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ETIKA |
TOD |
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90TO2 |
Der Tod und was danach kommt |
Handbuch des einfachen Lebens, Kap. 39 |
90TO2A
"Erwägungen über die letzten
Dinge des Menschen werden nützlich sein, wenn sie immer mit Vertrauen auf die
göttliche Güte schließen. Deshalb soll man sich nie einseitig mit Gedanken an
den Tod befassen, sondern das Kreuz des Erlösers danebenhalten, damit wir, wenn
uns Furcht befallen möchte vor dem einen, auf das andere unsere Hoffnung
setzen." (Franz von Sales)
"Für den, der Christi
Lebensangebot annimmt, ist der Tod nicht mehr Endstation des Lebens, sondern
nur Durchgang zum ewigen Leben." (P. Rudolf Haindl,
507. Vinzenzbrief)
In Jesu "Tod und Leben sollen
unser Tod und Leben sinken, als derer, die mit ihm ewig leben sollen. Und zwar
ist er uns vorausgegangen ..., wartet auch auf uns ..." (Martin Luther,
Brief an Johann Mantel vom 10.11.1539)
90TO2B
Im Tod trennen sich Seele und
Leib. "Die Seele... befindet sich nach ihrer Verfassung, ob sie gläubig
oder ungläubig ist, gleich nach dem Tode in einem ihr angemessenen Zustande und
an einem ihr angemessenen Aufenthaltsort, die Gläubigen bei Christo, die
Ungläubigen an einem Ort der Qual." (der evangelische Prediger Friedrich Lisco
235)
Laut Prof. K. Rahner gelangen die
Christen unmittelbar zum absoluten, heiligen, unendlichen Gott, dem sie von
Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Der Konzilstheologe stellt fest, daß
wir als geistige Personen in freier Verantwortung vor den ewigen Gott treten,
daß wir nicht aufhören können mit dem Tod, daß wir uns nicht in (ein) Nichts
flüchten können. (Dolomiten, le, 26.11.1983)
90TO2C
"Der Tag wird kommen, an
dem es für dich Morgen wird und nie mehr Nacht, oder Nacht und nie mehr Morgen.
Dann wirst du sehen, wie groß die schlechten Taten waren, die du so
leichtfertig begingst, und wirst tausendmal den Tag verwünschen, an dem du
sündigtest, und das Vergnügen verfluchen, das dich zum Sündigen verleitete.
Dann wirst du nicht aufhören, dich zu wundern, wie du dich wegen so leichter,
geringfügiger Dinge, welche du damals liebtest, in die Gefahr begabst, so große
Schmerzen, wie du sie dann zu spüren beginnst, ewig zu erleiden... Sage
mir, was wirst du empfinden in jener Stunde, wenn du dieses Leben schon
verlassen haben wirst und vor jenes göttliche Gericht gerufen wirst, allein,
arm und nackt, ohne weitere Beschützer als deine guten Werke, und ohne weitere
Begleiter als dein eigenes Gewissen?" (Luis de Granada, Guía de Pecadores 2,2)
90TO2D
Siehe Meditation Mittwochabend (unter Index 1)