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Das Brüllen der Rinder beim Geschlachtetwerden |
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Das
Grauen der Endzeit – Apokalypse der Tiere
Abdruck mit
freundlicher Erlaubnis des Präsidenten des Österreichischen
Tierschutz-Dachverbandes, Dr. Friedrich Landa
Das Brüllen der Rinder beim
Geschlachtetwerden
Entsetzliche Dokumentationen aus
heimischen Schlachthäusern:
Die Stiere brüllen noch, während
sie am Förderband aufgeschnitten werden
Bei der 7.
Freiland-Tagung am 28. September an der Wiener Universität
für Bodenkultur erregte
das Referat von "Ja! Natürlich"-Geschäftsführer
Werner Lampert
besondere Aufmerksamkeit. Er erzählte von seinen
Erfahrungen, welch
grausame Zustände in den Schlachthäusern vorkommen.
Er habe beobachten
müssen, dass Tiere unbetäubt "die Beine abgeschnitten
bekämen oder ins
Brühwasser getaucht" würden.
Ein
oberösterreichischer Landwirt berichtete in einem Interview für
"Tierschutz im
Unterricht", dass
er einmal und nie wieder seine Tiere ins Schlachthaus
begleitet habe. Ein
Stier, nachdem er mit dem Bolzenschussapparat
geschossen und an einem
Hinterbein hochgezogen war, hätte noch
herzzerreißend
gebrüllt, während er bereits aufgeschnitten wurde.
Deshalb werde der Bauer
nie wieder ins Schlachthaus gehen. Auch bei der
Schlachtung von
Schweinen, vor allem bei Akkordarbeit, käme es zu
fürchterlichen
individuellen Todeskämpfen, weil die Tiere nicht
ausreichend betäubt werden.
Aufgrund dieser
Aussagen hat ein "Recherche- und Dokumentations"-Team vom
Tierschutz nun
aufgedeckt, wie Tiere aus den Ställen geholt und ins
Schlachthaus
transportiert werden. Unser Kameramann Friedrich Mülln
hatte sich hinten am
Lkw einsperren lassen, um Aufnahmen während der
Fahrt von den Tieren zu
machen. Der Film zeigt, wie den Tieren beim Auf-
und Entladen mit
Stöcken direkt ins Gesicht geschlagen wird. Das ist
alles "ganz
normal": Sie werden mit Mistgabeln traktiert, mit
elektrischen Viehtreibern
geschockt oder durch Umdrehen des Schwanzes
zum Gehen gezwungen.
Denn welches Nutztier begibt sich schon freiwillig
ins Schlachthaus? Der
Gestank, zuerst nach Kadaver, weiter drinnen nach
Blut, lässt die Tiere
ihr Schicksal erahnen und versetzt sie in
Todesangst. Der Lärm,
vor allem der Säge, mit der die Körper
durchschnitten werden,
ist ohrenbetäubend. Jenes Tier, das jeweils im
engen Gang unmittelbar
vor der Tötungsbox steht, kann das blutige
Gemetzel schon sehen,
das ihm bevorsteht. Ein mächtiger junger Stier
voller Lebenskraft
schreckt vor diesem Anblick zurück, will rückwärts
flüchten, aber der Gang
ist von den anderen Stieren blockiert: Es gibt
kein Zurück!
Die Tötungsbox ist so
gebaut, dass, nachdem ein Tier durch die hinter
ihm sich hydraulisch
schließende Tür fixiert wurde, der Kopf vorne dem
Schlächter zum Ansetzen
des Bolzenschussapparates dargeboten werden
muss. Das Gerät wird an
der Stirn angesetzt, ein Knall und das Tier
sackt augenblicklich
weg. Aber der riesige Stier ist noch nicht tot! Er
sollte für den
eigentlichen Schlachtvorgang betäubt sein.
Die Tiere werden von
unten aus der Tötungsbox gekippt und mit einer
Eisenkette am
Hinterbein hochgezogen. So hängen sie kopfüber am
Fließband. Jetzt sollen
sie durch ein Aufschneiden am Hals zum Verbluten
gebracht werden. Erst
durch das Ausbluten sterben die Tiere. Ein sehr
freundlicher
Schlachthaustierarzt hat uns erklärt, dass niemand sagen
kann, wann genau der
Tod eintritt. Dazu müsste ein EEG gemacht werden.
Der AMA-Stier hängt an
einem Bein am Fließband, der Schlächter schneidet
ihm den Hals auf, Blut
bricht hervor, der angeblich betäubte riesige
Körper zuckt zusammen -
das kann eine Reaktion der Nerven sein und muss
nicht dahin gedeutet
werden, dass das Tier noch etwas spürt.
Da geschieht etwas, das
auch die Tierschützer, die in ihrer Arbeit,
Tierleid zu
dokumentieren, einiges zu ertragen gewohnt sind, erschaudern
lässt: Während der
Schlächter, geschäftig vor sich hin pfeifend, die
Brust aufschlitzt,
schließen und öffnen sich die Augen des Tieres
langsam, einmal und
nocheinmal. Dann beginnt der Stier, während er
kopfüber hängend
aufgeschnitten wird, um zu Fleisch verarbeitet zu
werden, zu brüllen! Es
ist auf der Videodokumentation klar und deutlich
zu sehen und zu hören. Das
Tier am Fließband lebt noch und schreit! Ein
schauderhaftes,
heiser-gurgelndes Muhen übertönt den Lärm des
Schlachtvorganges.
Solche Szenen spielen sich immer wieder in den
Schlachthäusern ab,
bevor die Tiere wirklich tot sind. Der Schlächter,
der die Vorderhufe
abschneidet, muss in Deckung gehen. Denn nun bäumt
sich der mächtige Stier
blutüberströmt am Haken noch einige Male auf.
Das sterbende Tier
windet sich mit ganzer Kraft. Der Todeskampf dauert
lange Minuten...
Die
Schlachthausbetreiber, Viehhändler und Schlachthoftierärzte, sowie
die Landwirte sind sich
kaum einer Schuld bewusst! Genausowenig wie die
Konsumenten von
Fleischwaren, die die eigentliche Ursache für das
ungeheure Tierleid in
den Schlachthäusern sind, für das unsere
Mitmenschen durch diese
Dokumentationen sensibilisiert werden sollen.
Fleisch wird aus
lebendigen Tieren "hergestellt", auch wenn es fein
säuberlich in Plastik
verpackt im Supermarkt angeboten wird. Das gilt es
bewusst zu machen.
Fleischessen verursacht Gewalt gegen Tiere. Es gibt
so viele köstliche und
gesunde Nahrungsmittel, für deren Erzeugung keine
Tiere getötet oder
ausgebeutet werden müssen.
Die Videodokumentation
wird zu sehen sein, sobald sich eine
Fernsehstation bereit
findet, das bisher von der Gesellschaft verdrängt
gehaltene Thema der
Gräueltaten in unseren Schlachthäusern bewusst zu
machen. Ein Redakteur
vom ORF, dem das Bildmaterial gezeigt wurde, war
selbst so erschüttert,
dass er meinte: "So schreckliche Szenen kann man
nicht zeigen! Es
besteht die Gefahr, dass, wer solches aufzeigt, wie
Kassandra für die
Bewusstmachung den Hass auf sich zieht, den die
Allgemeinheit
eigentlich gegen die eigenen unhinterfragten
Konsumgewohnheiten
richten müsste." Der ORF-Redakteur hat recht: In der
Verborgenheit unserer Schlachthäuser
spielen sich alltäglich Szenen ab,
die zu grausam
anzusehen sind, als dass sie gezeigt werden könnten! So
steht es also um Kultur
und Ethik in unserer Schlachthauszivilisation!
Aber wie kann den
Tieren geholfen werden, wenn die Öffentlichkeit nicht
über die unermesslichen
Leiden informiert und dadurch das
Konsumverhalten
verändert wird?
Aus alldem ergeben sich
folgende Fragen: Wer ist dafür verantwortlich,
dass solche Gräueltaten
bisher nicht aufgedeckt wurden? Wer kann die
Tiere vor unnötigen
Leiden schützen? Wer überwacht, dass die
Landesgesetze
"über den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Schlachtung"
auch tatsächlich
eingehalten werden?
Die
Schlachthaustierärzte sind offenbar nicht in der Lage, dafür zu
sorgen, dass die Tiere
in den Schlachtbetrieben nicht zu Tode gequält
werden. Deshalb die
politische Forderung, die Kontrolle der
Tierschutzbestimmungen
in den landwirtschaftlichen Betrieben und
Schlachthäusern müsse
durch den Tierschutz erfolgen, denn einzig die
Tierschützer sind über jeden
Zweifel erhaben, dass sie aus Profitgründen
und Sachzwängen die
unhaltbaren Zustände übersehen könnten, die für die
Ausbeuter der Tiere
"ganz normal" sind.
Bilder zur
Dokumentation (Bildautorenvermerk: TiU/Landa)
http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/rinderschlachtung.html
Weiteres Bildmaterial
Recherche &
Dokumentation
Markus Müller,
Kameramann von Tierbildarchiv.de
Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident
Homepage: http://www.tierschutz.cc