ETIKA

UNERWÜNSCHTE TIERE, SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG

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16.8.2000

69SC3

Tips von A - Z

 

Bienen, Wespen, wenn lästig: Glas überstülpen, unten Pappe hineinschieben, wegtragen und fliegen lassen.
Hunde:
Eine Tafel in Einsiedeln (Schweiz) richtet sich in Reimform an die Besitzer:

Bitte Hunde an der Leine führen!

Hier wächst das Gras für Pferd und Kuh.
Bedenke, Mensch, in aller Ruh:
Es ist der Tiere täglich Brot.
Verdirb es nicht mit Hundekot.

Mäuse: vertreiben mit Ultraschall; das in Fernost hergestellte kleine Gerät Radarcan steckt man in die Steckdose; die Mäuse können den für Menschen unhörbaren hohen Ton nicht ertragen. Solche Apparate gibt es auch gegen Ratten, Hunde, Katzen, Schaben, Ameisen, Holzwürmer.

Schaben. P. S. nennt uns ein Mittel aus Tahiti: 100 oder 150 Gramm Acide borique (vermutlich Borsäure), eine Dose Kondensmilch gezuckert, daraus Kugeln machen und im Haus auslegen, dann verschwinden die Küchenschaben.

Schnecken: Schneckenzäune aus Metall oder Kunststoff mit scharfer, zurückgebogener Kante, die Schnecken nicht überkriechen können. Auch Splitt, scharfer Sand, Gerstengrannen, trockenes Sägemehl halten Schnecken fern. Fernhalten ist immer noch die tierfreundlichste Methode. Wenn es gar zu viele werden und solange uns niemand eine humanere Methode nennt: Bierfallen, d. h. eingegrabene, mit Bier gefüllte Joghurt-Becher. Neu ist die Methode, winzig kleine Nematoden gegen Schnecken einzusetzen.

Spinnen: Mit Handfeger und Kehrblech einfangen und im Eimer ins Freie befördern.

Stechmücken: Hierzulande 45 Arten. Nur weibliche Tiere gehen auf Blutjagd. Der Fachmann Thomas Kruppa weiß: "Manche Mücken mögen die eine Körperausdünstung (nicht das "süße" Blut) lieber wie die andere." Andere Forscher haben sogar herausgefunden, daß die Plagegeister (wörtlich zu nehmen) Menschen mit einem hohen Cholesterinspiegel und viel Vitamin E im Blut bevorzugen. Hausmittel: auf Stiche spucken, mit verdünntem Essig abtupfen, kalte Umschläge, Eiswürfel, bei sehr starkem Juckreiz Salbe mit Antihistaminika aus der Apotheke. Zum Fernhalten haben sich am besten die jetzt im Handel erhältlichen Fliegengitter bewährt, die man am Fenster anbringt. Oder Ventilator anbringen, Durchzug machen, denn Mücken fühlen sich nur wohl, wenn es windstill ist, meint Reinhard Altmüller vom Hamburger Tropeninstitut. Bei Gartenarbeit lange Kleidung tragen. Autan und ähnliche chemische Mittel enthalten Stoffe, die nicht jede Haut verträgt; ist Dyethyltoluamid (DEET) oder Dimethylphthalat enthalten, kann es laut Marcus Brian von "Öko-Test" sogar zu Nervenstörungen kommen.Stattdessen empfiehlt Thomas Kruppa vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg ätherische Öle wie Zitronella oder Neem-Öl. Der Bund Naturschutz rät zur Einnahme von Knoblauch oder Vitamin-B1-Präparaten. Hilfreich auchder Duft von Lavendel-, Nelken- oder Zitronenöl, ebenso das Auslegen von Duftpflanzen wie Tomaten, Melisse, Pfefferminze. Öle evtl. kombinieren. Ultraschallgerät z. B. Radarcan SC-2 (Stromanschluß), hält Moskitos auf 20 qm fern (SC-1 mit Batterie, 2 qm). Doch sollen solche Mückensummer fast nutzlos sein, sagen Experten. Elektronische Mückenvertreiber, die synthetische Wirkstoffe verdampfen, hält "Öko-Test" für bedenklich. Keine Biotope in der Nähe von Wohnungen, denn in solchen kleinen Gewässern werden die Eier abgelegt. Die DAK rät zu Zitronen, die mit Gewürznelken gespickt werden, oder einem Zweig Zitronenmelisse in einer Vase auf der Fensterbank.

Ungeziefer im Haushalt: gleichnamige Broschüre bestellen für 12 DM beim Wissenschaftsladen Gießen, Gutenbergstr. 13, D-35390 Gießen

Zecken: siehe 27KT1

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