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Lieber Gesundheits- als Klimahäuser – Are Waerlands Kältetherapie

30.5.2008 – 18.1.2012

Neues am Schluss

Klimahaus Fehlentwicklung? Was ist wichtiger: Energie oder Gesundheit?
Nur Klimaräume oder Zeit-Raum-Heizungen statt total verdämmte Klimahäuser
Kälte extrem wichtig für die Gesundheit

Ist das Klimahaus wirklich das Non plus ultra?

1.   Zum Beispiel klagt in ST der Erbauer eines Klimahauses, daß der Keller nicht kalt genug ist, um Lebensmittel richtig zu lagern.

2.   Eine Hausfrau, die selten lüftet und beim Kochen die Fenster nicht aufmacht, wird bald schimmlige Wände haben, weil die Wärmedämmung jeden natürlichen Luftaustausch (wie früher üblich) verhindert.

3.   Neulich vernahm man unter Energiespartips auch den, man solle die Fenster geschlossen halten. Da steigt mancher Bio-Freund auf die Barrikaden.

Ist es denn wichtiger, das Haus warm oder die Menschen gesund zu halten?

Und jetzt müssen nicht nur neue Häuser als teure Klimahäuser gebaut werden, nein, auch die alten sollen dementsprechend saniert werden. Dabei gibt es uralte Häuser mit zugigen Fenstern und Türen, in denen die Menschen wegen des ständigen Luftaustausches gesünder leben als in modernsten Klimahäusern (wir verfügen über ein Vorzeigeobjekt).

·       Es ist nämlich gar nicht notwendig, alle Räume eines Hauses zu heizen. Da könnte am allermeisten Energie eingespart werden!

Die Zentralheizungen sind eine Fehlentwicklung. Schlafzimmer zum Beispiel sollten überhaupt nicht geheizt werden.

Stecken hinter dem neuen Projekt, alte Häuser zu Klimahäusern umzubauen, wirklich nur Energiespar-Fanatiker (die so verblendet sind, daß sie idiotischerweise sogar das Heizen mit dem natürlichsten Verbrennungsstoff der Welt, Holz, verbieten oder einschränken wollen) oder aber jene, die es als Beruf betrachten, den Bürgern immer neue Lasten aufzubrummen und die Gelder von den privaten in andere Taschen zu verschieben? Wohl beide.

Natürlich sind wir nicht generell gegen Klimahäuser. Erst kürzlich vernahmen wir bei einer Busfahrt, wie alte Leute, die im Gebirge früher in eiskalten Häusern mit dünnen Holzwänden froren, sich jetzt in neuen, gut isolierten Häusern über warme Zimmer freuen.

Aber Auswüchsen, vor allem dem Zwang zu Investitionen, die sich nicht jeder leisten kann, sollte man frühzeitig wehren; auch im Blick auf die um sich greifende, bedrohliche Verschuldung vieler Menschen. Die Gefahren des Schimmelns, von Allergien und so fort in Klimahäusern sollten nicht mißachtet werden. Außerdem hörten wir, daß stark verglaste Klimahäuser mancherorts im Sommer unerträglich heiß werden können. Wir sagen jedenfalls: Energiesparen ist gut und recht, aber mit Maßen. Energie ist etwas Materielles, dem der Mensch nicht zum Opfer gebracht werden sollte. Seine Gesundheit sollte Vorrang haben vor Maßnahmen gegen die zunehmende Energieknappheit.

Fazit: Lieber kostengünstiger Klimaräume bauen, wo notwendig, aber nicht ganze, total verdämmte Klimahäuser bauen, die vielleicht im Laufe der Jahrzehnte gesundheitliche Risiken mit sich bringen. (13.3.2008)

Are Waerland bestätigt unseren Verdacht

In der Kleinschrift des schwedischen Ernährungspioniers Are Waerland „Erkältungskrankheiten schnell geheilt und vollständig beseitigt“ (Humata Verlag Harold S. Blume, Bern, dritte Auflage, ohne Jahresangabe, aber vermutlich zwischen 1960 und 1990) lesen wir:

Seite 3: „Je mehr Krankheitserscheinungen ich studiert habe, desto mehr bin ich zu dem Schluß gekommen, daß eine der Hauptursachen der Zivilisationskrankheiten in einem stillsitzenden Leben in stillstehender warmer Luft von gleichmäßiger Temperatur zu sehen ist.“

Seite 5: „Wir leben jetzt ganz anders als unsere Vorfahren, denen es niemals an frischer Luft und Bewegung fehlte … Erstens bauen wir unsere Häuser aus einem Material, das die Außentemperatur weitgehend abschirmt, so daß die Wohnungen nicht nur wetterfest und fast luftdicht sind, sondern auch ihre Innentemperatur so lange wie möglich behalten. Zweitens haben wir die Zentralheizung erfunden, die der stillstehenden Luft in unseren Zimmern eine gleichmäßige Wärme gibt, aber auch alle Gänge und Treppen in unserem modernen Häusern mit der gleichen Temperatur versorgt und die Luft austrocknet.“

Warum Are Waerland für die uralte nordische Wohnstube mit dem Herd in der Mitte und einer Öffnung im Dach ist, das heißt für frische kalte Luft in beständigem Umsatz Tag und Nacht, sollten die Experten in dem erwähnten Büchlein studieren und daraus ihre Folgerungen ziehen. (25.5.2008)

Südtiroler Landesregierung stop: Klimahäuser nicht mehr fördern!

·       Die Gesundheit der Bewohner muß Vorrang haben vor der Energieeinsparung! Bei trockener, warmer Luft kommt es vermehrt zu Erkältungen, Augenreizungen, Allergien und laut Are Waerland vermutlich zu schlimmeren Erkrankungen. Die Kosten, die bei der Energie eingespart werden, schlagen später im Gesundheitswesen zu Buche, wahrscheinlich in ungleich höherem Ausmaß.

·       Wir raten, den tüchtigen Leiter der Klimahausagentur. Ing. Norbert Lantschner, zu beauftragen, das Klimahaus in ein Gesundheitshaus umzuwandeln. Er hat das Zeug dazu.

Weitere Gesundheitstips

Draußen schlafen! „Jede Nacht in Garten- oder Waldluft zu schlafen, das ganze Jahr hindurch, ist himmlisch. Je kälter die Temperatur, desto besser der Schlaf. Das Schlafen in reiner, kalter Luft ist das beste Vorbeugungsmittel gegen Erkältungen. “ (Are Waerland: Erkältungskrankheiten …, S. 11)

Dies kann der Gestalter der Website bestätigen. Wenn er draußen schlief, erkältete er sich nicht. Aus Angst vor Rheuma blieb er in einer regenreichen Woche im Haus, und als er dann noch in einer warmen Stube abends zu lange am Computer saß, war die Erkältung da, zuerst auf der Zunge wegen der trockenen Luft. (Mai 2008)

Ignoranten sind es angesichts der Erfahrungen Are Waerlands, die eine Schlafzimmertemperatur von 16 Grad empfehlen.

Wer gesund werden will, kommt an Are Waerlands Kältetherapie nicht vorbei. Er zitiert auch den Landarzt Dr. Heisler aus dem Hochschwarzwald:

„Mangel an Kälte bringt die so häufigen Erkältungskrankheiten mit sich, während wirkliche Kälte der Gesundheit dient.“

Übrigens bezeichnet Are Waerland den nordischen Bären, vorausgesetzt er ernährt sich vegetarisch, als „König der Gesundheit“ (S. 23).

Kurzer Abstecher: Wie mit dem Klimahaus könnte es sich mit den Energiesparlampen verhalten. Uns kommt vor, sie sind greller als normale Glühbirnen und blenden daher Leute, die an der Makula-Degeneration und dergleichen leiden. Das Energiesparen darf nicht zum blinden Fanatismus führen.

Spätere Ergänzungen

„Klimahäuser können ungesund sein“ – Lieber Zeit-Raum-Heizung!

Gespräch an der Bushaltestelle, 7.12.2009, 7.30 h.

Eine verschnupfte Frau: „Wir haben immer etwas. Wir wohnen in einem Klimahaus. Es ist viel zu warm.“

Ein Mann: „Klimahäuser sparen Energie, sind aber ungesund. Bei mir ist nur die Stube geheizt, der Rest des Hauses kalt. Der Wechsel zwischen kalt und warm macht die Gesundheit aus.“

Pfarrer Kneipp schrieb, dass Krankheitsstoffe durch Wärme gleichsam aufgeweckt werden, etwa im Schlafzimmer, daß die Gefahr der Verweichlichung besteht und dass frische Luftzu Schlaf- und Krankenzimmern gehörigen Zugang haben sollen (Kneipp-Reile, 1923, 110-112). Es wäre wohl besser, nur Klimaräume zu bauen statt ganzer Klimahäuser. Es ist ja Idiotie, Schlafzimmer oder auch Keller, in denen Lebensmittel lagern, heizen zu müssen – jedenfalls aus der Sicht von Freunden natürlicher Lebensweise. Was ist denn wichtiger: die Gesundheit der Bewohner oder das rein materiell ausgerichtete Energiesparen?

Klimahäuser können ungesund sein, vor allem, wenn zu wenig gelüftet wird. Wer einmal Schimmelpilze hat, wird sie schwer los. Außerdem schädigt die trockene Luft die Augen und das allgemeine Wohlbefinden. Wie wohltuend ist doch der Aufenthalt in gut gelüfteten Räumen, etwa in einem alten Bauernhaus, durch dessen Türritzen der Wind pfeift! Aber vor solchen Erfahrungen stehen die Lenker der öffentlichen Meinung da wie der Ochs vor der Apotheke.

Wir bieten folgende Alternative an: Zeit-Raum-Heizungen. Während Klimahäuser nur Energie sparen, sparen Zeit-Raum-Heizungen Energie und sind gesund. Wie funktionieren sie?

·       Geheizt wird nur jener Raum zu jener Zeit, in der die Heizung wirklich gebraucht wird.

Falls infolge des gesetzlichen Zwangs, Klimahäuser zu bauen, gesundheitliche Schäden entstehen sollten wie Allergien oder Asthma, wäre es da nicht gerecht, die politisch Verantwortlichen dafür zur Kasse zu bitten? Vielleicht könnte der Rechnungshof darauf eine Antwort geben. Wir jedenfalls haben keine Befugnisse.

Warum wird eigentlich nichts gegen den Pkw-Verkehr unternommen, das heißt umgestellt auf Autos auf Schienen? Da ließe sich ein Vielfaches mehr Energie sparen als mit Klimahäusern. Aber die Mächtigen lassen sich nicht dreinreden. Und die einfachen Bürger schlucken alles, fahren mit Licht (die Batterieindustrie muss ja auch leben), kaufen teure Energiesparlampen (welche Konzerne haben da bei der EU gute Lobby-Arbeit geleistet?), die sich zudem erst auszahlen, wenn die Lampen lange brennen und nicht ständig ein- und ausgeschaltet werden (abgesehen von den gefährlichen Inhaltsstoffen, die schlechte Auswirkungen haben und entsorgt werden müssen, man frage Evi Keifel von der Verbraucherzentrale Südtirol), bauen teure (infolge der zusätzlichen Wärmedämmung) Klimahäuser usw., um vom Profit der Pharmaindustrie von der Schweinegrippe ganz zu schweigen … Mit der Dummheit anderer lässt sich gut Geld verdienen – eine uralte Erkenntnis weniger.

Neue Warnung: Schlechtes Klima im Öko-Neubau

Die Südwestpresse berichtet (nachstehend eine Zusammenfassung): „Katastrophale Arbeitsbedingungen“ im Verwaltungsneubau Hauptstätter Straße in Stuttgart. Wärmeschutz, Stromsparkonzept; Energieverbrauch 20 Prozent unter den Anforderungen der Energieeinsparungsverordnung. Fenster nicht zu öffnen. Ausdünstungen von Mobiliar, Wandfarbe, Bodenbelägen. Automatische Belüftung beförderte in den drei Sommern weder die stickige Luft hinaus noch senkte sie die Raumtemperatur über Nacht ab. Folgen: Kopfschmerzen, Erkältungen, Fehlzeiten. (Südwestpresse, 27.11.2010, Elke Hauptmann)

Bürgeraufschrei gegen teures „Klimaland Südtirol“. Aufschlussreicher Leserbrief von Konrad G., M., in den Dolomiten, 25.11.2010, S. 4: „… bald können wir unsere Öfen nicht mehr mit Holz feuern wegen des Feinstaubs. Wir verpacken unsere Häuser in Isolierungen, die bei Produktion und Transport viel mehr Energie verbrauchen, als sie jemals Heizenergie oder Kühlerstrom einsparen werden. Wehe den Kosten bei der Entsorgung morgen. Seit die Holzstatik verlangt wird, können wir nicht einmal mehr mit einheimischem Massivholz bauen, da hierfür keine statischen Werte messbar sindm vom industriell angefertigten Leimholz schon. Unsere mit Fotovoltaikplatten vollgepflasterten Dächer und Wiesen benötigen bei deren Herstellung mehr Energie, als sie in ihrem Leben jemals einspeisen. … Umweltland werden wir so nie eines!“ ETIKA-Kommentar: Höchste Zeit für einen Kurswechsel in der Landespolitik! Welcher Robin Hood oder Wood rettet uns vor denen, die die Bürger immer mehr mit Kosten belasten, statt gesundes, einfaches Leben, natürliche Holzbauten usw. zu fördern.

Der Verwaltungsrat der KlimaHausAgentur „enthebt den Direktor (und Ideengeber Ing. Norbert Lantschner) vorbeugend … vom Dienst“. Lantschner hatte auf einer Pressekonferenz im Dezember 2011 den Verwaltungsrat und Landesrat Michl Laimer massiv kritisiert. (stol.it 18.1.2012)

Siehe auch: Are Waerlands 3 Prinzipien der Gesundheit

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