ETIKA

ORGANHANDEL

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28.5.2004

99OH51

Kinder verschwinden in Nampula, Mosambik

Achtung: etika.com warnt vor Unterschriften-
Sammlungen

Wien (Austria), im Mai 2004

CHILDREN DISAPPEARING IN NAMPULA, MOSAMBIK

 

Aus Zeitungen, über Rundfunk und durch die Unterschriftenaktion des Generalsekretariats für Gerechtigkeit und Frieden des Servitenordens mit Sitz in Rom, die inzwischen von vielen Menschenrechtsorganisationen in und außerhalb Italiens mitgetragen wird und bei der bis dato über 168.000 Unterschriften gesammelt wurden, haben wir über die grauenvolle Situation in Nampula, Mosambik, erfahren.

Seit drei Jahren verschwinden in der Gegend in und um Nampula regelmäßig Menschen, unter ihnen besonders viele Kinder. Lokale Menschenrechtsorganisationen sprechen von mindestens 300 Kindern allein in den vergangenen Monaten. Viele der entführten Kinder bleiben spurlos verschwunden, andere werden getötet gefunden, ihre Leichen weisen durchgehend dieselben Verletzungen auf: sie sind aufgeschnitten, innere Organe fehlen. Die Mutmaßungen, was mit den entführten und getöteten Menschen geschieht, reichen von Kinderprostitution und Sklaverei bis zu Organhandel und Tötungen im Rahmen ritueller Kulte.

Wie dramatisch die Lage ist, geht aus einer Erklärung des Generalstaatsanwalts von Mosambik, Dr. Joaquim Luis Madeira, im Rahmen seines Besuchs in Nampula am 21. April 2004 hervor, als er eingestand, wie absurd es ist, dass Monate nach der ersten Anzeige bislang noch kein einziger Fall geklärt und kein einziger Schuldiger ausgeforscht werden konnte!

 

Wir zeigen uns schockiert darüber,

·        dass seit nunmehr schon vielen Monaten regelmäßig Straßenkinder und Kinder von armen Familien in den Elendsvierteln der Stadt Nampula entführt werden;

·        dass viele von ihnen getötet, mit geöffneten Leichen und entnommenen inneren Organen aufgefunden werden;

·        dass die lokalen Behörden und die Staatsanwaltschaft trotz der Anzeigen wochenlang nicht tätig geworden sind;

·        dass Zeugen nicht ernst genommen werden, sondern im Gegenteil zum Schweigen aufgefordert und eingeschüchtert werden;

 

        Wir erklären uns solidarisch

·        mit allen, die für die Aufdeckung dieser Verbrechen gesorgt haben und nunmehr selbst bedroht werden, besonders mit den Servitinnen-Schwestern des Klosters „Mater Dei“ bei Nampula;

·        mit den Hinterbliebenen der Opfer.

 

        Wir bitten Sie und fordern Sie auf, alles in Ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um die Verbrechen aufzuklären und für den Schutz der Kinder und Ihrer Familien auf effektive Weise Sorge zu tragen.

Hochachtungsvoll,

Copy to:

·        Sua Excelência Almerino Manhenje, Ministro do Interior, Gabinete do Ministro Ministério do Interior, Av Olof Palme 46/48 , Maputo, MOSAMBIK (Innenminister); Telefax: (00 258) 1-431 048 / (00 258) 1-420 084

·        Sua Excelência Dr. José Ibraimo Abudo, Ministro da Justica, Republica de Mocambique, Av Julius Nyerere, 33, Maputo, MOSAMBIK (Justizminister); Telefax: (00 258) 1 – 494 264

·        Exmo. Sr. Dr. Joaquim Luis Madeira, Procurador Geral da República, Procuradoria Geral da República, Maputo, MOSAMBIK (Generalstaatsanwalt), Telefax: (00 258) 1-492 758

·        S.E. Botschafter Antonio Sumbana, Botschaft der Republik Mosambik, Stromstr. 47, D-10551 Berlin, Telefax: (0049) 30-39876503

·        Bundesministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner, Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, Ballhausplatz 2, 1014 Wien; Telefax: 05 - 01159-0 (aus Östereich incl. Wien ist 05 vorzuwählen)


Betreff: Hilferuf aus Nampula/Mosambik

 

Im Religionsmagazin "Orientierung" wurde am letzten Sonntag ein Beitrag aus Nampula ausgestrahlt, der mich zutiefst erschüttert hat: Die Schwestern des Servitinnenklosters in Nampula hatten sich an das Generalsekretariat des Servitenordens für Gerechtigkeit und Frieden in Rom gewandt, um ihren Einsatz zu unterstützen und mitzutragen, die Verbrechen an Kindern aufzuklären und zu verhindern. Wiederholt wurden in der näheren Umgebung des Klosters Leichen gefunden, darunter auch viele Kinderleichen., die zerschnitten und denen Organe entnommen worden waren. Vor laufender Kamera erzählte eine Schwester, daß in der Nähe des Klosters die vergrabene Leiche eines schwangeren Mädchens, das fast noch ein Kind war, gefunden wurde. Der Körper war aufgeschnitten, Organe und der Fötus fehlten. "Sie muß einen furchtbaren Tod gestorben sein" sagte die Ordensfrau.

 

Die Kinder werden nachweislich entführt und getötet. Die Schwestern in Nampula versuchten, die dortigen Behörden zu mobilisieren. Diese weigern sich jedoch, die Vorfälle systematisch zu untersuchen. Eltern werden eingeschüchtert, Augenzeugenberichte als Lügengeschichten abgetan und ein von der Staatsanwaltschaft beauftragtes Untersuchungsteam konnte in dem am 23. Februar d. J. veröffentlichten Bericht an den untersuchten Leichen "keine Spuren von Gewaltanwendung feststellen, die auf ein Verbrechen hindeuten". Gleichzeitig begannen  in den Medien intensive Verleumdungskampagnen gegen die Ordensschwestern, durch die versucht wird, ihren Einsatz religiös und politisch als Agitation gegen die moslemischen Lokalpolitiker zu verunglimpfen. Besonders jene Schwester, die die Vorfälle dokumentiert und die Dokumentation den Behörden übergeben hat, geriet ins Schußfeld einer breit angelegten Hetzkampagne und werden ihr neben psychischen Problemen auch unlauterer Lebenswandel angedichtet. Von vielen Seiten wird der Einsatz der Schwestern als unglaubwürdig dargestellt und bekämpft.

 

In der TV-Sendung berichtete Fr. Martin Lintner OSM auch von einer Unterschriftenaktion und ich setzte mich mit ihm in Verbindung. Diese Aktion  wird vom Generalsekretariat für Gerechtigkeit und Frieden in Rom koordiniert und gehen  die gesammelten Unterschriften an die Regierung in Mosambik, die Behörden von Nampula, das italienische Parlament, die EU und die UNO. Nun hängt die Effizienz solcher Aktionen nach meiner Erfahrung mit Menschenrechtsarbeit u. a. auch von der Zahl ab, je mehr, desto besser!

Ich richte daher an Sie die dringende Bitte:

Nützen Sie alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, Menschen über  diese Vorkommnisse zu informieren und laden Sie sie ein, mit ihrer Unterschrift ihre Solidarität mit Verfolgten, Unterdrückten und Entrechteten zu bezeugen. Einen ausführlichen Hintergrundbericht finden Sie auf der Hompage der Pfarre Rossau in Wien 9. Bezirk (Servitenkirche) 

 

http://www.rossau.at/aktuelles/200403info_oha_mo.html . Die Unterschriftslisten können unter http://www.rossau.at/aktuelles/200403unterschriftenlistemo.pdf  downgeladen werden. Ich habe außerdem den Musterprotestbrief beigefügt, den mir Fr. Lintner zugesandt hat. Bei Briefen aus Deutschland bzw. der Schweiz  wäre natürlich der jeweilige Außenminister  anzuschreiben.

Ich hoffe, mich nicht vergeblich an Sie gewandt zu haben. Mich hat der Bericht ins Herz getroffen und ich kann dazu nicht schweigen, denn: Wer schweigt, stimmt zu!

(von einer Frau aus Österreich, erhalten von k... . net)

 

ETIKA warnt vor Unterschriftensammlungen:
Wir begrüßen die Initiative, warnen aber vor Unterschriftensammlungen. Erstens werden sie von den Verantwortlichen und Schuldigen sowieso ignoriert. Zweitens aber erhalten die Weltherrscher auf diese billige Weise die Namen und Adressen aller Christen, die sich für andere einsetzen, also der besten, jener, die Mitleid empfinden und aktiv sind.

Kopien der Listen gehen automatisch an die zuständigen Stellen bei den Regierungen und der UNO, dort gibt es mit höchster Wahrscheinlichkeit irgend jemanden, der sie heimlich an irgendeinen Geheimdienst weitergibt oder an die heimlichen Weltbeherrscher hinter den Kulissen. In der kommenden Christenverfolgung haben die Mächte des Antichrist dann eine gute Grundlage, um glaubenstreue Christen aufzuspüren und auszumerzen. (28.5.2004)

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