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ETIKA |
DAS
BÖSE |
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90SU5 |
Die
Sünde im Leib |
= 14A3BS |
Wenn ich aber tue, was ich nicht will, so tue nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. (Römer 7,20)
Wenn Franziskus in seinem Brief
an die Gläubigen davon spricht:
Wir
müssen unsere Leiber mit den Lastern und Sünden hassen...
Und
unsere Leiber sollen wir in Schmach und Verachtung haltend, weil wir alle durch
unsere Schuld elend und voll Fäulnis, abscheulich und Würmer sind... (Brief an
die Gläubigen II, aus: Die Schriften des heiligen Franziskus von Assisi,
Dietrich-Coelde-Verlag Werl, 1982, S. 63)
...dann hat er es auch so
gemeint. Dann darf man nicht das Wort Leib mit dem Wort Ich ersetzen.
Man darf es nur dann, wenn man den Leib einschließt. (Satz gestrichen) Und der Brief an die Gläubigen wurde, wie oben erwähnt,
als „eigentliche Regel für franziskanische Pönitenten“ verfaßt.
Auch bei der von P. Fridolin
ausgedachten 2. Übung des geistlichen Kampfes sind wir auf eine (..) Neuerung
gestoßen, die von der ursprünglichen Formulierung des Franziskus (..) abweicht
(S. 7):
Was
tun? „Hassen sollen wir das Ich mit
seinen Lastern und Sünden!“
(Franziskus)
Warum? „Weil es fleischlich leben und uns dadurch das Kostbarste : die Liebe
unseres Herrn Jesus Christus und das ewige Leben rauben und uns in die Hölle
stürzen möchte.“ (6. und 22. Ermahnung)
(Weitere
Sätze gestrichen.) Die 6. und 22. Ermahnung lauten (..) anders. Hingegen heißt es im 22. Kapitel der
Nicht Bullierten Regel des Franziskus (wir hoffen, die damaligen Kursleiter
freuen sich über unseren Eifer):
„Und
hassen wollen wir unseren Leib mit seinen Lastern und Sünden; denn durch ein
fleischliches Leben will der Teufel uns die Liebe Jesu Christi und das ewige
Leben rauben und sich selbst mit allen in die Hölle stürzen.“ (Die
Schriften des Heiligen Franziskus, Werl 1982, S. 197)
Das „Ich“ wird von P. Fridolin
folgendermaßen definiert (Übung 2, S 3f.):
„Woher
stammt dieses „Ich“? Es sitzt so tief im Menschen, daß es nicht einmal durch
die heilige Taufe vertrieben werden kann... Dieses “Ich“ ist nicht der Teufel
selber. Es scheint aber doch (wie das Ei der Paradiesesschlange) ein Ableger
des Teufels zu sein, oder ein dem Teufel höriges schädliches und gefährliches
Wesen, das im Herzen des Menschen sein Unwesen treibt. Ein Büttel des Teufels.
Paulus nennt es „Satansbote“ 2 Kor 12,7.“
(Satz
gestrichen.) Wir selbst suchen Rat in der
Heiligen Schrift. Der Apostel Paulus hat die Lösung:
Römer
7,15 Ich tue nicht, was ich will; sondern was ich hasse, das tue ich. ... 17 So
tue nun nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. 18 Denn ich weiß,
daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich
wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. 19 Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das
Böse, das ich nicht will, das tue ich. 20 Wenn ich aber tue, was ich nicht
will, so tue nicht ich es, sondern die Sünde,
die in mir wohnt.
Römer
8,3 Gott ... verdammte die Sünde im Fleisch. 13 Wenn ihr nach dem Fleisch lebt,
werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist die Taten
des Fleisches tötet, so werdet ihr leben.
·
Also: Nicht das Ich ist zu verwerfen, sondern die Sünde, die in
mir wohnt. Das Ich und die Sünde, die in mir wohnt, sind zwei verschiedene
Dinge, denn ich oder das Ich (hier in anderem Sinne als Seele, in der der
Geist Gottes wirkt, damit ich vollkommen werde: Sein Ebenbild) will ja das
Gute; nur die von Gott verdammte Sünde in mir tut das Böse, wie klar aus Römer
7,20 hervorgeht. In mir, im Ich ist also das Gute wie auch das Böse (die
Sünde).
In Übung 2 hingegen hat das Ich nur folgende Namen: Adam, Mensch, Leib, Leben,
Fleisch, Herz, Zunge, und es werden nur negative Eigenschaften aufgezählt. Der
gute Wille, die Liebe zu Gott und zum Nächsten, die Selbstlosigkeit, die
ebenfalls zum Wesen des Menschen gehören, fehlen. Kurz: Das Ich wird in den
Übungen des geistlichen Kampfes verstanden als das schlechte Ich, ohne die
Seele, die unter der Einwirkung des Heiligen Geistes steht.
· Savonarola geht weiter und sagt, wir
Christen müssen einfach werden, einförmig, eins mit Gott, weil auch Gott
einfach ist. Er ist die höchste Einfachheit, der Ursprung, der alles enthält.
Unser Ich muß sich mit Gott vereinen. „Die Einfachheit des Herzens erfordert
die Reinigung von irdischen Abhängigkeiten, auf die Weise, daß der Geist und
die Seele sich vollkommen auf Gott richten und ihm ähnlich zu werden trachten: der
vollkommene Mensch vereinfacht sich zum göttlichen Vorbild. – Je mehr man
sich dem Feuer nähert, desto heißer wird man. In dem Ausmaß, in dem das
Geschöpf sich dem Wesen Gottes anzugleichen sucht, desto mehr wird es ihm
ähnlich: und desto einfacher wird es.“ (La vita semplice, zit. im Handbuch des
einfachen Lebens, Kapitel 29, S. 41)
Mit Römer 8,13 haben wir gleich
die Erklärung für eine merkwürdige Aufforderung Jesu in der Bergpredigt. Schon
vor Jahrzehnten hat H. Bayerl vom Freundeskreis Maria Goretti e. V. in München
in einem Brief an Etika (Datum später) davor gewarnt, in folgenden Sätzen eine
Aufforderung zur Selbstverstümmelung zu sehen:
Matthäus
5,29 Wenn dich dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiß es aus
und wirf´s von dir. 30 Wenn dich deine rechte Hand zum Abfall verführt,
so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, daß eins deiner
Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.
Wir sollen nämlich, wie Paulus
erklärt, durch den Geist die Taten des Fleisches töten. Wir sollen nicht blind
werden, weil uns das Fernsehen (spanisch „tele-basura“ = Fernsehmüll) oder die
schamlose Mode ärgert und zum Abfall verführt. Wir sollen Franziskus
nachahmen.
Hinweise gibt P. Peter Morant
OFM in seinem Buch über das Vollkommenheitsstreben im Geist des Franziskus (P.
Peter Pavlicek hat es uns geschenkt). Zum Beispiel ging Franziskus gesenkten
Hauptes durch die Straßen der Stadt (genaue Quellenangabe später). Entsprechend
gilt: Wenn das Fernsehen sündige Gedanken in uns erweckt, müssen wir darauf
verzichten; für Klöster sollte dies selbstverständlich sein, denn Klöster sind
ja gerade zum Zweck der Absonderung von der Welt gegründet worden, damit die
Ordensbrüder oder -schwestern Gott besser dienen und lieben können. Eine
ausgezeichnete Zusammenfassung der verschiedenen Methoden der Abtötung des
Fleisches (mortificazione della sua carne)
gibt P. Giambattista Montorsi in seinem Werk: Francesco di Assisi
nei suoi scritti e nelle antiche biografie, Edizioni Paoline, 1974 (leider nur
auf italienisch), auf den Seiten 392 – 394.
Wir sprachen zuletzt von äußeren
Ursachen, die die im Leib des Menschen lauernde Sünde aufstacheln. Aber die
Sünde ist auch ohne äußere Ursache da, wird schon von der Phantasie
gefördert und von Eingebungen der bösen Geister. Deshalb ruft ja Lorenzi
Scupoli in seinem „Geistlichen Kampf“ dazu auf, „sich ernstlich
Gewalt anzutun und das Leid zu ertragen“
(Regensburg, 1906, 12. Kap., S. 45). Das 19. Kapitel über das Laster des
Fleisches enthält seine Ratschläge gegen sinnliche Versuchungen: „Fliehe,
fliehe, wenn du nicht sicherlich willst überfallen, gefangen und getötet
werden.“ (S. 74) Selbst die Phantasie ist zu blockieren: „Wenn du anfängst,
auch nur im geringsten nicht etwa schon solcher Gedanken, sondern ihrer
Vorposten ansichtig zu werden, so ziehe dich schnell im Geiste zum Gekreuzigten
zurück und sprich: „Mein Jesus, mein süßer Jesus, hilf mir schnell, damit ich
nicht von diesem Feinde gefangen werde.“ (S. 77)
Paulus berichtet vom „Pfahl in
seinem Fleisch“ als Satansboten oder Satans Engel, der ihn schlägt, damit er sich nicht
überhebt (2 Kor 12,7, Einheitsbibel: Stachel im Fleisch) und klagt: „Ich
elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?“ (Römer
7,24) Doch der Geist hilft unserer Schwachheit auf (Römer 8,26), denn der Kampf
wäre fast hoffnungslos, würde uns nicht die Gnade Gottes zu Hilfe kommen, und
keine Macht und kein Tiefes und keine Kreatur kann uns scheiden „von der Liebe
Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn“ (Römer 8,39).
Es ist der vermutlich jedem
Menschen zugeteilte persönliche Schadensdämon (dieser Auffassung sind z. B. der Hirte des Hermas, der
hl. Gregor von Nyssa, der hl. Chrysostomus und der Jesuiten-Scholastiker Suarez
laut Egon von Petersdorff: Daemonologie, Band I, Christiana Verlag Stein am
Rhein, 1982, S. 194, http://www.christiana.ch
), der die von Gott zum Zweck der
Fortpflanzung in der Ehe geschaffene Geschlechtsbegierde (libido) erregt und
fehlleitet zu Unzucht, Ehebruch und allen möglichen Perversionen. Das Mittel zur
Erzeugung von Nachkommen, die die Throne der gestürzten Engel besetzen sollen,
wird zum „Selbstzweck“ (ebenda) der Wollust, die gegen Gottes Ordnung gerichtet
ist und den Menschen zerstört.
Gott erlaubt den Dämonen, ihre
Gewalt auszuüben zur Bewährung und „Übung der menschlichen Tugend und des
christlichen Kampfgeistes“ (Bañez, aaO 196). Wir haben den Vorteil, daß die
Dämonen nicht in unser Herz sehen und unsere Gedanken lesen können. Wie es
Schutzengel für ganze Völker gibt (aaO 193), so gibt es auch Schadensengel für Völker,
Gemeinschaften, Stände, Berufe usw. (aaO 196). Den Einfluß der Schadensengel
bestimmter korrupter Nationen - vor allem auf dem Gebiet der Sittenlosigkeit
und Unkultur, die über Massenmedien verbreitet wird - spürt leider heute die ganze Menschheit. Gerade in der Letztzeit
spielt die Sexualmagie eine besondere Rolle, „vielleicht beim Antichrist
selbst“ (aaO, Band II, 124f.) Übrigens kennen auch die Mohammedaner zwei Engel,
Munkar und Nakir, die zur Rechten und zur Linken sitzen (aaO 196).
Keinesfalls dürfen wir in den
tödlichen Irrtum verfallen, uns auf die nächste Beichte zu verlassen, um neu zu
sündigen. An mehreren Stellen in der Bibel wird vor Rückfällen gewarnt. Viele
evangelische Christen fühlen sich deshalb den Katholiken überlegen, weil ihnen
im Konfirmandenunterricht gesagt wurde, daß es den Katholiken erlaubt sei,
immer wieder von neuem zu sündigen, weil sie
ja jedesmal beichten könnten. (“Y nosotros nos sentíamos mejores
que los católicos, de los cuales pensábamos: A ellos les es lícito pecar,
porque después confiesan; así que pueden pecar de nuevo. Son hipócritas.” In: Los Apóstoles de los Últimos
Tiempos entre la Iglesia actual y los Tradicionalistas )
Aber heute, in dieser sexualisierten Endzeit,
die im Zeichen der allgegenwärtigen Hure Babylon steht?
Die Heilige Schrift verbreitet
einen Hoffnungsschimmer. Offenbarung 3,4: „Du hast einige in Sardes, die ihre
Kleider nicht besudelt haben: die werden mit mir einhergehen in weißen
Kleidern, denn sie sind´s wert.“ Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia
wurde gesagt: „Weil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will ich auch
dich bewahren vor der Stunde der Versuchung,
die kommen wird über den ganzen Weltkreis,
zu versuchen, die auf Erden wohnen. Siehe, ich komme bald; halte, was du hast,
daß niemand deine Krone nehme!“ (Offb 2,10.11)
Wir landen wieder bei
Franziskus:
Bringet
eure Leiber dar und traget sein heiliges Kreuz und folget bis zum Ende seinen
heiligsten Geboten. (Offizium vom Leiden
des Herrn, auch Einfaches Brevier genannt (Vesper)
Dem Verzicht auf alles, was Gott
verboten hat, muß die Aktivität folgen. Wir haben mehr zu tun als uns Zeit
bleibt:
Fürchtet
und ehrt, lobt und preist den Herrn, dankt ihm und betet ihn an, den
allmächtigen Gott, in der Dreifaltigkeit und in der Einheit, Vater und Sohn und
Heiliger Geist, Schöpfer aller Dinge.
Tut Buße, bringt würdige Früchte der Buße, denn wisset, ihr werdet bald
sterben.
Gebt und euch wird gegeben werden.
Vergebt und euch wird vergeben werden. Und wenn ihr den Menschen ihre Sünden nicht vergebt, wird der Herr euch eure Sünden nicht vergeben.
Bekennt alle eure Sünden.
Selig jene, die in der Buße sterben, denn sie werden im Himmelreich sein.
Weh jenen, die nicht in der Buße sterben, denn
sie werden Kinder des Teufels sein, dessen Werke sie tun; und sie werden ins
ewige Feuer kommen.
Hütet euch und enthaltet euch alles Bösen und verharrt im Guten bis zum Ende.
Fortsetzung der Antwort an P.
F.:
Wenn wir uns bei Franziskus und
dem Evangelium an Geist und Buchstaben halten müssen, warum sollten wir es beim
Katechismus nicht tun? P. Fridolin verbreitet den „Großen Katechismus der
Katholischen Religion nach dem Konzil von Trient“, herausgegeben von den
Päpsten Pius V. und Clemens XIII. Und darin steht beim sechsten Gebot Gottes
unter Frage 252 auf Seite 59:
Die Keuschheit
wird verletzt:
·
Erstens, durch freiwillige
ehrfurchtslose Gedanken und Begierden,
·
Zweitens, durch
ehrfurchtslose Reden, Scherze und Lieder,
·
Durch ehrfurchtslose Blicke
und Werke
Unter Frage 273 „Was wird im
neunten Gebot verboten und befohlen?“ wird auf Seite 65 klargestellt:
·
Verboten werden alle
freiwilligen unreinen Gedanken und Begierden.
·
Befohlen: Unser Herz vor
allen unkeuschen Gedanken und Begierden zu bewahren.
Selbstverständlich sind Unzucht
und Ehebruch usw. Todsünden und müssen auch im Orden als Todsünden gewertet
werden, denn P. Fridolin stimmt Paulus zu, der sagt: „Weder Unzüchtige, noch
Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Lüstlinge, noch Knabenschänder ...
werden Anteil erhalten am Reiche Gottes“ („immer vorausgesetzt, daß diese
Verbrechen mit vollem Bewußtsein und freiem Willen begangen werden“). Als
Verteidiger und Anwälte der mißbrauchten Kinder und Frauen können wir an dieser
Stelle nicht umhin, die in unserem Buch „Kinder retten die Welt – Aktionsbuch
zum Schutz der Schwächsten (ETIKA 1991, S. 170) erhobenen Forderungen des
Apostels zu erneuern:
Ihr
sollt nichts zu schaffen haben mit einem, der sich Bruder nennen läßt oder ein
Unzüchtiger ist oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer
oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit einem solchen sollt ihr auch nicht
essen. (1 Kor 5,11)
Um den Orden der Buße von jeder
Befleckung rein zu halten, ist wenigstens in ihm – wenn schon die Gesamtkirche
diesbezüglich schwere Schuld auf sich geladen hat - die vom Apostel Paulus
angeordnete Maßnahme durchzuführen (siehe Francisco: Kinder retten die Welt, S.
177f.). 1 Kor 5 behandelt den Ausschluß von Sexualverbrechern aus der Gemeinde
bzw. Kirche und schließt:
13 Verstoßt
ihr den Bösen aus eurer Mitte. (Schafft den Übeltäter weg aus eurer Mitte!)
Dieser Befehl muß endlich von
allen Konfessionen der christlichen Kirche ernst genommen werden. Es geht nicht
an, daß Kinderschänder – die aller Erfahrung nach Wiederholungstäter sind –
sowie aktiv Homosexuelle einen Priesterrock tragen und von der Kanzel predigen.
Daß die Menschheit in der
Endzeit lebt, beweist die von uns und wenigen Einzelkämpfern so heftig
angegriffene Sexualisierung des öffentlichen Lebens. Aber was nützt es, wenn
der Papst sich für eine strenge Sexualmoral einsetzt, die Bischöfe und Priester
und Religionslehrer aber weltweit schweigen? Und wenn selbst im Vatikan Dinge
geschehen, die von Dämonen gesteuert werden? Lies Malachi Martin: Der letzte
Papst, spanisch El último Papa http://www.etika.com/0/0t16.htm
und das bekanntere zweite, in Mailand erschienene Buch. Nicht von ungefähr
sagte Papst Paul VI., daß der Rauch des Satans in die Kirche eingedrungen sei. Vergleiche das Interview von
Stefano M. Paci mit dem Exorzistenpater Gabriele Amorth in 30 GIORNI 8/2001,
abgedruckt in María Mensajera, Zaragoza, Nr. 251, 12/2001, in dem Padre Gabriele
Amorth sagte: „Quizá fuimos excluídos de la audiencia del Papa porque tenían miedo
de que tantos exorcistas consiguieran expulsar a las legiones de demonios que
se han instalado en el Vaticano.“
Zusammenfassung:
Die Sexualität (Körper und
Geschlechtskraft) ist geschaffen als gut, wird
aber seit dem Sündenfall im Paradies vom Menschen, oft unter Einwirkung des
Dämons, mißbraucht und kann so zu seinem Verderben führen. Nur in der
geordneten Liebe ist sie ein Segen, sonst wird sie zum Fluch.
Mit der Freiheit (dem
freien Willen), die dem Menschen geschenkt ist, entscheidet er über sein Glück
oder Unglück, die ewige Glückseligkeit oder die ewige Verdammnis. Was so viele
heute treiben, ist Selbstzerstörung und Mitreißen anderer in den Strudel der
sittlichen Verderbnis und damit in den höllischen Abgrund. Für dieses Mitziehen
anderer gibt es keine Chance zur Wiedergutmachung, denn der Verlust der
Unschuld kann nicht rückgängig gemacht werden. Deshalb warnt Jesus in aller
Schärfe:
„Weh
der Welt der Verführungen wegen! Es müssen ja Verführungen kommen; doch weh dem Menschen, der zum Abfall verführt!“ (Mt 18,7)
Ist das sogenannte Ich bei allen
gleich? Jesus sagt:
„Ein
guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und
ein böser Mensch bringt Böses hervor aus seinem bösen Schatz.“ (Mt 12,35)
An anderer Stelle spricht er von
den „Kindern des Bösen“ (Mt 13,38). Zu seinen Feinden sagt er:
„Ihr
habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun.“ (Joh
8,44)
Nur der Verzicht auf das, was
Gott verboten hat (Zehn Gebote), und aufrichtige Buße bei
Nicht-Wiederholung der Sünde und Abtötung der Sünde im Leib, des Bösen im Ich können den Menschen
retten – und Gott tut alles, um den Menschen wieder auf den rechten Weg zu führen.
Wer nicht freiwillig folgt, muß ermahnt und gewarnt werden. „Wen der Herr lieb
hat, den züchtigt er.“ (Hebräer 12,6, ähnlich Offenbarung 3,19) „Es dient zu
eurer Erziehung, wenn ihr dulden müßt.“ (Hebräer 12,7) Wie züchtigt der Herr? Höchstwahrscheinlich durch gute und
durch böse Engel, durch Gewissensbisse, Krankheiten und Schläge aller Art. Aus Liebe und
Mitleid mit dem armen Sünder, den er wieder so haben möchte wie er ihn
geschaffen hat: als Kind Gottes. Gott liebt uns und arbeitet beständig an
unserem Heil. Stellen wir uns seinem Willen nicht entgegen.
Herr,
gib uns die Kraft, das Böse zu lassen und das Gute zu tun. Kürze die Tage der Bedrängnis (vgl. Mt 24,21f.), ab, denn sonst wird kein Mensch gerettet. Denn die große
Versuchung, die über den Erdkreis gekommen ist (Offenbarung 3,10), ist
schlimmer und verhängnisvoller als alle sonstigen apokalyptischen Katastrophen.
Und rette die Kinder, sonst gehen sie verloren. Gott der Liebe! Gott der Barmherzigkeit! Gott, Besieger der Grausamkeit!
Werdet der göttlichen Natur
teilhaftig, “nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht“ (2. Petrusbrief 1,4)
Wer aber beharrt bis ans Ende,
der wird selig werden. (Mt 24,13)
Anhang:
Übung 1 für die Leser von etika.com (11.2.2002)
Was ist richtig? Entscheide du:
|
Franziskus (Wortlaut und
offizielle Übersetzung) |
Übersetzung dieses
Textes durch P. Fridolin |
|
„Und hassen wollen wir unseren Leib mit seinen Lastern und
Sünden; denn durch ein fleischliches Leben will der Teufel uns die Liebe Jesu
Christi und das ewige Leben rauben und sich selbst mit allen in die Hölle
stürzen.“ |
„Hassen sollen wir das Ich mit seinen Lastern und
Sünden, weil es fleischlich leben und uns dadurch das Kostbarste: die Liebe
unseres Herrn Jesus Christus und das ewige Leben rauben und uns in die Hölle
stürzen möchte.“ |
P.
Fridolin: Dieses “Ich“ ist nicht der Teufel selber. Es scheint aber ein Ableger des Teufels zu sein, oder ein dem Teufel höriges
schädliches und gefährliches Wesen, das im Herzen des Menschen sein Unwesen
treibt. Ein Büttel des Teufels.“
Antwort von ETIKA, 12.2.2002: Nicht das Ich ist zu verwerfen, sondern die
Sünde, die in mir wohnt. Das Ich und die Sünde, die in mir wohnt, sind zwei
verschiedene Dinge, denn ich oder das Ich (hier in anderem Sinne als Geist,
Seele) will ja das Gute; nur die von Gott verdammte Sünde in mir tut das
Böse, wie klar aus Römer 7,20 hervorgeht.