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ETIKA |
KURZBOTSCHAFTEN |
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Es
war, als hätt der Himmel |
Joseph Freiherr von Eichendorff, Mondnacht |
Es war, als hätt´ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt.
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Bebauen
und Bewahren |
Fritz Hockenjos: Auf Wanderwegen, Kap. Auf dem Tschögglberg, 1989, S. 35f. |
(Schon
wartete) die Planierraupe darauf, die Buckel einzuebnen. Stück um Stück der
traumhaft schönen Lärchenwiesen würde man meliorieren, und aus war es wieder mit
einem Stück Paradies. Doch was heißt Paradies? Aus dem Garten Eden ist längst
ein Acker geworden, der Dornen und Disteln trägt und dem der Mensch im Schweiße
seines Angesichts das tägliche Brot abringen muß. Auf dem Tschögglberg
vollzieht sich nur, was daheim im Schwarzwald bereits vollzogen ist: Trennung
von Wald und Weide, Rationalisierung der Wirtschaft. Aber die Frage ist doch,
ob so grobschlächtig "kultiviert" werden muß.
Es hat doch einmal eine Zeit gegeben, wo die Begriffe "Kultur" und
"Wirtschaft" sich deckten, und ich meine, Kultur schließe beides ein,
das "Bebauen" und das "Bewahren".
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Die
Erde ist ein Staubkorn |
Pfarrer Karl Geisinger, Der Engelsbote
3-2000 |
Der
Mensch, gemessen am Weltall
ist von einer nahe „wahnsinnigen Winzigkeit“.
Die
Erde, unser Planet,
verglichen mit dem gewaltigen Kosmos, ist nicht mehr
als ein Staubkorn, „ein Stäubchen vom Staub“.
Die
Sonne, für uns ein riesiger Himmelskörper,
hat im All neben Millionen anderer Sonnen nur die
Größe eines Punktes.
Unsere
Milchstraße, auch Galaxis genannt,
mit ihren zahllosen Sternen ist gegenüber den
Millionen anderen Sternsystemen ein ganz unbedeutendes Gebilde.
Die
ganze Welt
ist nach dem Bericht der Bibel (Buch der Weisheit
11,22) vor Gott nur „wie ein Stäubchen auf der Waage oder wie ein Tautropfen,
der am Morgen zur Erde fällt“.
Alle
Geister der ganzen Menschheit zusammen
sind vor der unermeßlichen Geisteskraft Gottes „nur
wie ein Splitterchen“!
Die
einzige wahre, unermessliche und unfassbare Größe ist Gott, der Schöpfer allen
Seins und Lebens.
Karl Geisinger, Pfarrer
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Einer
führt über die Berge |
Spruch aus den Alpen |
Viele Wege führen zu Gott.
Einer führt über die Berge.
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Bedrohlicher
als Umweltvergiftung |
Konstanzer Großdruckkalender13.3.1998, HP |
Wir
sind weit mehr vom Gericht Gottes bedroht als etwa von der Umweltverschmutzung.
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Eine
Handvoll Erde |
Evangeliumsrundfunk Meran 25.3.1998 |
In
einer Handvoll Erde sind mehr Lebewesen als es Menschen gibt.
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Freuet
euch der schönen Erde! |
Joh. Phil. Spitta (1.8.1801 Hannover
- 28.9. 1859 Burgdorf), geistlicher Liederdichter |
Freuet euch der schönen Erde,
denn sie ist wohl wert der Freud´,
o, was hat für Herrlichkeiten
unser Gott da ausgestreut!
Und doch ist sie seiner Füße
reich geschmückter Schemel nur,
ist nur eine schön begabte
wunderrreiche Kreatur.
Wenn am Schemel seiner Füße
und am Thron schon solcher Schein,
o, was muß an seinem Herzen
erst für Glanz und Wonne sein!
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Wetterregel |
Hans von Wolzogen (* 13.11.1848 Potsdam - 1938) |
Du Mensch. der Erde Wandergast,
präg dir die Regel ein:
auf schlechtes Wetter sei gefaßt
und hoff´ auf Sonnenschein!
Wenn dich kein Regen überrascht,
dich jeder Lichtstrahl freut:
du hast dein Wanderglück erhascht,
wie dir´s der Himmel beut.