ETIKA

Gedichte

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68LP6

Bärenplage

7.12.2013
27.8.2014

„Wir müssen mit den Bären leben,
stets nach Kompromissen streben!“
Was die Obrigkeit befiehlt,
macht die meisten Bürger wild:

„Sie zerfleischen, was sie kriegen,
Kälber, Esel, Schafe, Ziegen,
kennen kein Erbarmen nicht,
sind aufs Töten nur erpicht.
Habt doch Mitleid mit den Schafen,
welche Bärenpranken trafen!“

Die Wut ist groß, die Angst sitzt tief,
verrät so mancher Leserbrief.
Das Volk geht auf die Barrikaden,
will verhindern weitern Schaden.

„Wir sind doch nicht nur Stimmenvieh!
Wo bleibt da die Demokratie?
Des Volkes Mehrheit, die entscheidet!
Wer aber dies Prinzip bestreitet,
such einen Park in der EU
und lass das Land Tirol in Ruh!
Wir werden unsre Tiere schützen
vor Bären und Beamtenmützen!“

Rainer Lechner

Dankenswerterweise abgedruckt auf der Leserbriefseite der „Dolomiten“ vom 26.11.2013, S. 12

Nachträge:

Alle echten Tierschützer verwahren sich dagegen, dass jene unbarmherzigen Fanatiker und Chaoten, die in Pinzolo im Trentino für die Bären demonstriert haben, als Tierschützer bezeichnet werden. Sie sind Freunde der Grausamkeit, weil sie kein Mitleid mit den zerfleischten Schafen, Ziegen, Kälbern usw. haben.
la Repubblica: Bär MV25 zerfleischt vier Esel

 

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