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Meditation

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Das Mitleid von Hindus lernen

7.9.2014

Wir Christen sagen, dass nur wir die wahre Lehre haben. Es gibt aber Dinge, die uns zum Nachdenken bringen sollten. Wieso hat Gott in das Herz der Hindus eine solche Tierliebe, soviel Barmherzigkeit, soviel Mitleid vor allem mit den Kühen gesenkt? Oder hat sich diese Verehrung von Tieren von selbst entwickelt, ist also menschlichen Ursprungs?

Besonders die Tierfreunde unter unseren Lesern laden wir ein, über folgende Stellen zu meditieren, die wir dem 1977 vom Bhaktivedanta Book Trust (New York, Bombay, Königstein) veröffentlichten Buch von A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada entnehmen:

Srimad Bhagavatam. Erster Canto. „Schöpfung“. Vierter Teil, Kapitel 16-19.

S. 53, Kap. 17, Vers 4. Maharaja Pariksit sprach mit donnernder Stimme (zu Kali):

S. 55, Vers 6. Du Schurke, du wagst es, eine unschuldige Kuh zu schlagen … Da du ein unschuldiges Geschöpf an einem entlegenen Ort schlägst, bist du schuldig und verdienst, getötet zu werden.

S. 59f, Verse 10-11. Es ist gewiß die vornehmste Pflicht des Königs, als erstes die Schmerzen der Leiden zu lindern. Deshalb muß ich diesen niederträchtigsten aller Menschen töten, denn er tut anderen Lebewesen Gewalt an.

S. 64, Vers 14. Wer auch immer harmlosen Lebewesen Leid zufügt, hat mich (den obersten Gott) zu jeder Zeit und überall auf der Welt zu fürchten.

S. 94, Vers 38. Als Maharaja Pariksit so von der Persönlichkeit des Kali gebeten wurde, (begnadigte er ihn), gab er ihm die Erlaubnis, an vier Orten zu wohnen, nämlich solchen, die für Glücksspiel, Trinken, Prostitution und das Schlachten von Tieren bestimmt waren.

S. 97, Vers 39. … Kali bat um noch mehr, und auf sein Betteln hin gab ihm der König die Erlaubnis, dort zu leben, wo es Gold gibt; denn wo immer es Gold gibt, findet man auch Falschheit, Berauschung, Lust, Neid und Feindschaft.

Soviel zur Ethik der Hindus. Welch Riesenunterschied zu anderen, blutrünstigen Religionen. Freilich steckt auch hinter dem Hinduismus und Dschainismus diesbezüglich eine dunkle Seite, wie dem Buch von Reinhold Braun: Ahimsa – Ein indisches Tagebuch (Dianus Trikont Verlag München, 1984) zu entnehmen ist, eines zuerst von Indien begeisterten Tierfreundes, der aber darauf kam, dass auch in diesen Religionen weiterhin Tieropfer dargebracht werden.

 

 

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