ETIKA

ÜBERLEBENSPROGRAMM

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9A

Das Böse ist abzuwehren und zu besiegen

14.11.1998
2.6.2005
 

1.    Noch schlimmer als die Verschmutzung der Natur wirken sich die geistige Umweltverschmutzung sowie die Verbrechen aus, die Tag für Tag begangen werden: Kriege, Vertreibung, Unterdrückung, Mord, Abtreibung, Sexualverbrechen, Vivisektion.

2.    Infolge der systematisch betriebenen Auflösung der Familien gibt es immer mehr Verzweifelte, Selbstmörder, Geisteskranke.

3.    Und wir? Wir sehen dem Leiden Unschuldiger tatenlos zu.

4.    Wir vergeuden zuviel kostbare Zeit mit unnützen Beschäftigungen, vor allem dem Fernsehen, das unsere Gefühle abstumpft, bei vielen unserer Mitmenschen die Hemmschwelle für Gewalt herabsetzt und dessen goldenes Kalb, der Götze Sex, die Herzen und Sinne verwirrt und zum Ehebruch verführen will.

5.    Hast du offene Augen, offene Ohren und ein offenes Herz?

6.    Sagt dir nicht dein Gewissen die Wahrheit?

7.    Ebenso wie die Verbrechen häufen sich die Dürren, Hungersnöte, Seuchen und anderen Katastrophen – wie nie zuvor.

8.    Wir, wir selbst sind schuld daran.

9.    Man darf nicht Gott die Schuld an den Atomexplosionen oder Kriegen oder Aids oder anderen Plagen anlasten (denn er hat dem Menschen den freien Willen gelassen). Wir Menschen selbst haben sie heraufbeschworen.

10.                      Was tun? Wir müssen unser Versagen einsehen.

11.                      Vor allem dürfen wir nicht länger zu dem vielen Elend in der Welt und zur Ungerechtigkeit schweigen.

12.                      Gewiß, vieles steht außerhalb unserer Macht. Aber zwei Dinge können wir tun:

13.                      dem Notleidenden Barmherzigkeit erweisen und (was oft unmittelbar damit zusammenhängt:)

14.                      versuchen, die Bösen zumindest an den schlimmsten Verbrechen zu hindern.

15.                      Die Starken müssen die Schwachen schützen.

16.                      Die Staatsorgane sollten wir dazu anhalten, ihren Pflichten nachzukommen:

17.                      Bekämpfung der Kriminalität unter Ausnutzung aller technischen und psychologischen Hilfsmittel (z. B. DNA-Analysen, Lügendetektoren)

18.                      Erweiterung des Notwehrrechts

19.                      Zusammenarbeit der Polizei mit Streifen von Freiwilligen (Aktionsgruppen)

20.                      Schwere Strafen für die Herstellung und den Handel mit Rauschgift und Pornographie (ausgenommen Toleranz- und Isolationszonen)

21.                      Verbot von Horrordarstellungen etc.

22.                      Für Hinweise auf brutale Serientäter sollten Prämien ausgesetzt werden, die anonym – gegebenenfalls auch an andere Verbrecher – ausgezahlt werden

23.                      Gerechte Strafen sind notwendig zur Abschreckung (Generalprävention).

24.                      Unterscheiden wir zwischen gewöhnlichen und grausamen Verbrechen.

25.                      Bei "kleinen Fischen", insbesondere Ersttätern, ist Milde angebracht.

26.                      Arbeitsstrafen wirken abschreckend und sind nützlich sowohl für die Gesellschaft als auch für die Delinquenten.

27.                      Gewöhnliche Straftäter könnten im Umweltschutz eingesetzt werden: Bau neuer Bahnstrecken, Rückbau unnötiger Straßen, Flußsäuberung, Wiederaufforstung, Fruchtbarmachung der Wüste (Bewässerung) etc.

28.                      Pädophile und andere gefährliche Sittlichkeitsverbrecher sind ebenso wie Verbrecher, die grausame Taten begangen haben, aus der Gesellschaft zu entfernen und in Isolationszonen zu verbannen (aus Sorge um die Opfer, vgl. 1. Korinther 5,13); begrenzte Selbstverwaltung; geistliche und psychologische Betreuung

29.                      Würden gemeingefährliche Serientäter zum Schutz der Bevölkerung isoliert, wäre die Todesstrafe überflüssig. Argumente gegen diese: Fehlurteile möglich, zuwenig Gelegenheit zur Reue und Buße

30.                      Begnadigung nur bei erwiesener Reue

31.                      Das Antikriminalitätsprogramm im Modell "Utopia" ist heute nicht weniger aktuell als zur Zeit des hl. Thomas Morus.

32.                      Nicht alle, die als Verbrecher verurteilt wurden, sind wirkliche Verbrecher. Viele verabscheuen das Böse, insbesondere die Gewaltanwendung gegenüber Kindern und Frauen.

33.                      Die Gesellschaft sollte es ihnen lohnen, wenn sie Schlimmes verhüten und Schwache schützen.

34.                      Sogar ein Mensch, der sich dem Bösen verschrieben hat, ist noch zu irgend etwas Gutem fähig.

35.                      Bis zuletzt sollten wir versuchen, auch im Verbrecher Gutes zu erkennen, das Gute in ihm zu wecken, ihn zum Guten zu ermutigen, gut zu ihm zu sein, ihn zu retten.

36.                      Solange er allerdings für die Gemeinschaft gefährlich sein kann, geht deren Schutz vor.


37.                    Gott will uns helfen und retten.

38.                    Aber wir sollten uns helfen und retten lassen, indem wir an ihn glauben, auf ihn vertrauen und ihm gehorchen.

39.                    Die Menschheit rast ihrem Untergang entgegen. Ist die Welt noch zu retten?

40.                      Ja! Wenn die Menschen sofort umkehren und die Gebote Gottes befolgen, sich nach der Heiligen Schrift statt nach den falschen Propheten richten, sich von ihren geheimen Süchten befreien (Hab-, Genuß- und Herrsch-sucht), den Notleidenden helfen, die Bösen an den schlimmsten Verbrechen hindern, so schnell wie möglich mit der Produktion von Schadstoffen und Luxusgütern aufhören und wieder einfach leben.

41.                    Christus statt Materialismus!

42.                      Jesus will, daß alle, die an ihn als Herrn und Erlöser glauben, eins seien. Der heilige Franziskus von Assisi zeigt uns — wie Maria in Lourdes und Fatima — den Weg zur wahren Ökumene.

43.                      Erfüllen wir wie Franziskus Gottes Willen: "Gehe hin und baue mein Haus wieder auf, das ganz zerfällt, wie du siehst" — die eine, heilige Kirche!

44.                      Wir sind Glieder Christi. (1. Korinther 6,15, Johannes 6,54)

45.                      Bauen wir mit am Reich Gottes in uns! (Lukas 17,21)

46.                      Allen Menschen gelten die Worte der Heiligen Schrift:
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Lk 6,36)

47.                      Es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit geübt hat. (Jak 2,13)

48.                      Jesus Christus, der uns alle richten wird, sagt in Lukas 21,33 und 36:
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden
nicht vergehen.

49.                    Seid wachsam und betet zu jeder Zeit, damit ihr stark werdet, all dem zu entrinnen, was geschehen wird...

Raffael: St. Georg kämpft gegen den Drachen, Paris, Louvre

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