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8.12.2001

94FM11

Die Freimaurerei

Papst Leo XIII., Enzyklika Humanum genus, 20.4.1884); Dom Antoine Marie O.S.B. 12.4.1998

Unter den Füßen Luzifers

Die Freimaurerei ist eine tausendfach verzweigte Geheimgesellschaft, die die Welt nach solchen Grundsätzen zu lenken bemüht ist, die die Autorität Gottes und seiner Offenbarung mißachten.

"Da die ganz eigene und spezielle Mission der katholischen Kirche darin besteht, die durch Gott offenbarten Lehren in ihrer Fülle zu empfangen und in unverderblicher Reinheit zu bewahren, ebenso wie die begründete Autorität, um sie zu lehren, zusammen mit anderen vom Himmel gewährten Hilfsmitteln zur Rettung der Menschen, entfalten die Freimaurer gerade gegen sie die größte Hetze und richten ihre heftigsten Angriffe gegen sie".

Doch die Freimaurerei zerstört auch die bürgerliche Gesellschaft, denn ihre Grundsätze widersprechen dem Naturgesetz und untergraben die "Grundlagen der Gerechtigkeit und des Anstands". Recht oft setzt sie dem Menschen als einzige Richtschnur des Handelns die Befriedigung der eigenen Wünsche. Andererseits ist die Forderung, den Staat der Religion völlig zu entfremden und die öffentlichen Ämter so zu verwalten, als gäbe es Gott nicht, "eine beispiellose Vermessenheit". Denn ebenso wie jeder Mensch verpflichtet ist, "Gott die Verehrung einer frommen Dankbarkeit zu zollen, weil wir Ihm das Leben und die Güter, die es begleiten, zu verdanken haben, ergibt sich für die Völker und die Gesellschaften eine ähnliche Aufgabe" (Papst Leo XIII., Enzyklika Humanum genus, 20. April 1884).

Die Kongregation für die Glaubenslehre hat durch eine Erklärung vom 26. November 1983 die Lehre Leos XIII. bekräftigt: "Das Urteil der Kirche über Freimaurervereinigungen bleibt unverändert, weil deren Grundsätze immer als mit der Lehre der Kirche unvereinbar betrachtet worden sind, und der Beitritt zu solchen Vereinigungen bleibt durch die Kirche verboten. Die Katholiken, die Freimaurerbewegungen angehören, befinden sich im Zustand der schweren Sünde und haben keinen Zugang zur heiligen Kommunion".

Wissenschaftliche und systematisch programmierte Bedrohungen

Heute preist die Freimaurerei "die Kultur des Todes", indem sie für die Empfängnisverhütung, Abtreibung und Euthanasie eintritt. Sie trägt auch zur Zerrüttung der Familie bei. 1979 schrieb der Freimaurer Pierre Simon: "Mein wahres Sein ist nicht mehr mein Leib, sondern meine Freimaurerloge; das Leben ist nicht länger Geschenk Gottes, sondern eine Materie, die sich selbst trägt... Es verliert seinen absoluten Charakter, den es im Buch der Genesis besessen hat". Man darf also nach Belieben damit umgehen. So wird "die Sexualität von der Fortpflanzung getrennt und die Fortpflanzung von der Elternschaft. Das ganze Konzept der Familie ist dabei umzukippen".

Ähnliche Grundsätze bewegen gegenwärtig zahlreiche andere Organisationen, die, ohne sich jemals offen der Freimaurerei angeschlossen zu haben, in demselben Geiste wirken. So konnte Papst Johannes Paul II. am 4. August 1993 in Denver (Vereinigte Staaten) folgendes sagen: "Die Drohungen gegen das Leben werden mit der Zeit nicht schwächer. Im Gegenteil, sie nehmen riesige Dimensionen an... Es handelt sich dabei um wissenschaftliche und systematisch programmierte Bedrohungen".


Vorkämpfer gegen die Freimaurerei: hl. Maximilian Kolbe, Miguel Pro

Obwohl die geheimen Kennzeichen der Freimaurer in freimaurerfeindlichen Büchern veröffentlicht wurden, werden sie noch immer angewandt. Zwei der Symbole: Maurerkelle, Pyramide.

Literatur: Manfred Adler, Johannes Rothkranz u. a.
Bild: Eingang zu einem Freimaurerlokal

Gotthold Ephraim Lessing: Ernst und Falk, Gespräche für Freimäurer
Erstes Gespräch, Ernst: Nicht genug, daß sich die Freimäurer einer den andern unterstützen, auf das kräftigste unterstützen: denn das wäre nur die notwendige Eigenschaft einer jeden Bande. Was tun sie nicht für das gesamte Publikum eines jeden Staates, dessen Glieder sie sind!

Viertes Gespräch, Falk: Das Geheimnis der Freimäurerei, wie ich dir schon gesagt habe, ist das, was der Freimäurer nicht über seine Lippen bringen kann, wenn es auch möglich wäre, daß er es wollte.

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