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94FM11 |
Die Freimaurerei |
Papst Leo XIII., Enzyklika Humanum genus, 20.4.1884); Dom Antoine Marie O.S.B. 12.4.1998 |
Unter den Füßen Luzifers
Die Freimaurerei ist eine
tausendfach verzweigte Geheimgesellschaft, die die Welt nach solchen
Grundsätzen zu lenken bemüht ist, die die Autorität Gottes und seiner Offenbarung
mißachten.
"Da die ganz eigene und
spezielle Mission der katholischen Kirche darin besteht, die durch Gott
offenbarten Lehren in ihrer Fülle zu empfangen und in unverderblicher Reinheit
zu bewahren, ebenso wie die begründete Autorität, um sie zu lehren, zusammen
mit anderen vom Himmel gewährten Hilfsmitteln zur Rettung der Menschen,
entfalten die Freimaurer gerade gegen sie die größte Hetze und richten ihre
heftigsten Angriffe gegen sie".
Doch die Freimaurerei zerstört
auch die bürgerliche Gesellschaft, denn ihre Grundsätze widersprechen dem
Naturgesetz und untergraben die "Grundlagen der Gerechtigkeit und des
Anstands". Recht oft setzt sie dem Menschen als einzige Richtschnur des
Handelns die Befriedigung der eigenen Wünsche. Andererseits ist die Forderung,
den Staat der Religion völlig zu entfremden und die öffentlichen Ämter so zu
verwalten, als gäbe es Gott nicht, "eine beispiellose Vermessenheit".
Denn ebenso wie jeder Mensch verpflichtet ist, "Gott die Verehrung einer
frommen Dankbarkeit zu zollen, weil wir Ihm das Leben und die Güter, die es
begleiten, zu verdanken haben, ergibt sich für die Völker und die
Gesellschaften eine ähnliche Aufgabe" (Papst Leo XIII., Enzyklika Humanum genus,
20. April 1884).
Die Kongregation für die
Glaubenslehre hat durch eine Erklärung vom 26. November 1983 die Lehre Leos
XIII. bekräftigt: "Das Urteil der Kirche über Freimaurervereinigungen
bleibt unverändert, weil deren Grundsätze immer als mit der Lehre der Kirche
unvereinbar betrachtet worden sind, und der Beitritt zu solchen Vereinigungen
bleibt durch die Kirche verboten. Die Katholiken, die Freimaurerbewegungen
angehören, befinden sich im Zustand der schweren Sünde und haben keinen Zugang
zur heiligen Kommunion".
Wissenschaftliche
und systematisch programmierte Bedrohungen
Heute preist die Freimaurerei
"die Kultur des Todes", indem sie für die Empfängnisverhütung,
Abtreibung und Euthanasie eintritt. Sie trägt auch zur Zerrüttung der Familie
bei. 1979 schrieb der Freimaurer Pierre Simon: "Mein wahres Sein ist nicht
mehr mein Leib, sondern meine Freimaurerloge; das Leben ist nicht länger
Geschenk Gottes, sondern eine Materie, die sich selbst trägt... Es verliert
seinen absoluten Charakter, den es im Buch der Genesis besessen hat". Man
darf also nach Belieben damit umgehen. So wird "die Sexualität von der
Fortpflanzung getrennt und die Fortpflanzung von der Elternschaft. Das ganze
Konzept der Familie ist dabei umzukippen".
Ähnliche Grundsätze bewegen
gegenwärtig zahlreiche andere Organisationen, die, ohne sich jemals offen der
Freimaurerei angeschlossen zu haben, in demselben Geiste wirken. So konnte
Papst Johannes Paul II. am 4. August 1993 in Denver (Vereinigte Staaten)
folgendes sagen: "Die Drohungen gegen das Leben werden mit der Zeit nicht
schwächer. Im Gegenteil, sie nehmen riesige Dimensionen an... Es handelt sich
dabei um wissenschaftliche und systematisch programmierte Bedrohungen".

Vorkämpfer gegen die
Freimaurerei: hl. Maximilian Kolbe, Miguel Pro
Obwohl die geheimen Kennzeichen
der Freimaurer in freimaurerfeindlichen Büchern veröffentlicht wurden, werden
sie noch immer angewandt. Zwei der Symbole: Maurerkelle, Pyramide.
Literatur: Manfred Adler,
Johannes Rothkranz u. a.
Bild:
Eingang zu einem Freimaurerlokal
Gotthold Ephraim Lessing:
Ernst und Falk, Gespräche für Freimäurer
Erstes Gespräch, Ernst:
Nicht genug, daß sich die Freimäurer einer den andern unterstützen, auf das
kräftigste unterstützen: denn das wäre nur die notwendige Eigenschaft einer
jeden Bande. Was tun sie nicht für das gesamte Publikum eines jeden Staates,
dessen Glieder sie sind!
Viertes Gespräch, Falk: Das
Geheimnis der Freimäurerei, wie ich dir schon gesagt habe, ist das, was der
Freimäurer nicht über seine Lippen bringen kann, wenn es auch
möglich wäre, daß er es wollte.