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93UM6 |
Das
Ärgernis: |
Juan
C. Sánchez-Ventura Ferrer |
Zusammenfassung des Kapitels "El escándalo
dado: La inmodestia en el vestir"
aus dem Buch "?Existe el Infierno?" (Existiert die Hölle?) von
Juan Sánchez-Ventura Ferrer
Apartado de Correos 839
E-50080 Zaragoza
Tel. 976 / 22 78 34, Fax 976 / 22 78 27
María Mensajera - http://www.geocities.com/mariamensajera/
Thema
Mode: Vorangestellt sei ein Satz der hl. Katharina von Siena: "Genug
des Schweigens, schreit mit hunderttausend Zungen, denn weil die Welt geschwiegen
hat, ist sie verkommen." Oder wie der Engel zu Don Bosco sagte: "Predige
immer und überall gegen die Sittenlosigkeit."
Einmütig
sagen uns die Psychologen und Psychiater, "daß der ganze Körper der Frau,
ausgenommen das Gesicht sowie Hände und Füße, den Mann sinnlich-sexuell
erregt". Dies ist eine unbestreitbare Tatsache. Diese instinktiven
Regungen hat Gott aus logischen Gründen in die Natur gepflanzt, um die
Fortpflanzung und das Weiterbestehen des menschlichen Geschlechtes zu sichern.
Das Problem ist, daß der Herr im Evangelium sagt:
"Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.
Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem
Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen." (Matth. 5,27-30). Der Herr
hat das Ansehen keineswegs verboten. Vielmehr hat er verboten, die Frau, die
nicht die eigene ist, mit unlauterer Absicht anzusehen.
Den heiligen Johannes Chrysostomus fragte einmal ein
junger, lediger Mann: "Und wenn ich schaue, und habe unreine Wünsche,
tue aber nichts Böses?" Und der hl. Johannes Chrysostomus antwortete: "Nun,
wenn es so ist, bist du schon unter den Ehebrechern." Und der junge
Mann fragte weiter: "Und wenn ich weiter schaue, aber nicht von der
Begierde ergriffen werde?" Und der hl. Johannes Chrysostomus, Lehrer der
Kirche, erwiderte: "Nein, auch diesen Blick straft der Herr;
verlasse dich nicht auf diese Sicherheit, sonst fällst du in die Sünde. Denn
wenn du so schaust, ein-, zwei- oder sogar dreimal, kann es sein, daß du dich
der Sünde enthältst; aber wenn du es ständig tust, ist es ganz sicher, daß du
von dem bösen Gelüst ergriffen wirst, weil nämlich weder du noch ich über der
menschlichen Natur stehen."
Wenn
der Herr somit den Mann bestraft, der mit böser Absicht eine Frau ansieht, was
wird er von der Frau sagen, die alle möglichen Künste erfindet, um zu
erreichen, daß der Mann sie in dieser Absicht ansieht?
Das
Traurigste an dem Thema, das wir erörtern, ist, daß die Guten sich anstecken
lassen oder sich schon angesteckt haben an der Blindheit der Welt, dieser
unwahrscheinlichen Blindheit, die es nicht einmal mehr erlaubt, die
wesentlichsten Wahrheiten des Evangeliums zu erkennen.
Der
Herr sagt, daß Licht und Finsternis sich nicht vereinigen können, und es scheint,
als ob es einigen mit Schläue gelungen wäre, beide zu vereinigen. Was denkt der
Herr wohl wirklich von der gegenwärtigen Mode? "Es werden Zeiten
kommen", sagte Jacinta von Fatima, "in denen die Moden Gott, unseren
Herrn, sehr beleidigen werden."
Wenn
der Mann, der mit begierlichem Blick eine Frau ansieht, in seinem Herzen schon
Ehebruch begangen hat, was wird mit jener Frau geschehen, die entweder
geradewegs diese Blicke des Mannes sucht oder die Männer zwingt, Wunder zu
wirken, damit sie sie nicht auf diese Weise anschauen? Offensichtlich fallen
alle Bannflüche, die es in diesem Abschnitt des Evangeliums gibt, nicht nur auf
diejenigen, die durch das Ärgernis ins Straucheln kommen, sondern noch viel
mehr auf jene, die Ärgernis geben.
Jemand
wird fragen: Begeht die schlecht angezogene Frau eine Todsünde? Einige glauben,
daß es nur eine Frage der Absicht ist. Ich sage immer, daß es nicht nur um die
Absicht geht (die böse Wirkung bewußt wollen), sondern darum, ob man Kenntnis
davon hat - auch nur vage - , daß einer oder eine das Böse verursacht hat, das
entsteht; man sieht die böse Wirkung aufgrund der eigenen Schuld, ist aber
nicht willens, davon abzulassen, obwohl man Bescheid weiß.
Das
gegebene Ärgernis tritt in zwei Arten auf: als direktes und als indirektes
Ärgernis.
Und
hier ist der Schlüssel: Sah die Frau voraus, die dieses schamlose
Kleidungsstück getragen hat, daß es zum Ärgernis führen würde, das heißt, daß
es den Nächsten, der sie ansah, möglicherweise geistig ins Verderben stürzen
würde? Es geht nicht um das Wissen, ob alle Männer, denen sie an jenem
Abend begegnete, sündigten oder nicht. Es ist nicht wichtig, ob es eine
attraktive oder wenig attraktive Frau war. Es handelt sich letztlich um
folgendes: War die Person mit ihrem schlechten Verhalten die Ursache, war sie
sich bewußt, was sie tat, und sah sie, mit ihrer unziemlichen Bekleidung, die mögliche
schlimme, verderbliche Wirkung auf den anderen voraus?
Pater
Noldin sagt über den Schmuck der Frauen:
A)
In erster Linie ist die Absicht, mit der die Frau sich schmückt, zu
berücksichtigen, jetzt abgesehen davon, ob der Schmuck dem Anstand entspricht
oder nicht.
1. Wenn sie
sich schmückt, um die Würde ihres Standes zu wahren, oder um dem Ehegemahl zu
gefallen, oder um einen Bräutigam zu finden, oder um einen Makel des Körpers zu
verdecken, oder um nationalem Brauch zu folgen, ist ihr Wollen sicherlich zulässig.
2. Wenn sie
sich, leichten Sinnes, aus bloßer Eitelkeit schmückt oder entsprechend kleidet
oder wenn sie einfach ihre Schönheit zur Schau stellen will, ist ihre Absicht
leicht sündhaft (läßliche Sünde).
3. Wenn sie
alles tut, um die Begehrlichkeit bei den Männern und die unreine Liebe zu
wecken, ist ihre Absicht schwer sündhaft (direktes Ärgernis; Todsünde in bezug
auf die Absicht, von der Kleidung abgesehen).
B)
Was das Objekt (die Kleidung) betrifft, abgesehen von der Absicht der Person,
die sie zur Schau stellt:
1. Wenn der
Schmuck oder die Bekleidung ehrbar sind und dem jeweiligen Stand angemessen,
nach der Sitte der Nation, der dortigen Bevölkerung oder der Stadt, sind sie
auch zulässig. Dann sind die Trägerinnen nicht verpflichtet, einen den Anstand
wahrenden Schmuck oder ein Kleidungsstück wegzugeben, auch wenn bestimmte
Personen sich selbst durch sie zur Fleischeslust anregen lassen.
2. Wenn die
Kleidung nicht der Sittsamkeit entspricht, wenn sie beispielsweise zu kurz oder
zu dünn oder zu eng oder durchsichtig ist, handelt es sich immer um ein großes
Ärgernis, um eine schwere Provokation, die andere im Nu zur Unzüchtigkeit
verleiten kann.
Deshalb
begehen jene, die solche Unsitten einführen, schwere Sünden, aber auch jene
sündigen schwer, die sich bloß anpassen, denn damit vermehren sie die
allgemeine Sittenlosigkeit.
Extracto en
versión libre del libro "¿Existe el infierno?", de Juan
Sánchez-Ventura Ferrer.
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