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91GR6 |
Gott der Rächer |
Kommentar zu 1. Thessalonicher 4, 1-8 |
In der empfehlenswerten
Schlachter-Übersetzung in dem handlichen Büchlein „Das Neue Testament, Die
Psalmen“, Version 2000, der Genfer Bibelgesellschaft entdecken wir einen Text,
der viele aufschrecken wird, der aber so wahr ist wie das übrige Evangelium,
das Froh- und Drohbotschaft zugleich ist.
1 Thess 4,6 von Luther und in
der Einheitsbibel falsch übersetzt, 4,4 in den meisten Bibeln ebenfalls
Zum Vergleich bringen wir dazu
andere Übersetzungen, auch in lateinisch, italienisch, spanisch, französisch,
englisch und kroatisch. So kann jeder sehen, dass die Übersetzung Luthers sowie
die Einheitsübersetzung und etliche andere dem Anliegen des Apostels nicht
gerecht werden, sondern durch ein störendes Element den Zusammenhang zerreißen.
Denn der Apostel Paulus widmete diesen ganzen Abschnitt der Unzucht. Vermutlich
aufgrund des irreführenden lateinischen Wortes negotio schoben Luther und die
Einheitsübersetzer etwas ganz Fremdes in diesen dem Sex gewidmeten Text
ein, nämlich „Niemand übervorteile seinen Bruder im Handel“ (Luther) bzw. „Wer
seinen Bruder bei Geschäften betrügt“ (Einheitsübersetzung). Immerhin machen
die Verfasser der Einheitsübersetzung in einer Fußnote auf eine andere
Übersetzungsmöglichkeit aufmerksam.
Der Pferdefuß liegt wohl bei dem
Wort „negotio“, das die einen billig mit Geschäft und Handel übersetzen, jene
aber, die sich in den Text hineingedacht haben, mit „in dieser Angelegenheit“,
„in questa materia“ übertragen. Der griechische Text gibt mehr Aufschluss, aber
Griechisch können wir leider nicht.
Ein zweiter Fehler betrifft 4,4.
Frage an die Übersetzer: Warum schreibt der Apostel nicht Frau und nicht
Körper, sondern: das eigene Gefäß? Sind sie klüger als Paulus? Wenn er
Gefäß schreibt, dann tut er dies bewusst. Der Übersetzer darf dann höchstens in
einer Fußnote darauf verweisen, daß man unter Gefäß den Körper oder die eigene
Frau verstehen kann. Es geht nicht an, daß das Evangelium in jeder Sprache und
jedem Text anders als korrekt übersetzt wird.
Jeder prüfe die Texte nun selbst
auf ihre Korrektheit. Wir markieren blau, was unserer Ansicht nach richtig
übersetzt ist, und rot, was nicht korrekt ist. Am Schluß unsere wichtigen
Folgerungen.
Das Neue Testament. Die
Psalmen. Schlachter Übersetzung – Version 2000. Genfer Bibelgesellschaft. 1.
Thessalonicher 4. Zwischenüberschrift: Ermahnung zu einem Leben in Heiligung
1. Weiter nun, ihr Brüder, bitten und ermahnen
wir euch in dem Herrn Jesus, daß ihr in dem noch mehr zunehmt, was ihr von uns
empfangen habt, nämlich wie ihr wandeln und Gott gefallen sollt.
2. Denn ihr wisst, welche Gebote wir euch gegeben
haben im Auftrag des Herrn Jesus.
3. Denn das ist der Wille Gottes, eure
Heiligung, daß ihr euch der Unzucht erhaltet;
4. daß es jeder von euch versteht, sein eigenes Gefäß in Heiligung und Ehrbarkeit in Besitz zu
nehmen,
5. nicht mit leidenschaftlicher Begierde wie
die Heiden, die Gott nicht kennen;
6. daß niemand zu weit gehe und seinen Bruder in dieser
Angelegenheit übervorteile; denn der Herr ist ein Rächer für alle diese Dinge, wie wir euch zuvor gesagt haben und ernstlich bezeugt haben.
7. Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit
berufen, sondern zur Heiligung.
8. Deshalb – wer dies verwirft, der verwirft
nicht Menschen, sondern Gott, der doch seinen Heiligen Geist in ins gegeben
hat.
Die Bibel nach der Übersetzung
Martin Luthers. Mit Wortkonkordanz. Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, 1987.
1. ...
2. ...
3. Denn das ist der Wille Gottes, eure
Heiligung, daß ihr meidet die Unzucht
4. und ein jeder von euch seine eigene Frau zu gewinnen suche in Heiligkeit und
Ehrerbietung,
5. nicht in gieriger Lust wie die Heiden, die von
Gott nichts wissen.
6. Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im
Handel; denn der Herr ist ein Richter über das
alles, wie wir euch schon früher gesagt und
bezeugt haben.
7. Denn Gott hat uns nicht berufen zur
Unreinheit, sondern zur Heiligung.
8. Wer das nun verachtet, der verachtet nicht
Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist in euch gibt.
Die Bibel. Altes und Neues
Testament. Einheitsübersetzung. Herder Verlag Freiburg Basel Wien, 1980
1. ...
2. ...
3. Das ist es, was Gott will: eure Heiligung.
Das bedeutet, daß ihr die Unzucht meidet,
4. daß ein jener von euch lernt, mit seiner Frau in heiliger und achtungsvoller Weise zu
verkehren,
(Fußnote: andere Übersetzungsmöglichkeit: daß jeder von euch seinen Leib in
heiliger und ehrbarer Weise bewahrt. – Das griechische Wort für „Gefäß“ kann in
übertragener Bedeutung sowohl den Leib des Menschen als auch (in rabbinischer
Ausdrucksweise) die Ehefrau bezeichnen.)
5. nicht in leidenschaftlicher Begierde wie
die Heiden, die Gott nicht kennen,
6. und daß keiner seine Rechte überschreitet
und seinen
Bruder bei Geschäften betrügt, denn all
das rächt der Herr, wie
wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben.
(Fußnote: Andere Übersetzungsmöglichkeit: und daß keiner sich gegen seinen
Bruder in der betreffenden Sache Übergriffe erlaubt. – In diesem Fall wäre vom
Ehebruch die Rede.)
7. Denn Gott hat uns nicht dazu berufen,
unrein zu leben, sondern heilig zu sein.
8. Wer das verwirft, der verwirft also nicht
Menschen, sondern Gott, der euch seinen Heiligen Geist schenkt.
Nestle-Aland: Novum Testamentum
Latine. Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, 1992. Ad
Thessalonicenses I, 4
1.
...
2.
...
3. Haec est
enim voluntas Dei, sanctificatio vestra,
4.
ut abstineatis a fornicatione, ut
sciat unusquisque vestrum suum vas possidere in sanctificatione
et honore,
5.
non in passione desiderii, sicut et gentes, quae
ignorant Deum,
6.
ut ne quis supergrediatur neque circumveniat in negotio fratrem suum, quoniam vindex est Dominus de his omnibis, sicut
et praediximus vobis et testificati sumus.
7.
Non enim vocavit nos Deus in immunditiam sed in
sanctificationem.
8.
Itaque, qui spernit, non hominem spernit sed Deum, qui
etiam dat Spiritum suum Sanctum in vos.
La
Bibbia di Gerusalemme. Il Nuovo Testamento. Edizioni Devoniane Bologna, 1992. I
Tessalonicesi 4
1.
…
2.
…
3.
Perché questa è la volontà di Dio, la vostra
santificazione: che vi asteniate dalla impudicizia,
4.
che ciascuno sappia mantenere il proprio
corpo con santità e rispetto,
(il proprio corpo: sia il corpo proprio di ciascuno (5,23; cf. Rm 12,1; 1
Cor 6,19), sia quello della propria moglie, come in molti testi rabbinici e in
1 Pr 3,7)
5.
non come oggetto di passione e libidine, come i pagani
che non conoscono Dio;
6.
che nessuno offenda e inganni in questa
materia il proprio fratello, perché il
Signore è vindice di tutte queste cose, come già vi
abbiamo detto e attestato.
7.
Dio non ci ha chiamati all´impurità, ma alla
santificazione.
8.
Perciò chi disprezza queste norme non disprezza un uomo,
ma Dio stesso, che vi dona il suo Santo Spirito.
Nuevo
Testamento. Versión directa del texto original griego. Por el Rvdo. P. José
María Bover, S. I. Biblioteca de Autores Cristianos de la Editorial Católica,
S. A., Madrid, MCMLVI., I Tesalonicenses 4
1.
...
2.
...
3.
Porque ésta es la voluntad de Dios, vuestra santificación:
que os abstengáis de la fornicación,
4.
que sepa cada uno de vosotros poseer su
propia esposa en santificación y honor,
5.
no con pasión de concupiscencia, como esos gentiles que
no conocen a Dios;
6.
que en este punto ninguno, con violencia o
con engaño, haga injuria a su hermano, puesto que vengador
justiciero de todas esas cosas es el Señor, como ya antes os
dijimos y conjuramos.
7.
Que no nos llamó Dios para la impureza, sino para vivir
en santidad.
8.
Así que quien esto reprueba no reprueba a un hombre, sino
a Dios, el cual nos dió también su santo Espíritu, enviándolo a vosotros.
Le
nouveau Testament, Association Internationale des Gédéons, 1977, I
Thessaloniciens 4
1.
…
2.
…
3.
Ce que Dieu veut, c´est votre sanctification ; c´est
que vous vous absteniez de l´impudicité ;
4.
c´est que chacun de vous sache posséder son
corps dans la sainteté et l´honnêteté,
5.
sans vous livrer à une convoitise passionnée, comme font
les païens qui ne connaissent pas Dieu ;
6.
c´est que personne n´use envers son frère de
fraude et de cupidité dans les affaires, parce que le Seigneur tire vengeance
de toutes ses choses, comme nous vous l´avons déjà dit et attesté.
7.
Car Dieu ne nous a pas appelés à l´impureté, mais à la
sanctification.
8.
Celui donc qui rejette ces préceptes ne rejette pas un
homme, mais Dieu, qui vous a aussi donné son Saint-Esprit.
The New Testament, The Gideons International, 1977, I Thessalonians 4
1.
…
2.
…
3. For this
is the will of God, your sanctification: that you should abstain from sexual
immorality;
4.
That each of you should know how to possess his own vessel in sanctification and honor,
5.
Not in passion of lust, like the Gentiles who do not
know God;
6.
That no one should take advantage of and
defraud his brother in this matter, because the Lord is the avenger of all such, as we
also forewarned you and testified.
7.
For got did not call us to uncleanness, but in
holiness.
8.
Therefore he who rejects this does not reject man, but
got, who has also given us His Holy Spirit.
Novi Zavjet i Psalmi, Zagrebačko izdanje, Rijeka, 1993, Prva
poslanica Solunjanima, 4
1.
…
2.
…
3. Jer ovo
je volja Božja : Vaša svetost, to jest, suzdržavati se od bluda,
4.
da svaki od vas zna čuvati svoju vlastitu posudu u svetosti i časti,
5.
a ne u žudnjama strasti, kao narodi koji ne poznaju
Boga ;
6.
da ne prestupi prava svog brata, niti mu učini
krivo, jer je Gospod osvetnik za sve to, kao što smo vam rekli unaprijed i
posvjedočili.
7.
Jer nas Bog nije dozvao na nečistoću, nego u
svetost.
8.
Zato dakle, onaj koji to prezire, ne prezire
čovjeka, nego Boga, koji vam je dao svog Svetog Duha.
Aus der obigen Bibelstelle geht
eindeutig folgendes hervor:
·
Gott
verlangt von jedem Menschen, daß er sich heiligt und Unzucht meidet.
·
Als Rächer
bestraft der Herr jede Sexsünde.
Wie
straft Gott?
1.
Mit Gewissensbissen und der Konfrontation mit den Folgen der
Sünde
2.
Angst, Panikattacken, Verfolgungswahn
3.
Scheinkrankheiten (nächtliche Schweißausbrüche,
Hautveränderungen, Herzbeschwerden, dumpfes Fieber und dergleichen, im
Extremfall Imitation von Aids-Symptomen)
4.
Krankheiten (im Extremfall Wahnsinn)
5.
Unfällen (erinnert sei an den Spruch eines Yogi, vermutlich
Yesudian: „Jeder Unfall ist eine Selbstbestrafung“)
6.
einem sonstigen Unglück oder einer
Pechsträhne, im Extremfall mit einem Fluch
7.
dem Tod
8.
Qualen im Fegefeuer
9.
Qualen in der Hölle
Wir
sehen also sieben Möglichkeiten, zu bereuen (Punkt 7: falls der Tod nicht
augenblicklich kommt). Wenn die Sünde nicht hier auf Erden bestraft wird, wird
sie im Jenseits bestraft, im Fegefeuer oder mit der Hölle.
Diese
Strafen sind notwendig im göttlichen Heilsplan zum Schutz der geordneten Liebe.
Die ungeordnete Liebe zerstört die geordnete Liebe, die allein das Glück
bringt.
Die
Schwere der Schuld – dazu gehört auch die Verletzung oder Enttäuschung eines
oder einer anderen - sowie die Häufigkeit der Sünde usw. wird genau gemessen
wie mit der Waage und entsprechend vergolten.
Jeder
freue sich, wenn er die Zeichen der Gerechtigkeit erkennt und sofort leiden und
büßen darf. Wer noch nie eine Strafe gespürt hat, ist zu bedauern.
Rette
deine Seele. Bete ohne Unterlaß:
Herr Jesus Christus, erbarme
dich meiner!
AIHS