ETIKA

KURZBOTSCHAFT

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27.2.2000

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Das Auto ist nicht automobil

Max Thürkauf R. L.

Aus dem empfehlenswerten Buch von Max Thürkauf: Franziskus im Atomzeitalter, Verax Verlag CH-7537 Müstair / GR, 1999, Seite 41

Wer das Auto liebt, liebt etwas Totes, das die Liebe tötet. Das Auto ist ein Schritt fort von der Liebe. Nichts ist liebeloser als eine Autostraße. Auch ist der Name eine Lüge: Das "Pferd" ist automobil, das Tier bewegt sich von selbst, nicht die Maschine. Das Auto gefällt, weil es schnell ist wie sein Name - die Lüge. Die Wahrheit ist langsam, sie braucht niemandem zuvorzukommen.

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Das Einfache ist das Wahre

R. L.

In den Kaufhäusern und Supermärkten gibt es Hunderttausende Sachen. Aber die eine, die man braucht, findet man oft nicht.

Einst waren DIN-Normen (Deutsche Industrie-Norm) verbindlich, heute ufert das Warenangebot aus. Selten gibt es Ersatzteile, und wenn, dann sind sie oder der Einbau teuer.

Genauso falsch sind die Computer konstruiert. Statt nur das zu installieren, was man braucht, und dann bausteinartig aufzubauen, verkaufen Microsoft und Konsorten total überflüssige Gesamtprodukte, bei denen 90 Prozent überflüssig sind.

Wer führt uns zurück zum Einfachen, Dauerhaften, Bleibenden? Die kapitalistische Wirtschaft sicher nicht. Wohl nur der wirtschaftliche Zusammenbruch und die Armut. Denn sich freiwillig einschränken, das geht heute fast nicht mehr - zumindest was Computer betrifft..

 

 

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Edelstein

Sir Arthur Conan Doyle: Der blaue Karfunkel (eine Sherlock-Holmes-Geschichte), 1887

 "Ein schönes Ding", sagte er (Sherlock Holmes). "Sehen sie nur, wie es glitzert und funkelt. Natürlich ist es der Kern und Brennpunkt eines Verbrechens. Das ist jeder gute Edelstein. Es sind die Lieblingsköder des Teufels. Bei größeren und älteren Steinen kann man auf jede Facette eine Bluttat rechnen."

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