ETIKA

TOD

www.etika.com
21.4.2002

90TO2

Der Tod und was danach kommt

Handbuch des einfachen Lebens, Kap. 39

90TO2A

"Erwägungen über die letzten Dinge des Menschen werden nützlich sein, wenn sie immer mit Vertrauen auf die göttliche Güte schließen. Deshalb soll man sich nie einseitig mit Gedanken an den Tod befassen, sondern das Kreuz des Erlösers danebenhalten, damit wir, wenn uns Furcht befallen möchte vor dem einen, auf das andere unsere Hoffnung setzen." (Franz von Sales)

"Für den, der Christi Lebensangebot annimmt, ist der Tod nicht mehr Endstation des Lebens, sondern nur Durchgang zum ewigen Leben." (P. Rudolf Haindl, 507. Vinzenzbrief)

In Jesu "Tod und Leben sollen unser Tod und Leben sinken, als derer, die mit ihm ewig leben sollen. Und zwar ist er uns vorausgegangen ..., wartet auch auf uns ..." (Martin Luther, Brief an Johann Mantel vom 10.11.1539)

90TO2B

Im Tod trennen sich Seele und Leib. "Die Seele... befindet sich nach ihrer Verfassung, ob sie gläubig oder ungläubig ist, gleich nach dem Tode in einem ihr angemessenen Zustande und an einem ihr angemessenen Aufenthaltsort, die Gläubigen bei Christo, die Ungläubigen an einem Ort der Qual." (der evangelische Prediger Friedrich Lisco 235)

Laut Prof. K. Rahner gelangen die Christen unmittelbar zum absoluten, heiligen, unendlichen Gott, dem sie von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Der Konzilstheologe stellt fest, daß wir als geistige Personen in freier Verantwortung vor den ewigen Gott treten, daß wir nicht aufhören können mit dem Tod, daß wir uns nicht in (ein) Nichts flüchten können. (Dolomiten, le, 26.11.1983)

90TO2C

"Der Tag wird kommen, an dem es für dich Morgen wird und nie mehr Nacht, oder Nacht und nie mehr Morgen. Dann wirst du sehen, wie groß die schlechten Taten waren, die du so leichtfertig begingst, und wirst tausendmal den Tag verwünschen, an dem du sündigtest, und das Vergnügen verfluchen, das dich zum Sündigen verleitete. Dann wirst du nicht aufhören, dich zu wundern, wie du dich wegen so leichter, geringfügiger Dinge, welche du damals liebtest, in die Gefahr begabst, so große Schmerzen, wie du sie dann zu spüren beginnst, ewig zu erleiden... Sage mir, was wirst du empfinden in jener Stunde, wenn du dieses Leben schon verlassen haben wirst und vor jenes göttliche Gericht gerufen wirst, allein, arm und nackt, ohne weitere Beschützer als deine guten Werke, und ohne weitere Begleiter als dein eigenes Gewissen?" (Luis de Granada, Guía de Pecadores 2,2)

90TO2D

Siehe Meditation Mittwochabend (unter Index 1)

Index 9