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ETIKA |
ÜBERLEBENSPROGRAMM |
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9A |
Das Böse ist abzuwehren und zu besiegen |
14.11.1998 |
1. Noch schlimmer
als die Verschmutzung der Natur wirken sich die geistige Umweltverschmutzung sowie die Verbrechen aus, die Tag für
Tag begangen werden: Kriege, Vertreibung, Unterdrückung, Mord, Abtreibung,
Sexualverbrechen, Vivisektion.
2. Infolge der
systematisch betriebenen Auflösung der Familien gibt es immer mehr
Verzweifelte, Selbstmörder, Geisteskranke.
3. Und wir? Wir
sehen dem Leiden Unschuldiger tatenlos zu.
4. Wir vergeuden
zuviel kostbare Zeit mit unnützen Beschäftigungen, vor allem dem Fernsehen, das
unsere Gefühle abstumpft, bei vielen unserer Mitmenschen die Hemmschwelle für
Gewalt herabsetzt und dessen goldenes Kalb, der Götze Sex, die Herzen und Sinne
verwirrt und zum Ehebruch verführen will.
5. Hast du offene
Augen, offene Ohren und ein offenes Herz?
6. Sagt dir nicht
dein Gewissen die Wahrheit?
7. Ebenso wie die
Verbrechen häufen sich die Dürren, Hungersnöte, Seuchen und anderen Katastrophen
– wie nie zuvor.
8. Wir, wir selbst
sind schuld daran.
9. Man darf nicht
Gott die Schuld an den Atomexplosionen oder Kriegen oder Aids oder anderen
Plagen anlasten (denn er hat dem Menschen den freien Willen gelassen). Wir Menschen
selbst haben sie heraufbeschworen.
10.
Was tun? Wir müssen unser Versagen einsehen.
11.
Vor allem dürfen wir nicht länger zu dem vielen Elend in der Welt und
zur Ungerechtigkeit schweigen.
12.
Gewiß, vieles steht außerhalb unserer Macht. Aber zwei Dinge können wir
tun:
13.
dem Notleidenden Barmherzigkeit erweisen und (was oft
unmittelbar damit zusammenhängt:)
14.
versuchen, die Bösen zumindest an den schlimmsten Verbrechen
zu hindern.
15.
Die Starken müssen die Schwachen schützen.
16.
Die Staatsorgane sollten wir dazu anhalten, ihren Pflichten
nachzukommen:
17.
Bekämpfung der Kriminalität unter Ausnutzung aller technischen und
psychologischen Hilfsmittel (z. B. DNA-Analysen, Lügendetektoren)
18.
Erweiterung des Notwehrrechts
19.
Zusammenarbeit der Polizei mit Streifen von Freiwilligen (Aktionsgruppen)
20.
Schwere Strafen für die Herstellung und den Handel mit Rauschgift und
Pornographie (ausgenommen Toleranz- und Isolationszonen)
21.
Verbot von Horrordarstellungen etc.
22.
Für Hinweise auf brutale Serientäter sollten Prämien ausgesetzt werden,
die anonym – gegebenenfalls auch an andere Verbrecher – ausgezahlt werden
23.
Gerechte Strafen sind notwendig zur Abschreckung
(Generalprävention).
24.
Unterscheiden wir zwischen gewöhnlichen und grausamen Verbrechen.
25.
Bei "kleinen Fischen", insbesondere Ersttätern, ist Milde
angebracht.
26.
Arbeitsstrafen wirken abschreckend und sind nützlich sowohl für die
Gesellschaft als auch für die Delinquenten.
27.
Gewöhnliche Straftäter könnten im Umweltschutz eingesetzt werden: Bau
neuer Bahnstrecken, Rückbau unnötiger Straßen, Flußsäuberung,
Wiederaufforstung, Fruchtbarmachung der Wüste (Bewässerung) etc.
28.
Pädophile und andere gefährliche Sittlichkeitsverbrecher sind ebenso
wie Verbrecher, die grausame Taten begangen haben, aus der Gesellschaft zu
entfernen und in Isolationszonen zu verbannen (aus Sorge um die Opfer, vgl. 1.
Korinther 5,13); begrenzte Selbstverwaltung; geistliche und psychologische
Betreuung
29.
Würden gemeingefährliche Serientäter zum Schutz der Bevölkerung
isoliert, wäre die Todesstrafe überflüssig. Argumente gegen diese: Fehlurteile
möglich, zuwenig Gelegenheit zur Reue und Buße
30.
Begnadigung nur bei erwiesener Reue
31.
Das Antikriminalitätsprogramm im Modell "Utopia" ist heute
nicht weniger aktuell als zur Zeit des hl. Thomas Morus.
32.
Nicht alle, die als Verbrecher verurteilt wurden, sind wirkliche
Verbrecher. Viele verabscheuen das Böse, insbesondere die Gewaltanwendung
gegenüber Kindern und Frauen.
33.
Die Gesellschaft sollte es ihnen lohnen, wenn sie Schlimmes verhüten
und Schwache schützen.
34.
Sogar ein Mensch, der sich dem Bösen verschrieben hat, ist noch zu
irgend etwas Gutem fähig.
35.
Bis zuletzt sollten wir versuchen, auch im Verbrecher Gutes zu
erkennen, das Gute in ihm zu wecken, ihn zum Guten zu ermutigen, gut zu ihm zu
sein, ihn zu retten.
36.
Solange er allerdings für die Gemeinschaft gefährlich sein kann, geht
deren Schutz vor.
37.
Gott will uns helfen und retten.
38.
Aber wir sollten uns helfen und retten
lassen, indem wir an ihn glauben, auf ihn vertrauen und ihm gehorchen.
39.
Die Menschheit rast ihrem Untergang
entgegen. Ist die Welt noch zu retten?
40.
Ja! Wenn die Menschen sofort umkehren und die Gebote
Gottes befolgen, sich nach der Heiligen Schrift statt nach den falschen
Propheten richten, sich von ihren geheimen Süchten befreien (Hab-, Genuß- und
Herrsch-sucht), den Notleidenden helfen, die Bösen an den schlimmsten
Verbrechen hindern, so schnell wie möglich mit der Produktion von Schadstoffen
und Luxusgütern aufhören und wieder einfach leben.
41.
Christus statt Materialismus!
42.
Jesus will, daß alle, die an ihn als Herrn und Erlöser glauben, eins
seien. Der heilige Franziskus von Assisi zeigt uns — wie Maria in Lourdes und
Fatima — den Weg zur wahren Ökumene.
43.
Erfüllen wir wie Franziskus Gottes Willen: "Gehe hin und baue
mein Haus wieder auf, das ganz zerfällt, wie du siehst" — die eine,
heilige Kirche!
44.
Wir sind Glieder Christi. (1. Korinther 6,15, Johannes 6,54)
45.
Bauen wir mit am Reich Gottes in uns! (Lukas 17,21)
46.
Allen Menschen gelten die Worte der Heiligen Schrift:
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Lk 6,36)
47.
Es wird ein unbarmherziges Gericht über
den ergehen, der nicht Barmherzigkeit geübt hat. (Jak 2,13)
48.
Jesus Christus, der uns alle richten wird, sagt in Lukas 21,33 und 36:
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden
nicht vergehen.
49.
Seid wachsam und betet zu jeder Zeit,
damit ihr stark werdet, all dem zu entrinnen, was geschehen wird...

Raffael: St. Georg
kämpft gegen den Drachen, Paris, Louvre