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Schreckliche Folgen des Selbstmordes

22.1.1999
7.11.2013
 

"In allen Industriestaaten ist eine ansteigende Kurve der Selbstmorde festzustellen. Der Selbstmord ist nicht mehr Endstation von Armut und Elend. Er ist zum Alarmzeichen einer tiefgreifenden, menschlichen Entwurzelung und der Aufdeckung einer sich verschärfenden, geistig-religiösen Krise geworden." (Alfred Läpple, der Glaube an das Jenseits, Pattloch Verlag Achaffenburg 1978, S. 43) 

Abschiedsbrief eines Selbstmörders:

Immer enger wird mein Denken,
immer blinder wird mein Blick.
Mehr und mehr erfüllt sich täglich
Mein entsetzliches Geschick.
Kraftlos schlepp ich mich durchs Leben,
aller Lebenslust beraubt,
habe keinen, der die Größe
meines Elends kennt und glaubt.
Doch mein Tod wird euch beweisen,
daß ich jahre-, jahrelang
an des Grabes Rand gewandelt
bis es jählings mich verschlang.

Es gibt drei Vorphasen des Selbstmordes. Die düsteren Phantasien gehen von der Vorstellung, tot zu sein, über die noch nicht konkrete Vorstellung, Hand an sich zu legen, bis zur Planung des Selbstmordes in allen Einzelheiten. (laut Konferenzblatt, Bozen-Brixen, 2/1988)

Eines vergessen diese armen Mitmenschen, daß sie nämlich einer Wahnvorstellung zum Opfer fallen, die mit der Wirklichkeit nichts gemein hat, wie unsere nachstehende Dokumentation beweist:

 

"Armer Christ!", sprach einst frech ein Atheist,
Wie du doch betrogen bist,
Wenn der Himmel eine Fabel ist!"
"Aber", sprach voll Ernst der Christ,
"Armer Atheist, wie du doch betrogen bist,
Wenn die Hölle keine Fabel ist!"

Wer Christ ist, spricht im Glaubensbekenntnis: Ich glaube ... an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Wer daran nicht glaubt, ist weder Christ noch katholisch noch evangelisch, sondern Atheist, ein Ungläubiger. Mag er nun von sich sagen, er sei Demokrat oder Kommunist, Grüner oder Nationalsozialist oder etwas anderes - all jene, die Gott nicht vertrauen, sondern aus den verschiedensten Gründen Hand an sich legen, verwerfen Gott und sein Lebensgebot, gleichen damit gottlosen Materialisten und werden für ihre Tat streng verurteilt werden. Schon im Augenblick des Todes werden sie erschrecken, welche Folgen ihr Tun für sie selbst und für andere haben wird.

Selbstmörder bringen entsetzliches Unheil über sich und andere.


"Sage mir, was wirst du empfinden in jener Stunde, wenn du dieses Leben schon verlassen haben wirst und vor jenes göttliche Gericht gerufen wirst, allein, arm und nackt, ohne weitere Beschützer als deine guten Werke, und ohne weitere Begleiter als dein eigenes Gewissen? (Luis von Granada: Guía de Pecadores, Madrid 1966, 2. Kap. § 2, S. 23) Beim Sterben erkannt man dann die Irrtümer, Blindheiten und Täuschungen des vergangenen Lebens. Wie bedauert man dann, falschen Göttern gedient zu haben und trügerischen Gütern nachgelaufen zu sein! Auf dem Weg, auf dem man Ruhe zu finden vermeinte, wandelte man vielleicht ins Verderben! Wie blind sind wir heute, und wie wissend in jener Stunde! ... Welche Antwort dürfen wir erwarten? Wird Er nicht sagen: So viele Male habe ich dich gerufen und du hast mich nicht erhört! Was habe ich mit dir zu schaffen? Lauf zu jenen Ratgebern, denen du gefolgt bist, und zu den Götzen, die du geliebt und angebetet und denen du gedient hast, sag ihnen, sie möchten dir den Lohn für deinen Dienst geben. Hier beginnt der Mensch, den Wunsch nach Sühne zu verspüren ... Und wenn er diese Zeit nicht bekommt und er sich der vergeudeten Kräfte und Jahre bewußt wird, dann bringt ihm der Gedanke an diesen Verlust übergroßen Schmerz. (Luis von Granada, Meditation am Mittwochabend, Handbuch des einfachen Lebens, Kap. 118, S. 198)



Der Eingang kam mir vor wie ein sehr langes, schmales Gäßchen, gleich einem sehr niedrigen, finsteren und engen Backofen. Der Boden schien mir wie eine sehr schmutzige Wasserpfütze, die einen pestilenzialischen Gestank ausdünstete und von häßlichem Ungeziefer wimmelte. Am Ende war eine Vertiefung in der Mauer, einem Wandkasten gleich, in den ich mich hineingepreßt sah. Dieser ganze Anblick, den ich nur sehr unvollkommen geschildert, war noch ein Vergnügen gegen das, was ich an diesem Orte empfand.

Mir scheint, man könne unmöglich auch nur den Anfang dessen, was ich dort litt, der Wirklichkeit nach beschreiben oder begreifen. Ich empfand in der Seele ein Feuer, von dem ich gar nicht zu sagen weiß, was für ein Feuer es war. Dabei litt ich die unerträglichsten Körperschmerzen. Ich habe in meinem Leben schon sehr große Schmerzen erduldet, nach Aussage der Ärzte die größten, die man hienieden erdulden kann, weil sich, als ich gelähmt war, alle Nerven zusammenzogen. Auch mancherlei andere Leiden habe ich ausgestanden, und unter diesen solche, die mir, wie schon gesagt, der böse Feind angethan hat. Aber alles dies war nichts im Vergleiche mit dem, was ich an jenem Orte empfand, besonders als ich sah, daß die Qualen dort ohne Ende, ohne alles Aufhören dauern würden.

Und dies alles war noch nichts gegen den Todeskampf der Seele. Das ist eine Beklemmung, eine Angst, eine so schmerzliche Betrübnis, verbunden mit einem so verzweifelten, peinigenden Mißbehagen, daß ich nicht weiß, wie ich es genug aussprechen soll. Wollte ich sagen, es sei eben, als wenn man unablässig einem die Seele aus dem Leibe reiße, so ist es noch zu wenig; denn in einem solchen Falle ist es ein anderer, der einem das Leben zu nehmen scheint; hier aber ist es die Seele selbst, die sich zerreißt. Kurz, ich weiß nicht, wie ich dieses innerliche Feuer, diese Verzweiflung bei so ungeheueren Qualen und Schmerzen beschreiben soll. Zwar sah ich nicht, wer mich so peinigte, hatte aber ein solches Gefühl, als ob ich verbrannt und zermalmt würde.

Dabei bemerke ich, daß das innerliche Feuer und die Verzweiflung das Ärgste war. An diesem pestilenzialischen Orte, wo gar keine Hoffnung eines Trostes möglich ist, kann man weder sitzen noch liegen. Dazu ist kein Raum vorhanden, wiewohl man mich in jene lochartige Mauer-Vertiefung gesteckt hatte; denn die Mauern selbst, die schrecklich anzusehen sind,drückten mich zusammen, und alles ist dort zum Ersticken.

Da ist kein Licht, sondern alles ist tiefste Finsternis, und ich begreife nicht, wie es möglich ist, daß man trotz des Mangels an Licht doch alles sieht, was den Augen peinlich sein muß.


"Und für dieses ihr Leben verdient sie (die Seele) den verheißenen ewigen Lohn oder die angedrohte ewige Strafe. Das Urteil ist der gerichteten Seele als absolut gerecht eingeschrieben; sie erkennt, daß es nicht anders lauten könnte als es lautet; sie hat erhalten was sie verdient hat, deshalb kann sie, wenn sie verworfen ist, in Ewigkeit nicht Gott, sondern nur sich selbst anklagen... Sie selbst aber begibt sich sofort aus eigener Kraft an den Ort, den sie verdient hat: in die Hölle, wenn sie in der Auflehnung gegen Gott gestorben ist; ins Fegefeuer, wenn sie zwar in der Liebe zu Gott ausgeharrt, aber doch mit ungebüßten Sünden oder Sündenstrafen aus der Welt geschieden ist; und in die ewigen Freuden des Himmels, wenn sie alle ihre Sünden und Sündenstrafen auf Erden abgebüßt hat." (Dr. Franz Burger, das neue Groschenblatt 11/1988)

Nachstehend weitere wissenswerte Gedanken zu diesem Thema:

Vergleiche: Stimmen über den Tod

Keine Tat kann ungeschehen gemacht werden

Ein Mann aus S. wurde angeklagt, seine Mutter umgebracht zu haben, um die Lebensversicherung zu kassieren. Er wurde in letzter Instanz freigesprochen. Die Versicherungsgesellschaft zahlte ihm im Mai 2013 400 000 Euro aus. Fünf Monate später und sieben Jahre nach dem „Verkehrsunfall“, warf sich der 36jährige vor den Zug. (Zeitungsmeldung vom 2.11.2013)

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