ETIKA

Hirntod

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90TO80

Organspender leben noch

24.6.2015

Bei Organentnahme lebt der Spender noch zu 97 %

Von einem Toten können keine Organe entnommen werden. Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth vom Institut für Hirnforschung der Universität Bremen erklärte:

„Eine wirkliche Leiche ist für die Organentnahme ungeeignet.“ „Die Gleichsetzung von Hirntod und Gesamttod des Menschen ist .. abzulehnen.“

Dieses Zitate sind in einer überaus empfehlenswerten Broschüre enthalten:

Walter Ramm: Hirntod und Organtransplantation – Nr. 12 der Schriftenreihe der Aktion Leben e. V., Postfach 61, D-69518 Abtsteinach. www.aktion-leben.de , post@aktion-leben.de

Auf Seite 4 dieser Schrift fragt der Bonner Neurophysiologe und -chirurg Prof. Dr. Linke:

„Kann ein Mensch für tot angesehen werden, wenn 97 % seiner Körperzellen noch funktionieren, aber nur 3 %, die sein Gehirn ausmachen, ausgefallen sind?“

Wer hat das Kriterium Hirntod eingeführt? Wie so vieles Schlechte kommt diese Neuerung aus der Neuen Welt. Im Teufelsjahr 1968 hat ein ad-hoc-Komitee der Harvard Medical School Kriterien für die Feststellung des „irreversiblen Komas“ definiert. Seitdem wird der Hirntod von vielen Medizinern als Tod akzeptiert. Er ist es aber nicht, wie in der Broschüre auf schockierende Weise dargestellt wird. Denn die nunmehr als Leichen bezeichneten „Restkörper“ sind teilweise noch quicklebendig, wie auf Seite 3 zu lesen ist.

·        Sie können atmen, schwitzen, frieren, können Fieber haben, mit den Zähnen knirschen.

·        Ihr Herz schlägt noch.

·        Ihre Glieder sind beweglich. Die „Leichen“ können sich im Bett aufrichten, um sich schlagen oder treten.

·        Die Ausscheidung funktioniert noch, auch Tränen können fließen.

Es gibt weitere Kennzeichen, dass diese Menschen nicht tot sind. Zum Beispiel berichteten Angehörige, dass ihre Explantierten verzerrte Gesichter hatten, wenn sie den verplombten Sarg öffneten (S. 9).

Genug der makabren Dinge. Wen das Thema interessiert, der bestelle die Broschüre. Dort ist auf zwei Seiten weiterführende Literatur angegeben.

Aber doch noch ein letzter Satz (S. 26):

„Der Mensch hat kein Verfügungsrecht über das Leben, auch nicht über sein eigenes!“ Das ist der christliche Standpunkt.

Guami, etika.com, 19.6.2014

Nachtrag

Hilde Bayerl, München, unverbesserlich papsttreue Vorkämpferin des Freundeskreises Maria Goretti e. V., meint in einem Leserbrief (Dolomiten 4.6.2015) zu Organspende und Hirntod: „Bemerkenswert ist, dass die Vorkämpfer des ,Hirntodes´, die Transplantationsärzte Miller und Truog, zugeben: Bei der Organentnahme werden Menschen getötet. Das sei ein ,gerechtfertigtes Töten´, ,justified killing´ (Hastings Center Report 38, Nr. 6, 2008).“

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