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APOKALYPSE SPIEL |
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ETIKA |
KAMPF FÜR DAS GUTE GEGEN DAS BÖSE |
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98B1-1 |
KINDER RETTEN DIE WELT |
Francisco
und die Gerechten |
Die verpasste Chance
Das Buch der Anklage
Francisco:
Kinder retten die Welt
Aktionsgeschichte zum Schutz der Schwächsten:
Gott schreibt mit
Ein Psycho-Schocker, der versteinerte Herzen
erweicht
Die ,,Vier Gerechten" von Edgar Wallace, die Helden Karl Mays
und Gandhi haben in ihrem Kampf gegen die schlimmsten Verbrechen Nachahmer
gefunden...
Aber auch Franziskus von Assisi hat einst wirksame Methoden gegen das Böse
entwickelt.
Unser Zeitgenosse Francisco wandelt auf seinen Spuren. Er liebt die Kinder,
alle Kinder dieser Welt. In jedem sieht er ein Geschenk Gottes, ein kleines
Jesuskind.
Von vielen liest er, daß sie leiden, doch wie ihnen helfen? Mit
seinen Freunden sucht er eine Lösung und findet sie: aktives Mitleid.
Francisco taucht hinab in das Meer des Leids und nimmt Anteil am Schicksal
jener, die der Hilfe und Liebe am meisten bedürfen.
Mit diesem Buch will er allen die Augen öffnen für den schönsten und
wertvollsten Schatz, den es auf Erden gibt.
Denn sie, die Kinder sind rein und ohne Schuld und die einzigen, die diese Welt
am Abgrund noch retten können. Wenn wir die Kinder nicht retten, wird auch die
Welt nicht gerettet. Sie sind unsere letzte Chance...

Kapitel 1 (Interaktiver Tip: Wer erkennt sich selbst?)
IN DEN FÄNGEN DES BÖSEN
F. war so tief gesunken, wie er es sich ein paar Jahre zuvor nicht
einmal im Traum hätte vorstellen können.
Das erotisierende Zeitalter - so umschrieb es ein hoher
Kirchenmann verharmlosend - hatte auch den Mann vereinnahmt, der sich bemühte,
gut zu sein.
Er hatte geheiratet und wähnte sich in der Ehe geschützt vor den
Fallen des Bösen.
Aber seine gute Absicht wurde auf eine harte Probe gestellt.
Der Diabolos, der Durcheinanderwerfer, wie der Menschenfeind
griechisch genannt wird, ließ nichts unversucht, um die Harmonie seines Seelen-
und seines Familienlebens zu stören (was heute weltweit
geschieht, denn die Botschaften Marias an Melanie in La Salette 1846 und
derzeit an Sr. Guadalupe in Guatemala besagen, daß der Dämon Unfrieden in allen
Familien stiftet).
Oft vergaß er alle guten Vorsätze.
Ständig schoß der unheimliche Herrscher dieser Welt seine Pfeile
ab, und wohin er auch floh, er vermochte nicht, ihnen zu entweichen.
Allüberall
lächelte ihm die Maske der Sünde zu, die große Hure Babylon, die ausgezogen
ist, den ganzen Erdkreis zu verführen.
Die
Zeitschriften zeigten von Jahr zu Jahr immer unverschämtere Bilder dieser
Göttin des 20. Jahrhunderts, und das Fernsehen demolierte langsam, aber
beständig und weltweit alles, was früher Sitte und Anstand geheißen hatte.
,,Sex"-Fotos
reizten die Phantasie.
"Immer
tiefere Einblicke" in das Geheimnis des Geschlechtlichen wurden geboten,
und das eine Mal machte neugierig auf mehr.
Die
,,Macher" des Fernsehens schreckten bei ihrem Rennen um Einschaltquoten -
und damit mehr Einnahmen durch Werbung - vor nichts zurück.
Frauen
wurden als Objekt der Begierde präsentiert, Ehebruch als zeitgemäße Abwechslung
für gesellschaftsfähig erklärt.
Naive
Zuschauer waren stolz auf die große Auswahlmöglichkeit unter den Programmen,
denn immer gab es etwas ,,Interessantes" anzuschauen: auf dem einen Kanal
eine klassische Oper mit Bauchtänzerinnen, auf dem nächsten eine Familienserie
mit dem Dauerthema Ehebruch, dann wieder Glücksspiele, bei denen sogenannte
Hausfrauen sich nach und nach ihrer Kleidungsstücke entledigten, oder eine
Talkshow mit bizarren Sexthemen.
Die
Satellitenschüsseln machten es möglich: Der Äther war 24 Stunden am Tag mit
Pornoszenen erfüllt, und die geistige Umweltverschmutzung drang in die letzten
Winkel der Erde ein.
Eine
heile Welt gab es nirgends mehr.
F.
hätte sich am liebsten selbst verflucht, weil er nicht imstande war, die vielen
Verlockungen zu ignorieren.
Und
als er anfing, im Internet zu surfen, wurde er mit noch mehr Schmutz und Schund
konfrontiert.
Es
gab nichts mehr, was es nicht gibt; alles Schmierige, Abstoßende, Eklige hatte
seinen Weg ins World Wide Web gefunden.
Fast
undurchführbar die Ratschläge der Alten:
,,Sieh
der Versuchung nie ins Gesicht", hatte der weise Franz von Sales
gelehrt, und der reuige Sünder Augustinus hatte gemahnt: ,,Ergreife die
Flucht, wenn du den Sieg davontragen willst."
Freche
Werbeplakate auf den Straßen sowie Frauen mit bewußt aufreizendem Äußeren - die
Mode wurde von Sommer zu Sommer hüllenloser - vermehrten die Anfechtungen.
Hier
die Welt - dort der Christ.
Eines
vergaß F. nie: daß Jesus nämlich gesagt hatte:
Wer eine Frau ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon die Ehe mit
ihr gebrochen in seinem Herzen. (Mt 5,28)
Der
Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach.
Ein
Körnchen Böses gesellte sich zum anderen, bis das Boot derart überladen war,
daß es zu sinken begann.
In
einer schwachen Stunde war der bisher brave Familienvater zu etwas bereit, was
ihn danach mit äußerster Abscheu erfüllte.
Nur
eine glückliche Fügung in letzter Sekunde rettete ihn vor dem Untergang.
Schuldig
fühlte er sich trotzdem, und er spielte in Phasen der Depression mit den
schlimmsten Gedanken.
Unterdessen
waren die guten Mächte nicht untätig.
Immer
wieder wurde F. von Nachrichten erschüttert über Menschen, die sich ebenfalls
in den Klauen der unsichtbaren, aber spürbaren Feinde befanden, und bei sich
dachte er angesichts seiner Sünden und jener der anderen:
Gott,
der Allmächtige, wird mit seinem Strafgericht nicht mehr lange warten.
Mit
Schrecken registrierte er, wieviel Böses Menschen einander antaten, ihren
Ehepartnern, Kindern und Eltern.
Niemand
schien daran zu glauben, daß Gottes Geduldsfaden einmal reißen und er seinen
ganzen Zorn über das zügellos sündigende, abtrünnige Menschengeschlecht
ergießen könnte, wie dies bei Zephanja und so vielen anderen Propheten zu lesen
war.
Er
selbst fühlte sich abgrundtief schlecht.
Seine
Verfehlungen ließen ihm keine Ruhe, und er suchte, um wieder freizuwerden, nach
Möglichkeiten der Buße.
Mit
Inbrunst betete er die letzte Vaterunserbitte: und erlöse uns von dem Bösen.
Er
hatte längst erfahren, daß die Menschen in dieser Endzeit, in der der Satan
noch einmal losgelassen ist, allein zu schwach sind, um mit den unsichtbaren
Mächten der Finsternis fertig zu werden.
Hatte
ein Dämon auch von ihm Besitz ergriffen?
Er
erinnerte sich an jene zehnte Ermahnung des großen Heiligen aus Umbrien:
,,Ein jeder hat den Feind in seiner Gewalt, und zwar den Körper,
durch den er sündigt. Deshalb selig jener Knecht, der solchen Feind, über den
ihm Macht gegeben ist, immer gefangen hält und weise sich vor ihm hütet."
In
das schlechte Gewissen mischte sich die Angst, und er betete:
Die Sünde fiel mir leicht,
Doch sind die Folgen schwer.
Beleidigt hab' ich Dich,
Mein Schöpfer und mein Herr.
Der Schuld folgt stets das Leid,
Als Krankheit, Krieg und Not.
Gib mir Barmherzigkeit
Statt den verdienten Tod.
Was Böses ich getan
An andren, mir und Dir,
Will büßen es fortan
Auf dieser Erden hier.
Verschon mich von der Pein,
Verzweiflung, Höllenglut.
Mach neu mich, heilig, rein.
Gerecht bist Du und gut.
Eines
faszinierte F. besonders: der Gedanke, er könne, wenn er auf eine Sünde
verzichte, bewirken, daß damit auch andere Menschen, die in einer ähnlichen
Lage wären, denselben Heroismus aufbrächten und ebenfalls verzichteten.
Ein
unsichtbares geistiges Band müßte alle Männer verbinden, damit sie nicht
Ehebruch - auch nicht mit den Augen, denn das ist oft nur der Anfang -
begingen, wünschte er sich.
Dadurch
würde dann vielen Frauen und Kindern Leid erspart.
Regelmäßig
las er die ,,schwarze Chronik" in den Zeitungen.
Er
litt mit den Opfern der Grausamkeit.
Sein
Herz umschloß sie alle: gedemütigte Frauen und Mütter wie auch mißhandelte oder
hungrige Kinder irgendwo in der weiten Welt.
Nichts
tat F. so weh wie Nachrichten von Kindern, die mißbraucht oder umgebracht
wurden.
Er
wußte, sein Zorn war ohnmächtig.
Aber
er glaubte daran, daß er dem gepeinigten Kinde irgendwie helfen konnte, wenn er
für das Opfer betete.
Seine
Freunde bat er, Nachrichten über das Elend der Kinder, besonders das himmelschreiende
Verbrechen des Kindesmißbrauchs, zu sammeln und auf Disketten oder
zip-Disketten zu speichern.
Interaktiver Tip: Wäre das auch etwas für dich?
Wieviele Wörter hat der Satz des
Franziskus? Nur die richtige Antwort bringt dich dem Ziel entgegen.
Fortsetzung für Leser, die nicht am
Apokalypse-Spiel teilnehmen: Jedes
Kind ein Jesuskind