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Lieber Gesundheits- als Klimahäuser – Are Waerlands Kältetherapie

30.5.2008

Klimahaus Fehlentwicklung? Was ist wichtiger: Energie oder Gesundheit?
Nur Klimaräume statt total verdämmte Klimahäuser?
Kälte extrem wichtig für die Gesundheit

Ist das Klimahaus wirklich das Non plus ultra?

1.    Zum Beispiel klagt in ST der Erbauer eines Klimahauses, daß der Keller nicht kalt genug ist, um Lebensmittel richtig zu lagern.

2.    Eine Hausfrau, die selten lüftet und beim Kochen die Fenster nicht aufmacht, wird bald schimmlige Wände haben, weil die Wärmedämmung jeden natürlichen Luftaustausch (wie früher üblich) verhindert.

3.    Neulich vernahm man unter Energiespartips auch den, man solle die Fenster geschlossen halten. Da steigt mancher Bio-Freund auf die Barrikaden.

Ist es denn wichtiger, das Haus warm oder die Menschen gesund zu halten?

Und jetzt müssen nicht nur neue Häuser als teure Klimahäuser gebaut werden, nein, auch die alten sollen dementsprechend saniert werden. Dabei gibt es uralte Häuser mit zugigen Fenstern und Türen, in denen die Menschen wegen des ständigen Luftaustausches gesünder leben als in modernsten Klimahäusern (wir verfügen über ein Vorzeigeobjekt).

·        Es ist nämlich gar nicht notwendig, alle Räume eines Hauses zu heizen. Da könnte am allermeisten Energie eingespart werden!

Die Zentralheizungen sind eine Fehlentwicklung. Schlafzimmer zum Beispiel sollten überhaupt nicht geheizt werden.

Stecken hinter dem neuen Projekt, alte Häuser zu Klimahäusern umzubauen, wirklich nur Energiespar-Fanatiker (die so verblendet sind, daß sie idiotischerweise sogar das Heizen mit dem natürlichsten Verbrennungsstoff der Welt, Holz, verbieten oder einschränken wollen) oder aber jene, die es als Beruf betrachten, den Bürgern immer neue Lasten aufzubrummen und die Gelder von den privaten in andere Taschen zu verschieben? Wohl beide.

Natürlich sind wir nicht generell gegen Klimahäuser. Erst kürzlich vernahmen wir bei einer Busfahrt, wie alte Leute, die im Gebirge früher in eiskalten Häusern mit dünnen Holzwänden froren, sich jetzt in neuen, gut isolierten Häusern über warme Zimmer freuen.

Aber Auswüchsen, vor allem dem Zwang zu Investitionen, die sich nicht jeder leisten kann, sollte man frühzeitig wehren; auch im Blick auf die um sich greifende, bedrohliche Verschuldung vieler Menschen. Die Gefahren des Schimmelns, von Allergien und so fort in Klimahäusern sollten nicht mißachtet werden. Außerdem hörten wir, daß stark verglaste Klimahäuser mancherorts im Sommer unerträglich heiß werden können. Wir sagen jedenfalls: Energiesparen ist gut und recht, aber mit Maßen. Energie ist etwas Materielles, dem der Mensch nicht zum Opfer gebracht werden sollte. Seine Gesundheit sollte Vorrang haben vor Maßnahmen gegen die zunehmende Energieknappheit.

Fazit: Lieber kostengünstiger Klimaräume bauen, wo notwendig, aber nicht ganze, total verdämmte Klimahäuser bauen, die vielleicht im Laufe der Jahrzehnte gesundheitliche Risiken mit sich bringen. (13.3.2008)

Are Waerland bestätigt unseren Verdacht

In der Kleinschrift des schwedischen Ernährungspioniers Are Waerland „Erkältungskrankheiten schnell geheilt und vollständig beseitigt“ (Humata Verlag Harold S. Blume, Bern, dritte Auflage, ohne Jahresangabe, aber vermutlich zwischen 1960 und 1990) lesen wir:

Seite 3: „Je mehr Krankheitserscheinungen ich studiert habe, desto mehr bin ich zu dem Schluß gekommen, daß eine der Hauptursachen der Zivilisationskrankheiten in einem stillsitzenden Leben in stillstehender warmer Luft von gleichmäßiger Temperatur zu sehen ist.“

Seite 5: „Wir leben jetzt ganz anders als unsere Vorfahren, denen es niemals an frischer Luft und Bewegung fehlte … Erstens bauen wir unsere Häuser aus einem Material, das die Außentemperatur weitgehend abschirmt, so daß die Wohnungen nicht nur wetterfest und fast luftdicht sind, sondern auch ihre Innentemperatur so lange wie möglich behalten. Zweitens haben wir die Zentralheizung erfunden, die der stillstehenden Luft in unseren Zimmern eine gleichmäßige Wärme gibt, aber auch alle Gänge und Treppen in unserem modernen Häusern mit der gleichen Temperatur versorgt und die Luft austrocknet.“

Warum Are Waerland für die uralte nordische Wohnstube mit dem Herd in der Mitte und einer Öffnung im Dach ist, das heißt für frische kalte Luft in beständigem Umsatz Tag und Nacht, sollten die Experten in dem erwähnten Büchlein studieren und daraus ihre Folgerungen ziehen. (25.5.2008)

Südtiroler Landesregierung stop: Klimahäuser nicht mehr fördern!

·        Die Gesundheit der Bewohner muß Vorrang haben vor der Energieeinsparung! Bei trockener, warmer Luft kommt es vermehrt zu Erkältungen, Augenreizungen, Allergien und laut Are Waerland vermutlich zu schlimmeren Erkrankungen. Die Kosten, die bei der Energie eingespart werden, schlagen später im Gesundheitswesen zu Buche, wahrscheinlich in ungleich höherem Ausmaß.

·        Wir raten, den tüchtigen Leiter der Klimahausagentur. Ing. Norbert Lantschner, zu beauftragen, das Klimahaus in ein Gesundheitshaus umzuwandeln. Er hat das Zeug dazu.

Weitere Gesundheitstips

Draußen schlafen! „Jede Nacht in Garten- oder Waldluft zu schlafen, das ganze Jahr hindurch, ist himmlisch. Je kälter die Temperatur, desto besser der Schlaf. Das Schlafen in reiner, kalter Luft ist das beste Vorbeugungsmittel gegen Erkältungen. “ (Are Waerland: Erkältungskrankheiten …, S. 11)

Dies kann der Gestalter der Website bestätigen. Wenn er draußen schlief, erkältete er sich nicht. Aus Angst vor Rheuma blieb er in einer regenreichen Woche im Haus, und als er dann noch in einer warmen Stube abends zu lange am Computer saß, war die Erkältung da, zuerst auf der Zunge wegen der trockenen Luft. (Mai 2008)

Ignoranten sind es angesichts der Erfahrungen Are Waerlands, die eine Schlafzimmertemperatur von 16 Grad empfehlen.

Wer gesund werden will, kommt an Are Waerlands Kältetherapie nicht vorbei. Er zitiert auch den Landarzt Dr. Heisler aus dem Hochschwarzwald:

„Mangel an Kälte bringt die so häufigen Erkältungskrankheiten mit sich, während wirkliche Kälte der Gesundheit dient.“

Übrigens bezeichnet Are Waerland den nordischen Bären, vorausgesetzt er ernährt sich vegetarisch, als „König der Gesundheit“ (S. 23).

Kurzer Abstecher: Wie mit dem Klimahaus könnte es sich mit den Energiesparlampen verhalten. Uns kommt vor, sie sind greller als normale Glühbirnen und blenden daher Leute, die an der Makula-Degeneration und dergleichen leiden. Das Energiesparen darf nicht zum blinden Fanatismus führen.

Siehe auch: Are Waerlands 3 Prinzipien der Gesundheit

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