ETIKA

Tiere

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61C2

Tier-Manifest der AIHS

7.6.2015

Selbstmord der Kirche, von oben verordnet

Widersprüche in Bibel und Kirche machen Tierfreunden schwer zu schaffen. Heiliger Geist, erfülle uns, dass wir nicht etwas schreiben, was uns das Seelenheil kostet. Heilige Tierfreunde im Himmel, bittet für uns! Wir sind sehr beunruhigt, denn wir müssen feststellen, dass die christliche Lehre beim Thema Tiere durchweg gespalten ist, dass es zwei Richtungen gibt. Gott hilf uns, die offenen Fragen zu klären und die Ethik des Tierschutzes in die Praxis der christlichen Religion einzubringen.

Einerseits:

Gott hat uns das Mitleid ins Herz gesenkt.

Wozu hat Gott uns ein Gewissen gegeben? Auch um Mitleid mit der gequälten Kreatur zu empfinden. „Wir sind als Christen dazu verpflichtet, das Leiden anderer Menschen, aber auch von Tieren mitzuempfinden und so weit es nur möglich ist, nicht die Ursache eines Leides zu sein.“ (P. Petrus Pavlicek OFM, Gründer des Rosenkranz-Sühnekreuzzuges um den Frieden der Welt, Wien, am 10.11.1975 an Rainer Lechner) „Wenn Sie nicht Vegetarier sind, sondern normale Kost zu sich nehmen, dann müßten sie eigentlich bei jeder Fleischspeise daran denken, was all die Tiere, die zuerst getötet werden müssen, um den Menschen als Nahrung dienen, Schmerzhaftes erleiden müssen.“ (derselbe, Brief vom 4.4.1975) Sprüche 12, 10 Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig.

Gott bestimmt die Pflanzen zur Nahrung für Menschen und Tiere

1 Mose 28 Gott segnete sie und sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar und mehret euch, füllet die Erde und machet sie untertan und herrschet über des Meeres Fische, die Vögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf Erden regt!“ 29 Gott sprach weiter: „Seht, ich gebe euch alles Grünkraut, das auf der ganzen Erde Samen trägt, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten; dies diene euch als Nahrung! 30. Allem Getier des Feldes und allen Vögeln des Himmels und allen am Boden kriechenden Tieren, in denen Lebenshauch atmet, gebe ich hingegen alles Grünkraut zur Nahrung.“ (Hamp, Stenzel) „Die ursprüngliche Ordnung Gottes ist durch die Sünde in Unordnung geraten.“ (P. Petrus Pavlicek am 4.4.1975 an Rainer Lechner)

Das fünfte Gebot: Du sollst nicht töten.

2 Mose 20,13. „Interessanterweise ist nicht gesagt, nur das Leben der Menschen, sondern überhaupt das Leben zu schützen.“ (P. Petrus Pavlicek OFM am 10.11.1975 an Rainer Lechner)

Apokryphen: Jesus Christus warnt Tierquäler

Jesus zu einem Eseltreiber: „Mensch, was schlägst du dein Tier? Siehst du nicht, wie es blutet und wie seine Last zu groß ist? …Wehe euch, daß ihr nicht hört, wie es schreit und klagt zum himmlischen Schöpfer um Erbarmen. Dreimal wehe über den, über welchen es schreit in seinem Schmerz.“ (zit. Teutsch 203  aus: Heidemarie Beier, Schöpfung am Kreuz, Jugenddienst-Verlag Wuppertal, 1985, 27; nach anderen Quellen soll es sich um ein Stück aus dem koptischen Evangelium handeln.)

Alle Kreatur sehnt sich mit uns

Römer 8,22 Wir wissen, daß alle Kreatur sehnt sich mit uns und ängstet sich noch immerdar. Über dieses Schriftwort predigte Albert Schweitzer am 13.12.1908 und sagte: „Es ist noch viel Erlösung der Kreatur, die unter der Menschheit seufzt, zu beschaffen. Ich muß immer lächeln, wenn sie gegen die Mission reden und meinen, man sollte diese Leute doch lassen, wie sie sind; denn sie wissen nicht, daß das Schrecklichste am Heidentum die Grausamkeit gegen die Tiere ist; jeder Missionar kann die furchtbarsten Dinge darüber erzählen. Für mich ist die Mission schon allein dadurch gerechtfertigt, daß sie das Licht der Barmherzigkeit in die Unwissenheit vertierter Menschen scheinen läßt, unter der die Kreatur sich windet und stöhnt. Darum freuen wir uns über jede Ausbreitung des Christentums.“

Heute, im 21. Jahrhundert, ist allerdings alles umgekehrt. Das Christentum weicht zurück nach dem Motto Matthäus 5,39: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin.“ (Einheitsübersetzung) Also öffnen wir unsere Pforten für die Feinde des Glaubens. Moslemische Flüchtlinge ziehen in die ehrwürdigen Klöster und Pfarrhäuser ein, und wer getraut sich, ihnen das grausame Schächten der Opfertiere an ihren Feiertagen in den geweihten Räumen (die damit entweiht werden, so dass das Reich Gottes verkleinert wird) zu untersagen? Damit dem verfluchten Ungläubigen schließlich wie im Irak, in Syrien, Libyen und und und selbst … (gekürzt, damit es uns nicht so ergeht wie B. B.)? Ein echter Moslem hält sich an den Koran und die anderen „heiligen“ Schriften, und diese schreiben das Schächten der Tiere und die Ausrottung der Nicht-Moslems und die Eroberung der Welt vor. Die Christen sind genauso dumm und grausam, wenn sie diese Grausamkeit im christlichen Abendland tolerieren und ihre jahrhundertealten zivilisatorischen Errungenschaften verraten, oft noch angestiftet von höchsten Vertretern der Amtskirche. Selbstmord der Kirche, von oben verordnet.

Dem Wort Jesu „non resistere malo (Mt 5, 39) steht Epheser 4, 27 entgegen: Nolite locum dare Diabolo. Gebt nicht Raum dem Teufel! Ebenso Epheser 6, 11.13.16. Und Jakobus 4, 7 Widersteht dem Teufel, dann flieht er von euch. Epheser 5,11 Habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf. Psalm 96 (95), 5 Alle Götter der Heiden sind Götzen. Allah ist ein Götze – und wie grausam! Adelgunde Mertensacker warnt: „Jeder falsche Friede, jedes Nachlassen im Kampf gegen den Islam ist ein Gewinn für die Dämonen, die ihre verderbenbringende Wirksamkeit auf die ganze Welt ausdehnen wollen, um den antichristlichen Weltstaat unter der Herrschaft des Götzen Allah aufzubauen. Jeder Verzicht auf Missionierung der verführten Muslime, auf die Verkündigung der Wahrheit, ist Verrat am Auftrag Christi: „Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker.“ 1 Johannes 4, 3 Ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists … und er ist jetzt schon in der Welt.“ (aus: „Geführt von Dämonen“, Lippstadt, 1992, S. 53 und 7; vgl. auch die von derselben Verfasserin stammende Schrift „Allahs Krieg gegen die Christen“, 2006) Der hl. Franziskus schickte seine Brüder nicht zu den Sarazenen, um einen Dialog zu beginnen, sondern um sie zu bekehren und vor der Hölle zu retten. (J. Jörgensen, San Francesco d´Assisi, Ed. Porziuncola, Assisi 1978, p. 205; Giacomo de Vitry: Historia Orientalis et Occidentalis, scritto verso il 1222; zit. in der Zeitschrift “Lepanto”, 1995, n. 140, S. 11f)

100 Millionen Christen werden weltweit verfolgt. Nehmt zuerst diese auf! Galater 6, 10 Lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an das Glaubens Genossen! (Luther-Bibel) Helft nicht nur jenen, die Flüchtlinge – Männer, Frauen und Kinder – versklaven, enthaupten oder ins Meer werfen, nur weil sie als Christen ein Kreuz tragen! Wir wiederholen: Deshalb wollen wir, solange wir noch Zeit haben, allen Menschen Gutes tun, besonders aber denen, die mit uns im Glauben verbunden sind. (Einheitsübersetzung) … wollen wir allen Menschen Gutes tun; vor allem aber denen, die mit uns an Jesus Christus glauben. (Hoffnung für alle)

Die Tierliebe vieler Heiliger

Viele Lichtblicke: Der hl. Isaak von Ninive betete auch für die Tiere. (Sartory 8)  Gertrud der Großen aus dem Kloster Helfta wohnte eine sehr große mitleidige Liebe inne …, „die sie auf alle Geschöpfe übertrug, auf die Vögel etwa oder auf die Tiere der Erde … Auch mit den Tieren … fühlte sie Erbarmen und opferte die Leiden der unvernünftigen Kreatur dem Herrn auf, und zwar in Vereinigung mit jener Würde, in welcher jegliche Kreatur in Gott vollendet und in ihrer Art aufs höchste geadelt worden. Zugleich begehrte sie, der Herr möge sich seines Geschöpfes erbarmen und seine Qual mildern.“ (Gesandter der göttlichen Liebe, 1939, 37f, zit. Sartory 9) Wir könnten noch viele solche Beispiele bringen, haben heute aber keine Zeit mehr. Jedenfalls verweisen wir auf die Chronik des hl. Franziskus in ETIKA D12FA/index.

Die Tierliebe vieler Christen

Wir wollen hier nur Peter Rosegger erwähnen mit seiner Erzählung „Sieben Jahre vor dem Höllentor“ (ETIKA 68B6) sowie Mons. Fusaro mit seinem Appell der Liga des hl. Franziskus (ETIKA 68K5) Unterstützt die Tierschutzvereine, besonders auch jene gegen die Vivisektion, das Zerschneiden lebender Tiere!

Vegetarismus

Was not tut, ist ein christlich begründeter Vegetarismus (Kranke sind ausgenommen), auch zugunsten der einen Milliarde Hungernden. Siehe Christen für Ahimsa, ETIKA 61A10. Georg Magg verweist auf ein generelles Verbot der Fleischnahrung in den früheren Ordensregeln, „u. a. z. B. die der Benediktiner, der Karmeliter. Um Franz von Assisi stehen u. a. die Namen Hieronymus, Antonius der Einsiedler, Benedikt, Bernhard von Clairvaux, Theresia, Hedwig. Heute leben noch rein vegetarisch die Kartäuser- und Trappistenmönche, wie auch die Zisterzienser der strengen Observanz, die Samariterschwestern.“ (Brockhaus 233)

Andrerseits:

Mose schreibt das Schächten vor

Mose gebietet, das Blut von Schlachttieren ausbluten zu lassen (z. B. 3 Mose 1, 15; 17,10-14; 3,17) Dieses grausame Schächten ist den Tierfreunden ein Gräuel. Das Schächten verhindern: ETIKA 61A1.

Jesus schweigt im Evangelium zum Leid der Tiere

Wie schmerzt uns das! Aber er will wohl das Geheimnis noch nicht aufdecken. Enttäuschend auch die wenigen Worte im Lexikon für Theologie und Kirche (Herausgegeben von Josef Hofer und Karl Rahner, Zehnter Band, Verlag Herder Freiburg, 1965, 190) zum Thema Tier und Tierleid.

Apostel Paulus erlaubt das Essen von Fleisch

Römer 14,3 Wer Fleisch ißt, verachte den nicht, der es nicht ißt; wer kein Fleisch ißt, richte den nicht, der es ißt. (Einheitsbibel) 1 Timotheus 4, 2 Diese Leute sind scheinheilige Lügner … 3 Sie lehren, daß man bestimmte Speisen nicht essen darf. Aber Gott hat diese Speisen geschaffen … 4 Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut. Wir dürfen alles essen, wenn wir Gott dafür danken.“ (Die Gute Nachricht) Ähnlich 1 Korinther 10, 25 Alles, was auf dem Fleischmarkt angeboten wird, das eßt, ohne um des Gewissens willen nachzuforschen. (Schlachter) Omne, quod in macello venit, manducate, nihil interrogantes propter conscientiam. (Nestle-Aland) Es ist verdächtig, wenn das Gewissen ausgeschaltet wird.

Im Vorwort zum Evangelium des vollkommenen Lebens lesen wir eine Aussage von Professor Nestle: „Gewisse Gelehrte, ,Correctores´genannt, waren nach dem Konzil von Nicäa 325 n. Chr. durch die kirchlichen Behörden ernannt worden und tatsächlich bevollmächtigt, den Text der heiligen Schriften zu korrigieren im Sinne dessen, was als strenggläubig richtig betrachtet wurde!“ Im Nachwort macht nun R. Müller darauf aufmerksam, daß die ,Correctores´ viele Bibelstellen strichen, um sich von den rivalisierenden Gnostikern, die sich der Fleischnahrung enthielten, zu distanzieren. W. Winsch schreibt darüber: „So wissen wir jetzt genau, daß der erste Thimotheusbrief gefälscht ist. Der Fälscher verrät sich nämlich selbst zum Schlusse (Anm. ETIKA: 1 Tim 6, 20f). Er warnt vor der Sekte der Gnostiker, die es zur Zeit des Paulus noch gar nicht gab. Nun ist es interessant, daß dieser gefälschte Brief das einzige Schriftstück im Neuen Testament ist, worin das Fleischessen (Kap. 4, 1-9) empfohlen wird. Es liegt also wohl sehr nahe, anzunehmen, daß diese Fälschung nur im Interesse der Nichtenthaltsamen in der christlichen Gemeinde geschehen ist und nur den Zweck hatte, die Nichtenthaltsamen mit der Autorität des Apostels Paulus zu decken. Interessant ist, daß dieser Brief gerade von den Buddhisten benutzt wird, um die Minderwertigkeit des Christentums gegenüber ihrer Religion zu beweisen.“ R. Müller fügt hinzu: „Die Zahl derer, die an der Fleischenthaltung festhielten, war noch vierhundert Jahre n. Chr. so groß, daß auf der Kirchenversammlung von Ancyra beschlossen wurde, daß Priester, die von Pflanzenkost leben wollten, dennoch verbunden sein sollten, vom Fleisch zu kosten, und zwar bei Strafe der Amtsenthebung!“ Dabei waren die Kirchenväter, die von der gleichen Kirche heilig gesprochen wurden, strenge, oft gar fanatische Gegner der Fleischnahrung. … Clemens von Alexandrien … Basilius der Große … Gregor von Nazianz … St. Johannes Chrysostomus … Hieronymus … Augustinus …“

Wie anders als dieses Akzeptieren des Tötens durch die Amtskirche der hl. Franziskus: „In jedem Lamm sah er das Lamm Gottes und ertrug es nicht, daß es geschlachtet würde.“ („San Francesco oggi“, 19, zit. im Handbuch des einfachen Lebens, 139) „Er nannte alle Geschöpfe Bruder.“ (Thomas von Celano I, 81, zit. aaO 138)

Apostel Jakobus schreibt Heidenchristen das Schächten vor

Jakobus in der Apostelgeschichte 15, 19 Darum urteile ich, daß man denjenigen aus den Heiden, die sich zu Gott bekehren, keine Lasten auflegen soll, 20 sondern ihnen nur schreiben soll, sich von der Verunreinigung durch die Götzen, von der Unzucht, vom Erstickten und vom Blut zu enthalten.“ Anmerkung in der Schlachter Bibel zum Wort Ersticktes: „d. h. vom Fleisch erwürgter Tiere, die ohne Ausfließenlassen des Blutes getötet worden waren.“ „Hoffnung für alle“ übersetzt: „Wir sollten von ihnen verlangen, kein Fleisch von Tieren zu essen, die nicht ausbluteten“.

Apostel Petrus rechtfertigt das Schlachten

2 Petrus 2, 12 Sie sind wie die unvernünftigen Tiere, die von Natur dazu geboren sind, daß sie gefangen und geschlachtet werden. (Luther-Bibel 1897 und 1987). „Hoffnung für Alle“: „…. das Vieh, das zu nichts anderem geboren wird, als daß man es einfängt und schlachtet“. Kürzinger: „Diese aber sind wie vernunftlose Tiere, von der Natur hervorgebracht zu Fang und Untergang.“ Schlachter-Bibel: „wie unvernünftige Tiere zum Fang und Verderben geboren“. Lateinisch: Hi vero velut irrationabilia animalia naturaliter genita in captionem et in corruptionem. Über das Töten: Im Schlachthaus (Leo Tolstoj: Grausame Vergnügungen) und: Das Brüllen der Rinder beim Schlachten (Mülln, Landa). Vgl. Jesaja 66, 3; wozu diese rätselhaften Worte?

Wozu dann, Apostel Petrus, wenn die Tiere nur zum Töten da sind, die Aufforderungen des Franziskus: „Alle Geschöpfe, preiset den Herrn!“ (Aufforderung zum Lobe Gottes, in: Guter und gerechter Gott, 85) und: „Loben sollen Ihn, den Glorreichen, Himmel und Erde und jede Kreatur im Himmel und auf der Erde und unter der Erde, das Meer und was darinnen ist.“ (Lobgebet zu jeder Stunde, aaO 10) ?

Jesuiten und Bischof: Tiere haben keine Rechte

„Tiere haben keine geistige Seele und kennen kein Fortleben nach dem Tode. Darum haben sie auch keine Würde, auf die sie Rechte bauen könnten. Und in der Tat, Tiere haben keine Rechte. Sie haben keinen Anspruch auf Dasein und Gesundheit …“ Bischof Josef Machens von Hildesheim in seinem Fastenbrief vom 8.3.1949, zit. Skriver 20) Skriver: „Das ist ein Freibrief für alle großen und kleinen Tiermörder, das ist nicht das längst fällige Schuldbekenntnis zu zweitausend Jahren Verrat, das ist die Begründung und Verewigung des Verrats. Dieser Fall ist kein Einzelfall, sondern die Repräsentation des Ungeistes der Kirche in dieser Frage.“ Ähnlich die Jesuiten. Wir zitieren aus der italienischen Zeitung „la Repubblica“ vom 3.10.2003: I gesuiti: gli animali non hanno diritti. Civiltà Cattolica: „Senz´anima“. Ma monsignor Canciano non è d´accordo: „In loro c´è un soffio divino e hanno cuore”. Unbarmherzige sind Gottlose.

Welch anderes Christentum verkörpert auch P. Petrus Pavlicek: „Daß Jesus Christus, als Schöpfer, die Tiere liebt, geht schon daraus hervor, daß Er sie überhaupt erschaffen hat. Einerseits um auf ihre Art und Weise, durch ihr Dasein, Gott zu verherrlichen und andererseits um den Menschen dienstbar zu sein.“ (Brief vom 4.4.1975 an Rainer Lechner) „Barmherzigkeit gegen Tiere ist Christensache. Es sind Gottes Geschöpfe.“ (Albert Schweitzer, Predigt vom 26.8.1900, Günsbach, zu Mt 5,7: Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen) Angelus Silesius dichtete im Cherubinischen Wandersmann: „Man sagt, es kann kein Tier zu Gott, dem Herrn, eingehen. Wer sind die Viere dann, die nahe bei ihm stehen?“ (Schumacher 201) Vgl. Jesaja 11, 6-9 und 65, 25.

Die Gleichgültigkeit der Christen

Wie kein anderer prangert C. A. Skriver die Kirchen in Sachen Tiere an. Er zählt die sogenannten Christen zu den gefährlichsten Tieren. „Sie schalten die riesengroße und entsetzliche Not der Tierwelt einfach aus ihrem Wohlstandsbewußtsein und ihrer Verantwortung vor Gott aus und passen sich den brutalen Ausbeutungsmethoden der gottlosen Menschheit in Politik und Wirtschaft an, ohne versöhnend und heilend mit einer christlichen Botschaft in diese Bereiche einzugreifen.“ (19)

Aufgaben für dich und mich und alle Christen. Verhelfen wir den Ethischen Gesetzen ETIKA 6A zur allgemeinen Gültigkeit! Gott, dulde nicht, dass die Menschen ihr angeborenes Mitleid unterdrücken! Wenn wir den Tieren nicht helfen können, dann hilf Du! Befreie sie, erlöse sie! - Fürbitten für alle Geschöpfe enthält das Buch „Guter und gerechter Gott“ (2014, 62f) Eine davon lautet:

Wir bitten Dich für alle Geschöpfe, die Deiner Barmherzigkeit bedürfen, auch die Tiere. Die ganze Schöpfung wartet mit Seufzen darauf,  dass sie zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes befreit wird. (s. Römer 8,19-22)

Quellen

Bibeln

Die Bibel oder die ganze Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamtes nach der deutschen Übersetzung D. Martin Luthers. Zehnte Auflage. Stuttgart. Privilegierte Württembergische Bibelanstalt, 1897

Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers. Mit Wortkonkordanz. Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, 1987

Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments nach den Grundtexten übersetzt von Prof. Dr. Vinzenz Hamp, Prof. Dr. Meinrad Stenzel, Prof. Dr. Josef Kürzinger. Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg, 25. Auflage, 1975

Die Bibel, Altes und Neues Testament, Einheitsübersetzung. Herder Verlag Freiburg, 1980

Das Neue Testament. Die Psalmen. Schlachter Übersetzung. Version 2000. Genfer Bibelgesellschaft, 2000

Die gute Nachricht. Das Neue Testament in heutigem Deutsch. Deutsche Bibelstiftung Stuttgart, 1975

Hoffnung für alle. Das Neue Testament. Brunnen-Verlag Basel und Gießen, 1983

Das Neue Testament. Internationaler Gideonbund, dreisprachig., ohne Jahr

Nestle-Aland: Novum Testamentum Latinum. Nova Vulgata, Editio typica altera. Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart. 106, 1984; 1986 Libreria Editrice Vaticana

Totgeschwiegene Mahner

Wilhelm Brockhaus u. a.: Das Recht der Tiere in der Zivilisation. Einführung in Naturwissenschaft, Philosophie und Einzelfragen des Vegetarismus. F. Hirthammer Verlag München, 1975

ETIKA 61A10 Christen für Ahimsa

Franziskus von Assisi: Cronicken der minderen Brüder, Konstanz,  1603, ETIKA D12FA/index

Rainer Lechner: Handbuch des einfachen Lebens, Eislingen/Fils 1985. - Jedem nach seinen Taten, Roman, 2013. - Guter und gerechter Gott. Gebete. Books on Demand, Norderstedt, 2014

Rev. G. J. Ousely: Das Evangelium des vollkommenen Lebens. (1901) Humata Verlag Harold S. Blume, Bern, 1974

Gertrude und Thomas Sartory (Hrsg.): Ich sah den Ochsen weinen. Die Heiligen und die Tiere. Herderbücherei, Freiburg im Br., 1979

Hans Schumacher: Die armen Stiefgeschwister des Menschen. Das Tier in der deutschen Liiteratur: Artemis Verlag Zürich, 1977

Albert Schweitzer: diverse Predigten

C. A. Skriver: Der Verrat der Kirchen an den Tieren. Starczewski-Verlag München, 1967

Gerhard M. Teutsch: Da Tiere eine Seele haben … Stimmen aus zwei Jahrtausenden. Kreuz Verlag Stuttgart 1987

Wir verweisen noch auf die Gemeinschaft christlicher Vegetarier und Lebensreformer, begründet von H. Schellmann und F. Gronbach und fortgeführt von Pastor Johannes Haspelmath.

Gehorsam dem Gewissen und auch im Namen des hl. Franziskus von Assisi

AIHS Wache der Barmherzigkeit – Guardia de la Misericordia Guami

Dreifaltigkeitssonntag, 31.5.2015

Nachdruck gestattet.

Tierfreunde, weist eure Bekannten auf etika.com hin.

Index 6

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