ETIKA

SCHUTZ VOR DEM BÖSEN

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14.7.2003

90FL2

Fluch, Bannfluch

Altes und Neues Testament, Franziskus

 

Verfluchung in der Hl. Schrift
Altes Testament

Genesis (1. Mose) 9,24 Als Noe aus seinem Rausch erwachte, erfuhr er, was sein jüngster Sohn ihm angetan hatte (er hatte ihn entblößt, die beiden anderen Söhne Sem  und Japhet aber deckten die Blöße zu, ohne hinzuschauen). 25 Er sprach: "Verflucht sei Kanaan; ein Knecht der Knechte sei er seinen Brüdern."

 

Genesis 27,12-40 Jakob, Rebekka, Esau, Isaak

 

5. Mose 27 Die zwölf Fluchworte (Anmerkung ETIKA: gelten auch heute noch, niemand hat sie aufgehoben)
15
Verflucht sei, wer einen Götzen oder ein gegossenes Gottesbildnis macht, ein Künstlermachwerk, das ein Greuel für den Herrn ist, und es heimlich aufstellt. Und das ganze Volk soll rufen: Amen.
16 Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter verunehrt! Und das ganze Volk soll rufen: Amen.
17 Verflucht sei, wer den Grenzstein seines Nachbarn verrückt! Und das ganze Volk soll rufen: Amen.
18 Verflucht sei, wer einen Blinden den falschen Weg gehen lässt! Und das ganze Volk soll rufen: Amen.
19 Verflucht sei, wer das Recht des Fremdlings, der Waise und der Witwe beugt! Und das ganze Volk soll rufen: Amen.
20 Verflucht sei, wer bei der Frau seines Vaters liegt, denn er hat die Decke seines Vaters aufgedeckt! Und das ganze Volk soll rufen: Amen.
21 Verflucht sei, wer bei irgendeinem Tier liegt! Und das ganze Volk soll rufen: Amen.
22 Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, die seines Vaters oder seiner Mutter Tochter ist! Und das ganze Volk soll rufen: Amen.
23 Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! Und das ganze Volk soll rufen: Amen.
24 Verflucht sei, wer einen andern heimlich erschlägt! Und das ganze Volk soll rufen: Amen.
25 Verflucht sei, wer sich bestechen lässt, einen unschuldigen Menschen zu töten. Und das ganze Volk soll rufen: Amen.
26 Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllt, indem er sie hält. Und das ganze Volk soll rufen: Amen.

 

Anmerkung: Die Kinderschänder sind hier nicht erwähnt, vielleicht weil es sie damals noch nicht gegeben hat. Aber wir können uns nicht vorstellen, dass nicht auch sie unter einen solchen Fluch fallen.

 

5. Mose 28  Segen vom Berge Ebal. Fluch für Ungehorsame
1
Wenn du auf die Stimme des Herrn, deines Gottes hörst, indem du auf alle seine Gebote, auf die ich dich heute verpflichte, achtest und sie hältst, wird dich der Herr, dein Gott, über alle Völker der Erde erheben. 2 Alle diese Segnungen werden über dich kommen ...

15 Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des Herrn, deines Gottes, und wirst nicht halten und tun alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich treffen.

16 Verflucht bist du in der Stadt, verflucht bist du auf dem Land.

17 Verflucht ist dein Korb und dein Backtrog.

18 Verflucht ist die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Ackers, die Kälber, Lämmer und Zicklein.

19 Verflucht bist du, wenn du heimkehrst, verflucht bist du, wenn du weggehst.

20 Verfluchtsein, Verwirrtsein, Verwünschtsein lässt der Herr auf dich los, auf alles, was deine Hände schaffen und was du tust, bis du bald vernichtet und bis du ausgetilgt bist wegen deines Tuns, durch das du mich böswillig verlassen hast.

21 Der Herr heftet die Pest an dich, bis er dich ausgemerzt hat aus dem Land, in das du ziehst, um es zu besitzen.

22 Der Herr schlägt dich mit Schwindsucht (Auszehrung), Entzündung und hitzigem Fieber, mit Glut und Dürre, Versengung und Vergilbung. Die werden dich verfolgen, bis du vernichtet bist.

23 Der Himmel, der über deinem Haupt ist, wird zu Erz, und die Erde unter dir wird zu Eisen.

24 Statt des Regens für dein Land wird der Herr Staub und Asche vom Himmel auf dich fallen lassen, bis du vertilgt bist.

25 Der Herr stößt dich nieder und liefert dich deinen Feinden aus. Auf einem Weg wirst du wider sie ausziehen, und auf sieben Wegen vor ihnen fliehen und zum Entsetzen werden für alle Reiche auf Erden.

26 Deine Leichen werden zum Fraß werden für alle Vögel des Himmels und alle Tiere des Landes, und niemand wird sie verscheuchen.

27 Der Herr schlägt dich mit dem ägyptischen Geschwür, mit Pocken, mit Grind und Krätze, und niemand kann dich heilen.

28 Der Herr schlägt dich mit Wahnsinn, Blindheit und Verwirrung des Geistes.

29 Am hellen Mittag wirst du tappen wie ein Blinder in der Finsternis. Du hast auf deinem Weg keinen Erfolg. Gewalt und Unrecht musst du leiden dein Leben lang und niemand wird dir helfen.

30 Du wirst dich mit einem Mädchen verloben, doch ein anderer wird es nehmen. Du wirst ein Haus bauen, doch nicht darin wohnen. Einen Weinberg wirst du pflanzen, aber seine Früchte nicht genießen.

31 Dein Rind wird vor deinen Augen geschlachtet werden, aber du wirst nicht davon essen. Dein Esel ... Dein Schaf...

32 Deine Söhne und deine Töchter werden einem andern Volk gegeben werden, und du siehst dir täglich nach ihnen die Augen aus, aber du hast keinen Einfluß darauf, dass sie zu dir zurückkehren.

33 Den Ertrag deines Ackers und all deinen Gewinn verzehrt ein Volk, das du nicht kennst, und du wirst geplagt und geschunden werden dein Leben lang.

34 Und du wirst wahnsinnig werden bei dem, was deine Augen sehen müssen.

35 Der Herr wird dich schlagen mit bösen Geschwüren an den Knien und Waden, dass du nicht geheilt werden kannst, von den Fußsohlen bis zum Scheitel.

36 Der Herr wird dich und deinen König, den du über dich gesetzt hast, unter ein Volk treiben, da du nicht kennst noch deine Väter, und du wirst dort andern Göttern dienen aus Holz und Steinen.

37 Und du wirst zum Entsetzen, zum Sprichwort und zum Spott werden unter allen Völkern, zu denen der Herr dich treibt.

38 Du wirst viel Samen auf das Feld säen, aber wenig einsammeln, denn die Heuschrecken werden alles abfressen.

39 Weinberge wirst du pflanzen und bebauen, aber weder Wein trinken noch Trauben lesen, denn die Würmer werden alles abfressen.

40 Ölbäume...

41 Söhne und Töchter wirst du zeugen, aber nicht behalten, denn sie werden gefangen weggeführt werden.

42 Alle Bäume und Früchte deines Landes wird das Ungeziefer fressen.

43 Der Fremdling, der bei dir ist, wird immer höher über dich emporsteigen; du aber wirst immer tiefer heruntersinken.

44 Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen können. Er wird zum Kopf, du wirst zum Schwanz.

 

45 Alle dieser Verfluchungen werden über dich kommen, dich verfolgen und dich erreichen, bis du vertilgt bist, weil du der Stimme des Herrn, deines Gottes, nicht gehorcht und seine Gebote und Rechte nicht gehalten hast, die er dir geboten hat.

46 Und diese Verfluchungen werden Zeichen und Wunder sein an dir und an deinen Nachkommen immerdar,

47 weil du dem Herrn, deinem Gott, nicht gedient hast mit Freude und Dankbarkeit dafür, dass alles in Fülle da war.

 

48 Und du musst deinem Feind, den der Herr gegen dich ausgesandt hat, dienen in Hunger und Durst, in Blöße und allerlei Mangel,, und er wird ein eisernes Joch auf den Hals legen, bis er dich vernichtet hat.

49 Der Herr wird ein Volk über dich schicken von ferne, vom Ende der Erde, wie ein Adler fliegt, dessen Sprache du nicht verstehst,

50 ein freches Volk mit unbeweglichem Gesicht, das auf die Alten keine Rücksicht nimmt und die Kinder nicht verschont.

51 Es wird verzehren die Jungtiere deines Viehs und die Frucht deines Ackers,, bis du vertilgt bist, und nichts wird dir übrigbleiben vom Korn, Wein und Öl und vom Jungvieh deiner Rinder und Schafe, bis es dich umgebracht hat.

52 Es wird dich ängstigen in allen deinen Städten...

53 Du wirst die Frucht deines Leibes, das Fleisch deiner Söhne und Töchter, die dir der Herr, dein Gott, gegeben hat, essen in der Angst und Not, mit der dich dein Feind bedrängen wird.

54 Ein Mann unter euch, der zuvor verwöhnt und in Üppigkeit gelebt hat, wird seinem Bruder und der Frau in seinen Armen und dem Sohn, der noch übrig ist von seinen Söhnen, nichts gönnen...

55 von dem Fleisch seiner Söhne...

56 Eine Frau unter euch, die zuvor so verwöhnt und in Üppigkeit gelebt hat, dass sie nicht einmal versucht hat, ihre Fußsohle auf die Erde zu setzen, vor Verwöhnung und Wohlleben, die wird dem Mann in ihren Armen und ihrem Sohn und ihrer Tochter nicht gönnen

57 die Nachgeburt, die von ihr ausgegangen ist, und das Kind, das sie geboren hat; denn sie wird beides vor Mangel an allem heimlich essen in der Angst und Not, mit der dich dein Feind bedrängen wird in deinen Städten.

 

58 Wenn du nicht auf alle Worte dieser Weisung, die in dieser Urkunde aufgezeichnet sind, achtest und sie hältst, und wenn du nicht den herrlichen und heiligen Namen fürchtest, den Herrn, deinen Gott,

59 dann wird der Herr schrecklich mit dir verfahren und dich und deine Nachkommen mit gewaltigen und hartnäckigen Plagen schlagen, mit bösen und anhaltenden Krankheiten.

60 Und er wird auch alle Seuchen Ägyptens über dich bringen, vor denen du dich fürchtest, und sie werden dich nicht loslassen.

61 Dazu wird der Herr alle Krankheiten und Plagen, die nicht geschrieben sind in dem Buch dieses Gesetzes, über dich kommen lassen, bis du vertilgt bist.

62 Und nur wenige werden übrig bleiben von euch, die ihr zuvor zahlreich gewesen seid wie die Sterne am Himmel, weil du nicht gehorcht hast der Stimme des Herrn, deines Gottes.

65 ... der Herz wird dir dort ein bebendes Herz geben und erlöschende Augen und eine verzagende Seele,

66 und dein Leben wird immerfort in Gefahr schweben: Nacht und Tag wirst du dich fürchten und deines Lebens nicht sicher sein.

67 Morgens wirst du sagen: Ach dass es Abend wäre! Und abends wirst du sagen: Ach dass es Morgen wäre! vor Furcht deines Herzens, die dich schrecken wird, und vor dem, was du mit deinen Augen sehen wirst.

 


 

Josua 6,17 (Josua zum Volk: ) Die Stadt mit allem, was in ihr ist, soll zu Ehren des Herrn dem Untergang geweiht sein.

Psalm 55,16 Der Tod soll sie überfallen, lebend sollen sie hinabfahren ins Totenreich.

Psalm 59,14 Vernichte sie (meine Gegner) im Zorn; vernichte sie; sie sollen zugrunde gehen.

Psalm 83,17 Bedecke mit Schmach ihr Gesicht, damit sie, Herr, nach deinem Namen fragen. 18 Beschämt sollen sie sein und verstört für immer, sollen vor Schande zugrunde gehen.

Psalm 94,1 Gott der Vergeltung, o Herr, du Gott der Vergeltung, erscheine! 2 Erheb dich, Richter der Erde, vergilt den Stolzen ihr Tun! 21 Sie (die Frevler) wollen das Leben der Gerechten vernichten und verurteilen schuldlose Menschen. 22 Doch meine Burg ist der Herr, mein Gott ist der Fels meiner Zuflucht. 23 Er wird ihnen ihr unrecht vergelten und sie wegen ihrer Bosheit vernichten; vernichten wird sie der Herr, unser Gott.

Psalm 109,16 Denn dieser Mensch dachte nie daran, Gnade zu üben; er verfolgte den Gebeugten und Armen und wollte den Verzagten töten. 17 Er liebte den Fluch – der komme über ihn; er verschmähte den Segen – der bleibe ihm fern. 18 Er zog den Fluch an wie ein Gewand; der dringe wie Wasser in seinen Leib, wie Öl in seine Glieder. 19 Er werde für ihn wie das Kleid, in das er sich hüllt, wie der Gürtel, der ihn allezeit umschließt. 20 So lohne der Herr es denen, die mich verklagen, und denen, die Böses wider mich reden.

 

Richter 9,57 Auch alle Bosheit der Sichemiten ließ Gott auf ihr Haupt zurückfallen. So erfüllte sich an ihnen der Fluch Jotams, des Sohnes Jerubbaals.

Jesus Sirach 3,9 Des Vaters Segen macht die Wurzeln fest, der Fluch der Mutter aber reißt den Steckling aus.

Jesus Sirach 41,8 (11) Wehe euch, Gottlose, die ihr des Höchsten Gesetz verlasst! 9 (12, zusammengefasst) Ihr lebt oder sterbt, so seid ihr verflucht.

Jesaja 3,11 (ev.:) Wehe aber den Gottlosen, sie haben es schlecht! Den es wird ihnen vergolten werden, wie sie es verdienen. (Einheitsbibel:) Weh dem Frevler, ihm geht es schlecht; denn was er selber getan hat, das wird man ihm antun.

Jesaja 5,20 Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen! ...

 

 


Neues Testament

JESUS

Matthäus 5,44 Liebet eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen.
In der späteren Überlieferung – so heißt es in der Luther-Bibel – wird der Text erweitert: Segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, die euch beleidigen und verfolgen.

 

Matthäus 11,21 Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Wären solche Taten in Tyrus und Sidon geschehen, wie sie bei euch geschehen sind, sie hätten längst in Sack und Asche Buße getan! 22 Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als euch. 23 Und du, Kapernaum, wirst du bis zum Himmel erhoben werden? Du wirst bis in die Hölle hinuntergestoßen werden. Denn wenn in Sodom die Taten geschehen wären, die in dir geschehen sind, es stünde noch heutigen Tages. 24 Doch ich sage euch: Es wird dem Land der Sodomer (Sodomiter) erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als dir.

 

Matthäus 18,8: Wehe dem Menschen, durch den das Ärgernis kommt.

 

Was geschieht ihm? Die Antwort hat Jesus selbst gegeben:

Matthäus 13,41.42 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden alle sammeln, die andere verführt haben, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

Andere Übersetzung:

Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden zusammenholen aus seinem Reich alle, die Ärgernis geben und das Böse tun (Zef 1,3) und sie hineinwerfen in den Feuerofen; dort wird Heulen sein und Zähneknirschen.

 

Die Verfluchung des Feigenbaums
Markus 11,12
Als sie am nächsten Tag Bethanien verließen, hatte er Hunger. 13 Da sah er von weitem einen Feigenbaum mit Blättern und ging hin, um nach Früchten zu suchen. Und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter; denn es war nicht die Zeit für Feigen. 14 Da fing Jesus an und sprach zu ihm: In Ewigkeit soll niemand mehr eine Frucht von dir essen.

 

APOSTEL

Apostelgeschichte 5, 1 Ein Mann aber mit Namen Hananias samt seiner Frau Saphira verkaufte einen Acker, 2 doch er hielt mit Wissen seiner Frau etwas von dem Geld zurück und brachte nur einen Teil und legte ihn den Aposteln zu Füßen. 3 Petrus aber sprach: Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den heiligen Geist belogen und etwas vom Geld für den Acker zurückbehalten hast? 4 Hättest du den Acker nicht behalten können, als du ihn hattest? Und konntest du nicht auch, als er verkauft war, noch tun, was du wolltest? Warum hast du in deinem Herzen beschlossen, so etwas zu tun?  Du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen. 5 Als Hananias diese Worte hörte, fiel er zu Boden und gab den Geist auf. Und es kam eine große Furcht über alle, die dies hörten. 6 Da standen die jungen Männer auf und deckten ihn zu und trugen ihn hinaus und begruben ihn. 7 Es begab sich nach einer Weile, etwa nach drei Stunden, da kam seine Frau herein und wusste nicht, was geschehen war. 8 Petrus sprach zu ihr: Sag mir, habt ihr den Acker für diesen Preis verkauft? Sie antwortete: Ja, für diesen Preis. 9 Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr übereingekommen, den Geist des Herrn auf die Probe zu stellen (zu versuchen)? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, stehen vor der Tür und man wird auch dich hinaustragen. 10 Und sogleich fiel sie zu Boden, ihm vor die Füße, und gab den Geist auf.

 

Apostelgeschichte 8,18 Als aber Simon (Anm.: der zuvor Zauberei getrieben und das Volk von Samaria in seinen Bann gezogen hatte, dann aber gläubig geworden war und sich taufen ließ) sah, dass der Geist gegeben wurde, wenn die Apostel die Hände auflegten, bot er ihnen Geld an 19 und sprach: Gebt auch mir die Macht, damit jeder, dem ich die Hände auflege, den heiligen Geist empfange. 20 Petrus aber sprach zu ihm: Daß du verdammt werdest mitsamt deinem Geld, weil du meinst, Gottes Gabe werde durch Geld erlangt. 21 Du hast weder Anteil noch Anrecht an dieser Sache; denn dein Herz ist nicht rechtschaffen vor Gott. 22 Darum tu Buße für diese deine Bosheit ... 24 Da antwortete Simon und sprach: Bittet ihr den Herrn für mich, dass nichts von dem über mich komme, was ihr gesagt habt.

 

Apostelgeschichte 13,6 Sie durchzogen die ganze Insel (Zypern) bis Paphos. Dort trafen sie einen Zauberer und falschen Propheten, der Jude war und Barjesus hieß. 7 Er gehörte zum Gefolge des Prokonsuls Sergius Paulus, eines verständigen Mannes. Dieser rief Barnabas und Saulus zu sich und wünschte, von ihnen das Wort Gottes zu hören. 8 Da mischte sich der Zauberer Elymas ein – denn so wird sein Name übersetzt – und versuchte, den Statthalter vom Glauben abzuhalten. 9 Saulus aber, der auch Paulus heißt, blickte ihn an, vom heiligen Geist erfüllt, 10 und sprach: Du Sohn des Teufels, voll aller List und aller Bosheit, du Feind aller Gerechtigkeit, hörst du nicht endlich auf, die geraden Wege des Herrn zu durchkreuzen? 11 Siehe, jetzt kommt die Hand des Herrn über dich, und du sollst blind sein und die Sonne eine Zeitlang nicht sehen! Auf der Stelle fiel Dunkelheit und Finstern auf ihn, und er ging umher und suchte jemand, der ihn an der Hand führte. 12 Als der Statthalter sah, was geschehen war, wurde er gläubig und verwunderte sich über die Lehre des Herrn. 

 

 

Ein Fall von Blutschande

1. Korinther 5,3 Ich aber, der ich nicht leiblich bei euch bin, doch mit dem Geist, habe schon, als wäre ich bei euch, beschlossen über den, der solches getan hat: 4 Im Namen Jesu, unseres Herrn, wollen wir uns versammeln, ihr und mein Geist, und zusammen mit der Kraft Jesu, unseres Herrn, 5 diesen Menschen dem Satan übergeben zum Verderben seines Fleisches, damit sein Geist am Tag des Herrn gerettet wird.

 

Ausschluss aus der Gemeinde

1 . Korinther 5,11 Ihr sollt nichts mit einem zu schaffen haben, der sich Bruder nennen läßt und ist ein Hurer oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit dem sollt ihr auch nicht essen. 13. Gott wird die, die draußen sind, richten. Tut von euch selbst hinaus, wer da böse ist.

 

Daß Unzüchtige, Ehebrecher, Kinderschänder verflucht sind, geht aus nachfolgenden Texten hervor:

1 . Korinther 6,9 Wisset ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht erben werden? Lasset euch nicht verführen! Weder die Unzüchtigen noch die Götzendiener noch die Ehebrecher noch die Weichlinge noch die Knabenschänder 10 noch die Diebe noch die Geizigen noch die Säufer werden das Reich Gottes erben.

 

1. Korinther 12,3 Keiner, der aus dem Geist Gottes redet, sagt: Jesus sei verflucht! Und keiner kann sagen: Jesus ist der Herr!, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet.

 

1 . Korinther 16,22 Wer den Herrn nicht liebt, sei verflucht! Marána tha – unser Herr, komm!

 

Galater 1,8 Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt als das, was ihr empfangen habt, der sei verflucht.

Galater 3,10 Alle, die nach dem Gesetz leben, stehen unter dem Fluch. Denn in der Schrift heißt es: Verflucht ist jeder, der sich nicht an alles hält, was zu tun das Buch des Gesetzes vorschreibt. (Anmerkung ETIKA: Die Luther-Bibel verweist auf die oben angeführte Stelle 5. Mose 27,26)

Galater 3,13 Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist; denn es steht in der Schrift: Verflucht ist jeder, der am Pfahl hängt. 14 Jesus hat uns freigekauft, damit den Heiden durch ihn der Segen Abrahams zuteil wird.

 

1. Timotheus 1,19 Schon manche haben die Stimme ihres Gewissens missachtet und haben im Glauben Schiffbruch erlitten, 20 darunter Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie durch diese Strafe lernen, Gott nicht mehr zu lästern.

 

Judas 9 Als aber Michael, der Erzengel, mit dem Teufel stritt und mit ihm rechtete um den Leichnam des Mose, wagte er nicht, über ihn ein Verdammungsurteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr strafe dich!

 

Verdammung durch die Katholische Kirche

 

Die katholische Kirche selbst hat Menschen verdammt:

"Auf dem Lateran-Konzil von 649 wurden alle Haeretiker verdammt, weil ,ihre Lehren Früchte daemonischer Machenschaften sind´". (Concil. Lateran. 649, can. 18 et 20 (Denz. 271 et 274), zit. von Egon von Petersdorff: Daemonologie, Zweiter Band, Christiana-Verlag Stein am Rhein, 1982,  S. 16f, www.christiana.ch  )

 

Verfluchung bei Franziskus

 

"Die nicht kosten wollen, wie süß der Herr ist (Ps 33,9) und die Finsternis mehr lieben als das Licht (Joh 3,19), weil sie  Gottes Gebote nicht erfüllen wollen, die sind verflucht. Von ihnen wird durch den Propheten gesagt: "Verflucht, die von deinen Geboten abweichen" (Ps. 118,21)
(Franziskus von Assisi: Brief an die Gläubigen II, 2, in: Die Schriften des hl. Franziskus von Assisi, Dietrich-Coelde-Verlag, Werl/Westf., 1984, Taschenbuchausgabe, S. 18)

 

12F3185B Verfolger im Fluch Gottes. I, 85
12F3189 Warum Franziskus weinte, als er ein Lamm sah – Verfluchung des Schweins. I, 89
12F3223 Verfluchung eines ungehorsamen Theologen
12F3282 Das kleine Häusle verlassen und ein schön groß Kloster erbaut: doppelte Strafe II, am Schluß
12F3283 Wie Franziskus in Gegenwart des richtenden Herrn über seine Brüder urteilte, II, am Schluß

Eine der Geschichten betrifft den Provinzial Br. Johannes von Strachia. Seine Leidenschaft für die Wissenschaft drohte Ordensleute vom Weg der Einfachheit und der Heiligkeit abzubringen. Franziskus zitierte ihn vor das Kapitel und erklärte, dass er laut einer Offenbarung mit Härte handeln müsse, weil dieser Mann durch seinen Stolz den Fluch Gottes auf sich gezogen hätte. Bald starb der Betreffende in Verzweiflung und schrie fortwährend: „Ich bin verdammt und verflucht in alle Ewigkeit.“ (nach de Ségur, ..., S. 125f.)

 

Folgen des Fluchs: immer wieder Böses, Besessenheit

 

"Der Fluch hat zur Folge, daß Gott seinen besonderen Schutz von diesem Menschen zurückzieht (vgl. Gen 28) - ein allgemeiner Schutz bleibt auch in diesem Fall. Damit ist es dem Teufel leichter, sich an diesen Menschen heranzumachen und ihn in seine Gewalt zu bekommen, als wenn dieser durch einen besonderen Schutzwall umhegt ist." (Adolf Rodewyk S.J.: "Die dämonische Besessenheit", Paul Pattloch Verlag, Aschaffenburg, 1975, S. 127).

 

Einen Fluch aus dem 14. Jahrhundert und einen weiteren wohl aus späterer Zeit erwähnt Adolf Rodewyk S.J. auf Seite 129:

 

"Eine Mutter, die sich über ihren Sohn schwer geärgert hatte, kniete nieder und sagte zu ihm:

"Ich gebe dir meinen Fluch und den der Brüste, die du gesogen, und meines Leibes, der dich getragen hat. Was ich für Recht über dich habe und haben kann, und was ich an dir geboren, das gebe und überlasse ich dem Teufel."

Da stürzte der Sohn zu Boden, und bald zeigten sich die Anzeichen der Besessenheit. (Acta Ivonis Haelori, Acta Sanct. 19. Mai, S. 1572)

Ebenso plötzlich trat eine Besessenheit ein, als ein Mann seine junge Frau aus Wut über ihre Tändeleien verfluchte. (Vita Erminoldi II c. 6 (Acta Sanct. 6. Jan., I 335ff.)"

 

„Das eben ist der Fluch der bösen Tat.

Daß sie fortzeugend immer Böses muß gebären.“
Friedrich Schiller (1759-1805): Piccolomini, Akt V, Szene 1, 1800

 

Fluch den Verführerinnen und VerführernVon Franziskus verflucht -  Index 9