ETIKA

KINDESMISSBRAUCH

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Kinderschänder verbannen

25.4.2002 

Um Kinder vor sexuellem Mißbrauch zu schützen, ist es am sichersten, die Täter zu entfernen. Da die Gefängnisstrafen heute kurz sind, wird ihnen aber nach der Entlassung und oft schon während des Hafturlaubs ermöglicht, ihr schändliches Treiben fortzusetzen. Deshalb schlagen wir die Verbannung von Kinderschändern in Isolationszonen vor. Denn sie sind fast immer gefährlich, worauf jetzt langsam auch die Wissenschaft und die öffentliche Meinung kommen.

Es kann zwar eine Erklärung, aber niemals eine Entschuldigung sein, wenn jemand, der Kinder vergewaltigt hat, sich darauf beruft, er wäre selbst als Kind mißbraucht worden. Sogar die grausamsten Serienmörder wollen auf diese Weise ihre Untaten rechtfertigen.

Wenn jemand solches Leid aus bitterster eigener Erfahrung kennt, ist es umso verwerflicher, wenn er dieses schrecklichste aller Verbrechen - "Mord einer Kinderseele" - mitleidlos jemand anderem antut. So etwas ist nackte Rache, nicht an der Gesellschaft, sondern an einem unschuldigen Menschen. Und das lassen viele Richter heute als Entschuldigung gelten und gewähren deswegen unbarmherzigen Vergewaltigern und Mördern eine Strafermäßigung. Gerecht wäre es, wenn dies als strafverschärfend angesehen würde.

So hat sich die unangebrachte Toleranz der meisten Richter in den vergangenen Jahrzehnten zum Schaden ungezählter anderer Kinder ausgewirkt und diese in den Ruin getrieben: in Form von Drogenabhängigkeit, Verbrecherlaufbahn, Selbstmord.

Nun sagen viele Menschen aus berechtigter Empörung und Sorge: Keine Gnade mit den Gnadenlosen!

Hier sind wir als Christen aufgerufen, einen gerechten Weg zu suchen. Einerseits muß der Schutz der Kinder über allem stehen. Andrerseits ist uns die Rettung der Seelen als Aufgabe gegeben, und bei einer eventuellen Verhängung der Todesstrafe bekommt ein solcher Übeltäter vielleicht zuwenig Zeit zu Reue und Buße, und seine Seele geht für immer verloren.

In diesem Zwiespalt erinnern wir uns an die Worte Karl Mays in: Das versteinerte Gebet:

Die wahre christliche Liebe ... trägt das Buch der Gnade in der einen, das Buch der Strafe in der andern Hand. Nun hat der Mensch zu wählen: Die Reue jubelt; die Teufel zittern. ... Bist du ein Verkünder jener unüberlegten Barmherzigkeit gewesen, welche die Bösen schont, damit sie gegen die Guten um so unbarmherziger verfahren könne? Und soll nur Gott allein das Böse bestrafen dürfen, nicht auch der Mensch, nicht ich? ... ,Liebet eure Feinde!´ klang es tief in mir. Da kamst du vorhin mit deiner ,Torenseligkeit´, und es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Ja, es ist Christi Gebot ,Liebet eure Feinde!´. Aber ich weiß nun, daß ich die wahre Liebe zum Feind ebensowenig begriffen habe wie die Liebe überhaupt. Wenn der Feind gegen mich auftritt, um mich zu vernichten, so habe ich ebenso streng gegen ihn zu verfahren, doch nur, um ihn zu retten! Das ist die wahre Feindesliebe und nicht mehr kranke Herzensduselei!

Seltsam mutet uns die Stelle im 1. Korintherbrief 5, 4 und 5 an, wo der Apostel Paulus ähnliches ausdrückt:

Im Namen Jesu, unseres Herrn, wollen wir uns versammeln, ihr und mein Geist, und zusammen mit der Kraft Jesu, unseres Herrn, diesen Menschen dem Satan übergeben zum Verderben seines Fleisches, damit sein Geist am Tag des Herrn gerettet wird.

Nach der Einheitsübersetzung nun der Wortlaut in der Lutherbibel:

... wenn ihr in dem Namen unseres Herrn Jesus versammelt seid und mein Geist samt der Kraft unseres Herr Jesu bei euch ist, soll dieser Mensch dem Satan übergeben werden zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn.

Schwer erscheint es, dieses Geheimnis zu ergründen.

Die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft (2511/1999) sollten wir mit ins Kalkül ziehen:

Zusammenfassung:

1.  Wer dieses entsetzliche Leid über ein unschuldiges Kind bringt (sexueller Mißbrauch), verdient die Höchststrafe, die im Rechtssystem der jeweiligen Gesellschaft vorgesehen ist.

2.  Absoluten Vorrang muß in jedem Fall der Schutz der Kinder vor solchen Verbrechern haben.

3.  Deshalb plädieren wir dafür, Männer und Frauen, die Kinder sexuell mißbrauchen, in Isolationszonen zu verbannen.

4.  Dort sollten sie psychologischen und religiösen Beistand erhalten, damit sie aufrichtig bereuen und vielleicht doch noch auf den Weg des Guten geleitet werden können.

Wache der Barmherzigkeit
Guardia de la Misericordia Guami

Khuyapt'ayañ Imirinaka

Ergänzung:

Eine solch schwere Schuld wie der Kindesmissbrauch, die zum Himmel schreit, kann nur durch lebenslange Buße getilgt werden, wenn überhaupt. (25.4.2010)

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