ETIKA

Klimakatastrophe

www.etika.com

71A3

Die Verpestung der Luft:
40 Jahre Tatenlosigkeit

10.3.2007 - 29.5.2007
ETIKA-Dokumentation

Bevor die Katastrophen kommen, warnt Gott durch seine Propheten,
siehe Jona und die Botschaften Marias in La Salette, Lourdes, Fatima usw.

Menschheit, werde vernünftig, bevor es zu spät ist!

Ein Jahrhundert Autos und Flugzeuge ist genug!
Verhängnisvoll sind auch Zentralheizungen und das Abholzen der Wälder
ETIKA-Studie dokumentiert kriminelle Unterlassungssünden der Politiker
40 Jahre Untätigkeit der Verantwortlichen

Die jetzige und die vorige Generation haben in einem einzigen Jahrhundert die Atmosphäre so sehr vergiftet, dass das Atmen und Leben für die kommenden Generationen der Menschen, Tiere und Pflanzen zur Qual wird. Versündigen wir uns nicht noch länger an Gottes Schöpfung! Alle Völker müssen erkennen, dass es so nicht weitergehen kann.

·        Alle müssen mitmachen und Automobile ersetzen durch die verschiedenen Bahnarten, von der herkömmlichen Eisenbahn bis zu Individualkabinenbahnen, wie sie von MBB in den siebziger Jahren entwickelt wurden („Autos auf Schienen“). Siehe unsere fast ein Jahrzehnt alte Warnung: Schienenautos!, Weg mit den Autos! sowie weitere Links von ETIKA 8

Wir könnten eine riesige Menge an Fakten und Argumenten gegen das Auto anführen, wollen uns aber auf eine kleine Auswahl beschränken:

„Zwei Drittel der weltweit 1,8 Milliarden Städter atmen stark verschmutzte gesundheitsgefährdende Luft ein.“ („Dolomiten, 16.9.1988) Von den Autos als verzichtbare Hauptverschmutzungsquelle sprachen damals wie heute nur wenige.

Im vergangenen Jahrhundert sind nicht weniger als 30 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, zuletzt 500.000 pro Jahr. („Dolomiten“, 24.6.1998, APA) Die meisten davon gingen auf das Konto der Autos. Weiters liest man: „Bahn sicherstes Verkehrsmittel“ („D“, 9.6.1999 APA/dpa). Muß man sich da nicht ans Hirn fassen, wenn der italienische Finanzminister Tommaso Padoa-Schioppa erklärt: „Die Bahn ist zu billig!“ („D“, 29.3.2007 abk) Sagt denn keiner, daß solche Politiker an einen ganz anderen Ort gehören als in ein Ministerium? Besonders wenn folgendes bekannt ist:

Mehr Tote durch Autoabgase als durch Verkehrsunfälle“ (WHO-Studie, „D“ 16.6.1999 dpa)

Die Luftverschmutzung in Westeuropa ist für Zehntausende von Toten verantwortlich, wobei auf die Autoabgase 50 Prozent entfallen. (Nino Künzli von der Universität Basel, „Lancet“, „D“, 2.9.2000 dpa)

„Wegen Autoabgasen 4000 Krebstote“ jährlich in der Bundesrepublik Deutschland. („D“ 27.6.1992, „Tageszeitung“) „Und der Lungenkrebs reibt sich vergnügt die Scheren“, hatte schon 1970 die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ kommentiert.

„Autoabgase können Erbgut schädigen“ („D“ 21.4.1994)

Straßenverkehr macht krank“ (Michael Studnicka von der Salzburger Landesklinik, Spitalslandesrätin Maria Haidinger, „D“, 19.11.2003 APA)

„Mehr Krankheiten in EU wegen zunehmender Luftverschmutzung“ (Untersuchung der EU-Kommission, „D“ 9.7.1997 APA/AFP)
Das Ungeheuerliche: Diese EU-Kommission fördert zum Wohle des „freien Welthandels“ auch heute noch überflüssige Fahrten und Tiertransporte und verbietet den Alpenländern, sich gegen die immer unerträglichere Belastung mit Schadstoffen wirksam zur Wehr zu setzen! Der denkende Bürger hat ohnehin den Eindruck, als ob die Höchstwerte für die Luftverschmutzung von den Behörden nicht nach gesundheitlichen Kriterien festgelegt werden, sondern so, dass sie nur in Ausnahmefällen überschritten werden.

„Luftverschmutzung: Immer mehr Asthmakranke“ („D“, 11.10.1997 APA)

„Smog erhöht Infarktrisiko“ („D“ 30.7.1997 APA/dpa)

Autoabgase erhöhen Leukämiegefahr für Kinder (Italiens Verkehrsministerium, D. 3.2.1999 dpa)

„Eine Milliarde Menschen leidet in Großstädten unter Autoabgasen“ (Kongress in Madrid, „D“ 9.7.1998 APA/dpa)

„Luftschadstoffe: Und sie töten doch. Neue Studie bestätigt Lantschners Berechnungen („D“ 31.5.2001 stu)

„Schlechte Luft frisst Lebensjahre. Lantschner: Feinstaub dringt auch in die Innenräume ein – Spitaleintritte steigen an“ („D“ 2.1.2007 stu)

„Nordtirol/Transit. “Wollen ein Ende der Giftsuppe“. Atemwegserkrankungen bei Kindern verdoppelt – Schadstoffbelastung unzumutbar. („D“ 4.2.2006, APA/em) In den Wind gesprochen. Die Verantwortlichen lachen sich ins Fäustchen. Denn sie arbeiten an der Zerstörung der Erde und gehen dabei über Leichen.

„Brennerautobahn: Abgaswolken ziehen weit ins Land.“ („D“ 16.2.2000 stu)

„Studie des WWF enthüllt: Motorisierte Italiener vergeuden zwei Jahre ihres Lebens für die Parkplatzsuche“ („D“, 3.12.1998 APA/dpa)

Die Deutschen sind nicht besser. Sie stehen laut ADAC im Jahr 4,7 Milliarden Stunden im Stau und vergeuden zwölf Milliarden Liter Treibstoff. („D“, 27.11.1999, dpa)

Leser dieser Web-Seite, seid auch ihr übergeschnappt, dass ihr nichts gegen den Auto-Wahn unternehmt?

·        Ebenso verschmutzen die Flugzeuge die Atmosphäre in verheerendem Ausmaße. Wenn die Menschheit überleben will, müsste sie die Flüge sofort auf höchstens ein Zehntel reduzieren. Hier nur ein paar Begründungen:

„Der Himmel voller Flugzeuge – Bis zum Jahr 2000 Verdoppelung der Passagierzahlen“ („Dolomiten“, 30.9.1989). Dazu Kommentar von le:

Bei dieser euphorischen Meldung einer Nachrichtenagentur vermisst man nur eines: einen Hinweis darauf, dass die Atmosphäre eine weitere Zunahme des Luftverkehrs nicht verkraften kann (siehe unseren gestrigen Artikel an dieser Stelle „Tödliche Wärme droht“). Wenn einerseits namhafte Physiker eine sofortige Senkung der Gasemissionen um 80 Prozent fordern, um einer weltweiten Klimakatastrophe entgegenzuwirken, dann darf die Wirtschaft einfach nicht ins Uferlose hinein produzieren. Und wenn der einzelne Mensch schon nicht so vernünftig ist, auf überflüssige Güter, Reisen usw. zu verzichten und einfacher zu leben – dann ist es eben Aufgabe der Politiker, endlich Schranken zu errichten und den Marsch den Menschheit in den Untergang zu stoppen.“

Die allermeisten Politiker der Region haben spöttisch gegrinst, als sie diesen Kommentar lasen – ohne daran zu denken, dass sie beim Jüngsten Gericht werden Rechenschaft über all ihre Taten und Unterlassungen ablegen müssen.

„Flugzeugabgase vergiften uns – Gefährliche Kondensstreifen“ („D“ 4.4.1990)

„Luftverschmutzung durch Flugzeuge“ - Kondensstreifen tragen zum Treibhauseffekt bei. WWF fordert Sofortmaßnahmen zur Drosselung des Luftverkehrs. („D“ 27.8.1991)

„Flugverkehr belastet Atmosphäre. Warnungen vor Verstärkung des Treibhauseffekts und Schädigung der Ozonschicht (Der Kölner Atmosphärenforscher Prof. Adolf Ebel, „Dolomiten“, 6.5.1992)

„Luft immer schmutziger. Mehr Stickoxide durch Flugverkehr“ („Dolomiten“ 3.3.1995 dpa)

12 Jahre später fühlt sich eine EU-Institution bemüssigt, dasselbe zu wiederholen, aber nichts dagegen zu tun:

„Luftverkehr Schadstoff-Schleuder. EU-Agentur: Massive Zunahme des Verkehrs (Auto-, Flug- und Schiffsverkehr) immer größeres Klimaproblem. Vor allem der Verkehr in der Luft setzt große Mengen Schadstoffe wie Stickoxide und Russpartikel frei“ („Dolomiten“, 27.2.2007 dpa)

Eine Internetseite: „Chemische und biologische Gifte in Wolken aus Flugzeugen (Chemtrails). Chemikalien, Biotoxine, Fiberfasern u. a. Materialien in Kondensstreifen. Warum sind die künstlichen Wolken auf jeden Fall gesundheitsschädlich? Treibstoffausdünstungen/Abgase als Krankheitsauslöser? Schädigung und Schwächung des zentralen Nervensystems, Lungenödeme …“ www.chemtrails.at/chemtrails/chemikalien.htm

„Fernkurzreisen belasten Umwelt – Lieber mit Bahn und Bus“ („D“ 21.6.2001 APA/AP)

„Die Herzen ,im Flug’ erobern – Informationstag zum Bozner Flughafen – Reinhold Messner als Befürworter“ („D“ 22.5.1996) Ein Unbelehrbarer: Vor Unternehmern bekräftigte der „europäische“ Bergsteiger jetzt wieder sein „Ja zu einem vernünftigen Ausbau des Bozner Flugplatzes“. („Dolomiten-Wirtschaftskurier“ vom 9.5.2007, S. 14)

„Es steht wissenschaftlich fest, dass rund 40 Prozent der gesamten Klimabelastung“ vom Flugverkehr stammen.“ (der frühere Landeshauptmannstellvertreter Alfons Benedikter in einem Leserbrief in den „Dolomiten“, vermutlich Ende 1996)

„Flugzeuge große Umweltgefahr – Reisen zu billig – Obere Luftschichten immer mehr vergiftet“ („D“ 6.7.2004 APA/dpa)

Doch ungeniert verreisen viele von euch weiterhin jedes Jahr mit dem Flugzeug in andere Länder! Und profitieren womöglich von finanziellen Vergünstigungen bei Vielfliegerprogrammen!

·        Auch Zentralheizungen, die viele Stunden eingeschaltet werden, sind ein unnötiger Luxus. Vor allem Ölheizungen verschmutzen die Luft ähnlich wie Autos.

Schwefeldioxid: Quellen: Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe. Hauptsächlich Heizanlagen, die mit Öl betrieben werden.

Stickstoffdioxid: Quellen: Kraftfahrzeuge und u. a. Ölheizanlagen („D“16.1.1993, Smogalarmplan für Südtirol, stu)

Schon 1986 bezeichnete eine vom Land Südtirol in Auftrag gegebene Studie Methangas als umweltfreundlichsten Brennstoff. „Anstelle des schwefelhaltigen Heizöls: Um 50 Prozent geringere Luftverschmutzung“ („Dolomiten“, 29.1.1986 le)

Schlecht verbranntes Öl führt nicht nur zu übermäßiger Rauchentwicklung, sondern auch zu gefährlich hohen Konzentrationen von Schwefeldioxyd in der Luft. („Dolomiten“, 12.1.1971)

Zur Abwechslung zwei Schockmeldungen aus der spanischen Zeitschrift „triunfo“, 15-7-1967, „Contaminación – El cancer del aire“. Schon in den 60er Jahren war die Rede vom „Krebs der Luft“ und vom Weltraum aus erkannte man Städte wie Houston nicht vor lauter Smog.

La contaminación atmosférica amenaza hoy a las grandes ciudades como si fuera un cancer urbano. En septiembre, el astronauta Conrad encontró dificultades para fotografiar Houston, cubierta por una capa de “smog”. El problema afecta ya a varias poblaciones españolas y la situación va empeorando.

Londres, 1952. Cuatro mil personas murieron en una semana a causa de las sustancias tóxicas, desprendidas en su mayor parte de la calefacción doméstica y concentradas a favor de los anticiclones y nieblas que invadieron las islas a primeros de diciembre. (Datos de “Contaminación en la atmósfera, OMS Ginebra 1962)

·        Die Abholzung der Wälder führt zu mehr CO2 und zur Erwärmung der Atmosphäre, wie dem Londoner “Independent” zu entnehmen ist:

The hidden cause of global warming. In the next 24 hours, deforestation will release as much CO2 into the atmosphere as 8 million people flying from London to New York. So why are global leaders turning a blind eye? (The Independent, London, 14 may 2007)

·        Ein zweiter Auto-Wahnsinn: Schließlich ist das von Politikern (Schmiergelder von der Erdöl-, Glühbirnen- und Batterieindustrie?) verordnete Fahren mit Abblendlicht ein unverantwortlicher Nonsens. Nicht nur die Augen der Verkehrsteilnehmer werden unzähligen unnötigen Lichtreflexen ausgesetzt, die die Augen schneller altern lassen und die unzähligen nachtblinden Fahrer blenden, sondern auch die Luft wird verschmutzt.

Dr. Ulrike Stubenruß berichtete in der Tageszeitung „Dolomiten“: Fahren mit Abblendlicht verursacht 25.000 Tonnen mehr Emissionen allein in Südtirol. Mehr Benzinverbrauch, mehr Abgase. Was die Autofahrer ärgert, erweist sich auch aus der Sicht des Klima- und Umweltschutzes als verhängnisvoll. (Der Umweltexperte Dr.) Norbert Lantschner (bezieht sich) bei seiner Berechnung auf eine Studie, die die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich 2001 durchgeführt hat. Demnach verbraucht ein Auto durchschnittlich 0,25 Liter pro 100 Kilometer mehr, wenn ständig mit Abblendlicht gefahren wird. In ganz Italien würden durch die Licht-Pflicht sage und schreibe 3,2 Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2 mehr in die Luft abgegeben, sagt Lantschner. Dazu kommen noch andere Abgase wie Stickoxide und der Feinstaub PM10. Die Regelung sei „in einem sonnendurchfluteten Land wie Italien“ nicht verständlich. („Dolomiten“, 23.7.2003)

Schon der ADAC hatte 2001 vor einer Dauerlichtpflicht für Autos gewarnt. Sprecher Dieter Wirsich: „Damit wäre der Vorteil für Motorradfahrer, die wegen ihrer kleineren Silhouette auch am Tage mit Licht fahren müssen, völlig dahin.“ Für Deutschland hatte der ADAC einen zusätzlichen jährlichen Kraftstoffbedarf von 860 Millionen Litern angegeben.  (Quelle: „Dolomiten“, 13.7.2001, dpa)

Wir selbst hatten schon zuvor mehrmals davor gewarnt, dass Fußgänger und Tiere schlechter gesehen werden, wenn alle Autos mit Abblendlicht fahren.

Dies Argument hatte sogar das deutsche Bundesverkehrsministerium anerkannt, als es 1998 bestätigte, dass eine solche Regelung zu Lasten schwächerer Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Zweiradfahrer gehe. Deren Wahrnehmbarkeit würde bei massenhafter Beleuchtung zwangsläufig sinken. („Dolomiten“, 25.7.1998 dpa, Titel: „Schnapsidee: Tagsüber mit Licht“)

Alle Proteste und Lösungsvorschläge vergebens

Wir schreiben in den Wind, wie wir wohl wissen. In Italien und Österreich und den meisten anderen Staaten sind solche Erkenntnisse unerwünscht. Die Folgen werden alle zu tragen haben. Aber gebt bitte nicht Gott die Schuld für die unausbleiblichen Auswirkungen der bodenlosen Dummheit und Bosheit der Zweibeiner.

Die bisher von den Politikern gemachten Vorschläge und angestrebten Klimaschutzziele sind Augenauswischerei und bringen fast nichts. Alles wird zerredet, nichts Entscheidendes getan.

Die Gefahren sind seit langem bekannt:

„In 30 Jahren keine Atemluft mehr? WWF für sofortiges Handeln“ (Stuttgarter Zeitung, 19.11.1970, S. 24)

„Unzureichende Gesetze zum Umweltschutz. Der Beauftragte der Bundesregierung für den Naturschutz, Professor Bernhard Grzimek, hat den Ministerpräsidenten der Länder vorgeworfen, die Gefahren der Umweltversuchung für die Bevölkerung noch nicht erkannt zu haben. Nach den Aussagen international anerkannter Krebsforscher, betont der Bundesbeauftragte, müssten bis zum Jahr 2000 rund 18 Millionen Bürger der Bundesrepublik an Krebs erkranken und 12 Millionen davon sterben. ,Die Ursachen dafür liegen nicht zuletzt auch in der Zunahme krebsfördernder Substanzen durch die Luftverunreinigung.’ Vertreter der bayerischen Landesregierung würden ihm ,Übertreibung’  vorwerfen.“ („Süddeutsche Zeitung“, 4.9.1970)

Damals kursierten in München Flugblätter wie:

„20 Millionen Kubikmeter Giftgas täglich pumpen die 100 000 fahrenden Autos in München täglich in die Luft … und in unsere Lungen. Laut SZ ist ,die Gesundheit der Münchener Bevölkerung ernsthaft gefährdet’. Auch Ihnen drohen KREBS (jeder Fünfte) und BLEIVERGIFTUNG (chron. B. jeder Neunte). Wer ist schuld? Die Autoindustrie…, die Bundesregierung…, die Autofahrer selbst…, das bayerische Innenministerium und die Stadtverwaltung Münchens… Der tatsächliche Zustand der Luft wird verschleiert, die Messergebnisse verschwiegen oder gar verfälscht wiedergegeben und die Messungen überhaupt nur unzureichend durchgeführt. (Aktion Lebensschutz in Zusammenarbeit mit Grüner Aktion…)

Eine sensationelle Chance öffnete sich kurz darauf:

„Eine Revolution des Massenverkehrs? München will ein zukunftsträchtiges Projekt unterstützen: die elektrische Kleinkabinen-Einschienenbahn. Dieses neuartige Beförderungsmittel … erscheint geeignet, das bisher hoffnungslose Problem der Straßenverstopfungen zu lösen und der zunehmenden Luftverpestung durch Autoabgase Einhalt zu gebieten.“ („Stuttgarter Zeitung“, 13.11.1970 W. P. Schafer) Siehe ETIKA Dokumentation Kabinenbahn .

Die deutschen Politiker haben diese Chance verspielt! Was harrt ihrer bei der großen Abrechnung? Aber das Heer der Schuldigen überspannt den ganzen Erdball. Es sind nicht nur Politiker, die staunen werden, wie weise die Beschlüsse der göttlichen Gerechtigkeit ausfallen werden.

„Industrie errichtet Abwehrfront gegen die Gesetzesvorhaben zum Umweltschutz. Innenausschuß hört Sachverständige über den Gefahrengrad der Luftverschmutzung“, Süddeutsche Zeitung, 14.6.1971, Aufmacher Seite 1)

Es bleibt nicht unberücksichtigt, dass Beamte und Politiker zum Teil von den Experten irregeführt wurden und werden. Sachverständige ließen den guten Willen etlicher Entscheidungsträger oft versanden (wie der Verfasser selbst von seiner Tätigkeit als Berichterstatter bei Gemeinderats-, Kreistags- und Landtagssitzungen weiß). „Die Stadt klagt das Auto an – Kfz-Verkehr ist Hauptursache der zunehmenden Luftverschmutzung“ (SZ 24.6.1971, S. 13) Die Medien erfüllten ihre Aufgabe, doch die Politik versagte. Alles wurde den Zerrednern überlassen und vertuscht.

„Die Stadt ein riesiger Abgaskessel. ,Es gibt für uns keine gesetzlichen Möglichkeiten, etwas Konkretes zu tun.’ Mit diesen Worten kennzeichnete Kreisverwaltungsreferent Dr. Ernst Dölker die Ohnmacht der Lokalpolitiker, wenn es darum geht, gegen die verschmutzte Großstadtluft etwas zu unternehmen.“ (Süddeutsche Zeitung, München, 23.7.1970)

Nur unabhängige Wissenschaftler (wir denken an die damals in München lehrenden Geographen Prof. Gierloff-Emden und Fochler-Hauke) sowie die Zeitungen – Lob den mutigen Forschern und Journalisten! -  teilten den Bürgern die Wahrheit mit:

Wer in München lebt, stirbt früher – Vergiftung der Münchner Luft steigert sich sprunghaft – Autoverkehr in der Innenstadt muß gedrosselt werden.“ (Münchner Stadtanzeiger, 15.1.1971)

„Gift-Experten bestätigen: Münchner Luft ist gesundheitsschädlich. Der Toxikologe und Pharmakologe Professor Dr. Gerhard Lange: „Beim gegenwärtigen Stand der Luftverschmutzung ist die Bevölkerung gefährdet“ (Münchner Stadtanzeiger, 23.1.1971)

„Verpestete Luft müssen alle einatmen. Die Luftverschmutzung in Bozen wird immer unerträglicher.“ („Dolomiten“, 10.10.1985 le) Nach einem ähnlichen Artikel zwei Jahre zuvor (war es das Bild „Bozner Luft: Die Kamera ist unbestechlich“ vom 18.1.1984 oder schon Anfang 1983?) hatte der Verfasser von einem Kollegen gehört: „Umweltschutz-Landesrat … (DC) war nach dem Erscheinen des Artikels über die Bozner Luft zwei Tage lang nicht ansprechbar. Er soll vom Leiter der Abteilung Luft und Lärm des Chemischen Landeslaboratoriums verlangt haben, meine Angaben zu widerlegen, doch dieser soll erklärt haben, da gebe es nichts zu widerlegen.“ Wer schmunzelt nicht, wenn er dann folgenden Bericht liest: „Kommen die Gäste, wird die Luft besser. Diskussion um Luftverschmutzungswerte in Meran“ („D“, Nr. 52, Seite 10, Jahr nicht angegeben, vermutlich 30.2.1984

Heute, anno 2007, haben die EU und UNO soviel Macht und Mittel, dass sie die Luftverschmutzung und den Treibhauseffekt in kürzester Frist stoppen könnten. Sie verfügen über das Wissen und die Finanzmittel, um die modernsten schadstofffreien Technologien weltweit durchzusetzen und das Auto auf Schienen einzuführen. Abder denkt sie überhaupt an so etwas?

Schon 1970 hatte die UN-Weltgesundheitsorganisation WHO Alarm geschlagen:

„Die Folgen der Abgase sind unabsehbar. Luftverpestung in den Städten kann kaum noch schlimmer werden, meint die WHO“ (SZ 8.10.1970 UPI). Was haben die UNO-Umwelt- und Gesundheits-Institutionen seitdem konkret gegen die Luftverschmutzung getan? Wie haben sie die Millionen Dollar Steuergelder verwendet, die ihnen von allen Staaten zugeflossen sind?

Oder haben die Weltverwalter in New York gar nicht den Willen dazu, rangieren bei ihnen kapitalistische und andere Interessen vor dem Wohlergehen der Erdbevölkerung?

Dann wäre es Zeit, diese selbstherrlichen Organisationen durch andere zu ersetzen, die ihre Verantwortung ernst nehmen. Organisationen, die glauben, ohne Gott auskommen zu können, werden früher oder später scheitern.

Übrigens: Von dem österreichischen Erfinder aus Bruck an der Leitha, der „die Luft entgiftet“ und dafür ein Patent bekommen hat, hat man seit der Zeitungsmeldung vom 9.4.1970 (NWZ Göppingen) auch nichts mehr gehört.

Alles wird wohl wieder auf das Finanzielle hinauslaufen. Geldhaie in irgendeinem Wolkenkratzer wittern sicher die große Chance, wenn sie die abschließende Meldung dieser ETIKA-Luftverschmutzungs-Dokumentation lesen:

„Tokio: Die größte Stadt der Welt erstickt. Ein paar Atemzüge frische Luft (an Automaten) kosten 50 Pfennig.“ (Süddeutsche Zeitung, 2.4.1970)

Erstellt von den Aposteln der letzten Zeiten AIHS, 10.3.- 28.5.2007

Zitieren mit Quellenangabe etika.com erlaubt

Index 7