ETIKA
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GUT GEGEN BÖSE

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19.7.2002

91A14

Der Aufstand der Betrogenen

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Aufstand und Anklagen der Betrogenen

 

Die große Abrechnung mit allen, die die Menschen irreführen, die ihnen Luftschlösser vorgaukeln, ihnen falsche Versprechungen machen, die sie nicht erfüllen, die sich damit als Söhne und Töchter des Vaters der Lüge erweisen und auf tausenderlei Weise Menschen in Schuld und Wahnsinn treiben,  ist im Kommen – auf allen Ebenen.

 

Wir alle, die wir in dieser Endzeit aller Laster schuldig geworden sind, er- und bekennen unsere Schuld. Um zu sühnen und um die anderen zu warnen und vor dem Ruin zu retten, sind wir notfalls bereit, alles, uns selbst, unser Leben und sogar unsere Ehre zu opfern.

 

Denn wir wissen: Als sündige Menschen (bis zum Tode, so die traurige Nachricht Savonarolas) sind wir Staub und Asche, ohne jedes Recht zu leben, nicht würdig, Christen zu heißen oder den Namen Gottes auszusprechen (Franziskus von Assisi: „nullo homo ene dignu te mentovare“, Cantico delle Creature).

 

So betrachtet sich auch der Verfasser dieser Zeilen als den schlechtesten Menschen auf Erden, denn er hat die ihm von Gott verliehenen Gnaden so oft missbraucht (siehe besonders Matutin, Terz und Komplet an Werktagen, Einfaches Brevier des Franziskus) und kaum einen Bruchteil seiner Aufgaben erfüllt, sondern ist mehr dem Bösen als dem Guten angehangen. Dank sei Gott aber, dass er ihn bisher vor dem Schlimmsten bewahrt hat.

 

So manchem bleibt nichts als die Reue und der gute Wille, wenigstens anderen ein ähnliches Schicksal zu ersparen. Das Böse darf nicht die Überhand behalten. Möge dieser Versuch vom Weltenrichter als Wiedergutmachung und Buße angenommen werden.

 

Man muss unterscheiden:

·        Wer sündigt und dabei keiner anderen Kreatur weh tut, muss sich vor Gott verantworten. Was geht uns die Schuld des Nächsten an? Wir sind nicht seine Richter.

·        Wer aber andere in die Sünde stürzt und zugrunde richtet, der muss daran gehindert werden, sein teuflisches Werk fortzusetzen. Das verlangt die christliche Nächstenliebe.

 

Dies gilt sowohl für Kinderschänder (Pädophile) als auch für alle, die grausam an anderen handeln: von gnadenlosen Ausbeutern, Wucherern, Erpressern und Entführern von Kindern und Frauen bis zu brutalen Mördern. Und überall dort, wo Familien wohnen (siehe unsere Ausführungen über die Familienschutzzonen) hat die organisierte Kriminalität (einschließlich Prostitution etc.) nichts zu suchen; sie ist aus diesen Gebieten gänzlich zu verbannen.

 

Mögen die Gutgesinnten in aller Welt an ihrem Platz für den Schutz der Schwachen wirken – autonom, nur ihrem Gewissen verantwortlich, immer gerecht und barmherzig.

 

Mögen uns die Engel bei dieser gewaltigen Aufgabe helfen oder sie selbst übernehmen.
Wir hoffen aber auf das baldige Kommen des Herrn.

 

J.

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