ETIKA
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Tierfreunde ohne Herz

etika.com
4.10.2015

Die Verblödung unter den Tierfreunden hat ungeahnte Ausmaße angenommen.

Da hält ein Mann zu Hause einen Serval, eine Raubkatze. Diese läuft ihrem Besitzer davon und reißt zwei Hauskatzen. Dann wird sie wieder eingefangen und auf gerichtliche Anordnung in ein Wildgehege in der Toskana verbannt. Ein Sturm der Entrüstung erhob sich in Südtirol. Lasst das arme Tierchen bei seinem Besitzer, der es so liebt! Zahlreiche Bürger und sogar Tierschutzvereine (Gott sei Dank nicht alle) ergriffen für das Raubtier Partei. Die zerfleischten Hauskatzen waren ihnen einerlei. Jetzt hat eine Gerichtsgutachterin festgestellt, dass es sich bei „Chiku“ um einen reinrassigen Serval, Kind zweier echter Servals in Brandenburg, handelt, und nicht, wie vom Besitzer behauptet, um einen Hybrid, eine Mischung aus Serval und Hauskatze. („Dolomiten“ vom 3.10.2015)

Genauso herzlos zeigen sich viele sogenannte Tierfreunde, die sich in Leserbriefen für die Ansiedlung von Bären und Wölfen in Südtirol aussprechen. Dass diese Raubtiere Schafe und Ziegen und sogar größere Tiere grausam zerfleischen, lässt sie kalt. Sie haben kein Mitleid, kein Herz. Sind total verblendet wie jene sogenannten Umweltexperten in den Behörden der EU und des italienischen Staates, die das Bärenansiedlungsprojekt durchgesetzt haben. Aus welchen Motiven wohl? Wir ahnen es.

Wer wissen will, wie es jenen mitleidlosen Tierfreunden im Jenseits ergehen wird, lese den Roman „Jedem nach seinen Taten“ von Rainer Lechner, Kapitel „Zoo der Tierquäler“.

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