb, das bis jetzt nur im Stall war, keine Unterwolle haben
kann und die Haltung dieses jungen Kalbes in einem Iglu und bei diesen
Außentemperaturen nicht normal sei!!! Sie wird aber bei Ihrem Mann, LR Josef
Eisl, darauf dringen, dass er mich gleich morgen früh (19.12.2001) anruft.
Es hat nun zumindestens für den Anschein, dass sich alle Verantwortlichen
und auch andere, mit der Sache eigentlich nicht befassten Tierärzte nur
abputzen wollen. Dies geschieht aber auf Kosten von lebenden Tieren, weshalb
ich alle Tierfreunde ersuche, Leserbriefe zu schreiben. Vor allen Dingen
aber sollte der Amtstierarzt Dr. Hickmann Protestmäßig in seinem Amt
angeschrieben werden.
Amtsadresse des Dr. Hickmann: Amtstierarzt Dr. Günther Hickmann,
Bezirkshauptmannschaft Hallein, Veterinäramt, Dr. Adolf Schärfplatz 2, 5400
Hallein.

Mail-Adresse von Amtstierarzt Dr. Hickmann:
guenther.hickmann@salzburg.gv.at

Meine Adresse für Rückfragen:
ANIMALS-HELP-EUROPA, Hubert Hirscher, Obergäu 285, A-5440 Golling. Tel.-Fax:
06244/6974, Mobiltel: 0664/3362169
Vielleicht kann man vor anderen Aktionen mit Protestschreiben doch was
bewirken. Amtstierarzt Dr. Hickmann ist übrigens derselbe, der im August
1998 bei der Blockade eines Tiertransporters in Golling trotz eines
eindeutig gefälschten bzw. verfälschten Transportplanes dem Tiertransporter
freie Fahrt gab!!!

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: "Schmid Erik" <Erik.Schmid@vlr.gv.at>

Gesendet: Mittwoch, 19. Dezember 2001 09:57

Betreff: AW: Kälber Kälte ausgesetzt

 

Sehr geehrter Herr Landa,
ich habe eine solche Reaktion von Ihrer Seite befürchtet. Es tut mir leid,
dass Sie zu keinem konstruktiven Dialog mehr fähig sind. Ich habe Ihnen nie
Verstand für Tierhaltung abgesprochen, was Sie aber laufend gegenüber Ihren
nichttierischen Mitgeschöpfen tun. Mit der Bezeichnung
"Extra-BIO-Tierquälerei" für die "Freilandhaltung" haben Sie auch den
letzten Anstand verloren. Der Freilandverband hat in Sachen Tierschutz mehr
zum Positiven bewegt, als es Leute Ihrer Art je werden. Um in unsrer
Gesellschaft Dinge nachhaltig zu verändern braucht es nämlich nicht nur
Herz, sonder auch Verstand und vor allem Anstand.

Ich wünsche Ihnen trotzdem ein besinnliches Weihnachtsfest
Erik Schmid

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: DV-Präsident Dr. Landa

An: Schmid Erik

Gesendet: Mittwoch, 19. Dezember 2001 07:59

Betreff: Re: Kälber Kälte ausgesetzt

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schmid!

Danke für Ihre Rückmeldung zu unserer Kritk an Kälberiglus. Jede Diskussion die dazu führt, dass Tiere besser behandelt werden, ist uns willkommen.

Wir sind darüber informiert, dass die Art der Kälberhaltung, die wir in unserer Aussendung kritisieren, als "eine der besten Tierhaltungsformen" gilt: Wenn die Kälber die eisige Kälte überleben, gilt ihr Fleisch als hervorragende Qualität. Cowboys jagen die Kälber noch einige Male rund ums Lagerfeuer, bevor sie abgestochen werden, weil das Fleisch dadurch eine bestimmte Qualität erhalten soll.

Für den Tierschutz ist das Befinden der Tiere von entscheidender Bedeutung. Gesundheitszustand und Fleischqualität sind nicht unbedingt ein Maßstab an dem gemessen werden kann, ob die Haltungs- und Behandlungsform artgerecht ist. Schließlich argumentieren auch die Befürworter von Legebatterien: "Die Tiere sind gesund, fühlen sich wohl, ihr Hygienezustand ist einfandfrei rein..." - auch wenn die Tiere überleben, müssen Legebatterien doch als Tierquälerei bewertet werden.

Wenn Rinder mit ihren Kälbern in Gruppen mit Auslauf gehalten werden, dann stellen und legen sie sich bei Kälte zusammen und suchen den Stall auf, wenn sie die Wahlmöglichkeit haben. Das alles ist bei der Einzelhaltung im Iglu nicht möglich. Wer Kälberiglu als "artgerechte Tierhaltung" bezeichnet, mag vielleicht von Fleischproduktion etwas verstehen, aber nicht von Tierschutz. Jeder Bauer, der seine Kälber in Einzelhaltung hält und extremer Kälte oder Hitze aussetzt, ist ein Tierquäler, auch wenn die Tiere diese unnatürliche Haltungsform, die ihnen vom Menschen aufgezwungen wird, unter dem Motto überleben: "Was uns nicht umbringt, macht uns noch härter." Es ist eine Schande für den Bio-Landbau, dass eine solche Extra-BIO-Tierquälerei in "Freilandhaltung" befürwortet wird.

FG

landa

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: "Schmid Erik" <Erik.Schmid@vlr.gv.at>

An: "'DV-Präsident Dr. Landa'" <tierschutz@t0.or.at>

Gesendet: Montag, 17. Dezember 2001 17:03

Betreff: AW: Kälber Kälte ausgesetzt

 

Sehr geehrter Herr Landa,
wir sind jedes Jahr bei entsprechenden (tiefen) Temperaturen mit dem
"Problem" der Kälberiglus konfrontiert. Ein klassisches Beispiel der
Uninformiertheit breiter Bevölkerungsschichten. Offensichtlich ist es uns
bis dato nicht gelungen, den Kern der Sache zu vermitteln: Die Haltung von
Kälbern im Iglu ist eine der besten Tierhaltungsformen! Unter der
Voraussetzung, dass ordentlich eingestreut ist, gibt es praktisch keine
untere Temperaturgrenze. Probleme gibt es eher im Sommer mit Überhitzung,
aber dann sind die Kälber eh auf der Alpe oder zumindest auf der Weide. Auch
die Praxis bestätigt den Erfolg des Systems, die Kälber sind kerngesund! Die
Sorgen und Bedenken der älteren Landwirte waren vorerst ebenso gegeben und
haben sich als unbegründet erwiesen. Auch den Kälbern auf den Fotos ist
sicher nicht zu kalt, sonst würden sie nicht neugierig herauskommen. Der
Windfang vor dem Auslauf leistet hier sicherlich gute Dienste. Einziger
Kritikpunkt ist der Einzelauslauf, hier sollten zumindest zwei Kälber einen
gemeinsamen Auslauf haben.
MfG
Dr Erik Schmid

> Von: DV-Präsident Dr. Landa[SMTP:tierschutz@t0.or.at]
> Gesendet: Montag, 17. Dezember 2001 06:52
> Betreff: Kälber Kälte ausgesetzt

 

Kälber bei klirrender Kälte

Menschen nehmen Rinder-Müttern ihre Kälber unmittelbar nach der Geburt weg und jedes der Tierkinder muss - bei der Mast in kleine Einzelgefängnisse gesperrt - selbst sehen wie es die kalten Wintertage und vor allem Nächte in "Freilandhaltung" überlebt.

 

Was den Bauern zum Tierquäler macht

Bauern sind Tierfreunde. So wie die meisten Menschen wollen sie keinem Tier Leid oder auch nur Unbehagen zufügen.

"Wenn's ums Geld geht, hört sich die Freundschaft auf", lautet ein leider sich oft bewahrheitender Spruch. Wenn's ums Geld geht, hört sich auch die Tierfreundschaft auf: Nutztiere werden von Bauern behandelt, als hätten sie kein Empfindungsvermögen, weil in unserer christlich-sozialen Marktwirtschaft der Profit wie ein goldenes Kalb verehrt wird!

 

Landwirtschaft ohne Ethik

Was in unserer Landwirtschaft zählt ist einzig die Gewinnmaximierung! Aus diesem Grund dürfen neuerdings Bauern ihren Tieren selbst Spritzen geben. Auch Bio-Bauern beuten ihre Nutztiere skrupellos aus: kastrieren kleine Schweine bei vollem Bewusstsein, stecken Kälber in enge Einzelhaft-Gefängnisse! Wer Tiere rücksichtslos behandelt, wird auch auf Konsumentenschutz kaum Rücksicht nehmen, außer es drohen Strafen oder es ist damit noch mehr Gewinn zu machen.

 

Fleischkonsum verursacht Gewalt gegen Tiere

Menschen, denen die entsetzlichen Dokumentationen über Tierhaltung und Schlachthäuser in Österreich gezeigt werden, reagieren meist mit Verdrängung: "Ich esse eh fast kein Fleisch." oder "Ich kaufe nur Bio-Fleisch."

 

Es gibt keine "artgerechte Schlachtung"

Im Schlachthof werden werden Bio-Tiere unterschiedslos brutal behandelt. Bei "Hausschlachtung" wird das Schwein oft nicht gesetzeskonform betäubt, sondern mit der Hacke erschlagen. In der Tierhaltung kann es auf den Bio-Höfen noch zu Extra-"Bio-Quälereien" kommen:

 

Bio steht für besondere Qualen: Iglus für Kälber

Auf Bio-Bauernhöfen werden (in trefflich "Iglus" genannten Kunststoffbehältnissen) in sogenannter "artgerechter Freilandhaltung" Tiere ihr ganzes kurzes Leben lang gequält: Bei unerträglicher Kälte, im Sommer aber oft auch bei größter Hitze noch extra in die Sonne gestellt, damit die Kälber viel Nahrungsflüssigkeit trinken und möglichst schnell und viel an Gewicht zulegen. Nach einigen Wochen Kälbermast werden die Tierkinder ins Schlachthaus gezerrt und auf brutalste Weise getötet.

 

Wer Bio-Fleisch isst, verursacht Tierleid

Wer Bio-Fleisch konsumiert, verursacht dieses Elend: Bei Außentemperaturen von bis zu Minus 20 Grad C frieren die Kälber Tag und Nacht vor sich hin und haben in ihren kleinen Gefängnissen keine Möglichkeit sich warmzulaufen. Es ist eine unsagbare Gemeinheit, wie die Tiere behandelt werden! Der eisige Nord-Ost-Wind bläst ständig bei der offenen Iglu-Tür herein und macht den Tieren das Leben zur Kälte-Hölle. Wer Fleisch isst, ist selber schuld.

 

Bilddokumentation:

http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/kaelber-bei/kaelte.html 

Diese Bilder wurden am Sonntag, 16. Dez. 2001, 12 Uhr Mittag, bei Minus 8 Grad C in Oberösterreich, Bezirk Vöchlabruck aufgenommen, nachdem in dieser Gegend in den letzten Tagen bis zu Minus 16 Grad C herrschten. Copyright: tierschutz.cc

 

Bilder Schweinekastration
http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/schweine/kastrieren.html

 

Video Schweinekastration (STS)

http://www.tierschutz.com/main/realvideo.htm

Das kleine Tier wird mit gespreizten Beinen von einer Person festgehalten, dass es sich nicht wehren kann. Durch einen Schnitt wird der Hodensack jeweils links und rechts gerade soweit aufgeschlitzt, dass durch die zugefügte Wunde der Hoden herausgedrückt werden kann, der noch am Samenleiter hängt. Die kleinen Tiere schreien wie am Spieß. Die Tiermutter kann nicht helfen, weil sie im Kastenstand fixiert ist. Die Bauern und Sauschneider kennen kein Erbarmen. Mit einer Zange zwicken sie die beiden Keimdrüsen von den sich mit aller Kraft verzweifelt windenden Tieren ab. Der Schmerz beim Durchtrennen der Samenleiter muss so unbeschreiblich WEH TUN, dass manche der kleinen Schweine vor Pein nicht mehr Schreien können. Ein intensiverer Schmerz kann einem Lebewesen kaum zugefügt werden.

Die "Operations"wunde wird noch mit einem Desinfektions- und Heilmittel bestrichen. Wieder in die Aufzuchtbox zurückgesetzt, stehen die Tiere beinahe bewegungslos da und leiden sichtlich noch tagelang. Diese Gewalttaten werden den noch nicht einmal drei Wochen alten Tierkindern zugefügt, damit den Konsumenten durch einen "Ebergeschmack" des Fleisches nicht der Gusta auf Schweinefleisch vergeht.

 

Szenen von unserer Video-Dokumentation aus einem OÖ. EU-Schlachthaus sind zu sehen unter

http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html 

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66 

SchlachthausMafia:
Politiker- und Parteienfinanzierung?

 

FleischproduktionsMafiaÖsterreich

Im Mai dieses Jahres hat der Tierschutz Dachverband eine Kampagne gestartet, die aufgezeigen sollte, welch unerträgliche Vorgänge sich in den Schlachthäusern abspielen. Der "Verein gegen Tierfabriken VgT" war  verklagt worden, weil GF Dr. Plank AMA statt "AgrarMarkt-" mit "AgrarMafiaAustria" übersetzte. Die neuesten Schlachthausskandale zeigen, dass es Hinweise darauf gibt, dass die Russen-Mafia mit in die österreichischen Fleischexporte involviert ist. Der Ausdruck "Mafia" deutet an, dass auch Politiker, Parteien, Behördenvertreter, Staatsanwälte usw. in das Verbrechensnetzwerk involviert sein könnten. Der zuständige Minister Haupt meint, was bisher in den Schlachthöfen aufgedeckt wurde "ist vermutlich nur die Spitze eines Eisbergs."

Anzeige gegen alle österreichischen Schlachthäuser

Um Maßnahmen gegen die von der Öffentlichkeit gewöhnlich verborgen gehaltenen Verbrechen in Schlachthäusern einzuleiten, hatte der Tierschutz Dachverband bereits im Mai 2001 bei der Staatsanwaltschaft Linz Anzeige gegen alle österreichischen Schlachthäuser erstattet.

In den Schlachtbetrieben sind vom Gesetz her Kontrollen vorgeschrieben. Wie kann es sein, dass den Kontrolleuren die unhaltbaren Zustände nicht aufgefallen sind? Tierärzte, die Missstände aufgezeigt haben, sind "strafversetzt" worden. Es ist bemerkenswert, dass der "erste" BSE-Fall in Österreich vermutlich nur publik wurde, weil in dem Schlachthof gerade eine EU-Kontrolle stattfand. Wie wäre auszuschließen, wenn es mehr BSE-Proben gab als Ohrenmarken und diese leichtfertig vertauscht wurden, dass unliebsame BSE-Proben ganz zum Verschwinden gebracht wurden?

 

Landeshauptmann als oberster Veterinär

Sowohl die Hygienekontrollen in Schlachthäusern als auch der Tierschutz sind Ländersache. Der Veterinärbereich ist direkt dem Landeshauptmann unterstellt, der gewisse Kompetenzen an den jeweiligen Veterinär-Landesrat weitergibt. Die Missstände in den Schlachthöfen wurden ignoriert! Es muss gute Gründe geben, warum Tierärzte, Behörden und Politiker nichts gegen die Fleischindustrie unternommen haben. Anstatt die Bevölkerung den Tatsachen entsprechend davor zu warnen, dass Fleischkonsum die Gesundheit gefährden kann, haben Politiker in Schau-Essen Propaganda für Fleischkonsum betrieben.

 

Propaganda für Fleisch

Einzelne Bundesländer haben in diesem Sommer auffallend großzügig die Werbung für Fleisch mitfinanziert. Warum wird in unverantwortlicher Weise von den Landesregierungen für Fleischkonsum geworben, wenn Ernährungswissenschaftler und Ärzte warnen, dass die österreichische Bevölkerung schon viel zu viel an tierischen Fetten konsumiert? Amtstierärzte, Behörden und Politiker sollten unbestechlich sein! Welche politische Parteien stehen der Fleischindustrie nahe und könnten Parteispenden aus dem überquillenden Fleischtopf erhalten haben? Welchen vernünftigen Grund gäbe es, die Fleischerzeugung noch zu fördern, wenn die Entsorgung der Überproduktion und die Folgen des Fleisch-Wahnsinns wieder Unsummen kosten?

 

Tierquälerei mehrfach subventioniert

Durch die Unterstützung der Tierzucht werden Tierqualen in der Tierausbeutung und in den Schlachthöfen gefördert. So läuft das große Geschäft mit der Fleischerzeugung in der kleinbäuerlichen Praxis und der Fleischindustrie ab:

"Der Gemeindebeitrag für die künstlichen Besamungen beträgt laut Gemeinderatsbeschluß für Rinder 110.- ( 8 Eur) und für Schweine 55.- (4 Eur) je Besamung und wird meistens von den Tierärzten bei der Verrechnung gleich in Abzug gebracht.
Ist die Direktverrechnung mit dem Tierarzt nicht möglich, so wird dieser Gemeindebeitrag, wie in unserer Gemeinde üblich, alljährlich im Juni bzw. Dezember während der Parteienverkehrszeiten im Gemeindeamt ausbezahlt."
Durch die Förderungen kommt es zu einer Überproduktion, die dann durch Lebendschlachttiertransporte bis in den Nahen Osten und Nordafrika entsorgt und dabei von der EU nochmal subventioniert werden müssen. Obwohl das demokratisch gewählte EU-Parlament die Streichung der Subventionen zur Beförderung von lebenden Tieren beschlossen hatte, gab der EU-Agrarrat für das Budgetjahr 2002 wieder Exportsubventionen in der Höhe von 800 Millionen öS frei.

 

Bauern produzieren wie wahnsinnig, was es schon zuviel gibt

Die EU fördert die Produktion von dem, was es ohnehin schon viel zu viel gibt, und muss dann die Überproduktion teuer entsorgen:

BSE: EU genehmigt Beihilfen in Österreich Brüssel (20. Dezember 01) - Die Europäische Kommission http://www.europa.eu.int hat Österreich Einkommensbeihilfen genehmigt, die das Burgenland und Vorarlberg den von der BSE-Krise betroffenen Rinderhaltern gewähren wollen. Die Beihilfen belaufen sich auf insgesamt 500.000 bzw. 740.000 Euro.

Im Burgenland erhalten die Rinderhalter 29 Euro pro Tier...

 

Anzeige gegen Schlachthäuser völlig unbegründet eingestellt 

Wer soll Machenschaften der Fleisch-Mafiosi aufdecken, wenn der Staat schon bisher den von uns gegen die Schlachthöfe erhobenen Vorwürfe nicht nachgegangen ist? In einem Schreiben der Staatsanwaltschaft Linz vom 28. Sept. 2001 wurde unserer Rechtsvertretung  mitgeteilt, dass die

"Anzeige vom 21.5.2001 namens Ihrer Mandantschaft Dachverband der OÖ. Tierschutzorganisationen, vertr. durch Dr. Friedrich Landa, gegen Betreiber bzw. Verantwortliche von Schlachthöfen im Bundesgebiet wegen § 222 StGB hins. UT gem. § 90 Abs.1 StPO eingestellt wurde."

Die Behörde hatte sich nicht einmal die Mühe genommen, jene Menschen zu befragen, die die Verbrechen in Schlachthäusern zur Anzeige gebracht hatten.

 

Die Agrar-Lobby kontrolliert sich selbst

Wer soll denn die Verbrechen in Schlachthäusern und Tierfabriken aufdecken? Es ist fraglich, ob die zuständigen Minister als unbefangen bezeichnet werden können, wenn sie selbst im Schlachthaus gearbeitet haben oder am Hof im Heimatland eine Schweinemast betrieben wird. Nur durch die Hilfe der Medien wird es möglich sein, die Schlachthof-Skandale aufzudecken. Durch die Installierung von Tierschutzinspektoren sollten Tierschutzorganisationen in die Kontrolle von Tierhaltung und Schlachthäusern eingebunden werden.

 

Wie in einem AMA-zertifizierten österreichischen EU-Schlachthaus gearbeitet wird ist auf unserer Schlachthausdokumentation zu sehen:

http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html 

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66

Homepage: http://www.tierschutz.cc

 

BSE-Wahnsinn in Österreich

Nachdem nun auch in Österreich der erste BSE-Fall publik geworden ist, soll hier noch einmal daran erinnert werden, welcher Wahnsinn mit Fleischproduktion verbunden ist:

 

Wahnsinn 1: Lügen der Politiker 

Minister Haupt musste vom ersten BSE-Fall Österreichs sprechen. Es ist eine Lüge, dass alle Tiere auf BSE überprüft werden. Fast alle Schlachtrinder (Mast) erreichen nur das Alter von ca. 15 Monaten. Sie werden mit ca. 600 kg geschlachtet und können deshalb nicht auf BSE getestet werden. Durch die lange Inkubationszeit bis zu 15 Jahren und weil die BSE-Test-Beweisführung erst bei Tieren im Alter von 24 Monaten sinnvoll greift, ist die zur Zeit vollzogene BSE-Test-Praktik ein Alibideckmantel, und umfasst nur einen Teil der Schlachttiere.

 

Wahnsinn 2: Alles Fleisch ist BSE-Risikomaterial 

Bei der Schlachtung wird den Rindern mit einem Bolzenschussgerät zwecks Betäubung in das Hirn geschossen. In den letzten Minuten des Todeskampfes kann BSE-Risikomaterial aus dem schwer verletzten Hirn über die Blutbahn durch den Körper der zur Entblutung am Fließband hängenden Tiere in alle Fleischteile gelangen.

Der Hirnstab zum Zerstochern des Gehirns wurde aus diesem Grund, ohne Rücksicht auf den Tierschutz, von der EU-Kommission verboten. Aber wenn das BSE-Verteilungsrisiko minimiert werden soll, müsste das Schlachten mit dem Bolzenschussgerät überhaupt verboten werden. Weil es aber keine Alternative zur Betäubung von Rindern gibt, wird das Risiko totgeschwiegen!

 

Wahnsinn 3: Der ganze Schlachtraum mit Prionen verseucht 

Die Tiere werden nach dem Schlachten mit einer Säge in der Mitte auseinandergesägt. Dabei spritzt das Rückenmark nur so durch die Gegend! Bei diesem Vorgang kann BSE-Risikomaterial des Rückenmarks andere Schlachtkörper und Schlachthausarbeiter mit Prionen infizieren.

 

Wahn 4: Politiker-Propaganda für "sicheres" Fleisch 

Politiker haben den Fleischkonsum propagiert und dabei die Bevölkerung irregeführt: "Österreich ist eben aufgrund seiner kleinen Strukturen... sicher, weil überschaubar", hieß es immer wieder. Dadurch wurde die Bevölkerung falsch informiert! Politikern war es nicht zu blöde, bei Propaganda-Rindfleisch-Essen die Bevölkerung für dumm zu verkaufen: Die Konsumenten sollen die Fleischsuppe auslöffeln, die von einer verfehlten Agrarpolitik eingebrockt wird.

 

Wahn 5: Es wird subventioniert, was es schon zu viel gibt 

Durch eine völlig verfehlte Agrarpolitik wird die Tierhaltung mehrfach subventioniert. Von der Besamung, über Haltungsprämien, EU-Subventionen für Schlachttiertransporte, mit Steuergeldern finanzierte Werbung für Fleisch usw. Die Agrarpolitik fördert das, was ohnehin schon im Überfluss vorhanden ist und sucht dann verzweifelt nach Möglichkeiten, den Überschuss an den Mann zu bringen. Die Überproduktion an Fleisch soll über den Magen und den Fettbauch der Fleischesser entsorgt werden. Dabei warnen Ärzte und Ernährungswissenschaftler: Zuviel Fleisch und tierische Fette können die Gesundheit gefährden!

 

Wahnsinn 6: Ohrenmarkenvertauschungen

Die Tiere werden zwar mit Ohrenmarken gekennzeichnet im Schlachthaus angeliefert. Aber wie auf unserer Schlachthausdokumentation zu sehen ist, wird dem Tier noch bei lebendigem Leib das Ohr mitsamt der Ohrenmarke abgeschnitten, während es sich beim Ausbluten unter Todesqualen windet und entsetzlich brüllt. Das abgeschnittene Ohr wird vom Schlächter zu anderen abgeschnittenen Ohren auf eine Tribüne gelegt. Später nimmt ein weiterer Schlachthausmitarbeiter von dort eines der Ohren, steckt es in ein Plastiksackerl und hängt dieses auf einen der Schlachtkadaver drauf. Am Ende des Fließbandes identifiziert der Veterinärkontrolleur die Leichenteile anhand der in den Plastiksackerln drangehängten Ohrenmarken.

Wozu das ganze Getue um die Kennzeichnung durch Ohrenmarken und die Rückverfolgbarkeit bei Bauernhofgarantie, wenn die Ohren im entscheidenen Moment abgeschnitten werden und getrennt vom restlichen Schlachtkörper, den sie eigentlich kennzeichnen sollten, lose mit anderen markierten Ohren im Schlachthaus herumliegen?

Bilder-Dokumentation Copyright "TiU/Landa; Markus Müller, Kameramann von Tierbildarchiv.de"   

Unter http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/ohrenmarken/skandal.html wird gezeigt:

Tierkinder mit Ohrenmarken; Von AMA-Ohrenmarken zerstochene Kunst-Kuh; Stier mit Ohrenmarke im Schlachthaus; AMA zertifizierter Schlachtbetrieb; Todesangst vor der Betäubungsbox; Bei vollem Bewusstsein wird dem Stier das Ohr abgeschnitten; Abgeschnittene Ohren mit Ohrenmarken; Mehrere Ohren mit Ohrenmarken liegen lose im Schlachthaus herum;  Eines der Ohren wird in ein Plastiksackerl gesteckt; Die losen Ohren werden im Sack verpackt an die Schlachtkörper drangehängt. Am anderen Ende des Förderbandes identifiziert der Veterinär-Kontrolleur den Schlachtkörper anhand der losen Ohrenmarke; Der Computer weist den Kadaver als ehemaligen AMA-Stier aus; Die Leichenteile erhalten das "Vorläufige AMA-Gütesiegel"; Die Ohren sind ab! Auch der Rinderschädel ist für einen BSE-Test nicht mehr mit Sicherheit identifzierbar.

Wie dem Stier bei vollem Bewusstsein das Ohr abgeschnitten wird, das dann im Schlachthaus rumliegt, ist auch zu sehen auf der Schlachthausdokumentation

"DAS BRÜLLEN DER RINDER BEIM GESCHLACHTETWERDEN"

http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html 

bzw. auf der hompage www.tierschutz.cc 

 

Wahnsinn 7: Fleischessen ist tödlich

Es ist ein Wahnsinn, dass Tiere für die Ernährung von Menschen ausgebeutet und geschlachtet werden, gibt es doch unzählige andere köstliche und gesunde Nahrungsmittel, die ohne Blutvergießen hergestellt sind. Fleischessen ist tödlich! - zumindest für die Schlachttiere.

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66


 

Der Spiegel: "Qualvoller Rindertod im Schlachthof"

Sieben Monate hat es gedauert, bis unsere Aufklärungskampagne über die unerträgliche Behandlung von Tieren in den Schlachthäusern nun auch vom deutschen Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" aufgegriffen wurde. In der neuesten Ausgabe Nr.42/15.10.01 wird von Redakteurin Renate Nitz-Köster (Seiten 290 und 292), von unserer Schlachthausdokumentation ausgehend, in eigener Recherche bestätigt, dass auch in Deutschland und darüber hinaus EU-weit "viele Rinder Qualen" erleiden, "weil sie nicht ausreichend betäubt werden".

Der Artikel ist auf unserer Homepage www.tierschutz.cc nachlesbar oder direkt unter http://www.t0.or.at/~tierschutz/dachverband/spiegel.html 

Szenen aus der Schlachthausdokumentation sind zu sehen unter: http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html 

 

Anzeige gegen ö. Schlachthäuser nicht weiter verfolgt

Die Anzeige des "Dachverbandes der oö. Tierschutzbehörden" gegen ö. Schlachthöfe wegen Tierquälerei wurde von der Staatsanwaltschaft Linz an die Staatsanwaltschaft Obernberg und von dort wieder zurück an die Staatsanwaltschaft Linz weitergeleitet. Nach dieser großartigen Leistung der Behörden, wurden die Ermittlungen eingestellt. Es zeigt sich wieder einmal, dass die Behörden unfähig oder nicht willens sind, sich dem Leid und dem Recht der Tiere anzunehmen.

 

Der Tierschutz plant noch nie dagewesene Aktionen, um die Bevölkerung darüber zu informieren, wie Tiere - unter "Bauernhofgarantie" oder mit "AMA-Gütesiegel" gezeichnet - in österreichischen Tierfabriken und Schlachthäusern zu Tode gequält wurden.

 

Am Samstag, 20. Okt. 2001 von 9.00 bis 18 Uhr werden beim 15. Österreichischen Tierschutzkongress des Wiener Tierschutzvereins in Vösendorf, Triester Str. 8 (368) auch zwei Referate zum Thema "Tierquälerei beim Schlachten" gehalten und Video-Dokumentationen über die Missstände beim Schlachten gezeigt (16.30-18.00 Uhr).

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 

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Schlachthofdokumentation im ORF

Ausschnitte von der Schlachthausdokumentation hätten schon im Juni im ORF gezeigt werden sollen. Aufgrund von Interventionen der Landwirtschaft wurde das Senden des Filmmaterials jedoch von höchster ORF-Intriganz unterbunden. Nachdem einen ganzen Sommer lang im ORF massiv volksgesundheitsgefährdende Werbung für Rindfleisch gezeigt wurde, können sich die Konsumenten nun in der Konfliktesendung darüber informieren, wie Fleisch hergestellt wird:

Am morgigen Samstag, 8.9.2001, 17.55 Uhr, ORF 2: Konflikte (Redaktion Dr. Klaus Unterberger) mit Walter Schiejok, Marylies Fleming, Prof. J. Troxler und Dr. Plank. Es soll über 2 Minuten lang das Schlachthof-Video "Das Brüllen der Rinder" gezeigt werden, mit Kommentar von Dr. Plank vom "Verein gegen Tierfabriken". Dazu eine intensive Diskussion mit der EU-Abgeordneten der ÖVP Marylies Fleming, die vor laufender Kamera behauptet, dass die Hühnerbatteriehaltung EU-weit ab 2012, "dank ihrer ÖVP" ausnahmslos verboten sei.

 

Bauernopfer für EU-Osterweiterung

Auf der Landwirtschaftsmesse Ried wurden vor allem wieder die Bauern für dumm verkauft.

Am Vormittag (5.9.2001) erklärte Landwirtschaftsminister Molterer mit treuherzigem Märtyrerblick, dass die Bauern sich vor der EU-Osterweiterung nicht zu fürchten brauchten und diese für die Landwirtschaft eine große Herausforderung und Chance sei. Das ist, als ob der Bauer seinen Tieren erklärte, dass ihnen im Schlachthaus nichts Böses droht.

Wie es den Tieren im Schlachthaus und wie es, symbolisch angedeutet, unseren Bauern bei der EU-Osterweiterung ergehen wird, ist auf unserer Schlachthausdokumentation unter http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html  bzw. auf unserer Homepage www.tierschutz.cc zu sehen: Völlig hilflos, kopfüber an einem Bein hochgezogen, werden sie bei vollem Bewusstsein an der Herzschlagader aufgeschnitten, und sie verbluten langsam unter verzeifeltem Brüllen.

 

Tierschutz verbeißt sich tiefer in die Wadln der Schlächter

Am Nachmittag gab es im Rondo der Schweinepästhalle eine Podiumsdiskussion: "Tierschutz im Spannungsfeld zwischen Konsumentenwunsch, Betriebswirtschaft und Praxis - Auswirkungen auf die Richtlinien des AMA-Gütesiegels".

Wieder einmal versuchte Univ.-Prof. Dr. Josef Troxler von der Vet. in Wien, die Bauern von der Sinnhaftigkeit des Tierschutzes zu überzeugen. Nachdem von den Tierausbeutern immer wieder beteuert worden war, wie wichtig der Tierschutz für die Produktion sei, um den Profit zu maximieren, wurde von Tierschutzseite geschildert, welch unerträgliche Zustände in Oberösterreich bei Tierhaltung und Schlachtung dokumentiert werden mussten. Schlachthofbesitzer Großfurtner meldete sich zu Wort und berichtete, dass es kaum möglich sei, für das Schlachthaus Personal zu finden: Bei den vielen Vorschriften "müssten die Schlächter ja schon fast Akademiker sein, damit sie am Schlachthof arbeiten können." VLV-Geschäftsführer und Moderator DI Schlederer erklärte sich vor allen Anwesenden bereit, dafür zu sorgen, dass der Tierschutz in einem anderen oö. Schlachthof Dreherlaubnis bekäme. Auch mit Schlachthofbesitzer Großfurtner wurde zwecks weiterer Schlachthausdokumentationen Kontakt aufgenommen.

Nur wenn der Tierschutz sich in die Kontrolle von Tierhaltung und Schlachthöfen einzubinden vermag, können wir das unsagbare Leid der Nutztiere ein wenig lindern.


Dr. Friedrich Landa
Dachverbandspräsident der oö. Tierschutzorganisationen
Tel. 066 43 43 43 66

 

Die Bilder http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/rieder/messe.html zeigen nicht artgerechte Menschen- und Tierhaltung auf der Rieder Landwirtschaftsmesse:

Bauer und Stier gehen einer schweren Zukunft entgegen

Schwarze Wolken über der österreichischen Landwirtschaft

Tierquälerei Nasenring 

Auch das ist Tierquälerei: Peiniger wie Fliegen, Mücken, Bremsen usw. können sich die Rinder ohne Schwanzende nicht mehr vom Leib halten

Podiumsdiskussion im Schweine-Rondo

EU-Richtlinien müssen auch umgesetzt werden

 

Noch eine interessante Meldung zum Thema:
laut univ.vet.med.prof.troxler, der auch an der diskussion teilnimmt, ist der effekt des rueckenmark-zerstoerers (auf dessen eu-verursachte abschaffung in der oeffentl. diskussion gerne alles abgewaelzt wird) ausschliesslich die paralysierung des tieres (damit es leichter tranchiert werden kann) und nicht das zerstoeren des hirns, bzw. schmerzzentrums im hirn.

 

 

 

Sehr verehrter Leser, liebe Leserin!

 

Es tut mir leid, dass ich Sie so hartnäckig über die Zustände in unseren Schlachthäusern informieren muss. Der Tierschutz versucht, die Tierquälereien anzuprangern, bis sie abgeschafft sind. Ich hoffe, Sie fühlen sich durch die Aussendungen nicht allzusehr bedrängt. Nur indem wir Menschen uns bewusst machen, auf welch unerträgliche Weise die Nutztiere behandelt werden, wird sich die Situation für die Tiere verbessern.

 

Aufgrund unserer Schlachthof-Videodokumentation haben nicht nur Landwirte sich bereit erklärt, den Tierschutz zu unterstützen und uns zu helfen, Quälereien im Schlachthaus aufzudecken. Auch vom Veterinär-Personal gehen uns Berichte zu, die Zustände beschreiben, die nur ein Begriff treffend bezeichnet: Für die Tiere sind Schlachthäuser die Hölle! In jedem Detail wird auch für andere Länder immer wieder bestätigt, was wir in österreichischen EU-Schlachthäusern in Bild und Film dokumentieren konnten.

 

Angefangen vom Präsidenten der oö. Tierärztekammer bis herunter zu Schlächtern, die in Schwarzarbeit in ihrer Nachbarschaft Tiere abstechen, sind uns Vergehen gegen Tierschutzgesetze mitgeteilt worden. Anzeigen wegen Tierquälerei bei der Schlachtung gibt es kaum. Offenbar wird davon ausgegangen, dass beim Schlachten Tierquälerei nicht zu vermeiden ist. (Der Tierschutz-DV hat gegen alle ö. Schlachthöfe Anzeige wegen des dringenden Verdachtes auf Tierquälerei erstattet.) Es wurde uns immer wieder bestätigt, dass Tiere schon das Unheil erahnen, welches ihnen angetan werden soll. Kein Tier geht freiwillig ins Schlachthaus! Deshalb kommt es beim Treiben zur Betäubungsbox - vor allem bei Akkordschlachtungen - oft zu schwersten Misshandlungen.

 

Forderungen:

1) Der Tierschutz (Tierschutzorganisationen) muss in die Kontrolle der Schlachtbetriebe eingebunden werden. 

2) Installation von Video-Überwachung an allen Stellen des Schlachthauses, für die Tierquälereien nachgewiesen wurden. Übertragung ins Internet, sodass sich der Konsument jederzeit selbst ein Bild davon machen kann, wie Fleisch hergestellt wird. (So etwas gibt es bereits unter http://www.thoenes.de/bioschlachthof.html "live aus dem Bioschlachthof: Transparenz absolut". Allerdings wird hier nur die Hygiene während der Verarbeitung gezeigt, nicht die Tiere vor und während der Schlachtung. Genau das wäre notwendig, um in die Situation der Tiere Einblick zu gewähren.)

3) Schlachtbetriebe, die unfähig sind, Vergehen gegen die Tierschutzbestimmungen abzustellen, sind von der Behörde zu schließen.

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66

"Um eines kleinen Bissens Fleisches willen..."

Ein Veterinär-Bericht vom Schlachthof
Erlebt und geschrieben von Christiane M. Haupt

...Inzwischen hat sich der vielstimmig grunzende und quiekende Doppeldecktransporter unter uns bis an die Rampe heranrangiert. Einzelheiten sind in der morgendlichen Dunkelheit kaum auszumachen; die Szenerie hat etwas Unwirkliches und gemahnt an jene gespenstischen Wochenschauen aus dem Krieg, an graue Waggonreihen voller ängstlicher bleicher Gesichter an Laderampen, über die geduckte Menschenmengen von gewehrtragenden Männern getrieben werden. Plötzlich bin ich mittendrin. So etwas träumt man in bösen Träumen, aus denen man schweissgebadet aufschreckt: Inmitten wabernden Nebels, in Eiseskälte und schmutzigem Zwielicht dieses unnennbar böse Bauwerk, dieser flache, anonyme Klotz aus Beton und Stahl und weissen Kacheln, ganz hinten am frosterstarrten Waldesrand; hier geschieht das Unaussprechliche, wovon niemand wissen will.
Die Schreie sind das erste, was ich höre an jenem Morgen, als ich eintreffe, um ein Pflichtpraktikum anzutreten, dessen Verweigerung für mich fünf verlorene Studienjahre und das Scheitern aller Zukunftspläne bedeutet hätte. Aber alles in mir – jede Faser, jeder Gedanke – ist Verweigerung, ist Abscheu und Entsetzen und das Bewusstsein nicht steigerbarer Ohnmacht: Zusehen müssen, nichts tun können, und sie werden dich zwingen mitzumachen...

So etwas träumt man in bösen Träumen, aus denen man schweissgebadet aufschreckt.

Ein kahler Hof, einige Kühltransporter, Schweinehälften am Haken in einer grell erleuchteten Türe. Alles peinlich sauber. ...Rechter Hand kahle Betongevierte, von eisigen Stahlstangen umgeben. Einige sind bereits mit Schweinen gefüllt. "Wir beginnen hier um fünf Uhr morgens." Geschubse, hier und da Krabbeleien, ein paar neugierige Rüssel schieben sich durch die Gitter, pfiffige Augen, andere unstet und verwirrt. ...Unten hat der Transporter die Holzklappe heruntergelassen, die vordersten Schweine schrecken vor dem wackeligen und abschüssigen Übergang zurück, doch von hinten wird gedrängelt, da ein Treiber dazwischen geklettert ist und kräftige Hiebe mit einem Gummischlauch austeilt. Ich werde mich später nicht mehr wundern über die vielen roten Striemen auf den Schweinehälften.

"Der Elektrostab ist für Schweine inzwischen verboten", doziert der Schlachthofdirektor. Einige Tiere wagen strauchelnd und unsicher die ersten Schritte, dann wogt der Rest hinterher, eins rutscht mit dem Bein zwischen Klappe und Rampe, kommt wieder hoch, hinkt weiter. Sie finden sich zwischen Stahlverstrebungen wieder, die sie unentrinnbar in einen noch leeren Pferch führen. Wenn es um eine Ecke geht, verkeilen sich die vorderen Schweine, alle stecken fest, und der Treiber flucht wütend und drischt auf die hintersten ein, die panisch versuchen, auf ihre Leidesgenossen zu springen. Der Direktor schüttelt den Kopf. "Hirnlos. Einfach hirnlos. Wie oft habe ich schon gesagt, dass es doch nichts bringt, die hintersten zu prügeln!"
Während ich noch wie erstarrt dieses Schauspiel verfolge – das ist bestimmt alles nicht wahr – du träumst –, wendet er sich ab und begrüsst den Fahrer eines weiteren Transportes, der neben den anderen gefahren ist und sich jetzt zum Ausladen bereit macht. Warum es hier viel schneller, aber auch mit noch viel mehr Geschrei vonstatten geht, sehe ich erst, als hinter den emporstolpernden Schweinen ein zweiter Mann aus dem Laderaum auftaucht, denn was nicht schnell genug ist, wird von ihm mit Elektroschocks bedacht. Ich starre den Mann an, dann den Direktor, und dieser schüttelt ein weiteres Mal den Kopf: "Also, Sie wissen doch, das ist bei Schweinen jetzt verboten!" Der Mann blickt ungläubig, dann steckt er das Gerät in die Tasche.

Wer spricht von der Intelligenz und Neugier in den Augen eines Schweines?

Von hinten stupst mich etwas in die Kniekehle, ich fahre herum und blicke in zwei wache blaue Augen. Viele Tierfreunde kenne ich, die enthusiastisch schwärmen von den ach so seelenvollen Katzenaugen, dem treuen Hundeblick, – wer spricht von der Intelligenz und Neugier in den Augen eines Schweines? Ich werde diese Augen sehr bald noch anders kennenlernen: Stumm schreiend vor Angst, von Schmerzen stumpf, und dann blicklos, gebrochen, aus den Höhlen gerissen, über den blutverschmierten Boden kollernd. Messerscharf streift mich ein Gedanke, den ich in den folgenden Wochen monoton noch viele hundert Male im Geiste wiederholen werde: Fleischessen ist ein Verbrechen – ein Verbrechen...

Unwillkürlich erwartet man Ungeheuer, aber es ist der nette Opa von nebenan, der flapsige junge Mann von der Strasse...

Alles zugleich stürzt auf mich ein. Schneidende Schreie. Das Kreischen von Maschinen. Blechgeklapper. Der durchdringende Gestank nach verbrannten Haaren und versengter Haut. Der Dunst von Blut und heissem Wasser. Gelächter, unbekümmerte Rufe. Blitzende Messer, durch Sehnen gebohrte Fleischerhaken, daran hängende halbe Tiere ohne Augen und mit zuckenden Muskeln. Fleischbrocken und Organe, die platschend in eine blutgefüllte Rinne fallen, so dass der eklige Sud an mir hochspritzt. Fettige Fleischfasern am Boden, auf denen man ausrutscht. Menschen in Weiss, von deren Kitteln das Blut rinnt, unter den Helmen oder Käppis Gesichter, wie man sie überall trifft: in der U-Bahn, im Kino, im Supermarkt. Unwillkürlich erwartet man Ungeheuer, aber es ist der nette Opa von nebenan, der flapsige junge Mann von der Strasse, der gepflegte Herr aus der Bank. Ich werde freundlich begrüsst. Der Direktor zeigt mir rasch noch die heute leere Rinderschlachthalle – "Rinder sind dienstags dran!"

...Es gibt mir zu denken, dass ich – von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen – die hier arbeitenden Leute gar nicht als Unmenschen empfinden kann, sie sind nur abgestumpft, wie auch ich selbst mit der Zeit. Das ist Selbstschutz. Man kann es sonst nicht ertragen. Nein, die wahren Unmenschen sind all jene, die diesen Massenmord tagtäglich in Auftrag geben, die durch ihre Gier nach Fleisch Tiere zu einem erbärmlichen Dasein und einem noch erbärmlicheren Ende – und andere Menschen zu einer entwürdigenden und verrohenden Arbeit zwingen.

Als ich zum ersten Mal bewusst erfasse – am zweiten oder dritten Tag – dass ausgeblutete, abgeflammte und zersägte Schweine noch zucken und mit dem Schwänzchen wackeln, bin ich nicht in der Lage, mich zu bewegen. "Sie – sie zucken noch...", sage ich, obwohl ich ja weiss, dass es nur die Nerven sind, zu einem vorübergehenden Veterinär. Der grinst: "Verflixt, da hat einer ‘nen Fehler gemacht – das ist noch nicht richtig tot!" Gespenstischer Puls durchzittert die Tierhälften, überall. Ein Horrorkabinett. Mich friert bis ins Mark.

Diese Gleichgültigkeit. Diese Selbstverständlichkeit des Mordens. Ich möchte, ich muss sprechen, es mir von der Seele reden. Ich ersticke daran. Von dem Schwein möchte ich erzählen, das nicht mehr laufen konnte, mit gegrätschen Hinterbeinen dasaß. Das sie solange traten und schlugen, bis sie es in die Tötungsbox hineingeprügelt hatten. Das ich mir hinterher ansah, als es zerteilt an mir vorüberpendelte: beidseitiger Muskelabriss an den Innenschenkeln. Schlachtnummer 530 an jenem Tag, nie vergesse ich diese Zahl. Ich möchte von den Rinderschlachttagen erzählen, von den sanften braunen Augen, die so voller Panik sind. Von den Fluchtversuchen, von all den Schlägen und Flüchen, bis das unselige Tier endlich im eisernen Pferch zum Bolzenschuss bereit steht, mit Panoramablick auf die Halle, wo die Artgenossen gehäutet und zerstückelt werden, – dann der tödliche Schuss, im nächsten Moment schon die Kette am Hinterfuß, die das ausschlagende, sich windende Tier in die Höhe zieht, während unten bereits der Kopf abgesäbelt wird. Und immer noch, kopflos, Ströme von Blut ausspeiend, bäumt der Leib sich auf, treten die Beine um sich... Erzählen von dem grässlich-schmatzenden Geräusch, wenn eine Winde die Haut vom Körper reisst, von der automatisierten Rollbewegung der Finger, mit der die Abdecker die Augäpfel – die verdrehten, rotgeäderten, hervorquellenden – aus den Augenhöhlen klauben und in ein Loch im Boden werfen, in dem der "Abfall" verschwindet. Von der verschmierten Aluminiumrutsche, auf der alle Innereien landen, die aus dem riesigen geköpften Kadaver gerissen werden, und die dann, bis auf Leber, Herz, Lungen und Zunge – zum Verzehr geeignet – in einer Art Müllschlucker verschwinden.

Kleine, schon ganz fertig aussehende Kälbchen in allen Grössen, zart und nackt und mit geschlossenen Augen in ihren schützenden Fruchtblasen, die sie nicht zu schützen vermochten...

Erzählen möchte ich, dass immer wieder inmitten dieses schleimigen, blutigen Berges ein trächtiger Uterus zu finden ist, dass ich kleine, schon ganz fertig aussehende Kälbchen in allen Größen gesehen habe, zart und nackt und mit geschlossenen Augen in ihren schützenden Fruchtblasen, die sie nicht zu schützen vermochten, – das kleinste so winzig wie ein neugeborenes Kätzchen und doch eine richtige Miniatur-Kuh, das größte weich behaart, braunweiss und mit langen seidigen Wimpern, nur wenige Wochen vor der Geburt. "Ist es nicht ein Wunder, was die Natur so erschafft?" meint der Veterinär, der an diesem Tag Dienst hat, und schiebt Uterus samt Fötus in den gurgelnden Müllschlucker. Und ich weiss nun ganz sicher, dass es keinen Gott geben kann, denn kein Blitz fährt vom Himmel hernieder, diesen Frevel zu rächen, der seinen Fortgang nimmt, wieder und wieder.

Auch für die erbärmlich magere Kuh, die, als ich morgens um sieben komme, krampfhaft zuckend im eisigen, zugigen Gang liegt kurz vor der Tötungsbox, gibt es keinen Gott und niemanden, der sich ihrer erbarmt in Form eines schnellen Schusses. Erst müssen die übrigen Schlachttiere abgefertigt werden. Als ich mittags gehe, liegt sie immer noch und zuckt, niemand, trotz mehrfacher Aufforderung, hat sie erlöst. Ich habe das Halfter, das unbarmherzig scharf in ihr Fleisch schnitt, gelockert und ihre Stirn gestreichelt. Sie blickt mich an mit ihren riesiggrossen Augen, und ich erlebe nun selbst, dass Kühe weinen können.

Die Schuld, ein Verbrechen tatenlos mitanzusehen, wiegt so schwer wie die es zu begehen. Ich fühle mich so unendlich schuldig.

Meine Hände, Kittel, Schürze und Stiefel sind besudelt vom Blute ihrer Artgenossen, stundenlang habe ich unter dem Band gestanden, Herzen und Lungen und Lebern aufgeschnitten, – "Bei den Rindern saut man sich immer total ein", bin ich bereits gewarnt worden.

Das ist es, wovon ich berichten möchte, um es nicht allein tragen zu müssen, – aber im Grunde will es keiner hören. Nicht, dass ich während dieser Zeit nicht oft genug befragt werde. "Wie ist es denn so im Schlachthof? Also, ich könnte das ja nicht!" Ich grabe mir mit den Fingernägeln scharfe Halbmonde in die Handflächen, um nicht in diese mitleidigen Gesichter zu schlagen, oder um nicht den Telefonhörer aus dem Fenster zu werfen, – schreien möchte ich, aber längst hat all das, was ich tagtäglich mitansehe, jeden Schrei in der Kehle erstickt. Keiner hat gefragt, ob ich es kann. Reaktionen auf noch so karge Antworten verraten Unbehagen ob des Themas. "Ja, das ist ganz schrecklich, und wir essen auch nur noch selten Fleisch." Oft werde ich angespornt: "Beiss die Zähne zusammen, du musst da durch, und bald hast du es ja hinter dir!" Für mich eine der schlimmsten, herzlosesten und ignorantesten Äußerungen, denn das Massaker geht weiter, Tag für Tag. Ich glaube, niemand hat begriffen, dass mein Problem weniger darin bestand, diese sechs Wochen zu überleben, sondern dass dieser ungeheure Massenmord geschieht, millionenfach, – für jeden geschieht, der Fleisch isst.

 Irgendwann denke ich nur noch, aufhören, es soll aufhören, hoffentlich macht er schnell mit den Elektrozangen, damit es endlich aufhört. "Viele geben keinen Ton vor sich", hat einer der Veterinäre einmal gesagt, "andere stehen eben da und schreien völlig grundlos." ...Sollte ich je den Begriff ‚Angst’ bildlich darstellen, ich würde die Schweine zeichnen, die sich hier gegen die hinter ihnen geschlossene Tür zusammendrängen, ich würde ihre Augen zeichnen. Augen, die ich niemals mehr vergessen kann. Augen, in die jeder sehen sollte, den es nach Fleisch verlangt.

Der danebenstehende Grobschlächter setzt die Elektroden an; eine Dreipunktbetäubung, wie der Direktor mir einst erklärt hat. Man sieht das Schwein sich in der Box aufbäumen und das zuckende Tier schlägt auf einer blutüberströmten Rutsche auf und zappelt mit den Beinen. Auch hier wartet ein Grobschlächter, zielsicher trifft das Messer unter dem rechten Vorderbein, ein Schwall dunklen Blutes schiesst hervor, und der Körper rutscht weiter. Sekunden später hat sich bereits eine Eisenkette um ein Hinterbein geschlossen und das Tier emporgezogen...

Fleisch essen ist ein Verbrechen. ...Jeden, denke ich, jeden der Fleisch isst, sollte man hier durchschicken, jeder müsste es sehen, von Anfang bis Ende.

Das steril verschweißte Schnitzel im Supermarkt hat keine Augen mehr, die überquellen vor nackter Todesangst, es schreit nicht mehr.

Ich stehe hier nicht, weil ich Tierarzt werden will, sondern weil Menschen meinen, Fleisch essen zu müssen. Und nicht nur das allein: Auch, weil sie feige sind. Das steril verschweißte Schnitzel im Supermarkt hat keine Augen mehr, die überquellen vor nackter Todesangst, es schreit nicht mehr. Das alles ersparen sie sich, all jene, die sich von geschändeten Leichen nähren: "Also, ich könnte das nicht!"

Ich ...habe Zeugnis abgelegt, und jetzt will ich versuchen zu vergessen, um weiterleben zu können. Kämpfen mögen nun andere; mir haben sie in jenem Haus die Kraft dazu genommen, den Willen, die Lebensfreude, und sie gegen Schuld und lähmende Traurigkeit getauscht. Die Hölle ist unter uns, vieltausendfach, Tag für Tag.


Dieser (gekürzte) Artikel kann ungekürzt auch einzeln, als Sonderdruck, beim Vegi-Büro, CH-9466 Sennwald gegen ein frankiertes Antwortcouvert und Fr. 1.40 in Briefmarken (Ausland: Internationaler Antwortschein) angefordert werden.
Der ungekürzte Bericht und Schlachthofbilder, die in der gedruckten Version des Textes verwendet wurden, können separat angesehen werden: http://www.vegetarismus.ch/heft/98-2/schlacht.htm

Die aktuelle panorama-Sendung über das Brüllen von Rindern NACH der Schlachtung im Schlachthof Jena kann im Internet nachgesehen werden:

http://www.ndrtv.de/panorama/sendung/index.html

 

Die Schlachthausdokumentation aus Österreich ist zu sehen unter http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html  bzw. auf der hompage www.tierschutz.cc

 

 

 

Menschen als fleischgierige Bestien
Verbrechen an wehrlos Ausgelieferten

E-Mail 23.8.2001 von Dr. Landa
Daily Mail aus GB berichtete am Montag (20.8.2001) auf einer ganzen Seite über den Schlachtskandal.

Folgende Fernsehsendungen zeigten Ausschnitte von der Schlachthausdokumentation:
BR Quer
ARD Panorama
MDR "Wir"
2x ZDF (letzte Woche)

Im Gegensatz dazu zeigte der "unabhängige" ORF, gefördert mit Steuergeldern aus einigen Bundesländern, den ganzen Sommer über AMA-Werbung für Rindfleisch.

Die Schlachthausdokumentation ist zu sehen unter http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html  bzw. auf der hompage www.tierschutz.cc

Die Schlachthaus-Informations-Kampagne, die nun schon fast ein halbes Jahr läuft, zeigt immer mehr Wirkung:

 

Das Tierschutzgesetz gilt auch auf dem Schlachthof
Deutschland:

(bmvel) - Das Bundesverbraucherschutzministerium hat die Bundesländer
aufgefordert, die Beachtung des Tierschutzgesetzes beim Schlachten und die
ordnungsgemäße Betäubung von Rindern sicherzustellen. Bereits Ende Juni
wurde den Ländern ein Gutachten des Bundesinstituts für gesundheitlichen
Verbraucherschutz und Veterinärmedizin zugesandt, das auf die Notwendigkeit
einer wirksamen Betäubung hinweist...

Nach jüngsten Berichten über Missstände auch in
deutschen Schlachthöfen hat das Bundesministerium die Länder noch einmal
gebeten, in den Betrieben, die bis vor kurzem den Rückenmarkzerstörer
eingesetzt haben, die Qualität der Betäubung zu überprüfen.

Die in letzter Zeit wiederholt dargestellten Missstände bei der Schlachtung
von Rindern sind nach Auffassung des Bundesverbraucherschutzministeriums
nicht zu tolerieren. Sie verstoßen gegen geltendes Recht... Üblicherweise
wird in Deutschland die Bolzenschussbetäubung angewandt. In einigen Schlacht-
betrieben wurde bis Ende 2000 zusätzlich nach dem Schuss das Rückenmark der
Tiere zerstört. Der Einsatz des Rückenmarkzerstörers wurde aus Gründen des
Verbraucherschutzes zur Vermeidung des Verschleppens von BSE-Risikomaterial
in den Schlachtkörper im Jahr 2000 verboten.
...Die Anwendung eines sogenannten Rückenmarkzerstörers ... führt zum sofortigen
irreversiblen Tod des Tieres und schaltet Krampfbewegungen aus, so dass
ein Anschlingen und Heben der Tiere zum Entbluten gefahrlos möglich wird.
Gleichzeitig werden sogenannte Fehlschüsse, die zu einer unzureichenden
Betäubung der Tiere führen, verdeckt.

Das Bundesministerium ... schließe nicht aus, dass über andere, in der

Anwendung sicherere Betäubungsmethoden nachgedacht werden muss.

Der Vorschlag, grundsätzlich nur noch
irreversible Betäubungsmethoden zuzulassen, muss Eingang in die Diskussion
finden. Das Bundesministerium wird dies auch der Europäischen Kommission
vorschlagen: Dort wird eine Änderung der Schlachtrichtlinie von 1993 derzeit
vorbereitet.

 

Die aktuelle panorama-Sendung über das Brüllen von Rindern NACH der Schlachtung im Schlachthof Jena kann (vermutlich: konnte) im Internet nachgesehen werden:

http://www.ndrtv.de/panorama/sendung/index.html

 

Verbrechen an völlig wehrlos Ausgelieferten

In tiefer Erschütterung über die Zustände in Nutztierhaltung und Schlachthöfen und in Anbetracht der Ignoranz von Verantwortlichen in Politik und bei den Behörden, sowie all derer, die diese gnadenlose Ausbeutung durch den Konsum von Fleischwaren weiter unterstützen und verursachen, ziehen manche Menschen einen nicht unproblematischen Vergleich.

Diese Gewalttaten sind nicht Verbrechen aus einer nur schwer verständlichen Vergangenheit. Sie werden tagtäglich in unvorstellbarer Grausamkeit und an einer ebenso unvorstellbar großen Zahl an völlig unschuldigen Lebewesen aus nicht hinterfragter Gewohnheit begangen. Die Verbrechen an Tieren sind nur sehr schwer publik zu machen, weil fast alle Menschen Mittäter und - wenn sie nicht mit eigenen Händen töten - so doch Auftraggeber sind.

 

Menschen als fleischgierige Bestien

Die Tierrechtsbewegung verlangt nicht, dass die Tiere gestreichelt und verhätschelt werden, während sie aus den Tierfabriken in die Schlachthäuser verschleppt werden.

Der Versuch, die Zustände in Tier-KZ und beim Schlachten durch Richtlinien zu verbessern, hält am prinzipiellen Unrecht von Tierausbeutung und Tötung fest.

Da in unserer Zeit das ganze Jahr über gesunde und nahrhafte pflanzliche Lebensmittel in reichlicher Auswahl vorhanden sind, gibt es keinen vernünftigen und notwendigen Grund, diese - auf Grausamkeit und Ungerechtigkeit basierende - Schlachthauszivilisation weiter aufrecht zu erhalten und zu fördern.


 

Solange es Schlachthöfe gibt

werden Tiere zu Tode gequält

(14.8.2001) Bericht über den Stand der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

in Sachen Anzeige gegen alle Schlachthäuser wegen Tierquälerei

 

Unsere Anzeige gegen alle ö. Schlachthäuser war von der Staatsanwaltschaft Linz an das Bezirksgericht Obernberg weiter geleitet worden, da der Schlachthof, in dem wir die Videodokumentation für "Tierschutz im Unterricht" gedreht haben (siehe http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html  bzw. auf der homepage www.tierschutz.cc ), in diesem Gerichtsbezirk liegt.
In meiner Funktion als Dachverbandspräsident der oö. Tierschutzorganisationen habe ich den mit der Anzeige betrauten Sachbearbeiter aufgesucht, um mich über den Stand der Ermittlungen zu informieren.

Der Sachbearbeiter hatte "Das Brüllen der Rinder NACH dem Geschlachtetwerden" am Vorabend zur Primetime in der ARD-Sendung "panorama" (9. August, 20:15) gesehen und fühlte sich selbst betroffen von den Zuständen in den EU-Schlachthäusern. Er teilte mit, dass sowohl gegen den Schlächter, als auch gegen den Schlachthauseigentümer unter der Zahl 12 baz 205 01 w ermittelt werde. Es müsse aber damit gerechnet werden, dass es bei einem Verfahren zu keiner Verurteilung kommt, da sich die Ausgeforschten darauf berufen, nur das ausgeführt zu haben, was eine EU-Richtlinie seit Beginn des Jahres vorschreibt. Bekanntlich darf bei der Schlachtung der Rückenmarkszerstörer nicht mehr verwendet werden, weil BSE-Risikomaterial in die Blutbahn gelangen und alles Fleisch verseuchen könnte.

Der Sachbearbeiter zeigte großes Verständnis dafür, dass es dem Tierschutz in erster Linie nicht darum geht, zufällig ertappte Übeltäter zu bestrafen, sondern die entsetzlichen alltäglichen Tierquälereien in den Schlachthäusern generell abzustellen. Auf das Angebot des Tierschutzes, der Staatsanwaltschaft mit Berichten über Tierquälereien in anderen Schlachthöfen zu dienen, würde er gegebenenfalls zurückkommen. Er konnte nicht verstehen, warum die Staatsanwaltschaft Linz auch die Anzeige gegen alle Schlachthäuser an das verträumte, kleine Bezirksgericht Obernberg an der österreichischen Staatsgrenze abgetreten habe. Dafür hält sich Sachbearbeiter Siegi Springer nicht zuständig. Aber er versprach, die Anzeige raschestmöglich wieder an die Staatsanwaltschaft Linz zurückzuweisen. Dennoch war er an der Anzeige interessiert, die vom Arbeitskreis "Juristen für Tierrechte" gegen den Raiffeisen-Schlachthof Salzburg erstattet wird. Geschäftsleiter Hellweger von der Salzburger Vieh- und Fleisch-Vermarktungs GMbH hatte im Gespräch mit mir ganz offen bestätigt, dass auch am Raiffeisen-Schlachthof Salzburg bei Tieren, die bereits am Förderband hängen und aufgeschnitten werden, "Brüllen passiert".

Die Gräueltaten am Fließband sind - da es laut Angabe der Verantwortlichen unmöglich ist, ein Schlachthaus zu betreiben, ohne dass es zu Tierquälereien kommt - ein ethisches Problem für uns alle. Die Kopfschlächter können für die Massaker genauso wenig allein verantwortlich gemacht werden, wie die Schlachthausbetreiber. Die Schlächter sind oft billige Hilfskräfte, denen einfach ein Schussapparat in die Hände gedrückt wird. Wie sollen die Menschen, die von unserer Schlachthauszivilisation zu Fließband-Tiermördern gemacht werden denn besser eingeschult werden, wenn die ausländischen Kopfschlächter oft kaum ein Wort Deutsch verstehen? Die Schlachthausarbeiter und -angestellten tun "nur ihre Pflicht", die ihnen abverlangt wird. Von wem wird ihnen das Töten völlig unschuldiger Wesen abverlangt? Sie bringen die Tiere auf so entsetzliche Weise im Akkord um, weil der Markt und damit letztlich die Fleischkonsumenten nach Billigstfleisch verlangen. Jeder einzelne Fleischesser ist indirekt für die Tierquälereien mitverantwortlich. Wer Fleisch konsumiert, gibt damit Gewalt gegen Tiere in Auftrag! Je weniger Fleisch konsumiert wird, desto weniger Lebewesen müssen in Massentierhaltung gemästet werden. Wenn niemand mehr Fleisch isst, brauchen ausländische Hilfskräfte in unseren Schlachthäusern auch keine Tiere mehr bei vollem Bewusstsein und unter unvorstellbaren Leiden zu Fleisch verarbeiten. Solange Schlachthöfe betrieben werden, sind Tierquälereien am laufenden Band unvermeidlich. Jedes einzelne Tier erleidet beim Transport und Schlachten sein individuelles grausames Schicksal.

Deshalb hat der Dachverband der oö. Tierschutzorganisationen die Staatsanwaltschaft in der Anzeige auch gebeten zu prüfen, ob es in unserer modernen Zeit, da das ganze Jahr über ausreichend gesunde und nahrhafte pflanzliche Lebensmittel zur Verfügung stehen, überhaupt noch einen vernüftigen Grund gibt, zur Herstellung von Nahrung Tiere zu töten.

Sie, verehrter Konsument, entscheiden...: http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/sie/entscheiden.html 

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66
http://www.tierschutz.cc 

Anhang: 1) Anzeige des Arbeitskreises "Juristen für Tierrechte" gegen Raiffeisen-Schlachthof Salzburg

             2) Schlachthof Video zur Info im Kino 

An die Staatsanwaltschaft Salzburg
Justizgebäude -
Rudolfsplatz 2
 A-5020 Salzburg

8.August 2001

Anzeige wegen Tierquälerei  gegen die Betreiber und Verantwortlichen des Schlachthofes Bergheim

Gemäß seiner Statuten erstattet der Int. Bund der Tierversuchsgegner (IBT) und der ihm angeschlossene Arbeitskreis "Juristen für Tierrechte" pflichtgemäß Anzeige. Neben §222 StGB stützt sich die Anzeige auf jeden erdenklichen Rechtsgrund. 

Sachverhalt: Mit Berichten von Schlachthausbesuchern, -beschäftigten, Bauern sowie mit Tierschutz-Recherchen - filmische Dokumentation des Transportes und der Schlachtung von Rindern in einem österr. EU-Schlachthof- die Tiere waren bei der Zerlegung in Einzelteile nicht ausreichend betäubt und bäumten sich blutüberströmt am Haken einige Male auf - konfrontiert, begehrt der Arbeitskreis "Juristen für Tierrechte" von der Staatsanwaltschaft Salzburg die Überprüfung, ob die derzeit im Schlachthof Bergheim praktizierte Form der Schlachtung, die den Tieren augenscheinlich Schmerzen und Qualen zufügt, noch den von der Judikatur entwickelten Kriterien des vernünftigen und berechtigten Zweckes, welcher die Erfüllung des Tatbestandes ausschließen würde, standhält. 

Statutengemäß hat der Arbeitskreis "Juristen für Tierrechte" vor Anzeigenerstattung die rechtlichen Vorgaben einer ordnungsgemäß durchzuführenden Schlachtung geprüft und präsentiert die wesentlichen Erkenntnisse wie folgt: 

Die Schlachtung und Tötung von Tieren ist auf EU-Ebene durch die RL 93/119/EG über den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Schlachtung oder Tötung, Abl 1993 L 340/21 geregelt. Die RL enthält neben allgemeinen Bestimmungen (Kapitel I) besondere Bestimmungen für das Schlachten bzw. Töten in Schlachthöfen (Kapitel II) und außerhalb von Schlachthöfen (Kapitel III). Sieben Anhänge setzen die Mindestanforderungen für einzelne Sachbereiche, wie Ruhigstellung, Betäubung und Entbluten, fest : so ist beim Entladevorgang verboten, Tiere auf besonders empfindliche Stellen zu schlagen oder dagegen zu stoßen. Es ist untersagt, ihren Schwanz zu quetschen, zu drehen oder gar zu brechen und den Tieren in die Augen zu greifen. Ruhigstellung bedeutet die Einschränkung der Bewegungsfreiheit, damit die Tiere wirksam betäubt bzw. getötet werden können. Unter "besondere Anforderungen für das Betäuben" wird normiert, dass das Entbluten unmittelbar nach der Betäubung zu erfolgen hat. Der Blutentzug ist durch das Anstechen der Herzschlagader einzuleiten. 

Gemäß Art. 2 der RL ist unter Tötung  "jedes Verfahren zu verstehen, das den Tod eines Tieres herbeiführt," unter Schlachtung "das Herbeiführen des Todes eines Tieres durch Blutentzug". Art.3 sieht vor, dass "die Tiere beim Verbringen, Unterbringen, Ruhigstellen, Betäuben, Schlachten und Töten von vermeidbaren Aufregungen, Schmerzen und Leiden verschont bleiben müssen". Das Personal muß über ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um die "Arbeiten entsprechend den Anforderungen dieser RL auf humane und effiziente Weise auszuführen" (Art.7). Die Tiere sind vor dem Schlachten zu betäuben und unmittelbar zu töten“(Art.5). Die zuständige Behörde hat durch regelmäßige Kontrollen zu  überprüfen, ob die Geräte, Vorrichtungen zur Ruhigstellung, Ausrüstungen und Anlagen für die Betäubung oder Tötung der Tiere mit den vorstehenden Grundsätzen in Einklang stehen"(Art.6,8). 

Die Art. 15a-Vereinbarung über den Schutz von Nutztieren in der Landwirtschaft (" Bundesländerstaatsvertrag  für den Nutztierbereich")  enthält  expressis verbis keine Regelungen über das ordnungsgemäße Betäuben, Schlachten und Töten von Tieren, sodass eine österreicheinheitliche Umsetzung der Schlacht-RL nicht gegeben ist. In den Bundesländern sind uneinheitliche Verordnungen über das Schlachten und Töten von Tieren erlassen worden. Versuche zur Konkretisierung unbestimmter Gesetzesbegriffe fehlen fast gänzlich. Nur in Wien wird die unbestimmte Formulierung, wonach der Blutentzug "so bald wie möglich" nach der Betäubung einzuleiten ist, durch die Festsetzung höchstzulässiger Intervalle konkretisiert. Danach dürfen zwischen Betäubung und Entblutungsstich höchstens folgende Intervalle in Sekunden liegen : Bolzenschuss bei Rindern 60, bei Schafen und Ziegen 15, bei anderen Tieren 20; bei Elektrobetäubung 20.   

Seit 1.1. 2001 darf EU-weit der aus Gründen des Arbeitsschutzes zur Immobilisierung und sicheren Tötung nach Bolzenschußbetäubung verwendete Rückenmarkzerstörer nicht mehr eingesetzt werden, da er zur Verbreitung von spezifischem Risikomaterial (Gehirn, Rückenmark) im Tierkörper führen kann. Im Erlass der Kommission (2000/418/EG) vom 29.Juni 2000 zur Regelung und Verwendung von bestimmtem Tiermaterial heißt es - angesichts des Risikos der Übertragung von BSE-Erregern - in Artikel 5 : „Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass in ihrem Hoheitsgebiet nach dem 31. Dezember 2000 das zentrale Nervengewebe bei Rindern, Schafen, Ziegen, deren Fleisch zum Verzehr bestimmt ist, nach dem Betäuben nicht durch Einführung eines Rückenmarkzerstörers durch den Schusskanal in die Schädelhöhle zerstört wird.“ 

Die "Juristen für Tierrechte" begehren daher die Prüfung, ob seit dem 31.12.00 bei der Schlachtung von Rindern infolge unzureichender Betäubung im Schlachthof Bergheim der Tatbestand des § 222 StGB erfüllt wird.

Um Tierquälerei auszuschliessen, darf kein Tier später als 60 Sekunden nach dem Bolzenschuß entblutet werden. Ohne den Einsatz des aufgrund von BSE verbotenen Rückenmarkzerstörers muss eine Entblutungszeit von mindestens 3 Minuten eingehalten werden, danach muß durch Reflexprüfungen geprüft werden, ob das Tier tatsächlich tot ist. Ein Großteil der Fehler passiert bei der nicht sachgerechten Betäubung oder weil die Betäubungsgeräte nicht effektiv sind. Erforderlich ist weiters die laufende Schulung sowohl der Tierärzte als auch des Schlachthofpersonals. 

1.      Durch Unterlassen der Rückenmarkszerstörung droht die konkrete Gefahr, dass einzelne Rinder beim Schlachten aus der Betäubung aufwachen, während sie bereits an den Hinterbeinen zum Ausbluten aufgezogen sind und aufgeschnitten werden. Bestätigt wird diese Befürchtung durch eine Bilddokumentation, welche kürzlich in einem oberösterr. Schlachthof erstellt wurde. Rinder, welche an den Hinterbeinen hochgezogen und aufgeschnitten werden, beginnen aufgrund mangelhafter Betäubung im Todeskampf zu brüllen.  

Beweis: zeugenschaftliche Einvernahme von Dr. Friedrich Landa
vorzulegendes Bild- und Videomaterial

zugänglich über http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/rinderschlachtung.html
bzw. unter www.tierschutz.cc

 2.      Aufgrund obgenannter Schlachthaus-Videodokumentation hat ein Bio-Bauer seine Tiere in den Raiffeisen-Schlachthof Salzburg/Bergheim begleitet, wobei er nachstehende tierschutzrelevante Fakten feststellen musste : Am Eingang fand er eine schwer verletzte Kuh angebunden vor, die das Rückgrat oder Becken gebrochen hatte. Stunden später lag sie dort noch immer. Er fragte, warum das Tier nicht durch einen Gnadenschuss von dem Leiden befreit würde. Die Kuh musste  auf die Erlösung von ihren Schmerzen warten, bis alle ca. 250 gesunden Tiere an diesem Tag vor ihr geschlachtet waren.

 

Beweis : zeugenschaftliche Einvernahme von Dr. Friedrich Landa - Tierschutz-Dachverbandspräsident, vorzulegendes Bild- und Videomaterial - Bilder aus dem Warteraum des Todes im Raiffeisen-Schlachthof Salzburg/Bergheim, zugänglich über http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/schlachthof/salzburg.html bzw.  unter  www.tierschutz.cc 
Biobauer Anton Leitner jun. aus  Thalgau
 

3.      Nachdem der Tierschutz informiert wurde, dass augenscheinlich schwer verletzte Tiere im Raiffeisenschlachthof Salzburg leidvolle Stunden lang warten müssen, bis sie als letzte geschlachtet werden, hat Tierschutz-Dachverbandspräsident Dr. Landa mit dem hauptverantwortlichen Schlachthoftierarzt Dr. Bräuer und Geschäftsleiter Hellweger der Salzburger Vieh- und Fleisch-Vermarktungs GMBH Gespräche über diese Missstände geführt. Dabei nickte Schlachthof-Tierarzt Dr. Bräuer wissend, als ihm der Fall von der Kuh mit dem gebrochenen Rückgrat bzw. Becken geschildert wurde. Er wusste Bescheid über das "Problem der Zeitverhältnisse", wie er sich  ausdrückte: "Verletzte Tiere müssten separat geschlachtet werden". Obgenannter Bauer hatte dem Tierschutz weiters mitgeteilt, dass er in den Stunden seines Aufenthalts an der Betäubungsbox keinen Tierarzt gesehen hätte. Nach Angaben von Dr. Bräuer müsste, "ausgenommen von ein paar Minuten vielleicht, immer ein Tierarzt in der Schlachthalle anwesend sein." Dr. Bräuer versprach, künftig neue Vorschriften für die bevorzugte Behandlung schwer  verletzter Tiere zur Anwendung zu bringen, damit diese Tiere nicht leiden müssen. Er bat, künftig sofort telefonisch verständigt zu werden - er werde umgehend dafür sorgen, dass die ihm gemeldeten Tierquälereien abgestellt werden.

4.      In einem Gespräch mit Geschäftsleiter Hellweger wurde die Frage erörtert, ob die Geschäftsleitung bereit sei, den Raiffeisen-Schlachthof vom Tierschutz prüfen zu lassen. Geschäftsleiter Hellweger meinte dazu, er habe erst vor 2 Wochen die Vet. Control im Haus gehabt. Die Vet. Control habe nahegelegt, eine stärkere pneumatische Schlachtschuss-Anlage anzuschaffen. In Deutschland würden jetzt auch elektrische Betäubungszangen für Rinder getestet. Durch den Bolzenschuss ins Gehirn bestehe nämlich die Gefahr, dass BSE-Risikomaterial über die Blutbahn in alle Fleischteile gelangt. Die Rinder im Raiffeisen-Schlachthof Salzburg würden, seit der Rückenmarkszerstörer aufgrund der EU-Verordnung nicht mehr verwendet werden darf, nach dem Bolzenschuss zusätzlich noch elektrisch bei Betäubung gehalten. Um die Gefahr einer Verbreitung von BSE-Risikomaterial beim Zersägen in Rinderhälften zu verringern, habe der Schlachthof schon seit langem eine Luftdruck-Absaugung der Rückenmarksflüssigkeit eingeführt, die zwar nicht alles Risikomaterial entfernt, aber doch einen Großteil. Dr. Landa fragte an, ob es möglich sei, am Raiffeisen-Schlachthof Salzburg ein Video über fachgerechtes Schlachten zu drehen. Gerald Hellweger winkte ab: "Töten sei immer was Grausiges" meinte der Geschäftsleiter. Man würde immer was finden, was nicht passt. Das sei bei einem so großen Schlachtbetrieb nicht zu verhindern. Hier lasse sich nichts Schönes filmen. Der Betrieb habe Fehlschusslisten eingeführt. Er schätze, dass es bei 250 Rindern pro Tag zu 7 bis 8 Fehlschüssen komme. Ein anderer Salzburger Schlachthaus-Veterinär erwähnte im Gespräch, dass ca. jedes zehnte Rind "verschossen" werde. Geschäftsleiter Hellweger von der Salzburger Vieh- und Fleisch-Vermarktungs GMBH berichtete, dass auch am Raiffeisen-Schlachthof Salzburg bei Tieren, die bereits am Förderband hängen und aufgeschnitten werden "Brüllen passiert". Das sei laut Hellweger nicht auszuschließen und deshalb könne nicht erwartet werden, dass die Geschäftsleitung die Erlaubnis für Dreharbeiten gibt.

Angaben zu bestätigen durch zeugenschaftliche Einvernahme von Dr. Friedrich Landa - Tierschutz-Dachverbandspräsident 

Der Arbeitskreis "Juristen für Tierrechte" ersucht  die Staatsanwaltschaft Salzburg um Überprüfung sämtlicher Bereiche des Schlachthofes Bergheim (Anlieferung, Wartestall, Zutrieb zur Betäubung) auf strafrechtliche Relevanz einschließlich des Betäubungsverfahrens und –geräte. 

Es besteht der dringende Verdacht, dass die Zustände im Schlachthof Bergheim über einen längeren Zeitraum tierquälerisch waren bzw. sind und wurde bzw. wird der tierquälerische Umgang mit den Tieren seitens der Verantwortlichen jedenfalls geduldet. Überdies hat die Geschäftsführung ihre Aufsichtspflicht als Dienstgeber verabsäumt.

Die Verantwortlichen haben seit Monaten ernsthaft befürchten müssen, daß ein oder mehrere Tiere roh mißhandelt werden oder unnötige Qualen erleiden und haben sich über Monate untätig damit abgefunden. Der Tatbestand wurde durch Unterlassung begangen, da die Verantwortlichen eine rechtliche Verpflichtung hinsichtlich der Tiere hatte.

 Der Int. Bund der Tierversuchsgegner  und der ihm angeschlossene Arbeitskreis "Juristen für Tierrechte" bittet über den Fortgang des Verfahrens in Kenntnis gesetzt zu werden.

 

                                               Mit freundlichen Grüßen

Lieber Herr Dr. Landa,
Ihre Videodokumentation hat mich mehr getroffen als alles Elend, was ich in meinen bisherigen Krankenhaus- und Hospizeindrücken (ich bin Medizinstudent) gesehen habe. Seit mehr als 10 Jahren bin ich Vegetarier und trete auch dafür ein. Als ich mir Ihr Video und Ihre Pressemitteilungen durchgelesen habe empfand ich es als sehr schade, daß die staatliche Fernsehpresse aus Rücksicht auf die Nerven ihrer Zuschauer das Material nicht veröffentlichte. M.E. sollte die Öffentlichkeit wissen, was sie jeden Tag auf dem Teller hat.

Als Filmtheaterkaufmann kam mir daher die Idee Ihr Video in Kinos als spezielles "Event" zu zeigen. Im Moment sind Horrorfilme gerade in der jüngeren Generation sehr in und auch diese Gruppe ist es, die die größten Vegetarieranteile in der Bevölkerung aufweist, was zeigt, daß sie am sensibelsten für die Argumente ist. Kinos veranstalten ja ab und zu spezielle Einzelevents, z.B. zur WM oder Formel 1 oder auch zur Einführung von außergewöhnlichen Filmen. Hier gibt es ein Rahmenprogramm und meist ist der Eintritt kostenlos oder zumindest deutlich preisreduziert. Aus meiner Sicht wäre hier der Marktführer unter den deutschen Multiplexkinos Cinemaxx (Geschäftsführer: Hans-Joachim Flebbe) der ideale Partner. Keine andere Kinokette hat so viele Besucher. Mittlerweile dürfte Cinemaxx auch die meisten Kinostandorte besitzen. Cinemaxx ist bekannt für die Spezialevents und ich halte es nicht für aussichtslos das Video dort zu zeigen. Möglicherweise muß es umgestaltet werden, der Ton des Landwirts ist z.B. sehr schlecht verständlich und die Länge entspricht auch nur einem Kurzfilm. Aber mit einem geeigneten Konzept, ich phantasiere einmal: Paul McCartney als prominenter Vertreter der Vegetarierbewegung hält eine kurze Ansprache oder spielt ein paar thematisch passende Lieder. Gleichzeitig bekommt jeder Kinobesucher einen symbolischen Paß mit irgendeinem gutklingenden und anziehenden Namen, in dem dann Zitate prominenter Vegetarier aufgeführt sind und kurz alle Argumente des Vegetarismus durch Fakten unterstützt werden. Das Popcorn heißt an diesem Abend "Popcorn for a better world" (sicher fällt noch ein wesentlich besserer Titel ein) und auf der Verpackung ist dann aufgedruckt: 2 Hektar ernähren auf Basis von Rindfleisch 1 Menschen, auf Basis von Mais 5 Menschen, Weizen 12 Menschen, Soja 30 Menschen. Täglich (!!) verhungern 40.000 Kinder. Kopfschütteln hilft nicht, Nachdenken schon." Cinemaxx ist im sozialen Bereich desöfteren schon mit Aktionen aktiv gewesen, z.B. gegen Landminen oder für "die Lichterkette" oder "Die Tafeln" (die nicht verbrauchtes Essen an bedürftige Menschen bringen). Insofern halte ich meine Idee für eine realisierbare Idee. Sollte Cinemaxx nicht mitmachen gibt es auch noch eine Reihe anderer Multiplexbetreiberketten. Die Aktion wäre insofern besonders für die Vegetarierbewegung interessant, da der Großteil der Kinobesucher über einen überdurchschnittlichen Bildungsstand und ein überdurchschnittliches Einkommen verfügt, was bedeutet, daß man hier Multiplikatoren antrifft. Die Kinoketten könnten das "Event" bewerben als realen Horrorkurzfilm mit durchweg echten Bildern ohne jedoch näheres zu verraten, so daß erst einmal nichts von Schlachthaus & Co. im Vorfeld bekannt wird. An den Kinos hängt eine Reihe von Sponsoren und Werbepartnern, Hauptsponsor ist i.d.R. eine Eisfirma (Langnese oder Schöller), mit denen man eventuell ein Sponsoring aushandeln könnte und sie gleich ein veganes Eis (ohne Milch) präsentieren und an die Gäste verteilen könnten. Eventuell wäre auch zu erwägen den Film wie eine normale Filmpremiere anlaufen zu lassen, d.h. mit Pressevorführung vor offiziellem Start. Vorteil wäre hier, daß die Presse eingeladen ist und darüber berichtet. Aber dies würde sich auch mit dem anderen Vorschlag kombinieren lassen.

Beste Grüße aus Deutschland

 

Alexander Walz

 

 

...UND SIE LEBEN IMMER NOCH...

(6.8.2001) Eine Buch-Dokumentation über die Grausamkeiten in Schlachthäusern bestätigt unsere Befürchtungen, dass durch die Videodokumentation, die wir für "Tierschutz im Unterricht" im Jänner 2001 in einem Oberösterreichischen EU-Schlachthaus gedreht haben, nur die Spitze an Tierquälerei sichtbar gemacht wurde, die sich weltweit alltäglich in Schlachthäusern abspielt. (siehe Schlachthausdokumentations-Video http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html  bzw. auf unserer homepage www.tierschutz.cc )

Dass diese Gräueltaten vor allem auch in Schlachtanlagen sogenannter hoch"zivilisierter" und -industrialisierter Länder aufgrund des Zeitdruckes modernster Produktionstechnik an Tieren verbrochen werden, wird durch eine Recherche von Gail A. Eisnitz dokumentiert. Sie befragte Schlachthausarbeiter mit einer Erfahrung von 2 Millionen Stunden Einsatz an der Betäubungsbox.

WARNUNG: Die Erfahrungsberichte der Schlachthausarbeiter beschreiben äußerste Brutalität! 
Der folgende (in der Übersetzung überarbeitete und gekürzte) Text von Gail Eisnitz von der Humane Farming Association stammt von einer Präsentation ihres Buches "Slaughterhouse" am 18. September 1999.

Rinder werden mit einem Bolzenschussgerät betäubt. Ein Arbeiter stellt sich über das Tier und schießt einen Metallbolzen in den Kopf. Nach der Betäubung wird der Kuh eine Kette an das Hinterbein angebracht, sie wird aufgehängt auf eine fortlaufende Schiene, kriegt ihren Hals aufgeschnitten - soll für einige Minuten ausbluten und wird dann gehäutet und zerlegt.
Ein Schlachthauskontrolleur sagte, dass wegen zeitlicher Einschränkungen Kühe in der Fabrik nicht richtig betäubt oder ausgeblutet gelassen würden, und dass daraus resultierend ihnen ihre Köpfe gehäutet würden, während sie noch bei vollen Bewusstsein sind. Ich konnte seine Angaben dokumentieren.

Einige Auszüge von Interviews mit Arbeitern  (Dies ist nur eine kurze Auswahl)
"Ausgenommen von den schwachen, musste ich so ziemlich jede Kuh, die ich betäubt habe, bis zu drei bis fünf mal treffen nur um sie runterzukriegen. Sehr oft musst du ein großes Loch in ihre Köpfe schießen; sie acht oder neun mal schießen. Und sie waren dann immer noch am leben. Ich erinnere mich, dass ich einmal einen anderen Kopfschlächter gesehen habe, wie er einen Bullen zwölfmal erschossen hat und er immer noch nicht runtergegangen ist."

"Wenn eine Kuh bei dem ersten Beinentferner ankommt, versucht der üblicherweise einen Schnitt zu machen um damit anzufangen das Bein zu enthäuten. Aber das ist schwer zu machen, wenn die Kuh wie verrückt um sich tritt. Oft nehmen sie ihre Messer und schneiden das Bein von der Kuh direkt unter dem Knie ab - dem dünnen Teil. Die Kuh wird dann weiter treten, aber sie hat dann keine große Reichweite mehr."

"Manchmal gehen sie ziemlich weit. Manchmal ist ihre ganze Haut weg und sie sind ganz geschält. Manchmal kannst sehen, dass sie am Leben sind, weil wenn du in ihre Augen siehst, kannst du die Tränen von einer Kuh sehen. Und sie bewegen sich und alles. Aber hauptsächlich machen sie viel Lärm und versuchen zu treten."

"Ich habe lebendiges Rindfleisch gesehen. Ich habe sie muhen gehört, wenn die Leute das Messer anlegen und versuchen, die Haut abzunehmen. Ich denke, dass es grausam für das Tier ist, so langsam zu sterben, während jeder seine verschiedenen Jobs an ihm macht."

"Die Mehrzahl von Kühen, die sie aufhängen, die Mehrheit von ihnen ist noch am Leben. Sie öffnen sie. Häuten sie. Sie sind immer noch am Leben. Ihre Füße sind abgeschnitten. Sie habe ihre Augen weit aufgerissen und sie weinen. Sie schreien, und du kannst sehen wie ihnen die Augen fast rausspringen."

Verletzte Kühe:
"Du nimmst eine elektrische Winde, bringst sie an eines ihrer Beine an und ziehst sie dann den ganzen Weg durch den Tötungsgang zur Betäubungs-Box. Wenn du ihr Bein nicht kriegen kannst, macht man es ihr um den Hals und bis sie hier angekommen ist, ist sie fast tot. Es erwürgt sie praktisch."

"Ein Arbeiter hat mir erzählt, wie eine Kuh, die mit ihrem Bein in dem Boden eines Lasters steckengeblieben ist, zusammengebrochen ist. 'Wie hast Du sie lebendig rausgekriegt?' habe ich den Typ gefragt: 'Oh', sagte er, 'wir sind einfach unter den Laster gegangen und haben ihr Bein abgeschnitten.' Wenn jemand dir das sagt, weißt du, es gibt viele Dinge die dir niemand sagt."

Schweineschlachtung:
Als nächstes erfuhr ich über eine Fabrik, in der Tausende von Schweinen zu Tode verbrüht wurden. Schweine werden mit Elektrizität betäubt. Ihnen wird ein zur Bewusstlosigkeit führender Stromschlag gegeben, sie werden an die Kette angebracht, aufgehängt auf die Schiene, ihnen werden ihre die Hälse aufgeschnitten und dann, nachdem sie für einige Minuten ausgeblutet sind, werden sie durch einen langen Tank brühenden Wassers gezogen, um ihre Borsten zur Entfernung zu lösen.
Die elektrische Betäubungsausstattung in dieser Fabrik hinterließ Spuren an den Lenden der Schweine, und so, trotz der Wichtigkeit eines ausreichenden elektrischen Stromflusses während des Betäubungsprozesses, entschied die Fabrik das Problem zu beheben, indem Sie die Stärke der Elektrizität in dem Betäuber verminderte. Die Betäubung der Schweine ohne der notwendigen Stromstärke machte sie nicht bewusstlos. Als Resultat wurden unzählige Tausende von Schweinen lebendig an die Kette angebracht, und während sie sich dagegen wehrten, war es schwer, ihnen ihre Hälse richtig aufzuschneiden für ein ausreichendes Ausbluten; dann wurde den Schweinen nicht genug Zeit gegeben um auszubluten, und so wurden sie lebendig in den Verbrühungstank eingetaucht und durchgezogen, tretend und Wasser überall hinspritzend und vor Schmerzen und Angst schreiend.

"Diese Schweine kommen zu dem Abbrühbecken, treffen aufs Wasser und fangen einfach an zu treten und zu schreien. Ich bin mir nicht sicher ob sie zu Tode verbrühen, bevor sie ertrinken. Das Wasser ist 60°C, also nicht so heiß. Ich glaube nicht, dass die Schweine davon einen Schock bekommen, weil sie ein paar Minuten brauchen, um mit dem Treten aufzuhören. Ich denke, sie sterben langsam durch Ertrinken."

"Nach einer Zeit wirst du abgestumpft. Was die Tiere anbetrifft, sie sind eine niedrigere Lebensform. Sie sind vielleicht eine Stufe über einer Larve. Wenn du ein lebendiges Schwein hast, das bei Bewusstsein ist, tötest du es nicht einfach. Du willst, dass es Schmerzen hat. Du gehst hart ran, zerstörtst ihm die Luftröhre, machst dass es in seinem eigenen Blut ertrinkt. Nimmst einen Augapfel raus, spaltest ihm die Nase. Ein lebendes Schwein guckte an mir hoch und ich nahm einfach mein Messer und - eerk - nahm ihm das Auge raus während es einfach da saß. Und dieses Schwein schrie einfach nur."

"Einmal nahm ich mein Messer - es ist scharf genug - und ich Schnitt das Ende von einem Schwein seiner Nase ab, so wie ein Stück Frühstücksfleisch. Das Schwein ist für ein paar Sekunden verrückt geworden. Dann saß es einfach da und sah einfach dumm aus. Also nahm ich eine Handvoll Salzlake und rieb es ihm in die Nase. Jetzt ist das Schwein wirklich ausgeflippt und schob seine Nase überall in der Gegend rum. Ich hatte immernoch etwas Salz übrig auf meiner Hand und steckte das Salz direkt rein in den Arsch des Schweins. Das arme Schwein wusste jetzt nicht mehr, ob es scheißen oder blind werden sollte."

"Ein anderes mal war da ein lebendes Schwein, das hatte nichts Verkehrtes gemacht, rannte noch nicht mal rum. Ich nahm ein 1 Meter langes Stück Rohr und ich schlug das Schwein praktisch zu Tode. Ich würde wetten, dass da keine 5 Stück fester Knochen mehr in seinem Kopf waren. Im Prinzip, wenn du es laienhaft ausdrücken willst, habe ich seinen Schädel zertrümmert."

"Wenn Du ein Schwein hast, das sich verweigert sich zu bewegen, nimmst du einen Fleischhaken und hakst ihn in seinen Anus. Du versuchst das, indem du den Hüftknochen einhakst. Dann ziehst du ihn zurück. Du ziehst diese Schweine während sie leben und oft reißt der Haken aus dem Arschloch. Ich habe Schinken - Oberschenkel - gesehen, die vollständig aufgerissen waren. Ich hab auch gesehen, wie Därme rauskommen. Wenn das Schwein in der Nähe vor der Rutsche zusammenbricht, hakst du einen Fleischhaken in seine Backe und ziehst ihn nach vorne."

"Die bevorzugte Methode, mit einem Krüppel umzugehen, ist, ihn mit einer Eisenstange totzuschlagen, bevor er in die Rutsche kommt. Oder wenn ein Schwein sich verweigert, in die Rutschen zu gehen und die Produktion aufhält, schlägst du es zu Tode."

Unbeschreibliches Leid bei Geflügelschlachtungen
Um das Geflügel für das Durchschneiden des Halses zu immobilisieren, verwenden US-Geflügelverarbeiter oft nur ein Zehntel der elektrischen Spannung, die die Tiere ausreichend betäuben würde. Das Resultat ist, dass unzählige Vögel lebendig in den das Verbrühungsbad kommen.
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Traurigerweise war dies erst der Beginn meiner Recherche. Jedesmal wenn ich dachte, ich hätte die schlimmsten Verstöße, die ich mir vorstellen könnte, angetroffen, besuchte ich eine andere Schweine-, Pferde- und Rinder-Fabrik, in der noch erschreckendere Verstöße und Gewaltakte stattfanden. Die Arbeiter, mit denen ich sprach, repräsentierten 2.000.000 Stunden Erfahrung im Schlachtbereich.
Sie sagten mir, dass es normal ist, dass sie in die Köpfe von Kühen und Pferden massenhaft Schüsse versetzen müssten mit nicht effektiven Bolzenschusspistolen, um die Tiere ohnmächtig zu machen. Arbeiter würgten Rinder mit Seilen, wenn sie sie vor zu dem Betäubungsplatz zogen. Sie hörten sich an wie die Knochen brachen und Hälse ausrenkten und brachen, wenn sie die Pferde zogen. Sie verwendeten Sägen und Brenner, um die Beine von lebenden Rindern zu entfernen, die in Lastwägen steckengeblieben waren, in den Rutschen und an dem Betäubungsplatz. Sie fuhren über die Beine und Köpfe von verletzten Tieren mit Traktoren; sie häuteten auf routinärer Basis Köpfe, Bäuche, Seiten und Rümpfe, entfernten Beine, Ohren, Hörner und Schwänze und begannen Rinder auszuweiden, die am Leben waren.

Staatsanwälte sind an Schlachthaus-Fällen aus verschiedenen Gründen nicht interessiert, und die Medien waren nur interessiert an Fleischskandalen.
Im Laufe meiner Untersuchung sah ich mich vielen Hindernissen gegenüber: Informanten wurden mundtot gemacht...
TV-Produzenten weckten immer wieder meine Hoffnungen, dass sie über die Ergebnisse meiner Recherchen berichten würden und ließen die Story dann wieder fallen, weil sie sie als zu 'plastisch' für die Öffentlichkeit ansahen...

Das Fernsehen wird nichts über diese Grausamkeiten berichten.

Das Buch ist eine unglaublich starke Waffe gegen die Interessen der Agrar-Lobby. Helfen sie mir die Botschaft zu vermitteln! Ich bin so dankbar dafür zu wissen, dass es so viele Menschen gibt, die sich Gedanken machen und die uns in den grundlegenden Bemühungen helfen können die notwendig sind, um das Bewusstsein der Konsumenten zu verändern. Danke ...

Copyright (c) Gail A. Eisnitz/Humane Farming Association. Chief Investigator Humane Farming Association
Nachzulesen unter
www.veganeswines.de
Buch: Slaughterhouse by Gail A. Eisnitz
Prometheus Books, New York

Die Recherche aus Amerika zeigt, dass weltweit solch unerträgliche Zustände herrschen, wie auf unserer
Dokumentation aus einem EU-Schlachthaus (Copyright "TiU/Landa; Markus Müller, Kameramann von Tierbildarchiv.de")
Bilder:
http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/rinderschlachtung.html
Video:
http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html  bzw. hompage www.tierschutz.cc
Unter
http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/ohrenmarken/skandal.html werden weiters folgende Bilder gezeigt:
Tierkinder mit Ohrenmarken; Von AMA-Ohrenmarken zerstochene Kunst-Kuh; Stier mit Ohrenmarke im Schlachthaus; AMA zertifizierter Schlachtbetrieb; Todesangst vor der Betäubungsbox; 
Bei vollem Bewusstsein wird dem Stier das Ohr abgeschnitten; Abgeschnittene Ohren mit Ohrenmarken; Mehrere Ohren mit Ohrenmarken liegen lose im Schlachthaus herum;  Eines der Ohren wird in ein Plastiksackerl gesteckt; Die losen Ohren werden im Sack verpackt an die Schlachtkörper drangehängt; Am anderen Ende des Förderbandes identifiziert der Veterinär-Kontrolleur den Schlachtkörper anhand der losen Ohrenmarke; Der Computer weist den Kadaver als ehemaligen AMA-Stier aus; Die Leichenteile erhalten das "Vorläufige AMA-Gütesiegel"; Die Ohren sind ab! Auch der Rinderschädel ist für einen BSE-Test nicht mehr mit Sicherheit identifzierbar;

Da von Politikern, Behörden und Schlachthofverantwortlichen so getan wurde, als ob es sich dabei um Einzelfälle handelt, haben wir versucht, auch in anderen Schlachthäusern Dreherlaubnis zu bekommen.
Geschäftsleiter Hellweger von der Salzburger Vieh- und Fleisch-Vermarktungs GMbH bestätigte mir in einem Gespräch, dass auch am Raiffeisen-Schlachthof Salzburg bei Tieren, die bereits am Förderband hängen und aufgeschnitten werden "Brüllen passiert". Das sei laut Hellweger "nicht aus zum Schließen" und deshalb könne nicht erwartet werden, dass die Geschäftsleitung die Erlaubnis für Dreharbeiten gibt.
Bilder aus dem Warteraum des Todes im Raiffeisen-Schlachthof Salzburg/Bergheim http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/schlachthof/salzburg.html
 (Copyright "tierrechte@hotmail.com")

Perverse Bilder aus dem Schlachthaus (Copyright Landa@tierschutz.cc)

http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/perverse/sexanimation.html

zeigt eine Bilderserie, die in einem heimischen Schlachthaus im Flur zwischen Mannschaftsräumen und Schlachthalle abfotografiert wurde. Da sind leicht bekleidete Mädchen zu sehen, die Stierkälber zur Schlachtung führen. Ein blondes Mädchen im BH-look stochert mit dem Messer im Genitalbereich einer aufgeschnittenen Schweinehälfte herum.


Solange sich kein Schlachthof bereit erklärt, uns vor laufender Kamera dokumentieren zu lassen, dass aus lebendigen Tieren Fleisch erzeugt werden kann, ohne dass dabei immer wieder Tiere am Fließband hängend aus der Betäubung aufwachen und jämmerlich brüllend langsam verbluten, muss davon ausgegangen werden, dass Schlachthöfe etwas zu verbergen haben und es auch dort zu schweren Misshandlungen kommt. Darum wurde bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen alle österreichischen Schlachthäuser wegen des dringenden Verdachtes auf Tierquälereien erstattet. Unsere Anzeige vom Mai wurde von der Staatsanwaltschaft Linz nach Ried im Innkreis und von dort zum Bezirksgericht Obernberg weitergereicht. Auf Nachfrage zum Stand der Ermittlungen erfuhren wir, dass der mit dem Fall betraute Herr Springer sich gerade 14 Tage auf Urlaub befindet.

Inzwischen geht das grausame Geschäft mit dem Tiermord am fließenden Band unbeirrt weiter.

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66
info@tierschutz.cc

 

 

 

Auch im Schlachthof Salzburg brüllen Rinder beim Geschlachtetwerden

Nachdem Bauern den Tierschutz darüber informiert haben, dass schwer verletzte Tiere im Raiffeisenschlachthof Salzburg leidvolle Stunden lang warten müssen, bis sie als letzte geschlachtet werden, hat Tierschutz-Dachverbandspräsident Dr. Landa mit dem hauptverantwortlichen Schlachthoftierarzt Dr. Bräuer und Geschäftsleiter Hellweger der Salzburger Vieh- und Fleisch-Vermarktungs GMbH Gespräche über die Missstände geführt.

 

Schlachthof-Tierarzt Dr. Bräuer nickte wissend, als ihm der Fall von der Kuh mit dem gebrochenen Rückgrat bzw. Becken geschildert wurde. Er wusste Bescheid über das "Problem der Zeitverhältnisse", wie er sich elegant ausdrückte: Verletzte Tiere müssten separat geschlachtet werden.

Ein Bauer hatte dem Tierschutz auch mitgeteilt, dass er in den Stunden seines Aufenthalts an der Betäubungsbox keinen Tierarzt gesehen hätte. Nach Angaben von Dr. Bräuer müsste, "ausgenommen von ein paar Minuten vielleicht, immer ein Tierarzt in der Schlachthalle anwesend sein."

Dr. Bräuer versprach, noch am selben Tag neue Vorschriften für die bevorzugte Behandlung schwer verletzter Tiere herauszubringen, damit diese Tiere nicht leiden müssen, bis alle anderen Rinder vor ihnen geschlachtet sind. Er bat, künftig sofort telefonisch verständigt zu werden - er werde umgehend dafür sorgen, dass die ihm gemeldeten Tierquälereien abgestellt werden.

Wieso müssen erst Bauern und Tierschützer über die Missstände Beschwerden vorbringen? Ist es den Schlachthoftierärzten nicht möglich, von sich aus für einen bestmöglichen Schutz der Tiere zu sorgen?

Zur Forderung, Tierschutzorganisationen in die Kontrolle einzubinden, meinte Dr. Bräuer, es sei nur eine Frage der Zeit, bis der Tierschutz voll in die Überwachung integriert sei.

 

Beim anschließenden Gespräch mit Geschäftsleiter Hellweger ging es folglich um die Frage, ob die Geschäftsleitung bereit sei, den Raiffeisen-Schlachthof vom Tierschutz prüfen zu lassen. Geschäftsleiter Hellweger meinte dazu, er habe erst vor 2 Wochen die Vet. Controll im Haus gehabt. (Durch unsere Schlachthof-Dokumentation ist allerdings aufgezeigt worden, dass die Vet. Controll nicht fähig ist, gröbste Missstände abzustellen.) Die Vet. Controll habe nahegelegt, eine stärkere pneumatische Schlachtschuss-Anlage anzuschaffen, was sich der Schlachthof gerne 20.000,-- Schilling kosten lasse. In Deutschland würden jetzt auch elektrische Betäubungszangen für Rinder getestet. Durch den Bolzenschuss ins Gehirn besteht die Gefahr, dass BSE-Risikomaterial über die Blutbahn in alle Fleischteile gelangt. Geschäftsleiter Hellweger konnte sich allerdings nicht vorstellen, wie mittels Elektrozangen Rinder zufriedenstellend zu betäuben seien. Die Rinder im Raiffeisen-Schlachthof Salzburg würden, seit der Rückenmarkszerstörer aufgrund der EU-Verordnung nicht mehr verwendet werden darf, nach dem Bolzenschuss zusätzlich noch elektrisch bei Betäubung gehalten. Um die Gefahr einer Verbreitung von BSE-Risikomaterial beim Zersägen in Rinderhälften zu verringern, habe der Schlachthof schon seit langem eine Luftdruck-Absaugung der Rückenmarksflüssigkeit eingeführt, die zwar nicht alles Risikomaterial entfernt, aber doch einen Großteil.

 

Dr. Landa fragte an, ob es möglich sei, am Raiffeisen-Schlachthof Salzburg ein Video über fachgerechtes Schlachten zu drehen. Gerald Hellweger winkte ab: "Töten ist immer was Grausiges" meinte der Geschäftsleiter. Wir würden immer was finden, was nicht passt. Das sei bei einem so großen Schlachtbetrieb nicht zu verhindern. Hier lasse sich nichts Schönes filmen. Der Betrieb habe Fehlschusslisten eingeführt. Er schätze, dass es bei 250 Rindern pro Tag zu 7 bis 8 Fehlschüssen komme. Ein anderer Salzburger Schlachthaus-Veterinär erwähnte im Gespräch, dass ca. jedes zehnte Rind "verschossen" wird.

Geschäftsleiter Hellweger von der Salzburger Vieh- und Fleisch-Vermarktungs GMbH berichtete, dass auch am Raiffeisen-Schlachthof Salzburg bei Tieren, die bereits am Förderband hängen und aufgeschnitten werden "Brüllen passiert". Das sei laut Hellweger "nicht aus zum Schließen" und deshalb könne nicht erwartet werden, dass die Geschäftsleitung die Erlaubnis für Dreharbeiten gibt.

 

Bleibt zu klären, wie der Salzburger Agrarlandesrat Josef Eisl als Kommentar zu unserer Schlachthaus-Dokumentation in "Salzburg Heute" vom 21. März 2001 behaupten konnte: "Gott sei Dank findet sowas im Land Salzburg nicht statt."

 

So wie Massentierhaltung schon vom System her Medikamentenmissbrauch und Tierquälerei mit sich bringt, lässt sich nicht verhindern, dass es bei Massentötungen am Fließband zu Gräuelszenen kommt.

Deshalb hat der Tierschutz-Dachverband Anzeige, wegen dem dringenden Verdacht auf Tierquälerei, gegen alle Schlachthöfe Österreichs erstattet.

 

Die ausländischen Schlächter, die (wie der Bauer festgestellt hat) "kein Wort Deutsch verstehen", können nicht für die Gräuel verantwortlich gemacht werden, die täglich in den Schlachthäusern an Tieren begangen werden.

Wenn der Geschäftsleiter vom Raiffeisen-Schlachthof Salzburg unumwunden bestätigt, dass auch bei sorgfältigstem Arbeiten am Fließband passieren kann, dass Tiere aus der Betäubung aufwachen, gilt es bewusst zu machen:

Wer Fleisch konsumiert, gibt damit Gewalt gegen Tiere in Auftrag.

Wer nicht möchte, dass für seine Gaumenfreuden Tiere ausgebeutet und zu Tode gequält werden, kauft "Fleisch", "Wurst" und "Milch"produkte die auf rein pflanzlicher Basis hergestellt werden.

 

Bilder aus dem Warteraum des Todes im Raiffeisen-Schlachthof Salzburg/Bergheim

http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/schlachthof/salzburg.html

Weiteres Bildmaterial (Video- und Bilddokumentationen für die Medien):

tierrechte@hotmail.com

 

Schlachthausdokumentations-Video von einem Betrieb in Oberösterreich:

http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html 

bzw. auf unserer homepage www.tierschutz.cc

 

Dr. Friedrich Landa
Geschäftsführer Tierschutz im Unterricht
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66

 

 

Ausländische Tiere in heimischen Schlachthöfen

 

Fast alle Bundesländer finanzieren mit Steuermitteln derzeit gemeinsam mit der AMA großzügigste Werbung für Rindfleisch. Macht man sich die Mühe ein wenig zu observieren, was an unseren heimischen Schlachthäusern so vor sich geht, sind da auch ganze LKW-Ladungen ausländischer Tiere zu sehen. Fragt man die Schlachthausverantwortlichen, warum denn nicht die Tiere unserer Bauern bevorzugt gekauft werden, erfährt man zum größten Erstaunen, dass es in Österreich angeblich nicht genügend Jungstiere gibt und die heimischen Bauern die Nachfrage nach Fleisch nicht decken können. Finanzieren also die Bundesländer eigentlich eine Werbung für ausländisches Rindfleisch?

 

Um drei Schilling billiger

Für die heimischen Bauern stellt sich die Problematik ganz anders dar! Sie klagen über den Preiskampf. Bohrt man noch etwas tiefer, wird auch vom Geschäftsleiter Gerald Hellweger der Salzburger Vieh- und Fleisch-Vermarktungs GMbH erwähnt, dass in Deutschland der Fleischpreis bei 31 liegt im Gegensatz zu 34 in Österreich. Der kleine Unterschied summiert sich, und da kauft der Raiffeisen-Schlachthof Salzburg/Bergheim so manche Ladung Jungstiere günstiger im Ausland und lässt sie die paar hundert Kilometer aus Schweinfurt (liegt schon fast an der Grenze zur ehemaligen DDR) anliefern.

 

Import aus BSE-Risiko-Ländern

Seit 11. Juli sind solche Schlachttiertransporte, trotz BSE und anderer Seuchen, wieder gestattet. Auch beim Großschlachthof Handlbauer in Linz liefern ausländische LKW wieder billiges "Lebendgewicht" an.

Die Konsumenten sollten davon besser nichts erfahren. Denn mit den Tieren könnte auch BSE von Bayern nach Österreich importiert werden. Welchen Sinn macht es, die Sicherheit vor BSE damit zu begründen, dass in Österreich nie Tierkadaver an Rinder verfüttert werden durften, wenn Tiere aus BSE-Risiko-Ländern zugekauft werden?

 

Was nicht auf BSE getestet, wird als "sicher" vermarktet

Man braucht sich kaum Sorgen zu machen, dass jemals in Österreich ein BSE-Fall groß in die Öffentlichkeit kommt. Schließlich sind es die selben Verantwortlichen, die für Rindfleisch Werbung machen lassen und die die Tests anordnen. Die sind sich sicher, dass auf der Insel der Seligen kein BSE-Fall publik werden kann. Ohne diese Sicherheit wäre es ja Wahnsinn von den Politikern, Propaganda für Rindfleisch zu machen! Auch wenn die ausländischen Jung-Stiere aufgrund anderer Fütterungsmethoden BSE-verseucht wären, bestünde überHaupt keine Gefahr, dass ein BSE-Fall importiert werden könnte. Denn die Tiere werden gar nicht auf BSE getestet. In Österreich sind die Sicherheitsvorkehrungen vor BSE-Fällen so groß, dass es der Konsument, wenn überhaupt, erst am eigenen Hirnschmalz merkt, dass er von den Politikern wie Weichhirn behandelt wird: Bei uns in Österreich sollen die Einwohner durch Werbung, die mit ihren Steuergeldern finanziert wird, dazu gebracht werden, das zu fressen, was durch eine verfehlte Agrarpolitik zuviel produziert wird. 

 

Krankhafter Fleischüberkonsum

Was woanders mittels "Seuchen-Katastrophen" vom Markt genommen wird, sollen bei uns die Bürgerinnen und Bürger erledigen! Über für dumm verkaufte Konsumenten kann die Überproduktion viel kostengünstiger entsorgt werden. Nachdem in Österreich ein großer Teil der Bevölkerung sich schon mit zu viel und zu fett mit Fleisch fehlernährt, können Konsumenten, die sich durch die Fleischwerbung zu noch mehr Fleischkonsum überreden ließen, damit rechnen, aufgrund von Zivilisationskrankheiten wie Gefäßverengung, Krebs, Gicht usw. eher in den Genuss einer Frühpension zu gelangen.

Ergänzend zu den ausländischen Tieren für unsere Schlachthöfe, importieren wir ausländische Arbeitskräfte, die für uns am Fließband die Massentötungen durchführen und die unsere Pension sichern sollen. Wie es am Handlbauer Schlachthof Linz so schön zu lesen steht: "C'est la vie - Das Leben ist ein Fest"

 

Bilddokumentation:

Ausländischer Tiertransporter im Schlachthof Handlbauer Linz. (Anfang Juli)

Ausländische Tiere werden auf der Fahrt zum Raiffeisen-Schlachthof Salzburg/Bergheim vom Tiertransportwacheorgan kontrolliert und der Lenker wegen mangelhafter Einstreu mit einer Geldstrafe belegt. (18. Juli 2001 ca. 8 Uhr).

(c landa@tierschutz.cc)

Da das Fleisch der ausländischen Tiere in den Handel gelangt, ohne auf BSE kontrolliert worden zu sein, kennzeichnen die Ohrenmarken nur das Fell, an dem sie hängen. (c tierrechte@hotmail.com)

http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/deutsche/tiertransporte.html

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66
Homepage: http://www.tierschutz.cc

 

 

Bauern und Tierschutz gemeinsam gegen Tierquälerei

im Raiffeisen-Schlachthof Salzburg/Bergheim

 

Aufgrund unserer Schlachthof-Videodokumentation haben einzelne Landwirte sich bereit erklärt, den Tierschutz zu unterstützen und uns zu helfen, Quälereien aufzuzeigen.

Ein Bio-Bauer ließ es sich nicht nehmen, seine Tiere in den Raiffeisen-Schlachthof Salzburg/Bergheim zu begleiten. Gleich am Eingang fand er eine schwer verletzte Kuh angebunden vor, die - laut seinen Aussagen - das Rückgrat oder Becken gebrochen hatte. Stunden später lag sie dort noch immer. Er fragte, warum das Tier nicht durch einen Gnadenschuss von dem Leiden befreit würde. Die Kuh musste so lange auf die Erlösung von den Schmerzen warten, bis alle ca. 250 gesunden Tiere an diesem Tag vor ihr geschlachtet waren.

Früher wurden schwer verletzte oder schwer kranke Tiere gleich am Bauernhof getötet. Aber eine Verordnung untersagt seit einiger Zeit, dass das Fleisch dieser Tiere verarbeitet werden darf, und deshalb werden auch eigentlich transportunfähige Tiere, wenn irgend möglich, über den Viehhändler noch zu Geld gemacht. Der kann ja immer noch sagen, die Verletzung sei beim Transport passiert.

In dem Warteraum zur Schlachtbank finden sich neben einzelnen Kälbern und größeren Tieren auch immer wieder Kühe, deren Euter fast zu platzen drohen, weil sie so lange nicht gemolken wurden.

Unsagbares Tierleid in den Schlachthäusern unserer Wohlstandsgesellschaft!

 

Bilder aus dem Warteraum des Todes im Raiffeisen-Schlachthof Salzburg/Bergheim

http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/schlachthof/salzburg.html

 

Weiteres Bildmaterial (Video- und Bilddokumentationen für die Medien):

tierrechte@hotmail.com

 

Schlachthausdokumentations-Video

http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html 

bzw. auf unserer hompage www.tierschutz.cc

 

Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 066 43 43 43 66

 

 

Tiere am Fließband bei vollem Bewusstsein

 

Neue Sequenzen im Schlachthausvideo

Die AMA hat den "Dachverband der oö. Tierschutzorganisationen" in einem Schreiben wegen der Schlachthaus-Video-Dokumentation mit rechtlichen Schritten bedroht. Als Reaktion darauf wurde das Schlachthaus-Video neu überarbeitet. Einige bisher nicht gezeigte Sequenzen sind neu eingefügt, um wichtige Aspekte klar ersichtlich aufzuzeigen.

 

In der neuen Fassung ist zu sehen, dass der Stier nicht nur brüllt, während er sich im Todeskampf minutenlang windet. Als der Schlächter sich und den Schlachtraum mit einem Wasserschlauch vom vielen Blut reinigt, versucht sich das geschundene Tier mit letzter Kraft und herausgestreckter Zunge zum Wasserstrahl hinüberzubeugen. Die Aufnahmen dokumentieren eindeutig: Diese Tiere sind bei vollem Bewusstsein. Sie nehmen ihre Umwelt noch wahr, während sie am Förderband aufgeschnitten und zu Fleisch verarbeitet werden.

 

Wegen "Verschießen" nicht betäubt

Schlachtexperten haben ausgesagt, der Schlächter habe den Bolzenschuss zu hoch angesetzt und deshalb nicht richtig getroffen. Die Stiere wurden daher nicht fachgerecht betäubt. Beim Tierschutztreffen in Salzburg hat ein Metzger, nachdem das Video auf Wunsch von Frau LA Dr. Wagner Schöppl gezeigt worden war, die Aussage gemacht, dass in den Schlachthöfen meist keine gelernten Fachkräfte sondern billigere Hilfkräfte eingesetzt werden. In der neuen Video-Fassung ist nun zu sehen, was passiert, wenn sich der Schlächter tatsächlich "verschießt". Ein Tier in der Betäubungsbox hat, nachdem schon der Bolzenschussapparat angesetzt war, noch eine schnelle Bewegung gemacht. Dadurch ist es vom Bolzen nicht richtig betäubt. Das Tier öffnet und schließt die Augen mehrmals, während es aus der Box gekippt wird. Nach Angaben von einem Schlachttierarzt kommt es bei Akkordarbeit bei ca. jedem zehnten Tier zu einem solchen "Verschießen".

 

Alltägliche Tierqualen

Ursprünglich sollten Sonderfälle von Tierquälerei, wie es sie vor allem auch bei Tieren gibt, die bereits verletzt ins Schlachthaus eingeliefert werden, gar nicht gezeigt werden. Es galt für "Tierschutz im Unterricht" zu dokumentieren, wie im Normalfall die Tiere in den Schlachthäusern behandelt werden.

Seit der Rückenmarkszerstörer aufgrund der EU-Anordnung nicht mehr verwendet werden darf, wachen immer wieder zunächst betäubte Tiere während des Schlachtvorganges aus der Bewusstlosigkeit auf und erleiden einen schrecklichen Tod. Bei Tieren, die sich im Todeskampf am Fließband winden, besteht auch wenig Chance sie durch ein "Nachschießen" besser zu betäuben.

 

AMA-Kontrollsystem defekt

Der Agrarmarkt Österreich hat sich darüber beschwert, dass Redakteur Linhart in dem NEWS-Bericht über den "Todeskampf am Fließband" auch das AMA-Gütesiegel erwähnt hat. Die AMA bezeichnet das AMA-Gütesiegel als "die höchste Auszeichnung für kontrollierte Lebensmittel." Im "AMA-gerecht" überarbeiteten Bericht ist zu sehen wie AMA-Stiere vom AMA-'Gütesiegelerzeuger' im mit AMA-Zertifikat ausgezeichnetem Schlachthof an einem Bein am Förderband hängend bei vollem Bewusstsein zu Tode gequält wurden. Für "Tierschutz im Unterricht" erklären sowohl die Veterinär-Kontrollperson als auch die Schlachthausverantwortlichen, wie Fleisch der an diesem Vormittag geschlachteten Tiere mit dem vorläufigen AMA-Gütesiegel gekennzeichnet wird. Den Originalton haben wir uns erlaubt, neu einzufügen: "Des is a AMA-Stier". Das Tier wurde im Computer als AMA-Stier geführt und das Fleisch mit einem Zettel "AMA-Gütesiegel" beklebt.

Als wir im Schlachthaus gedreht haben, war das ph-Wert-Messgerät gerade auf Reparatur. War damit die ganze AMA-Kontrolle defekt?

 

Tierausbeutung überwacht sich selbst

Angeblich kontrolliert die AMA die Schlachthäuser bzw. lässt sie durch die Vet.Control überwachen. Die Kontrollen "erfolgen prinzipiell unangemeldet (Überraschungsprinzip)", heißt es in der AMA-Gütesiegel-Richtlinie verheißungsvoll. Die Tierschutz- und Hygienekontrollen müssen völlig wirkungslos sein! Wie sonst könnte es sein, dass Bauern, Viehhändler, Schlächter und Schlachthausbetreiber sich in keiner Weise bewusst sind, dass sie sogar vor laufender Kamera immer wieder Tier- und Konsumentenschutzbestimmungen verletzen? Niemand ist sich einer Schuld bewusst, während geschäftig pfeifend und scherzend die Tiere am Fließband zu Tode gequält werden. Wie ist es möglich, dass Amtstierärzte und sonstige Kontrolleure diese Missstände seit Jahren übersehen haben?

 

Statt Klagsdrohungen: Tierschutz in  Kontrolle einbinden

Wenn der Agrarmarkt abstreiten will, dass es sich um AMA-Stiere gehandelt hat, muss er den Schlachthausbetreibern und dem Veterinärkontrolleur "rechtliche Schritte" androhen. Wir haben lediglich dokumentiert, wie die Tiere in den Schlachthäusern zu Tode gequält werden. Für den Tierschutz ist es ziemlich gleich, ob es sich um AMA-Tiere handelt oder nicht. Die Tierquälereien gehören unterbunden! Und das wird nur zu gewährleisten sein, wenn der Tierschutz in die Kontrolle einbezogen wird. Denn wie unsere Dokumentation zeigt, kümmert sich im Schlachthaus kaum jemand um den Schutz der Tiere. Der Veterinär, der für "Tierschutz im Unterricht" anhand der Ohrenmarke den Tierkadaver vorläufig als AMA-Fleisch deklariert, steht am anderen Ende des Fließbandes und kann von dort die Hilfeschreie der gequälten Tiere nicht hören. Der Computer weist den Stier als AST (AMA-Stier) aus. Die AMA Marketing GesmbH mit Sitz in Wien behauptet, dass kein einziger der geschlachteten Stiere als AMA-Gütefleisch verkauft wurde, da es "keinen Abnehmer von AMA-Gütesiegel-Rindfleisch gab..."  Kaum jemand, der in unserem Video gesehen hat, wie AMA-Stiere geschlachtet werden, wird solches Fleisch kaufen, auch wenn es mit dem blutroten Emblem gezeichnet wäre.

 

Anzeige gegen alle Schlachthöfe

Der "Dachverband der oö Tierschutzorganisationen" hat wegen des dringenden Verdachtes auf Tierquälerei gegen alle Schlachthäuser in Österreich bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet. Andere Tierschutzorganisationen weltweit sind aufgefordert jeweils in ihrem Land dasselbe zu veranlassen. Die Rechtsvertretung des TS-DV hat von der Staatsanwaltschaft Linz die Mitteilung bekommen, dass die Anzeige mit der LR Dr. Stöger-Anzeige verbunden und gemeinsam behandelt wird.

Den kleinen Landmetzgereien wurde, wenn sie die EU-Hygienevorschriften nicht erfüllen konnten, von den Behörden unbarmherzig untersagt, weiter Fleisch auf den Markt zu bringen. Jetzt wird sich zeigen, ob die Behörden gegen die mächtige Massenfleischindustrie genauso konsequent vorzugehen wagen. Sollte sich in den zu erwartenden Verfahren herausstellen, dass es nicht möglich ist, Schlachthäuser zu betreiben ohne Tierquälerei zu verursachen und gegen Hygienemaßnahmen zu verstoßen, müssen die Betriebe unverzüglich stillgelegt werden.

 

Ohrenmarken kennzeichnen nur die abgeschnittenen Ohren

Wie dem Stier bei lebendigem Leib das Ohr samt Ohrmarke abgeschnitten wird, war schon bisher zu sehen. Die neue Fassung zeigt während des Todeskampfes im linken Hintergrund wie ein zweiter Schlachthausarbeiter auf der Tribüne liegende Ohren aufnimmt und in Plastiksackerl steckt. Gibt es hier eine Unsicherheit im Ohrenmarken-Überwachungssystem der AMA, bei Bauernhofgarantie und bei ev. BSE-Fällen? Ist es möglich, dass Schlachtkörper mit nicht zugehörigen Ohren behängt werden? Dann würde im BSE-Fall aufgrund von ev. verwechselter Ohrenmarken das Fleisch zu einem falschen Bauern rückverfolgt.

 

Der ZORN GOTTES

Jeder Fleischesser hat das Recht darüber informiert zu werden, wie in Tierfabriken und Schlachthäusern Fleisch 'hergestellt' wird. Für private Initiativen zur Weiterverbreitung haben wir unzählige Kopien der Schlachthaus-Dokumentation verschickt.
Künstler waren so tief berührt, dass sie dem Tierschutz Unterstützung in der Information der Bevölkerung zugesagt haben. Musiker der Formation "Wunschkinder" (+436644633812) haben für das Video die Tonbegleitung "ein dialog am tag des zorn gottes" eingespielt. Im Internet kann nun auch diese vertonte Fassung heruntergeladen werden. Das Brüllen der Rinder beim Schlachten ist trotzdem nicht zu überhören.

 

Die neuen Fassungen der Schlachthausdokumentation sind abrufbar unter

http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html 

bzw. auf unserer hompage www.tierschutz.cc

 

NEWS-Bericht "Todeskampf am Fließband" unter
www.tierschutz.cc  Dachverband, Presseberichte, 2001

 

Bild-Dokumentation zum Ohrenmarken-Skandal

Copyright "TiU/Landa; Markus Müller, Kameramann von Tierbildarchiv.de"

Unter http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/ohrenmarken/skandal.html 

 

Schlachthaus-Video im Web-tv

Die OÖ. Nachrichten haben das Schlachthaus-Video zur Information der Bevölkerung in ihr Web-tv aufgenommen. Zusätzlich gibt es Videos mit Stellungnahmen von der zuständigen LR Dr. S. Stöger, Tierschutzdachverbandspräsident Dr. F. Landa und Tierärztepräsident Dr. H. Wurzer unter

http://webtv.nachrichten.at/video.php?sid=98&mode=thread&order=0

 

Dr. Friedrich Landa
Geschäftsführer Tierschutz im Unterricht
Tierschutz-Dachverbandspräsident 
 +43 66 43 43 43 66

 


Das Grauen der Endzeit
Apokalypse der Tiere – Apocalypse of Animals

Bürokratius Gnadenlos lässt unsere lieben Geschwister, die Tiere, in den Schlachthäusern der EU unter unvorstellbaren Qualen zu Tode martern. Hindus und Jains und Christen und Tierfreunde in aller Welt packt das blanke Entsetzen.

etika.com warnt vor dem Zorn des Herrn. Wer grausam ist, hat nichts anderes zu erwarten als strenge Strafen in Ewigkeit, wenn er sich nicht bekehrt und Wiedergutmachung leistet.

In der Bibel heißt es: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ (Lukas 6,36)

„Es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit geübt hat.“ (Jakobus 2,13)

Gott wird „jedem vergelten nach seinen Werken“. (Römer 2,6).

“Darin, dass jeder entsprechend der Art seines Vergehens leidet, wird in einzigartiger Weise die göttliche Weisheit und Gerechtigkeit offenbar. Wie mit einer Waage wird die Strafe für die Verfehlungen zugemessen, sagt der Weise.“ (Bruder Luis von Granada, Meditation Freitagabend)

EU-Richtlinie gegen nationale Tierschutzgesetze
Wer gewinnt die Schlacht? Der Mammon oder die Ethik?
Es hängt ein bisschen auch von euch ab:

Esst so wenig Fleisch wie möglich!
So lange, bis alle Tiere in der EU vor dem Schlachten voll betäubt werden!
Fleisch-Boykott: wenigstens 5 Tage in der Woche!
Meat Boycott: at least 5 days of the week!
Boicot de la carne: por lo menos 5 días en la semana!

Der Greuel der Vivisektion wird weltweit auch täglich bei ungezählten Tierversuchen praktiziert.

Er wird nur noch übertroffen von den wahnsinnigen Experimenten des berüchtigten amerikanischen Forschers Dr. Robert White. Er verpflanzt die Köpfe von Affen und will dies auch bei Menschen tun. Wohlwollende Presseartikel von einer Seite, von der man sich dies nie erwartet hätte, sind schon geschrieben.

 

„Mensch, was schlägst du das Tier!
Wehe euch, die ihr nicht hört, wie es zum Schöpfer im Himmel klagt und um Erbarmen schreit.
Dreimal wehe aber dem, über welchen es in seinem Schmerz schreit und klagt!
Schlage es niemals mehr, damit auch du Erbarmen findest!“

(Apokryphes Jesuswort aus der koptischen Bibel, zitiert im Handbuch des einfachen Lebens, Kapitel 99: Barmherzigkeit)

Die christlichen Tierschützer erinnern auch an das geheimnisvolle Wort des Apostels Paulus: „Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung: Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.“ (Römer 8, 19-22).

Recuerda que todas las criaturas son obra del Creador y tú eres una de ellas. (Pedro Varela)
Denke daran, daß alle Kreaturen Werk des Schöpfers sind und du eine von ihnen bist.

Beten wir für alle gemarterten Tiere, auch jene, die von Moslems und Juden nach religiösem Ritus grausam ohne Betäubung geschächtet werden:

Herr, erbarme dich der Tiere

Senyor, tingueu pietat dels animals

Señor, apiádate de los animales

Jednostavna Molitva za zivotinje

Signore, abbi pietà per gli animali

Seigneur, aie pitié des animaux

Dokumentation:

Das Brüllen der Rinder beim Geschlachtetwerden

 

Video: http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html

 

Bilder zur Dokumentation (Bildautorenvermerk: TiU/Landa)

http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/rinderschlachtung.html

 

Weiteres Bildmaterial, Recherche & Dokumentation: Markus Müller, Kameramann von Tierbildarchiv.de

 

Dr. Friedrich Landa, Tierschutz-Dachverbandspräsident

Homepage: http://www.tierschutz.cc

Die Schuld der EU

Zum Meditieren / para meditar / ramišljati (D/E/HR):

"Sie sind nicht schlecht, Muk. Sie denken nicht an das, was sie uns antun. Sie sind so erzogen und handeln aus Gewohnheit so. Die besten Menschen der Welt hören deswegen nicht auf, uns zu töten, um ihre Feste zu feiern. Aber wenn Gott, unser Herr, es so angeordnet hat, ist es wohl sein Wunsch, und wir müssen es annehmen." Jordi Mota

- No son malos, Muk. No piensan en el daño que nos hacen. Han sido educados así y actuan de esta manera por costumbre. Las personas más buenas del mundo no por ello dejan de matarnos para celebrar sus fiestas. Pero si Dios Nuestro Señor lo ha dispuesto así, es que es su deseo y debemos aceptarlo.
Jordi Mota

"Nisu oni pokvareni, Muk. Oni ne misle na to sto nam cine. Oni su tako odgojeni i imaju takve navike. Najbolji ljudi na svijetu ne prestaju nas zbog toga ubijati, da tima slave svoje svecanosti. Ali ako Bog nas gospodin je to tako naredio, to je sigurno njegova zelja i mi to moramo prihvatiti."
Jordi Mota


Fortgang der Aktion:

17. 5.2001 Pressemitteilung von DV-Präsident Dr. Landa: Schwere Vorwürfe gegen Tierschutz – Anzeige gegen Schlachthäuser wegen Verdacht auf Tierquälerei
APA: Tierschützer erstatten Anzeige gegen alle Schlachthöfe Österreichs – Fleischer weisen Vorwürfe zurück. Dazu ein Kurzkommentar von etika.com:

Zu durchsichtig, Frau Landesrätin!
Ihre hinterhältigen Angriffe auf den oberösterreichischen Tierschutzdachverband wird die sozialistische Tierschutz-Landesrätin hoffentlich noch bereuen. Sie hatte verlangt, die Tierschützer hätten sogleich eingreifen müssen, damit die geschlachteten Rinder betäubt würden. Das bedeutet, sie hätten darauf verzichten sollen, die Videoaufnahmen zu machen, mit denen jetzt Menschen in aller Welt aufgerüttelt werden. Damit gäbe es kein Beweismittel!

Wir rufen alle Tierfreunde, Tierschützer und Journalisten in aller Welt auf, grausames Schlachten nicht zu tolerieren, sondern die Zivilisation zu verteidigen.


Animal Liberation macht mit (Zuschrift)

Vielen Dank für das erschütternde Material!
Vieles davon war und ist uns leider bekannt, dennoch ist es immer wieder

ermütigend zu sehen, dass von vielen Seiten gegen dieses unwürdige Vorgehen

gekämpft wird!
Wir werden mit weiteren Aktionen versuchen, viele Menschen über solche

furchtbaren Taten zu informieren.

Viele Grüße aus Köln!
Aki Rüpprich

Animal Liberation 21.5.2001
Akiru@gmx.de


Folgen der Globalisierung (Zuschrift)
Natürlich sind Deine Seiten ein berechtigtes Anliegen
bei der Massentierhaltung und die Tiertransporten quer durch Europa hindurch.
Das sind die Folgen der EU und auch der Globalisierung. Es zählt nur noch die
Masse und die Rendite.
Jeder Individualismus auch im Bereich der Landwirtschaft wird dadurch kaputt
gemacht.
Jetzt wäre die große Chance ganz auf BIO umzustellen,
aber das wollen die global Player's nicht.
Ihnen geht es um Macht und
Kontrolle.
(G. K.)


Weltweite Kampagne gegen Tierquälerei in Schlachthäusern
Mitteilung des Dachverbandes der OÖ. Tierschutzorganisationen

Berichte über Schlachthaus-Tierquälereien
Der ORF-Salzburg hat in einem Bericht über unsere Schlachthausdokumentation, in der zu sehen ist wie Stiere am Förderband hängend bei vollem Bewusstsein aufgeschnitten werden, unsere Telefonnummer angegeben. Daraufhin haben viele Menschen angerufen und von eigenen Beobachtungen von Tierquälereien in Schlachthöfen erzählt. Auch Tierärzte, die im Schlachthaus Veterinärdienste leisten mussten, berichteten von entwürdigenden Tier-Misshandlungen .

Österreichweit Quälereien beim Schlachten

Es muss davon ausgegangen werden, dass die unerträglichen Zustände nicht nur in dem einen EU-Schlachthof, der uns eine Dreherlaubnis für "Tierschutz im Unterricht" gegeben hatte, stattfinden. Da es sich dabei angeblich um einen Vorzeigebetrieb handelt, muss davon ausgegangen werden, dass die Tiere in anderen Schlachthäusern noch brutaler behandelt werden. Um Maßnahmen gegen die von der Öffentlichkeit gewöhnlich verborgen gehaltenen Misshandlungen von Tieren einzuleiten, hat der "Dachverband der oö. Tierschutzorganisationen" bei der Staatsanwaltschaft Linz Anzeige gegen alle österreichischen Schlachthäuser (siehe Anhang) erstattet. Dem Tierschutz ist eine Kontrolle von Schlachtbetrieben nicht möglich. Durch die Installierung von Tierschutzinspektoren sollte der Tierschutz vom Gesetz her in die Kontrolle der Tierschutzbestimmungen bei Nutztierhaltung und in Schlachthäusern eingebunden werden!

 

EU-weit gültige Verordnung zum Schlachten ohne Rückenmarkszerstörer

In der Entscheidung der Kommission 2000/418/EG heißt es:

"Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass... nach dem 31. Dezember 2000 das zentrale Nervengewebe bei Rindern... nach dem Betäuben nicht durch Einführung eines Rückenmarkszerstörers durch den Schusskanal in die Schädelhöhle zerstört wird."

Demnach muss davon ausgegangen werden, dass auch in allen anderen EU-Staaten Tiere aus der Betäubung aufwachen, während sie aufgeschnitten werden und zum Ausbluten am Fließband hängen. Die Tierschutzorganisationen in anderen Ländern sind aufgefordert, entsprechend ihrer Landesgesetze zum Schutz der Tiere bei der Schlachtung, ebenfalls Anzeige zu erstatten.

Der Internetdienst etika.com hat unsere Presseaussendungen zusammengefasst, in mehrere Sprachen übersetzt und weitergeleitet.

 

Weltweite Kampagne gegen Tierquälerei in Schlachthäusern

Inzwischen hat sich eine amerikanische Hindu-Gemeinschaft über die Rinder-Schlacht-Dokumentation informiert und in den USA und Asien Maßnahmen zur Aufklärung der Bevölkerung über die Vorgänge in den Schlachthäusern eingeleitet.

Es besteht der dringende Verdacht:

Überall wo am Fließband geschlachtet wird,

kommt es zwangsläufig zu schweren Misshandlungen von Tieren.

Deshalb muss prinzipiell hinterfragt werden, wie Nutztiere behandelt werden:

 

Mit welchem Recht werden Tiere geschlachtet?

§ 4 Tierquälerei (oö Tierschutzgesetz) lautet:

"Niemand darf ein Tier quälen, das heißt, ungerechtfertigt und vorsätzlich

1. ein Tier in qualvoller Weise töten,

2. einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen,

3. ein Tier in schwere Angst versetzen."

All das geschieht tagtäglich in den Schlachthäusern!

"Wer ein Tier roh misshandelt oder ihm unnötige Qualen zufügt" fällt laut ö. Strafgesetzbuch unter § 222 "Tierquälerei".


Fleischessen tötet

Laut Gesetz dürfen Tiere nur getötet werden, wenn das nötig ist. Vermeidbare Schmerzen dürfen nicht zugefügt werden.

Der Tierschutz-Dachverband ersucht die Staatsanwaltschaft deshalb auch zu prüfen, ob das Quälen und Töten von Tieren aus Profit- und Genussgier nicht generell zu hinterfragen ist, da es genügend Lebensmittel gibt, die ohne Tierquälerei in Schlachthäusern zu verursachen hergestellt werden können.

Der Tierschutz erstattet nicht Anzeige, damit irgendwelche Betreiber eines Schlachthofes für das bestraft werden, was letztlich durch die Konsumgewohnheiten der Fleischesser verursacht wird. Unser Anliegen ist der Schutz der Tiere: Die an Brutalität und Gleichgültigkeit nicht mehr zu übertreffenden Grausamkeiten in Schlachthöfen gehören sofort und dauerhaft unterbunden! Fleischessen verursacht Gewalt gegen Tiere.


Anhang:

Anzeige gegen Schlachthöfe bei der Staatsanwaltschaft

An die
Staatsanwaltschaft Linz
Landesgericht Linz
Fadingerstraße 2
4020 LINZ

Einschreiter:           Dachverband der OÖ. Tierschutzorganisationen
                            vertreten durch:   Präsident Dr. Landa

vertreten durch:               Dr. Schoßleitner
                             Rechtsanwältin in 4910Ried/Innkreis

verdächtige Personen:
  Betreiber bzw. Verantwortliche von 
                                   Schlachthöfen im Bundesgebiet
 

wegen:                           § 222 StGB 

SACHVERHALTSBEKANNTGABE

Dem Einschreiter wurde durch Berichte von Schlachthausbesuchern bzw. -beschäftigten und durch eigene Recherchen in Schlachthöfen im Bundesgebiet, nachstehender Sachverhalt bekannt, der der Staatsanwaltschaft mit dem Ersuchen um Überprüfung auf die strafrechtliche Relevanz im Hinblick auf § 222 StGB zugeleitet wird: 

Gemäß den Tierschutzbestimmungen der einzelnen Bundesländer, so auch nach dem oö. Tierschutzgesetz, darf ein Tier nur geschlachtet werden, wenn vor dem Blutentzug eine vollkommene allgemeine Betäubung vorgenommen wurde. 

Bisher wurde nach der Betäubung bei Rindern die Zerstörung des Rückenmarks unter Verwendung des sog. „Hirnstabes“ vorgenommen, wodurch sichergestellt werden sollte, dass die Tiere das dem Schlachtschuss folgende Ausbluten und die anschließende Verarbeitung nicht mehr bewusst wahrnahmen. 

Aufgrund der EU-weiten BSE-Krise wurde diese Praktik der Rückenmarkszerstörung nunmehr durch einen Erlass der Kommission (2000/418/EG) in den Mitgliedsländern untersagt, da „die Zerstörung von zentralem Nervengewebe nach dem Töten mit dem Bolzenschussapparat durch Einführung eines Rückenmarkszerstörers durch den Schusskanal in die Schädelhöhle bewirken könnte, dass sich potentiell infiziertes zentrales Nervengewebe während des Schlachtprozesses über den ganzen Tierkörper verteilt.“ 

Das Unterlassen der Rückenmarkszerstörung könnte jedoch dazu führen, dass Rinder beim Schlachten aus der Betäubung aufwachen, während sie bereits an den Hinterbeinen zum Ausbluten aufgezogen sind und aufgeschnitten werden. In einer Bilddokumentation des Einschreiters, welche kürzlich in einem oberösterreichischen Schlachthof erstellt wurde, sind Rinder zu sehen, welche an den Hinterbeinen hochgezogen und aufgeschnitten werden und aufgrund mangelhafter Betäubung dabei im Todeskampf zu brüllen beginnen. 

Es ist daher davon auszugehen, dass seit 31.12.00 bei der Schlachtung von Rindern infolge unzureichender Betäubung tagtäglich in österr. Schlachthöfen der Tatbestand des § 222 StGB erfüllt wird. 

Beweis: zeugenschaftliche Einvernahme von Dr. Friedrich Landa
vorzulegendes Bild- und Videomaterial
 
zugänglich über http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/rinderschlachtung.html
bzw. unter www.tierschutz.cc

Auch vor Inkrafttreten der EU-Verordnung und davon unabhängig wurde von Tierquälereien in Schlachthäusern beim Treiben der Tiere und von unzureichender Betäubung berichtet. Nicht nur die Betäubung von Rindern mittels Bolzenschuss gilt als problematisch. Werden Schweine massenhaft und unter Zeitdruck mittels Elektronarkose oder Kohlendioxid betäubt, und ist die Dauer der Einwirkung zu kurz, kann nicht gewährleistet werden, dass die Tiere bis zu ihrem Tod empfindungs- und wahrnehmungslos bleiben.
Auch werden Tiere schon der Weiterverarbeitung zugeführt, obwohl noch nicht der Tod durch vollständiges Entbluten eingetreten ist. Das zeigt sich daran, dass in manchen Schlachtbetrieben bis zu 70 % der Schweine Brühwasser in den Lungen haben, also zum Zeitpunkt der Weiterverarbeitung noch geatmet haben.

Aufgrund der neu entstandenen BSE-Problematik wird eine  verlässliche Betäubung und damit eine zumindest annähernd schmerzfreie Schlachtung hinkünftig kaum mehr möglich sein. Es wäre daher auch zu klären, ob die derzeit praktizierte Form der Schlachtung, die den Tieren zusätzliche extreme Schmerzen und Qualen zufügt, noch den von der Judikatur entwickelten Kriterien des vernünftigen und berechtigten Zweckes, welcher die Erfüllung des Tatbestandes des § 222 ausschließt, standhält. 
Hier ist zu bedenken, das der Verzehr von Fleisch bei der heutigen Fülle an Alternativangeboten nicht nötig, und angesichts der in zahlreichen ernährungswissenschaftlichen Studien dokumentierten gesundheitsschädlichen Folgen übermäßigen Fleischkonsums auch nicht „vernünftig“ ist. 

Es wird daher beantragt, den geschilderten Sachverhalt nach Einvernahme des Vertreters des Einschreiters auf seine strafrechtliche Relevanz zu überprüfen, Maßnahmen zu veranlassen, dass die Tierquälereien sofort und dauerhaft unterbunden werden und den Einschreiter darüber zu verständigen. 

Ried im Innkreis, am 28.5.01               Dachverband der OÖ. Tierschutzorganisationen


Dringende Bitte um Hilfe!
Ist jemand imstande, folgende Pressemitteilung auf englisch zu übersetzen? Wir brauchen den Text für unsere weltweite Kampagne gegen das grausame Schlachten. Unsere eigenen Übersetzungen sind zu schlecht. Bitte an: tierschutz@t0.or.at und  aihs@etika.com

Schlachthaus-Presseaussendung:

 

EU für Gräueltaten in Schlachthäusern verantwortlich?

 

Qualen in Schlachthäusern von EU-Verordnung verursacht?

Die Gräueltaten in den Schlachthäusern, die für "Tierschutz im Unterricht"

dokumentiert wurden, könnten von einer EU-Entscheidung verursacht sein. Wo

am Fließband geschlachtet wird, kommt es zu Gewalt gegen Tiere!

Zwar schreiben die Tierschutzgesetze der einzelnen Länder vor (zB oö.

Tierschutzgesetz): "Wer ein Tier schlachtet, muss vor dem Blutentzug eine

vollkommene allgemeine Betäubung vornehmen."

 

Neue Vorschriften der EU untersagen jedoch seit Beginn dieses Jahres die

Rückenmarkszerstörung bei der Schlachtung unter Verwendung des Hirnstabes,

weil dadurch BSE-Risikomaterial über die Blutbahn in alle Körperteile

gelangen könnte. Mit diesem Stab wurde nach dem Anschießen im Gehirn der

Tiere herumgestochert, um das Zentralnervensystem zu zerstören und zu

vermeiden, dass die Tiere beim Ausbluten und während ihnen bereits die Beine

abgeschnitten werden, aus der Betäubung erwachen. Diese "Sterbehilfe" wurde

Anfang des Jahres verboten. In der Entscheidung der Kommission 2000/418/EG

heißt es:

"Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass... nach dem 31. Dezember 2000 das

zentrale Nervengewebe bei Rindern... nach dem Betäuben nicht durch

Einführung eines Rückenmarkszerstörers durch den Schusskanal in die

Schädelhöhle zerstört wird."

 

Das Verbot wurde ausgesprochen weil laut Begründung des 'Wissenschaftlichen

Ausschusses für veterinärmedizinische Maßnahmen'

"die Zerstörung von zentralem Nervengewebe nach dem Töten mit dem

Bolzenschussapparat durch Einführung eines Rückenmarkszerstörers durch den

Schusskanal in die Schädelhöhle bewirken könnte, dass sich potentiell

infiziertes zentrales Nervengewebe während des Schlachtprozesses über den

ganzen Tierkörper verteilt."

 

Diese Maßnahme für den Schutz der Konsumenten vor BSE-Erregern zieht für die

Schlachtopfer unbeschreibliches Leid nach sich: Tiere wachen beim Schlachten

aus der Betäubung auf, während sie an den Hinterbeinen schon zum Ausbluten

aufgezogen sind und beginnen, während sie aufgeschnitten werden, in ihrem

Todeskampf schauderhaft zu BRÜLLEN!

 

Bilder zur Dokumentation (Bildautorenvermerk: TiU/Landa)

http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/rinderschlachtung.html

 

 

Dr. Friedrich Landa

Tierschutz-Dachverbandspräsident

 +43 66 43 43 43 66

Homepage: http://www.tierschutz.cc

Bitte bis hierher übersetzen!


Schlachten am Fließband ist immer brutal

 

Unschuldige Schlächter

In "Vera" gestern Abend hat Dr. Jürgen van der Emden von der Vet.Control gemeint, die Stiere seien nicht sachgerecht betäubt gewesen, weil der Bolzenschussapparat nicht an der richtigen Stelle angesetzt wurde. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Tiere zunächst völlig betäubt wegsackten. Das ist auf unserer Schlachthausdokumentation klar und deutlich zu sehen. Das Problem ist, dass die Tiere am Fließband hängend aus der Narkose wieder aufwachen, weil der Rückenmarkszerstörer aufgrund der EU-Verordnung nicht mehr verwendet werden darf, mit dem den Tieren früher gleich nach dem Bolzenschuss die Gehirnzentren zerstört wurden.

Betreiber und Verantwortliche von Schlachthäusern weisen den Vorwurf zurück, dass in ihren Betrieben tagtäglich Tierquälereien stattfinden. Sie können ja nicht gut zugeben, dass die Tiere in ihrer Todesahnung oft nur unter Anwendung brutaler Mittel zur Schlachtbank getrieben werden können und das Töten von Tieren prinzipiell problematisch ist.

 

BM Haupt fordert, was es ohnehin schon gibt

Der für Veterinärfragen zuständige Bundesminister Haupt meint in einer Stellungnahme zum Schlachthausskandal, dass es ihm nicht möglich sei, direkt in die Kontrolle der Tierschutzbestimmungen einzugreifen. In Österreich gibt es noch immer kein Bundeseinheitliches Tierschutzgesetz. Tierschutz ist Ländersache. Der ehemalige Schlachthaustierarzt Haupt fordert deshalb von jedem einzelnen Landeshauptmann, im Rahmen einer 15a-Vereinbarung eine bessere "Ausbildung des Schlachtpersonals im Hinblick auf tierschutzgerechtes Schlachten" sicherzustellen und dass "der amtlich beauftragte Schlachttier- und Fleischuntersuchungstierarzt... speziell als Tierschutzorgan zu bestellen (ist), wobei der zuständige Amtstierarzt ebenfalls die Einhaltung aller Vorschriften einer tierschutzgerechten Schlachtung zu überwachen hat."

 

Veterinäre stehen am anderen Ende des Fließbandes

Wie unser Schlachthaus-Video beweist, ist auf Tierschutzbestimmungen und Fachleute wie Veterinäre und Tierärzte, wenn es um Tierschutz geht, kein Verlass. In der harten Praxis von Akkordschlächterei kann auf Tierschutzbestimmungen kaum Rücksicht genommen werden. Die Veterinäre haben ihre Hygiene-Kontrollen genau am anderen Ende des Fließbandes durchzuführen und werden die Hilfeschreie der Tiere beim Geschlachtetwerden bei dem ohrenbetäubenden Lärm im Schlachthaus kaum hören.

 

Tierausbeuter als Interessensvertreter der Tiere nicht geeignet

Es waren schon bisher die Tierärzte, die für die Kontrolle der Tierschutzbestimmungen zuständig waren. Diese Kontrolle hat, wie wir dokumentieren konnten, kläglich versagt. BM Haupt fordert, was es ohnehin schon gibt, aber nicht funktioniert. Mit Appellen an andere Politiker sind die Zustände in den Schlachthöfen nicht zu ändern! Die Zeit ist überreif für einen konsequenten bundeseinheitlichen Tierschutz!

 

Mehr als fromme Appelle NOT-wendig

"Die Einbeziehung des Tierschutzgedankens in alle entsprechenden gesetzlichen Vorschriften und deren strikte Vollziehung und Überwachung ist heute eine wichtige ethische Verpflichtung." Schöne Worte am Ende des Schreibens von Minister Haupt an die Landeshauptleute. Das kann aber gegen die Interessen der Fleischindustrie nur durchgesetzt werden, wenn die Tierschutzorganisationen als Interessensvertreter der Tiere in die Kontrolle eingebunden werden. Die Tierschutzorgane müssen von den Tierschutzorganisationen gestellt werden! Sonst wird die Profitgier der Tierausbeuter in der Tierhaltung und bei der Schlachtung immer die Praxis bestimmen und Ethik ein bloßes Lippenbekenntnis bleiben. Tierärzte, die meist selbst von Tierausbeutung leben, sind nicht dazu geeignet, die Interessen der Tiere zu vertreten. Ihre Fachkenntnisse als Sachverständige sind in der Interessensabwägung zwischen Schlachtbetrieb und Tierschutz gefragt. Wer tatsächlich eine Verbesserung der Situation der Schlachttiere erreichen will, muss für die Einbeziehung der Tierschutzorganisationen in die Überwachung der Tierschutzbestimmungen eintreten. Aber das ist höchst riskant, denn dann könnte sich herausstellen, dass Schlachten am Fließband ohne Verursachung von Tierquälerei gar nicht möglich ist.

 

Kann am Fließband ohne Tierquälerei geschlachtet werden?

Jeder Journalist, dem ein Schlachthausverantwortlicher, Agrarpolitiker oder Veterinär bei einem Interview weiszumachen versucht, dass es Schlachthäuser gibt, in denen es zu keinen Brutalitäten kommt, sollte sofort die Frage stellen: Wenn in diesem Betrieb alles in Ordnung ist, dürfen wir das dokumentieren, damit die Bevölkerung darüber informiert werden kann, dass Schlachten auch ohne Tierquälerei möglich ist? Auf diese Weise sind wir zu unseren erschütternden Aufnahmen gekommen. Bauern, Viehhändler und Schlachthausbetreiber waren tatsächlich der Meinung, dass die Tiere bei ihnen in "guten Händen" seien. Voller Stolz haben sie vor laufender Kamera demonstriert, wie vorbildlich bei ihnen das Schlachtvieh behandelt wird. Wären sie nicht im guten Glauben gewesen, dass bei ihnen alles bestens abläuft, hätten sie uns gar nicht filmen lassen. Es ist erschütternd, wie wenig Sensibilität gegenüber Tierquälereien vorhanden ist.

 

Schlachten am Fließband ist immer brutal

Sollte ein Schlachthausbetreiber behaupten, dass in seinem Betrieb ohne Tierquälerei geschlachtet wird, ist der Tierschutz bereit, das auch zu überprüfen und zu dokumentieren. Bis ein Schlachtbetrieb ohne Tierquälerei gefunden wurde, muss davon ausgegangen werden: Beim Schlachten am Fließband kommt es zwangsläufig zu Misshandlungen von Tieren! Solange die Schlachthäuser unter Ausschluss der Öffentlichkeit arbeiten, ist anzunehmen, dass weiter schreckliche Tierquälereien im Verborgenen begangen werden.

 

Die eigentlich Schuldigen

Abgesehen von den Tierquälereien beim Transport, beim Treiben ins Schlachthaus und beim Schlachtvorgang:

Fleischessen tötet! Der Genuss von Fleisch verursacht Gewalt gegen Tiere.

So gesehen sind die Schlächter tatsächlich nur Handlanger und nicht die Hauptschuldigen. Anstifter und Verursacher sehen meist nicht über ihren Tellerrand hinaus in die grausame Wirklichkeit der Schlachthäuser. Ihr Konsumverhalten ist gleichsam der Auftrag, aufgrund dessen für sie getötet wird. Fleischesser sollten sich deshalb nicht zu sehr über die Schlächter, als mehr über sich selbst empören.

Homepage: http://www.tierschutz.cc


 

Auch Behörden gegen Tierquälereien machtlos

Nutztierquälerei in Salzburg
Im Dezember wurden Behörden und Medien von Tierschützern über schlimme Haltungsbedingungen der Nutztiere direkt vor den Toren der Stadt Salzburg informiert. Die Anzeige war laut Amtstierärztin Dr. Gertraud Wagner-Schöppl berechtigt. Es wurde ein Verwaltungsstrafverfahren gegen einen Landwirt in Eugendorf eingeleitet. "Für die Bauern seien die Kastenstände bequem und platzsparend. Für die Tiere seien sie eine Qual", berichteten die Salzburger Nachrichten.
Haben Medienberichte und Anzeigen die Situation der Tiere verbessert?

Wie Kettensträflige gefangen gehalten

Mitte Mai, also ein halbes Jahr später,  haben Tierschutzaktivisten erneut die Stallungen besucht. Auch nach den Berichten in den Medien und den Kontrollen durch Amtstierärzte hat sich an den entwürdigenden Haltungsbedingungen kaum etwas verbessert. Noch immer werden die Tiere wie Kettensträflige gefangen gehalten. Die Schweine müssen ohne Einstreu auf Betonboden leben und wenn sie sich niederlegen, kommen sie auf der schweren Eisenkette zu liegen, mit der sie angekettet sind.

OÖ: Tierquälerei unter "Bauernhofgarantie" in Schweine-KZ
Im Februar haben Tierschützer eine Fleischpackung aus einem Supermarkt in Salzburg, die mit "Bauernhofgarantie" vermarktet wurde, auf ihre tatsächliche Herkunft zurückverfolgt. Dabei sind sie in Neukirchen/Enknach auf einen der größten Schweinekonzentrationsbetriebe Oberösterreichs gestoßen, wo tausende Tiere unter erbärmlichen Zuständen gemästet werden. Der "Verein gegen Tierfabriken" hat den Skandal aufgedeckt und bei der Behörde Anzeige wegen Tierquälerei und Konsumententäuschung erstattet. Die Aufnahmen aus dem Schweine-KZ zeigten kranke und verletzte Tiere mit offenen Gelenkswunden, abgebissenen Schwänzen, tote Tiere sowie jede Menge Arzneimittel und Antibiotika bzw. dreckige Spritzen mit aufgesetzten Kanülen.

Trotz Anzeige weiter Tierquälerei
Nachdem dieser Skandal aufgedeckt wurde, haben Zeitungen und ORF über die fürchterlichen Zustände berichtet. Auch die Behörden waren tätig. Einige Tiere mussten notgeschlachtet werden. Das war Anfang des Jahres.
Fünf Monate später haben Tierschutzaktivisten erneut recherchiert und dokumentiert. Leider muss festgestellt werden:
An den Haltungsbedingungen und Tierquälereien hat sich kaum etwas geändert. Wie ist das möglich?

Behörden machtlos

Dr. Friedrich Landa hat in seiner Funktion als Präsident des Dachverbandes der oö. Tierschutzorganisationen die in OÖ. für Tierschutz zuständige Frau Landesrätin Dr. Stöger und den Leiter der Polizeiabteilung für Tierschutz, Herrn Hofrat Dr. Hindinger, auf die Missstände angesprochen und neues Bildmaterial vorgelegt, das beweist, dass auch nach Verständigung der Behörde die Tiere weiter gequält werden.

Dagegen sei auch die Behörde machtlos, denn der Betreiber der Tierfabrik habe gegen die Bescheide der Behörde Rechtsmittel eingelegt. So lange der Instanzenweg beschritten und nicht rechtskräftig abgeschlossen sei, müssen die Tiere die Quälereien weiter über sich ergehen lassen? Werden die Tiere im Alltag der Nutztierhaltung und der Rechtssprechung noch immer behandelt, als seien sie empfindungslose "Sachen"?


Bundeseinheitliches Tierschutzgesetz und Tierschutzkontrolleure gefordert
Sollten die Behörden tatsächlich keine Möglichkeit haben, Tierquälerein sofort und effektiv unterbinden zu können, müssen die Politiker durch ein verbessertes Tierschutzgesetz dafür sorgen, dass empfindsame Lebewesen nicht weiter der Profitgier der Tierhalter ausgeliefert sind. Dazu bietet sich gerade eine gute Gelegenheit: Ein neues Tierschutzgesetz soll demnächst im Landtag beschlossen werden. Der Tierschutz muss in die Kontrolle von Tierhaltung und Schlachthäusern eingebunden werden, da offensichtlich sonst niemand wirksam am Schutz der Tiere Interesse zeigt. Jene Tierschutzorganisationen, die Missstände zur Anzeige bringen, werden von den Behörden nicht darüber informiert, ob gegen die Tierquäler ermittelt und etwas gegen die Quälereien unternommen werden konnte, oder ob das Verfahren eingestellt wurde. Dem Tierschutz wurde vom Büro Stöger versichert, dass die Behörden ihre Möglichkeiten auszuschöpfen versuchen. Aber wie die Recherchen vom Mai zeigen, nehmen die Tierfabriksbetreiber weiter keine Rücksicht auf das Leid der Tiere. Wie könnten sie auch?

Tot oder lebenslang gequält

Frau LR Stöger hat, nachdem sie über die andauernden Tierquälereien informiert wurde, resignierend gefragt: "Ja wollen Sie, dass alle Tiere notgeschlachtet werden?"

Heißt das, dass es in unserer Gesellschaft keine Möglichkeit gibt den Tieren zu helfen und ihnen halbwegs tiergerechte Haltungsbedingungen zu ermöglichen? Gibt es in der Praxis der Schweinefleischerzeugung nur die Alternative: Lebenslange Qual oder Notschlachtung?

Wenn das so ist, müssen Tierfabriken völlig verboten werden!

 

Verbot von Tierfabriken

Das wäre nicht nur für die Tiere gut, sonder auch für die Konsumenten. Denn in Ställen mit Massentierhaltung können die Bauern kaum ohne Zusatz von Antibiotika die Tiere vor Krankheiten und Seuchen bewahren. Massentierhaltung ist untrennbar mit Massentierquälerei und Medikamentenmissbrauch verbunden! Wenn die Bauern damit aufhören, das weiter massenhaft zu produzieren, was es ohnehin schon zuviel gibt, werden sie auch einen guten Preis für gute Lebensmittel bezahlt bekommen, die ohne gesundheitsgefährdende Zusatzstoffe und ohne Tierquälerei hergestellt werden.

 

Dokumentation:

Bilder von unschuldigen "Kettensträflingen" aus einem Bauernhof vor den Toren der Stadt Salzburg. Aufgenommen im Dezember 2000.

http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/anzeige/tierqual.html

Es kommt zur Anzeige gegen den Bauern. Bericht über die Qual der Tiere in den Salzburger Nachrichten 3. 2. 2001

http://www.t0.or.at/~tierschutz/dachverband/kontrollen.html

Obwohl sich die Behörden eingeschaltet haben (ein Verwaltungsstrafverfahren wurde gegen den Bauern eingeleitet), hat sich Monate später kaum etwas an der Situation geändert. Mitte Mai 2001 wurden folgende Bilder dokumentiert:

http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/tierhaltung/salzburg.html

 

Im Februar konnte in Oberösterreich aufgedeckt werden, wie unter "Bauernhofgarantie" im Schweinemäst-KZ Tiere zu Tode gequält wurden:

http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/fleischskandal/bauernhofgarantie.html

Der "Dachverband der oö. Tierschutzorganisationen" informierte das Büro von LR. Achatz, der "Verein gegen Tierfabriken" erstattete Anzeige wegen Tierquälerei und Konsumententäuschung, die Medien berichteten groß und die Behörden mussten einschreiten - aber einige Monate später werden bei einer weiteren Recherche erneut schwere Tierquälereien dokumentiert:

http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/tierhaltung/oberoesterreich.html

Auf die Missstände angesprochen erklären sich die verantwortlichen Politiker und Behörden außerstande, die Tierquälereien sofort abzustellen, da der Betreiber des Schweinekonzentrationsbetriebes gegen die Verfügungen der Behörde Rechtsmittel ergriffen hat. 

 

Weiteres Bildmaterial (Video- und Bilddokumentationen für die Medien):

tierrechte@hotmail.com

Homepage: http://www.tierschutz.cc


OHRENABSCHNEIDER-SKANDAL IN SCHLACHTHÄUSERN
Verbrechen im Verborgenen

(hier stark gekürzt: Absätze, in denen AMA vorkommt, wurden gestrichen)

 

BSE: Schwachstelle in Fleischkennzeichnung

Dass in Österreich je ein BSE-Fall in die Öffentlichkeit dringen könnte ist, wie Politiker immer wieder versichern, sehr sehr unwahrscheinlich. Schließlich werden die BSE-Kontrollen von jenen in Auftrag gegeben, die größtes Interesse daran haben, dass der Fleischmarkt nicht weiter verunsichert wird. Sollte wider erwarten doch ein BSE-Fall publik werden, ist es möglich, dass das BSE-verseuchte Fleisch gar nicht auf jenen Bauernhof zurückverfolgt wird, von dem das Tier stammte. Es könnte sein, dass bei der Schlachtung die abgeschnittenen markierten Ohren vertauscht wurden. Dann ist vielleicht ein anderer Bauer dran! Die Kennzeichnung des Fleisches bzw. der Tiere hat nämlich eine grobfahrlässige Schwachstelle.

 

Zusammenbruch der Fleischindustrie droht 

Anfang dieses Jahres wurde für "Tierschutz im Unterricht" eine Video-Dokumentation erstellt, die den reiferen Schülerinnen und Schülern zeigen sollte, wie Fleisch 'produziert' wird. In dem Tatsachenbericht ist zu sehen, wie in einem EU-Vorzeigeschlachthof Stiere am Fließband bei vollem Bewusstsein aufgeschnitten und zu Fleisch verarbeitet werden. Was tagtäglich den Tieren im Schlachthaus angetan wird, hält die Agrar-Lobby für so unerträglich grausam, dass das Video nicht vom ORF und im Tierschutzunterricht gezeigt werden darf. Würde den Tatsachen entsprechend darüber berichtet, wie Fleisch ge-MACHT wird, gäbe es bald so viele Vegetarier, dass die tierausbeutende Landwirtschaft zusammenbricht.

 

Bei lebendigem Leib das Ohr abgeschnitten

Die Tiere werden zwar mit Ohrenmarken gekennzeichnet angeliefert. Aber wie auf unserer Schlachthausdokumentation zu sehen ist, wird dem Tier noch bei lebendigem Leib das Ohr mitsamt der Ohrenmarke abgeschnitten, während der Stier sich beim Ausbluten unter Todesqualen windet und entsetzlich brüllt. Das abgeschnittene Ohr wird von dem Schlächter zu anderen abgeschnittenen Ohren auf eine Tribüne gelegt. Später nimmt ein weiterer Schlachthausmitarbeiter von dort eines der Ohren, steckt es in ein Plastiksackerl und hängt dieses auf einen der Schlachtkadaver drauf. Am Ende des Fließbandes identifiziert der Veterinärkontrolleur die Leichenteile anhand der in Plastiksackerln drangehängten Ohrenmarken.

Wozu das ganze Getue um die Kennzeichnung durch Ohrenmarken und die Rückverfolgbarkeit bei Bauernhofgarantie, wenn die Ohren im entscheidenen Moment abgeschnitten werden und getrennt vom restlichen Schlachtkörper, den sie eigentlich kennzeichnen sollten, lose mit anderen markierten Ohren im Schlachthaus herumliegen?

 

Verbrechen im Verborgenen

Schlachthäuser sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Somit können Schlachthausskandale auch kaum aufgedeckt werden. In der Verordnung der oö. Landesregierung über den "Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Schlachtung" heißt es § 3 "Anforderungen an Schlachtbetriebe": "Die Schlachtung hat unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu erfolgen."

 

Weltweite Kampagne gegen Schlachthäuser

Der "Dachverband der oö Tierschutzorganisationen" hat wegen des dringenen Verdachtes auf Tierquälerei gegen alle Schlachthäuser in Österreich bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet. Andere Tierschutzorganisationen weltweit sind aufgefordert jeweils in ihrem Land dasselbe zu veranlassen. Den kleinen Landmetzgereien wurde, wenn sie die EU-Hygienevorschriften nicht erfüllen konnten, von den Behörden unbarmherzig untersagt, weiter Fleisch auf den Markt zu bringen. Jetzt wird interessant zu beobachten sein, ob die Behörden gegen die mächtige Massenfleischindustrie genauso konsequent vorzugehen wagen. Sollte sich in den zu erwartenden Verfahren herausstellen, dass es nicht möglich ist, Schlachthäuser zu betreiben ohne Tierquälerei zu verursachen und gegen Hygienemaßnahmen zu verstoßen, müssen die Betriebe unverzüglich stillgelegt werden.

 

Fleischessen tötet

Fleischproduzenten und ihre "Kontrolleure" konnten bis vor kurzem erfolgreich verhindern, dass die skandalösen Zustände in den Schlachthäusern öffentlich bekannt wurden. Dem ORF ist von oberster Stelle untersagt worden, unsere Videodokumentation zu senden. Kein intelligenter und mitfühlender Bürger vermag die Quälereien mitanzusehen, ohne dass ihm dabei der Gusto auf Fleisch vergeht. Wenn es bei Tierschutz- und Hygienekontrollen so weit fehlt, wieviel Vertrauen darf da der Kontrolle der BSE-Tests geschenkt werden? Fleischessen ist tödlich: Ganz sicher für die Tiere im Schlachthof und bei BSE-Unsicherheit vielleicht auch für die Konsumenten. Letzteres weiter zu hinterfagen ist nicht Aufgabe des Tierschutzes. Jeder konsequente Tierfreund ernährt sich ohnedies vegan, dh ohne jegliche Tierausbeutung. Tierqualen kann jeder einzelne ganz einfach vermindern: ICH SELBST VERGEBE durch ein entsprechendes Konsumverhalten keine Tötungsaufträge mehr an Schlachthäuser. Wie könnte ich, im Wissen um die Qualen beim Geschlachtetwerden, Tiere weiter für mich töten lassen, wenn köstliches und gesundes veganes "Fleisch" auch ohne Blutvergießen aus Pflanzen hergestellt werden kann. Kostprobe gefällig?


Dokumentation

NEWS-Bericht "Todeskampf am Fließband" unter
www.tierschutz.cc  Dachverband, Presseberichte, 2001


Bilder-Dokumentation des Ohrenabschneide-Skandals

Copyright "TiU/Landa; Markus Müller, Kameramann von Tierbildarchiv.de"

Unter http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/ohrenmarken/skandal.html werden Bilder und Beweise gezeigt.


Bravo Tirol-Kurier!

Tirol-Kurier informiert EU-Kommissär Franz Fischler
Gesundheitsminister Haupt aufgerüttelt

Selbst Metzger mit Tränen in den Augen

 

Der öffentlichen Druck auf Politik und Landwirtschaft, Verbesserungen in der Behandlung der Tiere auch tatsächlich zu verwirklichen, darf nicht nachlassen! Solange Tiere unter "Bauernhofgarantie" und in den Schlachthöfen zu Tode gequält werden, sind Verbesserungen dringend notwendig. Unhaltbare Missstände in der Landwirtschaft gehören aufgedeckt und sollten nicht durch "Manifeste" zugenagelt werden. Wünschenswert ist eine sachliche und die Realität widerspiegelnde Berichterstattung, aufgrund der sich die Leser ihre eigene Meinung bilden können.

Unsere Aussendungen ergehen an Medien, Politiker, Verantwortliche für Tierhaltung und Tierschützer. Als ein gutes Beispiel, wie Zeitungen unsere Informationen verwenden, kann der Tirol-KURIER dienen. Räumlich vom "österreich-bayrischen Grenzgebiet", in dem wir die Schlachthofskandale aufgedeckt haben, doch einigermaßen entfernt, hat die Redaktion eigene Recherchen angestellt, Stellungnahmen von Fachleuten eingeholt und mehrere Berichte darüber veröffentlicht:

 

 

Titel: Rinder brüllen noch während der Schlachtung

Text: Video zeigt Tierleid in österreichischem Schlachthof / Gesundheitsminister Haupt prüft nun die Causa

von Alexandra Plank

Hohe Wellen schlug die Recherche des Tirol-KURIER rund um die Vorgänge in österreichischen Schlachthöfen. Das Video dokumentiert, wie ein Stier, der kopfüber hängend aufgeschnitten wird, um zu Fleisch verarbeitet zu werden, zu brüllen beginnt.

Von Tirol aus wurde das Büro von EU-Kommissär Franz Fischler informiert, der in Oslo weilte und daher vorerst keine Stellungnahme abgeben konnte. Gesundheitsminister Herbert Haupt, der Dienstag von der Existenz des Videos erfuhr, will laut seinem Pressesprecher die Causa nun eingehend prüfen.

Tierschutz-Dachverbandspräsident Friedrich Landa argumentiert, dass diese Zustände von der Europäischen Union angeordnet worden seien. "Neue Vorschriften der EU untersagen seit Beginn des Jahres die Rückenmarkzerstörung bei der Schlachtung, weil dadurch BSE-Risikomaterial über die Blutbahn in alle Körperteile gelangen könnte."

Durch das Verbot dieser bisher gängigen Methode wäre die Zerstörung des Zentralnervensystems nicht mehr gewährleistet. "Die Maßnahme für den Schutz von Konsumenten vor BSE-Erregern zieht für die Tiere unbeschreibliches Leid nach sich", erklärt Landa.

UNERTRÄGLICH
Das Video liegt dem Tirol-KURIER vor, und weil für einen Laien eine Schlachtung ohnehin brutal wirkt, wollten wir die Meinung von Experten einholen: Die Dokumentation wurde dem stellvertretenden Tiroler Veterinärdirektor Peter Kastlunger und Amtstierarzt Franz Schneider vorgespielt.

Kastlunger erklärte, dass man diese Situation in der ersten Emotion sicher für unerträglich halte. Es brauche aber wissenschaftliche Studien, wie die Messung von Gehirnströmen, die Gewissheit darüber geben, ob die Tiere noch leiden. Landesveterinärdirektor Eduard Wallnöfer war am Mittwoch nicht im Amt. Er erklärte gegenüber dem KURIER, er glaube am ehesten, dass es sich beim Zucken und Brüllen um einen Reflex der Tiere handle, die aber keinen Schmerz empfinden würden. Es gäbe keine andere Betäubungsmethode. Sollte es zutreffen, dass das Schmerzzentrum dabei nicht ausgeschaltet werde, sei man ethisch verpflichtet, eine andere Lösung zu finden.

Inge Welzig vom Tierschutzverein für Tirol war von den Aufnahmen erschüttert: "Wer da nicht weint, hat keine Gefühle." Das Unfassbare müsse sofort gestoppt werden. Sie will EU-Kommissär Fischler am Wochenende das Video vorspielen.

 

Titel: Erlass gegen Tierqual in Schlachthöfen

Text: Gesundheitsminister Herbert Haupt reagiert auf das aufrüttelnde Videodokument

von Alexandra Plank

Die Bilder, die in einem oberösterreichischen Schlachthof aufgenommen wurden und zeigen, wie ein Stier noch während der Schlachtung brüllt, haben Gesundheitsminister Herbert Haupt aufgerüttelt.

ERLASS Sein Pressesprecher erklärte auf Anfrage des Tirol-KURIER am Donnerstag, dass die Tiermediziner nicht restlos nachweisen können, dass die Tiere keinen Schmerz mehr empfinden. Die Experten würden allerdings zu der Ansicht neigen, dass es sich beim Aufbäumen der kopfüberhängenden Rinder um "Restzuckungen" handle. Martin Reifinger, Pathologe an der Universität für Veterinär-Medizin in Wien geht laut einer "Presse"-Meldung hingegen davon aus, dass die Tiere im Schlachthof einen typischen Fluchtreflex zeigen.

Obwohl das Ministerium die Tierqualen nicht für erwiesen hält, hat der Gesundheitsminister reagiert und einen Erlass ausgearbeitet. "Eigentlich ist das natürlich ein europäisches Problem. Schließlich dürfen laut einer Verordnung, die seit Jahresbeginn gilt, der Rückenmarkzerstörer und auch der Hirnschuss auf Grund von BSE nicht mehr eingesetzt werden", so der Pressesprecher.

Die stellvertretende Klubobfrau der Grünen, Madleine Petrovic, hatte kritisiert, dass auch der Bolzenschuss auf den Schädel eine Verletzung des Gehirns nach sich ziehe und auch die Kreissäge erlaubt bleibe, mit der die Tierkörper durchtrennt werden.

Auch dadurch könne BSE-Material mit Fleisch in Berührung kommen. Genaue Einzelheiten des ministeriellen Erlasses waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Haupts Pressesprecher hielt aber fest, dass man wenigstens in Österreich bedacht sei, mögliches Tierleid hintan zu halten.

KURIOS Mag es schon kurios erscheinen, dass der Minister einen Erlass herausgibt, obwohl er das Tierleid nicht für erwiesen hält, erfolgt die Steigerung durch die Aussage des Pressesprechers, das Video sei nicht in Österreich, sondern im benachbarten Bayern entstanden.

Tierschutz-Dachverbandspräsident Friedrich Landa, einer der Aufdecker, ortet Verdrängung. "Offensichtlich hat dieses Video die Politiker so betroffen gemacht, dass sie das Problem nun auslagern wollen." Landa fordert, dass in Hinkunft von Amts wegen Tierschützer bestimmt werden, die bei der Schlachtung dabei sind.

Das Büro von EU-Kommissär Franz Fischler erklärte, man sei in diesem Fall unzuständig. Der Kommissär ließ aber in seiner Umgebung verlauten, er werde sich das Video ansehen. Seitens der zuständigen Abteilung wurde erklärt, falls es ein Problem gebe, müsse Österreich dieses im ständig tagenden Veterinärausschuss einbringen.

Titel: Schlachtszenen bei internationaler Messe

Text: Münchner Tierschutz-Experte zeigt Skandalvideo in Frankfurt

Derzeit findet in Frankfurt am Main die "IFFA delicat", die Internationale Fleischwirtschaftliche Fachmesse statt. Die Veranstaltung wird noch bis Christi Himmelfahrt dauern.

Der Münchner Tierschutz-Experte Herbert Wittmann, der seit Jahren bemüht ist, Betrügereien bei Tiertransporten aufzudecken, hat dort ebenfalls einen Stand. Er arbeitet eng mit Inge Welzig vom Tierschutzverein für Tirol zusammen.

REAKTION Von Welzig wurde ihm vor seiner Abreise jenes Schlachthausvideo übergeben, das zeigt, wie die Stiere noch brüllen, während sie geschlachtet werden (der Tirol-KURIER berichtete). "Wir haben das Video anonymisiert, damit nicht erkennbar ist, woher die Aufnahmen stammen", erklärt Wittmann. Die Reaktionen auf diese furchtbaren Tierqualen seien sehr groß gewesen. "Sämtliche anwesende Veterinäre und auch die Vertreter der Fleischveredelungsindustrie waren sich darüber einig, dass derartige Dinge zu verurteilen sind", so Wittmann.

Er gibt an, dass selbst Metzger, die das Video sahen, total erschüttert waren und Tränen in den Augen hatten. Mehrere Radiostationen hätten schon über diese Methoden berichtet und der Nachrichtensender ntv wolle einen Beitrag über das Tierleid senden. Der österreichische Tierschutz-Dachverbandspräsident Friedrich Landa weist darauf hin, dass diese Tierquälerei die Konsequenz einer EU-Verordnung sei.

Seit Beginn des Jahres untersagen neue Vorschriften die Rückenmarkzerstörung bei der Schlachtung unter Verwendung des Hirnstabes, weil dadurch BSE- Risikomaterial über die Blutbahn in den Körper gelangen könnte.

Titel: Schlacht-Video: Ohren wurden bei lebendigem Leib abgetrennt

Text: Tierschützer befürchten Verwechslungen

Das Video dokumentierte unvorstellbare Vorgänge auf einem oberösterreichischen Schlachthof. Vorgänge, wie sie aber überall in der EU vorkommen können. Seit Jahresbeginn darf der Hirnstab EU-Vorschriften zufolge nicht mehr eingesetzt werden, um das Rückenmark zu zerstören. Dadurch könnte BSE-Risikomaterial in den Körper gelangen.

Der Tirol-KURIER berichtete von der Schlachtung des Stieres, der kopfüber hängend aufgeschnitten wird, dem die Beine abgetrennt werden. Und der die Tortur bei vollem Bewusstsein und brüllend vor Schmerzen durchlebt.

OHREN-SKANDAL Während nun auch Nachrichtenmagazine und Fernsehsender auf das erschütternde Dokument aufmerksam wurden, entdeckte Tierschutz-Dachverbandspräsident Friedrich Landa im Film einen weiteren Skandal: "Dem Stier wurden bei lebendigem Leib die Ohren abgetrennt." Hinzu kommt, dass die Ohren mit Identifikationsmarken zu anderen Abgetrennten gelegt und dann in Plastiksäcken wieder an den Stier geheftet wurden. So sehen es die Hygienevorschriften vor.

Damit aber, so Landa, würden Verwechslungen möglich: "Sollte in Österreich doch ein BSE-Fall publik werden, kann der Bauernhof, von dem das Rind stammt, vielleicht gar nicht mehr eruiert werden."

AMA-SCHREIBEN Andreas Steidl, Qualitätsmanagement-Leiter der AMA Marketing GmbH, kannte das Video, konnte sich aber an die abgetrennten Rinderohren nicht erinnern. Außerdem würde die Schlachtreihenfolge in größeren Schlachthöfen mittels EDV erfasst. "Aber die Ohrenabtrennung war sicher nicht korrekt!" Auf Grund des Videos fand sogar eine Besprechung mit Tierschützern statt. "Danach haben wir die 30 Rinderschlachtbetriebe, die am AMA-Gütesiegelprogramm teilnehmen, angeschrieben."

Der Inhalt: Nach Betäubung, notfalls durch Nachschießen und Aufhängen müsse in 60 Sekunden der Bluterschnitt gesetzt werden, der auch die Gefäße bei der Wirbelsäule umfasst, um die Blutzufuhr zum Gehirn zu stoppen. Dann müsse das Tier drei Minuten ausbluten. Erst nach dem Hirntod dürften Extremitäten abgetrennt werden.

Friedrich Landa forderte, dass Tierschutzorganisationen in die Kontrolle eingebunden werden, wie es bei Eiern bereits der Fall ist.

Gertraud Walch (Tirol-Kurier)


Protest wegen Fleischskandalen und Tierqualen

Hat sich - nach den großen Ankündigungen der Politiker - 

irgendetwas im Tier- und Konsumentenschutz verbessert?

 

Tierfabriksbesetzung

Aktivisten vom "Verein gegen Tierfabriken" haben am Wochenende (16. Juni 2001) einen Schweinemastbetrieb in Neukirchen/Enknach (OÖ.) besetzt. Damit wollen sie darauf aufmerksam machen, dass sich trotz Fleischskandalen an den Quälereien bei Tierhaltung, Tiertransporten und in den Schlachthäusern kaum etwas geändert hat.

 

Verbesserungen nicht möglich?

Werden zuviele Tiere auf engstem Raum zusammengedrängt gehalten, müssen Medikamente eingesetzt werden, damit keine Krankheiten und Seuchen ausbrechen. Wenn bei der Fließbandarbeit im Schlachthaus im Akkord getötet wird, kommt es wegen des Zeitdrucks immer wieder zu schwersten Tiermisshandlungen. Sollen Verbesserungen im Tier- und Konsumentenschutz verwirklicht werden, darf der ungesunde massenhafte Fleischkonsum von der Politik nicht weiter propagiert und subventioniert werden, um die Überproduktion zu entsorgen.

Bilder von der Tierfabriksbesetzung (Copyright: landa@tierschutz.cc): Homepage: http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/schweinemast/aktion.html


 

Trotz mehrfacher Gesetzesverstöße darf der Schweinehalter Beckerle weiterhin Schweine quälen:

VgT besetzte Schweinefabrik Beckerle in OÖ

Heute vormittag um 10 Uhr (Anmerkung: 16. Juni 2001) besetzten 15 AktivistInnen des Vereines gegen Tierfabriken (VgT) die Schweinefabrik des Adolf Beckerle in Neukirchen/Enknach, OÖ, 5145 Burgkirchen. Aktivisten kletterten auf eines der Dächer der riesigen Tierfabrik und entrollten ein Transparent mit der Aufschrift "Gequält – gedopt - stoppt Tierfabriken". Darunter standen 3 "unschuldige Tierärzte" mit Masken, "bewaffnet" mit Antibiotika-Flaschen, Spritzen und Koffern mit herausschauenden Geldscheinen.

Herr Beckerle erschien persönlich und behauptete, bei seinen Schweinen sei "alles in bester Ordnung", sie würden weder gequält noch mit Antibiotika behandelt. Fotos und Videoaufnahmen, die dem VgT zugespielt wurden, zeigen allerdings das Gegenteil. Außerdem seien "alle Auflagen der Behörden erfüllt" und neue Schweine werden wieder eingestallt.

Bei dieser Monster-Tierfabrik handelte es sich noch dazu um einen der größten Lieferanten von Schweinefleisch an die Supermarktketten "Billa" und "Merkur": Der Name "Adolf Beckerle" prangte damals auf etlichen Fleischpaketen unter dem schönen Namen "Bauernhofgarantie", welche mittels bunter Hochglanzprospekte eine Schein-Idylle mit Tieren auf saftigen Wiesen in strahlendem Sonnenschein vorgaukelt. Etwas, was die Schweine des Herrn Beckerle niemals in ihrem Leben zu Gesicht bekommen, die in fensterlosen Baracken auf Vollspaltenböden dahin vegetieren müssen. Inzwischen wurde, auf unser Betreiben hin, dieser Betrieb aus den Regalen der genannten Supermarktkette genommen...

Weitere Details über diesen Betrieb sind mittlerweile ans Licht der Öffentlichkeit gelangt: Seit 1998 soll Beckerle großteils illegale Medikamente im Wert von über S 2 Millionen vom berüchtigten Autobahn-Tierarzt Andreas Gruss bezogen haben. Der Vertrieb der Medikamente soll nicht nur über Kofferraum-Importe, sondern auch über einen Container am Terminal Wels abgewickelt werden: hier bedienen sich diverse Zwischenhändler, um es unauffällig in die Ställe zu bringen. Insgesamt wurden in den letzten 4 Jahren allein in OÖ 27 Anzeigen wegen Medikamentenmissbrauchs betreffend 800 kg (!) gesundheitsgefährdender bzw. verunreinigter Inhaltsstoffe eingebracht. Derzeit bezieht Beckerle seine Antibiotika im großen Stil vom Tierarzt Reinald Aschenbrenner aus Obernberg/Inn, was die Videoaufnahmen eindeutig belegen.

Wann werden Politiker und Behörden auf diese Skandale endlich reagieren und diesen Betrieb schließen?

Rückfragehinweis: Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, 02774/8813 oder 0676/7082434


(leicht redigiert von etika.com)

Die zwei Gesichter des ORF: Gewalt am laufenden Band
Aber Ausstrahlung des Schlachthausvideos verweigert
Der ORF kommt unserer Ansicht nach in manchen Bereichen (Ethik) seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag nach objektiver Information der Bevölkerung nicht nach. Er ist den "Netzwerken von
Mächtigen" ausgeliefert. Egal, ob er als regierungsabhängiger staatlicher
Rundfunk oder als von finanzstarken Interessensvertretungen abhängiger
Privatsender konzipiert wird. Um eine völlige Manipuliertheit durch
Politik und Geldgeber so weit als möglich zu verhindern, muss die Freiheit
der Journalisten, so zu berichten, wie sie es für richtig halten, gefordert werden.

Gewalt im ORF
Sowohl am Nachmittag als auch am Abend sendet der ORF (meist
amerikanische) Filmproduktionen, in denen es von Gewaltszenen nur so
strotzt. Vor manchen Streifen wurde sogar gewarnt, man möge sich den
Horror nur zu zweit ansehen, weil die Grausamkeiten alleine nur schwer zu
ertragen sind.

Gegen Gewalt
Wenn es allerdings um Gewalt geht, die in unserer Wohlstandsgesellschaft
tatsächlich in Tierfabriken, bei Tiertransporten und im Schlachthaus
empfindsamen Lebewesen zugefügt wird, behauptet der ORF eine realistische
Berichterstattung den Zusehern nicht zumuten zu können. Wie aber kann die
Situation der Tiere je verbessert werden, wenn die Medien es ablehnen, so
darüber zu berichten, dass es den Zusehern unter die Haut geht?

Interventionen zugunsten der Fleisch-Lobby
Von verschiedener Seite sickerten Informationen durch, dass das Senden des
Schlachthausvideos von höchster Stelle im ORF und von ÖVP-Kreisen
unterbunden worden war.
Beim Salzburger Tierschutzstammtisch letzte Woche hat Frau
Landtagsabgeordnete Dr. Wagner-Schöppl vor vielen Anwesenden die Namen
Molterer und Weis genannt, die dagegen interveniert hätten, dass sie von
Redakteurin Ulli Wolf in einem Fernsehbericht zu den Schlachthausskanalen
befragt werde. Im Gegensatz zu Generalintendant Weis wären die Salzburger
ORF-Verantwortlichen für eine Berichterstattung über die Gräuel bei der
Schlachtung eingetreten.

Informationspflicht des ORF
Wie ist es möglich, dass der ORF nicht bereit ist, über ein so wichtiges Thema wie
Nahrungssmittelherstellung seine Zuseher mit allen zur Verfügung
gestellten Filmdokumenten zu informieren?
Zur Beantwortung dieser Frage ist darauf zu achten, durch wieviel ... (oft auch in Reportagen verdeckte) Fleischwerbung die Medien
ihr Geld verdienen.

 

Teuflisches Erlebnis Fleischproduktion

Es kann ja nicht gut zuerst das Fleischerteuferl in der Werbung vorgaukeln,
was für ein Erlebnis es ist, im Fleischerfachgeschäft einzukaufen und in
den darauffolgenden Nachrichtensendungen wird dann gezeigt, wie die Tiere
im Schlachthof bei vollem Bewusstsein am Fließband hängend aufgeschnitten
und zu  Fleisch verarbeitet werden.
Würde der ORF den Tatsachen entsprechend darüber berichtet, wie die
Schlachttiere in den Schlachthäusern behandelt werden, verginge den
Zusehern  schnell der Gusto auf ein Erlebnis im Fleischerfachgeschäft.

Dank Internet kann sich von der Schlachthausdokumentation,

die der ORF seinen Zusehern nicht zeigen will,

jeder selbst ein  Bild machen
http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html
bzw. auf der hompage www.tierschutz.cc
Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident
066 43 43 43 66

 

Ab hier werden die neuen Artikel vorne angehängt

 

Ethische Gesetze Tierschutz

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