ETIKA

Lehren der Heiligen

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Vom Gebrauch der Zeit

4.2.2014

Aufruf zur Meditation über die TV-, Radio- und Smartphoneplage

Kapuzinerpater Wilhelm Auer schreibt in seiner „Goldenen Legende“ (Köln, 1904, 84):

Der heilige Andreas Corsini hat die meiste Zeit der Nacht mit Gebet, den Tag aber nebst anderen guten Werken mit Unterweisung, Tröstung und Ermahnung seiner Untergebenen zugebracht. Wer die kostbare Zeit gut zubringt, der wird einst leicht Rechenschaft geben können wegen der ihm von Gott verliehenen Stunden.

·       Wie werden aber jene bestehen, welche einen großen Teil oder sogar die ganze Nacht wie den Tag mit Müßiggehen, mit unnötigen und zu langen Besuchen, mit unmäßigem Aufputze des Leibes, mit müßigem und lasterhaftem Geschwätze, oder mit Besuchen von leichtsinnigen Personen des anderen Geschlechts, in Trinkgelagen, Tanz- oder Spielgesellschaften in oder außer den Wirtshäusern zubringen!

Vom Gebrauche der Zeit hängt unsere ewige Seligkeit oder Höllenpein ab.

„O Gott, mein Herr!“, rief der heilige Laurentius Justinianus, „wie viele Zeit meines Lebens ist vorbei, in welcher ich ohne Nutzen gelebt habe! Wie werde ich vor dir bestehen? Wie werde ich meine Augen vor dir erheben können an jenem großen und schrecklichen Tage, wo du über alle Tage meines Lebens Rechenschaft fordern wirst!“

„Welch eine Blindheit ist das!“ schreibt der heilige Chrysostomus. „Wenn du um ein Stück Gold gebracht wirst, so schätzest du dies für einen großen Verlust; da du aber so viele Stunden und Tage liederlich verschwendest, glaubst du, du habest keinen Verlust erlitten!“

Ist ja doch nichts kostbarer als die Zeit.

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